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    mITX-Gehäuse: Inter-Tech Q-6 & E-i7


    Inter-Tech ist nicht unbedingt als Premiummarke bekannt, dafür werden aber eine große Zahl günstiger Produkte unter diesem Label angeboten. Bereits auf der CeBIT 2012 haben wir uns das Portfolio angesehen und waren schlicht überrascht, wie viele Produkte seinerzeit erhältlich waren. Das ist auch heute noch so. Heute soll es uns vor allem um zwei Gehäuse aus dem mITX-Bereich gehen – das Inter-Tech E-i7 und das Q-6. Beide zielen aufgrund der Abmessungen und der externen Netzteile nicht unmittelbar auf Enthusiasten ab, vermitteln aber auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Ob sich dieser bewahrheiten kann, haben wir uns angesehen und wünschen euch viel Spaß auf den folgenden Seiten!

    Wir möchten uns bei Inter-Tech für die Bereitstellung der Samples bedanken.

    geizhals-Preisvergleich - Inter-Tech Q-6 (schwarz)
    geizhals-Preisvergleich - Inter-Tech E-i7 (silber)

    [BREAK=Testsystem]
    Für unseren heutigen Test nutzen wir folgende Komponenten:
    • Prozessor: AMD Athlon II X2 240e mit 2 x 2,8 GHz (Sockel AM3), AMD A10-5700 mit 4 x 3,4 GHz Basistakt (Turbo: deaktiviert, Sockel FM2)
    • CPU-Kühler: SilverStone Nitrogon NT07-AM2 (Sockel AM3), Noctua NH-L9a (Sockel FM2)
    • Mainboard: SAPPHIRE IPC-AM3DD785G (Sockel AM3), MSI FM2-A75IA-E53 (Sockel FM2)
    • dedizierte Grafiklösung: SAPPHIRE Radeon HD 5570 LP
    • Arbeitsspeicher: 2 x 2 GB DDR3-1600 (AMD Entertainment)
    • Festplatte/-n:
      • 2,5“ – Fujitsu MHZ2250BH G2 mit 250 GB
      • 2,5" - ADATA S510 120 GB
      • 3,5" - Samsung HD321KJ mit 320 GB
    • optisches Laufwerk: LG LG CH10LS20
    • Netzteil: Xilence XP250.SFX


    Bei mITX-Gehäusen, die eine CPU-Kühler-Höhe von weniger als 37 mm voraussetzen, weichen wir auf ein Mainboard von ASUS, das E2KM1-I DELUXE, aus. Falls ein Gehäuse bereits mit einem Netzteil ausgeliefert wird, kommt das entsprechende Modell zum Einsatz und wir führen einen Vergleich mit dem Xilence XP250.SFX durch.

    Der Testparcours bedarf einer ganzen Reihe an Hilfsmitteln und Programmen:

    • Furmark v1.80 – Stabilitätstest für die Grafikkarte
    • Prime95 v25.11 - CPU-Testprogramm
    • HWMonitor v1.16.0 – Auswertung der internen Sensoren (Mainboard, Festplatte, Grafikkarte)
    • CoreTemp 0.99.7 - CPU-Temperaturmessung
    • HD Tune 2.55 - HDD-Testprogramm
    • DiRT: Showdown von Codemasters


    Messgeräte: Voltcraft Energy Check 3000, Voltcraft SL-100

    Zum Aufheizen des Systems kommen HD Tune, Prime95 und FurMark zum Einsatz, während Letzteres nur bei Verwendung der SAPPHIRE Radeon HD 5570 genutzt wird. Für die Messungen ohne dedizierte Grafikkarte beschränken wir uns auf Prime95. Ein Testlauf ist absolviert, wenn das System 30 Minuten der Belastung standhält. Vorzeitige Abbrüche werden selbstverständlich vermerkt und gehen mit den letzten Maximaltemperaturen in die Grafiken ein.
    Die Messung der Werte für die Lautstärke erfolgt im Abstand von einem Zentimeter und wird für die einzelnen Flächen gemittelt in die Tabelle übernommen. Natürlich sind Messungen in einem so geringen Abstand nicht praxisnah, sorgen aber dafür, dass störende Nebengeräusche der Umgebung weitestgehend irrelevant für die Messung werden.

    Bei der Verwendung der AMD-APU A10-5700 verwenden wir für den Test ebenfalls DiRT: Showdown, weil sich in unseren Tests starke Unterschiede herauskristallisiert haben, was die Verlustleistung betrifft. Die bekannten "Killer-Anwendungen" Prime95 und FurMark belasten das System deutlich stärker.

    [BREAK=Technische Daten/Lieferumfang]
    Die technischen Daten der Gehäuse entnehmen wir den zugehörigen Produktseiten des Herstellers (Inter-Tech Q-6 & E-i7) und ergänzen bei Bedarf.

    Inter-Tech Q-6Inter-Tech E-i7
    Material:AluminiumAluminium
    Farbe:schwarzschwarz oder silber
    Formfaktor:ITX (170x170 mm)Mini-ITX (170x170 mm)
    Laufwerksschächte:intern: 2x 2,5"; extern: ---intern: 2x 3,5" (maximal), 2x 2,5" (maximal); extern: 1x 5,25" (Slim-Format, Slot-In)
    Stromversorgung:Wandlerplatine (bis 120 W belastbar)
    externes 60-W-Netzteil liegt bei
    Wandlerplatine (bis 120 W belastbar)
    externes 84-W-Netzteil liegt bei
    Frontanschlüsse:---2x USB 2.0, Mikrofon, HD-Audio-Ausgang
    (inzwischen mit 1x USB 3.0, 1x USB 2.0 erhältlich)
    sonstige externe Anschlüsse:---1x 4-pin-Molex, 1x SATA
    Erweiterungskarten:---1x Low Profile (LP)
    Abmessungen:56 x 200 x 224 mm (Höhe x Breite x Tiefe)95 x 245 x 236 mm (Höhe x Breite x Tiefe)
    Gewicht:ca. 1,2 kg (ohne Netzteil)ca. 1,7 kg (ohne Netzteil)


    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Der Lieferumfang des Inter-Tech Q-6 umfasst folgende Kleinteile:
    • externes 60-W-Netzteil
    • Kaltgerätekabel
    • Montageschrauben
    • Kabelbinder
    • Gummi-Füße zum Aufkleben


    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Im Lieferumfang des Inter-Tech E-i7 finden wir Folgendes:
    • externes 84-W-Netzteil
    • Kaltgerätekabel
    • Montageschrauben
    • Kabelbinder
    • Gummi-Füße zum Aufkleben


    [BREAK=Inter-Tech E-i7 – Äußeres – Teil 1]
    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Das Inter-Tech E-i7 richtet sich an Nutzer von HTPCs, denen nicht nur eine (3,5"-)Festplatte wichtig ist, sondern auch ein optisches Laufwerk. Vom Äußeren her erinnert das Gehäuse stark an Modelle von Streacom, bietet jedoch neben einem günstigeren Gesamtpreis (für Gehäuse und Netzteil) auch ein erweitertes Lüftungskonzept. Das Gehäuse ist in den Farben Schwarz und Silber erhältlich.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Die Front des E-i7 ist weitestgehend unauffällig gehalten. Die gebürstete Oberfläche weist gegenüber glatteren den Vorteil auf, dass man im Normalfall seltener reinigen muss. Während die silberne Variante weniger anfällig für unschöne Fingerabdrücke ist, muss man diesen Punkt stets bei schwarzen Aluminium-Gehäusen beachten.
    Mittig platziert Inter-Tech den Power-Button. Eine integrierte blaue LED kennzeichnet die Systemaktivität. Finden Festplattenzugriffe statt, hat der Hersteller zusätzlich eine rote LED eingebracht. Die Farben vermischen sich und so muss man die entstehende Farbe in Richtung Magenta einordnen. Den gleichen Weg dieser kombinierten Anzeige sind auch schon Lian Li und Cooltek gegangen.
    Oberhalb davon sehen wir einen Schlitz für ein optisches Laufwerk. In diesem Fall ermöglicht der Hersteller den Einbau eines Modells im Slim-Format. Diese stammen ursprünglich aus dem Notebook-Bereich, sind aber aufgrund der geringeren Abmessungen für den Einsatz in kompakten Gehäusen prädestiniert und unterscheiden sich oftmals nicht einmal im Preis von den größeren Exemplaren.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Die linke Seitenwand weist großflächig Lüftungsöffnungen auf. Weiterhin fallen Bohrungen auf, die die optionale Installation von maximal zwei 80-mm-Lüftern mit einer Tiefe von 15 mm ermöglichen.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Die gegenüberliegende Seitenwand bietet die gleichen Features wie die schon betrachtete. Hinzu kommen die gewohnten Front-Bedienelemente. Um die Front nicht zu überladen, platziert Inter-Tech hier zwei USB-Buchsen sowie die Audio-Buchsen für Kopfhörer und Mikrofon. In unserem Fall handelt es sich noch um zwei USB-2.0-Buchsen. Die Website von Inter-Tech weist inzwischen aus, dass sowohl die Revision 2.0 als auch 3.0 verbaut wird. Entsprechend muss darauf geachtet werden, dass auf dem Mainboard eine entsprechende Buchse für den aktuellen Standard 3.0 vorhanden sein muss.

    [BREAK=Inter-Tech E-i7 – Äußeres – Teil 2]
    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Die Rückseite des Inter-Tech E-i7 verfügt über den gewohnten Ausschnitt für das Mainboard sowie für eine Erweiterungskarte im Low-Profile-Format. Darüber sehen wir ungewohnte Buchsen: Links sehen wir eine SATA-Buchse (Achtung: keine eSATA-Buchse!) und daneben den passenden 4-pin-Molex-Anschluss. Somit lässt sich eine Festplatte ohne externes Gehäuse anschließen. Ob man das wirklich braucht, lassen wir einmal dahingestellt. Lediglich bei der Sicherheit sind wir bezüglich der offenen Strom-Buchse geteilter Meinung. Eine Abdeckung wäre eine lohnende Beigabe. Daneben sehen wir zwei leere Aussparungen für etwaige COM-Ports.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Während die Unterseite keine nennenswerten Features bietet, sehen wir an der Oberseite des Gehäuses ebenso Lüftungsöffnungen. Diese sind im hinteren Bereich des Gehäuses angeordnet und sollen die Luftzirkulation im Bereich des Mainboards unterstützen.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7


    [BREAK=Inter-Tech E-i7 – Inneres – Teil 1]
    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Wir öffnen das E-i7 und sehen auf den ersten Blick noch nicht wirklich viel vom Innenraum. Die Halterung für die Laufwerke ist ein zentrales Element des Gehäuses. Trotzdem sehen wir ein kleines Detail, das erwähnenswert ist. Aufgrund der großflächigen Abdeckplatte muss man theoretisch mit einer leichten Weitergabe von Vibrationen rechnen. Um dem entgegen zu wirken, verklebt Inter-Tech zwei kleine Gummi-Puffer, die die Platte stabilisieren sollen. Somit kann sich die Platte auch nicht stark durchbiegen und den direkten Kontakt zu den Laufwerken herstellen.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Nach dem Entfernen des Laufwerkshalters kommt die Wandlerplatine zum Vorschein. Auf dem PCB findet sich die Modell-Bezeichnung LR1005-120W12VDC-12G12. Daraus (und aus den Herstellerangaben) lässt sich ableiten, dass theoretisch sogar ein stärkeres externes Netzteil mit maximal 120 W Leistung genutzt werden könnte. Wie sich das mitgelieferte 84 W starke Modell im Vergleich zur Konkurrenz schlägt, sehen wir uns später noch an. An dieser Stelle möchten wir uns aber schon einmal die Stecker-Konfiguration hervorheben: 1x 24-pin ATX, 1x 4-pin (EPS12V), 1x SATA, 1x 4-pin-Molex und 1x Floppy. Heutzutage kommen im Allgemeinen fast ausschließlich SATA-Laufwerke zum Einsatz. Dementsprechend würden wir uns mehr SATA-Stecker wünschen, um auf einen Adapter verzichten zu können, wenn kein optisches Laufwerk, sondern eine zweite Festplatte verbaut wird. Aber das ist eher Meckern auf höherem Niveau, da für die Kombination von Slim-Laufwerk (benötigt sowieso einen Adapter) und einer Festplatte die Anschlüsse passend sind. Aufgrund des geringen Platzangebots muss man sich als Hersteller ohnehin entscheiden, was man ins Gehäuse packt und was nicht.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7


    [BREAK=Inter-Tech E-i7 – Inneres – Teil 2]
    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Inter-Tech Q-6 & E-i7 Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Der Laufwerksträger des Inter-Tech E-i7 bietet mehrere Konfigurationsmöglichkeiten. Verbaut man wie geplant ein optisches Laufwerk im Slim-Format in der sogenannten Slot-In-Variante, so kann nur eine Festplatte im 2,5- oder 3,5"-Format mit ins Gehäuse wandern. Entfernt man das optische Laufwerk, können zwei Festplatten eingesetzt werden. Die Montage ist aufgrund genauer Markierungen leicht zu verstehen.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Inter-Tech Q-6 & E-i7 Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Die Wahl der Laufwerke bestimmt auch die maximale Höhe des CPU-Kühlers. Kommt ein optisches Laufwerk zum Einsatz, lassen sich unsere normalen Test-Plattformen nicht installieren, der Kühler darf also nicht einmal 37 mm hoch sein. Wir setzen also auf eine 2,5"-Festplatte und messen maximal 60 mm. Höher sollte ein Kühler nicht sein. In Vollausstattung wird also eher seitens der Kühlung denn der Netzteilleistung limitiert. Mit optischem Laufwerk muss man demzufolge entweder auf eine CPU/APU mit einer sehr geringen Abwärme (TDP) und einen sehr flachen Kühler à la Akasa AK-CC1101EP02 setzen oder verbaut gleich ein Mainboard wie das ASUS E2KM1-I DELUXE.

    [BREAK=Inter-Tech Q-6 – Äußeres – Teil 1]
    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Kommen wir zum Inter-Tech Q-6. Das kleine, schwarze Gehäuse weist deutlich geringere Abmessungen auf und richtet sich wohl an Kunden, die ein möglichst unauffälliges System wünschen. Damit muss man von vornherein schon Überlegungen anstellen, was denn in dem kleinen Gehäuse alles Platz finden kann. Doch sehen wir uns zunächst das Äußere des Gehäuses an.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Die Front des Winzlings bietet mittig einen Power-Button, der zwar ein anderes Design als beim E-i7 aufweist, beleuchtungstechnisch aber gleichwertig ist. Im Betrieb leuchtet der spiegelnde Knopf blau, bei Festplattenzugriffen mischen sich Rot und Blau zu Magenta. Darunter sehen wir Belüftungsöffnungen, die auch einen kleinen Einblick gewähren. Direkt hinter der Front platziert Inter-Tech die Wandlerplatine.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Die rechte Seite des Gehäuses bietet ebenfalls Lüftungsöffnungen. Im hinteren Bereich sehen wir eine Bohrung, in die die Buchse der externen Stromversorgung gesetzt werden kann.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Auf der linken Seite sehen wir im hinteren Bereich die vorinstallierte Strombuchse. Daneben befindet sich eine zweite offene Bohrung. Warum platziert man mehrere Bohrungen? Das ist schnell erklärt. In unserem Test zeigt sich, dass hochstehende Mainboardkomponenten wie die der rückseitigen Anschlüsse schnell im Weg sein können. Die Flexibilität bei der Montage kann demnach nützlich sein. Hinzu kommen die bereits bekannten Lüftungsöffnungen.

    [BREAK=Inter-Tech Q-6 – Äußeres – Teil 2]
    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Die Rückseite des Inter-Tech Q-6 kann man durchaus als übersichtlich bezeichnen. Bis auf den Ausschnitt für das Mainboard sehen wir an dieser Stelle nichts.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Unter- und Oberseite des Gehäuses ähneln sich sehr. An der Unterseite lassen sich aber Spuren vom Schweißen der Abstandshalter finden. Äußerst praktisch bei der Montage sind die kreuzförmigen Ausschnitte in den Mitten. Nachdem die Befestigungsschrauben gelöst sind, kann der Deckel mithilfe eines Kreuzschraubendrehers herausgehoben werden.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7


    [BREAK=Inter-Tech Q-6 – Inneres – Teil 1]
    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Nach dem Öffnen fällt zunächst der Festplattenhalter mit seinen vielen Langlöchern auf. Hier scheint sich viel Potenzial für die Installation von Laufwerken zu verbergen. Was möglich ist, sehen wir uns nachher an.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Wie beim E-i7 sehen wir die Wandlerplatine hinter der Front des Gehäuses. Überraschend ist, dass die Platine bis auf die Seriennummer identisch zu dem Modell im E-i7 zu sein scheint. Laut Aufschrift soll auch das hier verbaute Modell für bis zu 120 Watt gewappnet sein, auch wenn das mitgelieferte Netzteil nur 60 Watt liefert und wohl kaum jemand so viel Leistung in das kleine Gehäuse stecken möchte. Die Wandlerplatine ist wie schon gesagt identisch zu der des E-i7, was auch bedeutet, dass die Steckerkonfiguration gleich ist. Damit benötigt man für ein zweites SATA-Laufwerk im Gehäuse einen Adapter.
    Die Anschlusskabel für den Power-Button sowie der beiden Status-LEDs sind ausreichend dimensioniert, sodass alle Punkte eines Mainboards erreicht werden sollten.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7


    [BREAK=Inter-Tech Q-6 – Inneres – Teil 2]
    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Da unsere gewohnten Testplattformen in diesem Gehäuse keinen Platz haben, müssen wir bei diesem Test ein wenig improvisieren. Wir haben uns dazu entschieden, das kürzlich getestete ASUS E2KM1I DELUXE in das Q-6 zu setzen. Wie man dem Bild entnehmen kann, geht es eng zu im Gehäuse. Für eine leichtere Installation sollte man die Strombuchse lieber entfernen. So ist das Einsetzen und Festschrauben des Mainboards deutlich einfacher zu realisieren.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Der Festplattenträger des Q-6 bietet diverse Langlöcher für die Installation verschiedener Laufwerke. Schlussendlich scheint der Hersteller hier aber darauf zu setzen, den Träger in so vielen Gehäusen wie möglich nutzen zu können. Aus diesem Grund finden sich an dieser Stelle Befestigungspunkte für ein optisches Laufwerk, was in diesem Gehäuse nicht geboten wird. Ebenso finden wir Hinweise auf 3,5"-Festplatten, welche platztechnisch nicht zu realisieren sind. Im Endeffekt sind zwei 2,5"-Laufwerke möglich, wobei man die Anschlüsse möglichst in Richtung der Front bringen sollte. So lassen sich die Kabel recht angenehm unterbringen.

    Inter-Tech Q-6 & E-i7

    Zwischen dem Kühlkörper des ASUS-Mainboards und der Festplatte ist nur ein Spalt von etwa 1-2 Millimeter übrig. Auch wenn man einen sehr flachen Kühler im Handel finden sollte, muss man sagen, dass die Nähe von Kühler und Festplatte auf Dauer nicht praktikabel ist. Demzufolge raten wir zu einem System mit einer geringen Abwärme, wie etwa eine hier gezeigte E-Serie-APU von AMD oder mit Intels Atom als Basis.

    [BREAK=Temperaturen und Lautstärke]
    Aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten oder auch Einschränkungen haben wir die beiden heute getesteten Gehäuse in unterschiedlichen Konfigurationen antreten lassen. Wir haben unterschiedliche Festplatten genutzt, Undervolting betrieben und auch einmal einen zusätzlichen Lüfter installiert. Was dabei herausgekommen ist, könnt ihr folgend betrachten. Da das Inter-Tech Q-6 nicht mit der herkömmlichen Testplattform getestet wurde, findet ihr die Betrachtung ganz am Ende dieser Seite, da sie außer Konkurrenz steht.


    Link zur vollständigen Liste

    Das Inter-Tech E-i7 hat mit hohen Temperaturen zu kämpfen. Die 45 Watt TDP unseres AMD Athlon II X2 240e reichen aus, um die Spezifikationen zu überschreiten. Dabei ist die Zeitdauer bis zum Abbruch jeweils nahezu gleich.


    Wie angekündigt haben wir weitere Nachforschungen angestellt. Das Entfernen des Slim-Laufwerks bringt erst einmal keine nennenswerte Änderung mit sich. Hierzu bedarf es weiterer Änderungen. Wird die Kernspannung der CPU reduziert, zeigt sich, das ein kleiner Unterschied besteht – 1 Kelvin Temperaturunterschied können wir messen. Ein zusätzlich installierter 80-mm-Lüfter von SilverStone, der aus einem SG02 stammt, bringt zeigt auch erst bei der herabgesetzten Kernspannung eine Wirkung. Soll also eine CPU mit einer TDP ab 45 Watt effektiv gekühlt werden, wäre wohl mehr als ein Lüfter notwendig, sodass ein entsprechender Airflow im Gehäuse die warme Luft abtransportiert.


    Ohne ein Slim-Laufwerk kann sich das E-i7 mit einer A10-5700-APU auf dem Niveau eines Cooltek Coolcube Mini platzieren. Der deutlich leistungsstärkere Kühler von Noctua scheint hier Vorteile zu haben gegenüber dem SilverStone-Modell unserer 45-W-Testplattform, sodass ein durchgehender Betrieb möglich ist.


    Link zur vollständigen Liste

    Der entstehende Schallpegel bei Verwendung der 45-W-CPU wird durch zwei Faktoren günstig beeinflusst. Einmal sehen wir eine merklich abfallende CPU-Lüfterdrehzahl unter Last – von 2770 auf 2650/min – und dann wird der Schallpegel durch die Konstruktion positiv beeinflusst. Die Werte sind insgesamt als sehr gut einzustufen. Zugriffsgeräusche der HDDs sind hörbar, werden aber vom steifen Gehäuse nicht weitergegeben.


    Unsere zweite Testplattform auf Basis der AMD A10-5700 kann ebenso gute Werte aufzeigen.


    Kommen wir zuletzt zum Inter-Tech Q-6. Die Einschränkung bei der Komponentenauswahl, bedingt durch die Anordnung der Festplatte(n), zwingt uns zum Einsatz eines ASUS E2KM1I DELUXE. Auffällig ist, dass bereits eine herkömmliche HDD im 2,5"-Format durch ihre Abwärme eine Auswirkung auf das System hat.


    Beim Schallpegel bringt der Einsatz einer SSD einen kleinen Vorteil. Wahrnehmbar sind ein hörbares Lüfterrauschen des unter Volllast mit 5100/min drehenden Lüfters des ASUS-Mainboards und beim Einsatz einer HDD die dazu gehörenden Zugriffsgeräusche.

    [BREAK=Netzteilcheck]
    Sobald ein Gehäuse mit einem eigenen Netzteil ausgestattet wird, nehmen wir uns auch dieses Punktes an. Als Ausgangspunkt dient hier unser Xilence XP250.SFX. Um einen ungefähren Eindruck zu bekommen, nehmen wir zwei Lastzustände auf. Das ist einmal der Leerlauf und dazu noch der Volllastbetrieb.


    Wie man sehen kann, kann sich das Inter-Tech-Netzteil mit 84 Watt Leistung im Leerlauf im Mittelfeld platzieren. Gegenüber anderen externen Lösungen sehen wir einen leicht schlechteren Wert. Bei Last sieht das ähnlich aus. Dort sehen wir an der Steckdose teils höhere Werte als mit aktiv gekühlten und internen Modellen. Das macht sich im Betrieb auch bemerkbar, denn bei längerer Beanspruchung erwärmt sich das Netzteil doch recht stark. Ob der Dauerbetrieb unter Volllast ratsam ist, hängt vor allem davon ab, wo das Netzteil beim Nutzer untergebracht wird. In unserem Test kann es selbst die A10-5700-APU mit einer höheren Leistungsaufnahme an der Steckdose beim Belastungstest in der Spur halten. Für die neue Plattform möchten wir aber erst noch ein paar Vergleichswerte sammeln, bevor diese genauso in einer Tabelle erscheinen.

    [BREAK=Fazit]

    Heute haben wir uns zwei mITX-Gehäuse angesehen, deren potenzielle Kundschaft deutlich unterschiedlich ausfallen kann. Das Inter-Tech Q-6 richtet sich an Minimalisten, die für einen PC so wenig Platz wie möglich opfern möchten oder können und obendrein nicht die leistungsstärkste Hardware (mit hoher Abwärme) benötigen. Das ebenfalls aus dem Hause Inter-Tech stammende E-i7 ist da eher schon für anspruchsvollere Kunden gedacht, die entweder ein optisches Laufwerk für den Einsatz als HTPC unbedingt benötigen oder eine leistungsstärkere APU verbauen wollen.

    Das Inter-Tech Q-6 ist ein kleines Gehäuse, das mit einer ungewohnt stabilen Bauweise daherkommt. Die Verarbeitung ist im Allgemeinen gut, lediglich der Deckel sitzt bei unserem Modell ein wenig stramm. Ab Werk verfügt das Q-6 nicht über Standfüße, denn diese müssen erst aufgeklebt werden. Das gewährleistet aber eine gewisse Flexibilität, denn das Gehäuse könnte horizontal oder vertikal gestellt werden. Die Eindruckspuren vom Anschweißen der Abstandshalter im Inneren sollte man dabei aber bedenken. Bei der Hardwareauswahl sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass die maximale Höhe eines Prozessor-Kühlers begrenzt ist. Nicht einmal 37 mm stehen zur Verfügung. Daraus folgt, dass man nicht unbedingt die leistungsstärkste Hardware aussuchen sollte. Wohl im Hinblick darauf hat man bei Inter-Tech das externe Netzteil ausgewählt, das zwar keine Probleme bereitet, dafür aber nur einen anstatt zwei SATA-Stromstecker bietet, sodass man bei zwei Festplatten einen Adapter benötigt.

    Aufgrund der geringen Größe würde sich eine Montage mithilfe des VESA-Standards hinter dem Fernseher oder Monitor anbieten. So etwas konnten wir zum Beispiel schon beim Akasa Crypto oder bei der Shuttle XS-Serie sehen. Für das Q-6 ist eine entsprechende Halterung nicht erhältlich.

    Das E-i7 ist von den äußeren Abmessungen deutlich größer. Die Laufwerkssituation bzw. die Möglichkeiten richten sich vor allem nach den Anwendungswünschen des Nutzers. Soll das optische Laufwerk genutzt werden, muss der Nutzer ein wenig bei der Kühlung und der Festplattenbestückung zurückstecken. Im Gegenzug bietet das E-i7 ohne Slim-Laufwerk im Inneren Platz für ein potenteres System. Um die Kühlung zu verbessern, können bis zu vier 80-mm-Lüfter seitlich installiert werden. Ob das nötig ist, hängt ebenso vom Anwendungsfall ab.
    Die Verarbeitung des Gehäuses kann man nur als massiv beschreiben. Die gebürstete Oberfläche ist gewöhnungsbedürftig, da recht rau, aber sauber gearbeitet. Das externe Netzteil bietet mit 84 Watt genügend Leistung für mehr als eine Festplatte im System, jedoch fehlt wie beim Q-6 ein zweiter SATA-Stecker. Ebenso fällt die relativ hohe Temperatur im Volllastbetrieb auf.

    Beide Gehäuse haben ihre Stärken und Schwächen. Mit ungefähr 44 Euro für das Q-6 bzw. 71 Euro für das E-i7 besitzen beide einen attraktiven Preis, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass jeweils ein gewissermaßen passendes externes Netzteil beiliegt. Im Zweifelsfall können die Wandlerplatinen bis zu 120 Watt verkraften, sodass auch ein Nachkauf eines stärkeren Netzteils möglich ist.

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    Cepho (11.07.2013), DDD (27.07.2013), deoroller (11.07.2013), DonGeilo (15.05.2014), Dr4go (30.07.2013), FredD (25.07.2013), isigrim (11.07.2013), mibo (12.07.2013), mickythebeagle (11.07.2013), MrBad (11.07.2013), Nosyboy (11.07.2013), Ordrosh (11.07.2013), Species_0001 (11.07.2013)

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