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    Fractal Designs erster HTPC - Node 605

    Verfolgt man die Onlineforen, so fällt einem auf, dass der schwedische Hersteller Fractal Design sicherlich zu den beliebtesten Herstellern des vergangenen Jahres gehört. Mit funktionellen Gehäusen, die obendrein auch optisch ansprechend sind, wie dem Fractal Design Define R4 oder dem kürzlich getesteten Node 304, erfreuen sich die Schweden einer stetig wachsenden Fangemeinde. Für unseren heutigen Test haben wir uns das erste HTPC-Gehäuse von Fractal Design genauer angesehen, das Node 605. Es ist auch das beste Beispiel dafür, wie wichtig Fractal Design Kundenfeedback ist und das man durchaus bereit ist, ein Design noch einmal zu überarbeiten, wenn es bei den Fans nicht ankommt. Anlässlich der Computex 2012 hatte Fractal Design neben dem Node 304 auch das Node 605 präsentiert und sich damit den Unmut der Fangemeinde zugezogen. In der ursprünglichen Version prangte ein mehr oder weniger riesiger Firmenschriftzug mittig auf dem Gehäuse. Für einen HTPC, der sein Dasein eher in einem Wohnzimmer fristet und sich dort am besten harmonisch in vorhanden Hi-Fi-Komponenten einfügen soll, ein No-Go und dementsprechend fielen auch die Kommentare aus. Daher hat sich Fractal Design kurzerhand entschlossen, die Front zu überarbeiten und den Firmenschriftzug ein wenig dezenter und an einer anderen Stelle zu platzieren. Welche Besonderheiten das Node 605 als erstes HTPC-Gehäuse von Fractal Design sonst noch zu bieten hat, werden wir auf den folgenden Seiten genauer sehen.

    Wir bedanken uns bei Fractal Design für das Testmuster und wünschen viel Spaß beim Lesen.


    [BREAK=Testsystem]

    Für das Testsystem kommt eine AMD-Plattform mit folgenden Komponenten zum Einsatz:
    • CPU: AMD Phenom X4 9850 Black Edition mit 4 x 2,5 GHz und 125 W TDP
    • CPU-Kühler: Scythe Rasetsu oder bei kleineren Gehäusen der AMD-Boxed Kühler
    • Mainboard: ASRock A780FullHD - AMD 780G/SB700-Chipsatz, µATX
    • Arbeitsspeicher: 4 x 1024 MB Kingston (DDR2-800)
    • Grafikkarte: Gigabyte Radeon HD 6950 mit 2048 MB Grafikspeicher
    • Festplatte: 2 x Maxtor DiamondMax 10
    • Netzteil: Enermax Modu 82+
    • 2 x Cougar Vortex HDB CF-V14H Lüfter (für Gehäuse ohne Lüfter)
    • 2 x Cougar Vortex CF-V12S Lüfter (für Gehäuse ohne Lüfter)

    Der Testparcours bedarf einiger Hilfsmittel und Programme:
    • Furmark v1.80 – Stabilitätstest für die Grafikkarte
    • Prime95 v25.11 - CPU-Testprogramm
    • AIDA64 Extreme Edition zur Auswertung sämtlicher Temperatursensoren

    Messgeräte: Voltcraft 329 Schalldruckmessgerät. Zum Aufheizen des Systems kommen Prime95 und FurMark gleichzeitig zum Einsatz. Hierbei wird eine Belastung der CPU und GPU erzielt, welche im normalen Alltagsbetrieb kaum vorzufinden ist. Ein Testlauf ist absolviert, wenn das System 30 Minuten der Belastung standhält. Vorzeitige Abbrüche werden selbstverständlich vermerkt und gehen mit den letzten Maximaltemperaturen in die Grafiken ein. Messungen im Idle-Zustand haben wir gestrichen, da diese bei den Stromsparmechanismen der Prozessoren zunehmend uninteressanter sind. Die Raumtemperatur beträgt hierbei 20 °C. Die erzielten Temperaturen der einzelnen Sensoren lesen wir mit dem Programm AIDA64 Extreme Edition aus. Hierfür hat uns der Hersteller freundlicherweise einige Lizenzen zur Verfügung gestellt.

    Bei den Messungen der Lautstärke haben wir uns für zwei Durchläufe entschieden: ein erster unter voller Last des gesamten Systems und ein weiterer, wenn lediglich die im Gehäuse verbauten Lüfter laufen. Damit möchten wir eine bessere Vergleichbarkeit für den Leser gewährleisten. Die Lautstärke mit verbauter Hardware ist stets von den einzelnen Komponenten abhängig und wird somit immer unterschiedlich ausfallen; ohne installierte Hardware wird sie jedoch bei jedem annähernd gleich sein. Wir messen die Lautstärke mit einem dB(A)-Messgerät von drei Seiten bei einem Abstand von 30 cm.




    [BREAK=Technische Daten]Die Daten zum Fractal Desgin Node 605 entnehmen wir wie immer der Webseite des Herstellers:

    ModellnameNode 605
    Laufwerkschächte

    1x 5,25 Zoll (extern Slimline)
    4x 2,5/3,5 Zoll (intern)

    Abmessungen

    445 x 164 x 349 mm (Breite, Höhe, Tiefe)

    MaterialStahl und Aluminium
    FormfaktorATX, µATX, mITX, DTX
    Front I/O2x USB 3.0, FireWire, Audio-IN/OUT, Kartenleser
    Maximale GrafikkartenlängeZwischen 180-280 mm je nach Aus-/Umbau
    Maximale CPU-Kühler-Höhe125 mm
    Lüfter:

    Rückseite: 2x 80 mm (optional)
    Seitenteil Links: 2x 120 (1 x vorinstalliert, 1 x optional)
    Seitenteil Rechts: 2x 120 (1 x vorinstalliert, 1 x optional)

    Erweiterungsslots 7
    Gewicht 6 kg
    Empfohlener Verkaufspreis ca. 147 Euro


    Der Lieferumfang des Fractal-Design Node 605 umfasst die auf dem Bild ersichtlichen Kleinteile:
    • Mehrsprachige Einbauanleitung
    • Kabelbinder
    • Montagematerial
    • Adapter zum Einbau eines 5,25"-Slim-Laufwerks

    Das Zubehör ist nicht sonderlich üppig, erfüllt aber seinen Zweck. Die Einbauanleitung ist im DIN-A5-Format, mehrsprachig und enthält eine Explosionszeichnung, mit der man zurechtkommt. Ansonsten ist sie recht spartanisch. Auffällig sind zwei Metallbleche, diese sind dazu gedacht, ein 5,25"-Slim-Laufwerk einzubauen.

    [BREAK=Äußeres]Ein HTPC soll sich natürlich auch in das vorhandene Interieur des Wohnzimmers beziehungsweise sonstiger Hi-Fi-Komponenten einfügen. Das ist Fractal beim Node 605 mit einer 8 mm dicken eloxierten Aluminiumfront durchaus gelungen. Im rechten Teil befindet sich der Powerschalter, der im laufenden Betrieb blau beleuchtet ist. Darunter kommt der in der Einleitung angesprochene Schriftzug „Fractal Design“, der sich bei der ersten Präsentation des Gehäuses noch mittig auf der Front befand. Die Aluminiumplatte ist nach unten leicht abgeschrägt und zweigeteilt.

    Der untere Teil kann heruntergeklappt werden, hierzu befinden sich rechts und links zwei Ausbuchtungen. Hinter der Klappe verbirgt sich das I/O-Panel. Dieses bietet zwei USB-3.0-Anschlüsse, FireWire, Audio-IN/OUT sowie einen Kartenleser, der SD, microSD oder CF-Speicherkarten unterstützt, was für einen HTPC durchaus praktisch ist.

    Das linke Seitenteil verfügt über zwei quadratische Meshgitter mit auswaschbarem Staubschutzfilter für 120-mm-Lüfter. Ein Lüfter ist bereits ab Werk vorinstalliert. Das rechte Seitenteil ist fast identisch aufgebaut, auch hier befindet sich bereits ein vorinstallierter 120-mm-Lüfter. Einziger Unterschied zum linken Seitenteil ist ein kleiner unscheinbarer Schalter für eine Lüftersteuerung, mit der sich die Lüfter zwischen 5, 7 oder 12 V einstellen lassen.

    Die von vorne sichtbaren Standfüße sind im Hi-Fi-Design gehalten, die hinteren sind lediglich aus Kunststoff. Allerdings sind letztere nur sichtbar, wenn man das Gehäuse auf den Kopf stellt. Zur Entkopplung sind die Füße mit einer Gummierung versehen. Der Gehäusedeckel bietet keinerlei Funktionen. Eine Entlüftungsöffnung wie beim SilverStone Grandia GD06 ist hier nicht vorhanden.

    Das Netzteil wird hochkant auf der rechten Seiten eingebaut und kann Frischluft durch die dort befindliche Öffnung saugen. Links vom Netzteil befinden sich sieben für Fractal Design mittlerweile typisch in weiß gehaltene Slotblenden für Erweiterungskarten. Die Slotblenden werden durch ein Blech, das sich nach unten klappen lässt, fixiert und sind auf der Oberseite nummeriert. Zur Verbesserung des Airflows besteht zusätzlich die Möglichkeit, zwei 80-mm-Lüfter auf der Rückseite zu installieren.



    [BREAK=Inneres]

    Um das Node 605 zu öffnen, müssen auf der Rückseite zwei Kreuzschlitzschrauben gelöst werden. Danach lässt sich der Deckel abnehmen. Der Deckel ist wie schon beim Define R4 von innen mit Bitumenpappe verkleidet. Das schwere Bitumen sorgt unter anderem dafür, dass der Deckel sehr verwindungssteif ist, soll aber auch Vibrationen und Körperschall schlucken.

    Das Node 605 ist im Inneren bis auf zwei Festplattenhalterungen in schwarz lackiert. Die beiden Halterungen auf der von vorn gesehenen linken Seite sind weiß. Um die Stabilität zu verbessern, ist eine Querstrebe verbaut. An dieser sind auch die Festplattenhalterungen befestigt. Die Lackierung sowie die gesamte Verarbeitung sind im Großen und Ganzen einwandfrei und geben keinerlei Grund zu Beanstandungen. Lediglich die Stellen, wo die Schrauben der Füße ins Gehäuse ragen, sind sehr spitz und scharfkantig. Hier sollte man aufpassen, sonst hat man sich schnell verletzt. Die Lüfterkabel sind sauber mit einem schwarzen blickdichten Sleeve versehen, die anderen Kabel sind schwarz isoliert beziehungsweise aus schwarzem Flachbandkabel. Vorn rechts befindet sich der Kartenleser, welcher über den USB-2.0-Anschluss angesteuert wird.

    Auf der rechten Seite befindet sich ein vorinstallierter Lüfter der hauseigenen Marke, ein Silent R2. Der Lüfter mit hydraulischem Lager misst 120 mm und dreht mit 1200/min bei einer Lautstärke von 15 dB(A). Angeschlossen wird er über einen 3-Pin-Anschluß direkt an der Lüftersteuerung oder am Mainboard. Ein zweiter Lüfter lässt sich optional installieren. Beide Lüfteröffnungen sind mit einem auswaschbaren Staubfilter ausgerüstet. Der Staubfilter lässt sich allerdings nur umständlich entfernen, da hierfür erst das Meshgitter von außen gelöst werden muss, das mit vier Kreuzschlitzschrauben befestigt ist.

    Auf der linken Seite befinden sich zwei weiße Festplattenhalterungen, in welche der Firmenname Fractal Design eingeprägt ist. Jede der Halterungen fasst zwei 3,5“- bzw. zwei 2,5“-Laufwerke. Die Halterungen sind rechts an der Querstrebe und links an der Seitenwand mit jeweils einer Kreuzschlitzschraube befestigt. Entfernt man die Halterungen, kommt darunter ein zweiter vorinstallierter Silent R2 Lüfter zum Vorschein. Auf dieser Seite sind die Lüfterblätter durch ein Gitter geschützt, was auch notwendig ist, da hier später die Kabelstränge des Netzteils entlanglaufen. Einzeln sind die Lüfter für ungefähr 7,50 Euro pro Stück erhältlich. Dahinter befindet sich der Einbauplatz für das Netzteil, welches hochkant eingebaut wird. Eine Entkopplung des Netzteils durch Gummifüße, wie man es oft in Tower-Gehäusen findet, gibt es nicht. Das Netzteil liegt direkt am Metall an.



    [BREAK=Einbau]

    Der Einbau geht ein wenig unüblich vonstatten. Hier gibt es einige Fallstricke zu beachten. Im ersten Schritt werden die Festplattenhalterungen und die Querstrebe entfernt, damit man Platz hat, um das Mainboard im Gehäuse zu befestigen. Im zweiten Schritt haben wir den linken Lüfter umgebaut. Fractal Design hat nämlich die Lüfter so herum eingebaut, dass beide Lüfter kühle Luft ins Gehäuse blasen, was für den Airflow eher kontraproduktiv ist.

    Danach geht es in der normalen Reihenfolge weiter. Die Mainboardabstandshalter werden in den Boden geschraubt und dann wird das Mainboard darauf befestigt. Jetzt sollten auch schon die ersten Kabel befestigt werden. Später sind die Anschlüsse nämlich nur noch schwer erreichbar. Wie man im Bild schön sieht, konnten wir unseren Standardkühler, den Scythe Rasetsu, im Node 605 nicht verwenden, da der Platz nicht ausreichend ist. Für den CPU-Kühler mit seitlichen Lüftern stehen 125 mm an Platz zur Verfügung, bei einem Topblow-Kühler sollten 30 mm Platz nach oben frei bleiben. Wir haben daher wie schon in unserem letzten HTPC-Review auf den AMD-Boxed-Kühler zurückgegriffen.

    Anschließend werden die Festplatten in die Halterungen geschraubt. Die 3,5“-Laufwerke sind durch Gummiringe entkoppelt. Hier ist zu beachten, dass man die Schrauben nicht zu fest anzieht, da sonst der Effekt der Entkopplung verloren geht. 2,5“-Laufwerke werden ohne Entkopplung direkt auf die Halterungen geschraubt.

    Dann wird die Grafikkarte eingebaut. Bei den Erweiterungskarten gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Sind beide Festplattenkäfige montiert, stehen für Erweiterungskarten 180 mm zur Verfügung. Für die ersten beiden Steckplätze stehen mit zwei Festplattenkäfigen 290 mm zur Verfügung. Mit einem Festplattenkäfig verringert sich der Platz auf 280 mm.

    Nachfolgend noch ein Überblick über die Länge einiger aktueller Grafikkarten:

    Dann haben wir die Querstrebe wieder befestigt, nur um sie kurz darauf wieder abzubauen. Nämlich als es an den Einbau des Netzteils ging. Dieses wird wie bereits erwähnt hochkant an der linken Seite befestigt. Nur haben wir das 24-Pin-Stromkabel nicht unter der Strebe hindurchführen können, sodass wir diese erst wieder entfernen mussten, um das Kabel anschließen zu können.

    Im letzten Schritt haben wir die SATA-Kabel an die Festplatten geklemmt und versucht, die Halterungen wieder zu befestigen. Hierbei ist Geduld gefragt wenn, man wie wir trotz modularem Netzteil immer noch mehr Kabel übrig hat als eigentlich benötigt werden.

    Das Node 605 verfügt noch über einige weitere Besonderheiten. Da wie schon erwähnt nur optische Laufwerke im Slimline-Format verwendet werden können, mussten wir mangels eines solchen Laufwerks darauf verzichten. Slimline-Laufwerke lassen sich allerdings auch nur verwenden, wenn das Mainboard nicht größer als µATX ist. Auch die Länge des Netzteil ist beschränkt. Es sollte bei Verwendung beider Festplattenkäfige nicht länger als 180 mm sein.
    Zusammengebaut sieht das Ganze wie folgt aus:



    [BREAK=Temperaturen und Lautstärke]
    Neu in den nachfolgenden Tabellen ist, dass wir die jeweils höchsten Werte in Rot und die niedrigsten in Grün pro Messpunkt dargestellt haben, um den Überblick zu erleichtern. Im ersten Schritt unserer Messungen haben wir uns wie angekündigt die Lautstärke nur mit den installierten Lüftern, im Fall des Fractal Design Node 605 also mit zwei Lüftern, ohne weitere Hardware angeschaut. Der Hintergrundpegel im Raum war mit unserem Messgerät nicht mehr messbar. Nach dem Anlaufen der Lüfter haben wir folgende Werte gemessen:

    Danach erfolgte der Belastungstest. Hierzu liefen Prime95 und FurMark für eine halbe Stunde gleichzeitig. Vorab die Lautstärke, die wir dabei gemessen haben, danach die erzielten Temperaturen:


    Wir können vorweg nehmen, die Temperaturmessungen haben uns einige Kopfschmerzen bereitet. Wir haben mehrfach die Lüfter umpositioniert sowie den Kühler neu aufgesetzt. Doch fangen wir von vorne an: Im ersten Schritt haben wir erst einmal den linken Lüfter umgebaut. Dieser ist wie der rechte so eingebaut, dass er die Luft ins Gehäuse bläst. Also haben wir den linken Lüfter so eingebaut, dass er die erwärmte Luft aus dem Gehäuse leitet. Wie man schön an den Temperaturen sieht bringt das aber nichts. Keinen der Tests, weder auf 12 V, noch auf 7 V oder 5 V konnten wir zu Ende bringen, da die Prozessortemperatur schon nach kurzer Zeit jenseits der 60 °C war. Die 72 °C sind gar zustande gekommen, weil wir das Testsystem kurz einmal unbeaufsichtigt haben laufen lassen. Ein weiterer negativer Effekt unseres AMD-Boxed-Kühlers war, dass dieser schon recht schnell mit 6000/min drehte, wodurch eine unerträgliche Geräuschkulisse entstand. Erst der Umbau des linken Lüfters auf die rechte Seite, sodass dort je ein Lüfter Luft ins Gehäuse bläst und der zweite daneben die Luft wieder absaugt, ermöglichte es uns, die Tests zu Ende zu führen. An der Lautstärke hat sich freilich nichts getan. Hier muss ein leistungsstärkerer und vor allem leiserer Kühler zum Einsatz kommen. Ein Grund für die schlechten Temperaturen ist sicherlich auch unsere recht lange AMD Radeon HD6950. Diese teilt das Gehäuse praktisch in zwei fast geschlossene Zonen ab, sodass die Luft nicht vernünftig zirkulieren kann. Fractal Design empfiehlt daher auch in der Einbauanleitung bei Verwendung von Komponenten, die viel Wärme erzeugen, einen dritten Lüfter auf der rechten Seite einzubauen. Wir haben dies später noch einmal durchgeführt, indem wir einen unserer Referenzlüfter von Cougar als dritten Lüfter mit eingebaut haben und einen kurzen Test auf 7 V durchgeführt haben. Die Prozessortemperatur blieb damit zumindest während der Testdauer auf 60 °C.

    Nachfolgend noch unser Diagramm mit der Temperaturdifferenz, basierend auf dem aktuellen Testsystem bei 20 °C Raumtemperatur:




    [BREAK=Fazit]
    Fractal Design hat es mit dem Node 605 wieder einmal geschafft, ein schlichtes Gehäuse zu bauen, dessen Optik viele Fans finden dürfte. Durch die massive Aluminiumfront wirkt es zudem noch edel und elegant. An der Verarbeitungqualität gibt es nichts auszusetzen. Die Spaltmaße passen und auch die Lackierung ist einwandfrei.

    Die hauseigenen Silent R2 Lüfter sind wie der Name schon sagt auch wirklich leise. Ohne eingebaute Hardware war nur ein leichtes Säuseln zu hören. Aber Silent ist nicht alles, sie müssen auch in der Lage sein, die vorhandene Hardware ausreichend zu kühlen. Das ist bei unserem Testsetup leider nicht gelungen. Einschränkend muss man vielleicht sagen, dass zum einen solche Belastungstest wie wir sie durchführen, in der Praxis kaum vorkommen. Der andere Punkt ist sicherlich: Wozu wird ein HTPC überhaupt genutzt? Bis vor ein paar Jahren wurden HTPC meistens im Wohnzimmer als Multimediarechner genutzt. Es wurde Musik darüber laufen gelassen, es wurden Filme geschaut oder Fernsehen oder auch mal im Internet gesurft. Mittlerweile ist es natürlich so, dass Fernseher immer größer, leistungsstärker und günstiger werden und somit mehr und mehr dazu verleiten, darauf zu spielen. Dann kann es mit leistungshungriger Hardware schon einmal eng werden, was die Temperaturen betrifft. Dies ist natürlich auch ein Problem, was alle Herstelller von HTPC-Gehäusen haben. Hier bleibt abzuwarten, wie sich der Trend in den nächsten Jahren weiterentwickelt.

    Wer das Node 605 aber ausschließlich zum Musikhören, surfen oder für einen Blu-ray-Abend nutzen will, der kommt auch mit leistungsschwächeren Komponenten aus. Dazu noch ein leistungsstärkerer und vor allem leiserer Kühler als der Boxed-Kühler und schon steht einem entspannten und vor allem leisen Filmabend nichts mehr im Weg.

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