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      Modell: HP DV7-2225sg
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      Prozessor: Intel Core i7-5960X
      Mainboard: ASRock X99 OC Formula/3.1
      Kühlung: EK Water Blocks EK-Supreme HF
      Arbeitsspeicher: 4x 8 GB G.Skill RipjawsV F4-3600C17D-16GVK (2 Kits)
      Grafikkarte: 2x ASUS GeForce GTX Titan X
      Display: 40" Philips BDM4065UC (3840x2160), 27" ASUS ROG Swift PG279Q (2560x1440)
      Festplatte(n): 2x Crucial M500 960 GB im Raid0 (Datenhalde), Crucial C300 256 GB (Windows und eigene Dateien)
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      Soundkarte: Sound Blaster Recon3D
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    ASUS Crosshair V Formula

    Titelbild zum ASUS Crosshair V Formula


    Seit der Einführung von AMDs 890FX-Chipsatz im vergangenen Jahr hat sich auf Seiten der AMD-Mainboards nicht so wahnsinnig viel getan. Jeder Hersteller hat damals seine High-End-Platinen auf den Markt gebracht und betreibt seither Produktpflege. Wirklich neue Mainboards mit diesem Chipsatz sind rar gesät. Doch seit der Ankündigung, dass AMDs kommende Prozessorgeneration, Codename "Bulldozer", für die Nutzung aller Features den neuen Sockel AM3+ benötigt, ist wieder Bewegung im Mainboard-Sektor. Denn neben dem Sockel AM3+ wird gleichzeitig eine "neue" Chipsatzgeneration eingeführt. Doch wirklich Neues gibt es bei den Chipsätzen kaum: Es handelt sich bei den Chipsätzen der 900-Serie lediglich um umgelabelte Chips der 800-Serie. Einzige Neuerung: Offizielle SLI-Unterstützung.

    Im heutigen Artikel begutachten wir das ASUS Crosshair V Formula. Das "V" im Namen steht für die römische Fünf und zeigt an, dass wir es bereits mit der fünften Version von ASUS' Premium-Mainboard zu tun haben. Während die ersten beiden Ausführungen noch auf Chipsätzen von NVIDIA basierten, ist seit dem Crosshair III Formula AMD an der Reihe. Auf dem Crosshair V Formula findet ein AMD 990FX-Chipsatz sein Zuhause.

    Neben dem neuen Sockel und dem "neuen" Chipsatz gibt es noch weitere, interessante Neuerungen, die wir uns auf den folgenden Seiten näher ansehen.

    Viel Vergnügen beim Lesen!
    [break=Lieferumfang]
    Lieferumfang ASUS Crosshair V Formula


    In der Verpackung finden wir neben unserem Testsample noch folgendes Zubehör:

    • 1x Handbuch (englisch)
    • 1x Schnellstart-Anleitung
    • 1x Treiber-/Software-DVD
    • 1x Gehäuse-Aufkleber
    • 1x ROG-Connect-Kabel
    • 6x SATA-Datenkabel (davon 3x gewinkelter Stecker)
    • 1x I/O-Blende
    • 1x SLI-Brücke für 3 Way-SLI
    • 1x flexible SLI-Brücke
    • 1x flexible CrossFire-Brücke
    • 1x Q-Connector-Kit
    • einige Kabelbinder
    • einige Aufkleber zur Kabel-Beschriftung


    Der Umfang des beiliegenden Zubehörs fällt ordentlich aus. Es wird nichts vermisst, alles, was man für den Betrieb des Mainboards benötigt, liegt bei.
    [break=Spezifikationen]
    Prozessor
    • Sockel AM3+
    • unterstützt zukünftige AM3+-FX-Prozessoren
    • unterstützt AMD Phenom II, AMD Athlon II und AMD Sempron II (Prozessoren mit Sockel AM3-Kompatibilität)
    • unterstützt Cool'n'Quiet
    • TDP bis 140 Watt
    • Prozessor-Support-Liste des Herstellers
    Chipsatz
    • AMD 990FX Northbridge
    • AMD SB950 Southbridge
    • unterstützt NVIDIA 3-Way SLI Technology
    • unterstützt AMD 3-Way CrossFireX Technology
    Speicher
    • 4x 240 Pin DDR3-Speicherslots (maximal 32 GByte)
    • 128 Bit Dual-Channel-Architektur
    • unterstützt DDR3-800 / 1066 / 1333 / 1600 (OC) DIMMs
    • unterstützt weitere Speicherteiler mit kommenden Prozessoren (z.B. DDR3-1866)
    VGA
    • keine integrierte Grafikeinheit
    PCI / PCIe Slots
    • drei PCIe-x16-Steckplätze (CrossFire/SLI x16/x16 oder x16/x8/x8)
    • ein PCIe-x16-Steckplatz (physisch mit x4 angebunden)
    • ein PCIe-x1-Steckplatz
    • ein PCI-Steckplatz
    Serial ATA
    • AMD SB950
      • 6x SATA 6Gb/s
      • unterstützt Raid 0 / 1 / 5 / 10
    • ASMedia ASM1061
      • 1x SATA 6Gb/s
      • 1x eSATA 6Gb/s
    IDE
    • kein IDE-Anschluss
    IEEE 1394
    • kein FireWire
    Netzwerkadapter
    • Intel 82583V Gigabit-LAN
    • über PCIe angebunden
    • unterstützt 10 / 100 / 1000 Mb/s
    • unterstützt Wake-On-LAN
    Audio
    • SupremeFX X-Fi 2 8-Kanal High Definition Audio ( ALC889 )
    Lüfteranschlüsse
    • CPU-Lüfter
      • 2 Anschlüsse
      • 4 Pin PWM
      • regelbar (auch mit 3 Pin-Anschluss)
    • Gehäuselüfter
      • 6 Anschlüsse
      • 4 Pin PWM
      • zum Teil regelbar (auch mit 3 Pin-Anschluss)
    Interne I/O-Anschlüsse
    • 4x PCIe x16
    • 1x PCIe x1
    • 1x PCI
    • 7x SATA 6 Gb/s
    • 2x USB 2.0 Pfostenstecker (für 4 Ports)
    • 1x USB 3.0 Pfostenstecker (für 2 Ports)
    • 1x Front Audio Pfostenstecker
    • 1x SPDIF out
    • 8x Lüfteranschluss
    • 3x Anschlüsse zur Temperaturmessung
    Backpanel-Anschlüsse
    • 1x PS/2 Kombi-Anschluss Maus/Tastatur
    • 1x Audio (6 Anschlüsse)
    • 1x RJ-45 LAN
    • 8x USB 2.0
    • 4x USB 3.0
    • 1x eSATA 6 Gb/s
    • 1x S/PDIF out optisch
    • 1x BIOS-Reset-Button
    Formfaktor
    • ATX 305 x 244 mm
    RoHS*
    • RoHS-konform


    *RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.
    [break=Layout]
    Schauen wir uns nun die Umsetzung des Layouts an.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair V Formula


    Ähnlich wie der Vorgänger Crosshair IV Formula kommt auch das Crosshair V Formula in einer Farb-Kombination aus schwarz, rot und grau/silber daher. Der Northbridge-/MOSFET-Kühler wirkt wuchtig und nicht so "verspielt" wie beim vierten Crosshair. Wichtigste optische Neuerung: Der Prozessorsockel ist dunkelgrau gehalten, was laut Aussagen von AMD die Kompatibilität zum kommenden Bulldozer signalisieren soll.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair V Formula


    In der rechten oberen Ecke des Mainboards befinden sich standesgemäß die Speicherslots, welche bis zu 32 GByte DDR3 aufnehmen können. Daneben finden wir den ATX-Anschluss für das Netzteil, den "Go"-Button (welcher das System mit zuvor selbst konfigurierten BIOS-Einstellungen auf Knopfdruck starten lässt), einige der insgesamt acht Lüfteranschlüsse und Pfostenstecker für zusätzliche USB-3.0-Ports.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair V Formula


    ASUS nutzt nur sechs der laut ATX-Spezifikation sieben möglichen Erweiterungsslots. Dabei setzt man auf insgesamt vier physische PCIe-x16-Steckplätze, wobei nur der obere und der zweite von unten mit vollen 16 Lanes beschaltet wird. Der untere Steckplatz wird elektrisch nur mit vier Lanes bedacht, wogegen der zweite Slot von oben immerhin mit acht Lanes versorgt wird. Dadurch sind SLI-/CrossFireX-Konfigurationen mit x16/x16 oder x16/x8/x8 möglich. Zusätzlich verbaut ASUS einen waschechten PCIe-x1-Port und einen PCI-Slot. Das Slot-Layout ist insofern durchdacht, als dass selbst bei Nutzung eines SLI-/CrossFireX-Gespanns bestehend aus zwei Grafikkarten noch der PCI-Slot nutzbar bleibt. Selbst eine weitere PCIe-Steckkarte kann in der Theorie noch verwendet werden, wenn sie im Slot mit der Bezeichnung PCIE_X8/X1_2 verwendet wird. Dann aber wird die Bandbreite des zweiten x16-Slots von unten auf x8 reduziert.

    Unter den Steckplätzen werden ein Start-, ein Reset- und ein OC-Button platziert, die demjenigen helfen, der sein System ohne Gehäuse betreibt. Zusätzlich finden wir hier weitere USB-Pfostenstecker, einen Lüfteranschluss und die Anschlussmöglichkeit für einen Temperatursensor.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair V Formula


    Die rechte untere Mainboard-Ecke wird durch den großen, aber flachen Southbridgekühler beherrscht. Der Kühler ist so flach gehalten, dass selbst lange Erweiterungskarten problemlos darüber hinwegpassen.

    Zudem befinden sich weitere USB-Pfostenstecker, Lüfteranschlüsse und die Anschlüsse für das Frontpanel in dem hier gezeigten Mainboard-Teil.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair V Formula


    Die sechs direkt am Rand angebrachten SATA-Anschlüsse werden alle von der SB950 bereitgestellt. Sie entsprechen der SATA-6Gb/s-Spezifikation. Der einzelne, nicht gewinkelte Anschluss stammt vom ASMedia ASM1061-Controller und ist ebenfalls ein SATA-6Gb/s-Anschluss. Die Position des einzelnen Anschlusses ist clever gewählt: Selbst wenn im zweiten PCIe-x16-Slot von unten eine Grafikkarte mit langem PCB steckt und bis in den Bereich des SATA-Ports ragt, kann ein SATA-Kabel eingesteckt und gelöst werden - zumindest solange, wie die Grafikkarte auf der PCB-Rückseite keine exotische Kühlkonstruktion nutzt.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair V Formula


    Obwohl der Northbridge-/Mosfet-Kühler auf den ersten Blick künstlerisch nicht ganz so verspielt aussieht wie beim Crosshair IV, so offenbart sich auf den zweiten Blick doch ein sehr filigranes Kühl-Gebilde. Der Kühler wirkt dennoch sehr massiv, sitzt gut (im Gegensatz zur Lösung auf dem Crosshair IV) und kommt damit seiner Aufgabe gut nach. Anzumerken ist noch, dass North- und Southbridge-Kühler nicht miteinander verbunden sind - anders, als das noch beim Vorgänger der Fall war.

    Auf diesem Bild sieht man zudem das für den Sockel AM3+ veränderte Retention-Modul. Es besteht nun aus zwei einzelnen Stücken, wobei sowohl die Lochabstände als auch die Halterungsnasen-Charakteristik gegenüber dem Sockel AM3 beibehalten wurden. Somit sollte jeder Kühler, der auf den Sockel AM3 passt, auch kompatibel zum Sockel AM3+ sein.
    [break=Layout - Fortsetzung]
    Bild zum Layout ASUS Crosshair V Formula


    Was bei einigen Sockel 1366-Platinen für Intels Nehalem/Gulftown bereits ein alter Hut ist, stellt für Desktop-Mainboards für AMD-Prozessoren ein Novum dar. ASUS verbaut gleich zwei 12-Volt-ATX-Anschlüsse. Einer wird vierpolig ausgeführt und soll der Versorgung des integrierten Speichercontrollers dienen, während die achtpolige Ausführung für die Versorgung der restlichen darüber gespeisten Komponenten dienen soll. Wir schreiben deshalb "soll", weil wir bisher keine definitive Bestätigung seitens ASUS erhalten haben. Stattdessen basiert diese Aussage auf einem Eintrag im Xtremesystems.com-Forum, welcher von einem User mit engem Kontakt zu skandinavischen ASUS-Mitarbeitern getätigt wurde.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair V Formula


    Hier sehen wir noch einmal die rechte obere Ecke des Mainboards. Dort werden auch Messpunkte für diverse Systemspannungen bereitgestellt. Interessant ist dieses Feature vor allem für Übertakter, die auf eine möglichst stabile Spannung angewiesen sind.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair V Formula


    Ein Blick zwischen einige der verbauten Erweiterungsslots: ASUS platziert hier den Taktgenerator vom Typ ICS9LPRS477DKL und den ASMedia ASM1061-Controller, welcher sowohl einen SATA- als auch einen eSATA-Port bereitstellt.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair V Formula


    Am linken Mainboard-Rand befinden sich einige Zusatzchips. Hier ist Realteks ALC889 abgebildet, welcher die Audio-Ausgabe übernimmt (die "SupremeFX X-Fi 2" ist ein reines Software-Feature).

    Bild zum Layout ASUS Crosshair V Formula


    ASUS verbaut einen zusätzlichen Molex-Anschluss, welcher bei Multi-GPU-Systemen helfen soll, die Stromversorgung durch die PCI-Express-Slots sicherzustellen.

    Über dem Anschluss sieht man einen kleinen Schiebeschalter, der das ROG-Connect-Feature aktiviert bzw. deaktiviert, also die "Fernsteuerung" des PCs mittels eines anderen PCs oder Laptops. Links daneben sehen wir einen weiteren Lüfteranschluss, einen weiteren Anschluss für einen Temperatursensor und den Netzwerk-Chip. Dieser stammt aus dem Hause Intel - eine nicht ganz alltägliche Kombination.

    Bild zum Layout ASUS Crosshair V Formula


    Als letztes werfen wir wie gewohnt einen Blick auf das I/O-Panel. Neben den Audio-Anschlüssen, einem RJ-45-Port, einem kombinierten PS/2-Anschluss, einem eSATA-Steckplatz, einem CMOS-Clear-Button und einem optischen S/PDIF out stehen sagenhafte 12 USB-Ports zur Verfügung. Davon sind acht Ports als USB 2.0 ausgeführt, die restlichen vier Ports entsprechen der USB-3.0-Spezifikation.
    [break=BIOS]
    Mit dem Crosshair V Formula führt ASUS das UEFI BIOS für die AMD-Plattform ein. UEFI steht für Unified Extensible Firmware Interface und löst das herkömmliche BIOS ab. Die Bedienung kann mit der Maus erfolgen oder aber wie gewohnt mit der Tastatur. ASUS bietet zudem die Möglichkeit, per Tastendruck (F12) einen Screenshot in BMP-Form auf einem mit dem FAT-Dateisystem formatierten Datenträger abzuspeichern. Dieses Feature erleichtert es den Hardware-Testern, die verschiedenen BIOS-Einstellungen zu präsentieren. Noch interessanter dürfte die Technik aber für hilfesuchende User sein, die so schnell und einfach ihre BIOS-Einstellungen vorzeigen können.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair V Formula


    Wenn man das BIOS besucht, landet man als erstes im "Extreme Tweaker"-Menü. Dieses hält alle Einstellungen zu Spannungen und Taktraten bereit. Die Bandbreiten der einzelnen Optionen sind dabei mehr als üppig: Die CPU-Spannung lässt sich zwischen 0,675 und 2,30 Volt einstellen, die Speicherspannung zwischen 1,20 und 1,90 Volt, die Spannung der integrierten Northbridge zwischen 0,50 und 1,90 Volt und der Referenztakt zwischen 100 und 600 MHz. Hier bleibt kein Wunsch unerfüllt, wenngleich einige Optionen doch arg übertrieben wirken.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair V Formula


    Die Speichertimings erhalten ein gesondertes Untermenü. Hier lassen sich alle erdenklichen Parameter konfigurieren, sodass jeder Speicher an sein Leistungslimit gebracht werden kann.

    Kritik müssen wir an der Umsetzung der automatischen Speichertimings üben. Da wir vier Speicherriegel mit je vier Gigabyte Kapazität verwenden und einen AMD Thuban einsetzen, sind die Standardeinstellungen laut AMDs BIOS & Kernel Developer Guide auf DDR3-1333 mit einer Command Rate von 2T zu setzen. ASUS setzt jedoch 1T Command, sodass wir theoretisch außerhalb der Spezifikationen des Speichercontrollers unseres Thuban arbeiten. Das ändert zwar nichts an der Tatsache, dass 1T Command stabil läuft (durch alle unsere Stabilitätstests), korrekt ist es dennoch nicht.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair V Formula


    Ein weiteres Untermenü stellt Optionen rund um die Signaleinstellungen des Arbeitsspeichers zur Verfügung. Dadurch kann auch die letzte MHz-Reserve aus dem Speicher gekitzelt werden.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair V Formula


    Und noch ein Menü, welches die Ausrichtung des Crosshair V Formula zeigt. ASUS stellt insgesamt fünf Stufen an "Load Line Calibration" für die CPU und drei Stufen für die integrierte Northbridge zur Verfügung. "Load Line Calibration", zu deutsch etwa "Lastkurvenkalibrierung", korrigiert die bei unterschiedlichen Lastzuständen unterschiedlich starke Abweichung der Spannung vom Sollwert. Eine ausführlichere Erklärung der Problematik ist auf AnandTech.com zu finden. Mit diesen BIOS-Optionen kann jeder User individuell festlegen, wie sich die Spannungen unter Belastung verhalten sollen. Mit Standardeinstellung wird ein sehr konservativer Wert gesetzt, bei dem die Spannung bereits im Idle-Betrieb verhältnismäßig gering ausfällt und unter Last noch einmal etwas absinkt. Dies kommt der Leistungsaufnahme zu Gute, wie wir später noch sehen werden.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair V Formula


    Bild zum BIOS ASUS Crosshair V Formula


    Die beiden letzten Screenshots aus dem Extreme Tweaker-Menü zeigen noch einmal, welche Spannungen und Referenzwerte alles angepasst werden können. Selbst die Schaltfrequenzen einiger Spannungen können verändert werden. Insgesamt bietet ASUS damit alles an, was Einfluss auf das OC-Ergebnis haben kann. Allerdings dürfte weit mehr als die Hälfte der Optionen für den Normaluser keinerlei Relevanz haben, den Extrem-Übertakter wird es hingegen freuen.
    [break=BIOS - Fortsetzung]
    Bild zum BIOS ASUS Crosshair V Formula


    Die Konfiguration der SATA-Ports, welche über die Southbridge SB950 bereitgestellt werden, erhält ein eigenes Untermenü. Hier lässt sich für die ersten vier Ports bzw. für Port fünf und sechs getrennt einstellen, ob AHCI genutzt werden soll oder nicht. Zusätzlich lässt sich die Hot Plug-Funktion explizit aktivieren bzw. deaktivieren.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair V Formula


    Die Onboard-Geräte, darunter auch der ASMedia-Controller, der zwei weitere SATA- bzw. eSATA-Ports bereitstellt, lassen sich in einem eigenständigen Untermenü konfigurieren. Auch der ASMedia-Controller unterstützt AHCI.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair V Formula


    Die Energieverwaltung, also alles rund um Start und Herunterfahren des PCs, erfolgt im APM-Menü.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair V Formula


    Im Voltage-Monitor werden die wichtigsten Spannungen mit ihren aktuellen Werten angezeigt. Hier sehen wir bereits, dass die Prozessorspannung mit gerade einmal 1,272 Volt ausgelesen wird - deutlich unter dem Standardwert von 1,325 Volt unseres 1100T.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair V Formula


    Die Lüftersteuerung erhält ebenfalls ein eigenes Untermenü. Nach dem Laden der Defaults sind alle Steuerungsmöglichkeiten deaktiviert, der User muss manuell eingreifen, um in den Genuss einer geringeren Geräuschkulisse zu kommen. Einmal aktiviert, funktioniert die Regelung anstandslos - auch bei Verwendung von Lüftern mit 3-poligem Anschluss.

    Bild zum BIOS ASUS Crosshair V Formula


    In der Rubrik Tools hält ASUS noch einige nützliche Dinge bereit. So kann ASUS EZ Flash 2 genutzt werden, was den BIOS-Flashvorgang aus dem BIOS heraus startet. Zudem werden hier die Einstellungen gesetzt, welche beim Betätigen des Go-Buttons greifen. Und natürlich können einige Profile in puncto BIOS-Einstellungen abgespeichert werden, um in allen Lebenslagen die richtige Kombination an Settings zur Verfügung zu haben.

    Insgesamt bietet das Crosshair V Formula ein aufgeräumtes BIOS, welches keine Wünsche übrig lässt. Die Default-Einstellungen sind bis auf die deaktivierte Lüftersteuerung und die Nutzung von 1T Command bei vier Speicherriegeln recht gut gewählt und lassen selbst einen weniger bewanderten Nutzer nicht im Regen stehen. Jedoch zeigen die Einstellungsmöglichkeiten, dass sich das Mainboard eher an den Enthusiasten richtet.
    [break=Das Testsystem im Überblick]
    Die verwendete Hardware auf einen Blick:
    • Prozessor: AMD Phenom II X6 1100T
    • Kühler: Noctua NH-C14
    • Arbeitsspeicher: 4x 4 GByte Corsair Vengeance DDR3-1600 (9-9-9-24 2T)
    • Grafikkarte: ASUS Radeon HD 6970
    • Netzteil: Seasonic S12-650
    • Festplatten:
      • Seagate ST3250410AS (SATA, 7.200/min, Betriebssystem)
      • Maxtor 6E040L0 (IDE, 7.200/min)
      • 2x Maxtor 4D080H4 (IDE, 5.400/min, Raid0 am STLab PCI-Raidcontroller)
      • Hitachi P7K500 (SATA, 7.200/min, per USB bzw. eSATA angeschlossen)
    • Gehäuse: DIMASTECH Bench-Table
    • Energiemessgerät: Voltcraft Energy Monitor 3000

    Auf der Software-Seite sieht das System so aus:

    verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkungen
    Windows 7 Ultimate
    64 Bit, Service Pack 1
    DirectX
    10, Juni-Update 2010
    Grafikkartentreiber
    Catalyst 11.5
    Prozessortreiber
    aktuelle Version, nur bei Bedarf
    Chipsatz-/Mainboardtreiber
    aktuelle Version des Herstellers
    Prime95
    26.6, 64 Bit
    RightMark Audio Analyzer
    RMAA 6.1.2
    HDTune
    2.55
    netio
    netio für Windows, Version 126
    AIDA64
    1.70.1400
    WinRAR
    4.00, 64 Bit
    XMPEG
    5.03, Build 5.0.8.84
    XviD
    1.2.-127
    Avidemux
    2.5.4
    POV-Ray
    3.7, RC3 (64 Bit)
    Cinebench
    R11, 64 Bit
    Crysis
    Demo
    Crysis Benchmark Tool
    1.0.0.5
    UT3
    Demo
    UT3-Bench
    0.2.0.35
    Far Cry 2
    V 1.00
    Far Cry 2 Benchmark-Tool
    1.0.0.1
    Alien vs. Predator Benchmark-Tool
    1.0.0.0
    3DMark 11
    Advanced, Build 1.0.1, ohne Feature Tests
    PCMark 7
    Advanced, Build 1.0.4
    LinX
    v0.6.4.0
    Windows Media Player
    12.0.7601.17514

    [break=Stabilitätstests]
    Jedes Mainboard muss umfangreiche Stabilitätstests durchlaufen. Nur so können wir sicher sein, dass der jeweilige Kandidat auch im realen Leben alle Anforderungen bewältigt. Wir achten bei den Tests darauf, dass so viele Komponenten wie möglich belastet werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Stabilitätstests.

    StabilitätstestVersion/Bemerkungen
    LinX v0.6.4.0Linpack, ca. 8 Stunden über Nacht
    3DMark 11Benchmark, 8 Stunden im Loop (1600x1200, 2x AA)
    großes Archiv von SATA zu IDE3x verschieben mit anschließender CRC-Prüfung
    großes Archiv von SATA zu PCI-Raid3x verschieben mit anschließender CRC-Prüfung
    großes Archiv von SATA zu USB3x verschieben mit anschließender CRC-Prüfung
    großes Archiv von SATA zu eSATA3x verschieben mit anschließender CRC-Prüfung


    Um die korrekte Arbeitsweise der Schnittstellen zu testen, verschieben wir ein auf unserem SATA-Laufwerk vorhandenes, etwa 4,5 GByte großes RAR-Archiv jeweils auf ein weiteres Laufwerk. Dabei wird jede Schnittstelle (USB, eSATA, PCI, IDE), sofern sie beim Testprobanden vorhanden ist, insgesamt drei Mal mit dem Archiv bedacht. Es wird verschoben und landet anschließend wieder am ursprünglichen Speicherort. Nachdem dieser Vorgang drei Mal wiederholt wurde, wird mittels WinRAR eine CRC-Prüfung des Archivs vorgenommen. Treten keine Fehler auf, so wird die nächste Schnittstelle angesteuert.

    Nachdem LinX und 3DMark 11 gestartet wurden, werden zunächst die Einstellungen für den 3DMark vorgenommen. Dieser läuft mit einer Auflösung von 1600x1200 und zweifacher Kantenglättung im Fenster-Modus, sodass wir eine nahezu volle Auslastung der Grafikkarte erreichen. GPU-Z attestiert uns bis zu 99 Prozent GPU-Last, was unseren Ansprüchen genügt. Der Benchmark läuft solange in einer Endlosschleife, bis wir ihn nach einer Nacht - also rund acht Stunden - abbrechen.

    Während dieser Zeit läuft auch LinX und lastet sowohl CPU als auch RAM fast komplett aus. Dazu wird nach dem Start des Programms die höchste Ressourcen-Einstellung vorgenommen ("All") und 20 Durchläufe eingestellt. Da ein Durchlauf etwa 25 Minuten dauert, beläuft sich die Gesamtzeit auf etwas über acht Stunden - genau richtig.

    Während der Tests beläuft sich die Leistungsaufnahme auf Werte zwischen etwa 390 und 420 Watt - je nach Testzustand. Diese Werte beziehen sich ausschließlich auf das Mainboard, die CPU, 16 GByte RAM und die SATA-Festplatte, auf der das Betriebssystem installiert ist. Andere Komponenten werden in dieser Zeit nicht genutzt, auch die Leistungsaufnahme des Monitors wird nicht gemessen. Daran kann man erkennen, wie hart der Probant arbeiten muss, um die Tortour fehlerfrei zu überstehen.

    Stabilität bei unseren Testkandidaten

    Auf die Stabilitätstests waren wir besonders gespannt. Grund dafür war 1T Command, welches ASUS als Standardwert setzt - auch bei vier verwendeten Speicherriegeln. Aber auch 1T Command konnte das Crosshair V Formula nicht in Bedrängnis bringen. Alle Stabilitätstests wurden problemlos bestanden.
    [break=Cool'n'Quiet]
    Cool'n'Quiet ASUS Crosshair V Formula - Load


    Wie bereits bei den BIOS-Screenshots zu sehen, fällt die Prozessorspannung verhältnismäßig niedrig aus. Zur Erinnerung: Unser Prozessor hat eine Standardspannung von 1,325 Volt, wobei beim Crosshair V im Idle nur knapp 1,31 Volt ankommen. Unter Last fällt die Spannung dann auf etwa den Wert, den wir im BIOS ablesen konnten (ca. 1,27 Volt).

    Cool'n'Quiet ASUS Crosshair V Formula - Idle


    Bei aktivierten Stromspareinstellungen taktet sich die CPU korrekt auf 800 MHz herunter. Die Spannung liegt auch dann unter dem Standardwert von 1,225 Volt. Dies kommt natürlich der Leistungsaufnahme zu Gute.
    [break=Onboard Sound Signal]
    Zu einem ausführlichen Mainboard-Review gehört selbstverständlich auch die Überprüfung der Signalqualität des Onboard-Sounds.

    Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog-Wandler zum Einsatz und auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

    RightMark Audio Analyzer


    Wir überprüfen unsere Testsamples mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie 5.1 Sound, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

    TestRealtek High Definition Audio (Referenz)Realtek High Definition Audio
    Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.01, -0.05+0.06, -0.17
    Noise level, dB (A):-95.4-92.7
    Dynamic range, dB (A):94.092.8
    THD, %:0.00340.130
    IMD + Noise, %:0.0150.255
    Stereo crosstalk, dB:-69.0-89.9


    Frequency response

    RightMark Audio Analyzer - Frequency response

    Noise level

    RightMark Audio Analyzer - Noise level

    Dynamic range

    RightMark Audio Analyzer - Dynamic range

    Intermodulation distortion

    RightMark Audio Analyzer - Intermodulation distortion

    Stereo crosstalk

    RightMark Audio Analyzer - Stereo crosstalk


    Die Bewertungen im Einzelnen:

    Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.06, -0.17Very good
    Noise level, dB (A):-92.7Very good
    Dynamic range, dB (A):92.8Very good
    THD, %:0.130Average
    THD + Noise, dB (A):-52.8Poor
    IMD + Noise, %:0.255Average
    Stereo crosstalk, dB:-89.9Excellent
    IMD at 10 kHz, %:0.322Average
    General performance:-Good


    Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.

    Die einzelnen Testergebnisse fallen sehr unterschiedlich aus. Von schwach bis exzellent ist alles vertreten, was im Gesamturteil "Gut" mündet. Ein einheitlicheres Ergebnisfeld wäre an dieser Stelle schön, was unter Umständen auch in einer besseren Gesamtnote resultieren würde. Vielleicht kann ASUS per BIOS oder per Treiber noch die eine oder andere Reserve mobilisieren.
    [break=HDTune]
    Bevor wir mit den Benchmark-Ergebnissen loslegen, müssen wir noch ein paar Worte zu den Ergebnissen verlieren. Da wir einige Komponenten des Mainboard-Testsystem gegenüber dem letzten Test verändert haben (sowohl auf Seiten der Hardware als auch der Software), können wir Ergebnisse vergangener Tests nicht mit in die Diagramme einfließen lassen. Das ist der Grund, weshalb wir im heutigen Artikel nur ein weiteres Mainboard als Vergleichswert "eingebaut" haben.

    Grundsätzlich sollte ein neuer Mainboard-Test auf Planet 3DNow! bereits mit AMDs kommendem FX-Prozessor durchgeführt werden. Da dieser aber noch auf sich warten lässt, belassen wir es bei der Nutzung eines AMD Phenom II X6 1100T. Da beide verwendeten Mainboards auf dem Papier Bulldozer-fähig sind, werden wir mit Erscheinen der neuen Prozessor-Generation beide Hauptplatinen noch einmal durch den Benchmark-Parcours schicken, um ihre Ergebnisse in kommende Reviews einfließen lassen zu können.

    Für die Messung der Schnittstellenperformance nutzen wir das kostenlose Tool HDTune in der Version 2.55. HDTune lässt eine sehr detaillierte Sicht der Dinge zu, wobei wir uns auf die Kernaspekte der Burst-Rate sowie der linearen Transferrate konzentrieren. Leider präsentiert uns HDTune seit dem Wechsel auf Windows 7 generell eine Prozessorlast von -1,0 Prozent, sodass wir auf diesen Aspekt verzichten müssen.

    HDTune


    SATA-Performance

    HDTune: SATA Average


    HDTune: SATA Burst


    Die SATA-Performance fällt auf beiden Seiten ziemlich ähnlich aus. Allerdings fällt das Gigabyte GA-890FXA-UD5 bei aktiviertem Turbo CORE bei der Burst-Rate leicht ab.

    PCI-Performance

    HDTune: PCI Average


    HDTune: PCI Burst


    Gleiches Bild bei der PCI-Performance. Auch hier liegen alle Ergebnisse fast gleichauf, lediglich die Burst-Rate fällt beim Gigabyte wieder etwas ab, wenn Turbo CORE aktiviert wird.

    USB-Performance

    HDTune: USB Average


    HDTune: USB Burst


    Die durchschnittliche USB-Transferrate ist bei beiden Mainboards absolut identisch. Die Burst-Rate hingegen zeigt Vorteile zugunsten des Crosshair V. Diesmal ist es aber so, dass die Geschwindigkeit beim ASUS-Board leicht abfällt, wenn Turbo ins Spiel kommt. Da das Mainboard die bessere Burst-Rate abliefert, reicht es trotz leichtem Verlust noch dazu, vor dem 890FXA-UD5 zu bleiben.

    eSATA-Performance

    HDTune: eSATA Average


    HDTune: eSATA Burst


    In Sachen eSATA-Performance zeigt sich wieder das Bild von SATA und PCI. ASUS verliert keine Performance mit Turbo, das 890FXA-UD5 hingegen bei der Burst-Rate. Insgesamt spricht die Schnittstellenperformance für das Crosshair V, wenngleich die Unterschiede nicht sonderlich groß sind.
    [break=netio]
    Mit netio lässt sich die Bandbreite auf Basis des TCP/IP-Protokolls überprüfen. Das Ergebnis wird dabei in KByte sowohl für das Senden als auch das Empfangen ausgegeben und lässt somit eine detailliertere Auswertung zu.

    netio


    Ein Gigabit-LAN-Anschluss kann per Definition maximal 128.000 KByte/s senden bzw. empfangen.

    Netzwerkbandbreite Windows - Tx


    Netzwerkbandbreite Windows - Rx


    Die Transferraten der Netzwerkadapter beider Mainboards sind de facto identisch. Vom schnellsten zum langsamsten Ergebnis sind es weniger als 0,1 Prozent Unterschied, weshalb es hier absolut keine Geschwindigkeitsdifferenzen gibt.


    Für die Messung der Prozessorlast verwenden wir die Windows Leistungsanzeige. Der netio-Benchmark wird dafür mit allen vorgefertigten Paketgrößen durchgeführt (1k, 2k, 4k, 8k, 16k, 32k), was etwa eine Minute dauert. Während dieser Zeit messen wir die durchschnittliche Prozessorauslastung.

    Prozessorlast Netzwerkverkehr Windows


    Gleich schnelle Ethernet-Anschlüsse bedeuten noch lange nicht eine gleich hohe CPU-Last, während die Ports belastet werden. Das sieht man gut an unseren Messungen. Hier hat die Intel-Lösung auf dem Crosshair V einen verhältnismäßig deutlichen Vorteil gegenüber den beiden Realtek-Adaptern auf dem Gigabyte-Board.
    [break=AIDA64 Memory Benchmark, WinRAR]
    AIDA64 ist der Nachfolger vom Tool "Everest", welches Viele kennen werden. Auch wir haben für unsere Artikel auf die Benchmark-Suite zurückgegriffen, weshalb wir keine Sekunde gezögert haben, mit dem Thronfolger AIDA64 weiter zu arbeiten. Für unsere Mainboard-Tests nutzen wir den integrierten Memory-Benchmark, um den Speicherdurchsatz beim Lesen, Schreiben und Kopieren sowie die Speicherlatenz zu messen. Dabei kommt die Programmversion 1.70.1400 zum Einsatz.

    An dieser Stelle möchten wir uns noch beim Programmierer von AIDA64 bedanken. Für die verschiedenen Testsysteme in der Redaktion, die für allerlei Hardware-Artikel herhalten müssen, hat man uns eine umfangreiche Extreme-Engineer-Lizenz zur Verfügung gestellt, mit der wir vollumfänglichen Zugriff auf die integrierten Benchmark-Suiten und Diagnose-Funktionen haben. So geht keine Information verloren. Danke dafür!

    AIDA64


    Speicherdurchsatz: Lesen


    Speicherdurchsatz: Schreiben


    Speicherdurchsatz: Kopieren


    Speicherlatenz


    Der Speicher-Benchmark von AIDA64 hält eine kleine Überraschung bereit. Während Write, Read und die Latenz vom Crosshair V vor dem 890FXA-UD5 liegen, fällt der Copy-Wert des Crosshair V um einige hundert Megabyte zurück. Da hilft selbst Turbo CORE nichts, das ASUS muss sich geschlagen geben.


    Bei WinRAR wird immer auf gleichem Weg getestet: Es wird ein ca. 4,5 Gigabyte großes RAR-Archiv mit gemischtem Inhalt geöffnet und anschließend der integrierte Benchmark laufen gelassen.

    WinRAR"


    WinRAR


    Im WinRAR-Test siegt die ASUS-Platine knapp vor dem Gigabyte-Konkurrenten.
    [break=XMPEG, Avidemux, H.264]
    Wenn es um Video-Encoding bzw. -Decoding geht, so gibt es unzählige Variationen und Ausgestaltungen von Software. Viele Programme und noch mehr Codecs lassen dem Enduser die Qual der Wahl. Dabei ist die Nutzung der Ressourcen genauso vielfältig wie die Software selbst: Einige Programme bzw. Codecs können maximal einen Prozessorkern ansprechen, andere widerum nehmen alles, was sie an Leistung bekommen können - schwer, dabei einen Querschnitt abzubilden.

    Wir haben mit der Wahl von XMPEG in Verbindung mit dem XviD-Codec sowie Avidemux in Verbindung mit dem H.264-Codec versucht, diesen Querschnitt abzubilden. Während XMPEG mit dem aktuellen XviD-Codec kaum mehr als einen Prozessorkern beansprucht, nutzt Avidemux dank H.264-Codec jede zur Verfügung stehende Ressource. In beiden Fällen wandeln wir je ein Referenz-Video um und messen dabei die benötigte Zeit.

    XMPEG


    XMPEG + XviD


    Während das Crosshair V keinerlei Geschwindigkeitsvorteil aus dem Turbo-Modus ziehen kann, reicht es für das 890FXA-UD5, sich mit aktiviertem Turbo CORE vom letzten auf den ersten Platz zu schieben.



    Avidemux


    Avidemux + H.264


    Alle vier getesteten Konfigurationen liegen innerhalb einer Sekunde - keine nennenswerte Differenzen also. Jedoch hat das Crosshair V knapp die Nase vorn.



    Da das Encodieren eines Videos einen Aspekt darstellt, das Abspielen eines Videos hingegen einen völlig anderen, spielen wir ein vorgefertigtes, mit H.264-Codec erstelltes Video im Windows Media Player ab und messen mittels der Windows Leistungsanzeige die auftretende Prozessorlast.

    Perfmon


    CPU-Last Wiedergabe H.264-Video


    Beide Mainboards sind sich in Bezug auf die Prozessorlast einig. Mit Turbo fällt sie etwas höher aus als ohne, zwischen den Platinen gibt es jedoch keinen Unterschied.
    [break=POV-Ray, Cinebench]
    Auch der Punkt Rendering darf in unserem Parcours nicht fehlen. Für diesen Bereich nutzen wir 2 Programme, die unterschiedliche Anwendungsgebiete haben.

    Auf der einen Seite kommt POV-Ray zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein Raytracer-Programm, welches im Benchmark-Modus eine vorgefertigte 3D-Szene berechnet. Gemessen wird die dafür benötigte Zeit.

    POV-Ray


    POV-Ray


    Mit nur 1,1 Sekunden Differenz zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Ergebnis gibt es auch bei POV-Ray keine großen Unterschiede. Allerdings setzt sich in diesem Test die Gigabyte-Platine hauchdünn durch.



    Auf der anderen Seite nutzen wir das bekannte Renderprogramm Cinebench in der aktuellen Version R11. Cinebench basiert auf der Cinema 4D-Software von Maxon und liegt in einer 64 Bit-Version vor, welche wir natürlich nutzen.

    Cinebench


    Cinebench 11


    Im aktuellen Cinebench hat widerum das Crosshair V leichte Vorteile. Es zieht zudem einen größeren Vorteil aus Turbo CORE als es das Gigabyte-Board tut.
    [break=Crysis, UT3]
    Crysis ist ein DirectX 10-Spiel, welches einen integrierten CPU-Benchmark in 64 Bit bietet. Wir lassen diesen Benchmark mit Hilfe des kostenlosen "Crysis Benchmark-Tools" hintereinander in den Auflösungen 1280x1024, 1600x1200 sowie 1920x1200 jeweils mit dem Detail-Level "High" laufen.

    Crysis


    Crysis 1280x1024


    Crysis 1600x1200


    Crysis 1920x1200


    Auch im Crysis-Benchmark fallen die Unterschiede alles andere als deutlich aus. Jedoch zeigt sich ein knapper Vorsprung für das 890GXA-UD5 von Gigabyte.



    Unreal Tournament bzw. dessen Game-Engine ist ein Beispiel für gute Systemausnutzung. Hier spielt die Grafikleistung eine weniger gewichtige Rolle - statt dessen skaliert das Spiel mit der Anzahl der Prozessorkernen und ist somit ideal für einen Systemvergleich.

    UT3


    Findige Programmierer haben ein kleines, kostenloses Tool namens "UT3-Bench" geschrieben, welches wir für unsere Benchmarks nutzen. Auch hier nutzen wir die Auflösungen 1280x1024, 1600x1200 sowie 1920x1200 und lassen den Benchmark mit der Map vCTF-Suspense_fly jeweils 60 Sekunden laufen. Vor den Durchläufen wird jedoch noch der von Haus aus eingebaute Frame-Limiter deaktiviert.

    UT3 1280x1024


    UT3 1600x1200


    UT3 1920x1200


    Ein interessantes Bild ergibt sich im Unreal-Tournament-3-Test. Während das 890FXA-UD5 ohne Turbo CORE schneller ist als das Crosshair V, so dreht sich das Bild mit Aktivierung des Turbo-Modus um. Das Crosshair V kann leicht zulegen, während das Gigabyte-Board leicht verliert.
    [break=Far Cry 2, Alien vs. Predator]
    Far Cry 2 hat ähnlich wie Unreal Tournament 3 den Ruf, eine gute Ressourcenauslastung zu besitzen. Das Spiel profitiert von Mehrkernprozessoren, bietet eine detailreiche Grafik sowie einen integrierten Benchmark und ist somit ideal für einen Systemvergleich. Erneut kommen die Auflösungen 1280x1024, 1600x1200 und 1920x1200 zum Einsatz.

    Far Cry 2


    Far Cry 2 1280x1024


    Far Cry 2 1600x1200


    Far Cry 2 1920x1200


    Far Cry 2 zeigt erneut leichte Vorteile für das Gigabyte-Mainboard.



    Mit dem Stand-Alone-Benchmark Alien vs. Predator, welcher auf Segas gleichnamigem Ego-Shooter basiert, haben wir den ersten DirectX-11-Test in unserem Portfolio. Die Benchmark-Durchläufe konfigurieren wir mit Hilfe einer grafischen Oberfläche, die von einem Nutzer des Xtremesystems.com-Forums programmiert wurde. Die Bildqualität wird dabei auf "High" gesetzt, die Kantenglättung wird deaktiviert. Nacheinander werden die Auflösungen 1280x1024, 1600x1200 und 1920x1200 getestet.

    Alien vs. Predator


    Alien vs. Predator 1280x1024


    Alien vs. Predator 1600x1200


    Alien vs. Predator 1920x1200


    Sehr interessant fällt der Vergleich bei Alien vs. Predator aus. In niedrigeren Auflösungen verringert sich die Performance bei aktiviertem Turbo-Feature, bei 1920x1200 legen hingegen beide Mainboards leicht zu. Insgesamt fallen die Differenzen aber auch hier äußerst knapp aus.
    [break=3DMark 11, PCMark 7]
    Zum Abschluss unseres Benchmark-Parcours statten wir Futuremark noch einen Besuch ab. Obwohl die Benchmarks aus diesem Hause nicht ganz unumstritten sind (wir berichteten), gehören sie noch immer zu den beliebtesten Vergleichsmöglichkeiten.

    Futuremark bietet mit 3DMark 11 bzw. PCMark 7 zwei Programme an, die ausschließlich unter Windows 7 laufen. PCMark liegt zudem in einer 64 Bit-Version vor, welche wir nutzen. 3DMark 11 lassen wir im vorgefertigten Performance-Preset laufen (High- bzw. Extreme-Preset sind aufgrund der GPU-Limitierung nicht sinnvoll).

    3DMark 11 Performance


    3DMark 11 Performance Gesamt


    3DMark 11 Performance Physik/CPU


    Im 3DMark 11 liegt das Crosshair V von ASUS leicht in Führung.

    Der PCMark bietet verschiedene Suiten, die unterschiedliche Bereiche des PCs testen. Wir nutzen neben dem Standard-Durchlauf noch zusätzlich die Computation- sowie die System Storage Suite und können somit ein detailliertes Ergebnis erzielen.

    Da während der Festplatten-Tests Daten auf die Festplatte geschrieben bzw. von der Festplatte gelesen werden, ist eine fragmentierte Partition tödlich für ein nachvollziehbares Resultat. Aus diesem Grund spendieren wir PCMark eine eigene 15 GByte große Partition, die bei jedem System vor der Installation von PCMark formatiert und nach der Installation defragmentiert wird. Verfälschungen können dadurch nicht auftreten.

    PCMark 7


    PCMark 7 Gesamt


    PCMark 7 Computation-Suite


    PCMark 7 System-Storage-Suite


    Ein sehr differenziertes Bild ergibt sich bei der Betrachtung der Ergebnisse im PCMark 7. Während das Gigabyte 890FXA-UD5 im Gesamtergebnis leicht vor dem Crosshair V liegt, so liegt das Crosshair in der Computation-Suite vorn. Die System Storage Suite ist hingegen wieder Gigabyte-Land. Eines haben aber alle Teilergebnisse gemeinsam: Turbo CORE bringt immer höhere Ergebnisse hervor.
    [break=Leistungsaufnahme]
    Wieviel Watt verbraucht der aktuelle PC? Die Antwort auf diese Frage darf natürlich nicht fehlen. Aus diesem Grund messen wir die Leistungsaufnahme in bestimmten Szenarien mittels des Voltcraft Energy Monitor 3000. Dabei messen wir die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems (aber ohne Monitor).

    Leistungsaufnahme LinX 64 Bit


    Unter Vollast gibt es einen massiven Vorteil zugunsten des ASUS Crosshair V Formula. Die Leistungsaufnahme fällt bei der AM3+-Platine mehr als 10 Prozent niedriger aus als beim Gigabyte-Pendant. Diese Differenz ist der ziemlich niedrigen VCore beim Crosshair V geschuldet. Denn während ASUS unseren 1100T nur mit rund 1,27 Volt unter Last versorgt, befindet sich das Gigabyte-Mainboard ziemlich genau an der Standardspannung von 1,325 Volt. Da ist es kein Wunder, wenn solch große Differenzen zustande kommen.

    Leistungsaufnahme Prime95 64 Bit


    Auch bei Prime95 fällt der Unterschied noch sehr deutlich aus, die Leistungsaufnahme ist jedoch insgesamt etwas niedriger als bei LinX.

    Leistungsaufnahme während S3


    Während des S3-Standby hat das Crosshair V ebenfalls einen verhältnismäßig deutlichen Vorteil von 10 Prozent.

    Leistungsaufnahme abgeschaltet


    Gleiches gilt auch für den abgeschalteten Zustand. Erneut rund 10 Prozent bessere Werte beim Crosshair V.

    Leistungsaufnahme ohne Cool'n'Quiet


    Im Idle-Betrieb ohne Stromsparmechanismen fällt der Unterschied beider Platinen sehr gering aus.

    Leistungsaufnahme mit Cool'n'Quiet


    Aber auch mit aktivierten Stromsparmechanismen zeigt sich die ASUS-Platine von ihrer guten Seite und platziert sich knapp vor dem 890FXA-UD5.
    [break=Erkenntnisse]
    In der folgenden Übersicht haben wir einige interessante Aspekte zusammengefasst.

    AspektErgebnis
    KondensatorenSolid State
    spezifizierte Kondensatorentemperaturnicht erkennbar
    funktioniert S3ja
    funktioniert S1nicht einstellbar
    funktioniert S1 & S3nicht einstellbar
    funktioniert Ruhezustandja
    Bootmanager vorhandenja (Aufruf mit F8)
    PCIe x16 anders nutzbar (getestet mit Broadcom NetXtreme PCIe x1)ja (alle Slots)
    funktioniert Wake-On-LANja
    funktioniert AHCIja
    Default-Einstellung USB Legacy-SupportEnabled
    verwendeter TaktgeneratorICS9LPRS477DKL
    zum Test verwendete BIOS-Version0404
    v. 07.06.2011
    Produktseitewww.ASUS.de
    Preisab ca. 179 Euro


    Overclocking

    Das Crosshair V Formula von ASUS ist eindeutig für den Übertakter konzipiert. Deshalb darf ein OC-Test natürlich nicht fehlen. Doch anfangs waren wir vom Ergebnis "not amused". Der Grund: Bereits bei 287 MHz Referenztakt war Schluss. Egal, ob wir aus dem BIOS heraus einen höheren Wert versucht haben oder aber eine Veränderung im Windows herbeiführten - das System wollte einfach nicht mit einem höheren Referenztakt arbeiten. Aber sollte einem derart auf OC ausgelegten Board schon so früh die Puste ausgehen? Nein!

    ASUS Crosshair V Formula: OC-Ergebnis


    Wir testeten verschiedene BIOS-Einstellungen durch und konnten letztendlich den Verursacher dingfest machen. DRAM Ref Cycle Time hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Standard-Wert von 160 ns ist für unsere Konfiguration scheinbar unpassend und eine Änderung auf 300 ns brachte einen sehr deutlichen Schub. Andere Optionen wurden nicht verändert und trotzdem konnten wir plötzlich bis 360 MHz Referenztakt ins Windows booten und sogar Benchmarks ausführen.

    Doch der schöne Wert ist nur die halbe Wahrheit: Oberhalb von 345 MHz Referenztakt zeigte uns der Post-Screen plötzlich nur noch 8 GByte Arbeitsspeicher an, ab 350 MHz waren es nur noch derer 4 GByte. Da uns die Performance einiger Benchmark bei 360 MHz etwas niedrig vorkam, gingen wir der Sache auf den Grund. Und tatsächlich: Der Taskmanager bestätigte jeweils die im Post-Screen angezeigte Speichermenge. Somit initialisiert das Crosshair V offenbar einen oder mehrere Speicherriegel nicht korrekt, wenn es zu hohen Referenztakten kommt. Fraglich ist an dieser Stelle, ob dieser Sachverhalt durch das Ändern einiger im BIOS zur Verfügung stehenden Optionen (Signalstärken, Timings, Schaltfrequenzen der Spannungen) verbessert wird oder nicht. Nichts desto trotz sind die nutzbaren 345 MHz ein sehr guter Wert - vor allem, da sich alles bei Standard-Mainboardspannungen abgespielt hat.

    DDR3-1600

    AMDs Thuban kann mit DDR3-1600 betrieben werden, die entsprechende Speichereinstellung wird bereitgestellt. Es handelt sich jedoch um eine offiziell nicht unterstützte Einstellung, weshalb die Nutzung außerhalb der Spezifikation stattfindet. Dennoch wollten wir wissen, ob die Einstellung technisch funktioniert.

    ASUS Crosshair V Formula: DDR3-1600


    Sie tut es. Das Crosshair V hat keine Schwierigkeiten, den Speichertakt von DDR3-1600 zu ermöglichen.

    IRQ

    Abschließend werfen wir noch einen Blick auf die IRQ-Verteilung in unserem Windows 7.

    ASUS Crosshair V Formula: IRQ-Belegung

    [break=Fazit]
    Titelbild zum ASUS Crosshair V Formula


    Mit dem Crosshair V Formula ist ASUS ein solides Stück Hardware gelungen. Das Mainboard bietet ein ausgewogenes Layout, ein übersichtliches BIOS, eine Unmenge an Optionen für den Übertakter und eine gute Performance. Kritikpunkte sind zwar Mangelware, aber es gibt sie.

    In erster Linie müssen wir die Umsetzung der Standard-Speichertimings, speziell der Command Rate, bemängeln. Bei Verwendung von vier Speicherriegeln ist laut Spezifikation des Prozessors 2T zu setzen - nicht 1T, wie es ASUS tut. Zwar läuft das System auch damit stabil, aber genau genommen außerhalb der Spezifikation. Daneben erscheint uns das Ergebnis im Test der Sound-Qualität etwas unausgeglichen. Die gesamte Bandbreite der Bewertungen wird innerhalb der einzelnen Tests erzielt, was letztendlich nur in einem Gesamturteil "Gut" mündet. Hier hätten wir uns etwas mehr Homogenität gewünscht. Und auch die per Default deaktivierte Lüftersteuerung empfinden wir als nicht ganz glücklich gewählt.

    Die Performance ist grundsätzlich gut und fällt faktisch gleichauf zum Gigabyte GA-890FAX-UD5 aus, welches wir als Vergleichsplatine herangezogen haben. Mal ist das Crosshair V einen Hauch in Front, mal das Gigabyte. Positiv möchten wir an dieser Stelle die Leistungsaufnahme hervorheben, die durchweg gut bis sehr gut ausfällt. Allerdings müssen wir attestieren, dass vor allem die Ergebnisse unter Last der sehr niedrig gesetzten VCore beim Crosshair V geschuldet sind, die dem einen oder anderen User vielleicht schon zu niedrig ist. Hier ist dank umfangreicher Einstellungsmöglichkeiten der Load Line Calibration aber eine individuelle Anpassung an den eigenen Geschmack möglich.

    Obwohl wir sehr viele Aspekte der 990FX-Platine betrachtet haben, fällt es schwer, ein abschließendes Fazit zu fällen. Denn eine große Unbekannte gibt es: AMDs Zambezi. Das Crosshair V wurde konsequent auf Overclocking ausgerichtet und macht mit einer mittlerweile 15 Monate alten Prozessorarchitektur in Form von AMDs Thuban eine gute Figur. Aber wird es das knapp 180 Euro teure Mainboard auch schaffen, die gleiche Zufriedenheit mit einem Bulldozer zu erzielen?

    Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Verwendung von UEFI und die offizielle Unterstützung von SLI zwei Neuerungen sind, die das Mainboard von anderen Platinen abgrenzen. Aber in unseren Augen genügen diese nicht, einen Wechsel von AM3 zu AM3+ zu rechtfertigen - zumindest mit derzeit vorhandenen CPUs. Mit AMDs Bulldozer werden die Karten neu gemischt und vielleicht kommt dann noch der eine oder andere Wechsel-Anreiz hinzu.

    Das fanden wir gut :)
    • UEFI-BIOS mit Funktion zur Screenshot-Erstellung
    • umfangreiche BIOS-Optionen
    • gute Ergebnisse in puncto Leistungsaufnahme


    Das fanden wir nicht so gut :(
    • Nutzung von 1T Command bei vier Speicherriegeln
    • per Default deaktivierte Lüftersteuerung
    • hoher Preis


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    Atlan78 (21.07.2011), Bobo_Oberon (23.07.2011), bytefuzzy (23.07.2011), Crashtest (21.07.2011), Der Rote Baron (22.07.2011), DonGeilo (22.07.2011), Dr@ (24.07.2011), erde-m (26.07.2011), ICEMAN (21.07.2011), MrBad (21.07.2011), PlayerOne (21.07.2011), Raspo (22.07.2011), RedBaron (22.07.2011), S.I. (10.09.2011), schiggung (24.07.2011), Scour (21.07.2011), skneo (21.07.2011), Species_0001 (21.07.2011), tex_ (21.07.2011), tspoon (21.07.2011), WindHund (21.07.2011), Wischmop (22.07.2011), wormy (21.07.2011), Zoller (22.07.2011)

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