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    2.1-Soundsystem - Microlab FC 362

    Microlab FC 362

    Bereits vor einiger Zeit hatten wir über neue Modelle aus dem Hause Microlab berichtet. Dabei kam im Forum die Frage auf, wie gut die Produkte denn sind. Der Slogan des Unternehmens Just listen kann durchaus als äußerst selbstbewusst betrachtet werden. Was steckt aber hinter der Technik, die man bietet? Bei vielen Systemen wirbt der Hersteller mit den Ohren von Peter Larsen. Dieser wird von vielen Firmen zu Rate gezogen, wenn es um die Entwicklung von Lautsprechertreibern geht - so auch in diesem Fall für das FC 362, das mithilfe der FineCone-Technik entwickelt wurde. Im direkten Hör-Vergleich soll es so sein, dass die Microlab-Produkte oftmals als höherwertiger beziehungsweise besser empfunden werden. Wie viel der Kunde beim FC 362 erwarten kann, wollen wir uns heute einmal ansehen. Viel Spaß beim Lesen!

    Unser Dank für diesen Test gebührt Microlab, die uns ein Exemplar des FC 362 zur Verfügung stellten.

    [BREAK=Technische Daten/Lieferumfang]
    Der Hersteller gibt für das FC 362 folgende Daten an:

    Verstärker
    Gesamtleistung54 RMS
    Leistungsverteilung15 x 2 + 24 Watt
    Klirrfaktor0,3 % (1 Watt, 1kHz)
    Frequenzbereich35 - 20.000 Hz
    Signal-Rauschabstand75 dB
    Kanaltrennung45 dB
    Lautsprecher
    Hochfrequenzlautsprecher2 x 2,5 Zoll
    Niederfrequenzlautsprecher5 Zoll (+eAirbass-Technologie)
    Nennleistung des Niederfrequenzlautsprechers18 Watt
    MaterialMDF/Kunststoff
    Fernbedienungnein
    Anschlüsse
    Ausgänge3 x RCA
    Eingänge2 x RCA, 3,5mm Stereokabel
    Abmessungen
    Subwoofer255 x 255 x 287 mm
    Satelliten96 x 263 x 110 mm
    Verstärker75 x 200 x 200 mm
    Nettogewicht5,3 kg

    Besonders bei den Kabellängen wollen wir noch einige Werte aufzeigen, da diese bei dem vorkonfektionierten System durchaus interessant sein dürften:
    • Anschlusskabel (Audio): 175 cm
    • Anschlusskabel (Strom): 130 cm
    • Satellitenkabel: 140 cm
    • Subwooferkabel: 130 cm

    Beim Anschlusskabel eines Satelliten verwenden wir die eingelassenen Kabelführungen und messen nur die effektive Kabellänge vom Fuß des Satelliten bis zum Stecker.

    Aktuell wird das Microlab FC 362 im gh.de-Preisvergleich zu einem Preis ab 61,23 Euro (Stand: 30.09.2011) gelistet.

    [BREAK=Der Verstärker]
    Microlab FC 362 Microlab FC 362

    Microlab setzt beim FC 362 auf einem zentrale Steuereinheit. Sie dient nicht nur der Lautstärkeregelung, sondern übernimmt auch die Funktion des Verstärkers. Andere Hersteller integrieren den Verstärker auch gerne einmal in den Subwoofer, was ebenso gut möglich ist. Somit kann man sagen, dass alle Lautsprecher passiv sind. Sie könnten demnach auch an anderen Verstärkereinheiten betrieben werden, solange man den richtigen Anschluss bereitstellen kann. Doch zurück zu unserer kleinen Steuereinheit. An den Seitenwänden ist Power Cube in den matten Untergrund eingestanzt. Die anderen Flächen sind stets hochglanzlackiert. An der Front haben wir Zugriff auf die Lautstärkeregelung mittels großem Drehrad. Das Gefühl bei der Betätigung ist durchaus überzeugend. Sanft rotierend kann man seine gewünschte Lautstärke präzise einstellen, der große Durchmesser macht es möglich.

    Microlab FC 362 Microlab FC 362

    Darüber versteckt sich eine Status-LED, die im eingeschalteten Zustand des Systems ein dezent weißes Leuchten ausgibt. Wie man auf dem Bild sehen kann, bleibt auch hier der Staub sehr gut an der Oberfläche haften. Fingerabdrücke sind ebenso ein Problem, stören uns hier aber weniger. Sie fallen größtenteils rund um den Einschaltknopf auf der Oberseite an, aber auch am Lautstärkeregler. Bei letzterem fallen die Abdrücke kaum auf, weil die somit matt wirkende Lauffläche nicht unbedingt fehl am Platz wirkt. Unterhalb des Reglers finden wir noch zwei 3,5-mm-Buchsen. Eine dient zum Anschluss einer externen Quelle, das heißt, auch ein MP3-Player kann gerne einmal angeschlossen werden. Rechts daneben haben wir zusätzlich noch einen Kopfhörerausgang zur Verfügung. Vor allem für Spieler oder Nachtaktive dürfte dies interessant sein, kann man doch so den Geräuschpegel im Raum senken. Natürlich kann man entgegnen, dass nahezu jeder PC inzwischen auch Front-Audio bietet, aber es ist ein nettes zusätzliches Feature. Im Falle der Nutzung an einem Notebook, wie in unserem Fall oft, muss man so auch nicht umstöpseln.

    Microlab FC 362 Microlab FC 362

    Die Ober- und Unterseite sind mit größflächigen Lüftungsöffnungen versehen, um die entstehende Wärme abzuführen. Bereits im Leerlauf strömt wärmere Luft aus dem Gehäuse. Wie schon erwähnt haben wir an der Oberseite den Power-Button.

    Microlab FC 362 Microlab FC 362

    Die Rückseite der Steuereinheit bietet wieder einige Punkte. Im unteren Bereich finden wir nebeneinander den Eingang für die Stromversorgung und die Sicherung. Hierbei handelt es sich um das Modell T400L250V - 400 mA Stromstärke bei 250 V Spannung, 35 A Ausschaltvermögen und träge agierend. Der Austausch im Falle eines Defekts ist durch einfaches Herausschrauben des Einsatzes möglich. Auf ein weiteres Öffnen zur Untersuchung der Innereien verzichten wir.

    Microlab FC 362

    Im oberen Bereich ernüchtert uns das Microlab-System etwas. Alle Anschlüsse sind zwar mit Cinch-Buchsen unkompliziert und sicher ausgeführt, doch wo bleiben vielfältige Einstellungsmöglichkeiten? Zwar gibt der Klang keinen Anlass zur Kritik, jedoch dürfte es schon etwas mehr als die regelbare Lautstärke des Subwoofers sein. Wir hätten mehr bei dem Anspruch des Herstellers erwartet, was aber keinesfalls das Produkt herunterspielen soll.

    [BREAK=Die Satelliten]
    Für das FC 362 wirbt Microlab mit V12-Lautsprechern, die nach dem FineCone-Verfahren hergestellt wurden. Wir haben etwas nachgeforscht, was es mit FineCone auf sich hat. Dabei handelt es sich um eine Software, die Peter Larsens Firma Loudsoft entwickelt hat. Die Finite-Elemente-Methode berechnet durch die Zerlegung von Flächen in Dreiecke, die physikalische Belastung und Bewegung von Bauteilen. Diese Technik wird normalerweise im Maschinenbau angewandt, um zum Beispiel Berechnungen an Wellen und Verzahnungen durchzuführen. Dabei kann man Biegungen und ähnliches aufzeigen lassen. In diesem Fall zeigt die FineCone-Software die für Lautsprecher interessanten Verläufe an. Schon vor einer Serienfertigung kann damit ermittelt werden, wie sich der Frequenzgang ungefähr verhalten wird. Die bei den Satelliten zum Einsatz kommenden Lautsprecher wissen dabei tatsächlich zu überzeugen. Selbst bei hohen Lautstärken verhielten sich die Satelliten subjektiv relativ neutral. Wer sich also gerne einmal etwas lauter beschallen lassen möchte, den lässt das FC 362 nicht gleich im Stich.

    Microlab FC 362

    Das Gehäuse der Satelliten kommt in einem Materialmix daher. Wir haben auf der einen Seite Kunststoff als Hauptmaterial und dazu Aluminium. Matter Kunststoff kommt für die Rückseite des Gehäuses zum Einsatz sowie beim Übergang zur Standfläche. Bereiche, die eher ins Auge stechen, sind optisch aufgewertet. Die Front bietet im unteren Bereich eine Klavierlack-Optik sowie eine Aluminium-Abdeckung für die Lautsprecher. Das feinlöchrige Blech ist dabei gebürstet, also auch eher matt gehalten. Ein Microlab-Schriftzug ist eher dezent unterhalb des Gitters sichtbar.
    Betrachtet man einen Satelliten von unten, fällt eine Kabelführung auf, die das Anschlusskabel am tiefsten Punkt herausführt. So ist es möglich, die Kabel verstecken zu können. Die Rutschfestigkeit und die Entkopplung gewährleisten kleine Gummi-Puffer.

    Microlab FC 362


    [BREAK=Der Subwoofer]
    Viel voluminöser als die Satelliten kommt der Subwoofer daher. Bei diesem kommt anstatt Kunststoff MDF als Gehäusematerial zum Einsatz. Die Mitteldichte (Holz) Faser (platte) gewährleistet die nötige Stabilität und einen relativ niedrigen Preis im Vergleich zu Echtholz-Lösungen.

    Microlab FC 362 Microlab FC 362

    Das Gehäuse des Subwoofers ist von außen mit einer Art Kunstleder-Überzug versehen. Auf Nachfrage beim Hersteller teilte man uns mit, dass vor allem der amerikanische und osteuropäische Markt an poliertem Holzfurnier und Leder interessiert sei. Wie sich die Geschmäcker also doch unterscheiden. Hierzulande bevorzugt man immer mehr die schlichte Form- und Farbgebung. Wirklich störend ist uns die Oberfläche des Subwoofers nicht aufgefallen, zumal man diesen auch meist unter dem Tisch aufstellt.

    Microlab FC 362 Microlab FC 362

    Auf dem Bild sehen wir die rechte Seite des Gehäuses. Diese ist mit der typischen Öffnung versehen. Leuchtet man einmal in das Rohr hinein, sieht man, dass es weit in das Gehäuse hineinragt. Der Eingangstubus ist hochglanz-Schwarz.

    Microlab FC 362

    Die Front des Subwoofers verfügt auf der linken Seite über eine Hochglanz-Applikation samt Microlab-Schriftzug. Durch die rechts über den Lautsprecher gespannte Mikrofaserfläche schimmert im Blitzlicht durch, wo sich der Ausschnitt für diesen befindet.
    Wie auch die beiden Satelliten agiert der Subwoofer relativ neutral. Im Zusammenspiel mit den Satelliten ergibt sich ein harmonischer Übergang der Frequenzen. Wer einen stärkeren Bass wünscht, kann die Lautstärke am Power Cube weiter aufdrehen. Dann kann es aber wie in unserem Fall passieren, dass die Nachbarn bei allzu lautem Musikgenuss etwas genervt sind. Gummi-Puffer sollen die Übertragung von Vibrationen auf Untergrund verhindern. Diese sind uns nicht auch nicht weiter aufgefallen, aber scheinbar dem Nachbarn. Zu schnell überschreitet die Lautstärke den normalen Bereich, was man nach dem Verlassen des Raumes bemerken kann.

    Microlab FC 362


    [BREAK=weitere Informationen zum FC 362]
    Microlab FC 362

    Normalerweise ist es ja so, dass wir uns weitestgehend um objektive Messungen bemühen. Wie bestimmt schon vorher aufgefallen ist, stellen Audio-Messungen eine zu hohe Messlatte dar. Spezielle Anforderungen an die Umgebung und geeignete Messtechnik dürfte wohl kaum jemand privat zur Verfügung haben. Stattdessen muss man sich auch einmal auf sein eigenes Ohr verlassen können. Was wir aber einmal wissen wollten war, wie hoch der Verbrauch eines Lautsprechersystems ist. Dazu haben wir uns folgende Szenarien angesehen:
    • Verbrauch des Microlab FC 362 im ausgeschalteten Zustand: 0,0 Watt
    • Verbrauch im „Leerlauf“ (kein Eingangssignal, Stecker abgezogen): 6,6 Watt
    • Verbrauch bei Musikwiedergabe in Zimmerlautstärke: 7,0 Watt

    Bei höheren Lautstärken springt die Leistungsaufnahme auch einmal auf 7,5 Watt, jedoch sind wir in diesem Fall positiv überrascht, wie viel man mit wenig Leistung anfangen kann, auch wenn wir spontan keinen Vergleichswert zur Hand haben. Vorbildlich ist vor allem der komplette Null-Verbrauch im ausgeschalteten Zustand. Der Schalter trennt das System vom Netz.
    Etwas störend sind lediglich die Schaltgeräusche des Microlab FC 362. Während beim Ausschalten nur ein kleines Knacken ertönt, knallt es regelrecht aus Richtung des Subwoofers, wenn das System eingeschaltet wird. Ein sanfteres Ansprechen wäre durchaus angenehmer. In sehr ruhiger Umgebung fällt auch auf, dass die Lautsprecher ein leises Grundbrummen von sich geben. Es ist vollkommen im vertretbaren Bereich und hängt auch teilweise vom Stromnetz oder Störfeldern ab, war aber vorhanden. Wenn wir schon einmal von Störgeräuschen sprechen, ist es auch erwähnenswert, dass sich das System durch ein funkendes Mobiltelefon zu typischen Reaktionen anregen lässt.

    [BREAK=Fazit]
    Microlab FC 362

    Nur wenige werden bis jetzt ein Audio-System von Microlab genutzt oder gehört haben. Der hierzulande noch recht neue Hersteller möchte es mit der angestammten Konkurrenz aufnehmen und in unseren Augen können sie das. Das FC 362 bietet einen (subjektiv) guten Klang und sollte in keinem Fall eine schlechte Wahl darstellen. Die Verarbeitung ist solide und einnert von der Stabilität durchaus an teurere Produkte. Die modulare Bauweise mit der zentralen Steuereinheit hat uns gefallen. Der PowerCube bietet dabei eine präzise Lautstärkeeinstellung durch ein großes Stellrad und eine Feinjustierung des Subwoofers an der Rückseite. Das war es aber auch schon an Einstellmöglichkeiten. Das Konzept bzw. der Slogan des Herstellers Just listen hat bei uns größere Hoffnungen geweckt.
    Aber auch das Microlab FC 362 hat kleine Schwachstellen. Starke Einschaltgeräusche, leichtes Grundbrummen und die Empfindlichkeit gegenüber Funkwellen sind vorhanden, wie auch bei anderen Herstellern. Das Brummen hängt auch vom Stromnetz ab, sodass dieser Fakt registriert, aber nicht allzu sehr bewertet werden soll.

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