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    G.Skill RipjawsZ DDR3-1866 (F3-14900CL9Q-16GBZL)

    Titelbild zum Artikel G.Skill RipjawsZ DDR3-1866 (F3-14900CL9Q-16GBZL)


    Der letzte Speichertest auf Planet 3DNow! liegt fast viereinhalb Jahre zurück. Eine stolze Zeit, in der sich viel getan hat. AMD ist mit Deneb auf den DDR3-Zug aufgesprungen und mittlerweile liegt das Augenmerk auf der Bulldozer-Architektur, welche ausschließlich mit DDR3 umgehen kann. Doch warum die lange Wartezeit?

    Während Deneb und Thuban von AMD mit sehr konservativen DDR3-Taktraten spezifiziert wurden, macht die neue Prozessorgeneration einen ordentlichen Schritt nach vorn. Betreibt man ein System mit Deneb oder Thuban, so wird DDR3-1333 als höchster Takt garantiert. Alle Werte darüber hinaus entfallen auf das Overclocking. AMDs neue FX-Prozessoren hingegen unterstützen offiziell sogar DDR3-1866, wenn lediglich zwei Speicherriegel installiert werden. Nutzt man vier Riegel, so sind immerhin noch DDR3-1600 garantiert. Wie wir uns jedoch bereits in unserem letzten FX-Artikel überzeugen konnten, stellt DDR3-1866 noch lange nicht das Limit des Speichercontrollers eines FX-CPUs dar.

    Speicher auf einem AMD-Setup zu testen lohnt sich also wieder!

    G.Skill stellte uns für künftige CPU- und Mainboard-Tests ein Speicherkit zur Verfügung, welches aus 16 GByte DDR3-1866 besteht. An dieser Stelle geht ein herzlicher Dank an unseren Kontakt bei G.Skill, der uns unkompliziert unterstützt hat. Um den Speicher kennen zu lernen, haben wir ihn vorab sowohl auf einem AM3-System mit einem Phenom II X6 1100T als auch auf einem AM3+-System mit einem FX-8150 getestet.

    Viel Vergnügen beim Lesen!
    [break=Das Speicherkit]
    Zunächst lassen wir einfach ein paar Bilder sprechen.

    Foto G.Skill RipjawsZ DDR3-1866 (F3-14900CL9Q-16GBZL)


    Foto G.Skill RipjawsZ DDR3-1866 (F3-14900CL9Q-16GBZL)


    Foto G.Skill RipjawsZ DDR3-1866 (F3-14900CL9Q-16GBZL)


    Foto G.Skill RipjawsZ DDR3-1866 (F3-14900CL9Q-16GBZL)


    Das Speicherkit von G.Skill kommt in der mittlerweile klassischen Blisterverpackung daher. Sowohl auf der Vorder- als auch der Rückseite werden je zwei Speicherriegel positioniert. In der Verpackung befindet sich zudem noch ein kleiner G.Skill-Aufkleber.

    Spezifiziert sind die mit einem sehr markanten, roten Heatspreader versehenen Riegel für DDR3-1866 bei Timings von 9-10-9-28 und einer Spannung von 1,50 Volt. Die Speicherriegel messen an der höchsten Stelle des Heatspreaders genau vier Zentimeter. Sie sind damit etwas höher als Speicherriegel ohne Heatspreader (oder mit Heatspreadern in identischer Größe zum PCB), sollten jedoch unter die meisten CPU-Kühler passen. Das Kit ist auf Intels neue Sockel-2011-Plattform mit X79-Chipsatz optimiert, weshalb wir gespannt waren, ob die Riegel auch auf den AMD-Plattformen korrekt funktionieren. In der Vergangenheit ließen sich mit AMD-Prozessoren oft nicht die Werte erreichen, die auf Intel-Plattformen zu erzielen waren. Einerseits lag dies an der Limitierung des Speichercontrollers von AMD, andererseits auch an der Kompatibilität und der Optimierung auf eine Intel-Plattform.

    SPD G.Skill RipjawsZ DDR3-1866 (F3-14900CL9Q-16GBZL)


    Zuerst warfen wir einen Blick auf die SPD-Programmierung (Serial Presence Detect). Dafür bietet das verwendete ASUS Crosshair V Formula ein eigenes BIOS-Menü. Mit angezeigten DDR3-1600 und Timings von 11-11-11 wird offensichtlich ein sehr konservatives JEDEC-konformes Profil programmiert. Zusätzlich befinden sich zwei XMP-Profile (Extreme Memory Profile) im SPD, sodass bei entsprechender Unterstützung durch das Mainboard die notwendigen Einstellungen mit wenigen Handgriffen vorgenommen werden können.

    SPD G.Skill RipjawsZ DDR3-1866 (F3-14900CL9Q-16GBZL)


    AIDA64 zeigt uns hingegen etwas andere Werte. Hier stehen mehrere Speicherprofile mit zum Teil merkwürdig anmutenden Speichertakten zu Buche und auch das XMP-Profil mit Nummer 1 wird in dieser Software mit einem anderen Wert als noch im BIOS ausgelesen.

    SPD G.Skill RipjawsZ DDR3-1866 (F3-14900CL9Q-16GBZL)


    CPU-Z zeigt ebenfalls andere Informationen an. Dieses Mal steht angeblich kein XMP-Profil mehr mit der spezifizierten Taktrate von DDR3-1866 zur Verfügung, dafür aber ein weiteres, angeblich JEDEC-konformes Profil mit DDR3-1676.

    Das BIOS des Crosshair V Formula zeigt von allen drei Informationsquellen die logischsten Werte an. Hinzu kommt, dass auch DDR3-1600 durch das BIOS eingestellt wurde, nachdem wir das System erstmals starteten. Insofern glauben wir hier eher dem BIOS als der Software. Dennoch müssen wir Kritik üben - allerdings an Gigabyte. Auf dem für die AM3-Plattform genutzten Gigabyte GA-890FXA-UD5 wurden ebenfalls DDR3-1600 geladen, was mit keiner Spezifikation von AM3-Prozessoren vereinbar ist. Und selbst wenn dieses Mainboard "nur" das JEDEC-Profil geladen hat, so sollte es zumindest die maximal unterstützte Speicher-Taktrate eines Thuban-Prozessors kennen.
    [break=Die Testsysteme im Überblick]
    Sockel AM3+
    • Prozessor: AMD FX-8150
    • Kühler: Noctua NH-C14
    • Mainboard: ASUS Crosshair V Formula (BIOS 1003)
    • Arbeitsspeicher: 4x 4 GByte G.Skill RipjawsZ DDR3-1866 (9-10-9-28 2T)
    • Grafikkarte: ASUS GeForce 7300GT
    • Netzteil: Seasonic S12-650
    • Festplatte: Seagate ST3250410AS (SATA, 7.200/min)
    • Gehäuse: DIMASTECH Bench-Table
    • Energiemessgerät: Voltcraft Energy Monitor 3000


    Sockel AM3
    • Prozessor: AMD Phenom II X6 1100T
    • Kühler: Noctua NH-C14
    • Mainboard: Gigabyte GA-890FXA-UD5 (BIOS F5b)
    • Arbeitsspeicher: 4x 4 GByte G.Skill RipjawsZ DDR3-1866 (9-10-9-28 2T)
    • Grafikkarte: ASUS GeForce 7300GT
    • Netzteil: Seasonic S12-650
    • Festplatte: Seagate ST3250410AS (SATA, 7.200/min)
    • Gehäuse: DIMASTECH Bench-Table
    • Energiemessgerät: Voltcraft Energy Monitor 3000


    Auf der Software-Seite sieht das System so aus:

    verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkungen
    Windows 7 Ultimate
    64 Bit, Service Pack 1
    DirectX
    11
    Grafikkartentreiber
    Microsoft Standard
    Prime95
    26.6, 64 Bit
    AIDA64
    1.85.1649 Beta
    WinRAR
    4.00, 64 Bit
    XMPEG
    5.03, Build 5.0.8.84
    XViD
    1.2.-127
    Avidemux
    2.5.4
    POV-Ray
    3.7, RC3 (64 Bit)
    Cinebench
    R11.5, 64 Bit
    LinX
    v0.6.4.0


    Die verhältnismäßig kurze Software-Liste ist leider dem Umstand geschuldet, dass die eigentlich für dieses Review einzusetzende XFX Radeon HD 6950 einen Defekt aufwies und nur im 2D-Betrieb verwendet werden konnte. Beim Umschalten auf den 3D-Betrieb produzierte sie Bluescreens oder Freezes, weshalb wir kurzerhand eine ältere Ersatzgrafikkarte reaktivieren und somit auf Spieletests verzichten mussten.
    [break=erzielte Speichertakte]
    Nachdem die korrekte Installation des Systems überprüft und die Programmierung des SPDs gesichtet war, ging es los mit dem Austesten der verschiedenen Taktraten. Normalerweise hätten wir unsere Tests mit ausführlichen Stabilitätstests begonnen. Allerdings sind weder auf Sockel AM3 noch auf Sockel AM3+ DDR3-1866 mit vier Speicherriegeln spezifiziert. Somit hätten wir die Stabilität überhaupt nicht spezifikationskonform testen können. Hinzu kommt, dass während unserer Tests jeweils über eine Stunde Prime95 und über eine Stunde LinX, beides in 64 Bit, fehlerfrei bestanden werden musste, um eine Taktrate oder eine Timing-Kombination für unsere Ergebnisliste zu qualifizieren. Somit hielten wir uns nicht lange damit auf und legten sofort auf dem Sockel AM3 los.

    4x4 GByte AM3
    (ein Klick auf den Screenshot öffnet eine vergrößerte Version)


    Obwohl maximal DDR3-1333 spezifiziert ist und DDR3-1600 als höchste OC-Option im BIOS vorhanden ist, konnten wir das G.Skill-Kit auf exakt 900 MHz bzw. DDR3-1800 bei den spezifizierten Timings von 9-10-9 und einer Spannung von 1,50 Volt bringen. Ein durchaus beachtlicher Wert, den wir nicht erwartet hatten. Eine Verlangsamung/Entschärfung der Timings bzw. eine erhöhte Betriebsspannung förderte hier jedoch keine besseren Werte mehr zu Tage, was auf eine Limitierung des Speichercontrollers unserer CPU hindeutet. Gleichzeitig war es nicht möglich, die Speichertimings straffer einzustellen.

    4x4 GByte AM3
    (ein Klick auf den Screenshot öffnet eine vergrößerte Version)


    Mit DDR3-1600 haben wir die höchste Speichereinstellung gesetzt und getestet, wie weit sich bei der Default-Betriebsspannung von 1,50 Volt die Timings straffer setzen ließen. Mit 8-9-8 konnten wir hier ein sehr ordentliches Ergebnis erzielen.

    2x4 GByte AM3
    (ein Klick auf den Screenshot öffnet eine vergrößerte Version)


    Als letzter Test auf dem Sockel AM3 stand die maximale Taktrate mit nur zwei Speicherriegeln auf dem Plan. Denn wenn wir mit vier Riegeln nicht über 900 MHz kommen, schaffen wir dies vielleicht mit zwei Riegeln. Gesagt, getan: Mit 926,6 MHz bzw. DDR3-1853 konnten wir beinahe die spezifizierte Taktrate erreichen - einmal mehr mit den Default-Einstellungen bei Timings und Spannung. Erneut ein hervorragender Wert.

    Anschließend wurde das System gewechselt und unsere Tests gingen auf dem Sockel AM3+ weiter.

    4x4 GByte AM3+
    (ein Klick auf den Screenshot öffnet eine vergrößerte Version)


    Trotz Spezifikation von nur zwei Riegeln bei DDR3-1866 gelang uns ein hervorragendes Ergebnis von 964,6 MHz bzw. DDR3-1929 mit allen vier Speicherriegeln. In dieser Einstellung befinden wir uns also sowohl über der Spezifikation des Speichercontrollers als auch der des Speichers. Denn auch bei diesem Takt arbeiteten wir mit 1,50 Volt und den Standard-Timings von 9-10-9. Eine höhere Spannung und/oder laschere Timings halfen jedoch auch hier nicht, den Speichertakt noch zu erhöhen.

    2x4 GByte AM3+
    (ein Klick auf den Screenshot öffnet eine vergrößerte Version)


    Also testeten wir auch auf dem Sockel AM3+ den Maximaltakt mit zwei Speicherriegeln aus und wurden positiv überrascht. Zwar war mit den Standardeinstellung kein höheres Ergebnis zu erzielen, mit einer auf 1,63 Volt erhöhten Spannung und verlangsamten Timings scheiterten wir nur knapp an 1.066 MHz bzw. DDR3-2133. Da wir die Tests mit allen Riegeln durchführten (also zwei Testreihen mit je zwei Riegeln) und alle vier Riegel separat diesen Wert erzielen konnten, können wir den G.Skill RipjawsZ ein ordentliches OC-Potenzial bescheinigen - auch ohne Sockel 2011 von Intel.
    [break=Vorwort zu den Benchmarks]
    Unseren eigentlich geplanten Benchmark-Parcours mussten wir unfreiwillig einkürzen (aufgrund der defekten Grafikkarte), die verbleibenden 2D-Benchmarks zeigen jedoch eine Tendenz, die sich in einer ähnlichen Form auch auf 3D-Benchmarks übertragen lassen sollte. Um einige der Speicher-Taktraten zu erreichen, war die Veränderung von anderen Parametern, die CPU betreffend, notwendig. So ließen sich bestimmte Werte nur mit abweichendem Prozessor- und/oder Northbridge-Takt erzielen. Diese Abweichungen können aber einen deutlichen Einfluss auf die Performance in Benchmarks haben, weshalb wir für unsere Ergebnisdiagramme zum Teil leicht abweichende Taktraten verwendet haben. Somit konnten wir einen zu deutlichen Einfluss der CPU-Taktraten auf die Performance ausschließen. Die jeweils verwendeten Taktraten wurden daher neben dem Speichertakt und den -timings mit in die Diagramme aufgenommen. Gleichzeitig haben wir noch die jeweils höchsten, spezifizierten Taktraten bei Verwendung des G.Skill-Speicherkits hinzugefügt. Auf Sockel AM3 sind dies DDR3-1333 und auf Sockel AM3+ DDR3-1600.

    Hier ein Überblick über die Einstellungen, bei denen es keine entsprechenden Standard-Kombinationen im BIOS gab/gibt:

    4x4 GByte AM3
    (ein Klick auf den Screenshot öffnet eine vergrößerte Version)


    4x4 GByte AM3
    (ein Klick auf den Screenshot öffnet eine vergrößerte Version)


    2x4 GByte AM3
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    4x4 GByte AM3+
    (ein Klick auf den Screenshot öffnet eine vergrößerte Version)


    2x4 GByte AM3+
    (ein Klick auf den Screenshot öffnet eine vergrößerte Version)


    Und nun auf zu den Benchmark-Ergebnissen!
    [break=AIDA64, WinRAR]
    AIDA64 ist der Nachfolger vom Tool "Everest", welches viele kennen werden. Auch wir haben für unsere Artikel auf die Benchmark-Suite zurückgegriffen, weshalb wir keine Sekunde gezögert haben, mit dem Thronfolger AIDA64 weiter zu arbeiten. Für unsere Mainboard-Tests nutzen wir den integrierten Memory-Benchmark, um den Speicherdurchsatz beim Lesen, Schreiben und Kopieren sowie die Speicherlatenz zu messen. Dabei kommt die Programmversion 1.85.1649 zum Einsatz.

    An dieser Stelle möchten wir uns noch beim Programmierer von AIDA64 bedanken. Für die verschiedenen Testsysteme in der Redaktion, die für allerlei Hardware-Artikel herhalten müssen, hat man uns eine umfangreiche Extreme-Engineer-Lizenz zur Verfügung gestellt, mit der wir vollumfänglichen Zugriff auf die integrierten Benchmark-Suiten und Diagnose-Funktionen haben. So geht keine Information verloren. Danke dafür!

    AIDA64


    Speicherdurchsatz: Lesen


    Beim Lese-Durchsatz in AIDA64 herrscht je Sockel eine strikte Rangfolge, welche auf dem Speichertakt aufbaut. DDR3-1929 und DDR3-2130 auf Sockel AM3+ liegen sehr dicht beisammen, was wohl auf die um fast 80 MHz höher getaktete Northbridge beim niedrigeren Speichertakt zurückzuführen ist.

    Speicherdurchsatz: Schreiben


    Beim Schreib-Durchsatz sieht die Welt bereits etwas anders aus. Die Bulldozer-CPU liegt mit DDR3-1600, also der spezifikationsgerechten Einstellung, deutlich vor allen anderen Kombinationen. Das ist ein Zeichen dafür, dass höhere Speichereinstellungen durch Verlangsamung interner Register erkauft werden. Auch beim Sockel AM3 liegt DDR3-1776 vor DDR3-1853, was jedoch auch am Taktvorteil der integrierten Northbridge von etwa 50 MHz liegen kann.

    Speicherdurchsatz: Kopieren


    AMDs FX-8150 zeigt auch beim Kopier-Durchsatz ein ähnliches Verhalten wie beim Schreiben. Auch hier ist der nominell langsamere Speichertakt deutlich schneller. Beim Thuban hingegen sortieren sich die Ergebnisse nach Speichertakt.

    Speicherlatenz


    Interessant an der Speicherlatenz ist, dass sowohl beim Bulldozer als auch beim Thuban jeweils das Setting mit nur zwei Speicherriegeln am besten abschneidet. Auf der anderen Seite war dies irgendwie auch zu erwarten, da diese Kombinationen je Sockel mit dem höchsten Speichertakt liefen.



    Bei WinRAR wird immer auf gleichem Weg getestet: Es wird ein ca. 4,5 Gigabyte großes RAR-Archiv mit gemischtem Inhalt geöffnet und anschließend der integrierte Benchmark laufen gelassen.

    WinRAR"


    WinRAR


    Beim Bulldozer-System ist die Vollbestückung mit der höchsten Taktrate am schnellsten. Allerdings könnte hier auch die etwas höher getaktete Northbridge relevant sein. DDR3-2130 sieht jedenfalls kein Land, wobei hier sowohl CPU- als auch Northbridgetakt gegenüber anderen Settings fehlen und zudem noch ein Einfluss von Bank Interleaving aufgrund der verringerten Riegel-Anzahl zum Tragen kommen könnte. Auf Sockel AM3 ist der höchste Speichertakt auch am performantesten - wenn auch nur knapp.
    [break=XMPEG, Avidemux]
    Wenn es um Video-Encoding bzw. -Decoding geht, so gibt es unzählige Variationen und Ausgestaltungen von Software. Viele Programme und noch mehr Codecs lassen dem Enduser die Qual der Wahl. Dabei ist die Nutzung der Ressourcen genauso vielfältig wie die Software selbst: Einige Programme bzw. Codecs können maximal einen Prozessorkern ansprechen, andere wiederum nehmen alles, was sie an Leistung bekommen können - schwer, dabei einen Querschnitt abzubilden.

    Wir haben mit der Wahl von XMPEG in Verbindung mit dem XviD-Codec sowie Avidemux in Verbindung mit dem H.264-Codec versucht, diesen Querschnitt abzubilden. Während XMPEG mit dem aktuellen XviD-Codec kaum mehr als einen Prozessorkern beansprucht, nutzt Avidemux dank H.264-Codec jede zur Verfügung stehende Ressource. In beiden Fällen wandeln wir je ein Referenz-Video um und messen dabei die benötigte Zeit.

    XMPEG


    XMPEG + XviD


    XMPEG ist kein gutes Pflaster für die neuen FX-Prozessoren. Davon konnten wir uns bereits in unserem Launch-Review überzeugen. Kein Wunder also, dass die AM3-Plattform hier geschlossen schneller ist. Interessant ist aber auch, dass vom Standard abweichende Einstellungen hier das Gegenteil vom erwünschten Ziel erreichen. Je höher der Speichertakt, desto schlechter die Zeit.



    Avidemux


    Avidemux + H.264


    Bei Avidemux sieht die Welt wieder so aus, wie wir sie erwarten: FX-8150 vor 1100T und die Einstellungen, die einen leicht erhöhten CPU-Takt zur Folge haben, liegen in Front.
    [break=POV-Ray, Cinebench]
    Auch der Punkt Rendering darf in unserem Parcours nicht fehlen. Für diesen Bereich nutzen wir 2 Programme, die unterschiedliche Anwendungsgebiete haben.

    Auf der einen Seite kommt POV-Ray zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein Raytracer-Programm, welches im Benchmark-Modus eine vorgefertigte 3D-Szene berechnet. Gemessen wird die dafür benötigte Zeit.

    POV-Ray


    POV-Ray


    In POV-Ray wird die Ergebnisreihenfolge von Avidemux exakt bestätigt. Wieder bringt ein leicht erhöhter CPU-Takt mehr als ein höherer Speichertakt. Dies ist aber nicht verwunderlich, da es sich bei beiden Programmen um rechenintensive Programme handelt und dadurch der Einfluss des Speichers auf ein Minimum reduziert wird.


    Auf der anderen Seite nutzen wir das bekannte Renderprogramm Cinebench in der Version R11.5. Cinebench basiert auf der Cinema 4D-Software von Maxon und liegt in einer 64 Bit-Version vor, welche wir natürlich nutzen.

    Cinebench


    Cinebench 11.5


    Zum Abschluss unseres Benchmark-Parcours zeigt Cinebench ein sehr geschlossenes Ergebnisfeld. Hier gibt es kaum Unterschiede, weshalb verschiedene Speichertakte praktisch keinen Einfluss auf das Ergebnis haben. Einmal mehr siegt hier der höhere CPU-Takt.
    [break=Fazit]
    Titelbild zum Artikel G.Skill RipjawsZ DDR3-1866 (F3-14900CL9Q-16GBZL)


    Der erste Speichertest auf Planet 3DNow! nach fast viereinhalb Jahren neigt sich dem Ende. Es bleibt festzuhalten, dass G.Skill mit den uns zur Verfügung gestellten Speicherriegeln ein mehr als solides Speicherkit im Sortiment hat, welches durchaus zu gefallen weiß. Obwohl auf den Sockel 2011 von Intel optimiert, bietet es auch für den AMD-User eine sehr gute Leistung, sodass bedenkenlos zugegriffen werden kann.

    Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass bisher keine AMD-Plattform spezifikationsgerecht mit diesem Speicherkit betrieben werden kann. Selbst auf einer neuen AM3+-Plattform mit einem FX-Prozessor bedeutet der Betrieb von vier Riegeln mit DDR3-1866 eine Einstellung außerhalb der von AMD garantierten Werte. Sollte also ein User unbedingt spezifikationsgerecht arbeiten wollen bzw. müssen, so sollte der Blick auf DDR3-1600-Kits gerichtet werden. Auf der anderen Seite können die G.Skill RipjawsZ mit der internen Bezeichnung F3-14900CL9Q-16GBZL auch problemlos mit DDR3-1600 betrieben werden. Falls AMD mit zukünftigen Prozessor-Revisionen DDR3-1866 auch bei Vollbestückung freigibt, könnte sich das Speicherkit im Falle eines CPU-Upgrades lohnen. Vor dem Kauf sollte also sorgfältig abgewägt werden.

    Punkten kann G.Skills 16-GByte-Kit mit einem guten OC-Potenzial auf unserem Bulldozer-System. Fast DDR3-2133 sind ein mehr als ordentlicher Wert, welcher nur durch die Halbierung der Speichermenge getrübt wird. Leider gibt es das Speicherkit nicht mit zwei Riegeln, sodass diese Taktrate auf einem AMD-System leider ein Muster ohne Wert darstellt. Denn niemand wird sich 16 GByte RAM kaufen, um nur die Hälfte davon zu nutzen.

    Preislich liegt das Speicherkit derzeit bei 110 Euro, welches einen Mittelfeldplatz unter den Kits mit 16 GByte Kapazität und DDR3-1866 bei einer CAS Latency (Column Address Strobe) von 9 darstellt. Es gibt deutlich günstigere Kits, aber auch deutlich teurere. Die Verfügbarkeit aller entsprechenden Speicherkits ist jedoch (noch) nicht die Beste.

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