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      Grafikkarte: 2x GeForce GTX Titan (1x Gigabyte, 1x Zotac)
      Display: 30" HP LP3065 (2560x1600)
      Festplatte(n): 2x Crucial M500 960 GB im Raid0 (Windows und Datenhalde), Crucial C300 256 GB (eigene Dateien)
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    Windows 7, der "Bulldozer-Patch" und Windows 8

    Titelbild  Windows 7, der Bulldozer-Patch und Windows 8


    Am 12. Oktober 2011 debütierten AMDs FX-Prozessoren, Codename Bulldozer. Mittlerweile sind knapp sechs Monate ins Land gegangen, ohne dass sich nennenswerte Veränderungen in der Software-Landschaft zugunsten der FX-CPUs gezeigt hätten. Aber genau diese benötigt der "Bulldozer", um richtig in Fahrt zu kommen. Das haben wir bereits beim Launch feststellen müssen und können heute kein anderes Bild zeichnen.

    Allerdings setzte man seitens AMD große Stücke auf das kommende Microsoft-Betriebssystem Windows 8, welches zum Zeitpunkt des FX-Starts als Developer Preview vorlag. Dank eines verbesserten Schedulers sollten sich für den Bulldozer Vorteile bei der Thread-Verwaltung - und damit der Performance - ergeben. Beim Launch geisterten Berichte von bis zu 10 Prozent Leistungszuwachs unter Windows 8 umher, die natürlich nur unter bestimmten Bedingungen erreicht werden konnten. Für ein paar Prozentpunkte sollte der neue Scheduler aber generell gut sein. Auch kündigte man an, zusammen mit Microsoft an einem Patch für Windows 7 zu arbeiten, welcher ein paar der Verbesserungen in eben dieses Betriebssystem transportieren sollte.

    Nachdem der Patch Mitte Dezember veröffentlicht, kurze Zeit später aber wieder zurückgezogen wurde, erfolgte die endgültige Veröffentlichung der beiden Hotfixe Mitte Januar. Da Windows 8 mittlerweile auch in der Version der Consumer Preview erhältlich ist - also immer näher an ein fertiges Betriebssystem rückt - haben wir uns mit dem Windows-7-Patch sowie Windows 8 beschäftigt und anhand unseres Mainboard-Testparcours geprüft, ob sich an der generellen FX-Performance etwas verändert hat. Die folgenden Seiten werden dies klären.

    Viel Vergnügen beim Lesen!
    [break=Der "Bulldozer"-Patch]
    Microsoft veröffentlichte zwei Hotfixes, welche individuell eingesetzt werden können, allerdings für den gemeinsamen Einsatz gedacht sind. Es handelt sich dabei um KB2645594 für Verbesserungen beim Scheduler und KB2646060 für Verbesserungen beim Core Parking.

    Wie wir in unserem zweiten Artikel rund um die FX-Prozessoren herausgefunden haben, kann mit der richtigen Verteilung der Threads ein gutes Stück Performance gewonnen werden. Nämlich dann, wenn das dem Bulldozer zugrunde liegende CMT-Design (Cluster-based Multithreading) quasi ausgehebelt wird. Das Design des FX zielt darauf ab, dass jeweils zwei Kerne eines Moduls über gemeinsame Ressourcen verfügen (FPU, L1-Instruction-Cache, L2-Cache, Decoder), einige andere Ressourcen jedoch so oft zur Verfügung stehen, wie der jeweilige Prozessor Kerne hat (L1-Daten-Cache, Integer-Einheiten). In der Praxis hat sich gezeigt, dass einige Anwendungen deutlich davon profitieren, wenn die Threads nicht auf zwei Kernen ein und desselben Moduls laufen, sondern wenn sie auf mehrere Module verteilt werden und dort jeweils einen Kern in Anspruch nehmen können (und nicht durch einen zweiten Thread "behindert" werden). Dadurch stehen dem jeweiligen Thread im Idealfall die Ressourcen eines Kerns und auch die sonst geteilten Ressourcen eines Moduls zur Verfügung. Genau diese Verteilung zugunsten besserer Performance soll durch KB2645594 erreicht werden. Vom Ansatz her dürften Anwendungen, die zwischen zwei und vier Threads verwenden, am meisten profitieren. Denn Anwendungen, deren Workload nur einen Thread umfasst, können bereits heute auf die komplette Hardware eines Kerns sowie die gemeinsame Hardware eines Moduls zugreifen. Und werden es mehr Threads als die Anzahl der Module, so müssen sich zwangsläufig mindestens zwei Threads ein Modul "teilen". Mit steigender Thread-Zahl (über die Anzahl an Modulen hinaus) kann auch der Windows-Hotfix nur noch wenig Abhilfe schaffen.

    Mit KB2646060 soll es Verbesserungen beim Core Parking geben. Wie der Name schon impliziert, werden Kerne während Ruhephasen "geparkt", also de facto schlafen gelegt. So wird erstens die Leistungsaufnahme verringert und zweitens wird der TDP-Spielraum für eventuell notwendige Turbo-Eingriffe erhöht. Im Prinzip bietet Core Parking also nur Vorteile, scheint nach Meinung von AMD aber zu häufig zu greifen. Wenn dies der Fall ist, kehrt sich der Vorteil um. Denn auch zum Aufwecken der Kerne wird etwas Zeit benötigt, was im schlechtesten Fall zu einer geringeren Performance führt. Hier soll der zweite Hotfix etwas Linderung bringen.

    Vor- und Nachteile

    Beide Hotfixes haben das Ziel, die Performance des nicht ganz überzeugend auftretenden AMD FX (bzw. der Opteron-Varianten im Server-Segment) zu verbessern. Wunder dürfen hier grundsätzlich nicht erwartet werden, die eine oder andere Verbesserung auf dieser Basis ist aber gern gesehen. Dennoch könnten die Eingriffe am Scheduler und beim Core Parking einen Nachteil nach sich ziehen: Eine gesteigerte Leistungsaufnahme.

    Konstruieren wir zur Verdeutlichung einen anstehenden Desktop-Workload, welcher auf vier Threads aufgeteilt werden kann. Aus Sicht der Leistungsaufnahme wäre es wünschenswert, wenn diese vier Threads komplett auf zwei Modulen laufen. Die anderen beiden Module könnten schlafen gelegt werden, was eine Aktivierung des Turbo-Modus zur Folge haben kann. Durch die beiden Hotfixes werden nun aber die vier Threads auf alle vier Module verteilt, sodass alle Module des Desktop-FX aktiv sein müssen. Lediglich einzelne Kerne können nun noch abgeschaltet werden, was unter Umständen eine höhere Leistungsaufnahme mit sich bringt. Gleichzeitig kann es im Extremfall sein, dass der Turbo-Modus nicht mehr so effizient arbeitet und die anstehende Arbeit länger dauert als ohne Anpassungen, was zu Lasten der Energieeffizienz geht.

    Man bewegt sich hier auf einem schmalen Grat zwischen Aufwand und Nutzen, der verdeutlicht, dass keine großen Performance-Sprünge zu erwarten sind, gleichzeitig sogar ungewünschte Nebeneffekte auftreten können.
    [break=Gedanken und Erkenntnisse]
    Als AMDs FX das Neonlicht der Welt erblickte (frei nach Heinz Erhardt), lag Windows 8 lediglich in der Version der Developer Preview vor. Doch eine Developer Preview ist noch lange kein finales Betriebssystem. Dennoch setzt AMD große Stücke auf das kommende Betriebssystem aus Redmond. Doch sind diese Hoffnungen berechtigt? Oder müssen unterm Strich mehr Kompromisse eingegangen werden als es Nutzen gibt?

    Im heutigen Test wollten wir neben der Frage nach den Auswirkungen der Windows-7-Hotfixe auch wissen, ob aus Sicht des FX ein Wechsel zu Windows 8 wirklich sinnvoll sein kann. Und um diese Frage korrekt beantworten zu können, mussten wir unter Windows 8 die gleichen Voraussetzungen schaffen, wie dies in unserem Windows 7 der Fall war bzw. ist. Das bedeutete für uns, die gleichen Treiber zu nutzen und identische Einstellungen vorzunehmen (Dienste, Auslagerungsdatei usw.). Dabei wurde dem Grafiktreiber eine besondere Rolle zuteil: Beim Bulldozer-Launch gab es keine Grafiktreiber für Windows 8, sodass (falls eine Redaktion die Auswirkungen von Windows 8 testen wollte) der eigentlich für Windows 7 gedachte Catalyst-Treiber installiert werden musste. Zwar haben wir eine Treiberversion genutzt, die erst nach dem FX-Launch veröffentlicht wurde, dennoch musste dieser Treiber auch unter Windows 8 genutzt werden, um einen Vergleich zu ermöglichen. Im späteren Verlauf der Tests haben wir noch einige Tests mit dem ersten von AMD veröffentlichten Catalyst für die Windows 8 Consumer Preview durchgeführt und die Ergebnisse mit in die Diagramme aufgenommen.

    Stolpersteine bei der Treiberinstallation

    Die härteste Nuss, die es zu knacken galt, war die Installation des Grafiktreibers unter Windows 8. Während unter Windows 7 kein einziges Problem auftrat (auch nicht unter Verwendung der Hotfixe), kam unsere Grafikkarte im Windows 8 nicht so recht in Fahrt. Ihr fehlte es im 3DMark 11 etwa an 10 Prozent Performance. Es dauerte eine Weile, bis wir dahinter kamen. Während der Installation der Catalyst-Software-Suite wird ein winziges Detail unterschlagen - der Grafiktreiber! Alles andere (Catalyst Installationsmanager, AMD Drag, HDMI-Audiotreiber etc.) wird angezeigt und auch installiert. Der Grafiktreiber fehlte. Somit arbeitete unsere HD 6970 nur mit Microsoft-Standardtreibern, was deutlich Leistung kostete.

    Abhilfe schaffte die Ausführung der Installationsroutine im Kompatibilitätsmodus von Windows 7 Service Pack 2. Dann stand der Grafiktreiber in der Liste der zu installierenden Software. Doch auch dann brauchten wir etwa ein Dutzend Versuche, bis die Installation gelang. In den anderen Fällen hängte sich die Installationsroutine auf und bewegte sich kein Stück mehr - die Beendigung über den Taskmanager war der einzige Ausweg. Aber irgendwann lief die Installation durch und es konnte losgehen. Das betraf, nebenbei erwähnt, sowohl die Developer- als auch die Consumer-Preview. Mit dem zwischenzeitlich erschienenen Catalyst für die Windows 8 Consumer Preview hatten wir keine derartigen Probleme bei der Installation. Allerdings funktionierte mit diesem Treiber PCMark nicht mehr korrekt und stürzte stets an unterschiedlichen Stellen ab. Andere Programme hingegen funktionierten fehlerfrei.

    Doch nicht nur der Grafiktreiber wollte nicht so recht, auch der USB-3.0-Treiber für den ASMedia-ASM1042-Controller unseres Crosshair V Formula hatte unter Windows 8 (erneut in beiden Versionen) so seine Probleme. Er wurde zwar ohne Fehlermeldung installiert, sobald jedoch ein Gerät angeschlossen wurde, zeigte sich im Gerätemanager das gefürchtete gelbe Ausrufezeichen eines Gerätes, welches nicht gestartet werden konnte. Erst mit der Deinstallation im Gerätemanager und dem Suchen nach veränderten Geräten (inklusive Treiberinstallation) lief dann auch der ASMedia-Controller fehlerfrei.

    Positiv ist zu berichten, dass unserer mittlerweile etwa 10 Jahre alte PCI-Raidcontroller ohne Murren seinen Dienst verrichtete. Die beiden angeschlossenen IDE-Platten im Raid-0-Verbund dienen dazu, die PCI-Bandbreite des Systems zu messen. Der notwendige Treiber war ursprünglich für Windows Vista vorgesehen, funktioniert unter Windows 7 und jetzt sogar unter Windows 8 problemlos!

    Insgesamt zeigt sich, dass der Betrieb unter Windows 8 grundsätzlich recht ordentlich funktioniert, eine abschließende Beurteilung aber erst möglich werden wird, wenn flächendeckend Windows-8-Treiber aller Geräte verfügbar sind. Genau diesen Kenntnisstand muss auch AMD vor dem FX-Launch gehabt haben.
    [break=Das Testsystem]
    • Prozessor:
      • AMD FX-8150
      • AMD Phenom II X6 1100T
    • Kühler: Noctua NH-C14 (bestückt mit dem oberen Lüfter)
    • Mainboard (Referenz): ASUS Crosshair V Formula (BIOS 1102)
    • Arbeitsspeicher: 4x 4 GByte G.Skill RipjawsZ DR3-1866 (11-11-11-28 2T für die Benchmarks, sonst 9-10-9-28 2T)
    • Grafikkarte: ASUS Radeon HD 6970
    • Netzteil: Seasonic S12-650
    • Festplatten:
      • Seagate ST3250410AS (SATA, 7.200/min, Betriebssystem)
      • Maxtor 6E040L0 (IDE, 7.200/min)
      • 2x Maxtor 4D080H4 (IDE, 5.400/min, Raid0 am STLab-PCI-Raidcontroller)
      • Hitachi P7K500 (SATA, 7.200/min, per USB bzw. eSATA angeschlossen)
    • Gehäuse: DIMASTECH Bench-Table
    • Energiemessgerät: Voltcraft Energy Monitor 3000
    Planet 3DNow! testet mit Hardware von getgoods.de

    Kühler Mainboard-Testsystem


    CPU Mainboard-Testsystem


    RAM Mainboard-Testsystem


    Grafikkarte Mainboard-Testsystem


    Auf der Software-Seite sieht das System so aus:

    verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkungen
    Windows 7 Ultimate
    64 Bit, Service Pack 1
    Windows 7 Hotfix
    KB2645594
    Windows 7 Hotfix
    KB2646060
    Windows 8 Developer Preview
    64 Bit
    Windows 8 Consumer Preview
    64 Bit
    DirectX
    11
    Grafikkartentreiber
    Catalyst 12.1 Preview
    Grafikkartentreiber
    Catalyst 8.93.7 RC10
    Prime95
    26.6, 64 Bit
    HDTune
    Pro 5.00 (Trial)
    AIDA64
    2.00.1770 Beta
    WinRAR
    4.01, 64 Bit
    XMPEG
    5.03, Build 5.0.8.84
    XViD
    1.3.1
    Avidemux
    2.5.6 64 Bit
    POV-Ray
    3.7, RC3 (64 Bit)
    Cinebench
    R11.5, 64 Bit
    Crysis
    Demo
    Crysis Benchmark Tool
    1.0.0.5
    Far Cry 2
    V 1.00
    Far Cry 2 Benchmark-Tool
    1.0.0.1
    3DMark 11
    Advanced, Build 1.0.1, ohne Feature Tests
    PCMark 7
    Advanced, Build 1.0.4
    LinX
    v0.6.4.0
    Windows Media Player
    12.0.7601.17514


    Unser Test-Parcours soll einen guten Querschnitt durch den Alltagsbetrieb eines PCs bilden. 32 Bit- und 64 Bit-Anwendungen sind vertreten, ältere Software wechselt sich mit neuerer ab, Video-Encoding und Rendering sind vertreten und selbst synthetische Benchmarks spielen eine Rolle. Das alles sind Anwendungen, die im Alltag auftreten können, und zeigen so einen guten Querschnitt durch das Anforderungsprofil eines heutigen PCs.

    Einstellungen

    Seit der Einführung der Turbo-CORE-2.0-Technologie bei den neuen FX-Prozessoren lässt sich verallgemeinernd sagen, dass Turbo nicht gleich Turbo ist. Denn je nach Einstellungen kann der Turbo-CORE-Modus zwar aktiv sein, aber nicht ideal arbeiten. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn zwar Turbo CORE aktiviert ist, die C6-States hingegen deaktiviert bleiben. Dann zündet maximal die erste Turbo-Stufe, bei der alle Kerne gleichmäßig übertaktet werden, sofern der TDP-Spielraum ausreicht. Im Falle unseres FX-8150 wären dies 3,9 GHz, die volle Taktrate von 4,2 GHz würde dann nicht zum Einsatz kommen. Wir nutzen für unsere Benchmarks daher folgende Einstellungen:
    • Profil "Turbo CORE deaktiviert"
      • Cool'n'Quiet: deaktiviert
      • C1E: deaktiviert
      • C6-State: deaktiviert
      • Turbo CORE: deaktiviert
      • HPC Mode: deaktiviert
      • APM (sofern vorhanden): deaktiviert
    • Profil "Turbo CORE aktiviert"
      • Cool'n'Quiet: aktiviert
      • C1E: deaktiviert
      • C6-State: aktiviert
      • Turbo CORE: aktiviert
      • HPC Mode: deaktiviert
      • APM (sofern vorhanden): aktiviert

    Bei unseren Benchmark-Vergleichen ohne Turbo CORE nutzen wir somit die Standard-Taktrate unseres AMD FX-8150 von 3,6 GHz. In einer weiteren Benchmark-Reihe aktivieren wir den Turbo-Modus mit den oben verzeichneten BIOS-Einstellungen und können somit sicher sein, dass alle Turbo-Stufen greifen und das System mit den idealen Einstellungen läuft. C1E deaktivieren wir bei beiden Benchmark-Reihen, da es zwar in Sachen Leistungsaufnahme Verbesserungen bringen kann, gleichzeitig aber zu negativen Einflüssen auf die Performance führen kann. Zudem ist C1E für die korrekte Turbo-Funktion nicht notwendig.

    Messungen zur Leistungsaufnahme

    Die Leistungsaufnahme messen wir für das Gesamtsystem, jedoch ohne Monitor. Gleichzeitig befinden sich keine der zusätzlichen IDE-/USB- bzw. SATA-Festplatten im System, auch der PCI-Raid-Controller wird für diese Messungen nicht verwendet. Es werden ausschließlich die Grundkomponenten verwendet: Mainboard, CPU, RAM, Grafikkarte, DVD-Laufwerk, SATA-Festplatte mit Betriebssystem.
    [break=HDTune SATA, PCI]
    Für die Messung der Schnittstellenperformance nutzen wir das Tool HDTune. Es lässt eine sehr detaillierte Sicht der Dinge zu, wobei wir uns auf die Kernaspekte der linearen Transferrate, der Burst-Rate sowie der Prozessorlast konzentrieren.

    HDTune


    SATA-Performance


    HDTune: SATA linear


    Im Windows 7 gibt es nur sehr geringe Unterschiede zwischen dem System mit Patch und dem ohne. Interessant ist, dass Windows 8 mit aktiviertem Turbo-Modus nicht so recht mithalten kann und sich am Ende des Ergebnisfeldes platziert. In der Consumer Preview sehen die Ergebnisse ohne Turbo-Modus sogar recht ordentlich aus.

    HDTune: SATA Burst


    Wieder gibt es unter Windows 7 kaum Veränderungen durch beide Hotfixes. Windows 8 kommt auch hier nicht sonderlich zur Geltung. Sowohl mit aktiviertem als auch ohne Turbo müssen sich die Konfigurationen geschlagen geben. Lediglich ein Ergebnis unter Windows 8 steht ganz oben, welches allerdings noch zur Developer Preview gehört - die bekanntlich nicht in den Handel kommen wird.

    HDTune: SATA Prozessorlast


    Ohne Turbo-Modus tut sich im Windows 7 nicht viel nach der Installation der Bulldozer-Patche. Kommt jedoch Turbo hinzu, zeigt sich der Einfluss deutlich - leider in negativer Richtung. Aber auch Windows 8 kann nicht überzeugen. Zwar führen zwei Ergebnisse des neuen Betriebssystems die Rangliste an, diese wurden jedoch abermals unter Verwendung der Developer Preview erzielt. Mit der reiferen Consumer Preview verschlechterte sich das Bild erneut.

    PCI-Performance


    HDTune: PCI linear


    Die Unterschiede fallen insgesamt gering aus. Aber erneut muss sich Windows 8 hinten anstellen, wenn der Turbo-Modus ins Spiel kommt. Dafür stehen aber zwei echte Spitzenwerte ohne Turbo CORE zu Buche - dieses Mal auch von der Consumer Preview.

    HDTune: PCI Burst


    Erneut können wir nur sehr geringe Unterschiede notieren. Dennoch gilt auch hier, dass mit aktiviertem Turbo-Modus Windows 7 einen leichten Vorteil hat. Abermals bringt die Installation beider Hotfixes keinen nennenswerten Vorteil.

    HDTune: PCI Prozessorlast


    Die Prozessorlast fällt mit aktiviertem Turbo CORE verhältnismäßig hoch aus. Der Windows-7-Patch bringt kaum einen Vorteil, dafür kann sich Windows 8 in Szene setzen. Auffällig dabei ist auch die relativ große Verbesserung der Ergebnisse von der Developer Preview zur Consumer Preview.
    [break=HDTune USB, eSATA, netio]
    USB-Performance


    HDTune: USB linear


    Windows 8 in Form der Developer Preview sieht im Vergleich zu Windows 7 noch recht gut aus und kann durchaus mithalten. Leider muss die Consumer Preview, welche deutlich näher am finalen Windows 8 liegt, ordentlich abreißen lassen. Möglicherweise liegt hier ein Treiberproblem vor, da wir (wie zuvor beschrieben) unter allen Betriebssystemen mit dem gleichen Treiber gearbeitet haben. Es herrscht also noch Grund zur Hoffnung, dennoch fällt das Bild vorerst nicht positiv für das neue OS aus. Nebenbei erwähnt: Der Windows-7-Patch zeigt einmal mehr kaum Auswirkungen.

    HDTune: USB Burst


    Bei der Burst-Rate der USB-Ports ergibt sich das nahezu identische Bild wie bei der durchschnittlichen Transferrate. Es gilt die gleiche Einschätzung.

    HDTune: USB Prozessorlast


    In Sachen Prozessorlast bei USB-Auslastung zeigt sich ein eher negativer Trend der beiden Windows-7-Hotfixe. Windows 8 hat aber auch hier das (teilweise) deutliche Nachsehen, einmal mehr mit einem negativen Trend zwischen Developer und Consumer Preview.

    eSATA-Performance


    HDTune: eSATA linear


    Hier hätten wir die Reihenfolge auch auswürfeln können. Alle Konfigurationen sind sich bis auf die Nachkommastelle einig.

    HDTune: eSATA Burst


    Anders sieht es da schon bei der Burst-Rate aus. Sofern der Turbo gezündet wird, leiden die Ergebnisse. Leider auch hier mit der Tatsache, dass der Windows-7-Fix nichts bewirkt und Windows 8 bei der Reifung langsamer wird.

    HDTune: eSATA Prozessorlast


    In puncto Prozessorlast sieht Windows 8 zwar besser aus als Windows 7, dennoch auch hier mit negativem Trend von Developer zu Consumer Preview. Zudem zu sehen: Einmal mehr bringt der Bulldozer-Patch keine Veränderungen mit sich.



    Mit netio lässt sich die Bandbreite auf Basis des TCP/IP-Protokolls überprüfen. Das Ergebnis wird dabei in kByte sowohl für das Senden als auch das Empfangen ausgegeben und lässt somit eine detailliertere Auswertung zu.

    netio


    Ein Gigabit-LAN-Anschluss kann per Definition maximal 125.000 kByte/s senden bzw. empfangen.

    Netzwerkbandbreite Windows - Tx


    Die Unterschiede beim Senden von Daten über das Netzwerk fallen äußerst gering aus. Positives gibt es hier von Windows 8 zu berichten, denn dieses Mal ist die Consumer Preview einen Hauch flotter - selbst als Windows 7. Die beiden Hotfixe verschlechtern das Bild zudem minimal.

    Netzwerkbandbreite Windows - Rx


    Beim Empfangen von Daten über das Netzwerk generieren die Windows-7-Hotfixe ein geringes Performance-Plus. Windows 8 muss sich hingegen weiter hinten einordnen, zumal einmal mehr ein negativer Trend während der Reifung des Betriebssystems festzustellen ist. Aber auch hier gilt, dass die Unterschiede insgesamt äußert gering ausfallen.



    Für die Messung der Prozessorlast verwenden wir die Windows Leistungsanzeige. Der netio-Benchmark wird dafür mit allen vorgefertigten Paketgrößen durchgeführt (1k, 2k, 4k, 8k, 16k, 32k), was etwa eine Minute dauert. Während dieser Zeit messen wir die durchschnittliche Prozessorauslastung.

    Prozessorlast Netzwerkverkehr Windows


    Der Bulldozer-Patch bringt bei aktiviertem Turbo-Modus tatsächlich einen deutlichen Gewinn in Sachen Prozessorauslastung. Windows 8 hingegen muss sich deutlich geschlagen geben. Zudem verschlechtern sich die Ergebnisse mit der eigentlich näher am finalen Produkt gelegenen Consumer Preview.
    [break=AIDA64 Memory Benchmark, WinRAR]
    AIDA64 ist der Nachfolger vom Tool "Everest", welches viele kennen werden. Auch wir haben für unsere Artikel auf die Benchmark-Suite zurückgegriffen, weshalb wir keine Sekunde gezögert haben, mit dem Thronfolger AIDA64 weiter zu arbeiten. Für unsere Mainboard-Tests nutzen wir den integrierten Memory-Benchmark, um den Speicherdurchsatz beim Lesen, Schreiben und Kopieren sowie die Speicherlatenz zu messen. Dabei kommt die Programmversion 2.00.1770 Beta zum Einsatz.

    An dieser Stelle möchten wir uns noch beim Programmierer von AIDA64 bedanken. Für die verschiedenen Testsysteme in der Redaktion, die für allerlei Hardware-Artikel herhalten müssen, hat man uns eine umfangreiche Extreme-Engineer-Lizenz zur Verfügung gestellt, mit der wir vollumfänglichen Zugriff auf die integrierten Benchmark-Suiten und Diagnose-Funktionen haben. So geht keine Information verloren. Danke dafür!

    AIDA64


    Speicherdurchsatz: Lesen


    Die Windows-7-Hotfixe bringen einige Megabyte an Lese-Durchsatz und auch Windows 8 generiert noch einige Megabyte mehr.

    Speicherdurchsatz: Schreiben


    Im Schreib-Durchsatz geht es sehr eng zu. Alle Lösungen liegen nahezu gleichauf.

    Speicherdurchsatz: Kopieren


    Interessant. Beim Kopier-Durchsatz kann sich die Consumer Preview von Windows 8 deutlich in Szene setzen. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Hotfixe für Windows 7 Wirkung zeigen.

    Speicherlatenz


    Der Windows-7-Patch trägt Früchte. Dennoch dominiert Windows 8 die Rangliste mit deutlichem Abstand. Die Consumer Preview macht eine gute Figur, wenngleich sie das einzige Betriebssystem ist, wo das Ergebnis mit aktiviertem Turbo-Modus schlechter ausfällt als ohne.



    Bei WinRAR wird immer auf gleichem Weg getestet: Es wird ein ca. 4,5 Gigabyte großes RAR-Archiv mit gemischtem Inhalt geöffnet und anschließend der integrierte Benchmark laufen gelassen.

    WinRAR"


    WinRAR


    Installiert man unter Windows 7 KB2645594 und KB2646060, so legt WinRAR noch ein paar Kilobyte Performance oben auf. Interessant ist zudem zu sehen, dass Windows 8 ohne Turbo langsamer arbeitet als das Windows-7-Pendant, mit Turbo-Modus aber eine neue Bestmarke setzt - unabhängig von der genutzten Version.
    [break=XMPEG, Avidemux, H.264]
    Wenn es um Video-Encoding bzw. -Decoding geht, so gibt es unzählige Variationen und Ausgestaltungen von Software. Viele Programme und noch mehr Codecs lassen dem Enduser die Qual der Wahl. Dabei ist die Nutzung der Ressourcen genauso vielfältig wie die Software selbst: Einige Programme bzw. Codecs können maximal einen Prozessorkern ansprechen, andere wiederum nehmen alles, was sie an Leistung bekommen können - schwer, dabei einen Querschnitt abzubilden.

    Wir haben mit der Wahl von XMPEG in Verbindung mit dem XViD-Codec sowie Avidemux in Verbindung mit dem H.264-Codec versucht, diesen Querschnitt abzubilden. Während XMPEG mit dem aktuellen XViD-Codec kaum mehr als einen Prozessorkern beansprucht, nutzt Avidemux dank H.264-Codec jede zur Verfügung stehende Ressource. In beiden Fällen wandeln wir je ein Referenz-Video um und messen dabei die benötigte Zeit.

    XMPEG


    XMPEG + XViD


    Autsch. Windows 8 hat mit XMPEG (bzw. dem verwendeten XViD-Codec) so seine liebe Müh. Ohne Turbo-Modus dauert die Berechnung mehr als eine halbe Minute länger, mit Turbo schrumpft der Rückstand zwar, von einem Gleichstand ist man aber noch immer meilenweit entfernt.

    Wie bereits erwähnt liegt dieses Problem am Codec selbst. Denn wir haben das gleiche Video noch mit einem anderen Codec bearbeiten lassen, was sowohl unter Windows 7 als auch unter Windows 8 ziemlich genau zwei Minuten dauerte. Daher können wir XMPEG als Ursache ausschließen.

    Zudem hätten wir bei XMPEG eine deutlichere Wirkung der beiden Hotfixe für Windows 7 erwartet. Denn in unserem zweiten FX-Test konnten wir eine signifikante Verbesserung feststellen, wenn wir die Threads von XMPEG "per Hand" auf die Module aufgeteilt haben. Insofern enttäuscht der Hotfix hier.



    Avidemux


    Avidemux + H.264


    Einmal mehr sehen wir ein dicht gedrängtes Teilnehmerfeld. Die Wirkung der Hotfixe fällt gemischt aus (ohne Turbo Top, mit Turbo Flop).



    Da das Encodieren eines Videos einen Aspekt darstellt, das Abspielen eines Videos hingegen einen völlig anderen, spielen wir ein vorgefertigtes, mit H.264-Codec erstelltes Video im Windows Media Player ab und messen mittels der Windows Leistungsanzeige die auftretende Prozessorlast.

    Perfmon


    CPU-Last Wiedergabe H.264-Video


    Erneut verschlechtert sich die Leistung unter Windows 8 von der Developer zur Consumer Preview. Der speziell für Windows 8 veröffentlichte Grafik-Treiber erzielt die gleiche Leistung wie der Windows-7-Treiber. Unter Windows 7 bringt der Patch keine Vorteile.
    [break=POV-Ray, Cinebench]
    Auch der Punkt Rendering darf in unserem Parcours nicht fehlen. Für diesen Bereich nutzen wir 2 Programme, die unterschiedliche Anwendungsgebiete haben. Auf der einen Seite kommt POV-Ray zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein Raytracer-Programm, welches im Benchmark-Modus eine vorgefertigte 3D-Szene berechnet. Gemessen wird die dafür benötigte Zeit.

    POV-Ray


    POV-Ray


    Wieder sehen wir ein äußert dicht gedrängtes Ergebnisfeld. Der Windows-7b-Hotfix bringt minimale Vorteile (zumindest ohne Turbo CORE) und die Windows 8 Consumer Preview führt das Feld an.



    Auf der anderen Seite nutzen wir das bekannte Renderprogramm Cinebench in der Version R11.5. Cinebench basiert auf der Cinema 4D-Software von Maxon und liegt in einer 64 Bit-Version vor, welche wir natürlich nutzen.

    Cinebench


    Cinebench R11.5


    Cinebench profitiert von Windows 8. Unter Verwendung der Consumer Preview wird erstmals bei unseren FX-Tests die Marke von 6 Punkten ohne Übertaktung durchbrochen. Zwar nur äußerst knapp, aber immerhin. Zudem bringen die beiden Hotfixe für Windows 7 unter dem Strich keinen Vorteil.
    [break=Crysis, Far Cry 2]
    Crysis ist ein DirectX-10-Spiel, welches einen integrierten CPU-Benchmark in 64 Bit bietet. Wir lassen diesen Benchmark mit Hilfe des kostenlosen "Crysis Benchmark-Tools" hintereinander in den Auflösungen 1280x1024, 1600x1200 sowie 1920x1200 jeweils mit dem Detail-Level "High" laufen.

    Crysis


    Crysis 1280x1024


    Crysis 1600x1200


    Crysis 1920x1200


    Hier sehen wir zum ersten Mal einen deutlichen Vorteil des Bulldozer-Patches für Windows 7. Bis zu vier Bildern pro Sekunde mehr bringen die beiden Updates mit sich und selbst in 1920x1200 bleiben davon noch über zwei Bilder übrig. Auch wenn diese Veränderung nicht die Welt bewegen, sie sind doch gern gesehen. Interessant ist zudem das Auftreten von Windows 8: Während das Betriebssystem ohne Turbo CORE langsamer agiert als Windows 7, kann es sich mit aktiviertem Turbo-Modus sehr gut in Szene setzen und überflügelt sogar die Werte von Windows 7 samt Patch. Der neue Grafiktreiber hat wenig Einfluss auf die Performance.



    Far Cry 2 hat den Ruf, eine gute Ressourcenauslastung zu besitzen. Das Spiel profitiert von Mehrkernprozessoren, bietet eine detailreiche Grafik sowie einen integrierten Benchmark und ist somit ideal für einen Leistungsvergleich. Erneut kommen die Auflösungen 1280x1024, 1600x1200 und 1920x1200 zum Einsatz.

    Far Cry 2


    Far Cry 2 1280x1024


    Far Cry 2 1600x1200


    Far Cry 2 1920x1200


    Auch in Far Cry 2 bringen die Windows-7-Updates meist einen nennenswerten Vorteil. Windows 8 kann sich hingegen nicht ganz so gut in Szene setzen, wenngleich auch hier wieder eine ordentliche Steigerung dank Turbo-Modus möglich ist. Abermals bringt der exklusive Windows-8-Treiber keine nennenswerten Vorteile mit sich.
    [break=3DMark 11, PCMark 7]
    Zum Abschluss unseres Benchmark-Parcours statten wir Futuremark noch einen Besuch ab. Obwohl die Benchmarks aus diesem Hause nicht ganz unumstritten sind (wir berichteten), gehören sie noch immer zu den beliebtesten Vergleichsmöglichkeiten.

    Futuremark bietet mit 3DMark 11 bzw. PCMark 7 zwei Programme an, die ausschließlich unter Windows 7 laufen. PCMark liegt zudem in einer 64 Bit-Version vor, welche wir nutzen. 3DMark 11 lassen wir im vorgefertigten Performance-Preset laufen (High- bzw. Extreme-Preset sind aufgrund der GPU-Limitierung nicht sinnvoll).

    3DMark 11 Performance


    3DMark11 Performance Gesamt


    Selbst im 3DMark11 führen die beiden Windows-7-Updates zu einem minimal höheren Ergebnis. Die Steigerung fällt mit etwa einem Prozent Differenz jedoch sehr gering aus. Windows 8 in der Developer Preview setzt sich zwischen Windows 7 und Windows 7 samt Update, während sich die Consumer Preview leider nach hinten orientieren muss. Zudem verliert der Windows-8-Treiber für unsere 6970 noch einmal ein paar Punkte und bildet das Schlusslicht im Ergebnisdiagramm.

    3DMark11 Performance Physik/CPU


    Im Physik-Test haben die beiden Hotfixe für Windows 7 eine minimal negative Auswirkung. Windows 8 muss sich hingegen ganz hinten anstellen. Zwar ist von der Developer zur Consumer Preview eine positive Tendenz zu erkennen, gut sieht das Bild jedoch nicht für den neuesten Spross aus Redmond aus. Hinzu kommt ein kleiner Rückschritt dank des Catalyst 8.93.7 RC10.



    Der PCMark bietet verschiedene Suiten, die unterschiedliche Bereiche des PCs testen. Wir nutzen neben dem Standard-Durchlauf noch zusätzlich die Computation- sowie die System-Storage-Suite und können somit ein detailliertes Ergebnis erzielen.

    Da während der Festplatten-Tests Daten auf die Festplatte geschrieben bzw. von der Festplatte gelesen werden, ist eine fragmentierte Partition tödlich für ein nachvollziehbares Resultat. Aus diesem Grund spendieren wir PCMark eine eigene 15 GByte große Partition, die bei jedem System vor der Installation von PCMark formatiert und nach der Installation defragmentiert wird. Verfälschende Einflüsse werden dadurch minimiert.

    PCMark 7


    PCMark 7 Gesamt


    Oha. Diese Ergebnisse mussten wir erst auf uns wirken lassen. Der Windows-7-Patch bringt eine kleine Leistungsverbesserung, verblasst jedoch regelrecht hinter den Ergebnissen von Windows 8. Doch was ist für diesen Performanceschub verantwortlich?

    PCMark 7 Computation-Suite


    Hier sehen wir den (im positiven Sinne) Übeltäter: Die Tests in der Computation Suite legen überdurchschnittlich zu und verdoppeln das Ergebnis der Windows-7-Konfigurationen nahezu. Wir haben daraufhin mehrfach das Image des Betriebssystems gewechselt und den Benchmark mehrfach durchlaufen lassen. Auf den folgenden Screenshots ist zu sehen, woher das deutlich höhere Ergebnis stammt.

    PCMark Detailansicht
    (ein Klick auf das Bild öffnet eine größere Version)


    PCMark Detailansicht
    (ein Klick auf das Bild öffnet eine größere Version)


    PCMark Detailansicht
    (ein Klick auf das Bild öffnet eine größere Version)


    PCMark Detailansicht
    (ein Klick auf das Bild öffnet eine größere Version)


    In der Computation Suite sind insgesamt drei Teil-Tests (Video transcoding - downscaling, Video transcoding - high quality und Image manipulation) enthalten. Zwei dieser drei Tests werden selbst während eines Standard-Durchlaufs absolviert und sind daher für das deutlich höhere Gesamtergebnis verantwortlich. Im Übrigen liegt dies nicht an den installierten Daten auf unserer PCMark-Partition. Denn selbst wenn PCMark unter Windows 8 installiert wurde und anschließend nur das Image von Windows 7 wiederhergestellt wurde (ohne die Daten auf der PCMark-Partition zu verändern), zeigten sich unter Windows 7 wieder die niedrigeren Ergebnisse. Beim Wechsel von Windows 7 zu Windows 8 auf gleichem Wege steigern sich die Ergebnisse wieder. Daher liegt nahe, dass die Performance nicht aufgrund einer günstigeren Konstellation für den FX-Prozessor enorm gesteigert wird, sondern dass wir es mit einem reinen Betriebssystem-Vorteil zu tun haben. Um das zu überprüfen, haben wir kurzerhand einen AMD Phenom II X6 1100T verbaut und diesen sowohl im Windows 7 (ohne Patch) und in der Windows 8 Consumer Preview mit seinem nominellen Takt durch PCMark geschickt.

    PCMark 7 Gesamt


    Unter Windows 7 ist unser FX-8150 minimal langsamer als der 1100T (beide ohne Turbo CORE). Unter Windows 8 verändert sich das Bild und der 32-nm-Prozessor liegt in Front.

    PCMark 7 Computation Suite


    Interessant. Beide Prozessoren steigern ihre Ergebnisse von Windows 7 (ohne Patch) zur Windows 8 Consumer Preview um mehr als 100 Prozent. Dennoch scheint die Bulldozer-Architektur hier Vorteile zu haben, da sie eine höhere Steigerung verzeichnet.

    PCMark 7 System-Storage-Suite


    Unter Windows 7 tut sich nicht viel, wenn beide Updates installiert werden. Windows 8 zeigt sich einmal mehr nicht von der besten Seite.
    [break=Leistungsaufnahme]
    Wieviel Leistung benötigt der aktuelle PC? Die Antwort auf diese Frage darf natürlich nicht fehlen. Aus diesem Grund messen wir die Leistungsaufnahme in bestimmten Szenarien mittels des Voltcraft Energy Monitor 3000. Dabei messen wir die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems (aber ohne Monitor).

    Den ersten Wert ermitteln wir im 3DMark11. Dabei setzen wir die während eines Durchlaufs im Performance-Preset benötigte Energie ins Verhältnis zur Zeit und mitteln so die benötigte Leistungsaufnahme.

    Leistungsaufnahme 3DMark11, Performance-Preset


    Entgegen unserer Befürchtungen können sich die Windows-7-Updates sogar bei der Leistungsaufnahme unter 3DMark11 in Szene setzen. Windows 8 macht seine Sache hingegen noch besser und führt das Feld an. Leider gibt es auch in diesem Test einen negativen Trend von der Developer zur Consumer Preview.

    Leistungsaufnahme LinX 64 Bit


    Unter voller Auslastung können weder Windows 8 noch Windows 7 mit Patch Wunder bewirken. Es gibt keine nennenswerten Unterschiede. Mit aktiviertem Turbo-Modus taktet der Prozessor unter allen Betriebssystemen auf 3,3 GHz herunter.

    Leistungsaufnahme Prime95 64 Bit


    Auch beim Einsatz von Prime95 gibt es kaum Unterschiede. Einzig das Heruntertakten von 3,6 auf 3,3 GHz geschieht hier nicht.

    Leistungsaufnahme mit Cool'n'Quiet / C1E


    Im Idle-Betrieb mit aktivierten Stromsparmechanismen zeigt sich eine leicht negative Auswirkung der Windows-7-Hotfixe. Windows 8 kann sich in Szene setzen, wenn der Turbo-Modus aktiviert wird. Leider abermals mit einem negativen Trend zwischen Developer und Consumer Preview.
    [break=Fazit]
    Titelbild  Windows 7, der Bulldozer-Patch und Windows 8


    AMDs FX-Prozessoren haben es schwer. Die Performance hängt von der genutzten Software ab, wobei sich die Software-Welt auch nach einem knappen halben Jahr seit Veröffentlichung der CPUs kaum bewegt hat. Daher ist jedes Quäntchen zusätzliche Leistung gern gesehen. Genau dafür wurde im Januar der von AMD angekündigte Patch für Windows 7 in Form von zwei Hotfixes veröffentlicht.

    In unserem Benchmark-Parcours haben sich mit diesen beiden Updates zwar Veränderungen in der Performance gezeigt, diese fallen jedoch meist sehr, sehr gering aus. Einzig bei den von uns getesteten Spielen Crysis sowie Far Cry 2 zeigt sich ein nennenswerter Zugewinn je nach Auflösung vereinzelt auch jenseits der fünf Prozent-Marke. Erwähnt werden muss aber auch, dass es mit installierten Updates teilweise geringe Verschlechterungen in der Performance gibt. Insgesamt avancieren die Updates fast zu einem Nullsummenspiel.

    Fast schon interessanter ist da der Blick auf Windows 8. Denn hier haben wir die eine oder andere Überraschung erlebt, wobei diese nicht durchgängig positiv ausfallen. So verdoppelt sich die Performance in Teil-Tests von PCMark 7, andererseits führt die Verwendung des XViD-Codecs mit XMPEG zu einer deutlich längeren Bearbeitungszeit. Die Prozessorlast bei I/O-Verkehr steigt mitunter deutlich und teilweise hinken die Transferraten im Gegensatz zu Windows 7 hinterher. Mit leichten Bedenken mussten wir in einigen Bereichen zudem eine Performance-Verschlechterung zwischen der Developer Preview und der Consumer Preview zur Kenntnis nehmen. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass wir alle Systeme (sowohl Windows 7 als auch Windows 8) mit den gleichen Treibern betrieben haben. Sobald flächendeckend "echte" Windows-8-Treiber verfügbar sind, könnte sich diese Erkenntnis jedoch relativieren. Wobei der erste Grafik-Treiber für die Windows 8 Consumer Preview keine Offenbarung ist, da er zum Teil minimal langsamer agiert als Catalyst 12.1 Preview und zudem Abstürze im PCMark 7 verursachte.

    Alles in allem lässt sich sagen, dass AMDs Bulldozer sowohl mit dem Windows-7-Patch als auch mit Windows 8 nicht zum Überflieger avanciert, wenn die Software nicht passt. Hier und da gibt es jedoch Lichtblicke, die der eine oder andere User durchaus mitnehmen sollte.

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