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    Gehäuse - Lian Li PC-Q25

    Lian Li PC-Q25

    Vor knapp einem Jahr haben wir uns den kleinsten ITX-Ableger von Lian Li angesehen. Damals konnte uns das PC-Q07 nicht wirklich überzeugen. Trotz der sehr guten Verarbeitung offenbarte es uns Schwächen bei der Positionierung der Festplatten und auch thermische Probleme. Die Zeit bleibt aber schlussendlich nicht stehen. Heute wollen wir uns das PC-Q25 ansehen. Es bietet mehr Platz, eine aktive Be- und Entlüftung. Gleich bleibt, dass es einen Mix aus ITX-Komponenten und normalen ATX-Komponenten ermöglicht und nahezu komplett aus Aluminium besteht. Wir sind gespannt, ob das neuere Modell unsere angeschlagene Meinung von Lian Li im ITX-Bereich wieder etwas verbessern kann. Wir wünschen allen Lesern viel Spaß auf den folgenden Seiten!

    Wir möchten uns bei Lian Li für die Bereitstellung des Testmusters bedanken.

    [BREAK=Testsystem]
    Für das Testsystem kommt eine AMD-Plattform mit folgenden Komponenten zum Einsatz:
    • CPU: AMD Athlon II X2 240e mit 2 x 2,8 GHz und 45W TDP
    • CPU-Kühler: SilverStone Nitrogon NT07-AM2
    • Mainboard: SAPPHIRE IPC-AM3DD785G – AMD-785G-Chipsatz; ITX
    • Arbeitsspeicher: 2x2048MB Kingston (DDR3-1333)
    • Grafikkarte: SAPPHIRE Radeon HD 5570 mit 1024 MB Grafikspeicher (LowProfile)
    • Festplatte: Samsung HD321KJ (3,5") oder Fujitsu MHZ2250BH G2 (2,5")
    • Netzteil: Enermax Pro82+ 385 Watt


    Der Testparcours bedarf einer ganzen Reihe an Hilfsmitteln und Programmen:
    • Furmark v1.80 – Stabilitätstest für die Grafikkarte
    • Prime95 v25.11 - CPU-Testprogramm
    • HWMonitor v1.16.0 – Auswertung der internen Sensoren (Mainboard, Festplatte, Grafikkarte)
    • CoreTemp 0.99.7 - CPU-Temperaturmessung
    • HD Tune 2.55 - HDD-Testprogramm


    Messgeräte: Voltcraft Energy Check 3000, Voltcraft SL-100

    Zum Aufheizen des Systems kommen HD Tune, Prime95 und FurMark zum Einsatz, während Letzteres nur bei Verwendung der SAPPHIRE Radeon HD 5570 genutzt wird. Für die Messungen ohne dedizierte Grafikkarte beschränken wir uns auf Prime95. Ein Testlauf ist absolviert, wenn das System 30 Minuten der Belastung standhält. Vorzeitige Abbrüche werden selbstverständlich vermerkt und gehen mit den letzten Maximaltemperaturen in die Grafiken ein.
    Die Messung der Werte für die Lautstärke erfolgt im Abstand von einem Zentimeter und wird für die einzelnen Flächen gemittelt in die Tabelle übernommen. Natürlich sind Messungen in einem so geringen Abstand nicht praxisnah, sorgen aber dafür, dass störende Nebengeräusche der Umgebung weitestgehend irrelevant für die Messung werden.

    [BREAK=Technische Daten]
    Die Daten zum PC-Q25 entnehmen wir der Produktseite des Herstellers. Bei den Maß-Angaben für CPU-Kühler und Erweiterungskarten haben wir die von uns gemessenen Werte übernommen.

    Lian Li PC-Q25
    Material:Aluminium
    Formfaktor:Mini-ITX / Mini-DTX
    Laufwerksschächte:intern: 7x 3,5" HDD (5x Hot-Swap) / 3x 2,5" (im 3,5"-'Schacht')
    Stromversorgung:ATX (nicht im Lieferumfang)
    Frontanschlüsse:-
    Abmaße:199 x 280 x 366mm (Breite x Höhe x Tiefe)
    Gewicht:ca. 3,1 kg
    maximale Höhe des CPU-Kühlers:ca. 70 mm
    maximale Länge einer Erweiterungskarte:ca. 285 mm
    maximale Länge eines Netzteils:140 mm


    Lian Li PC-Q25

    Die Lieferumfang des PC-Q25 umfasst folgende Kleinteile:
    • Montageschrauben
    • zwei Kabelbinder
    • Gummi-Puffer
    • Montageschienen für 3,5"-Festplatten
    • Montageanleitung

    Im gh.de-Preisvergleich wird das Lian-Li-Gehäuse aktuell zu einem Preis ab 109,84 Euro (Stand 09.11.2011) geführt.

    [BREAK=Äußeres – Teil 1]
    Lian Li PC-Q25

    Das PC-Q25 weckt ein paar Erinnerungen an das PC-Q07 von unserem letzten Zusammentreffen mit einem ITX-Gehäuse aus dem Lian Li. Bis auf ein paar Änderungen vermittelt es den selben Eindruck von der Verarbeitungsqualität, wenn man sich das Gehäuse nach dem Auspacken erstmals ansieht. Die im Laserschneidverfahren hergestellten Bleche werden mit einer speziellen Oberflächenstruktur versehen, sodass ein matter Eindruck entsteht. Die Kosten dieses Verfahrens sind durchaus höher als bei anderen Verfahren, jedoch ist meist keine Nachbearbeitung notwendig. Das bedeutet, dass scharfkantige Bleche, die zu Schnittverletzungen führen können, nur in wirklichen Ausnahmefällen vorkommen. Die Präzision und die Sauberkeit sind folglich Hauptmerkmal dieser Technik. Doch genug der Theorie, sehen wir uns doch einmal an, was Lian Li dort optisch bietet.

    Lian Li PC-Q25

    Entgegen dem PC-Q07, das wir folgend wohl immer mal wieder ansprechen müssen, fällt auf, dass Lian Li in diesem Fall auf die Verwendung eines optischen Laufwerks verzichtet. Die Front zieht unserer Meinung nach nur dank der Oberfläche die Blicke auf sich. Der hochwertige Eindruck lässt das sonst eher langweilig anmutende Design trotzdem interessant wirken. Den im unteren Bereich positionierten Power-Knopf kennen wir bereits vom PC-Q07, der Schriftzug ist für uns aber im ITX-Bereich neu. Oftmals wird dieser vom Hersteller weggelassen.

    Lian Li PC-Q25 Lian Li PC-Q25

    Bei der Front konnten wir schon erkennen, dass die obere und untere Kante abgerundet ist. In der Seitenansicht sieht man nun, in welchem Radius dies ausgeführt ist. Die linke und rechte Seitenwand sind dabei symmetrisch und bieten im vorderen Bereich Belüftungsschlitze. Anstatt aber diese in der Horizontalen aus dem Material zu schneiden, peppt der Hersteller diese mit einer Stellung im geschätzten 60°-Winkel auf. Dadurch wirkt es auf uns weniger statisch. Im ersten Moment überraschten uns die Haltegriffe an der Rückseite etwas. Beim PC-Q07 verschraubte Lian Li die Seitenwände, beim PC-Q25 hingegen sind diese aufgrund der Charakteristik als Gehäuse mit Hot-Swap-fähigen Festplatteneinschüben eingehakt und schnell entfernbar. Wie das im Detail aussieht, wollen wir uns später noch einmal ansehen.


    [BREAK=Äußeres – Teil 2]
    Lian Li PC-Q25 Lian Li PC-Q25

    Die Rückseite des PC-Q25 erinnert uns wieder einmal an das bereits von uns getestete PC-Q07, nur ist alles etwas größer. Entgegen dem kleineren Modell sind hier auch Erweiterungskarten im Dual-Slot-Design möglich. Die luftig gehaltenen Blenden sind dabei aber wohl mehr Show als denn wirklich einflussreich auf die Kühlleistung. In diesem Bereich können wir aber auch noch eine zweite Parallele ziehen. Das PC-Q25 bietet die gleiche Art der Sicherung der Erweiterungskarte/-n wie das Fractal Design Array R2. Eine Daumenschraube ermöglicht durch das leichte Lösen dieser das Gleiten in einer Laufschiene. So könnte ein abgewinkeltes Blech im Grunde auch das Festschrauben der Erweiterungskarten überflüssig machen. Sicher ist sicher, wir setzen weiterhin auf das Verschrauben und decken dann lediglich die untere Schraube ab.
    Auf gleicher Höhe darüber sehen wir nebeneinander den Ausschnitt für die Mainboardblende auf der linken Seite sowie den größeren für das Netzteil auf der gegenüberliegenden. Lian Li setzt immer wieder auf die Kompatibilität zu ATX-Komponenten, weshalb auch hier ein ATX-Netzteil verwendet werden kann. Ein SFX-Adapter und ein passendes Netzteil könnten im Innenraum ein wenig mehr Platz schaffen und auch Probleme lösen, die wir später noch einmal an passender Stelle besprechen möchten. Dass diese Konstellation von Mainboard und Netzteil nicht unbedingt vorteilhaft sind, haben wir schon beim PC-Q07 sehen können, doch ob es dieses Mal wieder ähnlich sein wird?

    Lian Li PC-Q25

    Da Lian Li, wie schon vorher zu sehen, auf ein dezentes Äußeres Wert legt, wollen wir an dieser Stelle einmal nur die Besonderheit der Oberseite hervorheben. Wie man auf dem Bild sehen kann, befindet sich direkt über dem Mainboard ein großes Gitter. Unter diesem verbaut der Hersteller ab Werk einen 120-mm-Lüfter samt Staubfilter. Die von den Seitenwänden bekannten, angewinkelten Lüftungsschlitze bilden die Schnittstelle zwischen Umgebung und Innenraum.

    Lian Li PC-Q25

    Die Unterseite des PC-Q25 bietet uns wieder etwas mehr Gesprächsstoff. Wie man sehen kann, zeigt sich hier die Art und Weise, wie Lian Li die geschnittenen und gebogenen Bleche verbindet. Nieten halten die Grundkonstruktion zusammen. Zentrales Element bildet aber hier die große Lüftungsöffnung in der Mitte der Fläche. Durchscheinend sehen wir den Festplattenträger am Boden des Gehäuses. Falls man auf diesen eventuell sogar verzichten kann, da genug andere Alternativen bestehen, kann eine Erweiterungskarte mit aktiver Belüftung von hier Frischluft beziehen. Die zuvor schon einmal sichtbaren Standfüße sind verschraubt und können im Zweifelsfall auch ausgetauscht werden.

    [BREAK=Inneres – Teil 1]
    Lian Li PC-Q25

    Das Öffnen des Gehäuses geschieht ungewohnt schnell. Die Seitenwände sind lediglich mit einem Klickmechanismus am Grundkörper des Gehäuses befestigt. Kleine Kugelkörper weisen an den Blechen darauf hin. Die zuvor schon einmal angesprochenen Haltegriffe erleichtern die Demontage.

    Lian Li PC-Q25

    Folgend sehen wir uns den Innenraum erst einmal im Überblick an. Auf der linken Seite haben wir wie gewohnt den Montageplatz für das Mainboard im mITX-Format. Die Konstellation Mainboard mit gegenüberliegendem Netzteil ist nicht gerade optimal, wie man am PC-Q07 zu seiner Zeit sehen konnte. Beim PC-Q25 erweitert Lian Li das Kühlkonzept um einen darüber liegenden Lüfter. Der 120-mm-Lüfter im Deckel kann per gewohntem 3-poligem Anschlusskabel in Betrieb genommen werden, aber auch direkt über eine Abzweigung an einem Molex-Stecker. Rechts davon sehen wir den großen Laufwerkskäfig, der fünf Festplatten im 3,5“-Format beherbergen kann. Einschubschienen erleichtern die Montage. Zur Kühlung der Speichermedien kommt ein direkt daneben platzierter 140-mm-Lüfter zum Einsatz.

    Lian Li PC-Q25 Lian Li PC-Q25

    Wie das Modell im Deckel ist dieser per Gummi-Puffer samt kleiner Nut flexibel eingehakt. Man kommt also bei den Lüftern weitestgehend ohne Werkzeug aus. Eine Entnahme der Lüfter ist dann nötig, wenn die Staubfilter verdreckt sind. Dass beide Modelle über diesen verfügen, muss herausgehoben werden, da meist nur das Modell für den Lufteinlass derart ausgelegt ist. Somit können wir festhalten, dass wir nicht nur einen Staubfilter haben, sondern auch einen Gummi-Puffer, der für eine gewisse Entkopplung der Lüfter sorgt. Dass das nicht immer für einen komplett geräuschlosen Betrieb ausreicht, wird aber später noch einmal Thema unseres Tests sein.

    Lian Li PC-Q25

    Im unteren Bereich sehen wir, dass nahezu über die komplette Länge des Gehäuses noch genügend Platz zur Verfügung steht. Diesen kann man auf zwei Arten ausnutzen:
    • Zum einen könnte man sich eine größere Erweiterungskarte wie eine Grafikkarte in das Gehäuse setzen. Die maximale Länge haben wir mit 285 Millimetern gemessen. Der kleine Absatz im Bereich des Frontlüfters sorgt dafür, dass wir zu diesem Schluss kommen. Eventuell wäre auch mehr möglich, da wir keine passende Testgrafikkarte zur Hand haben, jedoch sollte man dieses kleine Hindernis im Hinterkopf behalten. Befinden sich zusätzliche Stromanschlüsse an der Grafikkarte, muss man ebenso mit einem kleineren Maß rechnen. Neben der Schwierigkeit, die Stecker an die Grafikkarte zu bekommen, muss man sich aber auch die schlussendliche Kabelführung im Gehäuse genau überlegen. Das direkt darüber positionierte Netzteil besitzt am Ausgang meist einen als starr zu bezeichnenden Kabelbaum. Je nach Ausrichtung des Lüfters muss damit gerechnet werden, wie man also nun im Endeffekt die Kabel vom Netzteil zu den Anschlüssen bekommt. Gleichermaßen muss der Luftstrom im Gehäuse bedacht werden, denn die Abwärme muss schließlich auch wieder herausgeführt werden.
    • Der zweite Verwendungszweck des Bauraums unterhalb des Mainboards ist von Lian Li durchaus intelligent gedacht. Anstatt den Raum ungenutzt zu lassen, ermöglicht das unten gelegene Blech zusätzliche Laufwerke. Drei sind es an der Zahl, die man hier hinzuzählen kann, wobei wir dann auf acht Festplatten kommen könnten, eine respektable Zahl für ein Gehäuse dieser Größe. Aber der Hersteller hat noch weiter gedacht. Anstatt sich nur auf die Bereitstellung von Montageplätzen für 3,5“-Festplatten zu konzentrieren, bietet sich in diesem Bereich die Möglichkeit, 2,5“-HDDs oder –SSDs unterzubringen. Die kleinen SSDs (Festspeicherfestplatten) bieten signifikante Vorteile für ein System und können bei einem System wie einem Home-Server für kürzere Antwortzeiten sorgen. Der Spin-Up, sprich das Anlaufen der herkömmlichen Festplatten, benötigt Zeit, eine SSD ist sofort ansprechbar. Wie die Montage im Resultat aussieht, sprechen wir später noch einmal an.

    Eine Nutzung einer Grafikkarte und einer oder mehrerer Festplatten sollte man sich in diesem Fall überlegen. Durch die Dual-Slot-Bauweise bietet Lian Li schon genügend Freiraum und Potenzial für genügend Kühlung, jedoch stellt die direkte Nachbarschaft einer hitzigen Grafikkarte zu Festplatten keine gesunde Mischung dar. SSDs sind weniger anfällig und stellen die passende Lösung dar, nur muss so etwas ja auch erst einmal finanztechnisch möglich sein. Da Lian Li den Luftstrom des Frontlüfters direkt in den HDD-Käfig leitet und keinesfalls in den unteren Bereich, stellen die Belüftungslöcher im Boden auch den größten Anteil an der Frischluftzufuhr dar. Mit Grafikkarten ab 100 W TDP sollte man sich also vielleicht sogar überlegen, das Profil am Boden des Gehäuses zu entfernen. Der Träger ist mit Rändelschrauben befestigt, aber in unserem Fall zu fest angezogen, um ihn mit der Hand zu entfernen.
    Ob es zu Problemen zwischen Grafikkarte und Festplatte kommen kann, haben wir nicht weiter verfolgt und geben diesbezüglich die genannten Punkte als Grundlage für die Überlegungen an.

    [BREAK=Inneres – Teil 2]
    Nachdem wir uns nun ausführlich mit dem Grundkonzept und den theoretischen Möglichkeiten im Gehäuse auseinandergesetzt haben, sehen wir uns doch einmal im Detail an, was Lian Li dort zu bieten hat.

    Lian Li PC-Q25

    Der Festplattenkäfig bietet mit den im hinteren Bereich verschraubten Platinen die sogenannte Hot-Swap-Funktion an. Im Betrieb können theoretisch Änderungen an der Festplattenausstattung vorgenommen werden, solange sich diese natürlich nicht gerade im Zugriff befinden. Das hätte schließlich einen unwiderruflichen Datenverlust zur Folge, den wohl niemand gerne möchte. Innen sehen wir als zusammengefasste Form den Strom- und Datenanschluss.

    Lian Li PC-Q25

    Auf der gegenüberliegenden Seite der Platinen sieht die ganze Sache etwas anders aus. Dort sehen wir die einzelnen SATA-Anschlüsse für jeden Einschub sowie drei Buchsen für die Molex-Stecker am Netzteil. Auf dem rechten Bild sehen wir im Vordergrund auch die schon vom 120-mm-Modell im Deckel bekannten Anschlussvarianten für den Frontlüfter.
    Einen Nachteil hat der fest verbaute Festplattenkäfig. Durch die unmittelbare Nähe zum Mainboardträger ist der Einbau etwas knifflig. Der auf unserem Mainboard rechts gelegene (geteilte) 12-V-ATX-Anschluss muss mit etwas Fingerspitzengefühl und Geduld angeschlossen werden. Abgewinkelte SATA-Anschlüsse auf der rechten Seite eines Mainboards sind ebenso schlecht bis gar nicht erreichbar.

    Lian Li PC-Q25

    An unserer Test-Festplatte befestigen wir die von Lian Li vorgesehenen Halteleisten. Zur Entkopplung entscheidet sich der Hersteller für Gummi als Grundmaterial. Für die Befestigung kommen die bereits bekannten Rändelschrauben mit großem Durchmesser zum Einsatz. Die Nuten sorgen dafür, dass in zwei Raumachsen eine Puffer-Wirkung vorhanden ist.

    Lian Li PC-Q25 Lian Li PC-Q25

    Für die schlussendliche Fixierung im Gehäuse behilft sich Lian Li einer einfachen Arretierung. Das Verrutschen im Einschub wird schon durch den hohen Reibwert von Gummi weitestgehend minimiert, jedoch verwendet der Hersteller zusätzlich eine Verriegelung. Eine Rändelschraube an der rechten Seite des Käfigs löst und befestigt die Konstruktion.

    Lian Li PC-Q25 Lian Li PC-Q25

    Beispielhaft haben wir die Installation einer 2,5“-Festplatte vorgenommen. Die Gummi-Puffer erinnern an die beiden Gehäuselüfter und folgen im Endeffekt auch deren Prinzipien. Sie sollen entkoppeln und die Festplatte an ihrem Platz halten.

    Lian Li PC-Q25 Lian Li PC-Q25

    Schlussendlich sieht die Installation bei uns wie auf den beiden Bildern aus. Lediglich das SATA-Kabel für die Festplatte fehlt. Wir haben uns dazu entschieden, das Netzteil gedreht einzubauen, um die Lüfter nicht konkurrieren zu lassen. Das Einschieben des Netzteils ins Gehäuse ist wie die Installation der Mainboardblende mit etwas Nachdruck zu vollziehen. Die Ausschnitte sind recht knapp geschnitten. Auf dem Bild sieht man, wie der Kabelbaum doch recht knapp am Festplattenkäfig anliegt. Das Enermax Pro82+ aus unserem Testaufbau besitzt eine Tiefe von 140 mm. Alternativ wäre ein SFX-Netzteil mit einem passenden Adapter interessant. Die geringere Tiefe bzw. allgemein geringere Abmaße würde an einigen Stellen die Arbeit erleichtern.
    Die beiden Anschlusskabel für den Power-Button und die Power-LED sind lang genug, um alle möglichen Positionen auf dem Mainboard zu erreichen. Für die Ordnung verlegen wir das Kabel teils hinter das Mainboard.

    [BREAK=Temperaturen und Lautstärke]
    Dass Lian Li mit dem PC-Q25 Vorteile gegenüber dem PC-Q07 hat, haben wir uns bereits angesehen und herausgestellt. Was auf den ersten Blick leistungsfähiger aussieht, muss sich aber auch in der Praxis beweisen. In unserem typischen Belastungstest haben wir uns angesehen, wie sich das Gehäuse schlägt. Eines schon vorweg: die Probleme des kleinen PC-Q07 hat dieses Modell nicht.


    Wie wir sehen können, kommen wir ohne verbaute Grafikkarte nicht ans Limit der Spezifikationen. Es gibt durchaus bessere Ergebnisse bei der Konkurrenz, zum Beispiel beim SilverStone SG06, aber man muss immer den begrenzten Platz zwischen CPU-Kühler und Netzteil bedenken. Grenzwertig wird es erst, wenn wir uns die Ergebnisse im Zusammenspiel mit einer verbauten Grafikkarte ansehen. Es scheint, als wenn durch die eingesetzte Karte der Luftstrom behindert wird. Der Störkörper schneidet die Frischluftzufuhr von unten ab, haben wir doch gesehen, dass durch den Festplattenkäfig nicht viel Frischluft hindurchdringt. Die Temperaturen der Festplatte liegen stets im grünen Bereich. Effizienter war nur das Cubitek Mini Tank, sodass man durchaus von einer guten bis sehr guten Leistung zur Kühlung der 3,5“-Festplatten sprechen kann. Zusätzlich erfreut es, dass der temperaturgesteuerte Lüfter auf der Grafikkarte während des gesamten Testlaufs nicht aufdrehen muss. Die Temperatur bleibt im grünen Bereich. Im Gegensatz zum letztgetesteten Modell von Lian Li also ein überzeugender Auftritt des PC-Q25.
    Neben den Temperaturwerten muss aber auch die Lautstärke überzeugen. Sehen wir uns doch einmal an, was das PC-Q25 in diesem Bereich leistet.


    Leider ergibt sich in unserem Vergleich ein gemischtes Gefühl. Wahrnehmbare Vibrationen trotz der Entkopplung von Festplatte und Lüftern trüben das Gesamtbild ein wenig. Zusätzlich muss man hervorheben, dass die Qualität der Lüfter zwar im ausgebauten Zustand noch zu überzeugen weiß, sie aber aufgrund der ungünstigen Lüftungsgitter zum Rauschen neigen. Es fällt auf, dass unsere Test-Grafikkarte von Sapphire die Lautstärke nicht erhöht, sondern sogar ein wenig reduziert. Anscheinend wirkt sie als Störkörper im Gehäuse wie Möbel in einem Wohnraum und schluckt einen Teil der Vibrationen. Durch die überraschend gute Kühlleistung erhöht die kleine Grafikkarte nicht einmal die Lüfterdrehzahl.
    Es ergibt sich also ein gemischtes Gefühl. Auf der einen Seite haben wir genug Kühlleistung, sodass die Lautstärke selbst mit GPU-Last durchgehend auf gleichem Niveau bleibt, dieses jedoch durch das konstante Luftrauschen insgesamt zu hoch ist.

    [BREAK=Fazit]
    Lian Li PC-Q25

    Das Lian Li PC-Q25 wirkt, wenn wir einmal das gesteigerte Gesamtvolumen außer Acht lassen, deutlich erwachsener im Duell mit dem hausinternen PC-Q07. Die Be- und Entlüftung ist deutlich besser auf die Bewältigung einer höheren Leistungsaufnahme ausgelegt. Dies ist auch notwendig, da wesentlich mehr Festplatten verbaut werden können. Während bei dem kleinen Modell nur maximal zwei Modelle mit Geschick Platz finden, bietet das PC-Q25 deutlich mehr. Insgesamt zählen wir acht Festplatten-Montageplätze. Damit steht dem Home-Server nichts mehr im Weg, zumal wir sogar per Hot Swap einen schnellen Austausch im Betrieb vornehmen können. Ein Server ist nicht immer unbedingt als Leisetreter bekannt und so muss auch das PC-Q25 Abstriche bei der Lautstärke hinnehmen. Leichte Vibrationen und deutliches Luftrauschen durch die Gitter trüben ein wenig das Gesamtbild des ansonsten durch saubere Verarbeitung und gute Passgenauigkeit auftrumpfenden Gehäuses. Nicht wirklich negativ bewerten kann man den Fakt, dass Lian Li beim PC-Q25 ganz in Home-Server-Manier auf ein optisches Laufwerk verzichtet.

    Schlussendlich müssen wir also konstatieren, dass das Lian Li PC-Q25 eher für lärmresistente Nutzer gedacht ist, wenn nicht gerade noch Verbesserungen vorgenommen werden, was wiederum wieder in zusätzlichen Kosten mündet oder Arbeitsaufwand (z.B. Lüfterdrehzahl reduzieren) bedeutet. Andernfalls werden wohl viele den optisch ansprechenden Kubus aus dem Umfeld entfernen.

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