Technische Daten:Preis: ca. 33 €
Maße (BxHxT): 9,3 cm / 16 cm / 13,9 cm
Gewicht: ca. 610 g
Lüfter: 120 mm
Lüfterdrehzahl: 800-1800/min
Lüfteranschluss: 4-Pin
Beleuchtung: Ja, mit 3 möglichen Farben (rot, blau, violett) und 11 Lichteffekten
Aufbau: Turmkühler
Sockel: AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, 775, 1156, 1155, 1366
Nebengeräusche: keine
Art der Lüfterbefestigung: Klammern für 120-mm-Lüfter
Einbau:AMD: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig
Intel: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig
Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste in einer Spritze, Klammern für zwei 120-mm-Lüfter
Besonderheiten beim Einbau auf AMD-Systemen: Die Verschraubung ist ähnlich simpel wie bei Prolimatech oder Noctua. Die Backplate wird als erstes montiert, was schnell von der Hand geht. Danach wird der Kühler aufgesetzt, mit einem Haltearm fixiert und an der Backplate verschraubt. Das funktioniert sogar recht gut, wenn man im Mainboardschlitten einen Ausschnitt für die Backplate hat. Die Schrauben sind groß genug damit das Montieren zu keiner Fummelei wird und der Kühlkörper ist dabei auch nicht im weg. Wer etwas Fingerspitzengefühl hat, kann so auf einen Ausbau des Mainboards verzichten.
Enermax wirbt mit einigen Techniken, die bei diesem Kühler zum Tragen kommen und die Kühlleistung verbessern sollen. Aber dazu später mehr. Zuerst widmen wir uns dem Grundaufbau, welcher wiederum den üblichen Turmkühlern entspricht. Schlicht und einfach sitzt er auf dem Sockel und strahlt keinesfalls irgendetwas interessantes oder optisch ansehnliches aus. Eben ein schlichter Turmkühler. Die Front ist sehr grob mit Einschnitten versehen, die für ein geringeres Luftrauschen sorgen, dabei lässt man direkt in dem Bereich hinter der Lüfternabe einen großen nach hinten eingeschnittenen Bereich frei. Dadurch kann sich auch hinter der Lüfternabe Luft anstauen und in den Kühler eindringen. Damit vermeidet man ein wenig den Umstand des nicht aktiv gekühlten Bereiches, der normalerweise hinter der Lüfternabe liegt. Der Boden kommt mit der verbreiteten Direct-Touch-Technik daher und Enermax hat dafür gesorgt, dass diese hier gut umgesetzt wird. Nicht so perfekt wie es Titan beim Hati oder Xigmatek beim Aegir gelungen ist, jedoch weit besser als bei vielen anderen Kühlern derselben Technik. Die vier Heatpipes verteilen sich auf jeder Seite in zwei Reihen, die versetzt zueinander angeordnet sind. Dabei sind die Abstände zueinander ordentlich und liegen direkt im größten Luftstrom des Lüfters. Enermax wirbt mit drei Techniken, welche die Kühlleistung erhöhen sollen. Einmal mit dem sogenannten Stack Effect Flow oder kurz ESF. Das sind kleine Spoiler in den Kühlfinnen, welche dafür sorgen sollen, dass von unten kühlere Luft innerhalb des Kühlers nach oben steigt. Leider hat das bei derart vielen Kühllamellen keinen wirklichen Sinn. Da die Warmluft einer Lamelle schlichtweg ein Stockwerk höher geschoben wird. Vortex Generator Flow stellt eine andere Technik dar, womit durch kleine Luftleitbleche die Verwirbelungen hinter der Heatpipe kontrolliert werden sollen, damit sich hier kein Hotspot bilden kann. Die Idee ist grundsätzlich gut, allerdings ist dieser Effekt derart geringfügig, dass sie bei der Kühlung nicht wirklich zum Tragen kommen kann. Zu guter Letzt haben wir noch VEF, was ausgeschrieben Vaccum Effect Flow bedeutet. Dadurch soll an den Seiten Luft durch einen Vakuumeffekt angesagt werden. Allerdings nicht da wo man es vermuten würde, nämlich an den Seiten des Lüfters, denn hier wird die Luft leider wieder heraus gedrückt bevor die Seiten durch Falzungen geschlossen werden, sondern auf der anderen Seite des Kühlkörpers, da wo die Luft wieder heraus strömt wird die Luft an den Seiten tatsächlich nach innen gesaugt, wodurch die äußeren Ecken besser gekühlt werden. Alle Techniken, bis auf die letzte, sind so ausgelegt, dass sie nur von einer Seite funktionieren. Jedoch testeten wir auch einen entgegengesetzten Luftstrom, der unsere Skepsis bezüglich der Techniken bestätigte. Einen Unterschied bei der Kühlleistung machte das nämlich nicht. Nichtsdestotrotz, die Kühlleistung ist trotzdem gut, was auch sicherlich ein Verdienst der guten Qualität des Kühlers ist.
Enermax gibt den Nutzern die Möglichkeit zwischen drei Lüftern zu wählen. Um die Lüfterbestückung unterscheiden zu können, muss man nur auf die Endung der Kühlerbezeichnung achten. Dabei steht TB für T.B.Silence, TA für T.B.Apollish und TD für den T.B.Vegas Duo Lüfter. Während der T.B.Silence einen etwas höheren Luftstrom erzeugen kann, aufgrund einer anderen Flügelform, und keine LEDs besitzt, unterscheiden sich der Apollish und der Vegas Duo lediglich durch ihre LED-Anordnung und Anzahl. Der Apollish bietet 12 blaue LEDs, der Vegas Duo hingegen ganze 18 blaue und 18 rote LEDs, wobei alle 36 LEDs zusammengeschaltet einen lilafarbenden Ton ergeben. Highlight der beiden Lüfter sind natürlich diverse Lichteffekte. Man kann sie blinken lassen, einen Effekt erzeugen, der einen oder mehrere Flügel kreisen lässt oder eben alles abschalten. Möglich wird dies durch einen kleinen Schalter der an einem Kabel hängt welcher am Lüfter montiert ist und 50 cm lang ist. Das reicht, um es durch eine Öffnung nach außen zu führen, so dass man nicht ständig ins Gehäuse greifen muss. Der Schalter selbst ist ungefähr so groß wie ein kleiner Fingernagel, genau genommen 11x11 mm. Sehr gut gelungen ist der Drehzahlbereich. Bei 5V dreht der Lüfter unhörbar, aber noch stark genug um eine 89-W-CPU zu kühlen. Höhere Drehzahlen werden erst ab 125-W-TDP nötig. Dabei bleibt der Lüfter frei von Lagergeräuschen und überzeugt durch eine sehr hohe Qualität. Daher können wir hier auf weitere Worte verzichten und nur noch einmal unterstreichen, dass der Lüfter perfekt zu dem Kühler passt und seine Arbeit ausgezeichnet verrichtet. Einen ähnlich guten Lüfter haben wir bisher nur beim Noiseblocker TwinTec in Form eines Noiseblocker Multiframe erleben dürfen. Nur das der Enermax Lüfter sich trotz PWM-Ansteuerung auch problemlos mit festen Spannungen betreiben lässt. Zur Erinnerung – bei 5V Spannung lief der Noiseblocker Multiframe schneller als mit 7V Spannung.
Fazit
Lassen wir mal die beworbenen Techniken außen vor und konzentrieren uns nur auf das, was die Ergebnisse am Ende tatsächlich zeigen. Damit ist Enermax der Einstieg in die Obere-Mittelklasse gründlich misslungen, denn die Leistung kratzt dafür zu sehr an der High-End-Klasse. Der beiliegende Lüfter dürfte jeden zufriedenstellen, denn wir hatten bisher nur wenige Lüfter im Test, die derart gute Leistungen zeigten. Auch der Preis ist mehr als angemessen und wer auf LEDs verzichten kann, bekommt mit dem Modell T40-TB einen sehr guten Kühler für unter 30€ und spart damit etwa 5€ gegenüber den beiden Modellen mit LEDs. Wo bleibt also die Kritik unsererseits? Wenn man kleinlich ist, könnte man sagen, dass andere Modelle in gleichem Preisbereich ähnliches liefern können, aber das sind nur wenige Kühler. Man könnte auch sagen, dass der Kühler zwar günstiger als ein Thermalright Macho ist, aber nicht für den Semipassiven Betrieb geeignet ist. Nur kann man eben nicht alles haben und wie gesagt, der Enermax-Kühler ist günstiger. Kurz, echte Kritik haben wir hier einfach nicht zu bieten und können dem Enermax-Kühler eine klare Kaufempfehlung geben.
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