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      Modell: ASUS U36JC
      Prozessor: Intel Core i5 480M
      Mainboard: ASUS U36JC
      Arbeitsspeicher: 8 GB
      Grafikkarte: GeForce G310M
      Display: Samsung T220HD (1680x1050)
      Festplatte(n): Kingston SSDNow V+ 100 96GB
      Optische Laufwerke: LG CH10LS20 BluRay
      Soundkarte: onboard
      Betriebssystem(e): Windows 7 HP 64bit
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    Gleicher Preis bei AMD und Intel - wer bietet mehr fürs Geld?


    Am 02.10. veröffentlichte AMD die 2. Generation der A-Serie-APUs für Endkunden. Das Fazit zum Top-Modell A10-5800K fiel gemischt aus. Sicherlich kann die neue APU mit seinen technischen Änderungen – VLIW-4-Shader für die GPU und Piledriver-Architektur für die CPU – teils starke Akzente setzen, gegen einen nativen Vierkern-Prozessor hat der CPU-Part auf Basis des CMT-Konzepts (Cluster-based Multithreading) aber auch oft das Nachsehen. Doch das war nur der interne Vergleich zu AMD-Produkten. Ebenso wie AMD gerne mit preisgleichen Systemen mit Prozessoren des Konkurrenten Intel einmal Vergleiche anstellt, waren auch wir an einem Duell mit einem fairen Gegner interessiert. Die Wahl ist auf den Intel Core i3-3225 gefallen, da dieser preislich ungefähr gleichauf liegt. Die Ivy-Bridge-Architektur soll dank 22-nm-Fertigung vor allem die Leistungsaufnahme gegenüber der Vorgängergeneration auf Basis der Sandy-Bridge-Architektur noch einmal gedrückt haben.
    Viel Spaß beim Lesen!

    Wir möchten uns bei der TOPAS GBS Datentechnik GmbH aus Cottbus für die Bereitstellung des Intel Core i3-3225 sowie des Gigabyte GA-B75M-D3H bedanken.

    [Break=Testsysteme]

    Plattformen:
    • Trinity:
      • AMD A10-5800K
      • ASUS F2A85-M Pro (µATX; AMD A85X)
    • Ivy Bridge:
      • Intel Core i3-3225
      • Gigabyte GA-B75M-D3H (µATX; Intel B75)

    Weitere Hardware:
    • RAM
      • G.Skill RipjawsX F3-14900CL9D-8GBXL (9-10-9-24)
      • G.Skill RipjawsX F3-17000CL9D-8GBXM (9-10-9-24)
    • Kühlung
      • Scythe Mugen
      • Xilence 2ComponentFan 120 (Zur Belüftung des Mugen)
      • Papst 8412 N/2GMLE (Zur Belüftung der Spannungswandler)
    • Festplatte
      • Samsung HD502HJ
    • Optisches Laufwerk
      • LG CH10LS20
    • Netzteil
      • HEC P3D300
    • Grafikkarten
      • AMD Radeon HD 6570
        • Streamprozessoren: 480 (5D)
        • GPU-Takt: 650 MHz
        • RAM: 512 MB DDR3
      • AMD Radeon HD 7750
        • Streamprozessoren: 512 (1D)
        • GPU-Takt: 800 MHz
        • RAM: 1024 MB GDDR5
    • Verbrauchsmessgerät: Voltcraft Energy Check 3000


    AMD A10-5800K - Hardware AMD A10-5800K - Hardware AMD A10-5800K - Hardware AMD A10-5800K - Hardware


    Software:
    • Windows 7 (64 Bit) SP1 (Build 7601)
    • 3DMark 11 v1.03
    • PCMark 7 v1.0.4
    • Crysis 1 1.0.0.1
    • Crysis Benchmarktool 1.0.0.5
    • DiRT Showdown
    • Cinebench 11.5.2.9
    • 7-Zip 9.20
    • LuxMark 2.0
    • WinRAR 4.20
    • POV-Ray 3.7b39
    • TrueCrypt 7.1
    • Resident Evil 5 Benchmark
    • Crysis 2 1.9
    • Company of Heroes (Gold Edition)
    • Lost Planet 2 Benchmark


    Treiber:
      Als Grafiktreiber kam durchweg der Catalyst 12.8 zum Einsatz. Abgesehen davon verwendeten wir die jeweils aktuellsten Treiber, die die entsprechenden Mainboardhersteller auf ihrer Produktseite zur Verfügung stellten.


    Bei beiden Plattformen wird der integrierten GPU eine Speichermenge von 1024 MB reserviert.

    [BREAK=Die Intel-Hardware im Detail]
    Intel Core i3-3225 Intel Core i3-3225

    Für den heutigen Test haben wir einen Intel Core i3-3225 zur Verfügung. Dabei handelt es sich um eine Boxed-Version. So haben wir gleichzeitig auch einmal die Möglichkeit, einen Blick auf den Intel-Kühler zu werfen. Die geringe thermale Verlustleistung (Thermal Design Power, kurz TDP) von 55 W ermöglicht es Intel, auf einen flacheren Kühler mit einer geringeren Kühlfläche zurückgreifen. Das ist interessant, wenn die CPU in ein Gehäuse wandern soll, dessen Bauhöhe begrenzt ist, beispielsweise ein mITX-Gehäuse.

    Der Core i3-3225 mit seinen zwei physikalischen Kernen wird mithilfe der Hyper-Threading-Technologie zu einem Prozessor mit vier logischen Kernen. Das Simultaneous Multithreading, kurz SMT, unterscheidet sich maßgeblich von dem CMT-Konzept, das AMD derzeit praktiziert. Anstatt vollständige Integer-Recheneinheiten doppelt zu verbauen, sind in der Hauptsache lediglich zusätzliche Register und erweiterte Schaltmechanismen integriert, die die Auslastung der Recheneinheiten erhöhen.
    Als Einstiegsmodell muss der Core i3-3225 auf Features höherwertiger Modelle verzichten. So sind zum Beispiel weder eine hardwarebeschleunigte AES-Beschleunigung für Verschlüsselungen noch Turbo Boost mit an Bord. Diese beiden Dinge bringt unser AMD-Pendant mit. Taktseitig sieht es auf den ersten Blick für die Intel-CPU ebenfalls nicht allzu rosig aus. 3,30 GHz stehen den maximal 4,2 GHz einer A10-5800K-APU im Turbo-Modus gegenüber. Ob sich daraus ein Nachteil ergibt, werden wir uns ansehen.

    Intel Core i3-3225

    Als Unterbau für den Intel Core i3-3225 kommt heute ein Gigabyte GA-B75M-D3H zum Einsatz. Ohne allzu sehr auf die unterschiedlichen Chipsätze aus dem Hause Intel eingehen zu wollen, so lässt sich zusammenfassend sagen, dass es sich bei dem verwendeten B75-Chipsatz um eine kostengünstigere Variante vor allem für Unternehmen handelt. Mit erweiterten Management-Funktionen soll das Board punkten, der Heimanwender wird diesen Umfang wohl nicht benötigen. Mit einem Preis um die 70 Euro passt es preislich gut in unsere Vorstellungen und der Formfaktor stimmt ebenfalls mit unserem AMD-basierten Testsystem überein.

    Intel Core i3-3225

    Im unteren Bereich des Mainboard sehen wir zwei PCI-Express-Slots. Auf dem PCB ist vermerkt, dass diese theoretisch dem aktuellsten Standard 3.0 folgen. Dem ist laut Herstellerangaben nur so, wenn eine Ivy-Bridge-basierte Intel-CPU zum Einsatz kommt. Der Core i3-3225 ist solch eine CPU. AMD hat mit der Präsentation des Sockel FM2 zwar angekündigt, dass dieser irgendwann ebenfalls diesen Standard unterstützen wird. Wann das so ist und ob aktuelle Mainboards mit A75- oder A85X-FCH PCIe-3.0-fähig sein werden, hat AMD noch nicht bekannt gegeben.

    Rechts neben den vier RAM-Slots sehen wir einen Pin-Header, der USB 3.0 zur Verfügung stellt. Hier kann ein passender Stecker eines Gehäuses angeschlossen werden, um die Ports nutzbar zu machen. In der unmittelbaren Nähe platziert Gigabyte einen vierpoligen Lüfteranschluss. Per Pulsweitenmodulation (PWM) kann ein passender Gehäuselüfter in der Drehzahl geregelt werden. Darunter, direkt neben dem flachen Chipsatzkühler, sehen wir zwei BIOS-Chips. Einer beherbergt ein Backup-BIOS, sodass im Falle eines fehlgeschlagenen Flash-Vorgangs nicht gleich alles vorbei ist. Es schließen sich zwei abgewinkelte SATA-Buchsen sowie vier normale an.

    An der unteren Kante des PCB reihen sich von links nach rechts auf: Front-Audio, der digitale SPDIF-Audio-Header, ein COM-Header, ein LPT-Header, ein TPM-Header sowie zwei USB-2.0-Header. In der unteren rechten Ecke platziert Gigabyte schließlich die Pins für die Bedienung des Systems, sprich Power, Reset usw.

    Intel Core i3-3225

    In der oberen linken Ecke befindet sich der vierpolige 12-V-EPS-Stecker für die Spannungsversorgung der CPU. Die Position ist bei kurzen Anschlusskabeln seitens des Netzteils nicht gerade optimal gewählt. Intels Sockel LGA1155 weist das seit Jahren bekannte Befestigungssystem auf. Die CPU wird mit einer Hebel-Konstruktion in den Sockel gedrückt, sodass die CPU sich nicht aus dem Sockel lösen kann. Der mitgelieferte Intel-Boxed-Kühler verwendet Push-Pins, um sich am Mainboard festzuhalten. Eine Backplate ist nicht vorhanden.

    [BREAK=Cinebench R11.5]
    Die bekannte Rendering-Software Cinebench wird von uns in der Version R11.5 verwendet. Cinebench basiert auf der Cinema-4D-Software von Maxon und liegt in einer 64-Bit-Version vor, welche wir natürlich nutzen.


    Wenn wir uns die Werte des CPU-Benchmarks ansehen, kann sich Intels Core i3-3225 im Auslieferungszustand nicht gegen die A10-5800K durchsetzen. Beide Prozessoren liegen an dieser Stelle nahezu gleichauf.


    Beim OpenGL-Benchmark ändert sich das Bild. Der integrierten Grafikeinheit der Intel-CPU geht schlichtweg die Puste aus. Sie erreicht nur knapp 46 % der Leistung der AMD Radeon HD 7660G. Wenn wir uns nun noch die Skalierung mit einer dedizierten Grafiklösung vor Augen führen, haben wir einen hauchdünnen Vorsprung im Zusammenspiel mit einer AMD Radeon HD 6570. Mit einer Radeon HD 7750 zeigt die Intel-CPU dann aber, wie es aussehen kann – knapp 8 % mehr Leistung gegenüber der APU.

    [BREAK=LuxMark 2.0]
    Die Open Computing Language ist ursprünglich von Apple entwickelt worden. Mit der Zeit beteiligten sich weitere Firmen an dem Ansatz, wie etwa IBM, Intel, NVIDIA und AMD. Mittlerweile wird OpenCL von dem Industriekonsortium Khronos Group verwaltet. Die dazugehörige Programmiersprache OpenCL C erlaubt es, Software zu entwickeln, die von der CPU und der GPU profitieren kann. Leider gibt es bis heute sehr wenige Programme, die auf diese Schnittstelle setzen. Wir konnten darunter wiederum nur zwei Anwendungen finden, die es ermöglichen, die Leistungsfähigkeit der APU zu bestimmen. LuxMark ist ein OpenCL-Benchmarktool der ersten Stunde und kann OpenCL-Code selektiv auf CPU-Teil, GPU-Teil oder auf beiden gemeinsam ausführen.


    Beim LuxMark müssen wir bereits beim ersten Benchmark ein wenig Erklärungsarbeit leisten. Es ergibt sich das Bild, dass Intels OpenCL-Treiber, was die Leistungsfähigkeit angeht, verbesserungswürdig sind. Nachdem wir den AMD-Treiber für die dedizierten Grafikkarten installieren, lässt sich AMD OpenCL auf dem CPU-Part des Core i3-3225 ausführen. Die erreichten Punkte liegen 4 % höher. Verwendet man jedoch den von Intel bereitgestellten OpenCL-Treiber, hat der Core i3-3225 das Nachsehen.


    Bei der Verwendung der GPU zur Berechnung ist der Rückstand der integrierten Intel HD Graphics 4000 weitaus geringer (-7 %). Mit einer AMD Radeon HD 6570 kann Intels Core i3-3225 dann wieder ein wenig Boden gutmachen, während die HD 7750 schließlich auf dem AMD-System wieder vorne liegt.


    Intels OpenCL verhindert an dieser Stelle ein besseres Abschneiden des Core i3-3225. Mit der Unterstützung von AMD-GPU und -OpenCL wendet sich das Blatt. Mit zunehmender Leistungsfähigkeit der GPU vergrößert sich der Abstand.

    [BREAK=POV-ray v3.7 beta 39]
    Bei POV-Ray handelt es sich um ein Raytracer-Programm, welches im Benchmark-Modus eine vorgefertigte 3D-Szene berechnet. Gemessen wird die Renderleistung in Bildpunkten pro Sekunde.


    Intels Core i3-3225 kann an dieser Stelle eindrucksvoll aufzeigen, wo die Stärken der Architektur liegen. Trotz im besten Fall (dank Turbo) 800 MHz mehr Takt kann sich die A10-5800K nicht an die Spitze setzen, wenn es um die Single-Threaded-Leistung geht. 15 % mehr bringt die Intel-CPU.
    Erst wenn wir uns die Multi-Threaded-Leistung ansehen, kann sich AMDs APU von ihrer starken Seite zeigen.

    [BREAK=specviewperf 11.0]
    AMDs aktuelles Line-Up wird immer wieder mit Features beworben, die vor allem für den Einsatz in Unternehmen interessant sind. Aktuelle AMD-Grafikbeschleuniger verfügen teils über mehrere Audio-Codecs, um mehrere Audio-Streams gleichzeitig abarbeiten zu können, wie es zum Beispiel bei Video-Konferenzen entscheidend ist. Hinzu kommt die starke Ausrichtung auf die Beschleunigung via OpenCL. Der Industrie-Benchmark specviewperf gehört immer wieder zum Testparcours, eben weil auch Consumer-Produkte mitunter einmal interessant für den Einsatz im Unternehmen sein können. Eine Workstation rentiert sich schlichtweg nicht in allen Fällen. Die potenziell geringe Leistungsaufnahme und dabei hohe Leistung der integrierten Grafiklösungen lassen die APUs durchaus in den Fokus rücken. Inzwischen hat auch AMD reagiert und vertreibt APUs auf Basis der heute hier getesteten Trinity-APUs unter dem FirePro-Label. Die folgenden Ergebnisse von specviewperf betrachten vor allem Profi-Anwendungen wie CAD oder 3D-Modelling, die auf die OpenGL-API zurückgreifen.
    Aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Konfigurationen haben wir auf die detaillierte Aufschlüsselung aller Ergebnisse verzichtet und konzentrieren uns auf den durchschnittlichen prozentualen Leistungszuwachs, wobei die A10-5800K den Ausgangspunkt bildet.


    Sofort wird jedem auffallen, dass die Werte für die integrierte Grafiklösung (Intel HD Graphics 4000) des Intel Core i3-3225 fehlen. Das ist schlichtweg darin begründet, dass sich der CATIA-Test nicht ausführen ließ.
    Stellt man der Intel-CPU eine dedizierte Grafiklösung zur Verfügung, zeigt sie dann aber ihr Potenzial.

    [BREAK=3DMark 11]
    Wie es sich gehört, statten wir Futuremark noch einen Besuch ab. Obwohl die Benchmarks aus diesem Hause nicht ganz unumstritten sind, gehören sie noch immer zu den beliebtesten Vergleichsmöglichkeiten. Den 3DMark 11 lassen wir im vorgefertigten Performance-Preset laufen (High- bzw. Extreme-Preset sind aufgrund der GPU-Limitierung nicht sinnvoll).


    Die integrierte Grafiklösung Intel HD Graphics 4000 muss sich wieder einmal der AMD Radeon HD 7660G geschlagen geben. In der Gesamtpunktzahl zeigt sich, dass der Unterschied zwischen AMD und Intel gering ist.


    Im Teilbereich Graphics ist ersichtlich, dass die Entscheidung für AMD oder Intel keinen großen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit hat.


    Physics zeigt schon eher auf, dass das Intel-Produkt Vorteile hat. Vor allem in Kombination mit einer dedizierten Grafiklösung lassen sich große Unterschiede feststellen – knapp 10 % mehr bringt hier der Core i3-3225.


    Im Combined-Benchmark sind die Abstände erneut gering.

    [BREAK=PCMark 7]
    Der PCMark bietet verschiedene Suiten, die unterschiedliche Bereiche des PCs testen. Wir nutzen neben dem Standard-Durchlauf noch zusätzlich die Computation- sowie die System-Storage-Suite und können somit ein detailliertes Ergebnis erzielen.


    Intels Core i3-3225 kann sich stark positionieren, solange man von einer dedizierten Grafiklösung absieht. Sobald diese zum Einsatz kommt, stellt die AMD-Plattform die bessere Wahl dar. Jedenfalls punktemäßig.

    [BREAK=7-Zip & WinRAR]
    Zwei gängige Komprimierungsanwendungen sind das proprietäre WinRAR und das quelloffene 7-Zip. Mit beiden Anwendungen komprimieren wir das gleiche Verzeichnis mit unterschiedlich großen Dateien.


    7-Zip ist auf der Intel-Plattform ungefähr 6 % schneller. Das Programm nutzt dabei aber nur zwei Threads.


    Bei WinRAR sind es gar 12 % mehr Leistung.

    [BREAK=TrueCrypt]
    TrueCrypt erschien im Jahr 2004. Seit der Version 1.0 hat sich einiges getan und da auch viele unserer Foren-Nutzer an dessen Performance interessiert sind, darf es nicht fehlen. Der interne Benchmark bietet die Möglichkeit, die verschiedenen Verschlüsselungsalgorithmen zu prüfen. Dazu wird der Arbeitsspeicher als Zwischenspeicher verwendet, um auch schnellere Laufwerke wie SSDs berücksichtigen zu können. Für unseren heutigen Test ist vor allem der Durchsatz bei der AES-Verschlüsselung interessant.


    Hardwarebeschleunigte AES-Verschlüsselung bietet der Intel Core i3-3225 nicht. Aufgrund dessen muss sich die Intel-Plattform sehr deutlich geschlagen geben.

    [BREAK=Crysis 1]
    Crysis ist ein DirectX-10-Spiel, welches einen integrierten CPU-Benchmark in 64 Bit bietet. Wir starten den Benchmark mit Hilfe des kostenlosen "Crysis Benchmark-Tools".


    Die integrierte Intel HD Graphics 4000 kann gerade einmal mit Bildwiederholraten knapp an der 25-fps-Schwelle dienen. Mit einer dedizierten AMD Radeon HD 6570 erreicht man nicht einmal die Werte einer A10-5800K nebst Radeon HD 7660G. Erst mit einer HD 7750 kann der Core i3-3225 dann wieder seine Reserven ausschöpfen.

    [BREAK=Crysis 2]
    Die Crysis-Reihe wird zur Vorzeigemarke des deutschen Entwicklerstudios Crytek. Mit Crysis 2 steht aktuell das dritte PC-Spiel aus diesem Hause in den Läden, bald soll der dritte Teil der Reihe folgen. Die verwendete CryEngine 3 bietet durch den per Patch nachgelieferten DirectX-11-Modus inzwischen unter anderem auch Tesselation an. Wir haben uns mithilfe des kostenlosen "Adrenaline Crysis 2 Benchmark Tools" angesehen, ob der Intel Core i3-3225 Vorteile gegenüber der A10-5800K bietet. Im Gegensatz zum Launch-Artikel haben wir den Umfang auf das Level "Times Square" reduziert.




    Die Intel HD Graphics 4000 steckt erneut deutlich ein. Crysis 2 läuft mit der einfachen HD-Auflösung im Zusammenspiel mit einer dedizierten Grafiklösung auf beiden Plattformen absolut gleich.


    Mit einer höheren Auflösung lässt sich ein kleiner Unterschied bei der minimalen Bildwiederholrate feststellen.

    [BREAK=Company of Heroes]
    Company of Heroes stellt einen weiteren bekannten Vertreter unserer Tests dar. Alle E-Serie-APUs mussten sich in dem Spiel beweisen, zuletzt haben wir auch ein Einstiegsmodell der A-Serie den Benchmark durchlaufen lassen. Aus der Übergangsphase von DirectX 9 zu DirectX 10 stellt es einen älteren Titel dar. Als Strategiespiel sieht es nun so aus, dass auch eigentlich zu niedrige Bildraten noch als spielbar empfunden werden. Als kleines Spiel zwischendurch ist es durchaus vorstellbar und prädestiniert für eine günstige Plattform wie die kleineren AMD-APUs. Da die Grafikleistung sich schon im letzten Test mit einer A-Serie-APU als limitiert herausstellte, haben wir an dieser Stelle noch einmal nachgeforscht. Im Spiel selbst lässt sich die vertikale Synchronisation nicht deaktivieren. Per manuellem Eingriff via Kommandozeilenparameter darf sich die Engine nun auf unseren Testplattformen austoben. Welche Werte wir erreicht haben, seht ihr im Folgenden.


    Intels HD Graphics 4000 hat einen schweren Stand. Im direkten Vergleich zieht sie auch hier den Kürzeren. Mit steigender GPU-Leistung kann sich auch der CPU-Part des Intel Core i3-3225 wieder als leistungsstärker beweisen.


    Bei einer Auflösung von 1680x1050 ergibt sich ein ähnliches Bild. Diesmal sind vor allem die minimalen Bildwiederholraten bei entsprechend hoher GPU-Leistung höher.

    [BREAK=DiRT: Showdown]
    DiRT Showdown war 2012 einer der Vorzeigetitel aus AMDs Gaming-Evolved-Programm. So sind in die Spieleengine zum Beispiel AVX- und DirectX-11-Unterstützung eingeflossen. Zudem skaliert die Engine relativ gut mit der Kernzahl. Wir testen mit Hilfe eines leicht modifizierten Benchmark-Skripts fünf Durchläufe der Miami-Map ohne Gegenspieler.


    Die AMD Radeon HD 7750 zeigt eindrucksvoll, wo die Grenzen der AMD A10-5800K liegen. Intels Core i3-3225 schlägt AMD also im "eigenen" Spiel. Das aber auch nur, wenn eine dedizierte Grafiklösung genutzt wird. Die Intel HD Graphics 4000 bleibt weiterhin leistungsschwach bei Spielen.

    [BREAK=Lost Planet 2]
    Der erste Teil von Lost Planet aus dem Hause Capcom führte den Spieler durch das ewige Eis. Während man sich ständig vor dem Erfrieren schützen musste, war die Verteidigung gegen teils riesige Aliens angesagt. Die Grafik des damaligen DirectX-10-Titels brachte so manche Grafikkarte ins Schwitzen. Der zweite Teil führt in wärmere Gefilde wie den tiefsten Dschungel, bringt aber auch die Technik auf Vordermann. DirectX 11 kann genutzt werden. Compute Shading und Tesselation heißen die neuen Herausforderungen.








    Solange das GPU-Limit nicht erreicht ist, kann sich Intels Core i3-3225 ein wenig nach vorne schieben. Ansonsten liegen beide gleichauf. Intels GPU-Part ist stets im unspielbaren Bereich.

    [BREAK=Resident Evil]
    Viele sind wohl mit den Resident-Evil-Spielen aufgewachsen. Weil der Benchmark sehr gut reproduzierbare Werte liefert, haben wir diesen schon zur Veröffentlichung der ersten A-Serie-APUs verwendet und nehmen ihn immer wieder gerne.




    Bei Resident Evil 5 scheint die Taktrate der CPU eine nicht geringe Rolle zu spielen. Mit den integrierten Grafiklösungen und der AMD Radeon HD 6570 lässt sich kein Unterschied messen. Mit einer HD 7750 hingegen kann sich AMDs A10-5800K vor den Intel Core i3-3225 in Position bringen.

    [BREAK=Leistungsaufnahme]
    Die Leistungsaufnahme eines Systems ist inzwischen zu einem der wichtigsten Faktoren geworden. Steigende Strompreise sind an der Tagesordnung und so stellt sich immer wieder die Frage: Was wird mich das System im Dauereinsatz denn kosten? Ebenso ist die Leistungsaufnahme auch ein Indiz für die Abwärme, mit der gerechnet werden muss.
    Für diesen Test haben wir den Umfang unserer Messungen erweitert. Neben den typischen Leerlauf- und Last-Messungen haben wir uns mit der Leistungsaufnahme im Teillast-Bereich beschäftigt.


    Zuerst einmal zu den typischen Kennwerten:
    Im Leerlauf müssen Nutzer einer A10-5800K mit einem Mehrverbrauch von 5-6 W gegenüber einem Intel Core i3-3225 rechnen.
    Bei der Videokonvertierung zeigen sich nahezu katastrophale Zahlen. Das AMD-basierte System verbraucht nahezu stets das Doppelte. Sicher benötigt Intels Core i3-3225 ein wenig mehr Zeit für die gleiche Aufgabe, dennoch sind die Werte indiskutabel (Core i3-3225 mit HTT: 32 Sekunden; Core i3-3225 ohne HTT: 38 Sekunden; AMD A10-5800K: 29 Sekunden). Berücksichtigt man nun die benötigte Zeit, ergibt sich ein Mehrverbrauch von knapp 71 % zur Bewältigung der gleichen Aufgabe.
    Ein ähnliches Bild zeigt sich bei DiRT: Showdown. Nominell verbraucht das AMD-System mehr als das Doppelte, die erreichten Bildraten (i3-3225: 27 fps, A10-5800K: 48 fps) spielen aber auch eine Rolle. Mit einer einfachen Verhältnisrechnung ergibt sich ein Mehrverbrauch von lediglich knapp 18 %. Die Verbrauchswerte unter Verwendung einer dedizierten Grafiklösung in Kombination mit AMDs A10-5800K zeigen aber auch, dass das Power-Gating für den GPU-Part (AMD Radeon HD 7660G) scheinbar nicht vollends funktioniert. Ob ein BIOS-/UEFI-Update hier Abhilfe schaffen könnte, wäre interessant. Das verwendete ASUS F2A85-M PRO für die AMD-Plattform muss allgemein beachtet werden. Es verfügt über weitreichende Overclocking-Funktionen. Die Stromversorgung ist demzufolge leistungsfähiger ausgelegt. Wenn wir an die Möglichkeiten zum Undervolten einer Llano-APU denken, wäre es interessant, wieviel bei der AMD A10-5800K-APU noch herauszuholen ist.

    Im Teillast-Bereich ergibt sich ein besseres Bild. Beim normalen Surfen im Internet beträgt der Unterschied nach unseren Messungen 7 Watt, beim Ansehen eines Flash-Videos sind es lediglich 2 Watt.
    Natürlich muss man im Endeffekt konstatieren, dass der Mehrverbrauch der AMD-Plattform zu bemängeln ist. Wie hoch der Abstand ist, wird von den Anwendungen bestimmt.

    Wir haben 7-Zip in der Standardeinstellung getestet, bei der aber nur mit 2 Threads gepackt wird. Dabei ist zu bedenken, dass möglicherweise beide Module des Trinity mit jeweils einem Thread gefüllt wurden und so die Stromsparmöglichkeit durch Abschalten eines unbenutzten Moduls nicht ausgenutzt wurde. Wer seine CPU voll auslasten will, sollte einen anderen Algorithmus (LZMA2 oder BZip2) auswählen, der bis zu 8 Threads erlaubt, aber auch deutlich mehr RAM benötigt. Leider stand uns für einen solchen zweiten Test die Hardware nicht mehr zur Verfügung, eventuell holen wir dies später zu gegebenem Anlass nach.


    Bei der Blu-ray-Wiedergabe bestätigt sich das zuvor gesehene Ergebnis.

    [BREAK=Fazit]

    Ein Fazit für den heutigen Test zu ziehen, ist durchaus schwierig. Etliche Faktoren müssen beachtet werden. Neben Leistungstests haben wir uns angesehen, wie viel die betreffende Plattform aus der Steckdose zieht – im Endeffekt soll unser Überblick viele alltagstaugliche Werte der relativ preisgleichen Produkte widerspiegeln.

    Was haben wir aus diesem Aufeinandertreffen gelernt?


    Die Single-Threading-Leistung der aktuellen Intel Core-Architektur der dritten Generation kann trotz niedrigerem Takt einen AMD-Piledriver-Kern hinter sich lassen. Sobald mehrere CPU-Kerne gefordert sind, muss sich Intel Core i3-3225 dem A10-5800K geschlagen geben. Am Ende gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen beider Rechenknechte, wobei im Mittel AMDs Piledriver rund 6 % schneller ist. Um dieses Ergebnis zu erreichen, lässt AMD die A10-5800K-APU dank Turbo Core aber auch 1,0 GHz schneller als den Core i3-3225 takten.

    Bei GPU-lastigen Anwendungen muss sich Intels Core i3-3225 deutlich geschlagen geben. Im Mittel erreicht die integrierte Grafiklösung Intel HD Graphics 4000 nicht einmal 50 % der Leistung der AMD Radeon HD 7660G in der AMD A10-5800K-APU. Vor allem bei den Treibern scheint es an einigen Stellen immer noch zu hapern. Überraschend war, dass sich ein Teil des specviewperf-Benchmark nicht ausführen ließ.

    Wenn wir nun zum Thema Leistungsaufnahme kommen, so ist das wohl ein schlechtes Kapitel für AMD. Durchgängig muss ein Käufer einer APU mit einem Mehrverbrauch rechnen. Dieser fällt je nach Anwendung mal größer, mal kleiner aus. Auf der anderen Seite muss man aber auch sehen, dass Intels Core i3 für ähnliche Leistungen bei 3D-Spielen eine dedizierte Grafikkarte nötig hat, die den Abstand wieder zusammenschrumpfen lässt. Die AMD-APU besitzt ein breites Anwendungsspektrum, sodass man sich die Frage stellen muss, wann die höheren Stromkosten den Kaufpreis einer zusätzlichen Grafikkarte für den Intel Core i3-3225 erreichen.

    Zuletzt muss man noch erwähnen, dass AMDs A10-5800K in diesem Vergleich dank AES-Beschleunigung einen kleinen Pluspunkt einfahren kann. Diese Funktion bleibt im Hause Intel den höherwertigen Modellen vorbehalten.

    Die AMD-A10-APU hat im Mittel etwas mehr CPU-Leistung und deutlich mehr GPU-Leistung, verbraucht aber erheblich mehr unter Last als der Core i3. Im Idle ist der Verbrauch hingegen vergleichbar. Der geneigte Kunde sollte also überlegen, ob er für das gleiche Geld mehr Leistung haben will und dafür einen zugegebenermaßen unverhältnismäßigen Mehrverbrauch unter Last in Kauf nimmt oder aber GPU-seitig nicht viel Leistung benötigt. Hier sollte man in sich gehen und überlegen, wie lange der Prozessor täglich unter Volllast arbeitet, denn oft befinden sich heutige Computer im Idle-Zustand, wenn man nicht gerade Videoschnitt und andere rechenintensive Aufgaben tätigt. So können wir zusammenfassen, dass sowohl der i3 als auch der A10 für das tägliche Arbeiten durchaus genügend Leistung bereitstellen, der A10 aber über dies hinaus noch genügend GPU-Leistung für gelegentliche Spielchen hat.

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