Ergebnis 1 bis 1 von 1
  1. Beitrag #1
    Themenstarter
    Redaktion
    Redaktion

    Registriert seit
    10.04.2009
    Beiträge
    792
    Danke
    4
    Gedankt 630 Mal für 106 Themen

    Enermax Ostrog - Die Festung?

    In unserem heutigen Artikel testen wir eine selbsternannte Festung für den heimischen PC. Nämlich das Enermax Ostrog. Der Name Ostrog stammt aus dem 17. Jahrhundert und kommt aus Russland. Als Ostrogen wurden Siedlungspunkte bezeichnet, die von hohen Palisadenwänden vor Angriffen geschützt werden sollten. Später nannte man auch von hohen Mauern umgebene Gefängnisse Ostrogen.

    Beim Vergleich mit Palisadenwänden oder hohen Mauern denkt man natürlich unweigerlich an ein massives Gehäuse zum Schutz der Hardware. Das Enermax Ostrog liegt jedoch mit knapp 38,- Euro klar in der Preiseinstiegsschiene. Hier vermutet man eher günstige und instabile Gehäuse mit geringer Materialstärke, welche anfällig für Vibrationen sind. Wird vielleicht mit dem Namen mehr hineininterpretiert, als das Ostrog halten kann? Das Enermax Ostrog ist in vier Farbvarianten erhältlich, schwarz, schwarz/weiß, weiß/schwarz sowie einer speziellen Alternate-Edition in schwarz/rot. Die weiß/schwarze Version verfügt zusätzlich über ein Window im Seitenteil. Wir haben uns die Festung in schwarz/weiß angesehen.

    Wir bedanken uns bei Enermax für das Testmuster und wünschen viel Spaß beim Lesen.



    [BREAK=Testsystem]

    Für das Testsystem kommt eine AMD-Plattform mit folgenden Komponenten zum Einsatz:
    • CPU: AMD Phenom X4 9850 Black Edition mit 4 x 2,5 GHz und 125 W TDP
    • CPU-Kühler: Scythe Rasetsu oder bei kleineren Gehäusen der AMD-Boxed Kühler
    • Mainboard: ASRock A780FullHD - AMD 780G/SB700-Chipsatz, mATX
    • Arbeitsspeicher: 4 x 1024 MB Kingston (DDR2-800)
    • Grafikkarte: Gigabyte Radeon HD 6950 mit 2048 MB Grafikspeicher
    • Festplatte: 2 x Maxtor DiamondMax 10
    • Netzteil: Enermax Modu 82+
    • 2 x Cougar Vortex HDB CF-V14H Lüfter (für Gehäuse ohne Lüfter)
    • 2 x Cougar Vortex CF-V12S Lüfter (für Gehäuse ohne Lüfter)

    Der Testparcours bedarf einiger Hilfsmittel und Programme:
    • Furmark v1.80 – Stabilitätstest für die Grafikkarte
    • Prime95 v25.11 - CPU-Testprogramm
    • AIDA64 Extreme Edition zur Auswertung sämtlicher Temperatursensoren

    Messgeräte: Voltcraft 329 Schalldruckmessgerät. Zum Aufheizen des Systems kommen Prime95 und FurMark gleichzeitig zum Einsatz. Hierbei wird eine Belastung der CPU und GPU erzielt, welche im normalen Alltagsbetrieb kaum vorzufinden ist. Ein Testlauf ist absolviert, wenn das System 30 Minuten der Belastung standhält. Vorzeitige Abbrüche werden selbstverständlich vermerkt und gehen mit den letzten Maximaltemperaturen in die Grafiken ein. Messungen im Idle-Zustand haben wir gestrichen, da diese bei den Stromsparmechanismen der Prozessoren zunehmend uninteressanter sind. Die Raumtemperatur beträgt hierbei 20 °C. Die erzielten Temperaturen der einzelnen Sensoren lesen wir mit dem Programm AIDA64 Extreme Edition aus. Hierfür hat uns der Hersteller freundlicherweise einige Lizenzen zur Verfügung gestellt.

    Bei den Messungen der Lautstärke haben wir uns für zwei Durchläufe entschieden: ein erster unter voller Last des gesamten Systems und ein weiterer, wenn lediglich die im Gehäuse verbauten Lüfter laufen. Damit möchten wir eine bessere Vergleichbarkeit für den Leser gewährleisten. Die Lautstärke mit verbauter Hardware ist stets von den einzelnen Komponenten abhängig und wird somit immer unterschiedlich ausfallen; ohne installierte Hardware wird sie jedoch bei jedem annähernd gleich sein. Wir messen die Lautstärke mit einem dB(A)-Messgerät von drei Seiten bei einem Abstand von 30 cm.



    [BREAK=Technische Daten]

    Die Daten zum Enermax Ostrog entnehmen wir wie immer der Webseite des Herstellers:
    ModellnameEnermax Ostrog
    Laufwerkschächte

    4x 5,25 Zoll (extern)
    4x 3,5 Zoll (intern)
    1x 3,5 (extern)

    Abmessungen

    200 x 460 x 480 mm (Breite, Höhe, Tiefe)

    Material Kunststoff, Stahl 0,6 mm
    FormfaktorATX, Micro-ATX
    Front I/O1 x USB-3.0, 3x USB 2.0, Audio-IN/OUT
    Maximale Grafikkartenlänge413 mm (286 mit installiertem HDD-Käfig)
    Maximale CPU-Kühler-Höhe174 mm (ohne installierte Seitenlüfter)
    Lüfter:

    Front: 1x 120 mm (optional)
    Rückseite: 1x 120 mm (vorinstalliert)
    Deckel: 2x 120/140 mm (optional)
    Seitenteil: 12x 120/140 mm (optional)
    Boden: 1x 120 mm (optional)

    Erweiterungsslots 7
    Gewicht -
    Empfohlener Verkaufspreis ca. 38 Euro

    Der Lieferumfang des Enermax Ostrog umfasst die auf dem Bild ersichtlichen Kleinteile:

    • Mehrsprachige Einbauanleitung
    • Kabelbinder
    • Klettkabelbinder
    • Laufwerksschienen
    • Piezo-Lautsprecher
    • Montagematerial
    • Eine Slotblende aus Meshgitter



    Das Zubehör ist der Preisklasse entsprechend. Hier darf man keine Extras erwarten. Alles Wichtige ist dabei, aber auch nicht mehr. Hervorzuheben ist lediglich der Piezo-Lautsprecher. Dieses unscheinbare Extra fällt meist gar nicht auf. Erst beim Auspacken des Zubehörs wurde uns bewusst, dass ein Piezo-Lautsprecher bei den meisten Gehäusen, die wir in letzter Zeit getestet haben, gar nicht dabei war.

    [BREAK=Äußeres – Teil 1]

    Das Enermax Ostrog besteht aus 0,6 mm dickem SECC-Stahl und Kunststoff. Also keine Materialstärke, die an eine Festung erinnert. 0,6 mm sind zwar nicht ungewöhnlich, aber schon arg dünn. Die Front ist ziemlich dezent und schlicht in schwarzem Kunststoff gehalten. Optische Akzente setzen ein umlaufendes eingelassenes Meshgitter in weiß sowie zwei Schriftzüge: Im oberen Teil der Herstellername Enermax, im unteren Teil der Gehäusename Ostrog. Das Gehäuse verfügt über vier 5,25“-Einschübe sowie einen 3,5“-Einschub, der zum Beispiel für einen Kartenleser oder ganz altmodisch ein Diskettenlaufwerk genutzt werden kann. Entfernt man die Frontblende, kommt ein optionaler Einbauplatz für einen 120-mm-Lüfter im unteren Teil zum Vorschein. Zusätzliche Metallblenden, die erst herausgebrochen werden müssen, sind nicht vorhanden. Im untersten der vier 5,25"-Schächte sitzt ein Kunststoffrahmen, hier kann später ein SSD-Laufwerk eingebaut werden.

    Im vorderen, erhöhten Teil des Gehäusedeckels sitzt das I/O-Panel mit einem USB-3.0-Anschluss, drei USB-2.0-Anschlüssen, Audio-IN/OUT, zwei Status-LEDs sowie Power- und Resetschalter. Dahinter befindet sich ein eingeprägter Enermax-Schriftzug. Im weiteren Verlauf des Deckels ist das Blech wabenförmig ausgestanzt. Hier können später optional zwei 120/140-mm-Lüfter eingebaut werden.

    Während das rechte Seitenteil ohne weitere Funktionen ist, bietet das linke Seitenteil die Möglichkeit, dort zwei weitere optionale Lüfter einzubauen. Diese dürfen entweder 120 oder 140 mm groß sein. Befestigt sind die Seitenteile mit Rändelschrauben. Hervorzuheben ist ein Kunststoffgriff am linken Seitenteil, der sich zur Gehäuserückseite hin wegklappen lässt. Mit diesem lässt sich das Seitenteil bequem nach hinten wegziehen. Das rechte Seitenteil hat lediglich einen schmalen Griff im unteren Teil, den man mit großen Fingern sehr schlecht zu fassen bekommt.



    [BREAK=Äußeres – Teil 2]

    Das Enermax Ostrog steht auf vier Kunststofffüßen mit Moosgummiunterlage. Weiterhin befindet sich ein Einbauplatz für einen optionalen 120-mm-Lüfter im Boden. Das Netzteil wird auf dem Gehäuseboden befestigt und ist durch einen herausziehbaren, auswaschbaren Staubfilter vor Verunreinigungen geschützt. Es ist schade, dass der optionale Lüfter nicht ebenfalls durch einen Staubfilter geschützt wird. Beim weißen Modell des Ostrog gehören zum Zubehör zwei magnetische Staubfilter; einer für den Deckel, einer für den Lüfter im Boden. Das weiße Ostrog kostet zwar knapp 9 Euro mehr, dafür kommt es neben den beiden zusätzlichen Staubfiltern zusätzlich noch mit einem Window im Seitenteil sowie einer Stealthblende für einen 5,25“-Einbauschacht daher. Weitere Besonderheiten weist der Boden nicht auf.

    Knapp unter dem Gehäusedeckel sind zwei gummierte Schlauchdurchführungen für eine Wasserkühlung vorhanden. Darunter sitzt ein vorinstallierter 120-mm-Lüfter. Es folgen sieben Slotblenden mit Lüftungsöffnungen sowie eine große wabenförmig ausgestanzte Fläche rechts neben den Slotblenden. Diese dient ebenfalls der Entlüftung. Das Netzteil sitzt wie bereits erwähnt auf dem Gehäuseboden.




    [BREAK=Inneres]

    Nach dem Entfernen der beiden Seitenteile, die materialbedingt mit nur 0,6 mm Stärke sehr instabil sind, präsentiert sich der Innenraum. Dieser ist sauber in schwarz lackiert und verfügt zum Glück über keinerlei scharfe Kanten oder Grate, an denen man sich beim Einbau verletzen könnte. Der Mainboardträger besitzt zwei schmale Kabeldurchführungen sowie einen Ausschnitt um verschraubbare Kühler ohne Ausbau des Mainboards wechseln zu können. Auf der Rückseite sind sieben Ösen für Kabelbinder angebracht. Insgesamt steht sehr wenig Platz zwischen Mainboardträger und rechtem Seitenteil zur Verfügung, sodass ein sauberes Kabelmanagement später beim Einbau schon zur Herausforderung wird.

    Im vorderen Teil befinden sich wie meist üblich die Einbauplätze für die Laufwerke. Unten sitzt ein Käfig für zwei interne 3,5"-Laufwerke. Diese können werkzeuglos mit Schnellverschlüssen eingebaut werden. Darüber befindet sich ein weiterer Käfig für drei zusätzliche 3,5"-Laufwerke. In diesem können die Laufwerke um 90° versetzt eingebaut werden. Hierzu werden die Laufwerksschienen aus dem Zubehör benötigt. Dieser zweite Käfig kann durch Lösen einer Rändelschraube entfernt werden. Dadurch vergrößert sich der maximale Einbauplatz für einen Erweiterungskarten von 286 mm auf 413 mm. Darüber folgt ein Einbauplatz für ein externes 3,5"-Gerät, wie zum Beispiel einen Kartenleser. Zu guter Letzt kommen die Einbauplätze für die externen 5,25"-Laufwerke. Hier bietet das Enermax Ostrog insgesamt vier Schächte. Auch diese Laufwerke können werkzeuglos mit Schnellverschlüssen befestigt werden. Die Schnellverschlüsse sind erfreulicherweise an beiden Seiten angebracht. Will man im Ostrog ein SSD-Laufwerk einbauen, muss man auf einen Einbauplatz für ein 5,25"-Laufwerk verzichten, da ein Einbauplatz durch einen Adapter für ein 2,5“/3,5“-Laufwerk belegt ist.

    Das Netzteil sitzt auf vier kleinen Gummipuffern, die es vom Gehäuse entkoppeln sollen, darüber befinden sich die sieben Slotblenden für Erweiterungskarten. Die Slotblenden müssen erst herausgebrochen werden und sind nicht wieder verwendbar. Eine Ersatzblende aus Meshgitter befindet sich im Zubehör. Oberhalb der Slotblenden sitzt ein vorinstallierter 120-mm-Lüfter mit 4-PIN-Molex-Anschluss. Dieser kann also zwangsläufig ohne Adapter nur am Netzteil direkt angeschlossen werden, womit eine Regelung zum Beispiel über das BIOS oder eine Lüftersteuerung nicht möglich ist. Bei dem Lüfter handelt es sich um einen ZY-1202512SL aus China. Das gleiche Modell haben wir auch schon einmal in einem Codegen Netzteil vorgefunden allerdings ohne nähere Technische Daten.

    Unter dem Gehäusedeckel können optional zwei weitere Lüfter eingebaut werden. Diese dürfen 120 mm oder 140 mm groß sein. Wie bereits erwähnt befindet sich beim weißen Enermax Ostrog zusätzlich ein magnetischer Staubfilter für den Deckel dabei. Bei unserem Modell dringt so ohne weiteres Staub von oben ins Gehäuse ein. Ein regelmäßiges Entstauben ist also Pflicht.



    [BREAK=Einbau]

    Kommen wir zum Einbau. Zuerst wird der entfernbare Käfig für die Laufwerke herausgenommen. Dadurch bekommt man ein bisschen mehr Platz zum Hantieren im Gehäuse. Dann werden wie üblich die Mainboardabstandshalter verschraubt. Hier ist zu beachten, dass zwei unterschiedliche Schrauben vorhanden sind, die sich äußerlich nur sehr schwer unterscheiden lassen. Das einfachste ist, vorher zu testen, welche Schrauben in die Abstandshalter passen. Danach wird eigentlich das Board darauf verschraubt. Wer aber eine sehr lange Grafikkarte besitzt, der sollte erst einmal probehalber das Board auf die Abstandshalter legen und dann schauen, ob die Grafikkarte von der Länge her ins Gehäuse passt. Es kann nämlich durchaus sein, dass auch der Käfig für das externe 3,5“-Laufwerk erst noch herausgeschraubt werden muss. Bei uns war dies zum Glück nicht der Fall und wir konnten das Mainboard ohne Probleme einbauen. Anschließend wird die Grafikkarte eingebaut. Da sie im Enermax Ostrog verschraubt wird, ist ein bombensicherer Sitz gewährleistet.

    Für Erweiterungskarten stehen im Ostrog 286 mm an Platz zur Verfügung. Entfernt man den Festplattenkäfig und den Käfig für das externe 3,5“-Laufwerk, vergrößert sich der verfügbare Platz auf 413 mm. Nachfolgend noch ein Überblick über die Länge einiger aktueller Grafikkarten:

    Danach werden die 3,5“-Laufwerke in den entnehmbaren Käfig eingesetzt. Dafür muss rechts und links an die Festplatte jeweils eine Schiene gesetzt werden. Die Schiene hält aber nicht von selber, sondern muss solange festgehalten werden, bis das Laufwerk in den Käfig geschoben wird. Anschließend wird der Käfig in das Gehäuse geschoben und mit einer Rändelschraube fixiert.

    Im nächsten Schritt folgt das 5,25“-Laufwerk. Dank der Schnellverschlüsse ist dies ohne Probleme möglich. Zuerst wird die entsprechende Kunststoffblende aus der Front gelöst und dann müssen noch die Schnellverschlüsse entfernt werden. Anschließend wird das Laufwerk wird von vorne ins Gehäuse geschoben und mit den Verschlüssen von rechts und links fixiert.

    Bevor es an die Verkabelung geht, muss noch das Netzteil eingebaut werden. Hierzu wird es einfach auf die vier Gummipuffer auf dem Gehäuseboden verlegt und dann verschraubt.

    Die Verkabelung im Enermax Ostrog hat sich einfacher als gedacht gestaltet. Solange man nicht versucht, die dicken Kabel hinterm Mainboardträger entlangzuführen, lassen sich auch ohne Druck oder Spannung die Seitenteile problemlos wieder befestigen.

    Zusammengebaut sieht das Ganze wie folgt aus:



    [BREAK=Temperaturen und Lautstärke]

    Im ersten Schritt unserer Messungen haben wir uns wie angekündigt die Lautstärke nur mit den installierten Lüftern, im Fall des Enermax Ostrog also mit einem Hecklüfter, ohne weitere Hardware angeschaut. Der Hintergrundpegel im Raum war mit unserem Messgerät nicht mehr messbar. Nach dem Anlaufen der Lüfter haben wir folgende Werte gemessen:

    Danach erfolgte der Belastungstest. Hierzu liefen Prime95 und FurMark für eine halbe Stunde gleichzeitig. Vorab die Lautstärke, die wir dabei gemessen haben, danach die erzielten Temperaturen:




    Nachfolgend noch unser Diagramm mit der Temperaturdifferenz, basierend auf dem aktuellen Testsystem bei 20 °C Raumtemperatur:

    Wie schon bei unserem letzten Test zum Cougar Evolution BO macht sich der fehlende Frontlüfter speziell bei den Festplattentemperaturen negativ bemerkbar. Bei der CPU-Temperatur lässt das Enermax das Cougar-Gehäuse hinter sich, was sicherlich an der geringeren Größe und somit weniger Luftverwirbelungen liegt. Im gleichen Preisrahmen wie das Ostrog ist auch das Rasurbo Vort-X angesiedelt. Das Vort-X verfügt ebenfalls nur über einen Lüfter, dieser ist allerdings in der Front angebracht. Dementsprechend gut sind auch die Festplattentemperaturen. Bei der Prozessortemperatur muss es sich dem Ostrog allerdings ebenfalls geschlagen geben. Dieser Vorteil hat natürlich seinen Preis, die Lautstärke. Hier haben wir angesichts der vielen optionalen Einbauplätze für Lüfter und der damit einhergehenden Öffnungen des Gehäuses aber auch keine Wunder erwartet.


    [BREAK=Fazit]

    Kommen wir zu den positiven Aspekten des Enermax Ostrog. Hier sind sicherlich der günstige Preis von 38 Euro sowie die saubere Verarbeitung hervorzuheben. Hierfür bekommt man ein Gehäuse mit angenehmer Optik, USB-3.0-Anschluss und Einbauplatz für ein 2,5“-SSD-Laufwerk. Das Ostrog ist nicht nur von außen, sondern auch von innen sauber verarbeitet. Scharfe Kanten oder spitze Ecken sind nicht zu finden und auch auf erst mühsam herauszubrechende Metallblenden für die 5,25“-Einbauschächte hat Enermax erfreulicherweise verzichtet. Der Einbau geht unkompliziert, teils werkzeuglos von der Hand und bis auf wenige Ausnahmen lassen sich sämtliche aktuellen Grafikkarten ohne Ausbau des modularen Festplattenkäfigs und des Käfigs für das externe 3,5“-Laufwerk einbauen. Entfernt man diese, lassen sich auch Erweiterungskarten bis 413 mm einbauen. Die Temperaturen sind im Rahmen, bedenkt man, das nur ein Lüfter vorinstalliert ist. Bei Bedarf lassen sich bis zu sieben Lüfter im Ostrog einbauen, sodass man die Kühlleistung bei Bedarf leicht anpassen kann.

    Enermax Ostrog - Die Festung? Das war die eingangs gestellte Frage, der wir in diesem Artikel auf den Grund gehen wollten. Ist das Ostrog die Festung, welche man mit dem Namen assoziiert? Hier müssen wir ganz klar sagen: Nein. Sicherlich schützt das Ostrog die verbaute Hardware, aber nicht mehr als jedes andere Computergehäuse ebenfalls. Aber es als Festung zu bezeichnen, ist doch ein bisschen weit hergeholt. Dagegen spricht nicht nur die geringe Materialstärke. Die Seitenteile sind sehr instabil und selbst der Gehäusedeckel lässt sich leicht eindrücken. Hieraus können ungewünschte Vibrationen der Festplatten resultieren, auch wenn dies bei unseren Modellen nicht der Fall ist. Ebenfalls nicht gefallen hat uns das Fehlen von Staubfiltern für den Gehäusedeckel oder den optionalen Einbauplatz für einen Lüfter im Boden. Diese bieten zwar andere Hersteller auch nicht unbedingt an, aber wenn wir als Vergleich einmal das Ostrog in der weißen Variante nehmen, so kostet dieses zwar neun Euro mehr, dafür bekommt man für den Aufpreis neben zwei zusätzlichen magnetischen Staubfiltern für Deckel und Bodenlüfter noch ein Seitenteil mit großzügigem Window sowie eine Stealthblende für einen 5,25“-Schacht. Unserer Meinung nach sind diese neun Euro zusätzlich dort sinnvoll investiert.

    ...weitere Artikel
    ...diesen Artikel im Forum diskutieren

  2. Die folgenden 10 Benutzer sagen Danke zu Jörg Heptner für diesen nützlichen Beitrag:

    btolksdorf (11.12.2012), deoroller (10.12.2012), Dr4go (10.12.2012), MrBad (10.12.2012), Ordrosh (10.12.2012), pokasser (18.12.2012), Rommel (11.12.2012), Sefegiru (10.12.2012), SpitfireXP (10.12.2012), Webster72 (11.12.2012)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Single Sign On provided by vBSSO