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Uungeheuer

Enermax Triathlor 385W User-Test Aktion 2012 auf P3DNow! (Teil 1)

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Hallo verehrte Community,

als lange still und im Hintergrund Mitlesender, bin ich seit 2007 angemeldet und nutze das Forum, die interessanten Artikel und Informationen die mir hier zur Verfügung stehen mal mehr und mal minder aktiv. Für das Jumper 300G "planet3dnow.de Edition" hatte ich mich damals ebenfalls beworben und kein Glück gehabt...aber dieses Mal

Ich freue mich darauf Euch einen Vergleichstest zwischen dem neuen Enermax Triathlor 385W sowie meinem seit 2005 hier im Rechner werkelnden Elan Vital Greenerger 400W vorstellen zu dürfen.

Für die Möglichkeit dies tun zu können möchte ich mich herzlich bei Nero24 und bei Enermax für die zur Verfügung gestellten Netzteile bedanken!


Einleitung

Vorstellung der Kandidaten

Das Enermax Triathlor kommt gut verpackt in einem relativ kleinen, dafür etwas länglichem, in hochglanz-weiß gehaltenem Karton daher. Ein Abbild des Netzteils vorn und Informationen zu ihm sind hinten darauf zu finden. Dem Netzteil liegen 4 passende Schrauben, ein Kaltgerätekabel und 2 Klett-Kabelbinder bei. Es ist in matt schwarz lackiert und scheint recht unempfindlich gegen Fingerabdrücke und Kratzer zu sein. Das Enermax-Logo auf dem schwarzen Lüftergitter ist mit einer selbstklebenden Folie geschützt. Insgesamt macht die Verarbeitung einen hochwertigen Eindruck. Stechende oder üble Gerüche sind übrigens nicht wahrnehmbar.
Die Kabel sind allesamt mit schwarzem Sleeve ummantelt, das mit beigen Einwebungen versehen ist. Die Molex- und SATA-Anschlüsse sind nach dem ersten Stecker jedoch nicht mehr gesleevt. Nichtsdestotrotz sind die Kabel relativ unflexibel und störrisch beim Verlegen.
Für die Entlüftung sorgt ein fest verschraubter 120mm Enermax T.B.Silence mit Batwings und Twister-Lager, der mittels Fuzzy-Logik-Steuerung bei Auslastungen bis zu 50% bei 500 U/min laufen soll (dazu später mehr bei dem Thema Lautstärke).
Die Garantiezeit des 80 PLUS BRONZE zertifizierten Netzteils ist mit 36 Monaten angegeben.

Das Elan Vital Greenerger kam damals in einem in Samt-Scharz gehaltene Karton zu mir. Lediglich Informationen zum Netzteil sind auf der Rückseite vorhanden. Dem Netzteil lagen ebenfalls 4 passende Schrauben und ein Kaltgerätekabel bei. Die Art der Lackierung gleicht der von Enermax. Das Lüftergitter war in Gold gehalten. Von der Verarbeitung her kamen, wie bei Enermax, keinerlei Fehler zum Vorschein. Auch Gerüche gab es nicht zu beanstanden.
Die Kabel sind alle, bis auf den Motherboard-Anschluss mit einfarbig schwarzem Sleeve, nicht ummantelt. Sie sind dafür relativ flexibel und gut verlegbar.
Für die Entlüftung sorgte serienmäßig ein kugelgelagerter 120mm ADDA-Lüfter, der mit Hilfe der verbauten SSM-Steuerung semi-passiv oder per Drehregler selbst steuerbar mit einer festen Drehzahl lief. Er wurde bei mir immer mit der niedrigsten festen Drehzahl betrieben. Wegen einem lauten nervigen klackern nach Ablauf der Garantiezeit wurde der ADDA gegen einen 120mm be quiet! SilentWings USC getauscht, der immer fest auf 7V (900 U/min) begrenzt lief und mit dem Lüfter-Zubehör entkoppelt war.
Die Garantiezeit des 80 PLUS zertifizierten Netzteils war mit 45 Monaten angegeben.


Kleine Einblicke

Die beiden folgenden Fotos lassen einen kleinen Einblick in das jeweilige Netzteil zu, was grobe Schlüsse zum Layout und der verbauten Kühlkörper zulässt (nur der Übersicht halber).



Kabel und Anschlüsse

Ein Foto der beiden Kontrahenten soll die Verteilung der Anschlüsse an den Kabelsträngen sowie das Aussehen etwas veranschaulichen: links das Elan Vital Greenerger, rechts das Enermax Triathlor.



Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Anzahl der vorhandenen Anschlüsse und die Länge der Kabel wieder: links das Elan Vital Greenerger (EVG 400W), rechts das Enermax Triathlor (ETA 385AWT).


Dazu ist zu sagen, dass das Elan Vital keinen teilbaren 24 Pin Motherboardanschluss und 8 Pin CPU-Anschluss hat.

Beim Einbau und Anschluss des neuen Enermax liefen mir kleinere Probleme über den Weg. Wie bereits erwähnt sind die gesleevten Kabel etwas störrischer und weniger biegbar. Das mag auch an dem, im Vergleich zum Elan Vital, festeren Sleeve-Material liegen. Die Kabel sind dadurch weniger gut um Ecken und Kanten zu bringen. Das hat auch Auswirkungen beim Anschluss der teilbaren Stecker. Diese sind nicht fest miteinander zusammenklippbar und lösen sich immer wieder voneinander, bspw. wenn man an schwierige Stellen, wie dem 8 Pin CPU-Anschluss knapp unter dem CPU-Kühler, gerät. Die Fummelei kostet Zeit und Nerven oder man ist gezwungen Hardware auszubauen. Was sich mir nicht erschlossen hat ist die Tatsache, dass die beiden jeweils vorhandene SATA-Anschlüsse an den Kabelsträngen nicht am Ende liegen. So lungern die Molex-Stecker jetzt leider unansehnlich mit im Gehäuse rum. Dafür ist die Ausziehhilfe an den Molex-Steckern lobend zu erwähnen.
Die Verteilung der Anschlüsse am alten Elan Vital kam mir, für das Alter, ausreichend vor. Lediglich die Anzahl der SATA-Anschlüsse war nicht mehr zeitgemäß und musste bei mir in einem Fall über einen Adapter gelöst werden.


Anschlusswerte


Die Abbildungen erklären sich von selbst. Beide Kontrahenten setzen offenbar auf zwei 12V Schienen. Auffallend ist die hohe combined Power des Elan Vital von max. 210W auf der +5V und +3,3V Schiene.


Testablauf

Hardware

Prozessor: AMD Phenom II X2 550 BE (RB-C2, auf 3400 MHz bei 1,26V undervolted)
Mainboard: Gigabyte MA770T-UD3P Rev.1 F11c Bios
Kühler: Thermalright HR-02 Macho (be quiet! USC 140mm), 1x NB-BlackSilentPro PL1 120mm als Gehäuselüfter
Arbeitsspeicher: 2x4GB ADATA DDR3 1333 MHz @ 9-9-9-24 1T
Grafikkarte: PowerColor Radeon HD 5750 PCS (GPU 770 MHz, MEM 1225 MHz bei Standardspannung)
Festplatte: WD VelociRaptor 300GB (130GB Short stroke) in Silentmaxx HD-Silencer Rev.2
Optische Laufwerke: LG SATA DVD-RAM GH22LS30
Soundkarte: onboard
Gehäuse: Thermaltake XaserV Damier V5000+ Black Series (Noiseblocker Evolution EQ-Platinum Dämmung)
düwi 05370 Energiekostenmessgerät

Software

Betriebssystem: Windows 7 64bit SP1
Prime 95 v26.2, build 1
FurMark v1.8.2
AIDA64 Extreme Edition

Ablauf

Es wurden für beide Kontrahenten jeweils die Zustände aus/Standby, Desktop IDLE, Prime 95, Furmark und Prime95+Furmark vermessen. Jeder Zustand (bis auf aus/Standby) wurde für je mindestens 15min ausgemessen. Das düwi war für die Verbrauchswerte zuständig, über AIDA wurde die Spannungsstabilität der 12V Schiene ausgelesen. Prime 95 lief für die Tests im In-place large FFTs-Modus auf 2 threads um den maximalen Verbrauch der CPU zu generieren. FurMark wurde im Fenster auf 1600x1200 als Stabilitätstest mit Displacement Mapping, Post FX und 4x MSAA ausgeführt.


Ergebnisse

Als Diagramme:




Als Tabelle:


Ins Auge fällt erst einmal der höhere Verbrauch des neuen Enermax Triathlors im aus/Standby-Zustand auf. Erklären kann ich mir den nicht.* Aufgrund des Mainboards, welches noch nicht ErP Lot 6 zertifiziert ist (wie auch viele andere ältere Mainboards), kann ich (leider) auch die Fähigkeit des Enermax diesbezüglich nicht testen. Etwas enttäuscht war ich über den höheren Verbrauch schon und hatte von einem technologisch über 6 Jahre jüngeren Vertreter auf jeden Fall einen geringeren Verbrauch als den des Elan Vital erwartet.
Aber im doch häufigeren Fall, nämlich dass der Rechner läuft, liegen die Verbrauchswerte des neuen Enermax Triathlor unter denen des alten Elan Vital. Sind es im IDLE erst nur 2W, so reicht es beim FurMark schon für 28W und Prime 95+FurMark für 25W Ersparnis. Beachtlich! Das hatte ich dann wiederum auch nicht erwartet. Zumal zwischen 80 PLUS und 80 PLUS BRONZE doch nur ein paar Prozent Effizienzsteigerung liegen sollten. Eventuell spielt hier aber doch schon das Alter des Elan Vital mit hinein.
Die Spannungsstabilität der 12V Schiene beider Kontrahenten liegt offensichtlich im grünen Bereich weit weg von den Toleranzgrenzen (11,4V Min., 12,6V Max.). Dabei sind die Schwankungen des Elan Vital unter hohen Lasten deutlich größer (nach unten) ausgeprägt. Das Enermax gibt von Haus aus schon eine höhere Spannung auf der 12V Schiene ab und bricht unter hohen Lasten auch weniger ein. Hier schneidet das Enermax, wie schon bei den Verbrauchswerten unter Last, nochmals besser ab.


Hier gehts zu Teil 2.


*: Auf Hinweis von EiRoGGe liegt das "schiefe" Ergebnis der Messwerte für aus/Standby mit hoher Wahrscheinlichkeit am düwi (siehe Kommentare). Sie sollten daher unter Vorbehalt betrachtet werden.
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Aktualisiert: 02.12.2012 um 15:58 von Uungeheuer (Link zu Teil 2 eingefügt)

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User-Review

Kommentare

  1. Avatar von EiRoGGe
    Die Standby-/Aus-Werte sind sicherlich der Ungenauigkeit deines Messgeräts geschuldet. Im Bereich weniger Watt tatsächlich anliegender Last (tippe so auf 0–5) zeigen die Geräte gern zu hohe Werte, da sie für diesen Lastbereich nicht entworfen worden.
  2. Avatar von Uungeheuer
    Ja, da hast Du wohl recht. Das düwi fängt überhaupt erst bei min. 0,02A an zu messen --> das sind dann schon min. 4,6W (Komma gibts nicht, es rundet immer nur auf volle Watt). Da bräuchts mindestens eine Kommastelle mehr in der Stromstärkemessung. Ein Voltcraft Energy Check wäre schön gewesen, das gibt es aber leider erst wieder ab 10.12.12 (steht schon auf der Wunschliste).

    Werd noch einen Satz dazu in den Text bringen. EDIT: Ist nun am Ende mit eingefügt.
    Aktualisiert: 27.11.2012 um 19:59 von Uungeheuer

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