Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass AMD mit den FX-Prozessoren eine völlig neue Prozessorarchitektur vorstellte. Auch wir haben uns damals die Bulldozer-CPUsin allerAusführlichkeitangesehen. Bereits im Oktober vergangenen Jahres kamen wir zu der Einschätzung, dass AMDs neue Architektur mehr denn je auf die Software angewiesen ist, mit der gearbeitet wird. Denn während AMDs FX zum Launch in den meisten Anwendungen der Intel-Konkurrenz hinterherhinkte (und mitunter noch nicht einmal die Vorgänger aus eigenem Hause überflügelt werden konnten), gab es einige wenige Anwendungen, in der es der Prozessor sogar mit der gesamten Konkurrenz mühelos aufnehmen konnte.
Ein Jahr nach dem ersten Auftritt des neuen Modulkonzepts lässt sich festhalten, dass sich an der Softwarewelt nichts Spürbares verändert hat. Der gefühlte Rückstand auf die Konkurrenz ist geblieben, da seit dem FX-8150 kein neues Spitzenmodell mehr aufgelegt wurde. Im Gegenteil: Mit dem Launch von Intels "Ivy Bridge" dürfte sich der Rückstand der FX-Prozessoren aus Performance-Sicht sogar noch vergrößert haben.
Am heutigen Tag ist es nun soweit. AMD stellt neue Prozessoren mit Codenamen "Vishera" vor. Verbesserungen in Sachen Effizienz und ein noch weiter gesteigerter Basistakt sollen verlorenen Boden auf Intel gutmachen. Doch reichen die Detailverbesserungen, um der Konkurrenz auf den Leib zu rücken? Oder schafft man es nur, den Rückstand wieder auf das Niveau vom Oktober 2011 zu verkürzen?
Wir haben auf den kommenden Seiten allerlei Konstellationen betrachtet. Welche Performance-Vorteile ergeben sich zum Vorgänger FX-8150 (Codename "Zambezi")? Wie sieht die absolute Performance gegenüber der "blauen" Konkurrenz aus? Welche Architektur erweist sich bei gleichem Takt als die Bessere? Wir werden es auf den folgenden Seiten sehen.
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