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    Gigabyte GA-990FXA-UD7

    Titelbild  Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Mit dem Gigabyte GA-990FXA-UD7 haben wir es heute nicht zum ersten Mal zu tun. Bereits bei unserem zweiten Bulldozer-Artikel im Oktober 2011 haben wir mit diesem Mainboard gearbeitet. Jetzt, einige Monate später, hatten wir endlich die Gelegenheit, die Hauptplatine durch unseren Mainboard-Testparcours zu schicken.

    Das 990FXA-UD7 stellt die Speerspitze von Gigabyte unter den AM3+-Mainboards dar. Wir haben diese Speerspitze unter die Lupe genommen und wollen aufzeigen, ob das Motto "Schwarz. Breit. Stark." tatsächlich stimmt. Die kommenden Seiten werden es verraten.

    Viel Vergnügen beim Lesen!
    [break=Lieferumfang]
    Lieferumfang Gigabyte GA-990FXA-UD7


    In der Verpackung finden wir neben unserem Testexemplar noch folgendes Zubehör:

    • Treiber-DVD
    • Bedienungsanleitung (englisch)
    • Schnellinstallationsanleitung (mehrsprachig)
    • I/O-Blende
    • 4x SATA-Datenkabel (zwei mit gewinkeltem Stecker)
    • 1x Brücke für SLI mit zwei Grafikkarten
    • 1x Brücke für SLI mit drei Grafikkarten
    • 1x Brücke für SLI mit vier Grafikkarten
    • 2x CrossFire-Brücken
    • 2x Gehäuseaufkleber (Dolby Home Theater und Gigabyte)


    Der Lieferumfang geht völlig in Ordnung. Das Prädikat "perfekt" würde er von uns erhalten, wenn noch eine zusätzliche Blende bzw. Einschub für die internen USB-3.0-Ports mitgeliefert werden würde. Ohne diese ist man auf das Vorhandensein von Front-USB-3.0 am eigenen Gehäuse angewiesen.
    [break=Spezifikationen]
    Prozessor
    • Sockel AM3+
    • unterstützt AMD-FX-Prozessoren
    • unterstützt AMD Phenom II, AMD Athlon II und AMD Sempron II (Prozessoren mit Sockel AM3-Kompatibilität)
    • unterstützt Cool'n'Quiet
    • TDP bis 140 Watt
    • offizielle CPU-Supportliste von Gigabyte
    Chipsatz
    • AMD 990FX Northbridge
    • AMD SB950 Southbridge
    • unterstützt NVIDIA-SLI-Technology (2-Way, 3-Way, 4-Way)
    • unterstützt AMD-CrossFireX-Technology (2-Way, 3-Way, 4-Way)
    Speicher
    • 4x 240 Pin DDR3-Speicherslots (maximal 32 GByte)
    • 128 Bit Dual-Channel-Architektur
    • unterstützt DDR3-800 / 1066 / 1333 / 1600 /1866 DIMMs
    • unterstützt DDR3-2133 / 2400 als OC-Einstellung
    VGA
    • keine integrierte Grafikeinheit
    PCI / PCIe Slots
    • sechs PCIe-x16-Steckplätze (SLI/CrossFire x16/x16 oder x16/x8/x8 oder x8/x8/x8/x8)
    • davon elektrisch 2x PCIe x8
    • davon elektrisch 2x PCIe x4
    • ein PCI-Steckplatz
    Serial ATA
    • AMD SB950
      • 6x SATA 6Gb/s
      • unterstützt Raid 0 / 1 / 5 / 10 / JBOD
    • Marvell 88SE9172
      • 2x SATA 6Gb/s
      • unterstützt Raid 0 / 1
    • Marvell 88SE9172
      • 2x eSATA
      • unterstützt Raid 0 / 1
    IDE
    • kein IDE-Anschluss
    IEEE 1394
    • VIA VT6308
    • unterstützt bis zu zwei Geräte
    Bluetooth
    • kein Bluetooth
    Netzwerkadapter
    • 1x Realtek RTL8111E
    • über PCIe angebunden
    • unterstützt 10 / 100 / 1000 Mb/s
    • unterstützt Wake-On-LAN
    Audio
    • Realtek High Definition Audio ALC889
    • unterstützt Dolby Home Theater
    Lüfteranschlüsse
    • CPU-Lüfter
      • 1 Anschluss
      • 4 Pin PWM
      • regelbar (auch mit 3 Pin-Anschluss)
    • Gehäuselüfter
      • 3 Anschlüsse
      • 1x 4-Pin (SYS_FAN1)
      • regelbar (auch mit 3-Pin-Anschluss)
      • 2x 3-Pin (SYS_FAN2, PWR_FAN)
      • nicht regelbar
    Interne I/O-Anschlüsse
    • 6x PCIe x16
    • 1x PCI
    • 8x SATA 6 Gb/s
    • 3x USB 2.0 Pfostenstecker (für 6 Ports)
    • 1x USB 3.0 Pfostenstecker (für 2 Ports)
    • 1x Front Audio Pfostenstecker
    • 1x IEEE 1394 Pfostenstecker
    • 1x SPDIF out
    • 4x Lüfteranschluss
    • 1x TPM-Modul Pfostenstecker
    Backpanel-Anschlüsse
    • 1x PS/2 Kombi-Anschluss Maus/Tastatur
    • 1x Audio (6 Anschlüsse)
    • 1x RJ-45 LAN
    • 7x USB 2.0
    • 2x USB 3.0
    • 2x eSATA 6 Gb/s
    • 1x S/PDIF out optisch
    • 1x S/PDIF out koaxial
    • 1x IEEE 1394
    Formfaktor
    • ATX 305 x 263 mm
    RoHS*
    • RoHS-konform


    *RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.
    [break=Layout]
    Werfen wir zunächst einen Blick auf den Aufbau unseres heutigen Testkandidaten.

    Bild zum Layout Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Das Mainboard ist in einer dezenten, dunklen Farbkombination mit orangenen Akzenten an der Heatpipe-Konstruktion gehalten. Die farbliche Gestaltung hat mit der Funktion natürlich nichts zu tun, die Optik weiß aber dennoch zu gefallen.

    Mit 263 Millimetern Breite ist das Mainboard übrigens breiter als das beim ATX-Standard normalerweise der Fall ist. Üblich sind 244 Millimeter. Dennoch ordnet Gigabyte das Mainboard zum ATX-Standard ein. Hier ist also Vorsicht geboten, da es in einigen Gehäusen knapp werden könnte.

    Bild zum Layout Gigabyte GA-990FXA-UD7


    In der rechten oberen Ecke verbaut Gigabyte die Speicherslots. Für den Dual-Channel-Betrieb müssen entweder die Slots eins und drei oder die Slots zwei und vier oder alle Slots belegt werden. Rechts neben den Speichersteckplätzen befindet sich einer von insgesamt vier Lüfteranschlüssen (PWR_FAN, nicht regelbar), direkt darunter der ATX-Anschluss und darunter wiederum jeweils ein Taster für Power On, Reset und CMOS Clear. Der Button für CMOS Clear ist zusätzlich mit einer kleinen Plastikkappe bedeckt, die zum Drücken erst entfernt werden muss. Somit ist sichergestellt, dass das BIOS nicht aus Versehen zurückgesetzt wird.

    Am oberen Ende der Speichersteckplätze ist zudem der Lüfteranschluss für den Prozessorlüfter zu sehen. Dieser lässt sich, obwohl vierpolig ausgeführt, auch unter Verwendung von dreipoligen Lüftern problemlos regeln.

    Bild zum Layout Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Der obere Teil der Heatpipe-Konstruktion bedeckt die Spannungswandler des Mainboards. Allerdings sieht die Konstruktion wuchtiger aus, als sie letztendlich ist. Denn direkt auf den Mosfets ist sie nur etwa so breit wie die Spannungswandler selbst, erst weiter oben wird sie dank Kühlfinnen breiter. Insgesamt konnten wir keinerlei Probleme beim Betrieb unseres CPU-Kühlers von Noctua feststellen.

    Bild zum Layout Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Laut ATX-Spezifikation sind bis zu sieben Erweiterungsslots möglich. Gigabyte verbaut diese sieben Slots, wobei lediglich ein einziger PCI-Steckplatz zum Einsatz kommt. Die restlichen sechs Steckplätze entsprechen physisch der PCIe-x16-Spezifikation. Allerdings sind diese Steckplätze elektrisch unterschiedlich beschaltet.

    Wer zwei Grafikkarten einsetzt, der sollte diese in den oberen sowie den zweiten x16-Slot von unten einsetzen. Dadurch werden beide Beschleuniger mit vollen 16 PCIe-Lanes betrieben. Der unterste Steckplatz sowie der dritte von oben teilen sich die PCIe-Lanes jeweils mit den voll beschalteten x16-Slots. Dadurch sind Multi-GPU-Konfigurationen mit x16/x16, x16/x8/x8 oder x8/x8/x8/x8 möglich.

    Bild zum Layout Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Auf der Rückseite des Mainboards sieht man anhand der unterschiedlichen Anzahl an Lötkontakten die verschiedene Beschaltung der Steckplätze. Der zweite und der vierte Steckplatz von oben sind jeweils mit vier Lanes beschaltet.

    Bild zum Layout Gigabyte GA-990FXA-UD7


    In der rechten unteren Ecke unserer Platine befindet sich die Southbridge SB950, welche durch einen flachen Kühlkörper bedeckt wird. Der Kühler ist sehr flach gehalten, sodass es zu keinerlei Kompatibilitätsproblemen mit langen Zusatzkarten kommen sollte. Rechts neben dem Kühlkörper sind zwei kleine Speicherchips zu sehen. Dabei handelt es sich um die beiden BIOS-Bausteine. Sie sind fest verlötet, ein Austausch ist also nicht ohne Lötkolben möglich. Dank des Dual-BIOS wird die Wahrscheinlichkeit eines Defekts aufgrund eines fehlgeschlagenen Flash-Vorgangs jedoch minimiert.

    Direkt unter den Chips residiert die BIOS-Batterie. Links daneben finden wir den I/O-Chip von ITE sowie einen von insgesamt zwei USB-3.0-Controllern von EtronTech (EJ168).

    Bild zum Layout Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Hier noch ein seitlicher Blick auf den oberen Teil der Heatpipe-Konstruktion. Auch hier wirkt die Kühlung wuchtiger als sie letztendlich ausfällt.
    [break=Layout - Fortsetzung]
    Bild zum Layout Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Am linken Mainboardrand platziert Gigabyte einige Zusatzchips. Links sehen wir einen VIA VT6308P für FireWire, in der Mitte befindet sich ein Realtek ALC889 für die Audio-Ausgabe und am rechten Bildrand ist der Netzwerkchip von Realtek, ein RTL8111E, zu finden.

    Bild zum Layout Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Noch ein kurzer Blick auf den Bereich neben den Speicherslots. Aus dieser Perspektive ist die Plastikabdeckung des CMOS-Clear-Buttons gut zu erkennen. Links daneben wird zudem noch ein zusätzlicher Stromanschluss verbaut. Hier sollte ein SATA-Stromkabel angeschlossen werden, wenn mehrere Grafikkarten zum Einsatz kommen. Die PCI-Express-Spezifikation sieht pro PEG-Slot eine Leistungsaufnahme von 75 Watt vor. Bei mehreren Grafikkarten summiert sich dieser Wert, sodass mittels des zusätzlichen Anschlusses für eine Unterstützung gesorgt wird.

    Bild zum Layout Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Unterhalb der Erweiterungssteckplätze befinden sich einige Pfostenstecker für zusätzliche Funktionalitäten. So wird Front Audio ganz links angeschlossen, rechts daneben befindet sich einer der beiden FireWire-Anschlüsse, SYS_FAN2 (leider nicht regelbar) gesellt sich hinzu und weiter rechts folgen noch einige Pfostenstecker für zusätzliche USB-Ports.

    Bild zum Layout Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Rechts neben den zusätzlichen USB-2.0-Ports befinden sich die Pfostenstecker für zwei weitere USB-3.0-Steckplätze. Direkt daneben kann ein (nicht ganz unumstrittenes) TPM-Modul (Trusted Plattform Module) verbaut werden. Noch weiter rechts befinden sich die Anschlussmöglichkeiten für das Front Panel.

    Bild zum Layout Gigabyte GA-990FXA-UD7


    In der äußersten Ecke verbaut Gigabyte den Lüfteranschluss SYS_FAN. Dieser ist regelbar (auch unter Verwendung von Lüftern mit dreipoligem Anschluss). Direkt daneben befinden sich zwei 7-Segment-Anzeigen, die POST-Codes ausgeben und bei Problemen bei der Fehlersuche helfen. Weiter rechts sehen wir insgesamt acht SATA-Ports, welche allesamt gewinkelt ausgeführt sind. Zudem sind sie so gestaltet, dass überall Kabel mit Halteklammern zum Einsatz kommen können. Die in schwarz gehaltenen Ports gehören zur Southbridge SB950. Die separaten Anschlüsse, welche in grau gehalten sind, kommen von einem der beiden Marvell-88SE9172-Erweiterungschips.

    Bild zum Layout Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Hier lässt sich erahnen, dass der Mosfetkühler filigraner ausfällt, als es der erste Blick vermuten lässt. Unterhalb der Kühlfinnen ist noch reichlich Platz vorhanden, welchen Gigabyte für den zweiten USB-3.0-Controller von EtronTech (ebenfalls ein EJ168) sowie den zweiten Marvell-Controller (ebenfalls ein 88SE9172 für die eSATA-Funktionalität) verwendet.

    Bild zum Layout Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Bunt gemischt geht es am I/O-Panel zu. Neben einem kombinierten PS/2-Port für Maus bzw. Tastatur und den obligatorischen sechs Audioanschlüssen werden noch neun USB-Steckplätze verbaut (2x 3.0, 7x 2.0), ein Netzwerkanschluss, zwei SPDIF-Ausgänge (1x optisch, 1x coaxial), ein FireWire-Anschluss und zwei eSATA-Steckplätze.
    [break=BIOS]
    Wenden wir uns nun dem BIOS unseres Probanden zu. Anders als bei uns üblich kam für dieses Review eine BIOS-Version im Beta-Stadium zum Einsatz. Dies hatte zwei Gründe. Erstens war das bis dato neueste offizielle BIOS noch aus dem Jahr 2011 (und hat einige der Verbesserungen für AMDs FX-Prozessoren im AGESA-Code wahrscheinlich noch nicht implementiert) und zweitens scheint Gigabyte erst seit den letzten Beta-BIOS-Versionen neue AHCI-Versionen ins BIOS zu implementieren. Wir haben den kompletten Testparcours mit dem Beta-BIOS absolviert und konnten keinerlei Probleme feststellen. Zudem wurde einige Tage nach dem Beginn unserer Tests das neue, finale BIOS F8 veröffentlicht. Wir nahmen zuerst an, dass die finale Version F8 der Beta-Version F8m entspricht. Bei einem genauen Blick mittels CBROM zeigte sich aber, dass BIOS F8 wieder eine ältere AHCI-Version verwendet als das letzte Beta-BIOS. Damit wir mit unseren Tests nicht von vorn beginnen mussten, haben wir es beim BIOS F8m belassen. Wir gehen nämlich davon aus, dass mit kommenden BIOS-Updates auch final neue AHCI-Versionen Einzug halten. Der Kunde sitzt derzeit also zwischen zwei Stühlen: Entweder rundum aktuell aber mit Beta-Status, oder aber in Sachen AHCI veraltet, dafür aber mit offizieller Unterstützung. Hier muss Gigabyte handeln!

    Bild zum BIOS Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Überraschung. Gigabyte setzt beim 990FXA-UD7 auf ein klassisches Award BIOS. Die nicht ganz unumstrittene UEFI-Umsetzung kommt hier nicht zum Einsatz. Die Maus ist abgemeldet, es muss klassisch mit der Tastatur gearbeitet werden. Übrigens behält es Gigabyte auch beim Flaggschiff bei, dass der User erst die volle Kontrolle über alle BIOS-Optionen erhält, wenn er im Eingangsbildschirm die Tastenkombination STRG + F1 betätigt. Denn erst dann werden alle Optionen eingeblendet, die vorhanden sind.

    Bild zum BIOS Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Gleich das erste Menü, "MB Intelligent Tweaker(M.I.T.)", ist die Anlaufstelle für alles rund um Takte und Spannungen. Der Bildschirm ist dabei quasi zweigeteilt. Im oberen Teil werden die Einstellungen zu den Taktraten vorgenommen, im unteren Bereich können die Betriebsspannungen angepasst werden.

    Gleichzeitig werden die aktuellen Taktraten angezeigt. Interessant daran: Gigabyte geht sehr konservativ beim Speichertakt zu Werke. Denn obwohl ein AMD FX bei Vollbestückung für DDR3-1600 spezifiziert ist, setzt Gigabyte als Werkseinstellung nur DDR3-1333. Dies mag aus Sicht der Kompatibilität von Vorteil sein, der unbedarfte User verschenkt dadurch jedoch ein wenig Leistung.

    Bild zum BIOS Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Stattet man dem Untermenü "DRAM Configuration" einen Besuch ab, so taucht man ganz tief in die Welt des Arbeitsspeichers ab. Eine komplette Bildschirmseite wird mit verschiedenen Speichertimings gefüllt. Um diese zu verändern, muss zuerst die Option "DDR3 Timing Items" von AUTO auf MANUAL gesetzt werden. Erst dann ist der Weg zu den Timings frei. Aber: In diesem Fall müssen alle Timings manuell gesetzt werden. Dabei helfen die rechts angezeigten Werte im SPD beziehungsweise die Standardeinstellungen von Gigabyte, ganz ohne ist dies jedoch nicht.

    Bild zum BIOS Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Scrollt man im Untermenü weiter nach unten, so erblickt man eine weitere Bildschirmseite an Optionen, dieses Mal gefüllt mit Einstellungen rund um die Signalstärken. Für den Alltagsbetrieb muss hier nicht eingegriffen werden. Lediglich Extremübertakter bzw. solche Nutzer, die das absolut letzte Megabyte Durchsatz aus ihrem RAM herausholen wollen, können hier einen Blick riskieren.

    Bild zum BIOS Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Hier sehen wir die verschiedenen Spannungen, welche in recht üppigen Bandbreiten angepasst werden können. Auch hier muss zuerst eine "globale" Option verändert werden, um an die einzelnen Spannungsoptionen zu gelangen. Wird "System Voltage Control" von AUTO auf MANUAL gesetzt, so sind die weiteren Werte verfügbar. Die Prozessorspannung sowie die Spannung der integrierten Northbridge lassen sich jeweils um bis zu 0,6 Volt nach oben und nach unten verändern (ausgehend von der Werksspannung der verwendeten CPU). Die Speicherspannung kann zwischen 1,025 und 2,135 Volt eingestellt werden. Ausreichend Gelegenheiten also, um sein System auf möglichst gute Energieeffizienz zu trimmen.

    Dem geübten Übertakter-Auge wird eine fehlende Option auffallen: LoadLine-Calibration. Gigabyte stellt keine Optionen zur Verfügung, um die Spannungskurve unter Last zu beeinflussen. Angeblich sollen entsprechende Optionen bei neueren Mainboard-Revisionen existieren, mangels einer Revision höher 1.0 können wir dies aber nicht nachprüfen.

    Bild zum BIOS Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Im Untermenü "Standard CMOS Features" können Datum und Uhrzeit verändert werden und gleichzeitig werden die angeschlossenen SATA-Geräte angezeigt. Hier heißt alles IDE, was angeschlossen ist.
    [break=BIOS - Fortsetzung]
    Bild zum BIOS Gigabyte GA-990FXA-UD7


    In den "Advanced BIOS Features" können die Stromspareinstellungen konfiguriert werden. Per Default sind alle Optionen aktiviert, was für ein möglichst effizientes System sorgt. Interessant ist, dass Gigabyte die Virtualisierungstechnology standardmäßig deaktiviert. Und man sollte sich nicht von der Option "AMD K8 Cool&Quiet control" irritieren lassen. Denn diese ist auch beim Bulldozer für Cool'n'Quiet zuständig.

    Zwei weitere Aspekte sind in diesem Untermenü zu finden: Einerseits kann bei Phenom-II-Prozessoren mittels der Option "CPU Unlock" versucht werden, etwaig deaktivierte Kerne zu reaktivieren und andererseits kann mittels "CPU Core Control" Einfluss auf die Konfiguration von FX-Prozessoren genommen werden. Es können entweder ganze Module deaktiviert werden oder aber die Einstellung für ein Kern je Modul gewählt werden.

    Bild zum BIOS Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Unter "Integrated Periphals" sind alle Onboard-Geräte zu finden. Hier lassen sich die SATA-Ports, die USB-Ports und die restlichen Onboard-Geräte wie Lan, FireWire und Audio konfigurieren. Alle SATA-Controller können im AHCI-Modus betrieben werden, was in der Praxis auch problemlos funktioniert.

    Bild zum BIOS Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Im "Power Management Setup" finden wir alle Einstellungen zum Start, Standby und Power Down des PCs.

    Bild zum BIOS Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Wichtig ist auch das Untermenü "PC Health Status". Hier finden wir eine Übersicht über die aktuellen Spannungen und auch die Drehzahlen der angeschlossenen Lüfter. Die Lüftersteuerung kann hier aktiviert bzw. deaktiviert werden (nur für den CPU-Lüfter sowie für einen Gehäuse-Lüfter). Außerdem wird hier die thermische Überwachung aktiviert bzw. deaktiviert.

    Bild zum BIOS Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Bis zu acht verschiedene BIOS-Profile können abgespeichert werden.

    Bild zum BIOS Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Wer im BIOS die Taste F8 drückt, der wird zum integrierten BIOS-Flashtool "Q-Flash" geleitet. Darüber ist es möglich, ein BIOS von einem Datenträger zu flashen, ohne ein bootbares Medium zur Hand zu haben. Sehr praktisch, um bereits vor der Windows-Installation das BIOS zu aktualisieren.
    [break=Das Testsystem: Hardware]
    • Prozessor: AMD FX-8150
    • Kühler: Noctua NH-C14 (bestückt mit dem oberen Lüfter)
    • Mainboard (Referenz): ASUS Crosshair V Formula (BIOS 1102)
    • Arbeitsspeicher: 4x 4 GByte G.Skill RipjawsZ DR3-1866 (11-11-11-28 2T für die Benchmarks, sonst 9-10-9-28 2T)
    • Grafikkarte: ASUS Radeon HD 6970
    • Netzteil: Seasonic S12-650
    • Festplatten:
      • Seagate ST3250410AS (SATA, 7.200/min, Betriebssystem)
      • Maxtor 6E040L0 (IDE, 7.200/min)
      • 2x Hitachi HDS722525LSA80 (SATA, 7.200/min, Raid0 am Digitus-DS-33102-Raidcontroller)
      • Hitachi P7K500 (SATA, 7.200/min, per USB bzw. eSATA angeschlossen)
    • Raidcontroller: Digitus DS-33102
    • externes Festplattengehäuse: Jou Jye Venus SUES
    • Gehäuse: DIMASTECH Bench-Table
    • Energiemessgerät: Voltcraft Energy Monitor 3000
    • Netzwerkadapter (Gegenstelle): Intel Pro/1000 PT Desktop
    Planet 3DNow! testet mit Hardware von getgoods.de

    Kühler Mainboard-Testsystem


    CPU Mainboard-Testsystem


    RAM Mainboard-Testsystem


    Grafikkarte Mainboard-Testsystem


    Die von uns verwendeten Festplatten genügen eigentlich nicht unseren Ansprüchen - eigentlich. Im Zeitalter von SATA 6 Gb/s und USB 3.0 müssten wir eigentlich deutlich flottere Massenspeicher einsetzen, als wir dies aktuell tun. Wir haben uns allerdings bewusst gegen den Einsatz von schnelleren Lösungen entschieden.

    Für den Test der Transferraten eines SATA-6-Gb/s-Anschlusses könnte man eine SSD einsetzen. Jedoch würde man selbst mit der aktuell schnellsten, SandForce-basierten SSD, nicht an das Limit eines entsprechendes Ports stoßen. Hinzu kommt, dass eine SSD je nach Nutzungsgrad und -weise absolut keinen reproduzierbaren Performance-Zustand aufweist. Differenzen zwischen zwei Mainboard-Exemplaren könnten im schlimmsten Fall ausschließlich der SSD anzulasten sein, was Vergleiche ad absurdum führen würde. Bliebe eine herkömmliche Magnetplatte mit SATA-6-Gb/s-Anschluss. Interne Tests haben jedoch ergeben, dass die Burst-Rate - wenn überhaupt - je nach Exemplar kaum über 300 MByte/s liegt, was ebenfalls keinerlei Auslastung des Ports darstellt. Daher bleiben wir bei unserer althergebrachten Magnetplatte. Den Zweck, verschiedene Mainboard-Schnittstellen unter gleichen Bedingungen untereinander zu vergleichen, ist damit erfüllt.

    Externe USB-3.0-Festplatten sind zwar keine Seltenheit mehr, dennoch stellen sie noch lange nicht den Standard dar. Gleichzeitig stehen wir auch bei diesem Anschluss vor einem ähnlichen Problem wie beim SATA-III-Port: Die Schnittstelle kann nicht ausgelastet werden. Daher verweilen wir bei unserer externen USB-2.0-Festplatte, da auch hier der Vergleich der Mainboards untereinander zählt - nicht die Auslastung einer Schnittstelle.

    Wir werden den Markt der zur Verfügung stehenden Storage-Lösungen weiter beobachten und bei Eintreten einer praktikablen Alternative zur bisherigen Herangehensweise reagieren. Bis dahin verwenden wir die mittlerweile angestaubten, aber genauso zuverlässigen Festplatten wie bisher.
    [break=Das Testsystem: Software / Einstellungen]
    Auf der Software-Seite sieht das System so aus:

    verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkungen
    Windows 7 Ultimate
    64 Bit, Service Pack 1
    DirectX
    11
    Grafikkartentreiber
    Catalyst 12.1 Preview
    Prime95
    26.6, 64 Bit
    HDTune
    Pro 5.00 (Trial)
    AIDA64
    2.00.1770 Beta
    WinRAR
    4.01, 64 Bit
    XMPEG
    5.03, Build 5.0.8.84
    XViD
    1.3.1
    Avidemux
    2.5.6 64 Bit
    POV-Ray
    3.7, RC3 (64 Bit)
    Cinebench
    R11.5, 64 Bit
    Crysis
    Demo
    Crysis Benchmark Tool
    1.0.0.5
    Far Cry 2
    V 1.00
    Far Cry 2 Benchmark-Tool
    1.0.0.1
    3DMark 11
    Advanced, Build 1.0.1, ohne Feature Tests
    PCMark 7
    Advanced, Build 1.0.4
    LinX
    v0.6.4.0
    Windows Media Player
    12.0.7601.17514
    Rightmark Audio Analyzer
    6.23


    Unser Test-Parcours soll einen guten Querschnitt durch den Alltagsbetrieb eines PCs bilden. 32 Bit- und 64 Bit-Anwendungen sind vertreten, ältere Software wechselt sich mit neuerer ab, Video-Encoding und Rendering sind vertreten und selbst synthetische Benchmarks spielen eine Rolle. Das alles sind Anwendungen, die im Alltag auftreten können und zeigen so einen guten Querschnitt durch das Anforderungsprofil eines heutigen PCs.

    Die aktuellen Treiber für das Mainboard sowie dessen Onboard-Komponenten haben wir direkt bei Gigabyte heruntergeladen. Es kamen diese Treiber-Versionen zum Einsatz:

    Treiber-Versionen Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Einstellungen

    Seit der Einführung der Turbo-CORE-2.0-Technologie bei den neuen FX-Prozessoren lässt sich verallgemeinernd sagen, dass Turbo nicht gleich Turbo ist. Denn je nach Einstellungen kann der Turbo-CORE-Modus zwar aktiv sein, aber nicht ideal arbeiten. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn zwar Turbo CORE aktiviert ist, die C6-States hingegen deaktiviert bleiben. Dann zündet maximal die erste Turbo-Stufe, bei der alle Kerne gleichmäßig übertaktet werden, sofern der TDP-Spielraum ausreicht. Im Falle unseres FX-8150 wären dies 3,9 GHz, die volle Taktrate von 4,2 GHz würde dann nicht zum Einsatz kommen. Wir nutzen für unsere Benchmarks daher folgende Einstellungen:
    • Profil "Turbo CORE deaktiviert"
      • Cool'n'Quiet: deaktiviert
      • C1E: deaktiviert
      • C6-State: deaktiviert
      • Turbo CORE: deaktiviert
      • HPC Mode: deaktiviert
      • APM (sofern vorhanden): deaktiviert
    • Profil "Turbo CORE aktiviert"
      • Cool'n'Quiet: aktiviert
      • C1E: deaktiviert
      • C6-State: aktiviert
      • Turbo CORE: aktiviert
      • HPC Mode: deaktiviert
      • APM (sofern vorhanden): aktiviert

    Bei unseren Benchmark-Vergleichen ohne Turbo CORE nutzen wir somit die Standard-Taktrate unseres AMD FX-8150 von 3,6 GHz. In einer weiteren Benchmark-Reihe aktivieren wir den Turbo-Modus mit den oben verzeichneten BIOS-Einstellungen und können somit sicher sein, dass alle Turbo-Stufen greifen und das System mit den idealen Einstellungen läuft. C1E deaktivieren wir bei beiden Benchmark-Reihen, da es zwar in Sachen Leistungsaufnahme Verbesserungen bringen kann, gleichzeitig aber zu negativen Einflüssen auf die Performance führen kann. Zudem ist C1E für die korrekte Turbo-Funktion nicht notwendig.

    Messungen zur Leistungsaufnahme

    Die Leistungsaufnahme messen wir für das Gesamtsystem, jedoch ohne Monitor. Gleichzeitig befinden sich keine der zusätzlichen IDE-/USB- bzw. SATA-Festplatten im System, auch der PCI-Raid-Controller wird für diese Messungen nicht verwendet. Es werden ausschließlich die Grundkomponenten verwendet: Mainboard, CPU, RAM, Grafikkarte, DVD-Laufwerk, SATA-Festplatte mit Betriebssystem.
    [break=Stabilitätstests]
    Jedes Mainboard muss umfangreiche Stabilitätstests durchlaufen. Nur so können wir sicher sein, dass der jeweilige Kandidat auch im realen Leben alle Anforderungen bewältigt. Wir achten bei den Tests darauf, dass so viele Komponenten wie möglich belastet werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Stabilitätstests. Zum Einsatz kommt dabei unsere Konfiguration inklusive Turbo CORE, sodass selbst Taktschwankungen der CPU auftreten können und eine zusätzliche Stabilitäts-Hürde darstellen.

    StabilitätstestVersion/Bemerkungen
    LinX v0.6.4.0Linpack, ca. 9 Stunden über Nacht
    3DMark 11Benchmark, ca. 9 Stunden im Loop (1600x1200, 2x AA), parallel zu LinX
    großes Archiv von SATA zu IDE3x verschieben mit anschließender CRC-Prüfung
    großes Archiv von SATA zu PCI-Raid3x verschieben mit anschließender CRC-Prüfung
    großes Archiv von SATA zu USB3x verschieben mit anschließender CRC-Prüfung
    großes Archiv von SATA zu eSATA3x verschieben mit anschließender CRC-Prüfung


    Um die korrekte Arbeitsweise der Schnittstellen zu testen, verschieben wir ein auf unserem SATA-Laufwerk vorhandenes, etwa 4,5 GByte großes RAR-Archiv jeweils auf ein weiteres Laufwerk. Dabei wird jede Schnittstelle (USB 2.0, USB 3.0, eSATA, PCI, IDE), sofern sie beim Testprobanden vorhanden ist, insgesamt drei Mal mit dem Archiv bedacht. Es wird verschoben und landet anschließend wieder am ursprünglichen Speicherort. Nachdem dieser Vorgang drei Mal wiederholt wurde, wird mittels WinRAR eine CRC-Prüfung des Archivs vorgenommen. Treten keine Fehler auf, so wird die nächste Schnittstelle angesteuert.

    Nachdem LinX und 3DMark 11 gestartet wurden, werden zunächst die Einstellungen für den 3DMark vorgenommen. Dieser läuft mit einer Auflösung von 1600x1200 und zweifacher Kantenglättung im Fenster-Modus, sodass wir eine nahezu volle Auslastung der Grafikkarte erreichen. GPU-Z attestiert uns bis zu 99 Prozent GPU-Last, was unseren Ansprüchen genügt. Der Benchmark läuft solange in einer Endlosschleife, bis wir ihn nach einer Nacht - also rund acht bis neun Stunden - abbrechen.

    Während dieser Zeit läuft auch LinX und lastet sowohl CPU als auch RAM fast komplett aus. Dazu wird nach dem Start des Programms die höchste Ressourcen-Einstellung vorgenommen ("All") und 15 Durchläufe eingestellt. Da ein Durchlauf etwa 35 Minuten dauert, beläuft sich die Gesamtzeit auf etwas über neun Stunden - genau richtig.

    Während der Tests beläuft sich die Leistungsaufnahme auf Werte zwischen etwa 390 und 420 Watt - je nach Testzustand. Diese Werte beziehen sich ausschließlich auf das Mainboard, die CPU, 16 GByte RAM und die SATA-Festplatte, auf der das Betriebssystem installiert ist. Andere Komponenten werden in dieser Zeit nicht genutzt, auch die Leistungsaufnahme des Monitors wird nicht gemessen. Daran kann man erkennen, wie hart der Proband arbeiten muss, um die Tortour fehlerfrei zu überstehen.

    Stabilität bei unseren Testkandidaten

    Das Gigabyte GA-990FXA-UD7 gibt sich bei unseren Stabilitätstests keine Blöße. Alle Hürden werden gemeistert und auch während der "normalen" Benchmark-Arbeit tritt kein einziges Problem auf. Wir können dem Mainboard daher eine tadellose Bilanz bescheinigen.
    [break=Cool'n'Quiet / Turbo CORE]
    Nicht nur die korrekte Funktionsweise von Cool'n'Quiet ist wichtig, auch die verschiedenen Turbo-Modi müssen für eine optimale CPU-Performance funktionieren. Werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Taktstufen unseres FX-8150.

    Gigabyte GA-990FXA-UD7 - Idle ohne Turbo / ohne Cool'n'Quiet


    Im Idle-Betrieb ohne Stromsparmechanismen taktet unser Prozessor mit seiner Standard-Taktrate von 3,6 GHz. Der Referenztakt liegt jedoch um 0,9 MHz höher als normal, was in insgesamt 16 MHz mehr Prozessortakt resultiert. Hier wird seitens Gegabyte also ein klein wenig getrickst. Die Betriebsspannung liegt mit knapp unter 1,3 Volt real deutlich höher als beim ASUS Crosshair V Formula, welches wir als Referenz einsetzen.

    Gigabyte GA-990FXA-UD7 - Idle ohne Turbo / mit Cool'n'Quiet


    Aktiviert man Cool'n'Quiet, so taktet sich die CPU korrekt auf 1,4 GHz herunter. Der leicht überhöhte Referenztakt bleibt bestehen. Die Spannung verringert sich zwar korrekt, bleibt aber ebenfalls auf einem verhältnismäßig hohen Niveau.

    Gigabyte GA-990FXA-UD7 - Idle mit Turbo / ohne Cool'n'Quiet


    Wird der Turbo-Modus aktiviert und Cool'n'Quiet abgeschaltet, so taktet der Prozessor mit 3,9 GHz. Erneut wird die Spannung korrekt verändert, allerdings auch hier wieder mit einem deutlich höheren Wert als bei der Konkurrenz von ASUS (dort sind es nur etwa 1,33 Volt real).

    Gigabyte GA-990FXA-UD7 - Idle mit Turbo / ohne Cool'n'Quiet


    Wird der Prozessor leicht ausgelastet, so greift die höchste Turbo-Stufe und taktet den Prozessor noch einmal höher - auf ganze 4,2 GHz. Nach wie vor sehen wir einen leicht überhöhten Referenztakt und eine verhältnismäßig hohe Betriebsspannung, die zu Lasten der Leistungsaufnahme gehen wird.

    Insgesamt lässt sich sagen, dass das 990FXA-UD7 alle Stromsparmechanismen und Turbo-Einstellungen korrekt beherrscht.
    [break=Onboard Sound Signal]
    Zu einem ausführlichen Mainboard-Review gehört selbstverständlich auch die Überprüfung der Signalqualität des Onboard-Sounds.

    Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog-Wandler zum Einsatz und auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

    RightMark Audio Analyzer


    Wir überprüfen unsere Testsamples mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie 5.1 Sound, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

    TestASUS Crosshair V Formula (ALC889, Referenz)Gigabyte GA-990FXA-UD7 (ALC892)
    Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.06, -0.17+0.06, -0.17
    Noise level, dB (A):-92.7-89.9
    Dynamic range, dB (A):92.889.9
    THD, %:0.1300.130
    IMD + Noise, %:0.2550.255
    Stereo crosstalk, dB:-89.9-88.2


    Frequency response

    RightMark Audio Analyzer - Frequency response

    Noise level

    RightMark Audio Analyzer - Noise level

    Dynamic range

    RightMark Audio Analyzer - Dynamic range

    Intermodulation distortion

    RightMark Audio Analyzer - Intermodulation distortion

    Stereo crosstalk

    RightMark Audio Analyzer - Stereo crosstalk


    Die Bewertungen im Einzelnen:

    Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.06, -0.17Very good
    Noise level, dB (A):-89.9Good
    Dynamic range, dB (A):89.9Good
    THD, %:0.130Average
    THD + Noise, dB (A):-52.8Poor
    IMD + Noise, %:0.255Average
    Stereo crosstalk, dB:-88.2Excellent
    IMD at 10 kHz, %:0.322Average
    General performance:-Good


    Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.

    Für unseren heutigen Probanden steht das Gesamturteil "Gut" zu Buche. Allerdings haben wir es einmal mehr mit Teilbewertungen jeglicher Güte zu tun. Von "Schwach" bis "Exzellent" ist alles vertreten. Hier wünschen wir uns etwas mehr Homogenität, was letztendlich einer noch besseren Gesamtbewertung zugute kommen würde.
    [break=HDTune SATA, PCI]
    Für die Messung der Schnittstellenperformance nutzen wir das Tool HDTune. Es lässt eine sehr detaillierte Sicht der Dinge zu, wobei wir uns auf die Kernaspekte der linearen Transferrate, der Burst-Rate sowie der Prozessorlast konzentrieren.

    HDTune


    SATA-Performance


    HDTune: SATA linear


    Alle Lösungen liegen recht nah beieinander. Direkt benachbart sind die Marvell-Lösungen sowohl auf dem SAPPHIRE PURE Black und dem 990FXA-UD7.

    HDTune: SATA Burst


    Marvells 88SE9172 ist, wie bereits beim SAPPHIRE PURE Black 990FX erwähnt, nicht der Weisheit letzter Schluss, wenn es um die Burst-Rate geht. Auch auf dem Gigabyte-Board sieht die Lösung nicht sonderlich gut aus, kann sich aber vor das SAPPHIRE-Pendant setzen. In Summe ist das Crosshair V Formula in dieser Disziplin noch immer der beste Kompromiss.

    HDTune: SATA Prozessorlast


    Mit zwei Prozent Prozessorlast bei aktivierten Turbo-Einstellungen fällt der Marvell 88SE9172 heute erneut aus der Reihe. Ohne Turbo sieht die Welt ganz ordentlich aus, kommt jedoch nicht an die nativen SATA-Ports heran. Allerdings fällt auch die Leistung der in der SB950 integrierten Ports mit aktiviertem Turbo-Modus verbesserungswürdig aus.

    PCI-Performance


    HDTune: PCI linear


    HDTune: PCI Burst


    HDTune: PCI Prozessorlast


    Von den drei Hauptplatinen verfügen lediglich das ASUS Crosshair V Formula und das Gigabyte GA-990FXA-UD7 über einen PCI-Steckplatz. Beide Mainboards nehmen sich in Sachen Transferraten nicht viel, bei der Prozessorlast hingegen gibt es nennenswerte Unterschiede. Alles in allem liegt der Vorteil beim heutigen Testprobanden.
    [break=HDTune USB, eSATA, netio]
    USB-Performance


    HDTune: USB linear


    Mit aktivierten Turbo-Einstellungen sieht die durchschnittliche Transferrate der in der Southbridge integrierten USB-Ports nicht sonderlich gut aus. Die externen Lösungen von ASMedia und EtronTech machen es hier besser. Ohne Turbo CORE muss der auf dem 990FXA-UD7 verbaute EtronTech-Controller gegenüber der ASMedia-Konkurrenz abreißen lassen.

    HDTune: USB Burst


    Gleiches gilt auch für die Burst-Rate der USB-Ports.

    HDTune: USB Prozessorlast


    In Sachen Prozessorlast gibt es ein zweigeteiltes Bild. Die externen USB-3.0-Chips führen allesamt die Rangliste an, wobei EtronTechs EJ168 auf dem Gigabyte-Board jeweils den mittleren Platz einnimmt. Hinter den externen Lösungen gruppieren sich die Werte der integrierten USB-2.0-Ports der Southbridge SB950. Ohne Turbo-Modus sieht der heutige Testproband gut aus, mit Turbo-Modus bleibt leider nur der letzte Platz mit einem neuen Negativrekord.

    eSATA-Performance


    HDTune: eSATA linear


    Auch die eSATA-Lösung des 990FXA-UD7 wirft die identische durchschnittliche Transferrate in die Waagschale, wie die anderen Mainboards auch.

    HDTune: eSATA Burst


    Bei der Burst-Rate sieht das Ganze schon anders aus. Hier geht es sehr eng zu, wobei sich SAPPHIRE PURE Black und 990FXA-UD7 quasi nichts schenken. Das ASUS Crosshair V Formula liegt leicht in Front.

    HDTune: eSATA Prozessorlast


    In Sachen Prozessorlast müssen alle Mainboards deutlich Federn lassen, wenn die Einstellungen für den Turbo-Modus samt Cool'n'Quiet zum Einsatz kommen. Das ASUS-Mainboard macht auch hier die beste Figur, danach kommt gleich unser heutiger Testkandidat.



    Mit netio lässt sich die Bandbreite auf Basis des TCP/IP-Protokolls überprüfen. Das Ergebnis wird dabei in kByte sowohl für das Senden als auch das Empfangen ausgegeben und lässt somit eine detailliertere Auswertung zu.

    netio


    Ein Gigabit-LAN-Anschluss kann per Definition maximal 125.000 kByte/s senden bzw. empfangen.

    Netzwerkbandbreite Windows - Tx


    Obwohl die Unterschiede im Netio-Test traditionell extrem knapp ausfallen, kann sich das Gigabyte GA-990FXA-UD7 mit einigen Kilobyte Abstand beim Senden von Daten in Front setzen - sowohl mit als auch ohne Turbo.

    Netzwerkbandbreite Windows - Rx


    Nicht ganz für die Spitzenposition reicht es beim Datenempfang. Zwar steht das beste Ergebnis unter Verwendung des Turbo-Modus zu Buche, ohne Turbo reicht es nur zum zweitbesten Mainboard.



    Für die Messung der Prozessorlast verwenden wir die Windows Leistungsanzeige. Der netio-Benchmark wird dafür mit allen vorgefertigten Paketgrößen durchgeführt (1k, 2k, 4k, 8k, 16k, 32k), was etwa eine Minute dauert. Während dieser Zeit messen wir die durchschnittliche Prozessorauslastung.

    Prozessorlast Netzwerkverkehr Windows


    Ohne Turbo-Einstellungen weiß die Prozessorlast bei Netzwerkverkehr durchaus zu gefallen. Mit aktivierten Turbo-Settings inklusive Cool'n'Quiet steht leider der schlechteste Wert zu Buche.
    [break=AIDA64 Memory Benchmark, WinRAR]
    AIDA64 ist der Nachfolger vom Tool "Everest", welches viele kennen werden. Auch wir haben für unsere Artikel auf die Benchmark-Suite zurückgegriffen, weshalb wir keine Sekunde gezögert haben, mit dem Thronfolger AIDA64 weiter zu arbeiten. Für unsere Mainboard-Tests nutzen wir den integrierten Memory-Benchmark, um den Speicherdurchsatz beim Lesen, Schreiben und Kopieren sowie die Speicherlatenz zu messen. Dabei kommt die Programmversion 2.00.1770 Beta zum Einsatz.

    An dieser Stelle möchten wir uns noch beim Programmierer von AIDA64 bedanken. Für die verschiedenen Testsysteme in der Redaktion, die für allerlei Hardware-Artikel herhalten müssen, hat man uns eine umfangreiche Extreme-Engineer-Lizenz zur Verfügung gestellt, mit der wir vollumfänglichen Zugriff auf die integrierten Benchmark-Suiten und Diagnose-Funktionen haben. So geht keine Information verloren. Danke dafür!

    AIDA64


    Speicherdurchsatz: Lesen


    Ziemlich eng geht es beim Lese-Durchsatz im Memory-Benchmark von AIDA zu. Die Ergebnisse liegen im erwarteten Rahmen.

    Speicherdurchsatz: Schreiben


    Beim Schreib-Durchsatz weiß das 990FXA-UD7 leider nicht zu überzeugen. Hier bleibt, egal ob mit Turbo oder ohne, nur der jeweils dritte Platz bei drei getesteten Mainboards.

    Speicherdurchsatz: Kopieren


    Im Kopier-Durchsatz kann sich das Crosshair V Formula deutlich in Szene setzen. SAPPHIRE und Gigabyte müssen einigermaßen abreißen lassen.

    Speicherlatenz


    Interessantes gibt es bei der Speicherlatenz zu berichten. Sowohl mit Turbo-Modus als auch ohne steht die gleiche Latenz zu Buche - die obendrein auch noch deutlich besser ausfällt als bei den Konkurrenz-Platinen.



    Bei WinRAR wird immer auf gleichem Weg getestet: Es wird ein ca. 4,5 Gigabyte großes RAR-Archiv mit gemischtem Inhalt geöffnet und anschließend der integrierte Benchmark laufen gelassen.

    WinRAR"


    WinRAR


    Mit aktiviertem Turbo-Modus steht eine neue Bestmarke zu Buche. Ohne Turbo fällt das 990FXA-UD7 etwas zurück.
    [break=XMPEG, Avidemux, H.264]
    Wenn es um Video-Encoding bzw. -Decoding geht, so gibt es unzählige Variationen und Ausgestaltungen von Software. Viele Programme und noch mehr Codecs lassen dem Enduser die Qual der Wahl. Dabei ist die Nutzung der Ressourcen genauso vielfältig wie die Software selbst: Einige Programme bzw. Codecs können maximal einen Prozessorkern ansprechen, andere wiederum nehmen alles, was sie an Leistung bekommen können - schwer, dabei einen Querschnitt abzubilden.

    Wir haben mit der Wahl von XMPEG in Verbindung mit dem XViD-Codec sowie Avidemux in Verbindung mit dem H.264-Codec versucht, diesen Querschnitt abzubilden. Während XMPEG mit dem aktuellen XViD-Codec kaum mehr als einen Prozessorkern beansprucht, nutzt Avidemux dank H.264-Codec jede zur Verfügung stehende Ressource. In beiden Fällen wandeln wir je ein Referenz-Video um und messen dabei die benötigte Zeit.

    XMPEG


    XMPEG + XViD


    Ohne Turbo-Einstellungen macht das Gigabyte-Mainboard eine sehr gute Figur. Unter den drei getesteten Platinen erreicht es den Bestwert. Mit aktivierten Turbo-Settings liegt es pari mit der SAPPHIRE-Platine, muss sich aber dem ASUS-Mainboard geschlagen geben.



    Avidemux


    Avidemux + H.264


    ASUS und Gigabyte "streiten" sich um die vorderen Plätze. Dem SAPPHIRE PURE Black 990FX bleibt nur das Nachsehen.



    Da das Encodieren eines Videos einen Aspekt darstellt, das Abspielen eines Videos hingegen einen völlig anderen, spielen wir ein vorgefertigtes, mit H.264-Codec erstelltes Video im Windows Media Player ab und messen mittels der Windows Leistungsanzeige die auftretende Prozessorlast.

    Perfmon


    CPU-Last Wiedergabe H.264-Video


    Gute Ergebnisse konnten wir bei der Prozessorlast verzeichnen. Das 990FXA-UD7 bietet das bisher beste Gesamtpaket.
    [break=POV-Ray, Cinebench]
    Auch der Punkt Rendering darf in unserem Parcours nicht fehlen. Für diesen Bereich nutzen wir zwei Programme, die unterschiedliche Anwendungsgebiete haben. Auf der einen Seite kommt POV-Ray zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein Raytracer-Programm, welches im Benchmark-Modus eine vorgefertigte 3D-Szene berechnet. Gemessen wird die dafür benötigte Zeit.

    POV-Ray


    POV-Ray


    Von neuen Bestwerten können wir auch in POV-Ray berichten. Beide Konfigurationen können sich hauchdünn in Führung setzen.



    Auf der anderen Seite nutzen wir das bekannte Renderprogramm Cinebench in der Version R11.5. Cinebench basiert auf der Cinema-4D-Software von Maxon und liegt in einer 64 Bit-Version vor, welche wir natürlich nutzen.

    Cinebench


    Cinebench R11.5


    Im Cinebench konnten ebenfalls gute Ergebnisse erzielt werden. Pari mit dem bisherigen Spitzenreiter Crosshair V unter Verwendung von Turbo, ohne Turbo ein hauchdünner Vorteil vor den beiden anderen Platinen.
    [break=Crysis, Far Cry 2]
    Crysis ist ein DirectX-10-Spiel, welches einen integrierten CPU-Benchmark in 64 Bit bietet. Wir lassen den Benchmark mit Hilfe des kostenlosen "Crysis Benchmark-Tools" hintereinander in den Auflösungen 1280x1024, 1600x1200 sowie 1920x1200 jeweils mit dem Detail-Level "High" laufen.

    Crysis


    Crysis 1280x1024


    Crysis 1600x1200


    Crysis 1920x1200


    Crysis war die Paradedisziplin des SAPPHIRE PURE Black 990FX. Gegen die guten Werte dieses Mainboards kommt auch das Gigabyte GA-990FXA-UD7 nicht an, kann sich jedoch auflösungsübergreifend vor das ASUS Crosshair V Formula setzen.



    Far Cry 2 hat den Ruf, eine gute Ressourcenauslastung zu besitzen. Das Spiel profitiert von Mehrkernprozessoren, bietet eine detailreiche Grafik sowie einen integrierten Benchmark und ist somit ideal für einen Leistungsvergleich. Erneut kommen die Auflösungen 1280x1024, 1600x1200 und 1920x1200 zum Einsatz.

    Far Cry 2


    Far Cry 2 1280x1024


    Far Cry 2 1600x1200


    Far Cry 2 1920x1200


    Auch die Leistung unseres heutigen Probanden im Far Cry 2 weiß durchaus zu gefallen. In der kleinsten von uns genutzten Auflösung schnappt sich das 990FXA-UD7 Platz zwei, in den höheren Auflösungen kann es sich sogar deutlich absetzen, sofern der Turbo nicht zum Einsatz kommt. Mit Turbo ist man wiederum bei der Musik dabei.
    [break=3DMark 11, PCMark 7]
    Zum Abschluss unseres Benchmark-Parcours statten wir Futuremark noch einen Besuch ab. Obwohl die Benchmarks aus diesem Hause nicht ganz unumstritten sind (wir berichteten), gehören sie noch immer zu den beliebtesten Vergleichsmöglichkeiten.

    Futuremark bietet mit 3DMark 11 bzw. PCMark 7 zwei Programme an, die ausschließlich unter Windows 7 laufen. PCMark liegt zudem in einer 64 Bit-Version vor, welche wir nutzen. 3DMark 11 lassen wir im vorgefertigten Performance-Preset laufen (High- bzw. Extreme-Preset sind aufgrund der GPU-Limitierung nicht sinnvoll).

    3DMark 11 Performance


    3DMark11 Performance Gesamt


    Wie gewohnt geht es im 3DMark sehr eng zu. Dennoch kann das 990FXA-UD7 einen neuen Bestwert aufstellen. Kommt jedoch der Turbo-Modus zum Einsatz, muss sich die Platine etwas weiter hinten einorden, kann den Konkurrenten von SAPPHIRE aber noch hinter sich halten.

    3DMark11 Performance Physik/CPU


    Auch im Physik-Test stehen gute Ergebnisse zu Buche. Mittendrin statt nur dabei.



    Der PCMark bietet verschiedene Suiten, die unterschiedliche Bereiche des PCs testen. Wir nutzen neben dem Standard-Durchlauf noch zusätzlich die Computation- sowie die System-Storage-Suite und können somit ein detailliertes Ergebnis erzielen.

    Da während der Festplatten-Tests Daten auf die Festplatte geschrieben bzw. von der Festplatte gelesen werden, ist eine fragmentierte Partition tödlich für ein nachvollziehbares Resultat. Aus diesem Grund spendieren wir PCMark eine eigene 15 GByte große Partition, die bei jedem System vor der Installation von PCMark formatiert und nach der Installation defragmentiert wird. Verfälschende Einflüsse werden dadurch minimiert. Die Festplatte ist während der PCMark-Tests an den in der Southbridge integrierten SATA-Ports angeschlossen.

    PCMark 7


    PCMark 7 Gesamt


    Im Gesamtergebnis der PCMark-Suite muss sich das Gigabyte-Mainboard äußerst knapp dem Crosshair V von ASUS geschlagen geben. Die SAPPHIRE-Platine wird hingegen geschlagen.

    PCMark 7 Computation-Suite


    In der Computation-Suite stehen sowohl mit als auch ohne Turbo-Einstellungen neue Bestwerte zu Buche.

    PCMark 7 System-Storage-Suite


    Bei der Computation-Suite gibt es eine klare Mainboard-Rangordnung. Crosshair V vor 990FXA-UD7 vor PURE Black.
    [break=Leistungsaufnahme]
    Wieviel Leistung benötigt der aktuelle PC? Die Antwort auf diese Frage darf natürlich nicht fehlen. Aus diesem Grund messen wir die Leistungsaufnahme in bestimmten Szenarien mittels des Voltcraft Energy Monitor 3000. Dabei messen wir die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems (aber ohne Monitor).

    Den ersten Wert ermitteln wir im 3DMark11. Dabei setzen wir die während eines Durchlaufs im Performance-Preset benötigte Energie ins Verhältnis zur Zeit und mitteln so die benötigte Leistungsaufnahme.

    Leistungsaufnahme 3DMark11, Performance-Preset


    Wie bereits bei der Begutachtung der Turbo- und Stromspareinstellungen auf Seite 11 vermutet, zeigt die deutlich höhere Betriebsspannung des 990FXA-UD7 gegenüber dem Crosshair V in puncto Leistungsaufnahme Wirkung. Unser heutiger Proband und das PURE Black von SAPPHIRE haben eine Betriebsspannung auf ähnlichem Niveau und platzieren sich auch dementsprechend mit Respektabstand hinter dem Crosshair V. Ohne Turbo-Einstellungen sieht die Welt für das 990FXA-UD7 gut aus, mit aktivierten Turbo-Settings bleibt leider nur der letzte Platz im Ergebnisdiagramm.

    Leistungsaufnahme LinX 64 Bit


    Unter starker CPU-Auslastung mittels LinX fällt die Taktrate auch beim Gigabyte-Board auf 3,3 GHz ab, wenn alle Einstellungen rund um den Turbo-Modus aktiviert sind. Aber egal, ob der Turbo-Modus zum Einsatz kommt oder nicht - das 990FXA-UD7 belegt in Sachen Leistungsaufnahme den letzten Platz.

    Leistungsaufnahme Prime95 64 Bit


    Auch bei Prime95, wo keine Taktratenverringerung eintritt, bleibt nur das Ende des Ergebnisdiagramms für unseren heutigen Kandidaten.

    Leistungsaufnahme während S3-Standby


    Besser sieht es da bei der Leistungsaufnahme während des S3-Standby aus. Hier platziert man sich deutlich vor dem PURE Black von SAPPHIRE und hat nur einen geringen Rückstand zum bisherigen Klassenprimus.

    Leistungsaufnahme abgeschaltet


    Leider wendet sich das Blatt, wenn das System abgeschaltet wird. Wieder einmal bleiben nur die letzten Plätze im Teilnehmerfeld.

    Leistungsaufnahme ohne Cool'n'Quiet / C1E


    Gegen die niedrigen Betriebsspannungen des Crosshair V ist ohnehin kein Kraut gewachsen. Aber auch das PURE Black sieht in Summe besser aus als das 990FXA-UD7. Denn während das UD7 ohne Turbo noch äußerst knapp vor der SAPPHIRE-Konkurrenz liegt, hat es dank einer sehr hohen Idle-Spannung von 1,4 Volt bei aktiviertem Turbo-Modus sehr deutlich das Nachsehen.

    Leistungsaufnahme mit Cool'n'Quiet / C1E


    Mit aktivierten Stromspareinstellungen sieht das Bild wieder recht ordentlich aus. Das Gigabyte-Board platziert sich genau zwischen den ASUS- und SAPPHIRE-Pendants.

    Insgesamt lässt sich feststellen, dass dem Gigabyte-Mainboard die sehr hohe Betriebsspannung des Prozessors zu schaffen macht. Würde Gigabyte ein wenig konservativer zu Werke gehen, könnten in puncto Leistungsaufnahme bessere Ergebnisse zu Buche stehen. Immerhin lässt sich die Betriebsspannung beim 990FXA-UD7 manuell nach unten korrigieren - anders als beim PURE Black 990FX.
    [break=Erkenntnisse]
    In der folgenden Übersicht haben wir einige interessante Aspekte zusammengefasst.

    AspektErgebnis
    KondensatorenSolid State
    spezifizierte Kondensatorentemperaturnicht erkennbar
    funktioniert S3ja
    funktioniert S1ja
    funktioniert S1 & S3nicht einstellbar
    funktioniert Ruhezustandja
    Bootmanager vorhandenja (Aufruf mit F12)
    PCIe x16 anders nutzbar (getestet mit Broadcom NetXtreme PCIe x1)ja (alle Slots)
    funktioniert Wake-On-LANja
    funktioniert AHCIja
    Default-Einstellung USB Legacy-SupportEnabled
    zum Test verwendete BIOS-VersionF8m (Beta)
    v. 23.03.2012
    Produktseitewww.GIGABYTE.de
    Preisab ca. 177 Euro


    Overclocking

    Beim Übertakten ist für uns in erster Linie wichtig, wie hoch der Referenztakt angehoben werden kann. Denn darauf kommt es an, wenn ein Prozessor ohne freien Multiplikator eingesetzt wird, sodass der Referenztakt die einzige Möglichkeit zur Taktsteigerung ist. Zugegeben, bei AMDs FX verfügen bisher alle Modelle über einen freien Multiplikator, aber man weiß nie, was noch kommt.

    Gigabyte GA-990FXA-UD7: OC-Ergebnis


    Mit 277 MHz konnten wir ein respektables Ergebnis erzielen. Alle Onboard-Geräte waren noch aktiviert und die Spannungen wurden nicht abgeändert. Fast 40 Prozent Übertaktungsspielraum sind nicht zu verachten, wobei das System selbst mit 300 MHz noch bei gleichen Einstellungen bootete. Allerdings blieb es anschließend immer mit Postcode 94 hängen.

    DDR3-1866 / DDR3-2133

    Gigabyte bietet im BIOS Optionen für bis zu DDR3-2400 an. Diese Option konnten wir mangels entsprechenden Speicherriegeln nicht testen, die Optionen für DDR3-1866 und DDR3-2133 lagen jedoch im Bereich des Möglichen.

    Gigabyte GA-990FXA-UD7: DDR3-1866


    DDR3-1866 funktioniert tadellos, selbst mit vier verbauten Speicherriegeln.

    Gigabyte GA-990FXA-UD7: DDR3-2133


    DDR3-2133 war da schon etwas schwieriger zu erreichen. Denn wurden die Speicherriegel in den Slots eins und drei (von links aus gesehen) verbaut, so wollte das System nicht booten. In diesen Fällen griff OC-Recovery und bootete mit Standardeinstellungen. Erst als wir die Speichersteckplätze zugunsten von zwei und vier (von links aus gesehen) wechselten, konnten wir auch diese Option zur Funktion überreden.

    IRQ

    Abschließend werfen wir noch einen Blick auf die IRQ-Verteilung in unserem Windows 7.

    Gigabyte GA-990FXA-UD7: IRQ-Belegung

    [break=Fazit]
    Titelbild  Gigabyte GA-990FXA-UD7


    Gigabyte liefert mit dem GA-990FXA-UD7 ein sehr gelungenes Mainboard ab. Es kann durchweg überzeugen und liefert das, was man angesichts der Eckdaten erwarten darf: Gute Leistung, eine gute Ausstattung sowie sehr umfangreiche BIOS-Optionen.

    Das Mainboard stellt das Flaggschiff von Gigabyte für Sockel AM3+ dar. Entsprechend hoch ist der Preis angesetzt, wenngleich es noch nicht das teuerste 990FX-Mainboard ist. Das ASUS Crosshair V Formula ist noch einmal rund 13 Euro teurer. Angesichts der gezeigten Leistung gegenüber der ASUS-Platine geht der Preis durchaus in Ordnung, auch wenn preiswerter natürlich wünschenswert wäre.

    Am herkömmlichen Award-BIOS von Gigabyte gibt es fast keine Kritik zu üben. Wenn, dann müssen wir zwei nicht regelbare Lüfteranschlüsse monieren (von insgesamt vier Anschlüssen) sowie das Fehlen einer Option für die LoadLine-Calibration, also der Anpassung der Spannungskurve unter Belastung. Ersteres dürfte selbst im Alltag auffallen, während letzteres wohl nur für diejenigen Übertakter relevant ist, die das System bis zum allerletzten stabilen Megahertz treiben wollen.

    In puncto Performance platziert sich das 990FXA-UD7 häufig zwischen dem ASUS Crosshair V Formula und dem SAPPHIRE PURE Black 990FX. Es enttäuscht nirgends, allerdings hinterläßt die hohe Leistungsaufnahme einen negativen Eindruck. Anders als beim SAPPHIRE-Mainboard kann beim Gigabyte-Board jedoch umfangreich Hand angelegt werden, um die Situation zu verbessern.

    Abschließend lässt sich sagen, dass wir es mit einem sehr stabilen, rundum performanten und obendrein optisch ansprechenden Mainboard zu tun hatten. Wir können diese Hauptplatine bedenkenlos empfehlen und würden sie jederzeit kaufen. Deshalb bleibt uns zum Schluss noch eines zu tun: Den Editor's Choice Award zu vergeben!



    Das fanden wir gut :)
    • durchweg solide Leistung
    • sehr guter Gesamteindruck
    • gute Übertaktbarkeit des Referenztaktes


    Das fanden wir nicht so gut :(
    • nicht alle Lüfteranschlüsse regelbar
    • keine Optionen zur LoadLine-Calibration
    • standardmäßig werden mit einem AMD FX nur DDR3-1333 eingestellt
    • (noch) keine aktuellen AHCI-Versionen im letzten finalen BIOS implementiert


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