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    mITX-Gehäuse - Gigabyte i3410

    Gigabyte MIB i3410

    Beim Gang durch die Reihen eines Elektronik-Fachhändlers fallen sie immer wieder auf, die All-in-One-Geräte. Als Kit für daheim gibt es sie nicht. Gigabyte bietet mit seinen Gehäusen der MIB-Serie eine interessante Alternative an. Es handelt sich dabei um Desktop-Gehäuse, die ein mITX-Mainboard beherbergen können und eine VESA-Halterung für Monitore (75 x 75 oder 100 x 100 mm) besitzen. Die Modellvariante mit der Kennnummer 3410 wird in zwei Versionen angeboten, einmal mit, einmal ohne die VESA-Halterung. Wir haben uns die Version ohne diese Halterung einmal angesehen, um herauszufinden, was den Kunden erwartet.
    Viel Spaß auf den folgenden Seiten!

    Wir möchten uns bei Gigabyte für die Bereitstellung des Samples bedanken.

    Preisvergleich

    [BREAK=Technische Daten]
    Die technischen Daten des Gigabyte MIB i3410 entnehmen wir der Produktseite des Herstellers.

    Gigabyte i3410
    Material:Stahl-Chassis mit Kunststofffront
    Formfaktor:mITX (170x170 mm)
    Lüfter:1x 60 mm
    Laufwerksschächte:intern: 1x 3,5"; extern: 1x 5,25" (Slim)
    Stromversorgung:160 Watt Flex-ATX
    Frontanschlüsse:2x USB 2.0, Mikrofon, HD-Audio-Ausgang
    Abmaße:268 x 70 x 319mm (Breite x Höhe x Tiefe)
    Gewicht:ca. 2,8 kg

    Zum Lieferumfang gehören neben dem Gehäuse selbst:
    • Montageschrauben
    • 1x Kabelbinder
    • Kurzanleitung
    • Kaltgerätekabel
    • Standfüße


    • Gigabyte MIB i3410


      [BREAK=Äußeres - Teil 1]
      Gigabyte MIB i3410

      Im Gesamtüberblick haben wir schon den Eindruck, als wenn wir hier einen alten Bekannten vor Augen haben. Dem ist auch so, dazu aber später mehr.

      Gigabyte MIB i3410

      Die Front des i3410 kommt in einem interessanten und frischen Mix daher. Im oberen Bereich haben wir eine großflächige Hochglanzoberfläche, die im Allgemeinen für eine gewisse Staubempfindlichkeit bekannt ist. Ebenso leuchten Fingerabdrücke im Licht, die man zum Beispiel beim Einschalten des Systems mithilfe des silbernen Power-Knopfes auf der rechten Seite hinterlässt. Mittig sehen wir den Ausschnitt für ein optionales optisches Laufwerk im Slim-Format. Links davon markiert der Hersteller das Gehäuse mit einem markanten Schriftzug. Darunter finden wir die bekannten Frontanschlüsse: zweimal USB 2.0 sowie die beiden Audiobuchsen für ein Mikrofon und die Kopfhörer.
      Im unteren Bereich der Front verwendet Gigabyte eine silbrig seidene Leiste. Durch eingebrachte Nuten wirkt die Front in unseren Augen durchaus ansprechend.

      Gigabyte MIB i3410 Gigabyte MIB i3410

      Sobald wir uns von der Front entfernen, sehen wir, dass Gigabyte beim i3410 auf einen matt-lackierten Korpus setzt. Von rechts betrachtet fallen die Lüftungsöffnungen auf. Im vorderen Bereich scheint der bereits verbaute 60-mm-Lüfter durch das Lochgitter.

      Gigabyte MIB i3410

      Der Deckel des i3410 ist mithilfe von drei Schrauben an der Rückseite des Gehäuses fixiert. Eine zusätzliche Sicherung lässt sich durch ein optionales Kensington-Lock realisieren, für das die dazugehörige Öffnung links neben dem Haltegriff in der Mitte vorgesehen ist. Das bereits verbaute Netzteil findet unten rechts seinen Platz. Der kleine Lüfter in diesem ist oftmals leider ein Garant dafür, dass es nicht unbedingt leise zugeht. Hohe Drehzahlen sind notwendig, um annehmbare Luftmengen zu transportieren.
      Über dem Netzteil können zwei kleine Bleche herausgebrochen werden, die die Installation von COM-Ports ermöglichen. Diese Technik findet sich eher im Profi-Bereich wieder, wenn es zum Beispiel um die Programmierung von speicherprogrammierten Steuerungen, kurz SPS, geht und dürfte für viele Anwender eher uninteressant sein.

      [BREAK=Äußeres - Teil 2]
      Gigabyte MIB i3410

      Die Deckeloberseite bietet ein großes Lochgitter, dass die direkte Belüftung einer darunter befindlichen CPU gewährleisten soll. Hinter dem Gitter erkennen wir einen Luftfilter, der dabei die Menge an eindringendem Staub verringern soll. Gleichzeitig dient dieser der Reduktion elektromagnetischer Strahlung und arbeitet zugunsten der Einhaltung der EMV-Richtlinie.

      Gigabyte MIB i3410

      Am Boden des Gehäuses platziert Gigabyte vier Gummi-Füße, die für eine Entkopplung vom Untergrund wirken können. Vor allem auf einem Brett stehend fällt ein Übergang von Vibrationen verstärkt auf.

      [BREAK=Inneres - Teil 1]
      Gigabyte MIB i3410 Gigabyte MIB i3410

      Nach dem Öffnen des Gigabyte i3410 fällt uns auf, dass es sich dabei um das selbe Chassis wie bei dem bereits von uns getesteten Compucase 8K01 handelt. Gigabyte hat das Modell aber noch ein wenig überarbeitet. Die Änderungen sind überschaubar, aber durchaus vorhanden. Neben der schon bereits gesehenen Front verbaut Gigabyte beim i3410 einen 60-mm-Lüfter, der beim Compucase-Modell nur optional erhältlich ist. Ebenso werden wir uns später noch einmal dem Netzteil widmen, bei dem auch Hand angelegt wurde.

      Gigabyte MIB i3410 Gigabyte MIB i3410

      Der Lüfter ist mit der Modellnummer DF0602512SEDN versehen. Lüfter mit geringen Durchmessern fallen oft negativ auf, da diese hohe Drehzahlen benötigen, um annehmbare Luftmengen zu bewegen. Später werden wir immer die Betriebsgeräusche analysieren und dann wird auch sichtbar sein, ob der Lüfter eine Verschlechterung oder Verbesserung der Betriebsparameter bedeutet.

      [BREAK=Inneres - Teil 2]
      Gigabyte MIB i3410

      Der verbaute Staubfilter ist durch Schrauben von außen fixiert. Damit steht auch einer Reinigung nichts im Weg.

      Gigabyte MIB i3410

      Zentrales Element des Chassis bleibt der Laufwerkshalter. Neben der Fähigkeit, eine 3,5“-Festplatte und ein optisches Slim-Laufwerk aufzunehmen, dient er der Versteifung des Gehäuses. Die Strebe verbindet Front- und Rückseite. Bei der Festplattenmontage fallen die Gummi-Puffer auf, die zur Entkopplung dienen sollen. Vor allem hochdrehende Festplatten mit 7200 U/min und mehr können durchaus für auffällige Betriebsgeräusche verantwortlich sein. Aber auch ältere Modelle wie unsere Samsung-Festplatte sind hier und da für ihren unruhigen Betrieb bekannt.

      Gigabyte MIB i3410 Gigabyte MIB i3410

      Die Mainboardmontage verläuft haargenau wie beim Compucase 8K01. Nach oben stehen ungefähr 50 Millimeter zur Verfügung, wobei der Staubfilter den Wert verringern kann. Dafür können wir beim Gigabyte i3410 die Front-USB-Anschlüsse bedienen. Das Kabel ist ein wenig länger als bei der Compucase-Variante beziehungsweise lässt sich besser verlegen. Anstatt eine stabile Ummantelung zu verwenden, setzt Gigabyte auf die einzelnen Adern, die wie ein Flachbandkabel verbunden sind.
      Durch die freie Ecke vor dem Netzteil haben wir eine komfortable Möglichkeit dazu, die diversen Anschlusskabel zu ordnen. Somit können diese nicht den Luftstrom über die Komponenten stören.

      [BREAK=Temperaturen und Lautstärke]
      Durch den Einsatz eines zusätzlichen Lüfters im Gegensatz zum Compucase 8K01 verspricht das Gigabyte-Gehäuse ein kleines Plus an Kühlleistung. Wie das in der Praxis aussieht, wollen wir uns einmal vor Augen führen:

      Gigabyte MIB i3410

      Das Ergebnis ist durchaus beeindruckend. In unserem Test sinken die gemessenen Betriebstemperaturen um ungefähr 10°C ab. Damit steht es außer Frage, welchen Nutzen der zusätzliche Lüfter bringt.
      Leidliches Thema in diesem Zusammenhang ist folglich aber die Lautstärke.


      Das Gigabyte i3410 erreicht höhere Schallpegel als die Variante aus dem Hause Compucase. Vor allem der Spitzenwert an der rechten Seitenwand zeigt, welchen Einfluss der kleine Lüfter hat. Im Mittel steigt der Schallpegel um ungefähr zwei dB(A). Da sich am Konzept der Festplattenbefestigung nicht viel geändert hat, wenn wir wieder einmal mit dem Compucase 8K01 vergleichen, dürften sich Vibrationsgeräusche ähnlich bemerkbar machen. Im Volllastbetrieb waren die Vibrationsgeräusche deutlich weniger wahrnehmbar, was vor allem durch den höheren Schallpegel seitens des Lüfters mitgetragen wird.

      [BREAK=Das Netzteil im Kurzcheck]
      Gigabyte MIB i3410

      Durch die enge Verwandtschaft zum Compucase 8K01 kommt selbstverständlich auch hier ein Netzteil zum Einsatz, das aus dem Hause HEC stammt. Im Gegensatz zum 8K01 kommt aber hier ein etwas leistungsstärkeres Modell zum Einsatz. Mit 160 W ist es 40 Watt stärker, bietet 10 anstatt 9,5 Ampere auf der 12-V-Schiene, wird aber genauso ohne 80Plus-Zertifizierung ausgegeben. Sehen wir uns doch einmal an, welche Werte wir erreicht haben:

      Gigabyte MIB i3410

      Im Leerlauf zeigt sich kein Unterschied zur 120-Watt-Version des Compucase-Gehäuses. Unter Last ist es jedoch um drei Watt genügsamer. Dieser Effekt kann schon allein durch die niedrigere Systemtemperatur erreicht worden sein.

      [BREAK=Fazit]
      Gigabyte MIB i3410

      Gigabyte setzt bei dem i3410 aus der MIB-Serie auf das gleiche Chassis, das wir schon bei Compucase mit dem 8K01 sehen konnten. Die Änderungen stecken daher im Detail und betreffen nicht nur die geänderte Front, die aus unserer Sicht ansprechend wirkt.
      Im Inneren haben sich gleich mehrere Dinge geändert. Systeme mit höherer Abwärme profitieren von der höheren Kühlleistung, die durch den Einsatz eines zusätzlichen 60-mm-Lüfters erreicht wird. Damit fällt auch ein Kritikpunkt unsererseits weg, den wir noch beim 8K01 bemerken mussten: die Temperatur der Festplatte. Systeme mit höheren TDP-Werten sind demzufolge mit dem Gigabyte-Gehäuse eher möglich. Das Netzteil des i3410 bietet 160 anstatt der 120 Watt im Compucase-Gehäuse. Beide stammen von HEC und womöglich handelt es sich sogar um das gleiche Layout. Weiterhin wird durch ein leicht geändertes Kabel in unserem Fall die Nutzung der Front-USB-Anschlüsse ohne Probleme möglich.

      Geblieben sind die Entkopplung der Festplatte, der Staubfilter sowie das komfortable Platzangebot vor dem Netzteil zum „Verstecken“ der Anschlusskabel.
      Die höhere Kühlleistung geht auf der anderen Seite leider einher mit einem höheren Schallpegel. Ebenso bleiben interne Netzteile im Bereich mITX weiterhin ein Streitthema. Während ATX-Desktopsysteme inzwischen mit 80Plus Platinum aufwarten können, sucht man dergleichen in kleinen Dimensionen vergeblich.

      An dieser Stelle müssen wir auch noch einmal darauf aufmerksam machen, dass Gigabyte mit der MIB-Serie eigentlich eher Gehäuse mit einer VESA-Halterung für Monitore anbietet. Mit dieser hätte das i3410 einen nicht zu verachtenden Vorteil auf seiner Seite.

      Trotzdem müssen wir das hier gesehene bewerten. Das i3410 hat seine Vor- und Nachteile, die wir aufgezeigt haben. Der Aufpreis gegenüber dem Compucase 8K01 beträgt aber fast 20 Euro. Ob dieser Aufpreis gerechtfertigt ist, hängt auch stark von den Vorlieben bezüglich des Designs ab, denn das Äußere sieht man schließlich tagtäglich.

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