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    Vergleich von Netzwerkadaptern

    Vergleich von Netzwerkkarten

    Ende August haben wir einen Artikel veröffentlicht, der sich mit den Eindrücken zur Bigfoot Networks Killer 2100 beschäftigte. Im Nachhinein traten neben Fragen auch diverse Kritikpunkte auf. Aus diesem Grund haben wir uns der Thematik noch einmal angenommen und neben einer Erweiterung des Testparcours komplettieren Netzwerkkarten von Intel sowie die Softwarelösung von cFos unsere kleine Runde. Was wollen wir uns also in diesem Vergleichstest vor Augen halten? Auf der einen Seite ist es interessant, welche Bandbreite zur Verfügung steht, welche Latenzen vorliegen, aber auch wie es mit der Entlastung der CPU von ihren Aufgaben aussieht. Dabei haben wir neben theoretischen Tests im LAN auch den Weg ins Netz gesucht. Natürlich kann man nicht alle Wünsche abdecken, die so aufkommen, aber trotzdem soll ein grober Leitfaden erkennbar sein. Viel Spaß auf den folgenden Seiten!

    Unser Dank für diesen Test geht an Intel, cFos Software sowie Bigfoot Networks.

    Die Produkte im gh.de-Preisvergleich:


    [BREAK=Testsystem]
    Für diesen Test kam folgende Hardware zum Einsatz:
    • Mainboard & APU: ASUS E45M1-M PRO mit AMD E-450 (2x 1,65 GHz)
    • Grafik: AMD Radeon HD 6320 (Basistakt: 500 MHz, Turbo: 600 MHz)
    • Arbeitsspeicher: 2x 2 GB Kingston KVR1333D3N9/2G
    • Festplatte: Fujitsu MHZ2250BH
    • Netzteil: Xilence XP250.SFX


    Weiterführend benötigen wir für die Tests zusätzliche Hardware:
    • DSL-Modem: Thompson THG571K
    • Router für Online-Tests: D-Link DIR-300
    • Switch für LAN-Tests: TP-Link TL-SG1005D
    • Gegenstelle im LAN: ASUS U36JC


    Auf dem Testsystem kommt folgende Software zum Einsatz:
    • Betriebssystem: Microsoft Windows 7 Professional 64bit (Release-Version)
    • Virenscanner: avast! Free
    • hrping v3.12
    • netperf
    • NetIO v1.31
    • Bigfoot Networks Gaming Network Efficiency
    • Valve - Counter Strike: Source (Steam-verbunden, somit abhängig von aktuellen Updates)
    • Perfect World - Forsaken World (Steam-verbunden, ebenfalls abhängig von aktuellen Updates)


    [BREAK=Intel Gigabit CT]
    Intel Gigabit CT Desktop Adapter

    Unser erster Testkandidat heute ist die Intel Gigabit CT. Sie kommt wie auch die später noch einmal in den Fokus rückende I350 in einer unscheinbaren Pappverpackung daher. Die Zielgruppe der beiden Intel-Produkte sind auch nicht unbedingt Privatpersonen, weshalb eine aufwendig gestaltete Verpackung uninteressant ist und nur negativ auf den Preis wirkt. In der Kartonage findet sich eine Kunststoffhülle, die den Blick auf die Hardware erlaubt. Eine antistatische Hülle vermissen wir in diesem Fall ein wenig, sie scheint demnach nicht unbedingt notwendig zu sein, sodass Intel diese weglassen kann.

    Intel Gigabit CT Desktop Adapter

    Neben der Karte selbst legt Intel der Gigabit CT eine Treiber-CD sowie eine zweite Blende bei. Die Netzwerkkarte im Low-Profile-Format kann mithilfe dieser ohne Probleme für den Einsatz in kleinen Gehäusen angepasst werden. Trotz der Einsparungen bei der Verpackung spart Intel also nicht an der Kundenfreundlichkeit. Wie wir schon sehen können, handelt es sich bei der Gigabit CT um ein Modell mit PCI-Express-Schnittstelle, wobei x1 ausreicht, aber natürlich läuft die Karte auch in größeren Slots. Die Karte selbst beherbergt den Intel 82574L Gigabit Ethernet Controller, der vor allem durch seine geringe Leistungsaufnahme punkten soll. Mit wieviel Watt Verbrauch der Nutzer rechnen muss, werden wir uns später noch einmal ansehen. Laut Hersteller liegt man bei weniger als einem Watt.

    Intel Gigabit CT Desktop Adapter Intel Gigabit CT Desktop Adapter

    Die Featureliste der Intel Gigabit CT umfasst vor allem folgende Punkte:
    • Entlastung der CPU (Interrupt moderation)
    • Kompatibilität zu 10/100/1000-Mbit/sNetzwerken
    • Unterstützung für eine Vielzahl an Netzwerk-Betriebssystemen
    • ACPI, Wake on LAN und Preboot Execution Environment (PXE)
    • Support für remote management
    • Kabeldiagnose-Funktionen
    • Support für MSI-X


    [BREAK=Intel I350-T2]
    Intel I350-T2 Server Adapter

    Das zweite Modell aus dem Hause Intel passt nicht wirklich in unseren Preisrahmen bis ungefähr 100 Euro, wenn wir uns im Preisvergleich grob umsehen. Allerdings ist sie aber noch weniger als die Intel Gigabit CT für den Heimgebrauch gedacht. Der Lieferumfang umfasst neben der Treiber-CD ebenfalls eine Low-Profile-Blende, soweit also nichts Neues.

    Intel I350-T2 Server Adapter

    Dafür fällt der im Vergleich zum kleinen Modell flächenmäßig größere Chip auf. Der I350-Gigabit-Netzwerkcontroller, der der Karte ihren Namen gibt, bietet theoretisch Kapazitäten, um bis zu vier Gigabit-Ports zu verwalten. Aus diesem Grund hat Intel wohl auch die Anbindung an das System ausgebaut. Anstatt PCIe x1 wird bei der I350-T2 eine PCIe-2.0-x4-Schnittstelle genutzt, sodass auch das Mainboard über diesen Anschluss verfügen muss. Die Leistungsaufnahme der I350-T2 gibt Intel mit maximal 4,4 Watt an.

    Intel I350-T2 Server Adapter

    Die Rückseite der I350-T2 offenbart, wie komplex die Technik dieser Karte ist. Auf Vorder- und Rückseite sehen wir in Richtung der Blende jeweils einen zusätzlich verlöteten, größeren Chip. Diese ergeben die Anbindung der beiden Gigabit-Anschlüsse an den Controller.

    Intel I350-T2 Server Adapter Intel I350-T2 Server Adapter Intel I350-T2 Server Adapter Intel I350-T2 Server Adapter Intel I350-T2 Server Adapter Intel I350-T2 Server Adapter

    Wie auch die Bigfoot Networks, die wir uns schon ausführlich hinsichtlich der Software angesehen haben, verwendet Intel für seine Netzwerkkarten eine deutlich erweiterte Plattform zur Konfiguration. Der Intel I350-T2 merkt man deutlich ihren eigentlich vorgesehenen Einsatzzweck im Server-Umfeld an. Die Karte verfügt über einen eigenen Temperatursensor. Hilfreich sind die überall im unteren Bereich zu findenden Erklärungen. Im Normalfall muss man mit dem Eintrag im Treiber Vorlieb nehmen. Alle Einstellungen aufzuzählen, würde aber den Umfang sprengen. Wir haben uns für den Test auf die Standardeinstellungen beschränkt.

    Intel I350-T2 Server Adapter


    [BREAK=cFos Speed]
    Vergleich von Netzwerkkarten

    Neben den Hardwarelösungen von Intel und Bigfoot Networks hat uns cFos Software mit der gleichnamigen Software versorgt. Vorteil dieser Lösung ist es natürlich, das Gehäuse nicht öffnen zu müssen. Der Nutzer installiert die Software, fügt die entsprechende Lizenz ein und passt im Zweifelsfall noch ein paar Einstellungen an. Ein kleines Fenster informiert auf Wunsch über den aktuellen Stand. Ping (Latenzzeit), Anzahl der Verbindungen und auch momentane Down- und Upload-Rate können überwacht werden. Theoretisch wird cFos Speed bei allen installierten Netzwerkadaptern aktiv, lässt sich aber wahlweise für alle einzeln ein- und ausschalten. Wir haben uns wie bei allen anderen Adaptern mit den Einstellungen im Auslieferungszustand begnügt.

    Anmerkung: Für den Test kam die Version 6.60 für 64-Bit-Systeme zum Einsatz. Nach dem Abschluss der Tests veröffentlichte cFos bereits die Nachfolgeversion 7.00. Somit können wir nicht den aktuellen Stand der Entwicklung abbilden. Der Trend wird aber dennoch zu erkennen sein.

    [BREAK=Benchmark - NetIO]
    NetIO dürfte manchen Lesern schon aus unseren Mainboardtests bekannt sein. Das kleine Tool misst die Bandbreite anhand verschiedener Paketgrößen von 1 KB bis 32 KB. Dazu kommt, dass beide Richtungen aufgezeigt werden, also sowohl Senden (Tx – engl.: transfer) als auch Empfangen (Rx – engl.: receive). Wir unterschieden aber auch nach TCP- und UDP-Paketen. Noch einmal kurz zur Erinnerung: das TCP/IP-Protokoll beinhaltet eine Fehlererkennung und wird deswegen beispielsweise für Downloads im Internet benötigt, während das UDP-Protokoll Fehler ignoriert und eher in Online-Spielen notwendig ist. Die Latenz ist dort entscheidender als die Richtigkeit, weshalb auch ein verlorenes Paket kein Beinbruch ist.



    Unter Verwendung des TCP/IP-Protokolls zeigt sich, dass die Onboard-Lösung (Realtek RTL-8111E) durchaus mithalten kann. Intels Modelle I350-T2 und Gigabit CT sind auf annähernd gleichem Niveau. Einen kleinen Patzer leistet sich nur die I350-T2, die über alle Messreihen hinweg plötzlich ein wenig zurückfällt, siehe 1k-Senden und 8k-Empfangen. Die Killer 2100 erreicht, wie wir bereits erwartet haben, in diesem Bereich nicht die Werte der Konkurrenz. Die Ausrichtung auf niedrige Latenzen scheint einen negativen Einfluss auf die Durchsatzraten zu haben. Unsere Software-Lösung cFos Speed zeigt im lokalen Netzwerk keine Überwachungsmöglichkeit an und lässt anhand der Messwerte erahnen, dass das Einsatzgebiet eher im Online-Bereich zu suchen ist. Man könnte die Werte fast schon als katastrophal bezeichnen, wenn wir nicht schon bereits an spätere Ergebnisse denken würden.



    Der zweite Test mit NetIO wird mit dem UDP-Protokoll durchgeführt. In Empfangsrichtung können wir nur geringe Unterschiede zwischen den verschiedenen Adaptern feststellen. Im 1k-Test liegt die Killer 2100 erstmals ein wenig vor der Konkurrenz und im 32k-Test kann sogar cFos Speed erstmals ein wenig zeigen, dass es nicht ganz sinnlos sein kann.
    Beim Senden zeigt sich aber wieder die Schwäche von cFos Speed im lokalen Netzwerk. Intels Netzwerkadapter hingegen zeigen teils beeindruckende Ergebnisse. Die I350-T2 kann im Mittel als leistungsstarke Lösung bezeichnet werden. Die Killer 2100 ist in diesem Vergleich deutlich besser aufgestellt, muss sich aber in diesem Benchmark insgesamt geschlagen geben.

    [BREAK=Benchmark - Netperf]
    Netperf misst ähnlich wie NetIO den Durchsatz des Adapters, ebenfalls wahlweise unter Verwendung des TCP- oder UDP-Protokolls. In diesem Fall haben wir uns verschiedene Szenarien vor Augen geführt. Wir variieren die Zeit der Messung, aber auch die MTU-Rate. Die Maximum Transmission Unit legt die Datenmenge pro Paket fest. Im lokalen Netzwerk liegt ein Wert von 1500 Bytes vor, PPPoE-Verbindungen setzen auf 1492 Bytes oder auch weniger. Diesen Wert legt der jeweilige Anbieter fest.




    Wie schon zuvor bei NetIO zu sehen war, haben die Killer 2100 und cFos Speed in den TCP-Messungen Probleme, der Konkurrenz zu folgen. Die Durchsatzraten reichen im Zweifelsfall einmal an die Konkurrenz heran, wenn man sich einmal die Killer noch einmal genauer ansieht, dann aber nicht durchgehend. cFos Speed scheint definitiv nicht für die Anwendung im lokalen Netzwerk optimiert zu sein. Intels Server-Lösung I350-T2 überzeugt nicht nur mit der höchsten erreichten Bandbreite, sondern auch im Mittel mit den besten Werten.




    Bei den UDP-Messungen wendet sich dagegen das Blatt. Intels Lösungen bieten immer noch eine der Onboard-Lösung überlegene Leistung, wobei wieder einmal die Konstanz der Ergebnisse der I350-T2 überzeugt. Trotzdem müssen sich in diesem Vergleich alle Kontrahenten der Killer 2100 geschlagen geben. Vor allem beim niedrigsten MTU-Wert deklassiert sie regelrecht den Rest. Die Leistungsfähigkeit sinkt, wenn wir den Wert auf 1500 Bytes erhöhen, liegt aber immer noch über der Konkurrenz.

    [BREAK=Benchmark - hrping]
    hrping stammt aus der Hand von cFos Software. Natürlich könnte man jetzt wieder argumentieren, dass sich der Hersteller theoretisch einen Vorteil verschaffen könnte. Trotzdem wird das Tool an vielen Stellen immer wieder empfohlen, weshalb wir deswegen auch auf dieses zurückgegriffen haben. In den Kommentaren zum Artikel der Bigfoot-Networks-Produkte wurde gewünscht, Online-Tests möglichst mit Servern konstanter Performance durchzuführen. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, einen Google-DNS-Server zu verwenden. Dadurch wollen wir gleichbleibende Bedingungen sicherstellen.


    Im Idle sehen wir nur geringe Unterschiede. Die Werte für cFos Speed entstanden an einem anderen Tag und zu einer anderen Tageszeit, sodass eventuell hier leichte Vorteile bei der Netzauslastung bestehen können. Die Intel I350-T2 zeigt beim erreichten Maximalwert, dass sie sehr gute Werte liefern kann. Die Unterschiede sind im Allgemeinen eher gering.


    Erst im Lastfall stellen sich Unterschiede ein. Auffällig ist neben einer Schwäche der Intel-Adapter der deutliche Leistungsabfall der Onboard-Lösung. cFos Speed erreicht die besten Werte und kann zum ersten Mal in diesem Vergleichstest wirklich glänzen. Ob das von Dauer ist?
    Wo die Probleme der Intel-Adapter liegen, können wir nicht einschätzen. Bei den Bandbreitentests waren die beiden stets in Spitzenpositionen. Eventuell lassen sich durch Treiber-Anpassungen noch einige Millisekunden zurückgewinnen.

    [BREAK=Gaming Network Efficiency]
    Auch wenn die Kritik am Gaming Network Efficiency aus dem Hause Bigfoot Networks nicht ungerechtfertigt ist, haben wir diesen noch einmal für diesen Vergleichstest herangezogen. Wie schon im vorangegangen Test, wo wir uns die Killer-Produkte einzeln angesehen hatten, verwenden wir den Resident-Evil-Benchmark als 3D-Anwendung für die Erzeugung der Grundlast des PCs. Dieses Mal haben wir die Messungen aber noch ein wenig ausgeweitet. Neben zwei Auflösungen haben wir zusätzlich in einem Szenario die Paketgröße erhöht.


    GaNE - Vergleich von Netzwerkkarten GaNE - Vergleich von Netzwerkkarten GaNE - Vergleich von Netzwerkkarten GaNE - Vergleich von Netzwerkkarten GaNE - Vergleich von Netzwerkkarten
    Miniaturansichten zeigen den realen Verlauf (cFos Speed | I350-T2 | Gigabit CT | Killer 2100 | Onboard)

    Im ersten Schritt haben wir uns die native Auflösung unseres Monitors vorgenommen. Wie schon bekannt, offenbart die Killer 2100 in diesem Test ihre Stärken. Diese bleibt wie die Konkurrenz über die Zeit gesehen nicht von Spitzen verschont, bietet aber den konstantesten Verlauf. Im Endergebnis zeigt sich, dass im Durchschnitt die Onboardlösung vor den dedizierten Adaptern von Intel liegt. Die Softwarelösung ist im lokalen Netzwerk wieder einmal nicht überragend und erreicht nicht einmal die Werte des Ausgangspunktes. Doch verlieren wir noch ein paar Worte zu den Intel-Produkten. Die Intel I350-T2 beginnt den Test mit einem der Killer 2100 ebenbürtigen Leistung, fällt aber abrupt deutlich ab. Scheinbar handelt es sich hier um ein Treiberproblem. Eventuell greift hier ein Feature negativ ein. Selbiges trifft auf die Gigabit CT zu, die ungewöhnlich schlecht abschneidet.


    GaNE - Vergleich von Netzwerkkarten GaNE - Vergleich von Netzwerkkarten GaNE - Vergleich von Netzwerkkarten GaNE - Vergleich von Netzwerkkarten GaNE - Vergleich von Netzwerkkarten
    Miniaturansichten zeigen den realen Verlauf (cFos Speed | I350-T2 | Gigabit CT | Killer 2100 | Onboard)

    Ein ähnliches Bild bietet sich bei der zweiten getesteten Auflösung. Die Killer 2100 bietet die beste Performance in diesem Test, während die Konkurrenz sich darüber versammelt. Die Intel Gigabit CT fällt wie schon zuvor eher negativ auf.


    GaNE - Vergleich von Netzwerkkarten GaNE - Vergleich von Netzwerkkarten GaNE - Vergleich von Netzwerkkarten GaNE - Vergleich von Netzwerkkarten GaNE - Vergleich von Netzwerkkarten
    Miniaturansichten zeigen den realen Verlauf (cFos Speed | I350-T2 | Gigabit CT | Killer 2100 | Onboard)

    Mit steigender Paketgröße scheint die Konkurrenz sich noch einmal etwas zu spalten. Die Killer 2100 kann weiterhin mit der besten Leistung punkten, jedoch ordnen sich die Intel I350-T2 und cFos Speed gemeinsam auf einem Level an, während die Onboardlösung und Intels Gigabit CT an Boden verlieren.

    Gerade aufgrund der Brisanz der Situation, dass das Tool von Bigfoot Networks selbst stammt, müssen die Werte mit Vorsicht genossen werden, sie sind aber dennoch interessant.

    [BREAK=Spiel - Counter Strike: Source]
    Wie schon beim vorangegangenen Test der Killer-Produkte haben wir uns einen Klassiker unter den First-Person-Shootern vorgenommen. Die Verbreitung ist schlichtweg so hoch, dass dieser Test dabei sein muss.


    Wir haben mithilfe des Tools FRAPS die Bildwiederholraten im Spiel aufgenommen. Drei Durchgänge werden folgend gemittelt. Es zeigt sich, dass sich die Killer 2100 im Endergebnis positiv herausstellt. Die wichtigen Minimum-FPS liegen ungefähr 20% über dem nächsten Mitbewerber. Die Softwarelösung cFos Speed bietet deutliche Vorteile gegenüber der normalen Onboard-Lösung. Alle Werte steigen an, womit der Erfolg in einer realen Anwendung nicht von der Hand zu weisen ist. Während nun Intels Gigabit CT Desktop Adapter auf dem Niveau der Konkurrenz spielt, fällt die Server-Lösung I350-T2 deutlich ab.

    [BREAK=Spiel – Forsaken World]
    Als zweites Online-Spiel haben wir uns für das kostenlose Forsaken World entschieden. Das MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) bietet mehrere Rassen und Klassen und ähnelt dem Branchenprimus World of Warcraft von Blizzard in seinen Ansätzen. Die Stadt Freedom Harbour bietet uns mit dem oftmals regen Betrieb in der Nähe der Bank eine interessante Szene. Für unsere Messwerte nutzen wir mehrere aufeinanderfolgende Latenzangaben der Ingame-Anzeige.


    Die professionelle Intel-Lösung in Form der I350-T2 platziert sich an der Spitze unseres Vergleichs, gefolgt von der Bigfoot Networks Killer 2100. Wieder einmal sehen wir den Vorteil der Software-Lösung von cFos gegenüber dem Originalzustand. Ungenauigkeiten zwischen den Reihen bestehen durchaus darin, dass wir nicht absolut identische Messungen gewährleisten können, jedoch liegen die Werte derart weit auseinander, dass der Trend erkennbar ist.

    [BREAK=Leistungsaufnahme]
    Jede zusätzliche Erweiterungskarte benötigt Strom. Für die Kontrahenten haben wir uns angesehen, wie die Idle-Werte aussehen sowie den Verbrauch bei einem Download.


    Die Killer 2100 von Bigfoot Networks stellt das Schlusslicht dar. Auch wenn es sich nur um geringe Unterschiede handelt, können sich die Intel-Produkte besser präsentieren. Interessant ist dabei sogar, dass die I350-T2 trotz ihres komplexeren Aufbaus gegenüber dem Desktop-Modell aus gleichem Hause nicht wirklich sehr viel mehr verbraucht. Erwähnenswert ist zudem, dass die beiden Intel-Karten durch ihre erweiterten Funktionen im Netzwerk wie Wake On LAN zum Beispiel auch im Soft-Off Strom verbrauchen können. Im Standby ließen sich bis zu 0,7 Watt messen, sowohl bei I350-T2 als auch Gigabit CT. Durch die Stromsparmechanismen sinkt der Verbrauch aber auch wieder auf 0,0 Watt.

    [BREAK=Fazit]
    Vergleich von Netzwerkkarten

    Schon bei unserem letzten Ausflug in die Welt der Netzwerkkarten wurde klar, dass das Gebiet nicht nur sehr diffizil, sondern auch immer wieder an endgültig aussagekräftigen Werten kranken kann. Wir haben nur Stichproben genommen und trotzdem kristallisieren sich ein paar Punkte heraus, die auffallend sind.

    Beginnen wir bei den Intel-Produkten: Beide Karten glänzen in den Tests zur Bandbreitenbestimmung. Sie liegen im alltäglich gegenwärtigen TCP/IP-Protokoll entweder in der Spitzengruppe oder markieren diese. Vor allem die Server-Lösung I350-T2 überzeugt durch stabile Leistungen. Hinzu kommt die gegenüber der Konkurrenz in Form der Killer 2100 geringere Leistungsaufnahme des Systems. Die Stromsparmechanismen innerhalb der Netzwerkkarte arbeiten demnach recht effektiv. In Latenz-lastigen Tests ergibt sich ein gemischtes Bild. Im umstrittenen Gaming-Network-Efficiency-Test erreicht die Server-Lösung ein ähnlich gutes Ergebnis wie die Killer 2100 in der Anfangsphase, um dann auf einmal in der Leistung abzufallen. Woher kommt’s? Anscheinend funken hier Bandbreitenoptimierungen dazwischen, sodass sich die Intel-Produkte selbst im Weg stehen. Da wir nur mit Standard-Settings innerhalb der umfangreichen Treibereinstellungen getestet haben, ließe sich an dieser Stelle bestimmt noch einiges an Leistung herauskitzeln. Ebenso scheint die Paketgröße eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Leistungsfähigkeit zu spielen.

    Die Bigfoot Networks Killer 2100 stellte sich zum zweiten Mal dem Parcours und hat es nicht leicht gegen die Konkurrenz. Da man sich scheinbar voll und ganz auf niedrige Latenzen gestürzt hat, leidet die Bandbreite im TCP/IP-Bereich. Dafür kann die Karte mit durchgehend höheren Werten unter Verwendung des UDP-Protokolls gegenüber der Konkurrenz überzeugen. Dieser Fakt ist wohl auch entscheidend, wenn es sich um Online-Spiele handelt. Im bekannten First-Person-Shooter Counter Strike: Source zeichnet sich ab, dass die wichtigen Minimum-FPS durch die Killer 2100 in unserem Vergleich um ca. 20 % gewinnen. Im Gegensatz zu den Intel-Lösungen können wir auch nicht über gelegentlich auftretende Lags klagen. Wie oben beschrieben stehen sich die Adapter teils selbst im Weg, die Killer 2100 macht keine Probleme in dieser Richtung.

    Zuletzt bleibt noch zu klären, was die Software-Lösung von cFos Software erreicht. Im lokalen Netzwerk enttäuscht cFos Speed und erreicht nicht einmal die Werte der standardmäßigen Onboard-Lösung. Das macht das Programm aber allemal im Online-Bereich wieder wett. Der herstellereigene Ping-Test wurde zufriedenstellend abgeschlossen, auch wenn man wie beim Gaming Network Efficiency beachten muss, dass wir die cFos-Lösung mit einem hauseigenen Benchmark geprüft haben. Trotz alledem können wir auch in den beiden geprüften Online-Spielen Leistungszunahmen beobachten. Auf der einen Seite sinkt die Latenz und auf der anderen Seite liegen uns sogar höhere FPS-Werte vor. Damit muss man auch konstatieren, dass wir ein wenig überrascht waren, wie viel die Software ausmachen kann. Durch weitergehende Optimierungen innerhalb der Programmoptionen sind sogar noch größere Gewinne möglich, als sie unsere Werte abbilden, jedenfalls was die Latenz betrifft.

    Im abschließenden Urteil kann man wohl nur sagen, dass jede Lösung ihre Daseinsberechtigung hat. Die Intel-Produkte benötigen im Zweifelsfall noch etwas Feintuning, um beim Online-Gaming womöglich besser dazustehen. Dafür glänzen sie bei den Bandbreiten. Käufer einer Killer 2100 müssen mit geringeren Bandbreiten (TCP) rechnen, dafür macht sie beim Spielen am wenigsten Probleme. cFos Speed stellt sich als wohl einfachste Lösung heraus. Installieren und los geht’s – im LAN schwach, online überraschend stark. Zusätzlich haben wir bei cFos Speed den geringsten Preis (direkt vom Entwickler: 15,90 Euro).

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