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    Logitech Anywhere Mouse MX auf den Zahn gefühlt

    Logitech Anywhere Mouse MX


    Logitech ist wohl der bekannteste Hersteller von Peripheriegeräten. Bei OEM-Systemen von Fujitsu-Siemens, Hewlett Packard oder auch Dell kommen immer wieder Produkte dieses Herstellers mit ins Paket. Dabei reicht die Produktpalette vom Artikel für wenige Euro bis hin zum Premiumprodukt, jedenfalls wenn man sich den Preis ansieht. Ebenso hat Logitech 2004 als erster Hersteller die Laser-Technik zur Marktreife gebracht und mit der heutigen Maus sogar noch einmal verbessert. Größte Schwachstelle von Mäusen mit einer optischen Abtastung sind ungewöhnliche Untergründe wie zum Beispiel Glas. Mit der Anywhere Mouse MX spricht Logitech von einer Funktionalität selbst auf Glas, solange dieses mindestens vier Millimeter dick ist. Neben dem guten Ruf muss die MX also viele Versprechungen verteidigen. Wir haben die Maus mehrere Wochen nutzen können und einen Eindruck gewonnen. Dabei hat uns Logitech nicht nur mit der Maus, sondern auch mit Informationen zur Seite gestanden. Dankeschön!
    Viel Spaß allen Lesern auf den folgenden Seiten!

    [BREAK=Technische Daten / Testsystem]
    Für die Logitech Anywhere Mouse MX entnehmen wir die Informationen der Produktseite. Folgend wollen wir die Eckdaten kurz aufschlüsseln und um ein paar Punkte und Erklärungen erweitern:
    • Darkfield Laser Tracking™
    • Logitech® Unifying-Empfänger
    • Kompaktes, ergonomisch geformtes Design
    • Hyperschnelle Bildläufe
    • Integrierte Daumentasten
    • Kabellose Advanced 2,4-GHz-Technologie von Logitech®
    • 3 Jahre Herstellergarantie
    • SetPoint Konfigurationssoftware mit automatischer Updatefunktion via Web

    Die Maus ist unter Microsoft Windows XP, Vista und 7, sowie Apple Mac OS X ab der Version 10.4 lauffähig. Im Lieferumfang befindet sich Folgendes:
    • Logitech® Anywhere Mouse MX™
    • Logitech® Unifying-Empfänger
    • CD mit Logitech®-Software
    • Transportetui
    • 2 Batterien vom Typ AA
    • Schnellstartanleitung
    • Handbuch mit Tipps

    Logitech Anywhere Mouse MX

    Im geizhals.at-Preisvergleich finden sich Angebote für die Maus zu einem Preis ab 41,80 Euro. (Stand 09.06.2011)

    Testsystem

    Die Logitech Anywhere Mouse MX wurde von uns hauptsächlich an einem ASUS U36JC sowie mehreren Test-Systemen für die ITX-Tests genutzt, wobei stets Windows 7 Home Premium oder Professional in der 64-bit-Version zum Einsatz kam. Somit konnten wir die Unterschiede zwischen installierter und nicht-installierter Logitech-Software mehrmals nachprüfen.

    [BREAK=Äußeres]
    Logitech Anywhere Mouse MX Logitech Anywhere Mouse MX


    Die Logitech Anywhere Mouse MX kommt in einem zugleich edlen wie auch dezenten Äußeren daher. Auffälligstes Element ist dabei die Chromapplikation rund um das Mausrad. Obwohl der restliche Body für die Bedienung weitaus interessanter sein dürfte, wollen wir hier einsteigen.

    Logitech Anywhere Mouse MX

    Das Mausrad erfüllt dabei nicht wie sonst die Funktion der mittleren Maustaste und somit wären wir schon bei einer Besonderheit. Durch das Drücken des Mausrads wechselt der Nutzer zwischen zwei verschiedenen Betriebs-Modi. Einmal kann man das Mausrad mit dem gewohnten „Rattern“ bewegen, also mit einem schrittweisen Drehen oder mit einem freien Lauf. Diese Funktion bietet natürlich eine geringere Präzision bei gezielten Manövern, erleichtert im Desktop-Betrieb aber auch einiges. In vertikaler Ausdehnung große Webseiten lassen sich somit im Handumdrehen bewältigen. Das Mausrad lässt sich auch nach links und rechts ankippen und ermöglicht zum Beispiel das seitliche Scrollen im Browserfenster. Wenn man vorher noch nie so viele Funktionen allein an einem Mausrad hatte, wird man diese entweder nie nutzen oder aber nicht mehr missen wollen. Einzig das Ausklinken wurde exzessiv genutzt, denn das seitliche Scrollen ist in Zeiten von 16:9- oder 16:10-Displays zu selten notwendig, als dass man es oft nutzt.

    Logitech Anywhere Mouse MX

    Direkt hinter dem Mausrad positioniert Logitech eine Zusatztaste. Bei der zuletzt getesteten Nexus-Maus diente solch eine zur Anpassung der Sensorauflösung, während der Wechsel bei der Anywhere Mouse MX nicht vorgesehen ist. In diesem Fall kann, sobald man die Treiber-Suite der Maus installiert hat, ein Fensterwechsel durchgeführt werden. Dieser zeigt alle offenen Fenster in einer verkleinerten Variante auf dem Display an und durch einfaches Klicken lässt sich das Gewünschte in den Vordergrund holen. Im Prinzip ist das nichts anderes als das, was Windows Vista schon in Form von Flip 3D mitbrachte. Da aber zum Beispiel Windows XP diese Funktion nicht mitbringt, könnte das durchaus für jene User interessant sein. Da wir aber nur unter Windows 7 getestet haben, können wir leider keine Aussage für diesen Sachverhalt treffen.
    Zuletzt wollen wir noch die LED hervorheben, die sich hinter dem Mausrad und der Taste befindet. Diese gibt Auskunft über den Batteriestand, sobald die Maus aktiviert wird. Grün bedeutet, wie man sich leicht denken kann, dass alles in Ordnung ist. Gelb soll einen geringen Batteriestand signalisieren, jedoch haben wir diesen Bereich nicht einmal ansatzweise erreicht. Die mitgelieferte Software bietet die Möglichkeit, die ungefähre Laufzeit in Form von Prozent oder aber Tagen anzuzeigen. Im größtenteils normalen Desktopeinsatz zeigte man uns noch 90% an, was wiederum 86 Tagen entspricht. Falls diese Angabe nicht nur eine grobe Schätzung ist, kann die Anywhere Mouse MX durchaus als Langläufer bezeichnet werden. Die Zeiten, in denen kabellose Mäuse ständig in die Ladestation oder mit neuen Batterien ausgestattet werden mussten, sind in diesem Fall vorbei.

    Logitech Anywhere Mouse MX Logitech Anywhere Mouse MX

    Beide Flanken der Logitech-Maus sind mit einer Gummierung versehen, die einen sicheren Griff gewährleisten soll. Sie ist beidseitig eingelassen und mit kleinen Einwölbungen versehen. Die angestrebte Wirkung erzielen diese ohne Probleme, wobei ein starker Abrieb der Gummierung nicht festgestellt werden konnte. Auf der linken Seite befinden sich aber noch einmal zusätzliche Tasten. Diese können zum Beispiel als Vor- und Zurück-Taste im Browser genutzt werden. Somit wird aber auch eindeutig klar, dass die Logitech Anywhere Mouse MX eigentlich eher für Rechtshänder gedacht ist. Man muss sagen, dass der Hersteller in diesem Punkt eher schlecht aufgestellt ist. Im Performance-Segment schließt Logitech oftmals Linkshänder aus. Ob dies von einer viel zu kleinen Zielgruppe herrührt oder andere Gründe hat, können wir nicht beurteilen.

    Logitech Anywhere Mouse MX Logitech Anywhere Mouse MX

    Die Unterseite der Maus ziert ein sofort erkennbarer Dark-Field-Schriftzug, der sich auf die Technik des Sensors beziehungsweise diesen selbst bezieht. Ein Schiebemechanismus dient dabei sowohl dem Schutz des Sensors als auch dem manuellen Deaktivieren der Maus, wenn sie nicht gebraucht wird. Wir haben jetzt kein explizites Bild des Schiebers, aber selbst dieser ist so solide verarbeitet, dass er mehr überlebt, als man zuerst denken könnte.
    Vier Gleitflächen rundherum sollen für die saubere Auflage und einen gleichbleibenden Gleitwiderstand sorgen. Ob einem dieser Widerstand zu hoch vorkommt, ist jedem selbst überlassen, denn schon das Gewicht der Maus sorgt für ein durchaus anderes Gefühl, als dass es uns die zuletzt getestete Nexus-Maus oder eine ebenfalls noch vorhandene Razer-Maus bietet. Zum Vergleich sei angeführt, dass die Logitech-Maus ungefähr dreimal so schwer ist wie die Razer Salmosa. Das kann sich positiv als auch negativ bemerkbar machen und richtet sich nach dem Anwendungsprofil, aber auch den Vorlieben des Nutzers.

    Logitech Anywhere Mouse MX

    Weiterhin ist neben den typischen Herstellerkennzeichnungen wie Firmenlogo und Produktname ein kleines Symbol zu sehen. Dieses zeigt wie auch der Empfänger an, dass es sich hierbei um ein Unifying-Produkt handelt. Das bedeutet, dass die man mehrere Produkte von Logitech mit ein und demselben Empfänger betreiben kann. Die Synchronisierung mit anderen Geräten erfolgt über die mitgelieferte Software. Maximal gibt Logitech die gleichzeitige Verwendung von 6 Geräten an. Die Übertragung erfolgt über eine 2,4 GHz-Funkverbindung und gilt im Normalfall als störungsfrei. Man könnte davon ausgehen, dass es sich bei dem Logitech-Micro-Stick um einen speziellen Bluetooth-Adapter handelt, der nur mit den herstellereigenen Produkten kommuniziert. Das würde auch die parallele Nutzung mehrerer Geräte erklären. Ob es sich dabei nur um eine Umbenennung oder aber eine wirkliche Eigenentwicklung handelt, könnte nur der Hersteller selbst beantworten.

    Logitech Anywhere Mouse MX Logitech Anywhere Mouse MX Logitech Anywhere Mouse MX

    Beim Transport der Maus kann der kleine Empfänger auch ins Innere der Maus gesteckt werden. Unter einer Abdeckung haben wir Zugriff auf den Stauraum, aber auch die Batterien. Zwei Exemplare vom Typ AA (R6) versorgen die Anywhere Mouse MX mit dem nötigen Strom. Im geöffneten Zustand sehen wir auch, wie die Schaltung erfolgt. Der schon gesehene Schieber betätigt einen Taster, der für die Aktivierung zuständig ist.
    Beim Thema Stromsparen kann die Logitech-Maus mit einer automatischen Abschaltung bei Unterbrechung der Funkverbindung aufwarten. Ohne Funkverbindung konnten wir die Maus auch nicht aus dem Schlaf holen. Im Normalfall leuchtet die LED auf der Oberseite beim Einschalten auf, jedoch nicht in diesem Fall. Ebenso schaltet sie sich nach einer gewissen Zeit auch von selbst ab. Wie lange dies dauert, können wir aber nicht eindeutig sagen.

    [BREAK=Der Sensor / Spieletest]
    Ganz unscheinbar gibt sich der Laser-Sensor der Logitech Anywhere Mouse MX. Die Beleuchtung für die Optik übernimmt wie der Name schon sagt ein Laser, der im für den Menschen nicht sichtbaren Bereich agiert. Infrarotes Licht soll für eine bessere Abtastung von ungewöhnlichen oder schwierigen Untergründen sorgen und das können wir der Maus auch bescheinigen. Leider konnte die von Logitech angepriesene Funktionalität auf Glas nicht einwandfrei nachvollzogen werden, aber die Maus reagierte deutlich besser als die zuletzt getestete Nexus-Maus. Ein wenig Staub oder Schlieren und die Logitech-Maus lief ohne Probleme, nur mit einer polierten Stelle hatte sie dann Probleme. Das könnte aber auch an der doch recht geringen Materialstärke unseres Testuntergrunds liegen.



    Ein guter Sensor allein ist aber noch nicht die Garantie für einen reibungslosen Betrieb. Die Anywhere Mouse MX muss somit auch noch den Spieletest über sich ergehen lassen und tritt dabei eigentlich gleich in zwei Disziplinen an. Einerseits geht es dabei um die Funktionalität des Sensors, aber auch um die Stabilität und die Qualität der Funkverbindung. Kabellosen Geräten hängt bis heute der Ruf an, vollkommen ungeeignet für den Spielbetrieb zu sein und man bezieht sich oftmals auf kleine Verzögerungen bei der Umsetzung von Befehlen sowie auch ein gewisses Nachziehen. Solche feinen Unterschiede merkt wahrscheinlich nicht unbedingt jeder und es gehört auch viel subjektives Empfinden dazu. Dabei muss man der Logitech Anywhere Mouse MX im Sinne der Spieletauglichkeit eindeutig ein Plus geben. Die Gewöhnung an das höhere Gewicht der Maus ist schwieriger als der Umgang mit der Maus selbst. Die Tasten agieren präzise und für das Feintuning kann man sich im Steuerprogramm austoben, denn diese bietet derartig viele Einstellungen, dass man als Ottonormalnutzer schon fast überfordert sein könnte.

    [BREAK=Software]
    Logitech leistet sich den „Luxus“, eine gesonderte Software für die Maus auszugeben. Diese hört auf den Namen SetPoint, benötigt ungefähr 20 MB Speicherplatz auf dem Systen und bietet ausgiebige Einstellungsmöglichkeiten. Einen Bestandteil haben wir zuvor schon gezeigt und zwar die Flip-Funktion. Weiterhin lassen sich alle erdenklichen Einstellungen vornehmen. Tastenbelegung, Scrollgeschwindigkeit, Cursorgeschwindigkeit, Mausbeschleunigung sind dabei die Standardfunktionen. Dazu kommt zum Beispiel eine Option, die für eine weichere Bewegung sorgen soll. Einen Unterschied konnten wir nicht bemerken. Allgemein empfinden wir den Unterschied als gering, was aber auch für die Qualität spricht beziehungsweise die Nutzerfreundlichkeit. Selbst ohne Software macht die Maus eine gute Figur.

    Logitech Anywhere Mouse MX
    Bildquelle: Logitech

    Logitech hat auch eine Funktion integriert, die für Spieler interessant sein kann. So lassen sich Mausbeschleunigung, Cursorgeschwindigkeit und Tastenzuweisungen fixieren, sodass man diese nicht im Spiel ändern kann. Wieviel diese Funktion wirklich bringt, konnten wir nicht nachvollziehen. Einen kleinen Unterschied spürt man, aber der muss wenn dann durch intensive Testsessions ausprobiert werden.

    [BREAK=Fazit]
    Logitech Anywhere Mouse MX

    Mit der Anywhere Mouse MX widersetzt sich Logitech vieler Kritikpunkte, die optische Funk-Mäuse lange Zeit belastete. Die Batterielaufzeit und die äußerst stabile Funkverbindung sind die größten Pluspunkte, aber auch die Qualität der Maus. Es knarzt nichts und das Klickgefühl ist durchgehend das selbe. Man könnte denken, dass die Maus für die Ewigkeit gebaut ist. Bis auf die Gleitfüße zeigt nichts nur irgendwelche Verschleißerscheinungen.
    Entgegen aller Vorurteile konnten wir ohne Probleme mit der Maus auch bequem eine Runde spielen. Verzögerungen, wie man sie von vielen Funk-Mäusen gewohnt ist, haben wir nicht aktiv wahrnehmen können. Dagegen stört uns eher das hohe Gewicht der Maus, was aber wiederum sehr vom persönlichen Empfinden des Nutzers abhängig ist.
    Die Logitech-Software SetPoint ermöglicht die Verbindung mehrerer Geräte an einem Funkempfänger und bietet viele Einstellungsmöglichkeiten, deren Nutzen wohl eher versierteren Nutzern auffallen wird. Der Ottonormalverbraucher wird selbst ohne Treiber mit den Leistungen zufrieden sein.
    In jedem Fall bekommt der Kunde ein qualitativ hochwertiges Produkt. Preislich orientiert man sich im Netz grob an der Konkurrenz und ist mit dem dort geltenden Preis durchaus eine Ecke besser im Rennen, als wenn man in einen örtlichen Elektrogroßhandel geht.

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    depp1978 (19.08.2011)

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