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    Fractal Design Arc Midi R2

    Während die Define-Serie des schwedischen Herstellers Fractal Design eher auf einen Silent-Betrieb getrimmt ist, legen die Schweden bei der Arc-Serie den Fokus auf die Kühlleistung. Hierfür sollen unter anderem drei vorinstallierte 140-mm-Lüfter sorgen. Trotzdem legt Fractal Design Wert darauf, die Lautstärke bei Bedarf mittels einer Lüftersteuerung auf akzeptable Werte zu drosseln. Das Arc Midi R2 löst das mittlerweile fast zwei Jahre alte Arc Midi ab. Wie das bei neuen Revisionen natürlich immer der Fall ist, werden hierbei einige Dinge überarbeitet. So ist das Arc Midi R2 selbstverständlich mit schnellen USB-3.0-Anschlüssen aufgerüstet worden. Weiterhin wurde es mit einem Seitenfenster ausgestattet, um die eingebaute Hardware in Szene zu setzen. Auch Freunde von Wasserkühlungen kommen auf Ihre Kosten. Das Arc Midi R2 bietet Einbaumöglichkeiten für Radiatoren sowohl im Deckel als auch in der Front. Was es sonst noch zu bieten hat, werden wir uns auf den folgenden Seiten genauer ansehen.

    Wir bedanken uns bei Fractal Design für das Testmuster und wünschen wieder einmal viel Spaß beim Lesen.



    [BREAK=Testsystem]Für das Testsystem kommt eine AMD-Plattform mit folgenden Komponenten zum Einsatz:
    • CPU: AMD Phenom X4 9850 Black Edition mit 4 x 2,5 GHz und 125 W TDP
    • CPU-Kühler: Scythe Rasetsu oder bei kleineren Gehäusen der AMD-Boxed Kühler
    • Mainboard: ASRock A780FullHD - AMD 780G/SB700-Chipsatz, mATX
    • Arbeitsspeicher: 4 x 1024 MB Kingston (DDR2-800)
    • Grafikkarte: Gigabyte Radeon HD 6950 mit 2048 MB Grafikspeicher
    • Festplatte: 2 x Maxtor DiamondMax 10
    • Netzteil: Enermax Modu 82+
    • 2 x Cougar Vortex HDB CF-V14H Lüfter (für Gehäuse ohne Lüfter)
    • 2 x Cougar Vortex CF-V12S Lüfter (für Gehäuse ohne Lüfter)

    Der Testparcours bedarf einiger Hilfsmittel und Programme:
    • Furmark v1.80 – Stabilitätstest für die Grafikkarte
    • Prime95 v25.11 - CPU-Testprogramm
    • AIDA64 Extreme Edition zur Auswertung sämtlicher Temperatursensoren

    Messgeräte: Voltcraft 329 Schalldruckmessgerät. Zum Aufheizen des Systems kommen Prime95 und FurMark gleichzeitig zum Einsatz. Hierbei wird eine Belastung der CPU und GPU erzielt, welche im normalen Alltagsbetrieb kaum vorzufinden ist. Ein Testlauf ist absolviert, wenn das System 30 Minuten der Belastung standhält. Vorzeitige Abbrüche werden selbstverständlich vermerkt und gehen mit den letzten Maximaltemperaturen in die Grafiken ein. Messungen im Idle-Zustand haben wir gestrichen, da diese bei den Stromsparmechanismen der Prozessoren zunehmend uninteressanter sind. Die Raumtemperatur beträgt hierbei 20 °C. Die erzielten Temperaturen der einzelnen Sensoren lesen wir mit dem Programm AIDA64 Extreme Edition aus. Hierfür hat uns der Hersteller freundlicherweise einige Lizenzen zur Verfügung gestellt.

    Bei den Messungen der Lautstärke haben wir uns für zwei Durchläufe entschieden: ein erster unter voller Last des gesamten Systems und ein weiterer, wenn lediglich die im Gehäuse verbauten Lüfter laufen. Damit möchten wir eine bessere Vergleichbarkeit für den Leser gewährleisten. Die Lautstärke mit verbauter Hardware ist stets von den einzelnen Komponenten abhängig und wird somit immer unterschiedlich ausfallen; ohne installierte Hardware wird sie jedoch bei jedem annähernd gleich sein. Wir messen die Lautstärke mit einem dB(A)-Messgerät von drei Seiten bei einem Abstand von 30 cm.



    [BREAK=Technische Daten]Die Daten zum Fractal Design Arc Midi R2 entnehmen wir wie immer der Webseite des Herstellers:

    ModellnameArc Midi R2
    Laufwerkschächte

    2x 5,25 Zoll (extern)
    8 x 3,5 Zoll oder 2,5 Zoll (intern)
    2x 2,5 Zoll (intern hinterm Mainboardträger)

    Abmessungen

    230 x 460 x 515 mm (Breite, Höhe, Tiefe)

    Material0,6 mm Stahl, Aluminium
    FormfaktorµATX, ATX, Mini-ITX
    Front I/O2x USB 3.0, Audio-IN/OUT
    Maximale Grafikkartenlänge290 mm mit HDD-Käfigen 430 mm ohne Käfige
    Maximale CPU-Kühler-Höhe180 mm
    Lüfter

    Front 2x 120/140 mm (1x 140 mm vormontiert)
    Rückseite: 1x 120/140 mm (1x 140 mm vormontiert)
    Deckel: 3x 120/140 mm (1x 140 mm vormontiert)
    Boden: 1x 120/140 mm (optional)

    7
    Gewicht 10,7 kg
    Empfohlener Verkaufspreis ab 83 Euro


    Der Lieferumfang des Arc Midi R2 umfasst die auf dem Bild ersichtlichen Kleinteile:
    • Montagematerial
    • Mehrsprachige Einbauanleitung
    • Kabelbinder
    • Adapter zum Einschrauben der Abstandshalter

    Das Zubehör ist nicht üppig, aber es reicht vollkommen. Neben der obligatorischen Einbauanleitung sind die Schrauben jeweils in einzelnen wiederverschließbaren Beuteln verpackt, was es einfacher macht, übriggebliebene Schrauben nach dem Einbau aufzubewahren. Der Adapter zum Einschrauben der Abstandshalter ist sehr nützlich, da die Abstandshalter je nach Hersteller nicht einheitlich sind.

    [BREAK=Äußeres – Teil 1]Die abgerundete Kunststofffront wirkt durch ihre spezielle Bearbeitung eher wie gebürstetes Aluminium als wie Kunststoff und verleiht dem Arc Midi R2 ein hochwertiges Aussehen. Im oberen Teil befinden sich zwei 5,25-Zoll-Laufwerkschächte. Der untere Teil besteht hauptsächlich aus Meshgitter sowie einem Firmenlogo. Drückt man auf die beiden oberen Ecken des Meshgitters, kann es entfernt werden. Dahinter kommt der erste von insgesamt drei vorinstallierten 140-mm-Lüftern zum Vorschein. Bei den Lüftern handelt es sich um Fractal Design Silent-R2-Modelle. Diese drehen mit 1000/min und schaufeln bei 19 dB(A) 112m³/h Luft ins Gehäuse. Einzeln sind sie für ca. 11 Euro erhältlich. Alternativ können in der Front zwei 120-/140-mm-Lüfter befestigt werden. Die Frontblende wird entfernt, indem man von unten an ihr zieht. Dabei sieht man dann auch, dass die Lüfter an der Blende und nicht am Gehäuse befestigt sind. Der obere der beiden 5,25"-Laufwerksschächte ist frei zugänglich, der untere ist mit einer Metallblende versehen, die erst noch herausgebrochen werden muss. Um das Gehäuse vor Staub zu schützen, ist die Innenseite des Meshgitters mit Schaumstoff versehen.

    Das I/O-Panel befindet sich leicht zugänglich auf der Oberseite der Frontblende und bietet zwei USB-3.0-Anschlüsse, Audio-IN/OUT-Konnektoren, Power- und Resetschalter sowie eine 3-Kanal-Lüftersteuerung, mit welcher die Lüfter in den Stufen 5 V, 7 V und 12 V eingestellt werden können. Die Power-LED leuchtet im laufenden Betrieb blau, eine rote LED signalisiert die Festplattenaktivitäten. Da die Anschlüsse über keinerlei Schutz in Form einer Abdeckung verfügen, ist ein Verschmutzen vorprogrammiert. Hier sollte man also notfalls hin und wieder die Anschlüsse mit einem feinen Pinsel säubern.

    Der Gehäusedeckel besteht zum größten Teil aus Meshgitter, welches von innen ebenfalls mit Schaumstoff ausgestattet ist. Staubfilter bei Gehäusen mit Belüftungsöffnungen im Deckel sind leider noch kein Standard und somit fließen solche kleinen Extras immer positiv in die Bewertung mit ein. Löst man zwei Rändelschrauben auf der Gehäuserückseite, kann der Deckel abgenommen werden. Darunter kommen im Gehäuseinneren drei Einbauplätze für Lüfter mit einem Durchmesser von 120/140 mm zum Vorschein. Hier ist auch der zweite der drei ab Werk vormontierten Lüfter platziert.



    [BREAK=Äußeres – Teil 2]

    Das linke Seitenteil wurde im Vergleich zum ersten Arc Midi mit einem getönten Fenster ausgestattet, das einen Blick auf die eingebauten Komponenten gewährleistet. Da das Arc Midi R2 speziell auf den Einbau einer Wasserkühlung ausgerichtet ist, garantiert dies einen schicken Anblick. Das rechte Seitenteil ist ohne weitere Funktion. Beide Seitenteile sind mit Rändelschrauben befestigt und besitzen auf der Rückseite einen Griff, um sie besser lösen zu können.

    Das Netzteil wird im Arc Midi R2 auf dem Gehäuseboden befestigt. Damit es keinen Staub von unten einsaugt, ist die Unterseite mit einem Staubfilter versehen, der sich bequem nach hinten herausziehen und bei Bedarf reinigen lässt. Der Staubfilter ist groß genug, um auch einen optionalen Lüfter im 120-/140-mm-Format, der vor dem Netzteil eingebaut werden kann, vor Staub zu schützen. Zur Entkopplung vom Boden sind die Füße im HiFi-Design mit einer Moosgummiunterlage versehen.

    Kommen wir zum Schluss noch zur Rückseite, bevor wir uns das Arc Midi R2 von innen ansehen. Unterhalb des Deckels befinden sich einige Luftauslässe, darunter ist der letzte der drei vorinstallierten 140-mm-Lüfter befestigt. Für Erweiterungskarten stehen sieben Einbauplätze zur Verfügung. Die senkrechte Slotblende rechts ist noch ein Relikt aus der Zeit, in der Fractal Design die Lüftersteuerung über eine Slotblende auf der Gehäuserückseite realisiert hatte. Dies ist zum Glück Geschichte, da es doch sehr umständlich war, zum Regeln der Lüfter jedes Mal hinter das Gehäuse zu greifen. Das Netzteil sitzt wie bereits erwähnt auf dem Gehäuseboden.



    [BREAK=Inneres]

    Nachdem die Seitenteile entfernt sind, bietet das Arc Midi R2 den typischen Fractal Design Look: Einen schwarz lackierten Innenraum, der optisch durch weißes Interieur in Form von Laufwerkskäfigen, Lüftern und Slotblenden aufgelockert wird. Neben dem geräumigen Ausschnitt im Mainboardtray zum Wechseln verschraubbarer Kühler ohne Ausbau des Mainboards befinden sich weiterhin drei große und zwei kleine (im Bild nicht sichtbare) gummierte Kabeldurchführungen auf dem Mainboardtray. Mit ca. 2,2 cm Platz zwischen Mainboardtray und rechtem Seitenteil steht genügend Platz zur Verfügung, um auch das ein oder andere dickere Kabel zu verlegen.

    Im vorderen Bereich befinden sich zwei modulare Festplattenkäfige. Der untere der beiden fasst drei Datenträger im Format 2,5"/3,5", der obere fünf. Die 3,5"-Laufwerke sind durch Gummierungen, auf welche sie geschraubt werden entkoppelt. Als weitere Besonderheit befinden sich auf der Rückseite des Mainboardtrays Bohrungen, um dort zwei weitere 2,5"-Laufwerke zu montieren.

    Die Käfige können in diversen Positionen eingebaut werden, wie nachfolgende Abbildung von Fractal Design zeigt. Um den oberen Käfig zu lösen, müssen lediglich zwei Rändelschrauben gelöst werden. Der untere Käfig ist mit vier Kreuzschlitzschrauben auf der Gehäuseunterseite sowie zwei an der Vorderseite befestigt. Durch diese Flexibilität schafft Fractal Design Platz für überlange Grafikkarten oder einen dicken 240-mm-Radiator in der Front, wie nachfolgende Herstellerabbildung zeigt.

    Zwei optische Laufwerke können über den Käfigen installiert werden. Hier ist kein werkzeugloser Einbau vorgesehen und somit müssen die Laufwerke klassisch verschraubt werden.

    Das Netzteil wird wie bereits erwähnt auf dem Gehäuseboden montiert und ist von unten und hinten entkoppelt. Zur Gehäuserückseite befindet sich ein Moosgummirahmen und von unten liegt das Netzteil auf vier kleinen Gummis. Insgesamt sieben weiße Slotblenden stehen für Erweiterungskarten zur Verfügung. Die Blenden sind mit Rändelschrauben befestigt und somit wieder verwendbar. Vor dem Netzteil kann optional ein weiterer 120-/140-mm-Lüfter oder Radiator installiert werden.

    Oberhalb der Slotblenden und unter dem Gehäusedeckel sind zwei weitere Lüfter vorinstalliert, welche die erwärmte Luft aus dem Gehäuse saugen sollen. Alle Lüfter sind sauber mit einem schwarzen Sleeve versehen und können mit einem 3-Pin-Anschluss direkt am Mainboard oder der Lüftersteuerung angeschlossen werden. Hier mit im Bild sind auch die bereits erwähnten zwei kleineren gummierten Kabeldurchführungen im Mainboardtray.



    [BREAK=Einbau]

    Zum Einbau haben wir wie immer, wenn es möglich ist einen der beiden Festplattenkäfige entfernt, um mehr Platz zum Hantieren zu haben. Zuerst werden wie üblich die Abstandshalter eingeschraubt. Hierbei leistet der Adapter in Form einer Rändelschraube einen nützlichen Dienst. Danach wird das Mainboard befestigt.

    Nachdem das Mainboard verschraubt ist, kann auch schon die Grafikkarte montiert werden. Hierfür stehen im Arc Midi R2 ohne den oberen Festplattenkäfig 430 mm zur Verfügung, mit Käfig sind es noch 290 mm.

    Nachfolgend noch ein Überblick über die Länge einiger aktueller Grafikkarten:

    Die 2,5"/3,5"-Laufwerke werden auf den Schubfächern verschraubt. Zur Entkopplung sind die Bohrungen für die 3,5"-Laufwerke mit Gummis versehen. Beim Festschrauben ist zu beachten, dass die Schrauben nicht so fest angezogen werden, dass die Gummis gequetscht werden. Dann ist nämlich der Entkopplungseffekt nicht mehr gegeben. Danach werden die Schubfächer einfach wieder in den Käfig geschoben. Als Besonderheit können wie eingangs schon erwähnt auf der Rückseite des Mainboardtrays zwei weitere 2,5"-Laufwerke montiert werden. Hierbei dürfen dann aber keine abgewinkelten Kabel verwendet werden.

    Das optische Laufwerk wird nach Entfernen der passenden 5,25"-Blende von vorne ins Gehäuse geschoben und dann herkömmlich verschraubt. Der Einbau im oberen Laufwerksschacht geht relativ problemlos. Hier müssen lediglich von hinten leicht die Kabel des I/O-Panels zur Seite geschoben werden. Bei anderen Gehäusen ist dies nicht immer so einfach, da die Kabelstränge zum Teil recht starr und dick sein können.

    Im letzten Schritt vor der Verkabelung folgt das Netzteil. Dieses wird wie üblich von hinten verschraubt. Ein Schaumstoffrahmen sowie kleine Gummipuffer auf dem Boden entkoppeln es vom Gehäuse. Das Verkabeln ist schnell erledigt und die Kabelstränge lassen sich dank ausreichend Platz hinter dem Mainboardtray gut verlegen. Beim Hantieren auf dem Gehäuseboden sollte man ein wenig vorsichtig sein. Hier ragen die spitzen Schrauben, mit denen die Füße befestigt sind, ins Gehäuse, sodass man sich daran leicht verletzen kann. Der Rest des Gehäuses ist von innen und außen einwandfrei verarbeitet.

    Fertig zusammengebaut sieht das Ganze wie folgt aus:



    [BREAK=Temperaturen und Lautstärke]

    In den nachfolgenden Tabellen sind die jeweils höchsten Werte in Rot und die niedrigsten in Grün pro Messpunkt dargestellt, um den Überblick zu erleichtern. Im ersten Schritt unserer Messungen haben wir uns wie angekündigt die Lautstärke nur mit den installierten Lüftern, im Fall des Arc Midi R2 also mit drei Lüftern, ohne weitere Hardware angeschaut. Der Hintergrundpegel im Raum war mit unserem Messgerät nicht mehr messbar. Nach dem Anlaufen der Lüfter haben wir folgende Werte gemessen:


    Danach erfolgte der Belastungstest. Hierzu liefen Prime95 und FurMark für eine halbe Stunde gleichzeitig. Vorab die Lautstärke, die wir dabei gemessen haben, danach die erzielten Temperaturen:


    Auf 5 V und 7 V sind keine Messungen der Lautstärke mit unserem Messgerät mehr möglich, so leise sind die Lüfter. Auch auf 12 V ist das Arc Midi R2 trotz fehlender Gehäusedämmung immer noch leiser als zum Beispiel das Cooltek Antiphon mit hoher Lüftereinstellung. Das heißt allerdings nicht, dass die Lüfter nicht hörbar sind. Im Gegenteil, sie machen sich leider durch ein leichtes Klackern der Lager bemerkbar. Unter Last macht sich dann der großzügige Einsatz von Meshgitter, insbesondere bei der Lautstärkemessung von vorne deutlich bemerkbar.

    Bei den Temperaturen unter Last spielt das Arc Midi R2 im Mittelfeld mit und bietet noch reichlich Luft nach oben für sommerliche Verhältnisse. Nachfolgend noch unser Diagramm mit der Temperaturdifferenz, basierend auf dem aktuellen Testsystem bei 20 °C Raumtemperatur:



    [BREAK=Fazit]



    Mit dem Arc Midi R2 hat Fractal Design die Erwartungen der Kunden auf den Nachfolger des Arc Midi nicht enttäuscht. Das neue Modell ist gelungen. Neben erwartungsgemäß schnellen USB-3.0-Anschlüssen hat man das Konzept, welches schon mit dem Define R4 und dem Define XL R2 eingeführt wurde, nämlich zwei modulare Laufwerkskäfige und die Verlegung der Lüftersteuerung von der Gehäuserückseite nach vorne ins I/O-Panel, auch im Arc Midi R2 umgesetzt.

    Rein äußerlich fallen die Veränderungen kaum ins Auge, hier sticht eigentlich nur das Seitenteil mit seinem getönten Fenster hervor. Die größten Änderungen haben im Innenraum stattgefunden. Hier können jetzt 10 2,5“-Laufwerke verbaut werden, neben acht Stück auf Laufwerksschubfächern zwei weitere auf der Rückseite des Mainboardtrays. Optimalerweise installiert man auf diesen das Betriebssystem, somit bleiben weitere acht Laufwerke für die Daten übrig. Das sollte für den Durchschnittsanwender mehr als ausreichend sein.

    Nutzern von Wasserkühlungen stehen insgesamt drei Einbauplätze für Radiatoren zur Verfügung, einmal im Gehäusedeckel, einmal in der Front und einmal auf dem Gehäuseboden. Beim Einbau eines Radiators in der Front muss allerdings der Festplattenkäfig versetzt werden. Aber auch Nutzer von Luftkühlungen kommen auf ihre Kosten. Benötigt man den oberen Laufwerkskäfig nicht, so kann dieser entfernt werden und der Luftstrom gelangt ungehindert an die hitzigen Komponenten wie CPU und Grafikkarte. Die drei vorinstallierten 120-mm-Lüfter reichen für CPUs bis zu einer Verlustleistung von 125 W TDP selbst bei 5 V vollkommen aus. Wer übertakten will, der stellt die Lüftersteuerung einfach auf 12 V ein oder hat die Wahl, eine Wasserkühlung zu montieren. Auf 12 V machen sich die Lüfter des Arc Midi R2 dann allerdings recht lautstark bemerkbar. Hier liegt aber auch das Hauptaugenmerk des Arc Midi R2, Kühlleistung und nicht Silent-Betrieb. Wer es also lieber ruhiger angehen lässt, der greift besser zur Define-Serie.

    Die einzigen Fehltritte, welche das Arc Midi R2 sich leistet, sind leicht klackernde Lüfter, die im laufenden Betrieb zu hören sind aber nur bei einem System, das auf einer Passivkühlung, sowie die Schrauben der Standfüße, welche ins Gehäuseinnere ragen und ein Verletzungsrisiko darstellen.


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