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gruenmuckel

True Power in my PC, believe it. Part 1

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Heureka! Da is das Ding! Gestern war es bei mir soweit. Ich springe vom Web 1.0 ins vehement abgelehnte Web 2.0, mein Rechner hüpft von ATX V1.3 ins ATX V2.3 Zeitalter.



Aber der Reihe nach. Ich habe mich bei der Aktion "Abwrackprämie" hier im Forum beworben und gehöre zu den 15 Glücklichen die vom Initiator Antec ein IT-Fresspaket erhalten haben. Je nach den Gegebenheiten des eigenen Rechners bekamen die Teilnehmer ein Netzteil der Serien" Earthwatts" oder "True Power New Series" des Herstellers Antec zugeschickt. Mit im Paket war noch ein "Energy Check 3000" Energiekostenmessgerät von Voltcraft und ein "Antec Spot Cool" Lüfter.

Ich habe ein TP-550 bekommen, das bedeutet nach Antecs Nomenklatur ein True Power New Series Netzteil mit 550 Watt.

Zur Erläuterung muss das Typenschild (s.o.) herhalten, es ist übersichtlich gestaltet, ich habe da schon viel Schlimmeres gesehen.

Im ersten Teil halte ich meine Eindrücke und Beobachtungen fest die ich beim Auspacken und beim Verbauen gesammelt habe.


Auspacken:



Das Netzteil kommt in einer übersichtlich dimensionierten Verpackung aus Karton daher. Übersichtlich sind die Abmessungen wie auch die Beschriftung. Produkt, Serie, Claim, Leistung, Features und Zertifikate springen direkt ins Auge. Der potentielle Käufer wird nicht mit Bling-bling vom wesentlichen abgelenkt. Gut gemacht, Antec.



Innen findet sich das Netzeil, es ist in Folie verpackt, mit "Eierpappen" gepolstert und diese sind mit einem Streifen Packpapier fixiert.



An der Seite stecken in einem Beutel die modularen Kabelstränge, das Kaltgerätekabel, ein Beutelchen mit vier Grobgewindeschrauben und ein Faltblatt mit der Anleitung.
Nichts fehlt, dem sofortigen Einbau steht nichts im Weg.

Eine kleinen Kritikpunkt habe ich aber doch: Das Netzteil ist nicht vollständig von der Folie umschlossen, wäre die mattschwarze Beschichtung nicht so robust könnten Stecker vom Hauptkabelstrang während des Transportes Kratzer hervorrufen. Haben sie aber nicht.



Das Netzteil kommt recht unspektakulär daher, unten der große 120er Lüfter hinter einem versenkten Schutzgitter in Wagenfarbe, hinten die Kaltgerätebuchse und der Ein- und Ausschalter, an der Vorderseite die Buchsen für das Kabelmanagement und an der Seite das Label mit den Leistungswerten.



Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein geprägter Antec-Schriftzug, im verbauten Zustand werden ihn wohl nur die wenigsten Betrachter zu Gesicht bekommen.




Die Buchsen für das Kabelmanagement sind ordentlich. Farblich gekennzeichnet zu den passenden Steckern, verpolungssicher, eindeutig beschriftet und durch den Haken am Stecker rutscht erstmal nichts heraus.

Bei der Beschriftung offenbart sich aber auch ein eventueller Nachteil:
Benutzt man keines der modularen Kabel weil der Hauptstrang ausreicht um den Rechner zu verkabeln, wird nur die zweite der vier 12V Spannungsschienen belastet. Ich bin kein Elektronikfachmann, aber ist diese asymmetrische Belastung nicht etwas ungeschickt?

Einbauen:




Als ich wusste das ich ein neues Netzteil bekomme habe ich auch flugs eine Lüftersteuerung bestellt um meinen wunderbar funktionierenden, individuellen, aber auch total chaotischen Kabelverhau der Lüftersteuerung Marke Eigenbau zu ersetzen.



Der Einbau war ein Kinderspiel. Ich habe in meinem Gehäuse viel Platz zum Arbeiten und ich habe keines der modularen Kabel verwendet. Ich hatte also keinen gordischen Knoten zu entflechten sondern konnte die wenigen überzähligen Kabel an der rechten Seitenwand verstecken.
Ich habe bei diesem Umbau die Gelegenheit genutzt mich von PATA zu verabschieden und mir einen SATA-Brenner zugelegt.




Wie gesagt, der Einbau ging problemlos von statten, die Adern der Kabel sind gut dimensioniert, deswegen aber allerdings auch relativ steif, was aber aber auch sicherlich ein "Verdienst" der Ummantelung ist.
So eine Ummantelung der Kabel ist eine prima Sache, mich wundert allerdings das sie nicht blickdicht ist. Seit einiger Zeit ist ja das "sleeven" von Kabeln in Mode, ob Antec auf den Zug aufspringen wollte oder die Sleeves nur die Kabel zusammenhalten sollen, weiß ich nicht. Ein etwas flexibler und blickdichter Sleeve würde diesen Gedanken zu Ende denken.

Ich muss an dieser Stelle kurz mal grummeln. Ob gegen Gigabyte oder gegen Chieftec weiß ich nicht, aber es muss raus. Ich musste doch tatsächlich den CPU-Kühler demontieren um den vierpoligen Zusatzstromstecker anbringen zu können. Viel zu eng in der Ecke oben links wenn man nicht gerade Mr. Incredible heisst und Elastigirl geheiratet hat. Nunja, da ich irgendwie Bedenken im Hinterkopf hatte bezüglich Silberpaste und Kupfer gabs ein wenig frische Silikonpaste für die CPU.

Dabei hab ich mir übrigens fast den Rechner gekillt... Ich wollte einen Pushpin festdrücken, gucke nicht richtig und drücke auf den Northbridgekühler. "KNACK". Der ist federnd gelagert und man kann ihn bewegen. Mehrere Stoßgebete später habe ich es drauf ankommen lassen... ich denke man der Knack war das Aufbrechen der verhärteten Wärmeleitpaste.

Gut, der Rest ist schnell erzählt, ein wenig mit Kabelbindern macgyvert und mich gefragt ob SATA wirklich so ein Vorteil ist. filigranere Steckverbindungen, unflexible Kabel, bei mehr als 2 Laufwerken hat man sogar mehr Kabel im Rechner als bei PATA. Die Rundkabel waren damals wirklich eine gute Innovation.

Rechner wieder unter den Tisch, doch schnell einen HDD-Molex-Strang ins Kabelmanagement geclipst um mit dem Multimeter die 12V messen zu können und dann ging es mit den Messungen los.

Weiter zu Teil 2!

Aktualisiert: 31.05.2010 um 02:54 von gruenmuckel

Kategorien
User-Review , Antec Abwrackprämie

Kommentare

  1. Avatar von Oi!Olli
    Hehe rate mal welche Problem ich auch hatte.

    Eion Tipp GA-P35-DS3 und ein Chieftec-Gehäuse.

    Ging aber ohne Ausbau. Gott segne meine schlanken Finger und meinen schlanken Schraubenzieher.
  2. Avatar von uncle_sam
    Hey muckel, tolle bilder
    und was für ein aufgeräumter pc
    gruss
  3. Avatar von C4rp3di3m
    lol! Ich auch mein 4er liegt nur wenige Cm. hinter dem AC64pro und wenn das PSU Angeschraubt ist komme ich mit meinen Wurstfingern nicht ran, deshalb habe ich schon vorher dort Verkabelt, vorm Einbau sollte man sich echt erst mal Überlegen wie man vorgeht sonst gibt es Frust und Unfälle nach dem Einbau. Gestern habe ich auch noch den Kühler meiner Graka erneuert mit einem Arctic Cooling Accelero Twin Turbo Pro, beim Festziehen der 4 Schrauben habe ich es Geschaft eine Schraube abzubrechen, Odin sei Dank hält es auch mit Dreien Fehlerfrei und da meine 4850 die Dualslot von Sapphire ist mit eigenem PCB Layout und nur 2 Pol. Lüfter mußte ich auch noch was Wegschneiden um den Stecker reinzubekommen. Nach einigen Tests läuft meine 4850 jetzt Stabil auf 690/1070MHz, Original 625/993MHz
  4. Avatar von ProphetCHRIS
    aber ist diese asymmetrische Belastung nicht etwas ungeschickt?
    Nein ist sie nicht, das gibt es heute nicht mehr...

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