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    Enermax SpineRex


    Mittlerweile ist das börsennotierte Unternehmen Enermax seit 22 Jahren im Geschäft und gehört damit zu den gestandenen Unternehmen. Mit dem SpineRex haben wir heute ein Enermax-Gehäuse auf dem Prüfstand, was auf den ersten Blick vielen anderen Gaming-Gehäusen gleicht, auf den zweiten Blick aber doch die eine oder andere Überraschung unter seiner schwarzen Lackierung und der Meshgitterfront verbirgt. USB 3.0, lackierter Innenraum, eSATA oder E-ATX-Kompatibilität. All dies bietet das SpineRex, aber auch die ein oder andere Überraschung. Aber alles Weitere erfahrt Ihr auf den folgenden Seiten.

    Wir bedanken uns bei Enermax für das Testmuster und wünschen viel Spaß beim Lesen.



    [BREAK=Testsystem]Für das Testsystem kommt eine AMD-Plattform mit folgenden Komponenten zum Einsatz:
    • CPU: AMD Phenom X4 9850 Black Edition mit 4 x 2,5 GHz und 125 W TDP
    • CPU-Kühler: Scythe Rasetsu oder bei kleineren Gehäusen der AMD-Boxed Kühler
    • Mainboard: ASRock A780FullHD - AMD 780G/SB700-Chipsatz, mATX
    • Arbeitsspeicher: 4 x 1024 MB Kingston (DDR2-800)
    • Grafikkarte: Gigabyte Radeon HD 6950 mit 2048 MB Grafikspeicher
    • Festplatte: 2 x Maxtor DiamondMax 10
    • Netzteil: Enermax Modu 82+
    Der Testparcours bedarf einiger Hilfsmittel und Programme:
    • Furmark v1.80 – Stabilitätstest für die Grafikkarte
    • Prime95 v25.11 - CPU-Testprogramm
    • AIDA64 Extreme Edition zur Auswertung sämtlicher Temperatursensoren
    Planet 3DNow! testet mit Hardware von getgoods.de

    Messgeräte: Voltcraft 329 Schalldruckmessgerät. Zum Aufheizen des Systems kommen Prime95 und FurMark gleichzeitig zum Einsatz. Hierbei wird eine Belastung der CPU und GPU erzielt, welche im normalen Alltagsbetrieb kaum vorzufinden ist. Ein Testlauf ist absolviert, wenn das System 30 Minuten der Belastung standhält. Vorzeitige Abbrüche werden selbstverständlich vermerkt und gehen mit den letzten Maximaltemperaturen in die Grafiken ein. Messungen im Idle-Zustand haben wir gestrichen, da diese bei den Stromsparmechanismen der Prozessoren zunehmend uninteressanter sind. Die Raumtemperatur beträgt hierbei 20 °C. Die erzielten Temperaturen der einzelnen Sensoren lesen wir mit dem Programm AIDA64 Extreme Edition aus. Hierfür hat uns der Hersteller freundlicherweise einige Lizenzen zur Verfügung gestellt.

    Bei den Messungen der Lautstärke haben wir uns für zwei Durchläufe entschieden: ein erster unter voller Last des gesamten Systems und ein weiterer, wenn lediglich die im Gehäuse verbauten Lüfter laufen. Damit möchten wir eine bessere Vergleichbarkeit für den Leser gewährleisten. Die Lautstärke mit verbauter Hardware ist stets von den einzelnen Komponenten abhängig und wird somit immer unterschiedlich ausfallen; ohne installierte Hardware wird sie jedoch bei jedem annähernd gleich sein. Wir messen die Lautstärke mit einem dB(A)-Messgerät von drei Seiten bei einem Abstand von 30 cm.



    [BREAK=Technische Daten] Die Daten zum Enermax SpineRex entnehmen wir der Website des Herstellers:

    ModellnameECA5010M-B-B
    LaufwerkschächteExtern: 5.25“ je nach Kombination 5x oder 8x oder 11x
    3,5“ je nach Kombination 8x oder 4x oder 0x
    Abmessungen

    213 x 591 x 544 mm ( Breite, Höhe, Tiefe)

    Material SECC Steel, Kunststoff, Aluminium
    FormfaktorE-ATX, ATX & Micro ATX
    Front I/O1x USB 3.0, 3x USB 2.0, 1x eSATA, HD/AC’97 Audio
    Maximale Grafikkartenlängeca. 310 mm mit HDD-Käfigen, ca 460 mm ohne HDD-Käfige
    Maximale CPU-Kühler Höhe178,4 mm (ohne Seitenlüfter) / 146,9 mm (mit Seitenlüfter)
    Lüfter:

    Front: 2x 120-mm-Vegas-Lüfter vorinstalliert

    Deckel: 2x 120-/140-mm-Lüfter  (optional)
    Rückseite: 1x 120-mm-Lüfter (optional)
    Seitenteil: 1x 250-mm-LED-Lüfter Seitenteil (vorinstalliert)

    Erweiterungsslots 7
    Gewicht ca. 12 kg
    Empfohlener Verkaufspreis ca. 109,- Euro


    Der Lieferumfang des Enermax SpineRex umfasst die auf dem Bild ersichtlichen Kleinteile.
    • Faltblatt mit Einbauhinweisen
    • Montagematerial
    • 2 selbstklebende Kunststoffklammern für Kabelmanagement
    • Laufwerksschienen für HDD Montage
    • 2 Enermax-Klettbänder als Kabelbinderersatz
    • Aufkleber
    • Piezo-Lautsprecher

    Das Zubehör ist vollkommen ausreichend und bietet alles, was zum Einbau nötig ist, auch wenn Faltblätter mit Montageanleitungen immer ein wenig billig erscheinen. Trotzdem ist die dreisprachige Einbauanleitung ausführlich und alles Nötige ist beschrieben. Aus Kostengründen legt, kaum ein Hersteller ausführliche Montageanleitungen bei.

    [BREAK=Äußeres – Teil 1]

    Die Front des Enermax SpineRex besteht, dem Trend der Gaming-Gehäuse folgend, durchgehend aus einer Meshgitterfront. Wir zählen insgesamt 11 5,25“-Blenden, welche von innen mit Staubschutzmatten versehen sind. Rechts und Links ziehen sich zwei Kunststoffstege von oben nach unten über die komplette Front. Diese beiden Stege haben eine Besonderheit, die sich erst nach einem Blick in die Montageanleitung erschließt. Die beiden Stege lassen sich zur Seite wegklappen und dann kann man bequem die 5,25“-Blenden entfernen. Dahinter kommen zusätzlich noch Metallblenden zum Vorschein. Die Metallblenden müssen aber zum Glück nicht herausgebrochen werden, sondern sie sind verschraubt und somit wieder verwendbar. Im unteren Teil befinden sich zwei 120-mm-Vegas-Lüfter.

    Mit zwei silbernen Schaltern lassen sich insgesamt 13 verschiedene Beleuchtungsmodi auswählen. An Farben stehen dabei Blau und Rot zur Auswahl. Die Schalter sind auch erreichbar, wenn die 5,25“-Blenden eingebaut sind, hierzu muss lediglich der linke Kunststoffsteg zur Seite geklappt werden.

    Jeder der beiden Lüfter ist für die Kühlung eines dahinter befindlichen Laufwerkskäfig zuständig. Die Käfige können nach vorn aus dem Gehäuse gezogen werden, hierfür müssen allerdings die Lüfter, die mit jeweils vier Schrauben befestigt sind, entfernt werden.

    In der leicht angeschrägten Blende im oberen Teil befinden sich übersichtlich angeordnet rechts und links des Enermax-Logos der Power- und der Resetschalter sowie eine Status-LED. Der Powerschalter ist im laufenden Betrieb blau beleuchtet, die Status-LED macht mit einem sehr grellen Rot auf sich aufmerksam. Im vorderen Teil des Gehäusedeckels hat Enemax dem SpineRex eine Vertiefung spendiert, die als Ablagemöglichkeit dient. Dahinter sitzt das I/O-Panel mit einem USB-3.0-Anschluss, drei USB-2.0-Anschlüssen, eSATA sowie Audio-IN/OUT.

    Hinter dem I/O-Panel wird es wieder interessant. Unter dem Deckel können zwei optionale Lüfter eingebaut werden. Nutzt man diese Option nicht, oder ist der Rechner nicht eingeschaltet, dann haben viele Gehäuse das Problem, dass von oben Staub durch Lüftungsöffnungen ins Gehäuse gelangt. Enermax hat dies beim SpineRex schön gelöst. Die Blende ist verschiebbar und lässt sich schließen, wenn der Rechner nicht läuft. Im laufenden Betrieb werden die Luftdurchlässe einfach geöffnet und die Lüfter können die warme Luft nach oben aus dem Gehäuse blasen. Insgesamt ist die Optik des Deckels mit den zahlreichen Vertiefungen Geschmackssache. Praktisch ist es sicherlich, dass kein Staub ins Innere gelangt, aber gerade in den zahlreichen Vertiefungen sammelt sich natürlich auch Staub, der sich nur mühsam entfernen lässt. Am besten eignet sich hierfür sicherlich ein Pinsel oder Druckluft.

    Der Deckel ist mit zwei Kreuzschlitzschrauben befestigt. Löst man diese, muss der Deckel erst nach hinten geschoben werden und dann kann er abgenommen werden. Unter dem Deckel kann man danach optional zwei 120-/140-mm-Lüfter einbauen.



    [BREAK=Äußeres – Teil 2]

    Auf der Gehäuserückseite befinden sich im oberen Teil Luftdurchlässe für einen optional einzubauenden 120-mm-Lüfter, darunter folgen sieben Slotblenden für Erweiterungskarten. Rechts davon sind weitere Luftdurchlässe eingestanzt. Oberhalb des Netzteils, das im SpineRex seinen Platz auf dem Gehäuseboden findet, sind zusätzlich vier Schlauchdurchführungen für eine Wasserkühlung angebracht. Auch hier befinden sich zusätzliche ins Blech gestanzte Luftauslässe. Die Seitenteile sind mit insgesamt vier kunststoffummantelten Rändelschrauben befestigt.

    Für einen sicheren Stand sorgen auf der Gehäuseunterseite vier Füße, die zur Seite weggeklappt werden können, womit sich die Standfläche vergrößert. Ins Kippen kommt hier also so schnell nichts. Unter dem Netzteil sind ebenfalls Luftdurchlässe, damit das Netzteil von unten kühle Luft einsaugen kann.

    Kommen wir zu den Seitenteilen. Während das rechte Seitenteil keine Besonderheiten aufweist, sieht das beim linken schon wieder ganz anders aus. Neben einer großen Fläche aus Meshgitter, hinter der sich ein 250-mm-Lüfter verbirgt, finden wir darüber noch einen Schalter sowie einen Drehregler. Mit dem Drehregler kann die Drehzahl des Seitenlüfters verändert werden, der Schalter steuert die Beleuchtung des Lüfters. In der Mittelstellung ist der Lüfter nicht beleuchtet. Die obere Stellung ist für eine blaue, die untere für eine rote Beleuchtung.



    [BREAK=Inneres]

    Entfernt man die Seitenteile, kommt im linken Seitenteil wie bereits erwähnt der riesige transparente 250-mm-Lüfter zum Vorschein. Zum Schutz des Inneren vor Staub ist hier zusätzlich noch ein Staubfilter angebracht.

    Das Innere des SpineRex ist natürlich ebenfalls schwarz lackiert. Eine Innenraumlackierung gehört mittlerweile schon zum Standard und kein Hersteller, der etwas auf sich hält, stellt heute noch Gaming-Gehäuse ohne Innenraumlackierung her. Ausnahmen sind hier höchstens noch Aluminiumgehäuse.
    Der Mainboardträger verfügt über zwei ovale Kabeldurchführungen, einen riesigen Ausschnitt auf Höhe des CPU-Kühlers und ein Drittel des unteren Teils fehlt komplett. Probleme, um beim Einbau Kabel hinter den Mainboardträger zu führen, hat man hier sicherlich keine. Optisch mutet es allerdings sehr seltsam an, dass ca. ein Drittel des unteren Teils einfach fehlt. Der Vorteil liegt hier zum einen in der in der Gewichtsersparnis, zum anderen spart der Hersteller natürlich Kosten, auch wenn diese dabei sicherlich nur marginal sind.

    Das Netzteil sitzt wie bereits erwähnt auf dem Gehäuseboden. Zur Entkopplung ruht es auf vier Gummipuffern. Eine Entkopplung zur Gehäuserückseite findet hingegen nicht statt. Unter dem Netzteil ist ein Staubschutzfilter angebracht, damit kein Schmutz ins Netzteil gesaugt werden kann. Die sieben darüber befindlichen Slotblenden sind mit Rändelschrauben befestigt und können somit wieder verwendet werden. Beschriftete Bohrungen auf dem Mainboardträger sollen den Einbau erleichtern. Hier braucht man später, je nach verwendetem Mainboardformat, nur die Abstandshalter in die passend nummerierten Löcher zu schrauben.

    Im vorderen Teil befinden sich zwei entfernbare Käfige für 3,5"-Laufwerke. Jeder der Käfige fasst bis zu vier Laufwerke, die hochkant eingebaut werden. Darüber werden die 5,25"-Laufwerke eingebaut. Hier können je nach Belegung der Festplattenkäfige fünf, acht oder - verzichtet man gänzlich auf 3,5“-Laufwerke, sogar elf 5,25“-Laufwerke eingebaut werden. Der Einbau ist werkzeuglos möglich.



    [BREAK=Einbau]

    Der große Innenraum ermöglicht einen problemlosen Einbau, da genügend Platz zum Hantieren im Gehäuse zur Verfügung steht. Die Mainboardabstandshalter können nach der Nummerierung eingeschraubt werden, die auf dem Mainboardträger angegeben ist, anschließend wird das Mainboard darauf befestigt. Der CPU-Kühler darf aufgrund des Lüfters im Seitenteil nicht höher als 146,9 mm sein, entfernt man den Lüfter, stehen 178,4 mm zur Verfügung.

    Zum Einbau der 3,5"-Laufwerke muss der Laufwerkskäfig entfernt werden, was durchaus recht umständlich ist. Zuerst müssen vier Schrauben gelöst werden, mit denen der Lüfter davor befestigt ist. Für eine der Schrauben benötigt man einen schmalen langen Schraubendreher, weil die Schraube hinter dem Schalter für die Front-Lüfter sitzt. Der Schalter besitzt extra ein Loch, wodurch die Schraube gelöst werden kann. Dann wird der Lüfter entnommen und die Käfige können nach vorn aus dem Gehäuse gezogen werden. In den Käfigen sind Klammern angebracht, die an die Laufwerke gesteckt werden, um sie schraubenlos zu befestigen.

    In einem der Käfige steckt eine kleine Box, die die Halteklammern für die 5,25"-Laufwerke enthält. Die Klammern werden wie bei den 3,5"-Laufwerken an die Seiten geklemmt, bevor sie in die 5,25"-Schächte geschoben werden. Ein Einbauplatz für 2,5"-Laufwerke ist leider nicht vorgesehen.

    Es folgt das Netzteil, das auf dem Gehäuseboden auf vier Gummipuffern seinen Platz findet und von hinten verschraubt wird. Anschließend kommt noch die Grafikkarte, bevor es schlussendlich ans Verkabeln geht. Zwischen Gehäuserückwand und Festplattenkäfig stehen 310 mm zur Verfügung für eine Grafikkarte. Da muss dann allerdings noch die Verkabelung der Festplatten von abgezogen werden. Entfernt man den Käfig, sind es bis zu 460 mm. Platz ist also für sämtliche derzeit verfügbaren Grafikkarten genügend vorhanden.

    Nachfolgend ein Überblick über die Grafikkartenlänge einiger aktueller Karten:

    Fertig zusammengebaut sah das Ganze wie folgt aus:

    Aufgrund der Größe des Gehäuses schaut die Kabelverlegung ein wenig chaotisch aus, da die Netzteilkabel teilweise zu kurz sind, um sie hinter dem Mainboardträger zu verlegen, daher gehen sie quer durchs Gehäuse.

    [BREAK=Temperaturen und Lautstärke]

    Im ersten Schritt unserer Messungen haben wir uns wie angekündigt die Lautstärke nur mit den installierten Lüftern, also zwei 120-mm-Modellen in der Front und dem 250-mm-Lüfter im Seitenteil, ohne weitere Hardware angeschaut. Der Hintergrundpegel im Raum war mit unserem Messgerät nicht mehr messbar. Nach dem Anlaufen der Lüfter haben wir folgende Werte gemessen:


    Danach erfolgte der Belastungstest. Hierzu liefen Prime95 und FurMark für eine halbe Stunde gleichzeitig. Vorab die Lautstärke, die wir dabei gemessen haben, danach die erzielten Temperaturen:

    Die Temperaturen sind selbst auf langsamer Lüftereinstellung allesamt in Ordnung. Hier braucht man sich auch im Sommer keine Sorgen machen, zumal mit den optional einzubauenden Lüfter noch ausreichend Alternativen bestehen, um die Temperaturen weiter zu senken. Dass sich nur der Lüfter im Seitenteil in der Drehzahl regeln lässt, erkennt man sehr schön an den Festplattentemperaturen, die verändern sich nämlich nicht.

    Auf hoher Lüftereinstellung macht sich der Seitenlüfter natürlich deutlich bemerkbar, vor allem wenn man links vom Rechner sitzt. Auf niedriger Einstellung dreht er hörbar, aber noch nicht wirklich störend vor sich hin, ganz im Gegensatz zu den Lüftern in der Front. Diese sind nicht regelbar und hätten ruhig ein paar db(A) leiser sein können.

    Nachfolgend noch unser Diagramm mit der Temperaturdifferenz, basierend auf dem aktuellen Testsystem bei 20 °C Raumtemperatur.



    [BREAK=Fazit]

    Mit dem SpineRex hat Enermax ein Gehäuse vorgestellt, was bei Vollbestückung mit fünf 5,25“-Laufwerken und acht 3,5“-Laufwerken und E-ATX-kompatibilität erst einmal keine Wünsche offen lässt – oder vielleicht doch? Vermisst haben wir Einbauplätze für 2,5“-Laufwerke. Die hauptsächlich in dieser Größe angebotenen SSDs werden schließlich immer günstiger und beliebter. Wer langfristig mit einem Gehäuse Erfolg im Markt haben will, muss heute schon Einbauplätze hierfür schaffen. Ansonsten weiß der modulare Aufbau zu gefallen. Hier kann man je nach Bedarf unterschiedliche Kombinationen von 3,5“- und 5,25“-Laufwerken einbauen. Die Festplatten werden dank davor installierter Lüfter gut gekühlt, wenn auch ein wenig zu Lasten der Lautstärke. Leisere Lüfter in der Front oder regelbar, so wie der 250-mm-Lüfter im Seitenteil, hätten dem SpineRex noch besser zu Gesicht gestanden.
    Die Laufwerke lassen sich zwar alle werkzeuglos installieren, leider muss man dann aber doch zum Schraubendreher greifen und je Käfig gleich vier Schrauben lösen, um an die Festplattenkäfige zu gelangen. Aber da die wenigsten Anwender, nicht mal Bastler, wohl kaum mehrfach die Woche die Laufwerke wechseln, ist das zu verschmerzen.
    Der Innenraum ist wie es sich gehört durch Staubfilter an allen neuralgischen Stellen, wie dem Seitenteil, unterhalb des Netzteils und in den 5,25“-Blenden vor Staub geschützt. Sehr gut hat uns hierbei vor allem die Lösung mit dem verschiebbaren Deckel gefallen. Baut man im Deckel Lüfter ein, sorgen sie für einen Abtransport der warmen Luft aus dem Inneren, sind keine Lüfter verbaut, werden die Öffnungen einfach durch Verschieben des Deckels geschlossen. Anfällig gegen Staub ist nur das Äußere, was durch seinen zerklüfteten Aufbau und viele Einbuchtungen schwer zu reinigen ist. Ansonsten weist der verwendete Kunststoff, aus dem die Anbauteile des SpineRex bestehen, eine angenehme und robuste Haptik auf, auch klappert oder wackelt hier nichts.

    Mit einem aufgerufenen Preis von ca. 110,- Euro wird es das Enermax SpineRex schwer haben, sich gegen das von uns vor einem halben Jahr getestete Cooler Master HAF-X durchzusetzen. Dieses ist nur noch knapp 30,- Euro teurer, bietet dafür aber diverse 2,5“-Einbauplätze, die teilweise sogar als HotSwap ausgelegt sind, und bessere Kühlleistungen bei geringerer Lautstärke. Hier entscheidet also letztendlich der Geschmack der Käufer.

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  2. Die folgenden 6 Benutzer sagen Danke zu Jörg Heptner für diesen nützlichen Beitrag:

    Broeno (29.02.2012), deoroller (28.02.2012), Guenni51 (28.02.2012), ICEMAN (28.02.2012), mapim (29.02.2012), MrBad (28.02.2012)

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