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    Notebookkühler - Thermaltake LifeCool

    Thermaltake LifeCool

    Mobile Geräte werden immer beliebter, wobei dies nicht nur auf den Einsatz von Smartphones und Tablets beschränkt ist. Viele Nutzer erwägen immer öfter den Griff zum Notebook, anstatt ein fest installiertes System in den heimischen Wänden zu nutzen. Hinzu kommen diejenigen, die beides besitzen. Nicht unbedingt alle Notebookhersteller halten sich daran, die Kühlung des Notebooks ausreichend leistungsstark auszulegen. Platz ist nur begrenzt vorhanden, Gewicht ist auch ein nicht zu unterschätzender Faktor. Trotzdem wollen die Nutzer immer die maximale Leistung haben. Dazu bieten sowohl Intel als auch AMD seit einiger Zeit eine Turbofunktion an. Bis zur Leistungsgrenze bzw. bis zur Grenze einer vorgegebenen Leistungsaufnahme erhöhen die Prozessoren ihre Taktrate. Der Nutzer hat dadurch in diesem Moment mehr Leistung für Anwendungen, die nicht alle Kerne des Prozessors nutzen. Die höhere Belastung kann aber auch die Kühlung wirklich ans Limit bringen. Throttling gehört dabei auch schon seit langem zur Normalität, um die Hardware im Grenzfall zu schützen, aber auch um die fortgehende Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Die CPU gönnt sich sozusagen eine Verschnaufpause. Ein Notebookkühler, wie der heutige Kandidat von Thermaltake, könnte folglich durch eine Art Zwangsbelüftung positiv wirken. Wie das aussieht, konnten wir uns beim letzten Test dieser Art schon mit einem Modell von Xilence ansehen. Auch dieses Modell haben wir noch einmal bemüht. Ob die Kühler auch heute wieder zeigen können, was sie können, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten. Viel Spaß beim Lesen!

    Wir möchten uns bei Thermaltake für die Bereitstellung des LifeCool bedanken.

    [BREAK=Technische Daten / Testsystem]
    Thermaltake beschreibt das Produkt auf der Verpackung wie folgt:
    • unterstützt Laptops von 10 bis 17 Zoll Größe
    • mit Mini-USB-Anschluss
    • 120-mm-Lüfter mit blauer LED
    • Steuerungsknopf für die Lüftergeschwindigkeit (800 - 1500 U/min)
    • stilvolles Design mit hellem Metallgitter
    • gestaltet mit rutschsicherem Gummi
    • ergonomische Anwinkelung


    Zusätzlich dazu finden wir folgende Eckdaten auf der Verkaufsverpackung:
    • Abmaße (LxBxH): 439,5 x 349,6 x 81,9 mm
    • Material: Kunststoff mit Metall-Mesh
    • Lüfterabmaße: 120 x 120 x 25 mm
    • Betriebsspannung: 5,0 V
    • Betriebsstrom: 0,2 A
    • maximaler Luftfluss: 66,55 CFM
    • maximaler Luftdruck: 1,42 mm H2O
    • Lautstärke: maximal 30,5 dB(A)
    • Zubehör: USB-A-zu-Mini-USB-A (70 cm)
    • Gewicht: 1132 g


    Thermaltake LifeCool

    Im Lieferumfang des Thermaltake LifeCool befinden sich:
    • oben genanntes USB-Verbindungskabel
    • Kurzbeschreibung
    • Garantiebeschreibung


    Im gh.de-Preisvergleich wird der Thermaltake LifeCool aktuell zu einem Preis ab 20,94 Euro gelistet (Stand: 06.11.2011).

    Testsystem:

    Für diesen Test kam folgendes Notebook zum Einsatz:
    ASUS U36JC
    • Prozessor: Intel Core i5 480M (2,66 GHz Basistakt, 2,93 GHz Turbo)
    • Mainboard-Chipsatz: Intel HM55 Express
    • Arbeitsspeicher: 2x 4096 MB DDR3-1066
    • Festplatte: Kingston SSDNow V+ 100 96GB, 2.5" (SVP100S2/96G)

    Um vor allem die Kühlung stark zu belasten, entschieden wir uns für diesen Test für die folgenden Programme/Tools:
    • Prime95 v26.6
    • FurMark v1.9.1

    Für die Überprüfung der Sensor-Daten, aber auch zur Überwachung des Taktverhaltens (z.B. Throtteling) kamen folgende Tools zum Einsatz:
    • HWMonitor Ver. 1.18 in der 64-bit-Version
    • CoreTemp v1.0 64bit


    Um die maximale Erhitzung zu erreichen, laufen die Stress-Tests parallel ab. Der Test erfolgte bei ungefähr 20°C Raumtemperatur.

    [BREAK=Äußeres und Technik]
    Thermaltake LifeCool

    Thermaltake präsentiert mit dem LifeCool einen von zwei neueren Notebookkühlern, der ungewöhnlich viel Spielraum bieten soll. Notebooks mit Displaydiagonalen von 10 bis 17 Zoll mögen auf dem LifeCool Platz finden. In unserem Fall verirrte sich ein 13,3“-Modell von ASUS auf die große Stellfläche. Zuerst fällt der ungewohnt sichere Stand auf. Diese Sicherheit verdankt der LifeCool seiner Gummi-ähnlichen Oberfläche. Wenn wir uns die Front ansehen, dominiert diese nahezu alles. Hinter dem weißen Gitter sehen wir den 120-mm-Lüfter ansatzweise durchscheinen. Die Formgebung mit den Rundungen erscheint im ersten Moment auch etwas gewöhnungsbedürftig, stellte aber keine Probleme dar. Die Haptik muss man etwas differenzieren. Das hinter der Gummi-Oberfläche befindliche Metallgitter sorgt für einen besseren Eindruck als der Rest des LifeCool, doch sehen wir uns erst einmal etwas genauer an, was Thermaltake dort bietet.

    Thermaltake LifeCool Thermaltake LifeCool

    Die Unterseite des LifeCool besteht wie auch bei anderen Herstellern aus einer großflächigen Kunststoffschale. Mittig sehen wir den schon erwähnten Lüfter samt seiner vier Befestigungsschrauben. Die Hoffnung, den Lüfter also bei Bedarf auch austauschen zu können, müssen wir bereits an dieser Stelle verneinen. Der Lüfter bietet nur ein Kabel mit zwei Polen, Standard im Handel sind die 3-poligen spannungsgesteuerten und die 4-poligen PWM-Lüfter. In der Drehzahl lässt sich der Lüfter trotzdem regeln. Für den sicheren Stand auf dem Tisch sieht der Hersteller lediglich zwei Gummi-Flächen im vorderen Bereich vor. Der breite Bügel hinten spart Gewicht ein und ist einigermaßen verwindungssteif, bekommt in unserem Test aber schnell kleine Schleifspuren ab. Für den Transport disqualifiziert sich der LifeCool aber aufgrund seiner Größe schon ein wenig. Die ausladenden Maße aufgrund der Kompatibilität bis hinauf zu 17“-Notebooks verhindern hier eine positive Wertung in dieser Disziplin.

    Thermaltake LifeCool

    Auf der rechten Seite des Kühlers positioniert Thermaltake das Stellrad für die Lüfterdrehzahl. Die Neigung der Standfläche gegenüber der Unterlage beträgt grob gemessen 7,5° und ist nicht verstellbar. Durch die Neigung wirkt man Entzündungen der Sehnen oder Muskeln im Bereich der Handgelenke etwas entgegen.

    Thermaltake LifeCool Thermaltake LifeCool

    Gegenüberliegend erblicken wir den Mini-USB-Anschluss. Das passende Anschlusskabel liegt dem LifeCool bei. Der USB-2.0-Standard sieht eine maximale Stromaufnahme von 500 mA respektive 0,5 A vor. Ein anlaufender Lüfter kann dieses Pensum durchaus ausnutzen. So versteht man auch, warum der Hersteller auf weitere Anschlüsse verzichtet. Der LifeCool versteht sich somit als reine Kühleinheit und bietet keinen USB-Hub. Das ist aber im Umkehrschluss auch ein wenig bedauerlich, scheinen die Hersteller von Notebooks doch immer wieder zu vergessen, dass jeder Anschluss Gold wert ist. Externe Laufwerke bekommen mit dem neu eingeführten Ultrabook-Standard genauso wie bei den Netbooks eine nicht zu unterschätzende Notwendigkeit. Um den Energiebedarf zu decken, benötigen diese oftmals zwei USB-Ports. In unserem Fall wären am ASUS-Notebook also das Laufwerk und der Kühler möglich.

    Thermaltake LifeCool

    Anhand des Bildes sehen wir noch einmal den Standbügel des LifeCool, der materialschonend ausgeführt ist. Der im Inneren des Kühlers verschraubte Bügel weist eine erstaunliche Festigkeit in Relation zum eingesetzten Material auf. Die allesamt vermutlich im Druckgussverfahren hergestellten Elemente können durch eine durchschnittliche Kantenqualität überzeugen. Erst auf den zweiten Blick erkennen wir leichte Schwächen, die man nur schlecht anders lösen kann. Die Kanten an der Innenseite des Standbügels sind leicht verbesserungswürdig eben so wie die Ecken im Bereich der Einschnürung links und rechts der Standfläche.

    Thermaltake LifeCool Thermaltake LifeCool

    Nach dem Öffnen des Thermaltake LifeCool, was aufgrund der Bauweise nicht gerade einfach von der Hand geht, offenbart sich uns der Lüfter. Eine kurze Recherche ergab, dass es sich um ein nicht sehr neues Modell handelt. In Relation zum Verkaufspreis des LifeCool ergibt sich auch, dass es sich bei dem Lüfter nicht um ein besonders spektakuläres Modell handelt. Bereits in der Hand macht sich der TTC122505LS durch leichte Vibrationen bemerkbar. Das ist kein gutes Omen für die weiteren Tests, aber auch beim Xilence A640 konnten wir ähnliche Phänomene seinerzeit wahrnehmen. Thermaltake hat in diesem Moment nur einen Vorteil: Durch die Drehzahlregelung können sich etwaige Störgeräusche ein wenig im Zaum halten. Wie das dann aussieht, sehen wir uns später an.

    Thermaltake LifeCool


    [BREAK=Temperaturmessung / Throttling]
    Wichtigste Funktion eines Kühlers ist die Reduktion der Betriebstemperatur. Zu diesem Zweck haben wir mithilfe der bekannten Tools Prime95, FurMark und CoreTemp sowohl CPU als auch GPU im Testnotebook belastet. Entscheidend war in diesem Vergleich die Prozessortemperatur. Schon zu Beginn dieses Artikels sind wir auf die Problematik eingegangen, dass die Turbo-Funktion aktueller Prozessoren nicht unbedingt immer nur hilfreich sein kann. In diesem Fall ergibt sich ein gemischtes Bild. Zu diesem Zweck müssen wir uns aber neben den Verläufen für das Modell von Thermaltake auch unseren Vergleichspartner von Xilence noch einmal vornehmen, aber auch den Verlauf ohne zusätzliche Kühlung beachten.

    Thermaltake LifeCool Thermaltake LifeCool Thermaltake LifeCool Thermaltake LifeCool

    Alle Graphen in ein Diagramm zu übernehmen, gestaltet sich aufgrund der Übersichtlichkeit etwas schwierig, weshalb wir kurz einmal auf die Besonderheiten eingehen wollen. Ohne zusätzliche Kühlung sind die starken Einbrüche zum Zeitpunkt des Throttlings zu sehen. Je mehr die CPU ausgebremst wird, desto geringer fällt auch ihre Temperatur im Folgenden aus. Die Maximaltemperatur wird durch den Einsatz des Turbos erreicht. Die Leistung der Kühler liegt nun dabei, die Einbrüche abzufedern. Werte unter 70°C stehen in diesem Zusammenhang für ein starkes Throttling auf die niedrigste Taktstufe. Geringe Werte zu Anfang, wie im Falle des LifeCool auf niedrigster Drehzahl zu sehen sind, kommen durch das leicht zeitversetzte Einschalten von Prime95 zustande. Die separate Betrachtung der GPU-Temperatur haben wir aus diesem Vergleichstest fallen lassen, da sie mit Werten unter 80°C weit weg vom Drosseln war und somit keinen negativen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit hatte. Die Integration des Speichercontrollers führt bei aktuellen Notebooks auch dazu, dass lediglich eine Kühleinheit nötig wird, anstatt derer zwei. Oftmals wurde auch eine Heatpipe für Chipsatz und CPU verwendet, was nicht gerade zuträglich für die Temperaturen war.


    Anstatt das arithmetische Mittel aller Messwerte abzutragen, haben wir uns für das Aufzeigen der mittleren CPU-Taktrate über die Zeit entschieden. Die entstehenden Graphen zeigen wohl am besten die durchschnittliche Leistungsfähigkeit der Kühlung. Auffällig ist, dass hohe Lüfterdrehzahlen nicht unbedingt für bessere Ergebnisse sorgen. In unserem Fall sorgte die niedrigste Einstellung für die durchschnittlich höchste Taktrate. Es folgt eine kurze Übersicht der schlussendlich erreichten Mittelwerte im Testlauf.

    Thermaltake LifeCool


    [BREAK=Lautstärke]
    Die Lautstärke am Arbeitsplatz spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ein Notebookkühler stellt durch seinen (oder manchmal mehr als einen) Lüfter eine zusätzliche Geräuschquelle dar. Sehen wir uns doch erst einmal die erreichten Werte an.


    Das in nahezu gleicher Position auf der Tastatur liegende Messgerät offenbart, dass der Unterschied zahlenmäßig nicht wirklich auffällig ist. Dabei ist aber zu beachten, dass die dB(A)-Skala logarithmisch skaliert, d.h. ein um 10 dB(A) höherer Wert bedeutet bereits die Empfindung der doppelten Lautstärke. Messtechnisch sowie subjektiv hebt sich der LifeCool von seinem Kontrahenten und ohne einen solchen ab, sobald hohe Lüfterdrehzahlen vorherrschen. Die bereits angesprochenen leichten Vibrationen des Lüfters, die womöglich auf ein schlechteres Lager zurückzuführen sind, schlagen sich im Hörtest deutlich nieder. Die Reduktion der Drehzahl hatte in unserem Fall also nicht nur in Bezug auf die Kühlung einen positiven Einfluss, sondern auch auf die Geräuschbelastung. Subjektiv fallen folgend die Vibrationen weniger stark auf bzw. die Frequenz ändert sich zum Besseren für das menschliche Ohr. Aus diesem Grund gewöhnten wir uns während der restlichen Testphase abseits der Volllast-Durchläufe an, den Lüfter stets zu drosseln. In der niedrigeren Einstellung kann der LifeCool den Konkurrenten in Form des Xilence A640 auch in diesem Punkt schlagen. Ganz lautlos gehen beide Kühler aber nicht zu Werke, sodass sich das Einschalten wohl eher im Lastfall empfiehlt.

    [BREAK=Fazit]
    Thermaltake LifeCool

    Mit dem LifeCool hat uns Thermaltake als zweiter Hersteller einen Notebookkühler zukommen lassen. Die Thematik wird oftmals von Nutzern unterschätzt und anhand der unterschiedlichen Konzepte ergeben sich immer wieder neue Ergebnisse. Ebenso reagieren nicht alle Notebooks gleichermaßen auf den zusätzlichen Luftstrom. So ließ sich in diesem Test herausstellen, dass die einstellbare Lüfterdrehzahl des LifeCool auf niedrigster Stufe die besten Ergebnisse erreicht. Infolgedessen lassen sich auch die eher subjektiv wahrnehmbaren Nebengeräusche des Lüfters verschmerzen. Man merkt dem LifeCool an, dass auch der Preis im Vordergrund stand, jedoch bietet er dabei ein äußerst nützliches Feature. Die Gummierung der Standfläche sorgt dafür, dass alles am richtigen Platz bleibt. Die Neigung der Arbeitsfläche um ca. 7,5° wirkt sich positiv auf den Bedienkomfort aus. Das Basis-Material des LifeCool bildet Kunststoff, der durch ein Lochgitter wirksam so verstärkt wurde, um die größtmögliche Stabilität gewährleisten zu können.
    Der wie schon erwähnt durch Nebengeräusche auffallende Lüfter des LifeCool, der theoretisch eigentlich den Grundstein für den Kühler legen müsste und mehr Augenmerk verdient, lässt sich leider auch nicht austauschen. Würde dieser allgemein leiser zu Werke gehen, würden wir weniger Kritik üben müssen. Dass Thermaltake zusätzlich auf einen USB-Hub verzichtet hat, um sich auf das Thema Kühlung zu konzentrieren, müssen wir neutral werten, muss aber Erwähnung finden, da die Konkurrenz in diesem Punkt etwas bieten kann.
    Was bleibt also schlussendlich übrig? Wir haben im Vergleich zum einzigen Kontrahenten in unserem Vergleich die bessere Kühlleistung gesehen, sodass der Thermaltake LifeCool auf jeden Fall seine Arbeit verrichtet. Der Lüfter mit seinen Vibrationen verhindert einen besseren Eindruck.

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