Sagen wir "Hallo" zum neuen Spross der Prozessoren-Familie von AMD: Dem FX-8350.
Hergestellt wurde unser Testexemplar in der zweiten Jahreshälfte, genauer gesagt in der 29. Kalenderwoche (16.07. - 22.07.2012).
Der Blick auf die Unterseite des AMD FX-8350 offenbart, dass es keine Veränderungen zum Vorgänger, dem FX-8150 "Zambezi", gibt. Somit passen die "Vishera"-Prozessoren physisch ebenfalls in den Sockel AM3 sowie AM3+. Doch wie bereits beim Vorgänger gilt, dass das BIOS der Hauptplatine die CPU auch unterstützen muss. Da es von "Zambezi" zu "Vishera" keine großen Veränderungen gab bzw. gibt, ist die Chance groß, dass alle Platinen, die FX-CPUs der letzten Generation aufnehmen können, ebenfalls für "Vishera" fit gemacht werden können.
Obwohl die letzte CPU-Z-Version noch von einem "Zambezi" spricht, handelt es sich beim FX-8350 um einen "Vishera". Wie sein Vorgänger setzt die neue CPU ebenfalls auf das CMT-Design (Cluster-based Multithreading), wodurch vier Module mit acht Kernen zum Einsatz kommen. Diese acht Kerne takten erstmals in der x86-Ära mit vier Gigahertz vom Werk aus – selbst Intels Netburst-Architektur blieb kurz vor den 4 GHz stehen. Insgesamt stehen somit satte 400 MHz mehr Basistakt als beim Vorgänger FX-8150 zu Buche.
Unser Testexemplar wird mit 1,35 Volt Kernspannung versorgt, was unter Last dank LoadLine-Calibration (Anpassung der Spannungskurve unter Last) etwa 1,27 Volt bedeutet. Laut AMD handelt es sich beim FX-8350 um einen Prozessor in der Klasse bis 125 Watt TDP (Thermal Design Power).
Auch der FX-8350 unterstützt AMDs Turbo-CORE-Technologie und bietet unter bestimmten Auslastungsszenarien noch einmal 200 MHz mehr. Die maximale Taktrate des FX-8350 beträgt also 4,2 GHz – genau wie bei seinem Vorgänger. Ohne irgendeinen Benchmark durchgeführt zu haben, kann bereits bei diesem Fakt ein Schluss gezogen werden: Ohne Turbo-Modus dürfte ein FX-8350 deutlich flotter sein als ein FX-8150 (4,0 GHz vs. 3,6 GHz), mit aktiviertem Turbo-Modus dürfte es jedoch deutlich knapper zugehen.
Bei aktivierten Stromspareinstellungen taktet unser Exemplar mit 1,4 GHz bei 0,9 Volt.
Bei der Cache-Anbindung hat sich bei "Vishera" gegenüber "Zambezi" nichts getan. Die Werte fallen wie beim Vorgänger aus.
Auch das neue AMD-Flaggschiff unterstützt DDR3-1866. Diese Taktrate gilt jedoch nur bei Bestückung mit einem Speicherriegel pro Kanal – kommen zwei Riegel pro Kanal zum Einsatz (Vollbestückung), gilt DDR3-1600 als maximal unterstützte Taktrate. Wir konnten während des Testzeitraums jedoch kein Problem bei Nutzung von Vollbestückung samt DDR3-1866 feststellen.
Abschließend noch der Blick auf die Latenzen unseres neuen Prozessors. Zum Vergleich haben wir hier den gleichen Test beim Vorgänger FX-8150:
Vergleicht man beide Screenshots, so fällt auf, dass der L3-Cache zwei Takte langsamer erreicht wird als beim Vorgänger. Die Latenzen der L1- und L2-Caches sind hingegen gleich geblieben.
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