
Mit dem SpineRex hat Enermax ein Gehäuse vorgestellt, was bei Vollbestückung mit fünf 5,25“-Laufwerken und acht 3,5“-Laufwerken und E-ATX-kompatibilität erst einmal keine Wünsche offen lässt – oder vielleicht doch? Vermisst haben wir Einbauplätze für 2,5“-Laufwerke. Die hauptsächlich in dieser Größe angebotenen SSDs werden schließlich immer günstiger und beliebter. Wer langfristig mit einem Gehäuse Erfolg im Markt haben will, muss heute schon Einbauplätze hierfür schaffen. Ansonsten weiß der modulare Aufbau zu gefallen. Hier kann man je nach Bedarf unterschiedliche Kombinationen von 3,5“- und 5,25“-Laufwerken einbauen. Die Festplatten werden dank davor installierter Lüfter gut gekühlt, wenn auch ein wenig zu Lasten der Lautstärke. Leisere Lüfter in der Front oder regelbar, so wie der 250-mm-Lüfter im Seitenteil, hätten dem SpineRex noch besser zu Gesicht gestanden.
Die Laufwerke lassen sich zwar alle werkzeuglos installieren, leider muss man dann aber doch zum Schraubendreher greifen und je Käfig gleich vier Schrauben lösen, um an die Festplattenkäfige zu gelangen. Aber da die wenigsten Anwender, nicht mal Bastler, wohl kaum mehrfach die Woche die Laufwerke wechseln, ist das zu verschmerzen.
Der Innenraum ist wie es sich gehört durch Staubfilter an allen neuralgischen Stellen, wie dem Seitenteil, unterhalb des Netzteils und in den 5,25“-Blenden vor Staub geschützt. Sehr gut hat uns hierbei vor allem die Lösung mit dem verschiebbaren Deckel gefallen. Baut man im Deckel Lüfter ein, sorgen sie für einen Abtransport der warmen Luft aus dem Inneren, sind keine Lüfter verbaut, werden die Öffnungen einfach durch Verschieben des Deckels geschlossen. Anfällig gegen Staub ist nur das Äußere, was durch seinen zerklüfteten Aufbau und viele Einbuchtungen schwer zu reinigen ist. Ansonsten weist der verwendete Kunststoff, aus dem die Anbauteile des SpineRex bestehen, eine angenehme und robuste Haptik auf, auch klappert oder wackelt hier nichts.
Mit einem aufgerufenen Preis von ca. 110,- Euro wird es das Enermax SpineRex schwer haben, sich gegen das von uns vor einem halben Jahr getestete Cooler Master HAF-X durchzusetzen. Dieses ist nur noch knapp 30,- Euro teurer, bietet dafür aber diverse 2,5“-Einbauplätze, die teilweise sogar als HotSwap ausgelegt sind, und bessere Kühlleistungen bei geringerer Lautstärke. Hier entscheidet also letztendlich der Geschmack der Käufer.
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