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Thema: AMD A10-5700

  1. Beitrag #1
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    Avatar von Onkel_Dithmeyer
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      Prozessor: AMD A8-3850 @ 1,2 V
      Mainboard: Gigabyte GA-A75-D3H
      Kühlung: Xigmatek Archilles S1284C
      Arbeitsspeicher: 2x4 GEIL+ 2x4 GSkill
      Grafikkarte: HD Radeon HD 7850 GHz
      Display: 2x16:10 27"
      SSD(s): Crucial M4 128
      Festplatte(n): 2TB HDD (Samsung)
      Optische Laufwerke: BDRom-Combo (Samsung)
      Soundkarte: Onboard
      Gehäuse: Cubitec Magic Cube
      Netzteil: Seasonic G-360 80PLUS GOLD SS-360GP
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    AMD A10-5700

    AMD A10-5700


    Ende letzten Jahres haben wir den A8-5500 durch unseren Testparcours gejagt, nun wollen wir mal sehen, wie sich der A10-5700 schlägt. Er hat die gleiche TDP, aber die A10-Klassifizierung sollte sich leistungsmäßig eher in den Bereich des A10-5800K bewegen. Wir sind gespannt auf den direkten Vergleich der Kontrahenten und werden auch noch einmal den Intel Core i3-3225 zum Vergleich heranziehen.

    Und wie immer heißt es an dieser Stelle: Viel Spaß beim Lesen!

    [BREAK=Testsystem]

    Plattformen:
    • Trinity:
      • AMD A10-5800K
      • A10-5700
      • A8-5500
      • MSI FM2-A75MA-E35 (µATX; AMD A75)
      • ASUS F2A85-M Pro (µATX; AMD A85X)
    • Ivy Bridge:
      • Intel Core i3-3225
      • Gigabyte GA-B75M-D3H (ATX; Intel B75)
    • Llano:
      • A8-3870K
      • MSI A75MA-G55 (µATX; AMD A75)

    Weitere Hardware:
    • RAM
      • G.Skill RipjawsX F3-14900CL9D-8GBXL (9-10-9-24)
      • G.Skill RipjawsX F3-17000CL9D-8GBXM (9-10-9-24)
    • Kühlung
      • Scythe Mugen
      • Xilence 2ComponentFan 120 (Zur Belüftung des Mugen)
      • Papst 8412 N/2GMLE (Zur Belüftung der Spannungswandler)
    • Festplatte
      • Samsung HD502HJ
    • Netzteil
      • HEC P3D300
    • Verbrauchsmessgerät: Voltcraft Energy Check 3000


    GSkill RAMP3D300ASUSMugen


    Software:
    • Windows 7 (64 Bit) SP1 (Build 7601)
    • 3DMark 11 v1.03
    • PCMark 7 v1.0.4
    • Crysis 1 1.0.0.1
    • Crysis Benchmarktool 1.0.0.5
    • DiRT Showdown
    • Cinebench 11.5.2.9
    • 7-Zip 9.20
    • LuxMark 2.0
    • Resident Evil 5 Benchmark


    Treiber:
      Als Grafiktreiber kam durchweg der Catalyst 12.8 zum Einsatz. Abgesehen davon verwendeten wir die jeweils aktuellen Treiber, die die entsprechenden Mainboardhersteller auf ihrer Produktseite zur Verfügung stellten.


    [BREAK=Spiele]
    Wir haben uns auf drei Spiele reduziert, die aber durch ihre unterschiedlichen Engines durchaus differenzierte Ergebnisse liefern. Neben den Klassikern Resident Evil 5 und Crysis haben wir zwei DX10-Titel ausgewählt und mit DiRT Showdown ein aktuelles DX11-Spiel.


    Abgesehen von Crysis kann der A10-5700 gut mit dem größeren A10-5800K mithalten. Intels integrierte Grafik muss sich hier ein gutes Stück geschlagen geben.

    [BREAK=Anwendungen]
    Wir haben uns dazu entschieden, mit Handbrake und 7-Zip zwei Anwendungen in den Test aufzunehmen. Dafür werden beide Programme in verschiedenen Modi gefahren. Bei Handbrake betrachten wir den Einfluss des Turbo und 7-Zip lassen wir packen und entpacken.

    Intels Core i3 hat keinen Turbo-Modus weshalb, ein Balken im folgenden Diagramm fehlt.


    Abgesehen vom Packen mittels 7-Zip ist der A10-5700 in diesen Tests dem i3-3225 überlegen. Bei der hauseigenen Konkurrenz platziert sich der Proband ziemlich genau zwischen A8-5500 und A10-5800K.

    [BREAK=Benchmarks]
    In der Kategorie Benchmarks haben wir uns vier Anwendungen ausgesucht. Cinebench vertritt die Kategorie Render-Software, LuxMark zeigt die OpenCL-Leistung und die beiden Benchmarks aus dem Hause Futuremark, 3DMark und PCMark, dürfen auch nicht fehlen. Anders als die Spiele und Realanwendungen können diese Programme oft das theoretische Maximum eines Prozessors besser ausloten. Wie praxisrelevant diese Ergebnisse sind, wird in vielen Foren heiß diskutiert, weshalb die Werte differenziert zu betrachten sind.

    A10-5700

    Bei Luxmark zeigt sich ein sehr gemischtes Bild. Bei kombinierter Berechnung auf CPU und GPU liegt der A10-5700 etwa auf Niveau des kleineren A8-5500. Die Ausführung auf der GPU generiert hingegen gut ein Drittel mehr Samples. Bei der reinen CPU-Berechnung stellt sich hingegen das gewohnte Bild ein.

    Der A10-5700 hat wie auch der A10-5800K 384 Shader, die allerdings um 5 % niedriger takten. Entsprechend stellt sich ein Abstand von rund 3 % zwischen den beiden ein. Der PCMark 7 ist eine Paradedisziplin des Intels und die einzige, in der er die AMDs deutlich überholen kann. Letztere sortieren sich ziemlich genau entsprechend ihrem CPU-Takt.

    Beim OpenGL-Test von Cinebench stellt sich wieder das bekannte Bild für grafiklastige Benchmarks ein: Der A10-5700 knapp hinter dem A10-5800K, der A8-5500 ein gutes Stück dahinter gefolgt vom A8-3870K. Intels Core i3-3225 arbeitet hier fast halb so langsam wie die A10-APUs. Ganz anders der CPU-Test von Cinebench. AMDs FM1-APU dominiert erstmals einen Test mit seinen vier vollwertigen Prozessorkernen. Danach folgt der A10-5800K mit zwei Modulen knapp vor Intels Zweikerner mit HTT. Der heutige Testkandidat setzt sich genau zwischen i3 und A8.

    [BREAK=Leistungsaufnahme]
    Die Leistungsaufnahme haben wir in BOINC, Handbrake, beim Spiel DiRT Showdown und im Idle gemessen. Wie sich die Mehrleistung der neuen APU-Generation auf die Leistungsaufnahme auswirkt, zeigt das folgende Diagramm:


    Bei der Leistungsaufnahme verdreht sich das ganze Bild ein wenig. Der Balken von Intels Core i3-3225 ist zwar immer noch am kürzesten, der A10-5700 kann sich aber tatsächlich noch vor den niedriger getakteten A8-5500 setzen. Der A10-5800K und A8-3870K haben mit einer TDP von 100 W das Nachsehen. Interessant ist hier wieder der Wert bei Handbrake mit eingeschaltetem Turbo. Hier benötigen alle AMD APUs gleich viel Saft aus der Leitung. Vergleicht man mit der Leistungsaufnahme bei BOINC, wo der Turbo zwar auch bei allen APUs die Leistungsaufnahme steigen lässt, aber ein gewisser Abstand gewahrt bleibt, könnte man hier auf einem Fehler in Handbrake oder der Turboverwaltung schließen. Genausogut kann dies aber schlicht an einer anderen Einheitenausnutzung liegen, etwa an einer erhöhten FPU-Belastung bei Handbrake.

    [BREAK=Effizienz]
    Wir wollen auf dieser Seite einmal Leistung und Leistungsaufnahme gegenüberstellen. Dazu haben wir Handbrake und DiRT Showdown genutzt. Die Einheit "fps je W" dürfte ungewöhnlich sein, zeigt aber gut die Energieeffizienz unserer Testobjekte. Dabei muss beachtet werden, dass immer die Effizienz des Gesamtsystems dargestellt wird, welche durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden kann. So sind zwar bei allen Systemen die gleichen Kühler, Lüfter, Festplatten und RAM verwendet worden, die Mainboards sind aber je nach System unterschiedlich. Letztere können die Leistungsaufnahme des Systems maßgeblich beeinflussen, wie unser letzter Mainboardvergleich gezeigt hat (Link).


    Die Effizienz des Intel-Systems ist bei Handbrake quasi konkurrenzlos. Der Llano-Prozessor ist hier hingegen ein gutes Stück abgeschlagen, während der Nachfolger zwischen 50 und 70 % mehr leistet bei gleicher Leistungsaufnahme. Aktiviert man bei den Trinitys den Turbo, sinkt der Abstand auf 25 bis 50 %.

    Bei dem Computerspiel DiRT sind alle Prozessoren dichter beieinander und der A10-5700 kann den Intel erstmals hinter sich lassen. So lässt sich in diesem Punkt feststellen, dass AMDs APU deutlich mehr Frames als Intels Core i3-3225 liefert (48,7 gegen 26,6) und dabei sogar effizienter Arbeitet.

    [BREAK=Einfluss des Mainboards]
    In unserem letzten Test zu drei Mainboards mit Sockel FM2 (Link) konnten wir erhebliche Unterschiede in der Leistungsaufnahme bei den einzelnen Mainboards feststellen. Verbessert sich die Situation von AMDs APUs im Vergleich zu Intels Core i3, wenn wir den A10-5700 auf ein anderes Mainboard setzen? Für diese Fragestellung haben wir das MSI FM2-A75MA-E35 verwendet.


    In allen drei Situationen führt das verwendete MSI zu einer Verbesserung der Leistungsaufnahme. Im Falle von DiRT sinkt die Anzeige des Messgerätes sogar um fast 20 %.


    Bei Handbrake kann der Abstand zum Intel immerhin von 47 auf 30 % reduziert werden und bei DiRT kann der Vorsprung von rund 10 auf 32 % ausgebaut werden. Dies können wir als gutes Beispiel nennen, wie die Wahl des Mainboards die Gesamteffizienz des Gesamtsystems beeinflussen kann und wie schwierig es infolge dessen ist, ein Intel- mit einem AMD-System direkt zu vergleichen.

    [BREAK=Fazit]
    AMD A10-5700


    Bei Spielen dem großen Bruder quasi ebenbürtig, in Anwendungen und Benchmarks messbar, aber nicht merkbar langsamer als dieser, spricht für den A10-5700 die Leistungsaufnahme unter Last. Diese ist zwischen 10 und 25 % niedriger als beim A10-5800K. Entsprechend ist die Effizienz des heutigen Testkandidaten ein gutes Stück höher und tatsächlich die höchste im AMD-Lager bisher.

    Nimmt man den Einfluss des Mainboards auf die Leistungsaufnahme hinzu, sinkt der Verbrauch soweit, dass AMDs APU zwar immer noch mehr Strom aus der Steckdose zieht als Intels Core i3-3225, aber dafür bei geringerem Preis mehr Rechenleistung bereitstellt.

    Insgesamt hat uns der A10-5700 bei den getesteten APUs für Sockel FM2 am besten gefallen. Der Preis ist zwar fast identisch, die Leistungsaufnahme aber geringer und die Rechenleistung ohne genaue Messwerte kaum zu unterscheiden. Wer also nicht unbedingt seine APU übertakten will (der A10-5800K hat einen freien Multiplikator) sollte lieber zum A10-5700 greifen. Dafür erhält das kleine Stück Hardware den begehrten Planet 3DNow! Editor's Choice Award.

    Planet 3DNow! Editor's Choice Award


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