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    Avatar von Onkel_Dithmeyer
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      Onkel_Dithmeyer beim Distributed Computing

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    Llano - weitere Details im Einzeltest



    Im ersten Test zum Llano haben wir versucht, so viele Seiten der APU zu beleuchten wie in der kurzen Zeit möglich. Dabei sind einige Punkte unter den Tisch gefallen. Zum einen funktionierte bei uns die Hardwarebeschleunigung von Flashinhalten nicht und wir konnten den Fehler nicht rechtzeitig finden. Andere Dinge verwehrte uns das BIOS. So war es nicht möglich, die APU zu undervolten oder brauchbare Overclocking-Ergebnisse zu erzielen. Für die Leistung mit USB 3.0 war am Ende schlicht gar keine Zeit mehr. Dabei interessierte die uns natürlich auch. Schließlich haben wir den ersten Chipsatz mit integriertem USB-3.0-Controller direkt vor uns. Am Ende kommt schließlich noch ein Punkt, der uns persönlich wichtig war: Das Thema Mikroruckler. Nachdem wir in den zahlreichen Testläufen mit dem bloßen Auge keine Mikroruckler feststellen konnten und andere Hardwareseiten über teils gravierende Mikroruckler im DualGraphics-Modus berichteten, haben wir uns noch einmal vor das Testsystem gesetzt und mittels Fraps die Frametimes aufgezeichnet. Außerdem hat AMD in der Zwischenzeit eine neue Version des Catalyst nachgeschoben. Interessiert an den Veränderungen haben wir noch einige Tests damit gemacht. Zu guter Letzt haben wir noch den kleinen Bruder A6-3650 in unseren Test aufgenommen, den AMD uns hat zukommen lassen.
    An diesem Punkt bedanken wir uns bei G.Skill, die uns mit einem hoch taktenden RAM versorgen konnten. Damit können wir nun testen, wie die APU im oberen Bereich der RAM-Bandbreite skaliert. Wir hoffen, dass auch diesmal die folgenden Seiten nach eurem Geschmack sind
    [BREAK=Testsystem]FM1-Plattform:
    • MSI A75MA-G55
    • A8-3850
    • A6-3650


    weitere Komponenten:
    • Arbeitsspeicher:
      • 2x2 GB Kingston KHX1600C9AD3B1K2/4G
      • 2x2 GB Kingston KVR1333D3N9/2G
      • 2x4GB G.Skill Ripjaws-X F3-14900CL9D-8GBXL
    • Netzteil:
    • CPU-Kühler:
      • Xigmatek Archilles S1284C
    • Festplatten
      • 1x Samsung HD502HJ
      • 1x Samsung SSD PB22-J/PM800


    Llano Nachtest


    Neben dem Chipsatztreibern haben wir den Catalyst 11.6 verwendet, soweit nicht anders angegeben.

    Benchmarks:
    • DiRT 3 (Steam-Version)
    • Crysis
    • Resident Evil 5
    • 3DMark11 1.0.2
    • PCMark7 1.0.4
    • Unigean Heaven 2.0
    • CB11.5
    • Luxmark 1.0
    • 7zip 9.20


    Sonstige Software:
    • CPU-Z 1.58
    • GPU-Z 0.5.4
    • AMD System Monitor 1.0
    • Mozilla Firefox 5
    • Flash 10.3.181.34
    • FusionTweaker 1.0.2

    [BREAK=USB 3.0 und SATA]USB 3.0 ist seit einiger Zeit schon in einigen Produkten vertreten. Mit dem A75 Fusion Controller Hub wird ein entsprechender Controller erstmals in einen Mainboard-Chipsatz integriert. Zum Testen der Leistung haben wir eine SSD von Samsung in ein einfaches USB-3.0-Gehäuse gesetzt und mittels HD-Tune die Transferrate bestimmt.

    Llano USB 3


    Wir sehen eine ausgezeichnete Übertragungsrate von 147,8 MB/s. Die theoretischen Werte von SSD und USB 3.0 liegen zwar höher (220 bzw 625 MB/s). Doch wie auch bei USB 2.0 zu sehen war, wurden diese nie voll ausgeschöpft. Zudem hängt zwischen SSD und USB ein Controller im externen Gehäuse. Die Leistung dessen ist für uns nicht nachprüfbar.

    Zum Vergleich haben wir die SSD an einen internen SATA-Controller angeschlossen, der ebenfalls über den FCH angesteuert wird. Dabei haben wir einmal die Leistung mit AMD-Treiber und dem Treiber von Microsoft getestet.

    Llano SATA - Microsoft-Treiber


    Der erreichte Wert liegt etwa 20 MB/s über dem Wert der USB-3.0-Schnittstelle. Die Geschwindigkeitslimitierung von SATA 3Gb/s erreichen wir also nicht.

    Llano USB 3


    Mit dem AMD-Treiber legt die SSD noch mal um ein paar MB/s zu. Vor allem die Burst Rate steigt deutlich.

    Llano Nachtest

    [BREAK=RAM-Skalierung]Wie gut skaliert Llano mit steigendem RAM-Takt? Im ersten Llano-Artikel hatten wir bereits DDR3-1333 und DDR3-1600 miteinander verglichen. Heute haben wir noch DDR3-1866 mit in die Liste aufgenommen. Dabei bitte nicht irritieren lassen, die Werte können von denen im ersten Test abweichen, weil es sich nun um 2x4GB anstatt der vorherigen 2x2GB handelt. Entsprechend haben wir uns auf einige Benchmarks festgelegt und die Werte noch einmal aufgenommen.
    Der RAM wurde dabei durchgängig mit den identischen Timings betrieben (9-10-9-24). Trotz der recht scharfen Einstellungen überstand das System unseren Stabilitätstest von acht Stunden BOINC (Docking@Home) ohne Murren.

    RAMSkalierung


    Wie wir sehen, bringt der schnellere RAM vor allem im Spiele- und Grafikbereich eine bedeutende Mehrleistung. Am besten skaliert bei unserer Auswahl Resident Evil 5. Hier legt die Leistung bei einem Sprung von 1333 auf 1600 MHz um 16,5% zu. Beim weiteren Anheben auf 1866 MHz werden hingegen nur noch 7,1% Mehrleistung erzielt. Dieses Verhalten zieht sich durch den gesamten Benchmarkparcours. Bringt im Mittel 1600 MHz Takt im Vergleich zu 1333 MHz einen Zugewinn von rund 7,2%, sind es bei Sprung auf 1866 MHz nur noch 3,3%. Und das, obwohl die Timings konstant sind und die Taktsteigerung jeweils 266 MHz beträgt. Rein rechnerisch erhöht sich die theoretische Bandbreite um 20% beziehungsweise 14,5%. Vermutlich nimmt aber schlicht die Limitierung der Speicheranbindung so stark ab, dass die Leistungssteigerung nicht mehr so gut skaliert.

    Im folgenden haben wir noch kurz den Verbrauch der jeweiligen Konfigurationen aufgelistet. Wobei der Unterschied marginal ist. So kann scheinbar einzig FurMark dank der höheren Speicherbandbreite die Shader besser auslasten.

    RAMSkalierungRAMSkalierungRAMSkalierungRAMSkalierungRAMSkalierungRAMSkalierung

    [BREAK=A6-3650]Beim kleinen Bruder des A8-3850 werden die x86-Kerne mit 300 MHz weniger und die Shader mit 443 anstatt 600 MHz betrieben. Die Grafikeinheiten sind zudem auf 320 reduziert worden. Beim A8-3850 sind es derer 400. Dabei ist die TDP gleich geblieben. Wie sich diese Reduzierung auf Anwendungen und Benchmarks auswirkt, sieht man im Folgenden.

    Llano Nachtest


    Während die Abnahme der x86-Leistung um 7-10% gut mit der rund 10%igen Taktreduzierung zu erklären ist, ist die Rechnung bei der Grafikleistung etwas komplizierter. Wir haben 20% weniger Shader und einen um 26% geringeren Takt. Rechnerisch kommt man so auf 59% der Leistung eines A8-3850. So schlecht sieht es aber gar nicht aus. Lediglich der OpenCL-Test kommt in diesen Bereich. Bei anderen grafiklastigen Tests büßt der A6-3650 20 bis 30% der Leistung ein.
    [BREAK=Übertakten]Generell gestaltet sich das Übertakten bei dieser Plattform als sehr schwierig, da nur das Anheben des Referenztaktes möglich ist. Damit werden alle Takte auf dem Mainboard angehoben. Das geht vom Arbeitsspeicher über die Northbridge bis hin zu den SATA- und USB-Controllern im FCH. Man verriet uns aber, dass ab 133 MHz, also 33% Übertaktung, interne Multiplikatoren herabgesetzt werden, sodass die Controller wieder niedriger takten.
    Leider war der höchste einstellbare Takt bei dem MSI-Board 131 MHz. Stabil war aber nur ein Basistakt von 115 MHz, was in einem CPU-Takt von 3319 MHz resultierte. Es ist natürlich interessant, mit welcher Versorgungsspannung die APU diesen OC-Wert erreicht. Mittels FusionTweaker konnten wir dabei die Spannung auf 1,300 V senken, was bei CPU-Z mit einer Spannung von 1,240 V quittiert wurde. Entsprechend solltet ihr nicht verwundert sein, dass der Verbrauch im übertakteten Betrieb geringer ausfällt.

    Wenn man eine APU übertaktet, ist selbstverständlich auch das Übertakten des Grafikteils interessant. Das übliche Herangehen mit schrittweisem Anheben im BIOS war nicht sehr befriedigend. Es war eigentlich alles stabil. So setzten wir den Takt auf 1200 MHz, was 100% OC bedeutet, ohne dass das System irgendwelche Anstalten machte auszufallen. Das ganze kommt uns sehr bekannt vor und tatsächlich, die Grafikleistung stieg um keinen Deut. Diese Funktion ist also bei diesem Board untauglich.

    Llano OC


    Plausibler ist die höhere Spielleistung durch den 15% höheren Referenztakt zu erklären, der in einem Takt von 690 MHz münden dürfte. Auslesen kann man diesen Wert aber mit keinem der von uns verwendeten Tools. "Warum haben wir mit zwei OC-Settings getestet?" werden sich einige fragen. Nun, wir haben uns vor allem über den niedrigen Wert beim PCMark 7 gewundert, der 3,5% unter dem im Basistakt liegt. Ein Blick in die Werte des PCMarks offenbarte uns auch ein Problem, so ist die Festplatte auf einmal deutlich langsamer. Ein kurzer Test bestätigte uns, dass der SATA-Controller am Limit lief. Mit zwei HDDs wollte der Computer nicht mal mehr ins BIOS starten. Wir haben also den Referenztakt um 1 MHz gesenkt und konnten deutlich kürzere Ladezeiten feststellen. Weiter konnten wir beobachten, dass auch die Grafikleistung zulegen konnte. Diesen Umstand konnten wir aber nicht weitergehend herleiten. Stattdessen haben wir uns auf die Festplattengeschwindigkeit gestürzt und mittels HD-Tune die Transferraten bestimmt.

    Llano OC


    So sollte es aussehen. Rund 109 MB/s schafft unsere Testplatte.

    Llano OCLlano OCLlano OC


    Bereits bei einer Anhebung des Referenztaktes um 10 MHz können wir einen Unterschied im Übertragungsbild feststellen. Außerdem sinkt die mittlere Transferrate um 10 MB/s. Bei 111 und 112 MHz Referenztakt setzt sich das Bild fort. Die Übertragungsrate sinkt immer weiter und der zeitliche Verlauf verändert sich zunehmend. Bei 112 MHz fällt etwa die Burst-Rate auf fast ein Drittel.

    Llano OC


    Bei 113 MHz Referenztakt scheint der SATA-Controller nur noch bedingt seine Arbeit zu verrichten. Die mittlere Übertragungsgeschwindigkeit sinkt fast auf ein Zehntel des Ausgangswertes. Die Burst-Rate ist sogar noch niedriger. Dass das System hier noch halbwegs funktionierte, ist also fast schon Glückssache. So bleibt das Übertakten beim Llano ein zweischneidiges Schwert. Zum einen scheint die APU recht taktfreudig zu sein, denn anders ist es nicht zu erklären, dass wir beim Übertakten die Spannung sogar noch senken konnten, auf der anderen Seite limitieren die anderen verbauten Controller das Übertaktungsergebnis.

    Den Verbrauch des übertakteten Systems findet ihr auf der Seite Leistungsaufnahme.
    [BREAK=Undervolten]Beim Undervolting des A8-3850 erreichten wir Prime-stabile 1,072 V (laut CPU-Z) bei gleichbleibenden Takt. Für BOINC brauchte es dann aber noch einen Ticken mehr, was in 1,080 V mündete. Der Stromverbrauch im Idle blieb dabei unverändert, da wir hier die Spannungen nicht verändert haben. MSI erlaubt leider nicht, die Spannungen im BIOS zu reduzieren, einzig ein Erhöhen selbiger ist möglich, deswegen bedienten wir uns des Tool FusionTweaker. Ähnlich dem bekannten Tool K10STAT kann man hier für jeden P-State einen Spannungswert zuweisen. Die Stabilität des erreichten Messwertes haben wir mit BOINC überprüft. Dabei wurde das Projekt Docking@Home verwendet. Es kann sich bei der Spannung durchaus um einen Auslesefehler von CPU-Z handeln, bei anderen Boards haben wir bereits ähnliches beobachtet, zumal wir für die Spannung im FusionTweaker 1,1125 V einstellen. Welche Spannung tatsächlich anliegt, konnten wir nicht verifizieren. Der Verbrauch attestiert allerdings, dass sie deutlich unter dem Standardwert liegt.

    Der A6-3650 begnügte sich durch den geringeren Takt sogar schon mit 1,008 V. Mit dieser Spannung rechnete er munter und kühl Docking@Home. Den Verbrauch der beiden APUs haben wir auf der nächsten Seite festgehalten.
    [BREAK=Leistungsaufnahme]Der Verbrauch mit dem 8GB-Kit ist trotz identischer Spannungen etwas anders. Das System hatte bei uns ein seltsames Verhalten. So schien es nicht dauerhaft in den C6-State schalten zu wollen. Betrachtete man den Verbrauch im Idle, sah man anfangs einen Wert um die 30 W, der dann nach einiger Zeit auf 27 W fiel. Dort verweilte der Wert einige Zeit, bis er dann kurz auf 26,4 W fiel, um danach sofort wieder auf die 30 W hochzuschnellen. Wir vermuten ein Softwareproblem, da dieses Verhalten bei den 2x2GB-Kit von Kingston nicht auftrat. Wir haben uns deswegen dazu entschlossen, die wenn auch nur kurzzeitig erreichten niedrigen Werte zu nehmen.

    Leistungsaufnahme


    Im Idle kann man keine Auffälligkeiten beobachten. Einzig der übertaktete Wert tanzt aus der Reihe, da er ohne aktive Energiesparmechanismen aufgenommen wurde.

    Leistungsaufnahme


    Im Furmark kann der A6-3650 sich beweisen, er verbraucht weniger als der A8-3850 mit Undervolting. Dieser Umstand wird sicherlich auf die geringere Shaderanzahl zurückzuführen sein.

    Leistungsaufnahme


    Bei Prime ist die übertaktete APU dank geringerer Spannung genügsamer als der A8-3850 im Normalzustand. Beide APUs, der A8-3850 und A6-3650, sparen durch die reduzierte Spannung 50 W in dieser Disziplin und damit 36 beziehungsweise 42%.

    Leistungsaufnahme


    Das Bild wiederholt sich bei der Kombination von Prime und FurMarkt.

    Llano Nachtest


    In Anbetracht des Interesses an Distributed Computing bei uns wollen wir kurz den Verbrauch unter BOINC darstellen. Dabei zeigen die APUs mit Werten um die 100 Watt, was in ihnen steckt. Mit gesenkter Versorgungsspannung verbraucht das Gesamtsystem mit den APUs sogar weniger als 70 W. Damit kann man durch Spannungssenkungen über ein Drittel am Verbrauch sparen. Der A8-3850 benötigt für eine Docking-WU 10700 und der A6-3650 11750 s.

    Durch die Bank hinweg kann man sehen, dass das reduzieren der Spannung die Leistungsaufnahme deutlich Reduziert. Das Übertakten zeigt zudem, dass höhere Taktraten der APU auch bei gleichem Verbrauch im Bereich des Machbaren liegen. Wir hoffen, dass AMD das Potential nutzt und energieeffizientere Varianten der APUs bringt. Wir halten es dabei durchaus für möglich, eine EE-Serie mit 65 W TDP bei gleichem Takt zu bringen. Warum AMD pauschal eine mit 1,4 V in unseren Augen viel zu hohe Versorgungsspannung wählt, konnte uns der Hersteller nicht näherbringen.
    [BREAK=Mikroruckler]In unserem ersten Artikel hatten wir im DualGraphics-Betrieb keine Mikroruckler feststellen können. Dass andere Seiten teilweise von erheblichen Mikrorucklern sprachen, brachte uns zum Nachgrübeln. Waren wir schlicht blind oder haben wir etwas falsch gemacht? Resümieren wir etwas. Den Weg in unseren Testparcours fanden vier unterschiedliche Spiele. DiRT3 lief im DualGraphics-Betrieb auch bei hohen Details mit 49,2 FPS. Bei so hohen Framerates sind Mikroruckler kaum wahrnehmbar. AvP schaffte mit 46,5 FPS ähnliche Werte bei niedriger Qualität und war bei hoher Qualität mit rund 22 FPS generell als nicht mehr spielbar zu bezeichnen. Bei Crysis waren wir abgelenkt vom starkes Texturflackern, dass Mikroruckler für uns ebenfalls nicht zu sehen waren. Schließlich kommen wir zum letzten Titel Resident Evil. Mit um die 60 FPS liegt dieser Titel in der Kombination weit außerhalb der Gefahrenzone. Man könnte also den Umstand, dass wir keine Mikroruckler sehen konnten, auf den Umstand schieben, dass unsere Spieleauswahl den kritischen Bereich der 30 bis 40 FPS nicht erreichte. Also haben wir uns hingesetzt und mit Fraps die Frametimes aufgezeichnet. Am Beispiel DiRT3, dem wir noch einige qualitätssteigernde Features entlocken konnten, stellen wir euch die Frameverläufe vor.

    Dual Graphics - Mikroruckler


    Wie man sehr gut sehen kann, sind bei hohen Details tatsächlich keine Mikroruckler vorhanden. Zwar existieren marginale Unterschiede bei der benötigten Rechendauer, diese sind aber bei rund 50 FPS nicht wahrnehmbar. Zum Vergleich dazu haben wir die Frametimes der APU aufgenommen. So sieht ein idealer Frameverlauf aus. Ganz anders präsentiert sich das Dual-Graphics-Gespann bei maximalen Details. Gut zu erkennen die Sprünge in den zeitlichen Abständen, in denen die Frames aufeinander folgen. Bei rund 27 FPS sind hier die Mikroruckler deutlich zu sehen. Gerade bei einem Autorennspiel kann das den Spielspaß gründlich verderben.
    [BREAK=Treibervergleich]Wie in der Einleitung angekündigt wollen wir den Catalyst 11.6 und 11.7 kurz miteinander vergleichen.

    Llano Nachtest


    Man könnte jetzt in dem Diagramm eine Leistungsabnahme durch das Treiberupdate sehen. Aber mit Veränderungen im Bereich von einem Prozent kann man nicht wirklich von einem Nachteil sprechen. Ein Vorteil sind hingegen diverse Bugfixes, die mit dem neuen Treiber einhergegangen sind. Eine Liste der Verbesserungen findet ihr in unserer entsprechenden News.
    [BREAK=Flashbeschleunigung]Die Wiedergabe von FullHD-Material mittels Flash hat eine lange Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen. Auch wir hatten damit zu kämpfen, haben es aber diesmal hinbekommen. Bitte lasst euch im folgenden Screen nicht von den "dropped Frames" irritieren. Diese sind direkt beim Start entstanden. Falsch ausgelesen wird zudem der Takt der Prozessorkerne. So takten die ungenutzten Kerne auf 800 MHz herunter. Anders kann man sich nicht die Verbrauchsdifferenz von bis zu 30 W im Vergleich zum Betrieb ohne C&Q bei der Videowiedergabe erklären. Als Beispielvideo haben wir uns den FullHD-Trailer zu BioShock 3 bei Youtube ausgewählt.

    Flashwiedergabe


    Der Verbrauch schwankte bei der Wiedergabe stark, pendelte aber mit 5 W mehr oder weniger um die 50-W-Marke.
    [BREAK=Gesamtbetrachtung]Wir hoffen, wir haben noch einige offene Fragen klären und euch so die Lynx-Plattform etwas näher bringen können. Was können wir aus den neuen Werten herauslesen? Zum einen können wir bei der aktuellen Preislage und im Anbetracht des Leistungsgewinnes nur DDR3-1600 empfehlen. Ein 4GB-Kit ist bereits für um die 20 € zu haben (Preisvergleich), wohingegen ein vergleichbares Kit mit 1866 MHz mit rund 40 € (Preisvergleich) etwa das Doppelte kostet. Die geringe Mehrleistung rechtfertigt unserer Meinung nach noch keine entsprechende Investition. Da DDR3-1333 aber fast genauso viel kostet (Preisvergleich) wie der 1600er können wir nur zu letzterem raten, da die Mehrleistung deutlich spürbar ist.

    Beim Treiber kann man getrost der aktuellsten Version 11.7 vertrauen. Die gemessenen Leistungseinbußen sind messbar, nicht aber merkbar und wiegen sich mit den Bugfixes auf. Die USB-3.0-Schnittstelle ist unserer Meinung nach hervorragend integriert und gibt einen deutlichen Leistungsschub im Vergleich zum herkömmlichen USB 2.0. Im Bezug auf SATA mit AHCI raten wir dazu, selbst einen Vergleich durchzuführen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass je nach Kombination von Festplatte und Controller mal der AMD- und mal der Microsoft-Treiber schneller ist. Falsch machen kann man mit beiden aber nichts. Die Leistung hier am Beispiel der SSD konnte mit beiden Treibern überzeugen.

    Beim Übertakten ist es bei keiner anderen Plattform wie dieser wichtig, dass man nicht mehr nur die CPU auf ihre Stabilität prüft, sondern auch alle anderen Schnittstellen. In unserem Fall ist der SATA-Controller das limitierende Glied gewesen. Aber es könnten auch andere Komponenten betroffen sein. So zeigte sich bei uns ebenfalls eine Abnahme der GPU-Leistung bei steigendem Takt. Anders das Undervolten, bei keinem anderen Prozessor konnten wir bisher so weit die Spannung absenken. Die Verbrauchseinsparungen sind enorm. Wir hoffen entsprechend auf energiesparende APUs von AMD in nächster Zukunft. Wichtig bei beiden Themen: Alle erzielbaren Ergebnisse sind immer mit einer Portion Glück verbunden. Das heißt, die Ergebnisse müssen nicht mit jeder APU reproduzierbar sein. Es kommt immer auf die Güte des Chips an.

    Der kleinere A6-3650 (Preisvergleich) genügt jedem Office-Rechner bei weitem. Die Spieleleistung fällt hingegen deutlich geringer aus. Der Verbrauch ist nur minimal geringer, der Preis mit aktuell 90€ gut 20€ günstiger als der A8-3850 (Preisvergleich) und durchaus gerechtfertigt.

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