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    HTPC-taugliche CPU-Kühler: LC-Power und Thermalright treten an


    Es ist nun fast ein Jahr her, dass wir euch einen Test von CPU-Kühlern präsentieren konnten. Diese Durststrecke wollen wir heute beenden und haben uns eine Handvoll Modelle angesehen, die sich für den Einsatz in HTPCs eignen. Ausgangspunkt für diesen Test war die Vorstellung des Thermalright AXP-100. Typischerweise ist der Preis relativ hoch, die Kühlleistung soll den entsprechenden Gegenwert bieten. Unser zweiter Kandidat ist der Cosmo Cool LC-CC94 von LC-Power, der wohl als Preisbrecher bezeichnet werden kann. Der LC-CC94 kostet nicht einmal 10 Euro und folgend stellt sich unmittelbar die Frage, wie viel Leistung man erwarten kann. Zum Vergleich beinhaltet unser Test unseren bekannten SilverStone NT07-AM2, einen den 65-W-APUs beiliegenden AMD-Boxed-Kühler sowie den Alpenföhn Panorama, der bereits vor einiger Zeit einmal getestet wurde und nun als "Referenz" einen Ansatzpunkt zu einem Vergleich mit unseren alten Tests bieten soll. Wir wünschen euch viel Spaß auf den folgenden Seiten!

    Wir möchten uns bei PC-Cooling sowie LC-Power für die Bereitstellung der Samples bedanken.

    gh.de-Preisvergleich – LC-Power Cosmo Cool LC-CC94
    gh.de-Preisvergleich – Thermalright AXP-100

    [BREAK=Testsystem]
    Entgegen den älteren CPU-Kühler-Tests kommen an dieser Stelle mehrere Konfigurationen zum Einsatz. Damit wollen wir insgesamt drei TDP-Klassen abdecken: 45, 65 und 95 Watt. Wir haben uns für diese entschieden, weil der heutige Test vor allem Kühler für den Einsatz in HTPCs betrachtet. Diese werden im Normalfall eher nicht mit CPUs/APUs noch höherer TDP-Klassen bestückt.

    Lange Zeit war es schwierig, verlässliche Temperaturwerte der internen Dioden zu bekommen und mit dem C3-Stepping der K10-CPUs schien das Problem weitestgehend gelöst. Beim zum Einsatz kommenden AMD Phenom II X3 720BE handelt es sich noch um ein Modell mit C2-Stepping, sodass die Temperaturen vermutlich ca. 10 °C zu niedrig angezeigt werden. Der Vergleichbarkeit unter den Kühlern schadet dieser Umstand aber nicht, da für alle die gleichen Bedingungen gelten.

    Unser Testsystem:

    AMD Athlon II X2 240e (45 W TDP), AMD A4-3400 (65 W TDP) oder AMD Phenom II X3 720BE (95 W TDP)
    Sapphire IPC-AM3DD785G oder Gigabyte GA-A55M-DS2
    2 x 2 GB Patriot AMD Memory Entertainment Edition DDR3-1600 (AE32G1609U1)
    Xilence XP250.SFX
    Wärmeleitpaste: Arctic Cooling MX-4

    Planet 3DNow! testet mit Hardware von getgoods.de

    Die Lautstärke messen wir mit einem dB(A)-Messgerät aus einem frontalen Abstand zum Lüfter von 1 cm. Daher erscheinen die Werte mit im Schnitt über 40 dB(A) recht hoch. Allerdings verfügen wir leider nicht über einen schallisolierten Raum und können nur so Nebengeräusche weitestgehend ausschließen. Anzumerken ist hier aber, dass in einem subjektiv völlig lautlosen Raum immer noch 35 dB(A) gemessen werden. Hier sollte man bedenken, dass Hersteller in schallarmen Räumen üblicherweise aus ca. 1 m Entfernung ihre Lüfter frei schwebend messen. Das sind allerdings keine realistischen Werte, die man auf die Praxis beziehen kann.

    Als kleine Hilfe kann man sich zur Orientierung folgendes vor Augen halten, wenn man ein geschlossenes Gehäuse verwendet:

    < 40 dB(A) - nicht wahrnehmbar
    40-42 dB(A) - extrem leise
    42-44 dB(A) - leicht wahrnehmbar
    44-46 dB(A) - leise aber hörbar
    46-48 db(A) - hörbar
    48-50 dB(A) - deutlich wahrnehmbar
    > 50 dB(A) - laut

    Wer extrem geräuschempfindlich ist, wird auch mit einer Lautstärke von 39 dB(A) nicht so wirklich glücklich sein. Insgesamt ist es immer von der subjektiven Wahrnehmung abhängig, wie stark man eine gewisse Lautstärke empfindet. Allgemeingültig ist diese Orientierungshilfe nicht, spiegelt aber grob das allgemeine Empfinden wieder.

    Die Umgebungstemperatur beträgt bei den Messungen ca. 28 °C. Das erscheint recht viel, ist aber bei einem offenen Testaufbau - wie wir ihn verwenden - realistischer mit einem geschlossenem Gehäuse zu vergleichen. Sommerliche Wetterverhältnisse treiben die Temperaturen in den Gehäusen noch höher, weshalb wir empfehlen, immer eine Reserve von ca. 5 °C zu addieren.

    [BREAK=LC-Power Cosmo Cool LC-CC94]
    LC-Power Cosmo Cool LC-CC94

    Technische Daten:
      Preis: ab ca. 7,00 €
      Maße (BxHxT): 11,8 cm / 6,0 cm / 11,5 cm
      Material: Aluminium
      Gewicht: ca. 320 g
      Lüfter: 90 mm
      Lüfterdrehzahl: 1100-1800/min
      Lüfteranschluss: 4-Pin
      Beleuchtung: Nein
      Aufbau: Top-Blow-Kühler
      Sockel: AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, 775, 1156
      Nebengeräusche: leichtes Rattern, leichtes Fiepen
      Art der Lüfterbefestigung: verschraubt

    Einbau:
      AMD: Klammer, Mainboard-Ausbau nicht nötig
      Intel: Push-Pin-Halterung sowie Klammer, Mainboard-Ausbau nicht nötig

      Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste ab Werk auf der Kontaktfläche, Montagehalterung für Intel-Sockel sowie die nötigen Push-Pins

      Besonderheiten beim Einbau auf AMD-Systemen: Die Montage des LC-Power Cosmo Cool LC-CC94 ist denkbar einfach. Den Kühler grob auf die CPU/APU aufsetzen und mit den Daumen die beiden Halteösen auf die Nasen der AMD-Halterung drücken.

    Sockel-Bilder HTPC-Kühler

    LC-Power ist den meisten Lesern bekannt, wenn es um Netzteile geht. Nebenbei führt der Hersteller unter dem Namen Cosmo Cool einige CPU-Kühler. Der Grundaufbau des Top-Blow-Kühlers weckt sofort Erinnerungen und schnell wird klar, warum das so ist. Im Lieferumfang findet sich eine Intel-Sockel-Halterung, auf der der Name „Zalman“ prangt. Wir kramen etwas und siehe da, wir finden den alten Zalman CNPS7000B-AlCu. Das ist viele Jahre her und am Cosmo Cool LC-CC94 sehen wir, dass man den Aufbau noch einmal etwas überdacht hat. Er ist zum Beispiel sichtbar flacher. Von der Kontaktfläche ausgehend dehnen sich die Kühllamellen aus. Der Abstand der Lamellen nahe der Kontaktfläche ist sehr gering und so sammelt sich unweigerlich Staub an, welcher die Kühlleistung herabsetzt. Für die Befestigung des CPU-Kühlers sind Aussparungen gelassen. Die Lamellen sind am Ende miteinander verbunden. Das erhöht die Steifigkeit der Konstruktion und dürfte für einen gewissen Temperaturausgleich zwischen den Lamellen sorgen.

    LC-Power Cosmo Cool LC-CC94 LC-Power Cosmo Cool LC-CC94 LC-Power Cosmo Cool LC-CC94 LC-Power Cosmo Cool LC-CC94 LC-Power Cosmo Cool LC-CC94

    Das Gros der Kühlung erfolgt durch die Lamellen rund um den eingelassenen Lüfter ohne Rahmen. Daraus folgt, dass ein Lüftertausch nicht ohne Weiteres möglich ist. Die Luft wird durch die Lamellen gedrückt und sorgt damit (Top-Blow-typisch) für eine aktive Kühlung der umliegenden Bauteile auf dem Mainboard. Der entstehende Luftzug ist zwar spürbar, aber nicht stark ausgeprägt. Die Lüfterdrehzahl beträgt 1590/min bei 7 V respektive 1900/min bei 12 V. Neben dem Luftrauschen sind ein leichtes Rattern sowie hochfrequente Schwingungen wahrzunehmen. Diese treten vor allem auf, wenn die Lüfterspannung reduziert wird. Da wir die Drehzahl ohne die Nutzung der Pulsweitenmodulation (PWM) reguliert haben, lässt sich dieses Verhalten auch nicht darauf zurückführen. Der Lüfter des LC-CC94 kann sowohl per PWM als auch über die Spannung geregelt werden.

    Trotz der kleinen Mängel kann der Lüfter in den Messungen überzeugen. Kein anderes heute hier getestetes Modell weist einen niedrigeren Schallpegel auf. Die Kühlleistung liegt auf dem Niveau eines Boxed-Kühlers von AMD, der im Lieferumfang unserer A4-3400-APU war. Die Empfehlung bzw. Einstufung des Cosmo Cool LC-CC94 durch den Hersteller für maximal 80 Watt TDP können wir soweit bestätigen. Mit dem Phenom II X3 720BE steigen die Temperaturen an.


    Fazit
    Der LC-Power Cosmo Cool LC-CC94 punktet gleich zweimal. Der Preis von nicht einmal 10 Euro bei vielen Online-Händlern macht ihn zu einem Preis-Leistungs-Wunder. Die große Stärke des Kühlers ist seine Lautstärke. Die Montage ist einfach und ohne den Ausbau des Mainboards möglich. Obwohl der verbaute Lüfter im Betrieb nur geringe Nebengeräusche aufweist, so bietet er leider einen großen Nachteil. Es wird auf den typischen Rahmen verzichtet, sodass ein Ersatz schlecht bis gar nicht im Handel erhältlich ist.

    [BREAK=Thermalright AXP-100]
    Thermalright AXP-100

    Technische Daten:
      Preis: ca. 45,00 €
      Maße (BxHxT): 12,3 cm / 5,8 cm / 10,5 cm
      Gewicht: ca. 360 g
      Lüfter: 100 mm
      Lüfterdrehzahl: 900-2500/min
      Lüfteranschluss: 4-Pin
      Beleuchtung: Nein
      Aufbau: Top-Blow-Kühler
      Sockel: 939, AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, 775, 1155, 1156, 1366, 2011
      Nebengeräusche: nicht vorhanden
      Art der Lüfterbefestigung: verschraubt

    Einbau:
      AMD: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig
      Intel: Verschraubung über Backplate, Mainboard-Ausbau nötig

      Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste in einer Spritze, Halterung für 140-mm-Lüfter sowie passende, längere Schrauben

      Besonderheiten beim Einbau auf AMD-Systemen: Die Montage des Thermalright AXP-100 ist etwas schwieriger. Zuerst die Backplate mit den Abstandshaltern verschrauben, danach mit weiteren Schrauben die Halterung einspannen. Nun das Spannblech auf den Kontaktblock auflegen und den Kühler aufsetzen. Durch Aussparungen sind die Befestigungsschrauben mit einem Schraubendreher erreichbar. Der Schaft des Schraubendreher sollte am besten lang und dünn sein. Mithilfe der Schrauben lässt sich auch die Spannung regulieren. Zuletzt kann entweder der mitgelieferte 100-mm-Lüfter montiert werden oder aber ein optionaler 140-mm-Lüfter.
      Für den Sockel 939 legt Thermalright einen zusätzlichen Kunststoff-Block bei, der an der Backplate eingesetzt werden soll und rückwärtig gegen den Sockel drückt.

      Thermalright AXP-100

      Bei unserem Test-Mainboard von Sapphire war es notwendig, das Halteblech an einer Ecke abzukanten. Der Hersteller hat beim vorliegenden Modell die Keep-Out-Area nicht eingehalten, sodass die Mainboard-Batterie im Weg ist. Hinsichtlich der Stabilität des abgekanteten Bleches konnten wir keinen Unterschied feststellen.

    Sockel-Bilder HTPC-Kühler

    Die Thermalright-Kühler konnten leistungsmäßig immer wieder überzeugen, jedoch musste dies auch immer ordentlich entlohnt werden. Der neue AXP-100 gehört ebenfalls nicht zu den günstigsten, die Ansprüche sind aber ebenso hoch. Der Grundaufbau des AXP-100 ist nichts Besonderes, die Verarbeitung ist aber hochwertig. Der gesamte Kühler ist vernickelt. Den Kontakt zum Sockel stellt ein kleiner Block her, in den sechs 6 mm starke Heatpipes sowie zwei Stützen eingearbeitet sind. An den Seiten hat der Hersteller etwaige Lücken zwischen Heatpipe und Kühlkörper geschlossen, sodass wir von einem sehr guten Verbund ausgehen. Im Licht sehen wir, dass die Kontaktfläche geschliffen wurde. Nahe den Rändern kann man ohne weiteres leichte Verzerrungen im spiegelnden Boden sehen. Die Stützen sorgen für eine höhere Stabilität und schützen ebenso die Heatpipes vor ungewollten Biegungen. Nebenbei dürfte hier ein geringer Anteil an Wärme übertragen werden.

    Thermalright AXP-100 Thermalright AXP-100 Thermalright AXP-100 Thermalright AXP-100 Thermalright AXP-100 Thermalright AXP-100 Thermalright AXP-100 Thermalright AXP-100 Thermalright AXP-100 Thermalright AXP-100

    Im oberen Bereich münden die geschwungenen Heatpipes in eine Vielzahl an Kühllamellen. Die Enden der Heatpipes sind mit Kappen versehen, die das Thermalright-Logo tragen. Der Abstand der Lamellen ist recht groß, sodass selbst ein geringer Luftdruck ausreicht, um gute Ergebnisse abzuliefern. Ebenso neigen Kühler mit weiter auseinanderliegenden Lamellen weniger zum Ansammeln großer Staubmengen, die die Kühlleistung sukzessive herabsetzen. Die Höhe der Lamellen über dem Sockel ist in unserem Fall gerade so ausreichend, um RAM-Module zu montieren. Somit sollte man entweder auf Standardmodelle ohne höher bauende Kühlkörper setzen oder aber gleich Low-Profile-Module verbauen.

    Die Halterung für Lüfter hat Thermalright verschraubt. Entweder kann der mitgelieferte 100-mm-Lüfter TR-TY100 montiert werden oder man nutzt den beigelegten Adapter. Die sichtbaren Nuten an der Unterseite lassen sich ebenfalls mithilfe von Klammern dazu nutzen, um Lüfter eigener Wahl zu befestigen. Klammern von einem Scythe Ninja 3 und ein be quiet! Silent Wings USC (120 mm) können in unserem Gegentest ohne Probleme montiert werden. Neben einem subjektiv ruhigen Lauf ohne Nebengeräusche (außer Luftrauschen) kann der in unserem Test mit 1900 bzw. 2500/min bei 7 und 12 V Spannung betriebene Thermalright-Lüfter überzeugen. Unterhalb der Kühllamellen ist ein deutlicher Luftzug spürbar, der angrenzende Bauteile kühlt.
    Optional kann wie schon erwähnt ein größerer Lüfter montiert werden. Dadurch wird der Kühler insgesamt höher. Thermalright hat uns zu diesem Zweck einen TY-141 mit 140 mm Durchmesser mit ins Paket gepackt, der ebenso durch einen Lauf ohne nennenswerte Nebengeräusche überzeugen kann. Die Kühlwirkung für umliegende Bauteile wird erhöht. Durch eine gewisse Tot-Zone unterhalb der Lüfternabe müssen wir allerdings konstatieren, dass die CPU-Kühlleistung gegenüber dem standardmäßigen 100-mm-Modell absinkt. Bei steigender Abwärme wird dieser Abstand größer. Aber auch die geringere Kühlleistung reicht aus, um alle unsere Test-CPUs/-APUs im grünen Bereich zu halten.

    Thermalright AXP-100 Thermalright AXP-100

    Fazit
    Der Thermalright AXP-100 ist der stärkste Kühler in unserem Test und stößt nicht an seine Grenzen. Damit reiht sich das Modell ins Firmenportfolio an High-End-Kühlern ein. Der verbaute Lüfter ist nicht der leiseste in unserem Vergleich, kann aber durch einen ruhigen Lauf ohne Nebengeräusche überzeugen. Die Kühlung der anliegenden Bauteile wird ebenso gewährleistet und kann erweitert werden, indem ein 140-mm-Lüfter zum Einsatz kommt. Dadurch sinkt die CPU-Kühlleistung aber ein wenig ab. Für die hohe Leistung muss man aber auch ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Ca. 45 Euro veranschlagt Thermalright für das Modell. Sicher ist das nicht gerade günstig, aber man erhält auch eine ganze Menge dafür. Der einzige wirkliche Kritikpunkt ist die Halterung. Die Installation erfordert ein wenig Geduld.

    [BREAK=Kühlleistung AMD Athlon II X2 240e]
    Die erreichten Temperaturwerte sind nicht mit denen unserer älteren Tests vergleichbar.



    [BREAK=Kühlleistung AMD A4-3400]
    Die erreichten Temperaturwerte sind nicht mit denen unserer älteren Tests vergleichbar.



    [BREAK=Kühlleistung AMD Phenom II X3 720BE]
    Die erreichten Temperaturwerte sind nicht mit denen unserer älteren Tests vergleichbar. Beim zum Einsatz kommenden AMD Phenom II X3 720BE handelt es sich noch um ein Modell mit C2-Stepping, sodass die Temperaturen vermutlich ca. 10 °C zu niedrig angezeigt werden.



    [BREAK=Lautstärke bei 7V und 12 V Lüfterspannung]



    [BREAK=Fazit]

    Wir haben uns heute zwei HTPC-taugliche CPU-Kühler im Detail angesehen und drei weitere zum Vergleich herangezogen. Einmal haben wir den LC-Power Cosmo Cool LC-CC94 als Low-Budget-Angebot und mit dem Thermalright AXP-100 ein Spitzenmodell in diesem Segment.

    Der Thermalright AXP-100 zeigt deutlich auf, dass geringe Abmessungen nicht unbedingt mit schwacher Kühlleistung einhergehen müssen. Ebenso muss man hinzusagen, dass beim AXP-100 der kleinere Lüfter besser ist als ein großer. Die Kühlung angrenzender Bauteile auf dem Mainboard wird ebenso gewährleistet. Der mitgelieferte Lüfter kann überzeugen, läuft ohne hörbare Nebengeräusche, ist aber in unserem Vergleich nicht der leiseste. Bei der Montage muss der geneigte Käufer ebenso Geduld oder Geschick mitbringen.

    Diesen Titel gewinnt ausgerechnet das günstigste Modell, der LC-Power Cosmo Cool LC-CC94. Er ähnelt im Aufbau den alten Zalman-Kühlern und kommt auch mit dem Zubehör dieses Herstellers daher, ist aber in ein paar Punkten abgewandelt worden. Die einfache Montage ist geblieben. Die erreichten Temperaturen liegen auf dem Niveau des Boxed-Kühlers, also im Rahmen der Spezifikationen, nur eben leiser. Die Vorgabe von LC-Power, den Kühler nur bis max. 80 Watt TDP einzusetzen, können wir auch soweit bestätigen. Die Kühlleistung nimmt mit steigender Abwärme ab. Trotz der guten Leistung des Lüfters ist dieser auch die Schwachstelle des LC-CC94. Bei einem Preis von ca. 7,00 Euro muss man aber auch sagen, dass man im Prinzip nichts falsch machen kann.

    Schlussendlich können wir also feststellen, dass die Leistungskrone in diesem Test an den Thermalright-Kühler geht. Für den Preis von 45,00 Euro erhält man einen entsprechenden Gegenwert. Die Konkurrenz von zum Beispiel Scythe in Form des Big Shuriken schwächelt bei niedrigen Umdrehungszahlen des Lüfters und hohen TDP-Zahlen, bietet also keine großen Reserven. Ein Prolimatech Samuel 17 mit einem passenden Lüfter wird ebenso nicht an die Kühlleistung des AXP-100 heranreichen.
    Der LC-Power Cosmo Cool LC-CC94 ist ein Preis-Leistungs-Wunder. Die Kühlleistung entspricht weitestgehend dem AMD-Boxed-Kühler, ist dabei aber viel leiser.

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