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    mITX-Gehäuse - SilverStone FT03-Mini


    Vor kurzem veröffentlichte SilverStone das FT03-Mini, einen mITX-Ableger aus der Fortress-Serie. Das Design für das Gehäuse ist weitestgehend bekannt, da es sich hierbei lediglich um eine geschrumpfte Version des bekannten FT03 ohne die Bezeichnung Mini handelt. Fortress heißt im Deutschen so viel wie Festung oder Bollwerk, und das sieht man dem Gehäuse auch an. Wenn man einmal die kleineren Außenabmaße außer Acht lässt, so türmt es sich auf wie ein Koloss, sieht massiv aus, mattes Aluminium rundherum. Was hinter der Fassade steckt, wollen wir uns heute einmal genauer ansehen, nachdem wir das FT03-Mini bereits auf der CeBIT 2012 gesehen hatten, ohne uns dessen wirklich bewusst gewesen zu sein. Wie immer wünschen wir viel Spaß auf den folgenden Seiten!

    Unser Dank für diesen Test geht an SilverStone, die uns mit einem Sample des FT03-Mini ausgestattet haben.

    gh.de-Preisvergleich - SilverStone Fortress FT03-Mini silber

    [BREAK=Testsystem]
    Für unseren heutigen Test nutzen wir folgende Komponenten:
    • Prozessor: AMD Athlon II X2 240e mit 2 x 2,8 GHz
    • CPU-Kühler: SilverStone Nitrogon NT07-AM2
    • Mainboard: SAPPHIRE IPC-AM3DD785G
    • dedizierte Grafiklösung: SAPPHIRE Radeon HD 5570 LP
    • Arbeitsspeicher: 2 x 2 GB DDR3-1333 (Kingston KVR1333D3N9/2G)
    • Festplatte/-n:
      • 2,5“ – Fujitsu MHZ2250BH G2 mit 250 GB
      • 2,5" - ADATA S510 120 GB
      • 3,5" - Samsung HD321KJ mit 320 GB
    • optisches Laufwerk: LG LG CH10LS20
    • Netzteil: Xilence XP250.SFX


    Der Testparcours bedarf einer ganzen Reihe an Hilfsmitteln und Programmen:
    • Furmark v1.80 – Stabilitätstest für die Grafikkarte
    • Prime95 v25.11 - CPU-Testprogramm
    • HWMonitor v1.16.0 – Auswertung der internen Sensoren (Mainboard, Festplatte, Grafikkarte)
    • CoreTemp 0.99.7 - CPU-Temperaturmessung
    • HD Tune 2.55 - HDD-Testprogramm


    Messgeräte: Voltcraft Energy Check 3000, Voltcraft SL-100

    Zum Aufheizen des Systems kommen HD Tune, Prime95 und FurMark zum Einsatz, während Letzteres nur bei Verwendung der SAPPHIRE Radeon HD 5570 genutzt wird. Für die Messungen ohne dedizierte Grafikkarte beschränken wir uns auf Prime95. Ein Testlauf ist absolviert, wenn das System 30 Minuten der Belastung standhält. Vorzeitige Abbrüche werden selbstverständlich vermerkt und gehen mit den letzten Maximaltemperaturen in die Grafiken ein.
    Die Messung der Werte für die Lautstärke erfolgt im Abstand von einem Zentimeter und wird für die einzelnen Flächen gemittelt in die Tabelle übernommen. Natürlich sind Messungen in einem so geringen Abstand nicht praxisnah, sorgen aber dafür, dass störende Nebengeräusche der Umgebung weitestgehend irrelevant für die Messung werden.

    [BREAK=Technische Daten]
    Die technischen Daten des SilverStone FT03-Mini entnehmen wir der entsprechenden Produktseite des Herstellers und ergänzen diese bei Bedarf.

    SilverStone Fortress FT03-Mini
    Material:Stahl-Chassis, Aluminium-Abdeckungen, Kunststoff
    Formfaktor:ITX (170x170 mm) oder DTX (170x203 mm)
    Laufwerksschächte:intern: 1x 3,5", 2x 2,5"; extern: 1x 5,25" (Slim-Format, Slot-In-Loading)
    Stromversorgung:nicht enthalten, SFX notwendig
    Frontanschlüsse:2x USB 3.0 (Adapter für Rev. 2.0 liegt bei), Mikrofon, HD-Audio-Ausgang
    Lüfter:1x 140 mm, 1500 U/min (SilverStone AP141)
    Abmaße:397 x 188,9 x 235,1 mm (Höhe x Breite x Tiefe)
    Gewicht:ca. 4,7 kg (ohne Netzteil)


    Im Lieferumfang des Gehäuses befinden sich folgende Kleinteile:
    • Bedienungsanleitung
    • Montageschrauben
    • zwei Kabelbinder
    • Adapter USB 3.0 auf USB 2.0 (interne Pin-Header des Mainboards)

    SilverStone FT03-Mini


    [BREAK=Äußeres – Teil 1]
    SilverStone FT03-Mini

    Wir nehmen das Gehäuse aus dem Karton und sind auf den ersten Blick überrascht. Wie wir gleich sehen werden, unterscheidet sich das SilverStone FT03-Mini doch recht stark vom gewohnten Aufbau. Die „Aluminium-Festung“ ist wahlweise schwarz oder silbern, das matte Finish haben beide gemeinsam. Immer wieder lässt sich hervorheben, dass sich dies doch recht positiv auswirkt, wenn wir an Handhabungsspuren wie Staub und Fingerabdrücke denken. Die diffuse Lichtstreuung wirkt sich positiv aus, ohne seinen typischen Eindruck von Qualität zu verlieren.

    SilverStone FT03-Mini

    Die Front des FT03-Mini ziert ein SilverStone-Logo. Auf der rechten Seite sehen wir hochkant positioniert den Schlitz, durch den CDs, DVDs oder auch Blu-rays den Weg ins Innere finden, wenn der Nutzer ein passendes Laufwerk mit Slot-In-Loading verbaut. An der unteren Kante fällt ein Ausschnitt auf. Weitere finden sich an jeder weiteren Gehäuseseite und heben das Gehäuse nicht nur vom Boden ab, sondern ermöglichen auch die Zuführung von Frischluft für den untenliegenden Lüfter, den wir uns noch genauer ansehen werden. Durch die erhöhte Lage sind auch darunterliegende Teppiche oder ähnliches weniger kritisch.

    SilverStone FT03-Mini SilverStone FT03-Mini

    Die linke und rechte Seitenwand des SilverStone-Gehäuses unterscheiden sich von außen nicht. Im oberen Bereich finden sich auf beiden Seiten Griffmulden, um das obenliegende Gitter abheben zu können.

    SilverStone FT03-Mini

    Die Rückseite des Gehäuses bietet ebenfalls einen Ausbruch an der oberen Kante. Anstatt zur Demontage dient dieser aber der Kabelführung. An dieser Stelle sammeln sich die Anschlusskabel für das System. Wie das im Detail aussieht, sehen wir uns gleich an.

    [BREAK=Äußeres – Teil 2]
    SilverStone FT03-Mini

    Die Oberseite des Gehäuses präsentiert ein Gitter in der Farbe Weiß. Das Kunststoffteil ist mit einem Hochglanzfinish versehen. Der qualitative Eindruck fällt ein wenig hinter den des Aluminiums zurück. Bei der schwarzen Version des Gehäuses kommt selbstverständlich eine schwarze Variante zum Einsatz. Ob in unserem Fall heute eine silberne Abdeckung überhaupt möglich wäre, können wir nicht beantworten. Die weiße Version stellt wohl den Mittelweg zwischen Preis und Optik dar. Doch kommen wir zurück zum Thema. An der Oberseite finden wir schließlich auch die Bedienelemente. Der Power-Knopf ist etwas größer ausgeführt als der darunterliegende Reset-Knopf. Darunter folgen zwei blau leuchtende LEDs, die im Betrieb die System- und Festplattenaktivität signalisieren. Die beiden USB-Ports führt SilverStone im aktuellen 3.0-Standard aus. Intern sind die beiden Ports mit Pin-Headern mit dem Mainboard verbunden. Falls das Mainboard USB 3.0 nicht bedienen kann, findet sich ein Adapter im Lieferumfang, der auf einen älteren USB-2.0-Header des Mainboards passt. Das ist erfreulich und stellt für den Kunden den besten Kompromiss dar. Zwischen den beiden Ports platziert der Hersteller die beiden Front-Audio-Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon.

    SilverStone FT03-Mini

    Die linke und rechte Flanke sind im Bereich des Eingriffs verstärkt, um die nötige Steifigkeit zu bieten. In unserem Test stellt selbst häufiges Abnehmen des Gitters kein Problem dar. Die unten sichtbare Mulde ist für die Anschlusskabel vorgesehen.

    SilverStone FT03-Mini SilverStone FT03-Mini

    Auf den beiden Bildern haben wir unseren zusammengebauten Zustand etwas vorweggenommen. Unter dem abnehmbaren Gitter haben wir Zugriff auf die Backplate des Mainboards. In der Mitte sehen wir den Steg für die Bedienung des Systems und dahinter ein optionales SFX-Netzteil. Der Netzstecker des Netzteils wird durch eine Nut an der Rückseite des Stegs zur entsprechenden Öffnung geführt. Im letzten Bild sehen wir auch, wie das dann endgültig aussieht. Ob einem die Lösung mit den Kabeln gefällt, ist jedem selbst überlassen. Praktisch ist es auf jeden Fall. Nutzt man folgend noch Kabel-Management-Lösungen, die man in jedem gut sortierten Fachhandel findet, so kann das FT03-Mini für mehr Ordnung am Arbeitsplatz sorgen.

    SilverStone FT03-Mini

    Die Unterseite des FT03-Mini zeigt uns primär den großen Gehäuselüfter. An den Ecken des FT03-Mini haben wir kleine Standfüße neben den Aluminium-Blechen. Die Entkopplung vom Untergrund sollen vier kleine Schaumstoff-Puffer übernehmen. Aufgrund der weit nach unten reichenden Blechen und des höheren Gewichts scheint diese Lösung schon auf den ersten Blick nicht wirklich wirksam zu sein. Wie das im Betrieb aussieht, werden wir noch gesondert behandeln.

    SilverStone FT03-Mini SilverStone FT03-Mini

    Der Staubfilter, der das System vor eindringenden Flusen oder ähnlichem schützen soll, ist mit einem Handgriff demontierbar, falls er beispielsweise gereinigt werden soll. Die Befestigung ist einseitig, wird folgend weggeklappt und ….

    SilverStone FT03-Mini

    … gibt den Blick frei auf den Air-Penetrator-Lüfter mit 140 mm Durchmesser. Die Bezeichnung Air Penetrator bezeichnet eine Technik des Herstellers für Lüfter, die überwiegend Frischluft ins Gehäuse transportieren, wobei das Gitter hinter den sieben Rotorblättern den Luftstrom konzentriert. In unserem Fall soll hierbei der Strom unten eintreten und zielgerichtet den Deckel erreichen, beziehungsweise eine effektive Kühlung der Komponenten sicherstellen. Wie sich das Modell schlägt, sehen uns später an.

    [BREAK=Inneres – Teil 1]
    SilverStone FT03-Mini SilverStone FT03-Mini

    Der Aufbau des SilverStone FT03-Mini ist im ersten Moment ungewohnt. Wo setzt man an, um an das Innere zu gelangen? Die Lösung ist einfach: Man entfernt schlichtweg die Seitenwände. Die Bleche der Front- und Rückseite sind zuerst zu entfernen, da diese die Seitenwände in den Enden überdecken. Die Befestigung erfolgt durch Klickverschlüsse, wie man sie auch von Fronttüren aktueller ATX-Gehäuse, aber auch von Möbeln teilweise kennt. Die Stabilität überrascht. Im eingeklinkten Zustand wirken die Bleche fast wie verschraubt.

    SilverStone FT03-Mini SilverStone FT03-Mini

    Die von vorne betrachtet linke Seitenwand des FT03-Mini lässt sich nicht entfernen. Ein erster Blick in das Gehäuse zeigt ein geräumiges Bild. Das Mainboard wird mit der Backplate nach oben auf dem Mainboardträger verschraubt, gegenüber platziert der Hersteller den Großteil der Laufwerke. Im Folgenden wollen wir zunächst die Möglichkeiten der Laufwerksmontage darstellen. Auf dem rechten Bild sehen wir den Zustand, wenn der große Träger aus dem Gehäuse entfernt wird.

    SilverStone FT03-Mini

    Zuallererst haben wir den Träger für eine 3,5“-Festplatte. Dieser muss ausgebaut werden, um den Rest entfernen zu können. Zwei Schrauben fixieren den Träger axial, der ansonsten auch schon so durch eine Steckkonstruktion Halt im Gehäuse hat.

    SilverStone FT03-Mini

    SilverStone FT03-Mini

    Der größere Träger beherbergt einmal das optische Laufwerk im Slim-Format mit Slot-In-Loading, sowie ein 2,5“-Laufwerk. Ob nun herkömmliche HDD (Hard Disk Drive) oder SSD (Solid State Disk) spielt keine Rolle, die Bohrungen sind bei gleichem Formfaktor identisch.

    SilverStone FT03-Mini

    Die Befestigung des optischen Laufwerks geht schnell von der Hand, lediglich eine Schraube ist etwas schwieriger zu erreichen. Feinmechanik-Schraubendreher sind aufgrund der kleinen Schrauben aber sowieso anzuraten, weshalb dieser Fakt nicht wirklich negativ zu werten ist.

    SilverStone FT03-Mini

    Im späteren Testlauf ist unsere SSD nicht in Betrieb, eingebaut haben wir sie trotzdem exemplarisch. Die Befestigung erfordert ein wenig Geschick, da die Festplatte recht weit im Profil verschraubt wird, möglich ist es aber. Spielraum bieten die Öffnungen, die SilverStone für diesen Zweck in ausreichendem Maße dimensioniert hat.

    SilverStone FT03-Mini


    [BREAK=Inneres – Teil 2]
    Den kompletten Träger mit den Laufwerken werden wir später wieder zurück ins Gehäuse befördern. Ein Montageplatz für eine Festplatte ist aber noch übrig.

    SilverStone FT03-Mini SilverStone FT03-Mini

    Hierbei handelt es sich um ein kleines Blech, das direkt unterhalb des Mainboards festgeschraubt ist. Hierbei kommen sogar Rändelschrauben zum Einsatz. Prinzipiell wäre an dieser Stelle ein schneller Tausch einer 2,5“-Festplatte möglich.

    SilverStone FT03-Mini

    Der Einbau aller Komponenten unseres Testsystems beginnt mit dem Mainboard, gefolgt von den Laufwerken. Noch ist viel Raum vorhanden.

    SilverStone FT03-Mini

    Nach dem Einsetzen eines SFX-Netzteils sieht das Ganze etwas anders aus. Die Verkabelung ist aber zu bewältigen. Die Kabellängen des Frontpanels sind mehr als ausreichend, es sollte nicht zu Problemen kommen, wenn ein anderes Mainboard zum Einsatz kommt. Der Platz unter dem Mainboard ist ebenfalls großzügig, sodass im Zweifelsfall auch hier Kabel verstaut werden können. Den Rest erledigen Kabelbinder.
    Die maximale Höhe für einen CPU-Kühler gibt der Hersteller mit 78 mm an. Wir messen sogar noch leicht höhere Werte um die 80 mm. Man muss an dieser Stelle aber immer im Hinterkopf behalten, dass sich CPU- und Netzteillüfter auch im Weg stehen können. Der Gegenlauf beider Strömungen kann sich aufheben, sodass keine der beiden Komponenten effektiv gekühlt wird. Ob dies bereits in unserem Fall eintritt, werden wir anhand der Messwerte sehen.

    SilverStone FT03-Mini

    Von der gegenüberliegenden Seite haben wir auch noch einmal den Adapter von USB 3.0 auf USB 2.0 im Blick.

    SilverStone FT03-Mini

    Eine dedizierte Grafikkarte gehört ebenfalls zu unserem Testaufbau. Das Prinzip für die Befestigung kennen wir bereits von anderen SilverStone-Gehäusen. Um eine größere Öffnung zu vermeiden, wird ein kleines Blech mit dem Chassis und den beiden Blenden verschraubt. Obwohl das FT03-Mini für mITX-Systeme vorgesehen ist, lässt sich eine Dual-Slot-Erweiterungskarte verbauen. Da die meisten aktuellen Grafikkarten über eine Dual-Slot-Kühlung verfügen, ist das nachvollziehbar und kommt dem Nutzer entgegen.

    SilverStone FT03-Mini

    Nachdem nun alles verstaut ist, können wir uns an unsere Testläufe wagen. Mehr erfahrt ihr auf der nächsten Seite. Bei der maximalen Länge messen wir 250 mm Platz von der Blende bis zum nächsten Störkörper. Das reicht für die meisten Mittelklasse-Grafikkarten aus. Bei den 250 mm muss man bedenken, dass hierbei auch ein hervorstehender PCIe-Stecker zur zusätzlichen Stromversorgung bedacht werden muss. Die Höhe der Grafikkarte wird nur durch den daneben befestigten Festplattenkäfig und die Kabelstränge des Netzteils begrenzt.

    [BREAK= Temperaturen und Lautstärke]
    Kommen wir zu unseren Messungen während des Betriebs. Nach dem Einbau unseres Testsystems lasten wir eine halbe Stunde das System Im Bereich der CPU, GPU und HDD aus. Die erreichten Temperaturen und der Schallpegel vergleichen wir mit den bereits von uns getesteten Gehäusen.


    Die Temperaturen, die das SilverStone FT03-Mini erreicht, sind keine Spitzenwerte. Trotzdem ist es bei der Kühlleistung eher höher einzuordnen. Die Konstellation von gegenüberliegenden Lüftern, wie dies in diesem Fall wieder durch den CPU-Kühler und dem Netzteil vorliegt, macht sich dieses Mal nicht stark bemerkbar. Anscheinend reicht der Abstand aus. Ob die Drehung des Netzteils möglich/praktikabel ist, haben wir nicht getestet.


    Der im Betrieb auftretende Schallpegel ist zwar von den reinen Werten nicht auffällig, trotzdem haben wir uns mehr erwartet. Der im Boden verbaute Air-Penetrator-Lüfter mit 140 mm Durchmesser fällt zwar nicht durch Lagergeräusche auf, erzeugt aber ein nicht zu überhörendes Luftrauschen. Der Anschluss auf dem Mainboard ist durch einen 3-pin-Stecker realisiert. Eine Drehzahlregulierung ist somit entweder über das Mainboard möglich, falls dieses über einen geregelten und freien Steckplatz verfügt, oder aber man nutzt Adapter.

    Da es sich um den aus dem Einzelhandel bekannten SilverStone AP141 handelt, reduziert sich die Drehzahl von 1500 U/min (12 V) auf 1000 U/min (7 V) respektive 700 U/min (5 V). Der Schallpegel soll sich von 30,1 über 20,9 bis hin zu 18 dB(A) reduzieren. Das wäre unser erster Anhaltspunkt zur Optimierung der Lautstärke. Natürlich sinkt dadurch auch die Kühlleistung, da bei der niedrigsten Spannung nicht einmal mehr die Hälfte der Luft befördert wird - 47,99 gegenüber 109,25 m³/h. Ein Adapter auf 7 V wäre wohl der beste Kompromiss zwischen Lautstärke und Luftdurchsatz.

    Wie schon im entsprechenden Artikel angesprochen wurde, stellen sich die Maßnahmen SilverStones zur Entkopplung des Gehäuses als mangelhaft heraus, wenn man überhaupt von einer solchen sprechen darf. Die Laufwerke im Innern werden ohne Puffer installiert. Gerade im Zusammenspiel mit unserer älteren Samsung-Festplatte, die immer wieder als perfekter Unruhestifter hervortritt, ergeben sich leichte Vibrationen, die das Chassis aber noch gut abfedern kann. Es kommt nicht zum Klappern oder Schwingen. Dafür ist die Konstruktion zu massiv. Zugriffsgeräusche sind trotzdem wahrnehmbar.

    Deutlich auffälliger sind die Vibrationen, die das Gehäuse auf seinen Untergrund überträgt. Ein Platz auf dem Schreibtisch ist nur empfehlenswert, wenn entweder Vibrationsquellen eliminiert werden oder aber bessere Puffer verbaut werden.

    [BREAK=Fazit]

    Das SilverStone FT03-Mini präsentiert sich uns mit einem ungewöhnlichen Aufbau und einem nahezu monumentalen Design. Massive Aluminium-Platten umschließen das Stahl-Chassis, das Platz für ein mITX-System mit einer modernen Konfiguration bietet. Zwei USB-3.0-Ports mit einer Steckverbindung für das Mainboard fallen ebenso positiv auf wie die Möglichkeit zum Kabelmanagement. Alle Anschlusskabel werden zentral oben in das Gehäuse gebracht. Kabelsalat kann man so effizient reduzieren.

    Neben einer 3,5“-Festplatte, die hohe Kapazitäten ermöglichen, sind zwei 2,5“-Festplatten für den stromsparenden, aber auch schnellen Betrieb möglich, wenn SSDs zum Einsatz kommen sollen. Das optische Laufwerk im Slim-Format und Slot-In-Loading limitiert die Auswahl eines Laufwerks ein wenig, preislich hält sich dieser Umstand aber in Grenzen. Durch den Schlitz ist es die unauffälligste Möglichkeit.

    Der Platz für Komponenten ist überdurchschnittlich für den mITX-Bereich, bei den Abmessungen des Gehäuses aber auch nicht verwunderlich. Der 140-mm-Lüfter am Boden des FT03-Mini sorgt für eine annehmbare Kühlleistung, die Reserven offenbart. Mit knapp 80 mm in der Höhe für einen CPU-Kühler bieten sich auch genügend Modelle an. Einzig das gegenüberliegende Netzteil sollte man stets bedenken.

    Wenn wir an zusätzliche Erweiterungskarten denken, so offeriert das FT03-Mini an dieser Stelle bis zu 250 mm in der Länge sowie zwei Slots. Damit sind auch Mittelklasse-Grafikkarten im Rahmen des Möglichen.

    Wer nicht das Letzte an Leistung braucht, sondern vor allem Stille genießen möchte, sollte umgehend die Betriebsspannung des 140-mm-Lüfters senken. Das konstante Luftrauschen bei höchster Drehzahl verhindert eine bessere Platzierung in diesem Bereich. Neben dem reinen Schallpegel fällt auf, dass Vibrationen des Gehäuses ungehindert an den Untergrund weitergegeben werden. Trotz fehlender Entkoppler im Inneren fällt uns dort dieser Umstand nicht so sehr auf. Durch das Design bietet sich das System eigentlich für einen Platz in Sichtweite an, jedoch ist entweder eine dämmende Unterlage notwendig, oder aber man legt selbst Hand an und verändert den Bodenkontakt.

    Insgesamt fällt das SilverStone FT03-Mini durchaus positiv auf, denn die Schwächen sind relativ schnell behebbar. 110 Euro für die schwarze Variante bzw. 120 Euro für das hier getestete silberne FT03-Mini sind nicht gerade ein Schnäppchen, dennoch muss man die gesehene Materialstärke immer bedenken. Ebenso kommt mit dem SilverStone AP141 ein Modell zum Einsatz, dass so auch im Einzelhandel verfügbar ist und alleine zu einem Preis ab ca. 12,50 Euro gehandelt wird.

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