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    Lepa Notebookadapter AD9009 90W



    Vor kurzem haben wir die ersten Tests über Notebookadapter veröffentlicht und überwiegend 90-W-Modelle mit USB-Anschluss vorgestellt. Heute überprüfen wir das Lepa AD9009, welches ebenfalls 90 W leistet. Hier allerdings fehlt die Möglichkeit, Smartphones oder Tischventilatoren via USB anzuschließen. Dafür möchte Lepa mit den sehr kompakten Abmessungen beeindrucken. Wir bedanken uns bei Lepa für die Bereitstellung des Testmusters und wünschen wie immer viel Spaß beim Lesen!

    Preisvergleich

    [break=Lieferumfang, Produktdaten und Aussehen]


    Wie üblich werden dem Adapter ein Netzanschluss mit Eurostecker, die Steckeradapter für verschiedene Notebooks und ein Begleitzettel beigelegt. Zu den Produkteigenschaften des 90-W-Adapters zählen der hohe Wirkungsgrad von "bis zu 93 %", das edle Design und das geringe Gewicht von nur 160 g. Darüber hinaus ist das Gerät mit 63 x 88 x 16,5 mm kompakter als alle biser überprüften Modelle. Mit den neun Steckerköpfen ist der Adapter kompatibel zu aktuellsten Notebooks von Acer, Asus, Clevo, Compaq, Fujitsu, Gateway, Hitachi, HP, IBM, NEC, Panasonic, Samsung, Sharp und Toshiba. Mit etwas Bastelarbeit lässt sich der Adapter sicherlich auch für andere Verbraucher umbauen. Dank active PFC kann das AD9009 mit allen weltweit vertretenen Netzspannungen arbeiten.



    Der Adapter ist komplett schwarz und relativ kratzempfindlich, weshalb die Flächen mit einer Folie umgeben sind. Eine blaue LED gibt Aufschluss darüber, ob das Gerät eingeschaltet ist und hebt sich etwas von der einheitlichen Farbgebung ab. Die Ausgangsleitung wird mit einem Kabelbinder fixiert. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Netzeingang für den mitgelieferten Netzanschluss. Darüber trägt dieses Modell das Lepa-Logo.



    Wie das Etikett zeigt, ist der einzige Ausgang (19 V) mit maximal 4,74 A belastbar. Aus dem Netz werden laut Aufkleber 1,4 A gezogen. Das Gerät verfügt über active PFC, was auch bei Adaptern ab 75 W eine Voraussetzung ist. Daher verfügen viele kleinere Modelle nicht über die bei ATX-Netzteilen übliche Leistungsfaktorkorrektur. Interessanterweise wurde im Datenblatt angegeben, dass 90-264 VAC am Eingang möglich sind. Hier wird von 100-240 VAC gesprochen. Für den deutschen Markt hat das aber ohnehin keine Auswirkungen. Im Zweifel würden wir auf die Zahlen auf dem Etikett vertrauen.

    [break=Schaltungsdesign und Messungen]




    Wie üblich wird die Elektronik von einem Metallblech zur Abschirmung umgeben, das aber auch einen Teil der Wärme aufnimmt. Außerdem befinden sich viele Komponenten wie etwa die Gleichrichterdioden auf der SMD-Seite, was sehr viel Platz spart. Im zweiten Bild oben links liegt eine Speicherdrossel (unter der gelben Folie), die zur Leistungsfaktorkorrektur gehört. Letztere ist in dieser Leistungsklasse bereits verpflichtend. Rechts unten neben dem Kühlkörper liegt der Trafo des Sperrwandlers. Trotz der geringen Leistung, der anderen Schutzklasse und den wenigen Ausgängen lassen sich bei diesen Adaptern viele Parallelen zu den ATX-Netzteilen erkennen. Die Elkos am Ausgang kommen von Nippon-Chemicon, während der Primärkondensator von Ltec stammt. Ltec wurde sehr häufig von Acbel verwendet und scheint sich in Netzteilen zu bewähren.



    DC Last +19 V (Rippleanteil*) Wirkungsgrad/PFC Δϑ
    ---------------------- ----------------------------------------------- ------------------------------------------ -----------------
    0,5 A 19,49 V (7 mV) 88,99 % / 0.811 3,6 °C
    1,0 A 19,43 V (10 mV) 91,51 % / 0.845 4,7 °C
    1,5 A 19,39 V (14 mV) 92,68 % / 0.862 6,0 °C
    2,0 A 19,35 V (16 mV) 92,14 % / 0.900 7,8 °C
    2,5 A 19,31 V (21 mV) 92,35 % / 0.926 9,5 °C
    3,0 A 19,25 V (25 mV) 92,19 % / 0.946 12,4 °C
    3,5 A 19,21 V (31 mV) 92,19 % / 0.957 16,7 °C
    4,0 A 19,17 V (35 mV) 91,97 % / 0.973 18,4 °C
    4,5 A 19,11 V (39 mV) 91,49 % / 0.979 21,9 °C
    5,0 A 19,07 V (51 mV) 91,47 % / 0.980 24,8 °C
    * Mangels Kondensatorschaltung nicht mit ATX-Netzteilen unter simulierter Systemlast vergleichbar. Δϑ zur Umgebungstemperatur 25,7 °C.


    Selbst bei Überlast ist die Spannung deutlich über 19 V und der Wirkungsgrad kann mit maximal 92,68 % glänzen. Ähnliches gilt für den Leistungsfaktor. Die gemessenen Temperaturunterschiede entsprechen dem, was wir bereits bei anderen Adaptern dieser Art gesehen haben und sind für ein derart kompakt gebautes Gerät sehr überzeugend. Auch in Sachen Restwelligkeit gehört der Adapter nicht zu den schlechtesten, zumal hier ohnehin ein Industriestandard fehlt, der diesen Werten eine klare Grenze setzt. Immerhin existiert durch die CEC (Canadian Energy Commission) eine grobe Einteilung in verschiedene Wirkungsgrade. Das Gerät entspricht dem CEC-Level V. Zwischen 49 und 250 W müssen hier 87 % Wirkungsgrad oder mehr erreicht werden.

    [break=Fazit]


    Mit dem AD9009 90 W hat Lepa einen sehr effizienten Notebookadapter auf den Markt gebracht, der leider nicht über einen USB-Anschluss für Smartphones oder ähnliche Geräte verfügt. Mit neun Adaptersteckern ist das Modell aber für fast alle Notebook-Marken geeignet. Ein richtiges Highlight ist das geringe Gewicht von 160 g und das kompakte Gehäusedesign. In Sachen Mobilität kann der Adapter also punkten. Selbst in der Hosentasche würde das AD9009 kaum stören. Knapp 89 bis weit über 92 % Wirkungsgrad wurden im Test erreicht und auch die Spannungsregulation fällt sehr gut aus. Die Temperaturen sind niedrig, auch wenn der Lepa-Adapter nicht ganz an die Lösung von FSP bzw. Thermaltake heranreicht. Angesichts der Abmessungen ist das Ergebnis trotzdem mehr als zufriedenstellend. Für aktuell knapp 46 EUR ist das AD9009 in etwa so teuer wie die anderen Modelle in diesem Leistungsbereich. Damit liegt das Thermaltake ToughPower Ultra Slim 90W allerdings immer noch vorne. Wer jedoch auf den USB-Anschluss als Extra verzichten kann und stattdessen ein möglichst kleines Gerät für Reisen braucht, der wird mit diesem Angebot gut leben können.

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    Geändert von Nero24. (17.08.2013 um 16:28 Uhr)

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