Am 12. Oktober dieses Jahres stellte AMD die langersehnte Neuerung im Prozessor-Segment vor: Die FX-Prozessoren, basierend auf der Bulldozer-Architektur. An den neuen CPUs scheiden sich die Geister. Die Einen finden ihn einen großartigen Schritt nach vorn, da sein Konzept neu und in die Zukunft gerichtet ist und sich bei Verwendung der richten Software jede Konkurrenz fürchten muss. Die Anderen hingegen empfinden ihn als langsam, an der aktuellen Situation vorbeientwickelt und einen Schritt zurück. Auch im Fazit unseres Launch-Reviews fiel es uns nicht leicht, ein paar abschließende Sätze zum ersten Auftritt der neuen Technik-Generation zu finden.
So erging es auch den meisten anderen Redaktionen, die zum Start der ersten komplett neuen CPU-Architektur seit dem K7 einen entsprechenden Artikel online brachten. In den jeweiligen Kommentaren traten fast überall Befürworter genauso wie Gegner des Stück Siliziums auf, wobei die Gegner gefühlsmäßig in der Überzahl waren bzw. sind. Interessant daran: Die Kommentare vieler Review-Seiten brachten eine Unmenge an neuen potentiellen Chip-Designern für AMD hervor. Denn mit einer erstaunlichen Regelmäßigkeit konnte man lesen, dass der geneigte User es doch von vornherein gewusst hätte, AMD schon immer auf das falsche Pferd gesetzt hätte, ein Shrink des Thuban auf 32 Nanometer doch viel besser gewesen wäre und vor allem alle Entscheidungen von AMD beim FX-Design falsch gewesen wären.
Nun ja, viele Aspekte am neuen AMD FX passen in der Tat nicht so recht ins Bild. Allen voran die für einen Prozessor in 32 nm-Fertigung zu hohe Leistungsaufnahme spielt hier eine große Rolle, aber auch der Ansatz des Cluster-Based-Multi-Threading, kurz CMT, hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Wohl und Weh dieser Prozessorgeneration.
Nach dem Launch am 12. Oktober haben wir uns verschiedene Reviews angesehen, viele Kommentare gelesen und natürlich weitere Tests durchgeführt, deren Ergebnisse wir in das heutige Review einfließen ließen.
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