AMD Ryzen Threadripper 1950X - Part One

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Benchmarks bei Standardtakt: AIDA64 – Fortsetzung

Blicken wir auf weitere Einzelergebnisse von AIDA64.

AIDA64: CPU AES

Im AES-Teiltest kommt es verstärkt auf die Hardwarebeschleunigung an. In diesem Test sieht Ryzen 7 bereits sehr gut aus, Threadripper setzt aber noch einen oben drauf. Wieder sind wir nah an einer Performance-Verdoppelung, dieses Mal ausgelöst durch die doppelte Kernanzahl.

AIDA64: CPU Hash

Beim Ryzen-7-Launch schrieben wir: „Bei dem Test „CPU Hash“ handelt es sich um einen hochoptimierten SHA1-Algorithmus, der in Assembler geschrieben ist. Er nutzt verschiedene Methoden der Hardwarebeschleunigung wie MMX, SSSE3, AVX und XOP. AMDs neues Flaggschiff läuft hier quasi ohne Konkurrenz zur Höchstform auf.” Während das noch immer gilt, fügt Threadripper dem noch eine neue Ebene hinzu. Auch hier wird das Ergebnis quasi verdoppelt.

AIDA64: FPU VP8

Mit einem VP8-Test starten wir in die FPU-lastigen Benchmarkergebnisse von AIDA64. Der VP8-Videocodec von Google wird unter Verwendung von Befehlssatzerweiterungen einem Performance-Test unterzogen, welcher allerdings nicht wirklich mit der Kernanzahl skaliert. Das zeigt sich auch an den Ergebnissen, denn Threadripper muss sich hier Ryzen 7 geschlagen geben. Möglicherweise spielt hier die deutlich höhere Speicherlatenz von TR eine Rolle.

AIDA64: FPU Julia

Bei der Berechnung der Julia-Teilmenge einer komplexen Zahlenebene lässt Threadripper wieder seine Muskeln spielen. Wieder sehen wir eine annähernd perfekte Skalierung über die Kernanzahl.

AIDA64: FPU Mandel

Gleiches gilt für die Berechnung der Mandelbrot-Menge.

AIDA64: FPU SinJulia

SinJulia berechnet die gleiche mathematische Funktion wie Julia, der Benchmark ist aber im Gegensatz zu dieser in Assembler geschrieben und rechnet in erweiterter Genauigkeit von 80 Bit. Wo bereits Ryzen 7 glänzt, dreht Threadripper noch einmal mächtig auf. Wieder sehen wir beinah verdoppelte Werte.

AIDA64: FP32 Ray-Trace

AIDA64: FP64 Ray-Trace

Die integrierten Ray-Trace-Benchmarks (einfache und doppelte Genauigkeit) zeigen zum Schluss noch einmal eine hervorragende Skalierung für Threadripper. Mit diesen Ergebnissen würde ein Core i7-5960X, wie wir ihn zum Ryzen-Launch durch unseren Benchmark-Parcours geschickt haben, deutlich geschlagen. Etwas, was Ryzen 7 „damals” nicht vermochte.

Halten wir fest: In den synthetischen Benchmarks von AIDA kann Threadripper fast überall überzeugen. Aber eben nur fast. Einige Aspekte profitieren überhaupt nicht von der doppelten Kernanzahl und/oder dem verdoppelten Speicherinterface. Ein Vorgeschmack auf Alltagsanwendungen? Finden wir es heraus!

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