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Thunderbird: Entwicklungseinstellung
Wie heise berichtet, wird Thunderbird ab sofort keine weiteren Funktionen bekommen. Es sollen noch bis Ende 2013 Security Updates kommen, was danach passiert ist unklar. Begründet wird der Schritt mit der zunehmenden Nutzung von Webmail und der sinkenden Relevanz von E-Mail-Clients.
Da Webmail für mich keine Option ist, stellt sich mir sich die Frage, auf was man ausweichen kann (Windows). Outlook ist sicherheitstechnisch die schlechteste Wahl, The Bat hinkt der Entwicklung hinterher und kostet in der Pro-Version Geld.. und was gibt es sonst noch?
Update: Wie laut Computerbase Mozilla in einer Richtigstellung geschrieben hat, wird die Entwicklung noch bis Thunderbird 17 weitergehen und man wird sich auch in Zukunft noch um das Beheben von Bugs und Lücken kümmern.
Geändert von vibeseeker (09.07.2012 um 10:21 Uhr)
Die folgenden 5 Benutzer sagen Danke zu vibeseeker für diesen nützlichen Beitrag:
War abzusehen, ist aber sehr schade. Ich für meinen Teil bevorzuge die Desktoplösungen (via IMAP). Zugegeben, das Online Interface von z.B. Gmail ist echt gut, aber kommt dennoch nicht an eine Desktoplösung ran!
Aber so lang der Thunderbird "lauffähig" bleibt passt das schon, ich brauch da jetzt nich wie bei Firefox alle 2 Wochen n update...
Das Problem sind die Sicherheitsupdates. Ich möchte nur ungern einen Mail-Client einsetzen, bei dem sich keiner mehr um das Stopfen von Sicherheitslücken kümmert.
Sehr lobenswert, auch wenn die Begründung schwachsinnig ist - zumindest für Leute, die mehr als nur einen Account haben und ihre Mails auch offline lesen wollen.
Neue Funktionen habe ich seit Version3 eigentlich keine mehr gefunden, stattdessen sah es immer nur ein wenig anders aus und die Plug-In-Entwickler fluchten regelmäßig, weil ihre Plug-ins nicht mehr funktionierten und erneut angepasst werden mussten.
Darum war ich auch froh über die Version10 mit Langzeitsupport. Die nutze ich liebend gern auch die nächsten 10 Jahre - aber Bugfixes sollte es ohne Enddatum weiterhin geben.
Ich hoffe mal, dass war einfach nur ein Schuß vor den Bug der freiwilligen Programmierer, in Zukunft die Prioritäten anders zu ordnen - also weniger das Programm aufblasen, sondern mehr die Bugs rausfiltern.
Die Entwickler versprechen bis mindestens Ende 2013 Sicherheitsupdates zu bringen. Neue Features soll es hingegen nicht geben. Letzteres brauche ich aber auch gar nicht. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Thunderbird damit stirbt. Die Software funktioniert einfach zu gut!
Es ist schon erstaunlich wie sich die Schwerpunkte im Bereich
elektronische Kommunikation verlagern...
Die Entscheidung hängt wohl auch mit der Verbreitung von Push E-Mail, Smartphones
und den ganzen einfach überflüssigen sozialen Netzwerken wie Google+ und Facebook
zusammen.
Ich für meinen Teil bevorzuge ein E-Mail Client allein schon deswegen, damit ich nicht ständig
online sein muss, um meine Mail zu lesen.
Außerdem kann ich mit Thunderbird Rein-Text Nachrichten ohne den ganzen
HTML Zusatz verfassen.
Und der ganze Werbe-Blinck-Popup muß ich mir auch nicht antun.
Bis jetzt habe ich erfolgreich auf diese ganzen Cloud Anwendungen verzichten können
Eventuell ist die Seamonkey Suite eine Alternative:
Mhhh, also ohne neue Features kann ich auch leben (Einzig eine native Implementierung von CardDAV wäre fein) aber wenn es keine Sicherheitsupdates mehr gibt (die werden jetzt ja erst mal nur bis 2013 garantiert) dann ist das doch eher Sub-Optimal. Ich hoffe die Sicherheitsupdates wird weiter geliefert damit ich den Thunderbird noch weiter verwenden kann.
Meiner Mutter hat Outlook Express mal alles Mails gegrillt, weil es das Postfach komprimieren wollte... Puff komprimiert... Ist ja auch ne klasse Kompressionsrate wenn man einfach alles löscht
Denke Outlook ist auf jeden Fall ein guter E-Mail Client...
Ich bekomme hier bei Outlook 2010 die Krise. Es kann ja noch nicht einmal Mails von Thunderbird importieren. Und wenn ich sehe, wie sehr sich Kollegen abmühen, wenn sie ihr Outlook-Konto 1:1 auf einen neuen Rechner mitnehmen wollen, wo man bei Thunderbird einfach 1 Verzeichnis rüberkopiert...
Habe den Startpost geupdatet. Ganz so düster sieht es scheinbar nicht aus.
Wegen der Sicherheit bei Outlook: Aus dem selben Grund, warum auch Internet Explorer zum Surfen die schlechteste Wahl überhaupt ist. Outlook ist der meistgenutzte E-Mail-Client, daher steht er auch im Fokus von Angreifern. MS muss monatlich kritische Sicherheitslücken in seinen Office- und Online-Produkten stopfen, die bis dahin auch immer ausgenutzt werden. Ich muss zugeben, ich benutze seit Jahren kein Outlook mehr, vielleicht ist die Lage nicht mehr so dramatisch wie noch vor ca. 10 Jahren.
Die Lage ist bei Weitem nicht mehr so dramatisch wie vor 10 Jahren. Bei Weitem.
Das Ausnutzen von schwerwiegenden Schwachstellen in der Software lohnt sich nämlich nur noch selten. Viel zu teuer und aufwändig im Vergleich zum "Sächsischen Virus", der "Layer-8-Schwachstelle" oder dem "Fehler 1D10T".
Und die Schwachstellen sind auch deutlichst weniger geworden, kein Wunder nach 10 Jahren Entwicklung.
Microsoft aggregiert ja die Funde ihres Essential-Virenscanners und veröffentlicht die Ergebnisse. Deutlich mehr als die Hälfte sind Viren, die sich über Social Engineering verbreiten und ausschließlich über Nutzer ohne Brain v0.3 oder höher.
Häufigste Verbreitungswege: P2P, Facebook, MSN, ICQ, dubiose Downloadseiten, weitergeleitete eMail. Selbstverbreitende Viren sind dagegen weitgehend auf dem Rückzug.
Ich kenne auch keinen Webmailer mit PGP Unterstützung.
Es wäre auch kaum ratsam, Verschlüsselung und Signierung irgendeiner undurchsichtigen Cloud-Lösung anzuvertrauen.
Allerdings kann man notfalls problemlos Text mittels PGP-Client (e.g. GnuPG) Verschlüsseln und über Copy&Paste nach Webmail übertragen. Umgekehrt klappt das auch, aber komfortabel ist natürlich anders.
Nach 40 Jahren leiden wir immer noch unter dem Geburtsfehler von E-Mail, dass Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht von vorn herein als notwendig erkannt und spezifiziert wurde. Statt "Briefen" verschicken wir daher "Postkarten".
Weiss garnich wo das Problem mit Outlook liegen soll?!
In der 2010er Version kann man wunderbar importieren und festlegen, welche Dateien zur Speicherung genutz werden sollen. Das ganze sogar über mehrere Dateien hinweg - jeh nach Profil - wie man will. Ich hab absolut keine Probleme mit Outlook. Dass ein import von Tunderbird so nicht möglich ist, ist erstmal nicht verwunderlich. Outlook importiert ja auch keine Tobit-Konten. Dafür gibt es Zusatzsoftware.
Was mich bei Thunderbird nervte war, dass es eben keine Einheitsdatei wie die PST geibt in der ALLES gespeichert werde n kann. Der Austausch von PST-Daten geht dafür wunderbar. Seit 2010 sogar über 2GB.
Dann ist noch zusagen, dass Outlook einen nahezu gigantischen Funktionsumfang hat und in Exchange integriert werden kann. Der einzige Nachteil ist in der Tat die Tatsache, dass Outlook im Fokus diverser Angreifer steht. Aber jeder gute Virenscanner funkt dazwischen, sollte Outlook was übersehen. Per Mail hab ich mir jedenfalls noch nie was eingefangen.
Dass es kostenpflichtig ist, ist nunmal der Haken. Aber der Umfang der Software rechtfertigt in meinen Augen durchaus den Preis.
Falls noch jemand noch einer guten Synchronisierungslösung OHNE Cloud für Outlook sucht, der sollte sich mal "Easy2Sync" anschauen. http://www.easy2sync.de/de/produkte/preise.php
Es kann in Alle Richtungen syncen, mit mehreren Clients - nach frei definierten Regeln. Funzt sogar mit der 64Bit Version! 90€ im Paket mit Dateisynchronisation bzw. 60€ als nur OutlookSync. Studenten bezahlen nur knapp 60€ für beide Produkte! Die Software ist genial um täglich Änderungen des Dateibestands auf mehreren Rechnern abzugleichen mit automatisierbarer Abfolge und Zeitplanung.
Habt "ihr" da eine gute Lösung gefunden; bin auf der Suche nach eben so einer.
Nicht dass ich wüsste. Der letzte, der das Problem hatte (beim Umstieg von 2007 auf 2010 mit Rechnerwechsel), hat es irgendwie hinbekommen, dabei aber mächtig geflucht, weil er irgendwelche Empfängerregeln bei mehreren Dutzend Ordnern neu einstellen durfte. Die Regeln waren nicht weg, aber verstellt.
Mein einige GB schweres Thunderbird-Profil schleppe ich seit Thunderbird 0.2 von Rechner zu Rechner und von Version zu Version - also seit fast 9 Jahren. Noch nie musste ich dabei mehr machen als 1 Verzeichnis zu kopieren. Eine Zeit lang habe ich das Profil sogar von Windows und Linux aus parallel genutzt, d.h. Linux hat das Windows-TB-Profil verwendet, sodass ich unter beiden Systemen die selben Einstellungen, die selben Termine usw. hatte. Bei Outlook würde man wohl schon scheitern, wenn man nur 2 Windows-Systeme mit dem selben Profil laufen lassen wöllte.
Zitat:
Zitat von el-mujo
Dass ein import von Tunderbird so nicht möglich ist, ist erstmal nicht verwunderlich. Outlook importiert ja auch keine Tobit-Konten. Dafür gibt es Zusatzsoftware.
Outlook schimpft sich Marktführer. Von einem Marktführer erwarte ich eine gewisse Interoperabilität. Zumal Thunderbird alles andere als ein Randgruppen-Mailclient ist.
In meinem Fall sorgt die mangelnde Importfunktion dafür, dass ich mich in der Firma solange gegen Outlook wehre, wie es nur irgendwie geht (d.h. bis wir Exchange einführen und es so nutzen, dass nichts mehr ohne Outlook geht).