Ergebnis 1 bis 1 von 1
  1. Beitrag #1
    Themenstarter
    Redaktion
    Redaktion
    Avatar von heikosch
    Registriert seit
    06.02.2008
    Ort
    Dresden
    Beiträge
    4.360
    Danke
    15
    Gedankt 2.069 Mal für 364 Themen
    Blog-Einträge
    7

    Mini-PCs: AMD E-450 vs. Intel Atom D2700


    In den letzten Monaten haben wir uns immer wieder mit den AMD-APUs der E-Serie auseinandergesetzt. Dabei hatten wir mit dem ASUS E35M1-I Deluxe und dem E45M1-M PRO jeweils die stärksten Modelle der E-Serie im Aufgebot. Dabei haben wir aber stets nur die Mainboards mit verlöteter APU betrachtet. Heute wollen wir uns einmal Komplett-Produkte der Hersteller ansehen. Hin und wieder werden die meisten Modelle auch als Barebones angeboten, das heißt Arbeitsspeicher und Laufwerke können individuell an die eigenen Wünsche angepasst werden. Neben dem Giada A51, einem sogenannten Nettop ohne optisches Laufwerk, befindet sich die ZBOX AD05 Plus von Zotac ebenso im Aufgebot wie der Shuttle XS35GTA V3. Beim letzten Kandidaten handelt es sich um ein Modell mit einem Intel-Atom-Prozessor und dedizierter AMD-Grafik. Zuletzt haben wir uns im Jahre 2008 angesehen, was Intels Stromsparmodelle zu bieten haben. Seither hat sich auch bei dieser Plattform einiges getan. Was von den Mini-PCs zu erwarten ist, ihr werdet es erfahren. Viel Spaß auf den folgenden Seiten!

    Wir möchten uns bei Giada, Shuttle und Zotac für die Bereitstellung der Testmuster bedanken.

    gh.de-Preisvergleich - Zotac ZBOX AD05 Plus
    gh.de-Preisvergleich - Shuttle XS35GTA V3
    Giada Deutschland - Shop - Giada A51

    [BREAK=Technische Daten]
    Die technischen Daten der heutigen Testkandidaten entnehmen wir den Produktseiten der Hersteller (Giada, Shuttle, Zotac) und ergänzen bei Bedarf.


    ASUS E45M1-M PROGiada A51Shuttle XS35GTA V3Zotac ZBOX AD05 Plus
    ProzessorModellAMD E-450AMD E-450Intel Atom D2700AMD E-450
    Taktrate2x 1,6 GHz2x 1,6 GHz2x 2,13 GHz2x 1,6 GHz
    Simultaneous Multithreadingneinneinjanein
    ArbeitsspeicherTyp2x 240 Pin DDR31x 204 Pin DDR3
    SO-DIMM
    2x 204 Pin DDR3
    SO-DIMM
    2x 204 Pin DDR3
    SO-DIMM
    maximale Menge8 GB4 GB4 GB8 GB
    Taktrate in MHz800 / 1066 / 1333 / (1600)800 / 10661066800 / 1066 / 1333
    ChipsatzModellAMD A50MAMD A50MIntel NM10 ExpressAMD A50M
    GrafikModellAMD Radeon HD 6320AMD Radeon HD 6320AMD Radeon HD 7410MAMD Radeon HD 6320
    dediziertneinneinjanein
    Grafikspeichershared memoryshared memory512 MB DDR3shared memory
    AudioKlinkenausgänge3222
    S/PDIF1101
    Ton per HDMIjajajaja
    Modi2 / 4 / 5.1 / 7.12 / 4 / 5.12 / 4 / 5.1 / 7.12 / 4 / 5.1 / 7.1
    NetzwerkLAN10 / 100 / 1000 Mb/s10 / 100 / 1000 Mb/s10 / 100 / 1000 Mb/s10 / 100 / 1000 Mb/s
    WLANneinja (150 Mbit/s)ja (150 Mbit/s)ja (150 Mbit/s)
    Bluetoothneinjaneinnein
    KonnektivitätUSB 2.0 (Backpanel / intern)12 ( 4 / 8 )4 ( 4 / 0 )5 ( 5 / 0 )2 ( 2 / 0 )
    USB 3.0 (Backpanel / intern)2 ( 2 / 0 )1 ( 1 / 0 )0 2 ( 2 / 0 )
    SATA (6Gb/s / 3Gb/s)5 / 0(1) / 00 / (2)0 / (1)
    eSATA1 ( 6Gb/s )001 ( 3Gb/s )
    RJ451111
    D-Sub1110
    DVI1001
    HDMI1111
    CardreaderKompatibilität-SD/MMC/MS/MS PROSD/SDHC/SDXCMMC/SD/SDHC
    MS/MS Pro/xD


    Im Lieferumfang des Giada A51 befinden sich folgende Kleinteile:
    • externes Netzteil
    • Kaltgerätekabel
    • Fernbedienung
    • HDMI-Kabel
    • Treiber-CD
    • Kurzanleitung
    • Standfuß

    Mini PCs - Giada A51


    Shuttle legt dem XS35GTA V3 folgende Kleinteile bei:
    • externes Netzteil
    • Kaltgerätekabel
    • Montageschrauben
    • Festplattenkäfig
    • Treiber-CD
    • Kurzanleitung (diverse Sprachen)
    • Standfuß

    Mini-PCs - Shuttle XS35GTA V3


    Optional bietet Shuttle Zubehör an, sodass der Mini-PC an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann.


    Mini-PCs: Shuttle Zubehör Mini-PCs: Shuttle Zubehör


    In unserem Fall war das Zubehör des Zotac ZBOX AD05 Plus etwas ausgedünnt, da es sich hierbei um ein Ausstellungsstück von einer Messe handelt. Enthalten sein sollten:
    • externes Netzteil
    • Kaltgerätekabel
    • VESA-Halterung
    • Fernbedienung mit externem USB-Empfänger
    • Treiber-CD
    • CyberLink BD Solution (BluRay-Wiedergabesoftware in der Suite enthalten)
    • Anleitung
    • Garantiekarte

    Mini PCs - Zotac ZBOX AD05 Plus


    [BREAK=Giada A51 – Äußeres]
    Mini PCs - Giada A51

    Aus dem Hause Giada erreicht uns der A51. Hierbei handelt es sich um ein komplett ausgestattetes Modell, das bereits mit 4 GB Arbeitsspeicher und einer 320-GB-Festplatte daherkommt. Lediglich ein Betriebssystem muss vom Nutzer installiert werden. Sofort fällt auf, dass der Hersteller auf eine Hochglanzoberfläche setzt. Dadurch muss immer wieder der Lappen geschwungen werden, denn Staub und Fingerabdrücke sind stets ein Thema.

    Mini PCs - Giada A51

    Die Front wird durch Lichtkanten bzw. kleine Absätze optisch aufgewertet. Im Fokus steht definitiv der Power-Knopf, der von der spiegelnden Leiste umschlungen wird. Die drei kleinen Status-LEDs, sichtbar durch die kleinen Ausschnitte im oberen Bereich, fallen im ausgeschalteten Zustand nur wenig auf.

    Mini PCs - Giada A51 Mini PCs - Giada A51

    Die linke und rechte Seitenwand unterscheiden sich nicht großartig. Neben einer Lüftungsöffnung im unteren Bereich zieren den A51 Grafiken.

    Mini PCs - Giada A51

    Die Rückseite des Giada A51 zeigt uns, dass es sich um ein aktiv gekühltes Modell handelt. Im oberen Bereich sehen wir die von Note- und Netbooks gewohnten Luftschlitze, durch die man die Kupferfinnen der Kühleinheit sieht.
    Darunter sehen wir die Öse eines Kensington-Lock. Damit lässt sich das System beispielsweise an einem Arbeitsplatz sichern.
    Es schließt sich ein HDMI-Port an. Unter den vier USB-2.0-Ports befindet sich mit dem VGA-Anschluss ebenso die Möglichkeit, ein analoges Videosignal abzugreifen. Über eine RJ45-Buchse (Gigabit Ethernet – max. 1 Gb/s) kann eine Verbindung zu einem lokalen Netzwerk hergestellt werden. Zuletzt positioniert Giada die Strombuchse an der unteren Kante.

    Mini PCs - Giada A51

    Der A51 verfügt über ein externes Netzteil aus dem Hause HuntKey. Mit 65 Watt Ausgangsleistung ist es mehr als ausreichend dimensioniert, wenn man sich unsere letzten Tests mit E-Serie-APUs ansieht.

    Mini PCs - Giada A51

    Wenn wir nun wieder zum Gehäuse zurückkommen, müssen wir noch die an der Oberseite versteckten Anschlüsse erwähnen.

    Mini PCs - Giada A51

    Hinter einer Klappe aus flexiblem Gummi finden sich die beiden gewohnten 3,5-mm-Klinkenbuchsen für Kopfhörer und Mikrofon. Hinzu kommt ein USB-3.0-Port sowie ein Kartenleser für SD- und SDHC-Karten sowie Memory Stick und Memory Stick Pro.

    Mini PCs - Giada A51

    Die Unterseite des Gehäuses bietet lediglich eine Bohrung zur Verschraubung des Standfußes.

    Mini PCs - Giada A51


    [BREAK=Giada A51 – Inneres]
    Mini PCs - Giada A51

    Der Zugriff auf die Hardware des A51 ist deutlich eingeschränkter als bei der Konkurrenz. Wenn wir die Schrauben an der Rückseite entfernen, lässt sich eine Seitenwand abnehmen. Von hier aus haben wir Zugriff auf die Kühleinheit. Diese lässt sich somit relativ leicht reinigen. Weiterhin fällt in diesem Zusammenhang auf, dass man wie bei der Konkurrenz auf Heatpipe-Konstruktionen setzt. Man könnte meinen, man schaut in ein Netbook. Die Technik unterscheidet sich nicht. Das Kabel, das mit der Seitenwand verbunden ist, dient als Antenne für das verbaute WLAN-Modul. Hierbei handelt es sich um ein Modell mit dem AR9285 von Atheros. Dieser ist uns nicht ganz unbekannt, setzen doch auch ASUS und Zotac gerne einmal auf diesen Chip.

    In unserem Fall kommt der A51 mit einer 2,5“-Festplatte von Western Digital daher, der WD3200BPVT. Mit knapp 90 MB/s in der Spitze und ungefähr 67 MB/s im Mittel im HD-Tune-Benchmark ist sie im Gegensatz zu aktuellen 3,5“-Desktopmodellen kein Leistungswunder, liefert aber eine annehmbare Performance. Für den Austausch des Laufwerks müsste man ein wenig Aufwand betreiben. Verschraubt ist sie von der gegenüberliegenden Seite, auf die wir ohne Weiteres keinen Zugriff haben. Das trifft auch auf den SO-DIMM-Arbeitsspeicher zu. Im Auslieferungszustand verfügt unser Testgerät aber bereits über 4 GB RAM, sodass wir an dieser Stelle nicht Hand anlegen müssen. Laut den Spezifikationen steht ein Slot zur Verfügung, der ab Werk nur mit 2 GB bestückt wird.

    Neben dem WLAN-Modul verfügt der A51 ebenfalls über ein Bluetooth-Modul. Die Technik kommt auch hier aus dem Hause Atheros (AR3011). USB 3.0 realisiert Giada mit einem Chip von NEC/Renesas, dem uPD720200. Dieser ist als Low-Power-Variante vor allem für energiesparende Systeme gedacht. Theoretisch stellt dieser Chip sogar zwei Ports bereit, Giada nutzt hier aber lediglich einen davon.

    Für den Sound und das LAN sind wie so oft Lösungen von Realtek an Bord. Der ALC662-Audio-Chip stellt insgesamt sechs Kanäle zur Verfügung, analog nutzbar sind aber lediglich zwei. Mehr kann nur über den HDMI-Port digital herausgeholt werden. Das haben wir aber nicht weiter verfolgt. Eine weitere Möglichkeit ist ein optischer Audio-Ausgang. Dieser befindet sich an der Oberseite hinter der Klappe. Giada führt eine Audio-Buchse als Kombination aus: Entweder kann analog mit der 3,5-mm-Klinke das Signal abgegriffen werden oder aber per Lichtwellenleiter. Erkennbar ist das an dem typischen roten Licht am Boden der Buchse.

    [BREAK=Shuttle XS35GTA V3 - Äußeres]
    Beim Shuttle XS35GTA V3 handelt es sich in unserem Fall um einen Barebone. Das bedeutet, dass der geneigte Käufer das Gehäuse mit Netzteil sowie einem Mainboard samt Prozessor und in diesem Fall dedizierter Grafikeinheit bekommt. Welchen Arbeitsspeicher und wie viel davon der Nutzer nun verbaut, steht genauso frei wie die Wahl der Laufwerke. Soll es eine Solid State Disk (SSD) sein oder doch eine herkömmliche Festplatte (HDD)? Ist ein DVD-Laufwerk gewünscht oder ist Blu-ray ein Thema?
    Wer auf ein optisches Laufwerk verzichten kann, dem bietet Shuttle optional auch einen passenden Halter für die Montage einer zweiten Festplatte an. Damit steht einer immer beliebter werdenden Kombination aus SSD und HDD nichts mehr im Weg. Dabei drängt sich immer wieder der Gedanke an Home-Media-Server auf.

    Mini-PCs - Shuttle XS35GTA V3

    Der Shuttle XS35GTA V3 kommt in einem Stahl-Chassis daher, das durch Kunststoff aufgewertet wird. Die Oberflächenqualität bzw. das Gefühl, das beim Anfassen vermittelt wird, ist positiv zu werten. Das Design mit den eckigen Lüftungsöffnungen an den Seiten hat aber ebenso einen Anteil daran, dass das Gehäuse in unseren Augen doch recht gefällig wirkt. Einzig die Steifigkeit könnte ein wenig höher sein - Druck auf die Seiten führt zu Durchbiegungen.

    Mini-PCs - Shuttle XS35GTA V3

    Die Front bietet uns den Zugriff auf den Power-Knopf an der oberen Kante. Die Status-LED leuchtet weiß, ohne aufdringlich zu wirken. Darunter sehen wir den großen Ausschnitt für ein optionales optisches Laufwerk. Neben dem leicht zu identifizierenden USB-2.0-Port im unteren Bereich verbaut Shuttle zusätzlich noch einen Speicherkartenleser. Neben den weit verbreiteten SD- und SDHC-Karten können auch die Formate Memory Stick (MS) und Memory Stick PRO (MSP) aufgenommen werden.

    Mini-PCs - Shuttle XS35GTA V3 Mini-PCs - Shuttle XS35GTA V3

    Die beiden Seitenwände bieten quadratische Ausschnitte. Durch diese wird das System mit der nötigen Frischluft versorgt. Die sichtbaren Blechgitter dahinter dienen neben der Stabilität vor allem der Einhaltung europäischer Richtlinien zur elektromagnetischen Verträglichkeit. Der Shuttle-Schriftzug fügt sich in unseren Augen harmonisch ein.

    Mini-PCs - Shuttle XS35GTA V3

    Die Rückseite des XS35GTA V3 bietet einigen Gesprächsstoff. Shuttle verzichtet in diesem Fall auf USB 3.0. Es stehen vier Ports der Revision 2.0 zur Verfügung. Die analoge Audio-Ausgabe beschränkt sich auf zwei 3,5-mm-Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon. In direkter Nachbarschaft sehen wir die Öffnung für ein Kensington-Lock.
    Die Konnektivität mit einem Netzwerk wird entweder über den integrierten WLAN-Adapter ermöglicht oder aber über die RJ45-Buchse. Dabei handelt es sich um den aktuellen Standard mit einer Bandbreite von 1 Gb/s (Gigabit-Ethernet).

    Für die Bild-Ausgabe stehen ein VGA- sowie HDMI-Port zur Verfügung. Im oberen Bereich sehen wir einen solchen HDMI-Port. Dieser ist nicht nutzbar. Shuttle bietet andere Modelle an, die über diese Buchse die integrierte Grafikeinheit der Intel-Plattform ansprechen. Bei dem vorliegenden Modell ist diese deaktiviert und lässt den Bildschirm schwarz bleiben. Die nutzbare Buchse befindet sich an der unteren Kante des XS35GTA V3. Der Vorteil der HDMI-Buchse liegt darin, dass hier nicht nur das Bild übertragen werden kann, sondern auch der Ton in digitaler Form. Das reduziert die Zahl der Anschlusskabel.

    Rechts vom HDMI-Port sehen wir die Buchse zum Anschluss des externen Netzteils.

    [BREAK=Shuttle XS35GTA V3 - Inneres]
    Mini-PCs - Shuttle XS35GTA V3

    Eine Schraube an der Rückseite des Gehäuses, versteckt unter einem Gummi, ist zu lösen, um den XS35GTA V3 zu öffnen. Zuallererst wollen wir uns die von vorne aus linke Seite ansehen.

    Mini-PCs - Shuttle XS35GTA V3

    Mini-PCs - Shuttle XS35GTA V3 Mini-PCs - Shuttle XS35GTA V3 Mini-PCs - Shuttle XS35GTA V3

    Auf dieser Seite hat der Nutzer Zugriff auf den Hauptteil der Hardware. Wir sehen das Mainboard des Barebones, das zu einem Großteil durch eine Kühleinheit bedeckt ist. Im oberen Bereich endet die Heatpipe in einem kleinen Kühlkörper mit Lamellen. Die warme Abluft verlässt über diese Fläche nach dem Kamin-Prinzip das Gehäuse durch das darüber liegende Gitter. Neben dem Intel Atom D2700 werden auch der Chipsatz in Form des Intel NM10 Express sowie die Spannungswandler von dem Kühler bedeckt. Rechts davon sehen wir die beiden DDR3-SO-DIMM-Slots. In der unteren rechten Ecke platziert Shuttle für die Bereitstellung des einzelnen Front-USB-Port eine kleine Platine. Direkt daneben kann ein 2,5"-Laufwerk Platz finden. Darüber sehen wir die Platine des Cardreaders sowie ein WLAN-Modul von Realtek (RTL8188CE), das dem n-Standard genügt und eine maximale Bandbreite von 150 Mbit/s zur Verfügung stellt.

    Nicht nur die SO-DIMM-RAM-Slots verraten, dass Shuttle im Falle des XS35GTA V3 vor allem auf Netbook-/Notebook-typische Elemente setzt. Der Taktgenerator 9VRS3449BL von IDT wird vom Hersteller speziell für den Einsatz in mobilen Geräten ausgewiesen. Hinzu kommt das Mini-PCIe-WLAN-Modul, das wir uns schon zuvor angesehen haben.

    Mini-PCs - Shuttle XS35GTA V3

    Mini-PCs - Shuttle XS35GTA V3 Mini-PCs - Shuttle XS35GTA V3

    Hinzu kommt die mobile Grafikkarte von AMD, die Radeon HD 7410M, die auf der anderen Seite des Gehäuses sichtbar wird. Sie wird ebenfalls von einer großflächigen Passiv-Kühlkonstruktion bedeckt. Da der Intel-NM10-Express-Chipsatz lediglich vier PCIe-x1-Ports zur Verfügung stellen kann, ist die Bandbreite, die der Grafikeinheit bereitgestellt werden kann, begrenzt. Da der Netzwerkadapter von JMicron und das WLAN-Modul bereits zwei Lanes belegen, ist die AMD Radeon HD 7410M nur mit PCIe x1 angebunden.
    Ob sich die begrenzte Bandbreite auf die Leistung der Grafikeinheit auswirkt, werden wir uns später ansehen.
    Die verbaute GPU mit dem Codenamen Seymour-LP basiert noch auf der älteren VLIW-5-Architektur, sprich der vorletzten Generation. Im Notebooksegment wird im Allgemeinen sehr schnell ein älterer Chip umgelabelt, die Leistung bleibt meist gleich. Trotz dem Alter der GPU steht ihr eine UVD3-Einheit zur Seite. Damit werden auch BluRay-3D-Inhalte unterstützt. Inwieweit die Leistung der Atom-CPU für die Dekodierung ausreicht, können wir an dieser Stelle nicht beurteilen. Die GPU kann auf 512 MB DDR3-Speicher zurückgreifen. Die Menge ist als ausreichend zu bezeichnen, denn für Spieleeinstellungen, die mehr RAM benötigen, reicht die Rechenleistung eh nicht.

    Mini-PCs - Shuttle XS35GTA V3

    Neben der Grafikeinheit und dessen Kühler positioniert Shuttle ein optisches Laufwerk im Slim-Format. Möglichst sollte es sich um ein schwarzes Modell handeln, um sich nahtlos einzufügen. Verschraubt wird das Laufwerk nicht, stattdessen kommt eine Verspannung mithilfe von Federblechen zum Einsatz. Die gebotene Stabilität ist vollkommen ausreichend, sodass auch die Vibrationen des Laufwerks im Betrieb nicht zu ungewünschten Geräuschen führen.

    [BREAK=Zotac ZBOX AD05 Plus – Äußeres]
    Unser letzter Teilnehmer in diesem Vergleichstest stammt von Zotac. Bereits seit längerem aktualisiert der Hersteller immer wieder seine ZBOX-Serie. Die neuesten Modelle sollen besonders platzsparend sein. Für diesen Vergleich sollte es nicht nur ein Modell mit AMD-APU sein, sondern möglichst auch viel Ausstattung bieten. Mit der ZBOX AD05 in der Plus-Variante haben wir das Top-Modell mit einem bereits verbauten Blu-ray-Laufwerk, einer 2,5"-Festplatte mit 320 GB und 2 GB Arbeitsspeicher erhalten.

    Mini PCs - Zotac ZBOX AD05 Plus

    Die Front der ZBOX bietet neben dem schon erwähnten optischen Laufwerk mit Slot-In-Loading einen 6-in-1-Kartenleser (MMC/SD/SDHC/MS/MS Pro/xD), zwei USB-Ports sowie die beiden bekannten Audio-Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon. An der Front bietet Zotac sowohl USB 2.0 als auch 3.0. Für eine Windows-Installation sollte man stets die Buchse der Revision 2.0 nutzen. Microsoft liefert ab Werk keine USB-3.0-Treiber aus, sodass die entsprechenden Ports nicht genutzt werden können.
    Weiterhin haben wir an der Front Zugriff auf den Power-Knopf.

    Mini PCs - Zotac ZBOX AD05 Plus

    Die Rückseite offenbart von links nach rechts folgende Anschlüsse: USB 3.0, Gigabit-Ethernet, eSATA, DVI, HDMI und einen optischen Audio-Ausgang. Dann sehen wir einen kleinen Ausbruch, der von einer Öse für ein Kensington-Lock und dem Stromanschluss begleitet wird.

    Mini PCs - Zotac ZBOX AD05 Plus

    Die Oberseite wird von einer Aluminium-Oberfläche und einer schwarzen Kunststoffoberfläche dominiert. Auf dem Bild ist bei genauer Betrachtung der Leuchtring der ZBOX sichtbar. Dieser erstrahlt in blauer Farbe, kann bei Bedarf aber auch im BIOS deaktiviert werden.

    Mini PCs - Zotac ZBOX AD05 Plus

    Die Unterseite der ZBOX zeigt uns diverse Lüftungsöffnungen. Der Absatz auf der rechten Seite lässt keinen Zweifel daran, dass an dieser Stelle wie schon beim Giada A51 ein kleiner Lüfter zum Einsatz kommt. Hinter den Schlitzen können wir erkennen, dass in diesem Fall Aluminium zum Einsatz kommt. Ösen in der Abdeckplatte weisen darauf hin, dass man den PC an dieser Stelle an Schrauben anhängen kann.

    [BREAK=Zotac ZBOX AD05 Plus – Inneres]
    Die ZBOX vermittelt beim Öffnen einen deutlich höherwertigeren Eindruck als die Konkurrenz. Die Abdeckplatte besteht aus Metall und sorgt auch für eine wirkungsvolle Abschirmung. Bei Komplettgeräten ist die EU-Richtlinie für die Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) einzuhalten. Bei Gehäusen ohne Innenleben kann es passieren, dass dieses Thema vernachlässigt wird.

    Mini PCs - Zotac ZBOX AD05 Plus

    Im Gegensatz zur Giada-Modell wird deutlich, dass Zotac mit dem Öffnen den sofortigen Zugriff auf alle auswechselbaren Komponenten gewährleisten möchte. Auf der linken Seite sehen wir einen Halter für die 2,5"-Festplatte, darunter positioniert der Hersteller das WLAN-/Bluetooth-Modul.

    Mini PCs - Zotac ZBOX AD05 Plus

    Ein zweiter Montageplatz für eine Mini-PCIe-Karte steht bereit und kann bei Bedarf belegt werden.

    Auf der rechten Seite fällt vor allem wohl die Kühlkonstruktion auf. Auch hier ist die Reinigung ohne Weiteres möglich. Direkt darüber verfügt die ZBOX über zwei SO-DIMM-Slots für DDR3-Speicher. Einer davon ist in unserem Fall ab Werk belegt, ein zweiter steht für Aufrüstungen zur Verfügung.

    Mini PCs - Zotac ZBOX AD05 Plus

    Wie auch bei Giada realisiert Zotac USB 3.0 über einen Renesas-Chip, den µPD720200/uPD720200. Im BIOS-Betrieb lassen sich Eingabegeräte auch an den 3.0-Ports nutzen, lediglich die Windows-7-Installation streikt weiterhin. Entsprechende Treiber müssen erst installiert werden. Solange muss man auf einen Hub am USB-2.0-Port zurückgreifen, wenn mehrere Geräte genutzt werden.

    Im Windows-Betrieb möchten wir darauf hinweisen, dass der mitgelieferte USB-3.0-Treiber veraltet ist. Auf der Treiber-CD findet sich die Version 2.0.4.0, beim Hersteller ist inzwischen die Version 2.1.32.0 verfügbar. Falls Probleme im Betrieb auftreten sollten, könnte man ein Treiberupdate in Betracht ziehen. Unsere Tests führen wir mit der aktuellen Version durch.

    [BREAK=Testsystem]
    Für den heutigen Test kommen mehrere unterschiedliche Systeme zum Einsatz:

    >
    SystemASUS E45M1-M PROGiada A51Shuttle XS35GTA V3Zotac ZBOX AD05 Plus
    CPU/APUAMD E-450AMD E-450Intel Atom D2700AMD E-450
    GrafiklösungAMD Radeon HD 6320AMD Radeon HD 6320AMD Radeon HD 7410MAMD Radeon HD 6320
    Arbeitsspeicher2x 2048 MB
    Kingston KVR1333D3N9
    DDR3-1333 CL9
    1x 4096 MB
    Micron Technology
    SO-DIMM DDR3-1333 CL9
    2x 2048 MB
    Hynix HMT325S6BFR8C
    SO-DIMM DDR3-1333 CL9
    Festplatten2,5“ - Fujitsu MHZ2250BH G2 mit 250 GB
    ADATA S510 mit 120 GB
    2,5" - WDC WD3200BPVT-00HXZT3 mit 320 GB2,5“ - Fujitsu MHZ2250BH G2 mit 250 GB2,5" - SAMSUNG HM321HI mit 320 GB
    2,5“ - Fujitsu MHZ2250BH G2 mit 250 GB
    optisches Laufwerk - - Sony NEC Optiarc AD-7640Sab Werk verbaut
    NetzteilXilence XP250.SFXOriginal-Netzteilbaugleiches Ersatznetzteil
    USB-3.0-FestplattengehäuseConrad (Art.-Nr. 413511 - 62)
    ASMedia ASM1051 (beherrscht nur SATA 3Gb/s)

    Genutzt wird folgende Software:

    Verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkung
    Microsoft Windows 7 Professional64 Bit
    DirectX11
    Grafiktreiber12.3 (Shuttle XS35GTA V3 abweichend)
    3DMark 111.0.2
    7-Zip64 Bit, 9.20
    Avidemux2.5.4.7200
    Cinebench64 Bit, 10 & 11.5
    Crysis Benchmark Tool1.0.0.5
    Crysis Demo1.00.0000
    DirectCompute Benchmark0.45
    FurMark1.9.1
    HD Tune2.55
    LuxMark2.0
    PCMark 71.0.4
    Prime9526.6
    Resident Evil – Benchmark1.00.0000
    Final Fantasy XIV - Benchmark
    RightMark Audio Analyser6.2.3
    Company of Heroes
    specviewperf 11.0
    Truecrypt 7.1

    Für die Messung der Leistungsaufnahme kommt ein Voltcraft Energy Check 3000 zum Einsatz.

    [BREAK=Onboard-Sound-Signal]
    Rightmarks Audio Analyzer dient uns wie schon so oft als Anhaltspunkt, wie es um die Qualität der verbauten Audio-Lösung bestellt ist. Da die heute hier getesteten Geräte auch für das Wohnzimmer geeignet sind, ist der Test fast schon Pflicht. Doch sehen wir uns einmal an, welche Ergebnisse wir erreicht haben:


    Lediglich die Zotac ZBOX kann in diesem Test nicht mit der Konkurrenz mithalten. Das Ergebnis ist laut dem Audio Analyzer lediglich durchschnittlich.

    Die durchweg eher schlechten Werte (engl. Poor) im Bereich des THD + Noise (Total Harmonic Distortion + Noise - engl. Verzerrungen/Klirrfaktor + Rauschen) markiert die Summe aller möglichen Störeinflüsse. In diesen Punkt spielen viele Faktoren hinein, darunter auch die Qualität der Spannungen, die das Netzteil ausgibt. Hinzu kommen Schwingungen, die die Bauteile selbst verursachen, weil sie sich im Betrieb erwärmen oder auch Störungen durch Funkwellen in der Umgebung. Diesem Wert sollte man in unseren Augen nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken, da er doch zu stark vom Testaufbau und den Umgebungsbedingungen abhängt.

    Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site ht4u.

    [BREAK=HD Tune – USB 3.0]
    Aufgrund der unterschiedlichen Bestückung der Systeme verzichten wir heute auf die Tests der SATA-Anschlüsse und widmen uns nur der USB-3.0-Schnittstelle. Shuttle bietet mit dem XS35GTA V3 diesen Anschluss leider nicht. Zotac und Giada verwenden gleichermaßen eine Lösung aus dem Hause NEC. Wie diese abschneidet, wollen wir uns nun einmal genau ansehen.


    Nachdem wir bei unserem letzten Test mit einem Zotac-Mainboard im letzten Jahr schlechte Erfahrungen mit der Kompatibilität sammeln mussten, bewegt sich die ZBOX AD05 Plus im normalen Rahmen. Die mittlere Transferrate bleibt ein wenig hinter dem ASUS E45M1-M PRO zurück, gibt aber keinen Anlass zur Kritik, da SSDs immer wieder zu schwankenden Ergebnissen führen.
    Etwas anders sieht es beim Giada A51 aus. Mit maximal 107,2 MB/s liegt man auf dem Niveau eines Fresco-Logic-Controllers, der in einem ASUS-U36-Notebook zum Einsatz kommt. Die Lösung kann zwar problemlos auch schnellere herkömmliche Festplatten (HDDs) ausreizen, eine SSD bleibt unterhalb ihres Potenzials. Ein BIOS-Update führte beim Gigabyte A75N-USB3 zur vollen Leistungsfähigkeit, hin und wieder kann aber auch ein Firmware-Update des Controllers die Handbremse lösen. Also sollte man als Besitzer ab und zu schauen, ob Giada nicht ein Update anbietet.

    [BREAK=Anwendung – 7zip]
    Umfangreiche Datenkompressionen sind womöglich mit PCs auf Basis von AMDs E-Serie und Intels Atom nicht zu erwarten. Trotzdem kann man anhand der erreichten Datenraten die Rechenleistung abschätzen. Wie schon bei unserem letzten Test mit AMDs A4-3400 als Option für den Einsatz in einem HTPC nutzen wir das bekannte Tool 7zip. Dieses ist kostenlos erhältlich. Wir werden uns im Folgenden sowohl die Kompression als auch Dekompression, sprich das Packen und Entpacken von Archiven, genauer ansehen. Hierbei kommt der integrierte Benchmark zum Einsatz.


    Die AMD-basierten Modelle sind im Rahmen von Ungenauigkeiten auf einem Niveau. Die Schwankung liegt innerhalb eines Prozentes. Zotacs ZBOX kann sich vor seinen direkten Konkurrenten mit AMDs E-450 setzen. Shuttles XS35GTA V3 mit Intels Atom D2700 kann sich deutlich an die Spitze setzen. Die Datenrate ist knapp 39 % höher. Wie wir später noch sehen werden, profitiert die CPU deutlich vom Hyperthreading.


    Folgend betrachten wir nun das Packen von Archiven, dort beträgt der Vorsprung nur ungefähr 27 %. Die E-450-Modelle erreichen absolut die gleichen Werte.

    [BREAK=Benchmark – Cinebench R10]
    Der Cinebench-Benchmark basiert auf der Engine des bekannten 3D-Modelling-Tools Cinema 4D von Maxon. Neben der CPU-Leistung sind die OpenGL-Fähigkeiten der Testkandidaten gefragt. Zuerst wollen wir uns die ältere R10-Version ansehen, bevor wir zur aktuellen übergehen.


    Nachdem der Atom D2700 bei 7zip deutliche Pluspunkte einfahren konnte, sehen wir im Cinebench-CPU-Benchmark, wie viel Leistung in Single-Threaded-Anwendungen potenziell zur Verfügung steht. Die Leistung eines einzelnen Atom-Kerns liegt ungefähr 24 % hinter der eines Bobcat-Kerns. Bedenkt man nun noch, dass Intel zusätzlich eine höhere Taktrate nutzt, fällt das Ergebnis noch ernüchternder aus. Schon an dieser Stelle wird klar, dass die CPU ihr Potenzial erst bei parallelisiertem Code ausspielen kann. Erst mit Hyperthreading überholt man AMDs E-450.


    Beim zweiten Teil, dem OpenGL-Test, ergibt sich wieder das Bild, dass die AMD-Modelle nahezu Gleiches leisten. Giadas A51 kann sich hauchdünn an die Spitze setzen. Shuttle verwendet für den XS35GTA V3 eine dedizierte Grafikkarte aus dem Notebook-Segments AMDs. Leider stehen keine aktuellen Treiber für das Modell bereit, sodass sich an dieser Stelle nur schlecht urteilen lässt, ob die schwache Leistung auf den Treiber oder aber auch etwaige Bandbreitenprobleme zurückzuführen ist. Unsere Vermutung liegt eher beim Treiber, denn wie wir noch zeigen werden, beweisen andere Benchmarks, dass die Leistung auch deutlich besser sein kann.

    [BREAK=Benchmark – Cinebench R11.5 ]
    Kommen wir zur aktuellen Version von Cinebench, der Version 11.5. Das Bewertungssystem hat sich an dieser Stelle etwas geändert. Anstatt sowohl die Single- als auch Multithreaded-Leistung auszugeben, rechnen hier immer alle aktiven CPU-Kerne. Beim OpenGL-Test wurde ebenso ein wenig Hand angelegt. Anstatt ein Punktesystem zu verwenden, sprechen wir folgend von realen Bildraten einer Demo-Sequenz.


    Die Auslegung auf Multithreading kommt der Atom-CPU erneut zu Gute. Die AMD E-450 liegen auf einem Niveau, können aber nicht mithalten.


    Die Schwäche der AMD Radeon HD 7410M im Shuttle XS35GTA V3 im Cinebench R10 wiederholt sich nicht. Die Grafikeinheit liefert in etwa 30 % höhere Bildwiederholraten. Giadas A51 kann sich unter den AMD-basierten Modellen behaupten.

    [BREAK=Benchmark – LuxMark 2.0]
    LuxMark 2.0 basiert auf der Lux Render Engine und wird inzwischen immer öfter genutzt. Wir nutzten den Benchmark bereits zur Einführung der leistungsfähigeren A-Serie-APUs. AMD selbst nutzt den Benchmark auch hin und wieder zur Darstellung der Leistung der Produkte. OpenCL, das hier intensiv genutzt wird, scheint demnach gut zu skalieren.


    Shuttles XS35GTA V3 profitiert wieder von der hohen Multithreading-Leistung. Während die Leistung bei den Kontrahenten bei der Kombination von CPU und GPU abfällt, kann die Atom-CPU in dieser Disziplin ihre Stärken ausspielen.

    [BREAK=Benchmark – DirectCompute Benchmark]
    Wie schon der vorangegangene LuxMark nutzt auch der DirectCompute Benchmark OpenCL. Ergänzt wird der Benchmark durch die Betrachtung der DirectCompute-Schnittstelle, die mit Microsofts DirectX-11-API ausgeliefert wurde, jedoch auch auf DirectX-10-kompatibler Hardware arbeiten soll.


    Im OpenCL-Benchmark liegt die AMD Radeon HD 7410M des Shuttle XS35GTA V3 exakt um die Prozentzahl zurück, die durch das Taktdefizit offensichtlich vorliegt – 480 MHz (Radeon HD 7410M) gegenüber 507-600 MHz (Radeon HD 6320).

    Bei der Betrachtung von DirectCompute müssen wir die Shuttle-Lösung leider aus der Wertung nehmen. Erreichte Werte von über 30.000 Punkten lassen sich reproduzieren, entbehren aber eindeutig der Realität. Wo der Fehler liegt, können wir nicht eindeutig bestimmen, vermuten aber die veraltete Treiberversion.

    [BREAK=Benchmark - Truecrypt]
    Truecrypt erschien im Jahr 2004. Seit der Version 1.0 hat sich einiges getan und auch wir wurden schon nach der Leistungsfähigkeit der kleinen APUs der E-Serie bei der Verschlüsselung von Daten befragt. Für diesen Test haben wir uns nun dazu entschieden, den Vergleich zwischen unseren Plattformen anzustreben. Der interne Benchmark bietet die Möglichkeit, die verschiedenen Algorithmen zu prüfen. Dazu wird der Arbeitsspeicher als Zwischenspeicher verwendet, um auch schnellere Laufwerke wie SSDs berücksichtigen zu können. Sehen wir uns also an, welche Werte unsere Kontrahenten erreicht haben.

    Mini-PCs: AMD E-450 vs. Intel Atom D2700 Mini-PCs: AMD E-450 vs. Intel Atom D2700 Mini-PCs: AMD E-450 vs. Intel Atom D2700 Mini-PCs: AMD E-450 vs. Intel Atom D2700 Mini-PCs: AMD E-450 vs. Intel Atom D2700 Mini-PCs: AMD E-450 vs. Intel Atom D2700 Mini-PCs: AMD E-450 vs. Intel Atom D2700 Mini-PCs: AMD E-450 vs. Intel Atom D2700


    Die Ergebnisse des Benchmarks sind durchwachsen. Beim AES-Algorithmus verliert Intels Atom D2700 deutlich an Boden. Im Gegenzug ist die Performance mit dem Serpent-Verschlüsselungsalgorithmus vor der Konkurrenz auf AMD-Basis. Der Vergleich der AMD-E-450-Systeme spricht für die Zotac ZBOX AD05 Plus. Nahezu durchgehend werden leicht höhere Werte erreicht.

    [BREAK=Benchmark – x264 HD Benchmark 4.0]
    Vor allem beim Einsatz im Wohnzimmer könnte auch die eine oder andere Video-Transcodierung anstehen. Wie schaut es dann mit der Leistung aus? Der x264 HD Benchmark in der Version 4.0 betrachtet dabei zwei aufeinanderfolgende Encodierungsdurchläufe, wobei die Geschwindigkeit leidet, dafür aber eine bessere Bildqualität und Kompression erreicht wird. Die Werte für den ersten und zweiten Durchlauf wollen wir euch im Folgenden darbieten.


    Im ersten Durchlauf ergeben sich leichte Differenzen zwischen den drei E-450-Systemen. Giadas A51 und Zotacs ZBOX liegen eng beieinander, prozentual sprechen wir von 0,3 %. Der Shuttle XS35GTA V3 kann auch hier wieder die Spitzenposition einnehmen.


    Im zweiten Durchlauf schrumpfen die Unterschiede bei den Werten der AMD-basierten Systeme weiter zusammen. Intels Atom D2700 kann weiterhin gute Werte vorlegen.

    [BREAK=Benchmark – specviewperf 11.0]
    AMDs aktuelles Line-Up wird immer wieder mit Features beworben, die vor allem für den Einsatz in Unternehmen interessant sind. Hierbei ist vor allem die starke Ausrichtung auf die Beschleunigung via OpenCL erwähnenswert. Die OpenGL-API ist für Unternehmen aber vielleicht noch weit wichtiger als die reine Feature-Liste. Der Industrie-Benchmark specviewperf gehört immer wieder zum Testparcours, eben weil auch Consumer-Produkte mitunter einmal interessant für den Einsatz im Unternehmen sein können. Die potenziell geringe Leistungsaufnahme und dabei hohe Leistung der integrierten Grafiklösungen lassen die APUs durchaus in den Fokus rücken. Die folgenden Ergebnisse von specviewperf betrachten vor allem Profi-Programme wie CAD oder 3D-Modelling, die auf die OpenGL-API zurückgreifen.


    Shuttles XS35GTA V3 kann in diesem Benchmark nur Staub schlucken. Woran es liegt? Mit aller Wahrscheinlichkeit an den Treibern, die der Hersteller ausliefert. Leider bietet sich kein direkter Vergleich, da ein Treiber-Update aktuell nicht funktioniert. Im Moment ist man darauf angewiesen, dass die Device-ID in die Catalyst-Installation eingepflegt wird.
    Die E-450-basierten Systeme unterscheiden sich minimal bis gar nicht. Giadas A51 kann sich aber durchgängig ein wenig besser im Vergleich zu Zotacs ZBOX AD05 positionieren.

    [BREAK=Spiel – Crysis]
    Crysis setzte bei seiner Veröffentlichung im Jahre 2007 neue Maßstäbe, was den Detailreichtum betraf. Aber auch die Hardware-Anforderungen wurden immens nach oben gesetzt. Bis heute wird der erste Teil aus dem deutschen Entwicklerstudio Crytek immer wieder herangezogen, um die Leistungsfähigkeit von Grafiklösungen auszuloten.


    Bei der Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten kann sich Giadas A51 am besten positionieren. Das betrifft nicht nur die maximal erreichten Bilder pro Sekunde, sondern auch die mittleren. Womöglich kann in diesem Fall der Turbo-Modus für die GPU deutlich öfter genutzt werden. Nach dem starken Auftreten bei CPU-lastigen Benchmarks muss sich Shuttles XS35GTA V3 dieses Mal weiter hinten einordnen. Das dürfte vor allem am Taktdefizit der AMD Radeon HD 7410M liegen.


    In der höheren Auflösung kann das Intel-basierte System zwar bei der maximalen Bildwiederholrate die besten Werte abliefern, im Mittel ergibt sich weiterhin ein Rückstand.

    [BREAK=Spiel – Colin McRae: DiRT3]
    Nachdem wir uns bereits Crysis angesehen haben, wollen wir einen erneuten Blick auf Colin McRae: DiRT3 werfen. Erste Tests mit dem Spiel führten wir im Rahmen der Veröffentlichung der A-Serie-APUs durch. Wir wollen also nicht viele Worte über das Spiel verlieren und uns lieber auf die Ergebnisse stürzen. Wie beim vorangegangenen Crysis haben wir die Details und die Auflösung an die kleine E-450 angepasst, sodass wir verwertbare Ergebnisse bekommen. Hauptkriterium war ein (relativ) flüssig laufendes Hauptmenü.


    Die E-450-Systeme von Zotac und Giada erreichen gute Ergebnisse und können sich gegenüber unserem µATX-Mainboard von ASUS mit geringem Abstand behaupten. Unklar ist, warum die Lösung von Shuttle so schlecht abschneidet. Wir vermuten an dieser Stelle ein Treiberproblem, da die AMD Radeon HD 7410M keinerlei Probleme bezüglich eines Bandbreitenmangels bei anderen Benchmarks aufweist.

    [BREAK=Spiel – DiRT: Showdown]
    Codemasters jüngster Spross der DiRT-Reihe hört auf den Namen Showdown. Im Gegensatz zu den Vorgängern wird der Realismus ein wenig zurückgestellt, dafür geht es in den Rennen heiß her. Gegnerkontakt ist erwünscht. Da das Spiel laut Aussage des Herstellers vor allem an AMDs APUs angepasst worden sein soll, sind wir natürlich gespannt, welche Werte sich ergeben und haben das Spiel für diesen Test einmal zu Rate gezogen. Wir haben diesen Benchmark auf zwei Kontrahenten reduziert, sodass sich Giadas E-450-basierter A51 gegen Shuttles Atom-System gegenüberstellen muss.


    Auffällig ist, dass Shuttles XS35GTA V3 wie beim Test mit Colin McRae: DiRT3 die gleiche minimale Bildwiederholrate erreicht. Im Vergleich zu AMDs E-450 kann man sich bei den Durchschnittswerten nicht durchsetzen, aber auch dort werden nur geringfügig höhere Werte erreicht. Ob ein aktuellerer Treiber hier Abhilfe schaffen könnte, lässt sich aufgrund von Update-Problemen bei der Radeon HD 7410M nicht beantworten.

    [BREAK=Spiel – Company of Heroes]
    Company of Heroes stellt ebenso einen bekannten Vertreter unserer Tests dar. Alle E-Serie-APUs mussten sich bis jetzt in dem Spiel beweisen. Aus der Übergangsphase von DirectX 9 zu DirectX 10 stellt es einen älteren Titel dar. Als Strategiespiel sieht es ebenso so aus, dass auch eigentlich zu niedrige Bildraten noch als spielbar empfunden werden. Als kleines Spiel zwischendurch ist es durchaus vorstellbar und prädestiniert für eine günstige Plattform wie die kleinen AMD-APUs. Zuerst wollen wir uns die Ergebnisse bei niedrigen Details ansehen.


    Mit der einfachen HD-Auflösung ergeben sich nur geringe Unterschiede, die man getrost ignorieren kann.


    Erhöhen wir die Auflösung, kann sich die dedizierte Grafiklösung trotz Taktdefizit durchsetzen. Ungefähr 15 % mehr Leistung liefert Shuttles Lösung.


    Bei hohen Details wiederholt sich das Bild. Die dedizierte Grafikkarte des Shuttle XS35GTA V3 kann sich spürbar von den E-450-Systemen absetzen. Der Abstand nimmt mit steigender Auflösung zu, wie nachfolgend gut zu sehen ist.



    [BREAK=Spiel – Resident Evil]
    Viele sind wohl mit den Resident-Evil-Spielen aufgewachsen. Weil der Benchmark sehr gut reproduzierbare Werte liefert, haben wir diesen schon zur Veröffentlichung der A-Serie-APUs verwendet und nehmen ihn immer wieder gerne. Für die E-Serie-APUs haben wir uns für drei Auflösungen bei mittlerem Detailgrad entschieden.


    Bei der geringsten Auflösung kann sich Giadas A51 mit einem maximalen Leistungsplus von knapp 3 % gegenüber den Konkurrenten mit AMDs E-450 platzieren. Die Radeon HD 7410M in Shuttles XS35GTA V3 kann sich an dieser Stelle klar vor den anderen platzieren.


    In der einfachen HD-Auflösung schrumpft der Vorsprung etwas zusammen, ist aber immer noch präsent. Bei den Abständen zwischen den AMD-basierten Systemen ändert sich nicht viel.


    In der höchsten von uns getesteten Auflösung nähern sich die Systeme weiter an. Zotacs ZBOX muss sich in diesem Benchmark durchgängig geschlagen geben.

    [BREAK=Spiel – Final Fantasy XIV]
    Für diesen Test haben wir den Parcours noch um einen weiteren Spiele-Benchmark erweitert, der sehr gut reproduzierbare Werte liefert. Die Optionen sind begrenzt. Es lässt sich neben der Auflösung nur die verwendete Spielfigur ändern. Die Basis für den Benchmark ist Final Fantasy XIV, ein Ableger der Serie, der auch für den PC erschienen ist und online gespielt wird.


    Der Unterschied zwischen den E-450-Systemen ist gering, dafür kann Shuttles XS35GTA V3 mit der dedizierten Grafik für erneut höhere Ergebnisse sorgen.



    [BREAK=Benchmark - Futuremark 3DMark 06]
    Futuremark bietet mit seinem Benchmark 3DMark immer wieder eine gern herangezogene Software an und wird oft als Messlatte für die Spieleleistung eines PCs angesehen. Wir sind uns im Klaren darüber, dass der 3DMark 06 inzwischen nicht mehr aktuell ist, da er noch die DirectX-9-Generation ansprach. Aufgrund der geringeren Grafikleistung gegenüber aktuellen Desktop-Grafikkarten wird aber wohl das eine oder andere ältere Spiel auf dem PC landen, wenn dort drin eine APU werkelt.


    Die dedizierte Grafiklösung des Shuttle-Systems kann sich durchaus gut platzieren, fraglich ist wieder, ob ein neuerer Treiber nicht besseres offenbaren könnte. Im Endergebnis profitiert das System vor allem von der schon zuvor recht stark auftrumpfenden Atom-D2700-CPU. Um die Konkurrenz in Schach zu halten, reicht es allemal. Die Stärke der Zotac ZBOX führen wir auf einen teilweise langzeitig aktiven GPU-Turbo zurück, der den GPU-Takt der E-450-APU von 507 auf 600 MHz anhebt. Im Gegentest mit der originalen Speicherbestückung zeigt sich, dass dem nicht immer so ist. Der Rückstand entspricht ungefähr dem Taktunterschied zwischen Basis- und Turbo-Takt. Die Ergebnisse liegen weitestgehend im Rahmen der Konkurrenz und zeigen, dass viel Arbeitsspeicher nicht unbedingt notwendig ist.

    [BREAK=Benchmark – Futuremark 3DMark 11]
    Mit dem aktuellen 3DMark 11 veröffentlichte Futuremark seinen zur DirectX-11-API passenden Benchmark. Auch dieser ist bereits von unseren Tests mit den größeren A-Serie-APUs bekannt.


    Im Endergebnis kann sich die Zotac ZBOX hauchdünn vor die direkte Konkurrenz mit einer APU setzen. Sieht man sich die Einzelergebnisse an, schwanken die Werte. Die Kombination aus Intels Atom D2700 und AMD Radeon HD 7410M kann sich im „3DMark Score“ mit einem Vorsprung von ca. 24 % vor die APUs setzen.

    [BREAK=Benchmark – Futuremark PCMark 7]
    Neben dem 3DMark bietet Futuremark in regelmäßigen Abständen aktuelle Versionen des PCMark an. Anstatt die reine „Spiele-Leistung“ zu bewerten, kommt es hier auf die Produktivität an, das heißt Alltagsaufgaben sind zu bewältigen: Bilder skalieren, drehen oder Farben ändern, aber auch diese erst einmal kopieren. Das Endergebnis sieht wie folgt aus:


    Trotz der immer wieder starken Leistung des Shuttle XS35GTA V3 ist das Ergebnis des PCMark 7 interessant. Demnach kann das System seine starke Multithreading-Leistung anscheinend nicht ausspielen und verliert ein wenig den Anschluss.
    Unter den E-450-Mini-PCs kann sich Giadas A51 zwar vor Zotacs Lösung schieben, das System auf Basis des ASUS E45M1-M PRO liegt aber dennoch vorn. Wenn man sich die erreichten Werte im Detail ansieht, so wird klar, wo die Mini-PCs am stärksten verlieren. In den Storage-Benchmarks verlieren die Lösungen an Boden, obwohl allen Modellen die gleiche Technik zur Verfügung steht.

    [BREAK=Leistungsaufnahme und Lautstärke]

    Das Thema Energiesparen wird immer wichtiger. Die Hersteller haben dies auch schon gemerkt und so wird immer wieder damit geworben, wie sparsam die Systeme sind. Die Werte hängen selbstverständlich auch ein wenig von den verbauten Komponenten ab. Auch wenn die Unterschiede oftmals gering sind, dürfen wir bei diesem Test die gemessenen Werte lediglich als Richtgröße ansehen. Im Falle des Giada A51 stellt sich der Austausch der Festplatte als problematisch heraus, hinzu kommt aber auch, dass nur ein RAM-Modul zum Einsatz kommt. Bei den beiden Kontrahenten haben wir zwei dieser Art verbaut, um durchgehend für eine gleich große Speicherbestückung zu sorgen. Sehen wir uns nun aber erst einmal die gemessenen Werte an:


    Vor allem im direkten Vergleich zum Desktop-Mainboard von ASUS können die Mini-PCs deutliche Akzente setzen. Einen gewissen Anteil daran haben auch die kleinen Netzteile, die eine effiziente Stromversorgung ermöglichen. Die Modelle von Giada und Zotac unterscheiden sich nur geringfügig in den gemessenen Werten.

    Interessant ist aber durchaus der Vergleich zwischen den Plattformen. Im Leerlauf zeigt sich Intels Atom, gepaart mit einer dedizierten AMD-Grafiklösung, nicht von der guten Seite. Leider nutzt Shuttle nicht die Möglichkeit, die dedizierte GPU abzuschalten und die integrierte zu verwenden. Letztere ist beim XS35GTA V3 deaktiviert. Mit zunehmender Auslastung kann sich die Kombination aber von einer stärkeren Seite zeigen. Denken wir nun einmal an unsere Erkenntnisse aus den Benchmarks zurück, so muss man Shuttle zugestehen, dass ein interessantes Paket herausgekommen ist, dass sich vor AMDs E-Serie-APUs nicht zu verstecken braucht.

    Zu erwähnen ist, dass Giadas A51 durch einen Standby-Verbrauch von 0,9 Watt heraussticht. Hierbei muss beachtet werden, dass das Modul für die Fernbedienung auch im ausgeschalteten Zustand arbeitet und für Signale erreichbar ist.

    Das Thema Lautstärke müssen wir aus oben genannten Gründen auch sehr differenziert betrachten. Beim Giada A51 kommt noch ein zweiter, entscheidender Faktor hinzu: das BIOS. Mit Standard-Einstellungen regelt der Lüfter in unseren Tests zwischen 3813 und 4192/min. Das bedeutet, dass das System mit 42,5 bis 43,4 dB(A) nicht wirklich zufriedenstellend seinen Dienst verrichtet. Abhilfe schafft in diesem Fall die Anpassung der Lüftersteuerung. Die Einschalttemperatur lässt sich genauso regeln wie die Startgeschwindigkeit und die Intervalle zur Steigerung der Drehzahl. Damit lässt sich das System bändigen. Im normalen Windows-Betrieb schaltet sich in unserem Test der Lüfter komplett ab, sodass nur noch das Rauschen der Festplatte zu hören ist.

    Zotacs ZBOX AD05 Plus kommt ebenso mit einem Lüfter daher. Dieser ist im Leerlauf nicht wirklich aufdringlich, bei ruhiger Umgebung aber hörbar. Das Messgerät zeigt uns 39,5 dB(A). Unter Volllast steigt dieser Wert auf 45,0 dB(A) an. Unangenehme Nebengeräusche treten nicht auf, sodass man lediglich das Rauschen wahrnimmt.

    Shuttles XS35GTA V3 besitzt eine vollkommen passive Kühlung. Das heißt, lediglich das Rauschen der Festplatte ist zu vernehmen. Die entstehende Wärme lässt deutlich erwärmte Luft aus dem Gehäuse steigen. Inwieweit sich das langfristig negativ auf die Festplatte niederschlägt, können wir nur schlecht beantworten. Die Temperaturen sind mit 58°C deutlich erhöht, aber noch im Rahmen. In engen Notebookgehäusen sind solche Werte ebenso an der Tagesordnung.

    [BREAK=Fazit]

    Mit dem heutigen Test haben wir einen kleinen Ausflug in die Welt der aktuellen Barebones und Mini-PCs gemacht. Neben den hier gewohnten AMD-basierten Systemen hat auch wieder einmal ein Intel-System Beachtung gefunden. Dabei handelt es sich um ein Modell mit dem aktuellsten Atom-Prozessor D2700. Im direkten Vergleich weiß der Atom durch eine bessere Leistung bei Multithreaded-Anwendungen zu überzeugen. Wird nur ein Kern genutzt, muss er sich der AMD-E-450-APU geschlagen geben. Die Leistung pro Takt stellt ein Problem dar, woran vor allem die In-Order-Architektur Schuld haben dürfte. Einen richtigen Leistungsschub erhält der Winzling durch die Nutzung der Hyper-Threading-Technologie, kurz HTT. Im normalen Betrieb sollte weitestgehend kein Unterschied zu merken sein. Großen Anteil hat in unserem Test daran aber auch die Verwendung einer dedizierten Grafikeinheit an der Seite des Atom-Prozessors. Die AMD Radeon HD 7410M weist ähnliche Spezifikationen wie die integrierte GPU der E-450-APU auf und kann sich in Spielen aufgrund des schnelleren Speichers an die Spitze setzen. Dass die Grafikkarte des Shuttle XS35GTA V3 dabei nur über ein PCIe-x1-Interface kommuniziert, ist leistungstechnisch nicht spürbar. Eher drückt der Treiber die Leistung, denn uns war es nicht möglich, eine aktuelle Catalyst-Version zu installieren.

    Die Bandbreite der SATA-Ports haben wir heute nicht getestet. AMD bietet den aktuellsten Standard mit 6 Gb/s, Intels NM10-Express-Chipsatz den Vorgänger mit 3 Gb/s. Hinzu kommt, dass Intel noch keinen USB-3.0-Controller vorweisen kann. Bei den E-Serie-APUs ist dieser aktuell nicht nativ implementiert, in Zukunft könnte sich das aber ändern. Gerade wenn wir uns die Leistungswerte aktueller SSDs ansehen, ist die aktuelle Schnittstelle wünschenswert.

    Giada A51
    Giada ist noch recht neu auf dem deutschen Markt. Das Gehäuse des A51 besteht aus Kunststoff und vermittelt unterschiedliche Eindrücke. Die Stabilität ist ausreichend, jedoch könnte die empfindliche Lackierung auf Dauer für Frust beim Käufer sorgen. Putzen ist regelmäßig Pflicht. Im Betrieb fällt bei Standardeinstellungen der lärmende Lüfter auf. Giadas Herkunft, das OEM-Geschäft, eröffnet dem Kunden aber umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten im BIOS. Die Lüftersteuerung lässt sich präzise einstellen, sodass auch ein semi-passiver Betrieb möglich ist. Die Rechenleistung des Zwergs ist vollkommen im Soll.

    Einzig die USB-3.0-Lösung scheint Treiberprobleme oder Kompatibilitätsprobleme zu besitzen. Da Renesas/NEC aber regelmäßig Firmware-Updates zur Verfügung stellt, könnte sich dieser Umstand lösen. Schneller als mit USB 2.0 ist man allemal.

    Shuttle XS35GTA V3
    Bezüglich der Leistung haben wir bereits oben genügend Rückmeldung gegeben. Das Gehäuse des XS35GTA V3 besitzt ebenfalls eine Kunststoff-Außenhaut und der Hersteller zeigt, dass es nicht immer Aluminium sein muss. Die Stabilität der Seitenwände könnte lediglich ein wenig höher sein. Auf engstem Raum ermöglicht Shuttle sogar ein optisches Laufwerk. Mit einem optionalen Adapter, um statt des optischen Laufwerks eine weitere 2,5"-Festplatte zu verbauen, und der optionalen VESA-Halterung bietet der Hersteller die Möglichkeit, das Gerät an seine Wünsche anzupassen.

    Im Betrieb begeistert die passive Kühlung. Im Betrieb haben wir immer wieder die Temperaturen überprüft und konnten keine kritischen Werte feststellen.

    Einen kleinen Fauxpas erlaubt sich das Gerät im Auslieferungszustand. Es schaltet sich meist nicht vollständig ab. Ein BIOS-Update schafft Abhilfe und ist schnell erledigt. Ebenso müssen wir ein paar Worte zu den Grafiktreiber-Updates verlieren. In unserem Test ließ sich der Treiber nicht aktualisieren. Solange Shuttle die Hardware-ID der verbauten Radeon HD 7410M nicht bei AMD eintragen lässt, ist man auf den Shuttle-Support angewiesen.

    Zum Schluss müssen wir noch kurz auf eine Problematik eingehen. Intel hat offiziell die Produktion des Atom D2700 eingestellt. Wie lange das Gerät noch mit dem leistungsstärksten Modell ausgeliefert wird, ist unklar. Laut Shuttle wird irgendwann die nächstkleinere Variante zum Einsatz kommen, womit sich natürlich dann auch der Hauptvorteil in Form der oftmals höheren Performance gegenüber der AMD-Konkurrenz verkleinern wird.

    Zotac ZBOX AD05 Plus
    Zotacs ZBOX ist vollkommen auf den Multimedia-Einsatz ausgelegt. Der Lieferumfang umfasst eine Fernbedienung, das bereits installierte Blu-Ray-Laufwerk ermöglicht den Genuss von HD-Inhalten. Das Gehäuse bietet einen ansprechenden Mix von Metall und Kunststoff. Eine Wandhalterung gehört zum Lieferumfang und so lässt sich die ZBOX platzieren, wie man es gerne hätte.

    Bei der Rechenleistung ergeben sich keine bösen Überraschungen. Das BIOS bietet weitreichende Möglichkeiten, Overclocking ist wie bei allen heute getesteten Produkten aber nicht vorgesehen. Der verbaute Lüfter lässt sich ebenso regeln, bietet in den Standardeinstellungen aber bereits ein annehmbares Betriebsgeräusch.

    Im Endeffekt kann jedes Gerät auf seine Weise überzeugen. Anhand der Features steht Zotacs ZBOX AD05 Plus ab Werk am besten da – USB 3.0, Blu-Ray-Laufwerk und eine solide Performance. Giadas Premiere auf Planet 3DNow! ist ebenso gelungen. Der A51 nimmt den geringsten Platz ein und das BIOS ist umfangreich einstellbar, um auch dem Lüfter Einhalt zu gebieten. Die Leistung des Renesas-USB-3.0-Chips kann leider nicht überzeugen. Ob das nun ein Firmware- oder Kompatibilitätsproblem ist, können wir nicht mit Bestimmtheit sagen. Shuttles XS35GTA V3 bietet die höchste Packungsdichte. Lediglich aktuelle Schnittstellen wie SATA 6Gb/s und USB 3.0 fehlen dem Gerät, doch kann Intels Atom vor allem in Multithreaded-Anwendungen AMDs E-450 ordentlich einheizen.

    Preislich ist der Shuttle-Barebone am günstigsten mit einem Preis ab 212,58 Euro (Stand: 23.08.2012). Man muss aber bedenken, dass Arbeitsspeicher, eine Festplatte und eventuell ein optisches Laufwerk ebenfalls einkalkuliert werden müssen. Mit einer Ausstattung ähnlich der Zotac ZBOX AD05 Plus landen wir, grob im Preisvergleich zusammengerechnet, bei insgesamt ungefähr 355,00 Euro für ein Gesamtpaket. Eine VESA-Halterung kostet noch einmal ein paar Euro.
    Giada mangelt es momentan an einem breiten Vertriebsnetz für Deutschland. Der gh.de-Preisvergleich listet das Gerät erst gar nicht. Im firmeneigenen Shop ist der Zwerg für 370,37 Euro gelistet.
    Zotacs ZBOX AD05 Plus ist als Sorglos-Paket gedacht. Dafür muss der geneigte Käufer aber auch etwas tiefer in die Tasche greifen. 426,56 Euro im Preisvergleich (Stand: 23.08.2012) markieren die Spitze in unserem Test.

    Artikel im Forum kommentieren...
    Weitere Artikel...

  2. Die folgenden 22 Benutzer sagen Danke zu heikosch für diesen nützlichen Beitrag:

    Am2501 (24.08.2012), BBigTree (24.08.2012), BLJ (24.08.2012), cologne46 (25.08.2012), Crashtest (24.08.2012), deoroller (23.08.2012), ICEMAN (24.08.2012), Imp (24.08.2012), Inkaine (11.09.2012), Lexxington (24.08.2012), Makso (23.08.2012), mapim (24.08.2012), mickythebeagle (24.08.2012), MrBad (23.08.2012), ONH (11.09.2012), Sefegiru (23.08.2012), SemtexX_ (24.08.2012), skibice (24.08.2012), Thaipan (04.10.2012), TrippleM (24.08.2012), WindHund (23.08.2012), Woerns (24.08.2012)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Single Sign On provided by vBSSO