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ProphetCHRIS

Was gehört eigentlich in einen perfekten Netzteilartikel?

Bewertung: 2 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5,00.
Was gehört eigentlich in einen perfekten Netzteilartikel?

Ich habe mich die Tage einmal mit ein paar Leuten aus der Industrie über die aktuelle Reviewsituation über Netzteile unterhalten. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es generell im Moment ein wenig ruhig um Reviews geworden ist, oder täuscht das? Man findet kaum noch interessante Dinge, nicht viele Webseiten bringen mehr konstante Artikel über Mainboards oder Grafikkarten. Woran liegt das?

Zurück zum Gespräch mit den Vertretern aus der Industrie in dem es um das Thema Netzteiltesten ging. Es gibt, geht man nach der Meinung dieser Leute, keinerlei wirklich guten Reviews über Netzteile. Jeder Reviewer macht Fehler, kennt sich in der Industrie oder dem Bereich zu wenig aus, um simple Zusammenhänge zu verstehen oder testet die Netzteile ganz einfach gar nicht oder falsch. Man sagte mir, ich bin immernoch baff von dem Kompliment wenn man bedenkt von wem es kam [Danke J.], dass meine Reviews wenigstens den Anschein von Sinn hatten und das gerade Artikel wie „Debunking Power Supply Myths“ selten oder gar einzigartig im Netz wären.

Das gab mir zu denken.

Was gehört denn nun zu einem perfekten Artikel über Netzteile? Viele Fotos? Viel Text? Viele Eigenschaften getestet? Hübsche Grafiken? Awards?

Ich war immer ein großer Fan von guten Darstellungen und ich liebe es Dinge simpel und klar darzustellen, sodass ein User die Grafik auf anhieb versteht. Ich denke, hier mangelt es leider bei vielen Reviews im Netz. Zudem kommt natürlich auch das fehlende Testequipment der meisten Reviewer. Es gibt zwar mittlerweile viele, die mit Selbstbauten testen, aber bitte, diese reichen gerade einmal aus das Netzteil auf eine bestimmte Last zu bringen. Dann gibt es welche, die mit Sunmoons testen. Die sind sicherlich schon am Rande eines guten Reviews aber wirklich richtige Daten vermögen auch sie nicht daraus zu ziehen. Wenn ich heute die Möglichkeit hätte zu testen, während ich noch bei FSP arbeite, das hätte schon was. Ich hab mehr als 30 Chroma ATEs zur Verfügung und zwei Chroma 8000, die nur auch mich warten. Zudem macht FSP vor jeder Massenproduktion eines neuen Produktes einen so genannten B-Test. Dieser ist der wirklich umfangreichste Test, den ich je gesehen habe. Er besteht aus über 100 DIN A4 Seiten mit Tests an die ich in meinen kühnsten Träumen nicht gedacht hätte. All diese Information in einem Artikel und man hätte wirklich keine Fragen mehr am Ende. Leider dauert solch ein B-Test auch rund 2 Wochen. Aber für mich ist solch ein Test wirklich die Perfektion, oder eher Perversion? Ich habe mittlerweile meine eigene Testreihe auf der Chroma 8000, so wie ich es früher immer gemacht hatte, nur habe ich es um ein paar Tests erweitert, wozu ich vorher keine Chance hatte. Ich habe nun ebenfalls immer 5% Last mit drinne und gehe dann ab 10% in 10%-Schritten bis hin zu 110%. Dieses bei 90, 120 und 230VAC. Der Chromareport ist nun auch auf 60 A4 Seiten angewachsen, und es ist ehrlich gesagt immer wieder eine Freude soviel Informationen aus einem kleinen Netzteil heraus zu ziehen. Andere Firmen haben auch schon davon Wind bekommen. Letzte Woche war Newegg hier mit deren 80PLUS-Gold Netzteil und wollte noch einmal eben nachtesten bei [H] irgendeinen Mist von zu hohem Ripple erzählt hat. Stellte sich heraus, dass es nicht stimmte, wobei wir wieder bei den „hochwertigen“ Testmethoden sind... Das NT wird ganz nebenbei von ATNG hergestellt. Hätte im Leben nicht daran gedacht, dass die so etwas schaffen.

Und zum Thema Awards, ich war nie ein wirklicher Fan von Awards. Man muss dies aus zwei Blickwinkeln betrachten, aus beiden macht es leider Sinn. Die Firmen wollen natülich die Awards, weil sie diese herumzeigen können und schöne lange Auflistungen machen können. Der eine User mag sie auch, weil er dann nicht mehr wirklich denken muss, er bekommt von dem Verfasser des Artikels vorgegeben, welches Produkt er kaufen soll. Genauso habe ich es vorher auch immer gemacht. Ich habe mit einen Roundup bei AnandTech über Mainboards angeschaut und hab mir dann das Mainboard mit dem Gold Award gekauft. Ich habe keine Fragen gestellt und mich einfach darauf verlassen, dass es einfach ein cooles Produkt ist. Ich hatte vor einem Monat Georg Schnurer, Chefredakteur der c’t, in Taipei getroffen und dieser hatte mir die Grundprinzipien der c’t erklärt. Ich hatte vorher nie darüber nachgedacht, aber die c’t bietet wirklich keinerlei Awards. Warum nicht? Weil die c’t dem User genügend Informationen zukommen lassen möchte, damit sich dieser eine eigene Meinung bilden kann, um dann das richtige Produkt selber zu wählen.

Was ist nun also besser? Für Leute, die sich mit der Materie nicht auskennen ist ein Award-System sicherlich lohnenswert, für diejenigen, die etwas mehr wissen wollen, wird mehr Text als angemessen sein. Für die breite Masse ist die Sache sicherlich auch klar, denn die breite Masse möchte doch eigentlich nur gesagt bekommen, was sie zu kaufen hat, oder?

Das größte Phänomen ist aber das Vertrauen, das Vertrauen der Menschen in die Schreiber der Artikel. Was um Himmelswillsen verleitet Menschen dazu einfach blind auf die Meinung in irgendeiner Webseite zu vertrauen? Ist es die Größe der Seite? Je größer desto besser sollte der Reviewer sein, also kann man dem schon vertrauen? Ich kann euch nur warnen, glaubt nicht alles was die Leute so schreiben. Schaut euch an, welches Wissen sie rüberbringen, welches Testequipment sie zur Verfügung haben, wie die Berichte aufgebaut sind. Nicht jeder User kann die ganzen tollen Geschichten kennen, die wir aus „der Szene“ täglich mitbekommen, das ist klar. Aber wenn, dann würden einige Seite gar nicht mehr gelesen werden.

Also, wie sieht euer perfekter Netzteilreview aus?
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Kommentare

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  1. Avatar von Oberst K
    Wenn ich den Endnutzer mime, fällt es vielleicht noch halbwegs nüchtern aus.
    Interessant ist die Spannungsstabilität der Ausgangsspannungen über den kompletten Bereich der angegebenen Ausgangsleistung.
    Als nächstes wäre da der Wirkungsgrad, die damit verbundene Wärmeentwicklung, der Geräuschpegel, ein Stück weit die Verarbeitung (wenn da intern ein Bauteil mit einem Kabelbinder befestigt ist, juckt mich das nicht im Geringsten) und zu guter letzt der Preis - dann wäre auch schon Ende.
    Aber wie gesagt, als Endnutzer.

    Wenn ich aber als neugieriger Student (+Geek) daherkomme, dann hätte ich wenn möglich den Schaltplan, das Wirkprinzip, (die Dimensionierung der Bauteile ist noch unwahrscheinlicher als der Schaltplan), die Messgeräte und die el. Lasten (+ deren Genauigkeiten), EMV-Messwerte, den ESR der verbauten Kondensatoren, ein oder zwei Bilder einer Wärmebildkamera die mögliche Hot-Spots bei Volllast zeigen usw... die Anzahl der Seiten wäre da also keine Abschreckung.

    Glücklicherweise ist meine zweite Seite für die Netzteiltester eher die Ausnahme^^
  2. Avatar von Onkel Homie
    Sehr interessante Geschichte das...da muss man ja glatt etwas ausholen hehe:

    Was für mich definitiv dazu gehört sind "normale Alltagstests" und nicht nur irgendwelche Extrembelastungen.

    Was mich dann ehrlich gesagt wenig interessiert ist wie ein Netzteil aussieht, also brauche ich keine großen Fotos von allen Ecken.

    Wirklich wichtig finde ich halt: Wie schlägt sich das Ding in Sachen Stabilität, Lautstärke und Temperatur im ganz normalen Betriebß Da muss ich auch nicht wissen ob ein 750W Kandidat unter absoluter Extrembelastung auch brav seine 80% halten kann und nicht abraucht, wo selbst ein rel. normaler Gaming PC nicht mal an der 300W Grenze knabbert. Von daher sind solche Tests für mich unerheblich, machen aber meiner Meinung nach in vielen Reviews ein Großteil des Fazits aus. Damit ist aber keinem geholfen wenn dafür dann ein Award vergeben wird.

    Ein Netzteil Test muss mir sagen wie stabil das Gerät im alltäglichen Betrieb für einen Rechner ähnlich meiner Konfiguration geeignet ist.

    Und da kann ich die ct nur all zu gut verstehen. Es muss nicht immer den einen Testsieger geben, weil es einfach viel zu viele Anwenderprofile gibt. Ist ja auch ein Problem was ich hier im Forum gerne mal bemängel. Da wird in einem Test ein "Billighersteller" genommen und bis zum Erbrechen ausgereizt und siehe da, die Kiste raucht ab und die Markengeräte halten munter durch.

    Wenn jetzt aber jemand sich nur einen einfach kleinen Rechern hinstellen will vielleicht nur um ein Bisschen zu surfen oder so, dann muss da kein 500W Monster für 100€ rein. Dann reicht halt auch mal ein *hust* LC-Power *hust* mit 350W für 30€.

    Ein Netzteil ist eine sehr wichtige Komponente, keine Frage, aber bei nem PC der ohne Netzteil vielleicht mal 150€ kostet und nachher vielleicht ~100W zieht, ist es auch nicht unbedingt sinnvoll dann ein riesen Netztteil mit 80plus Gold reinzupacken, was dann fast soviel kostet wie die restlichen Komponenten. Und dennoch wird der Rechner nicht explodieren, die Festplatten werden es überleben usw. usw.

    Und so ausführlich die Tests hier bei P3D auch sind und so kompetent die Tester auch sind, so klasse die Informationen auch sind die gegeben werden, so wenig sagen die Tests oftmals über den Alltagsgebrauch aus.

    Es läuft halt meistens auf "Hersteller X verwendet top Kondensatoren, Hersteller Y hat den leisetsen Lüfter und Hersteller Z kan 85% auch bei 700W Vollast halten" hinaus. Wobei es dem normalen Endanwender halt an sich ziemlich egal ist was verbaut ist, das Ding muss laufen und am Ende muss das beste Gesamtpaket für ein bestimmtes Nutzungsprofil im Test rauskommen.

    Grob in die Richtung gehts ja z.B. auch bei den Monitor Tests von prad.de. Da gibt es mehrere Empfehlungen für Office, Grafik und Spiele. Weil ein Grafiker halt andere Anforderungen hat, es igm vielleicht scheißegal ist wie die reaktionszeit aussieht. Und somit hat auch ein Zocker halt ganz andere Ansprüche an ein Netzteil als ein Office User.

    Fazit:
    Das "perfekte Review" gibt es hier sicher auch nicht. Schreibt man mehr für normale Anwender, meckern die "Profis" das nicht jeder Kondensator mit Vornamen erwähnt wird. schriebt man umgekehrt für die Profis, dann kann der normale Anwender nix damit anfangen und kauft stumpf nach Awards, was aber letztendlich (zumindest in meinen Augen) auch nicht gerade sinnvoll ist, da so gerne Komponenten gekauft werden die zwar für sich genommen alle gaaaanz toll sind, aber evtl. viel zu teuer und auch einfach nicht gut zusammen passen und schon gar nicht zu dem, was der Anwender wirklich braucht.

    Die Reviews hier auf P3D finde ich an sich gar nicht mal schlecht, was mir hier nur fehlt sind halt mal etwas sinnigere "Nutzerprofile". Das hängt natürlich damit zusammen wie getestet werden kann und ob man halt die Möglichkeiten hat mal eben 3-4 PC Konfigurationen zu testen/simulieren.

    Dazu dann vielleicht mal etwas weniger Fotos von den Geräten udn auch deren Innenleben, oder das Ganze vielleicht nochmal extra verlinkt für Interessierte. Nicht aber in nem Test.

    Tja und weg mit den Awards sondern doch eher Richtung ct, wobei es hier ja auch meist eine Pro&Contra Liste gibt anhand der dann jeder entscheiden kann ob die für ihn wichtigen Punkte positiv bewertet wurden oder nicht.

    Das mal mein Senf dazu ;D
  3. Avatar von Onkel Homie
    edit:
    Nachtrag zu den Testmethoden bzw. den verwendeten Komponenten.

    Klar ist das an sich wichtig, aber welcher Nutzer kann sich wirklich etwas darunter vorstellen? Selbst wo hier auf P3D weit mehr "Experten" unterwegs sind, aber ich glaube kaum das es hier so viele Leute gibt den Chroma 8000 viel sagt (ok Google hilft ja immer hehe), ebenso sieht mit diversen anderen Sachen aus.

    Von daher kann man hier den Spieß auch schnell umdrehen. Nur weil im Tests eingangs ganz viele Sachen erwähnt werden wieviel und wie toll man testet und am besten noch ein paar Bildchen von Oszilloskopen zu sehen sind (machen ja auch einige Zeitschriften..so a la "So testet Computerbild") ist damit nicht wirklichen vielen Leuten geholfen.

    Also woran macht man die Qualität des Tests bzw. auch die Qualifikation des Testers fest?

    Ich hab es zu Hauf erlebt das Leute zwar massig Ahnung von einem Gebiet hatten, aber in dann auch wieder (man verzeihe mir den Begriff *g*) so sehr Fachidioten waren, dass sie nicht in der Lage waren über den Tellrand zu schauen und somit eine ernsthafte Kundenberatung durchzuführen.

    Und auch wenn hier keiner direkt bei einer Zeitschrift oder einer Website etwas kauft ist es ja dennoch eine Form der Kundenberatung die mit so einem Test gemahct wird. Und da kann man halt vorher erwähnen was man will, es werden eh nur die "Geeks" sein die mit den Infos dann vielleicht auch was anfangen und damit urteilen können ob der Test gut oder schlecht ist.

    So gesehen erweckt eher der goldene Mittelweg mehr Vertrauen. Den Leser nicht für doof verkaufen a la Computerbild, aber halt auch nicht so sehr in Details verirren, mit denen eh keiner was anfangen kann und vielleicht auch mal nur Kompetenz vorgaukeln. Auch hier wäre es vielleicht gut erweiterte Infos für interessierte Leute anzubieten, aber für die meisten Leser - und ich behaupte mal das gilt auch für P3D - ist der Mehgehalt eines Tests durch solche Infos nicht unbedingt gegeben.

    Im Endeffekt ist es dann immer eine arg subjektive Sache mit den Tests. Es gibt zich Leute die z.B. auf Toms Hardware schwören, wo hier nur gelacht wird (zu Recht hehe aber setz mal einen Ottonormaluser vor ein 50 Seiten Netzteil Review mit 90% Sachen die er nicht versteht) . Ich finde teilweise Tests auf ComputerBase gut gemacht/geschrieben, wo hier dann auch wieder nur gelacht wird (P3D Fanboys *g*), dann wiederum finde ich Tests hier ziemlich gelungen...

    Jeder hat so seine gewisse Leserschafft und schreibt dafür und letztendlich muss jeder selber rausfinden wo er sich zu Hause fühlt, weil es wohl kein Reviewer jemals schaffen wird ein wirklich allgemein gültiges/verwendbares Review zu schreiben.

    Und wer halt meint nur stumpf nach Awards kaufen möchte...bitteschön. Ich kann für mich sagen das es schon zich mal vorgekommen ist, dass ich Komponenten die hier einen Award bekommen haben nicht gekauft hätte, sondern lieber etwas was nur Platz 3 o 4 erreicht hat.

    Öhm ja...halt nochmal etwas Senf mehr dazu hehe.
  4. Avatar von Onkel Homie
    edit2:
    Und noch ein kleiner Nachtrag ;D

    Ich glaube auch vielen Reviewern würde es mal gut tun wenn sie mal Kundenkontakt haben und halt nicht nur in ihrer Spezialistenwelt leben.

    Dabei mag dann nicht immer das rauskommen was die Industrie gerne hören/lesen möchte :)
  5. Avatar von ProphetCHRIS
    Danke fuer die Antworten! Ich hoffe es werden noch ein paar mehr.
  6. Avatar von Onkel Homie
    Kein Ding ;)

    Generll wäre es vielleicht auch mal gut bei einem solchen Review vorweg eine Erklärung des Experten abzugeben warum es halt mal Sinn macht auf Modell X zurückzugreifen, auch wenn Modell Y günstiger ist.

    Oder eben auch ne Erklärung warum es vielleicht mal Sinn macht 500W zu nehmen, auch wenn man nur 250W braucht usw.

    Das fehlt oft. Da wird zwar immer gesagt "Ich hab Ahnung und das Gerät ist ganz toll aufgebaut und schneidet super im Test ab", aber man kann das Ergebnis oft schlecht einordnen.
  7. Avatar von x86
    Also ich muss sagen dass mir die Netzteilreviews die ich in den letzten Monaten auf Planet3dNow! zu lesen bekam durchaus gut gefallen haben.

    Es wird zwar viel in den Innereien gestochert und ich hab solche Stellen auch des öfteren dann mal übersprungen, finds aber trotzdem nicht uninteressant zu wissen wie sauber in Produkt aufgebaut/verarbeitet ist.

    Es werden einem dann natürlich eine Menge Werte um die Ohren gehauen, gerade auch was die Spannungsstabilität angeht, bei denen man als nicht-Spezialist auch erstmal wissen muß wie diese zu interpretieren sind.

    Wenn NT1 auf 12V um 3% einbricht, NT2 um 6% dann siehts ja erstmal so aus als wäre NT2 deshalb nur halb so gut.

    An dieser Stelle fänd ich eine Einschätzung des Testers für angebracht, wie gut man damit in der Praxis leben kann.

    Ansonsetn bin ich auch eher der Fan von viel Information zu jedem Testkandidaten um mir meine Meinung zu den getesteten Produkten selber bilden zu können.
    Ein Award stört mich dabei aber nicht, wenn basierend auf den "ertesteten" Fakten begründet ist warum das ausgezeichnete Produkt den Award bekommt.
    Wenn mir das Produkt nicht zusagt kann ich ja immer noch ein anderes für gut/besser befinden.

    Ich bekomme auch lieber viele Werte um die Ohren gehauen als einfach nur eine undurchsichtige Empfehlung.
    Dann kann ich mir meine Meinung nämlich selbst bilden, es hat ja schließlich auch jeder seine eigenen Anforderungen.

    Wenn ich z.B. ein NT für meinen Server such interessiert mich die Lautstärke absolut nicht, es ist für mich allerdings nachvollziehbar dass das lauteste NT nicht unbedingt den Award bekommt.
    Habe ich aber ausreichend Daten um das Gerät unabhängig von der Lautstärke mit dem Rest zu vergleichen kann ich mich trotzdem guten Gewissens dafür entscheiden.

    Ich bin im übrigen auch ein Fan von Tabellen die Meßergebnisse und Ausstattung übersichtlich darstellen.
    Wenn ich mir so nen Test mit 5 Netzteilen durchles merk ich mir nämlich nicht bis zum Schluss welches das mit den 8 Molex Anschlüssen war.

    Was für mich außerdem nicht bei einem guten Review fehlen darf ist ein Fazit in dem alle wichtigen Ergebnisse, herausragende Eigenschaften (gute wie schlechte) und auch subjektive Eindrücke des Testers zusammengefasst werden.
  8. Avatar von ICEMAN
    Ich glaub ein guter Mix aus den gegeben Antworten wäre perfekt.

    Meiner bescheiden Meinung nach sollte eben, ein bissel gefachsimbelt werden, es sollte ein Überblick über die Anordnung und Qualität des Aufbaus vorhand sein, ein kurzer Blick auf die Qualität der verbauten Komponenten, und dann aufgezeigt werden, dass z.B. eine 750W NT bei einem Gamer-PC mit einen großen Quad (Intel &/oder AMD) + 1-3 Grafikkarten gut funktioniert und es auch keine Probleme gibt aus den und den Gründen aber für einen Office-PC bei der Büro Dame absolut Sinnfrei ist, wie oben schon erwähnt.

    Weil natürlich auch ein Dipl. Ing. der Elektrotechnik einmal spielt oder sich nur einen Office-PC anschafft, würde es ihm schon interessieren was in einem NT so abgeht, weswegen er das Fachsimbeln schon gut findet.

    Das Fazit über den Test finde ich aber am aller wichtigsten, damit jeder, egal ob vom Fach oder einer der sich nicht so gut auskennt, eine Meinung bilden kann.
  9. Avatar von Cordelier
    Erstmal auf diesem Wege einen herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, wo immer Du Dich auch gerade aufhälst.

    @Netzteile
    Eine Überprüfung des Überspannungsschutzes.
    Vielleicht wird er in der Praxis nur sehr selten benötigt,aber wenn, sollte er auch funktionieren.
    Im August hatten wir einen Blitzvolltreffer im Haus.Keine Ahnung wieso dieser Blitz nicht abgeleitet wurde, jedenfalls gab es einige Ausfälle.

    Zum Zeitpunkt des Einschlages waren u.a. insgesamt vier Rechner mit dem Stromnetz verbunden.Einer war in Betrieb.Drei von ihnen sind mit Fortron-Netzteilen ausgestattet,eines mit einem Trust-Modell das ich mal 2007 bei einer günstigen Gelegenheit mitbestellt hatte. Das Trust-Netzteil überstand den Einschlag nicht.Hier Aufnahmen von Ober- und Unterseite der Platine:



    Alle Fortron-Geräte funtkionieren weiterhin tadellos.
    Weitere Ausfälle waren das Netzteil für eine externe Festplatte,ein Fax-Gerät,das zum Zeitpunkt nur über die Telefonleitung verbunden war und ein Hannspree-Monitor(22" XM-Verona).
    Hier ein Foto der Netzteil-Platine.Die anfängliche Überlegung den Widerstand auszutauschen habe ich aufgegeben,zum einen weil es mir wegen der starken Zerstörung nicht gelang diesen genau zu identifizieren,Schaltpläne nicht verfügbar sind und zum anderen,weil weitere Schäden nicht auszuschliessen waren.Über den Hannspree-Service habe ich dann auf Garantie Ersatz bekommen.


    Wer nach den Bezeichnungen auf der Platine googelt, kann feststellen das diese Bauteile auch in anderen Monitoren(zumindest einige Viewsonic - baugleich??) verwendet werden.

    Wenn ich mich recht erinnere dann testet beispielsweise die c´t Überspannungen mit 2000 und 4000 Volt und es gibt immer noch ab und zu Ausfälle.Obwohl ich selbst "Opfer" einer solchen Überspannung geworden bin, bin ich aber immer noch wg. der geringen Wahrscheinlichkeit eines Treffers unsicher wie ich darauf reagieren soll.Die Anschaffung eines speziellen Schutzes ist für einen Privat-Haushalt vielleicht etwas übertrieben.

    Ein (positives) Testergebnis wäre für mich zumindest aber ein wirkliches Kaufargument.Aber wahrscheinlich bleibe ich, nicht nur wg. des Überspannungsschutzes, eh bei der Marke Fortron.
  10. Avatar von Schwarzmetaller
    Auch von mir alles gute zum 30ten.

    Die P3D-Netzteiltestssind als solche für den ambitionierten Nutzer schon ziemlich gut, aber für den Ottonormalanwender ist es eigentlich ziemlich irrelevant, welche Kondensatoren verbaut sind.
    "Usability" ist da das Schlagwort. Ich werfe mal mit Stichwörtern um mich:
    Lautstärke (auch, ob es irgendwelche Störgeräusche), Lieferumfang, Oberflächenverarbeitung, eine Beispielrechnung was denn die und die Effizienz an Ersparnissen bringt, verbunden mit einer Art Empfehlung für was für ein System das Netzteil sinnvoll ist..(Netzteilrechner^^).
    Eventuell als Idee den Netzteil zwiespalten: Pro-User-Teil<->Normalanwenderteil.
    Wie der Onkel schon angebracht hat, sitzt der Ottonormalanwender vor den Kondensatoren wie ein Schwein vor dem Uhrwerk.
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