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Gruß Thomas!

Kritik am Spielen

Bewertung: 2 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 2,50.
Achtung: Der Inhalt dieses Beitrags stammt aus der eigenen Erfahrung und es kann sein, dass nicht alles ganz so so ist, wie hier beschrieben

Kennt ihr sie noch? Die Zeiten in denen man mit seinen besten Freunden vor dem Computer bzw. der Konsole saß und zusammen ein Spiel spielte? Vielleicht weil man das Spiel selbst nicht hatte, oder einfach nur da man nicht anders zusammen spielen konnte wie man es heute in Zeiten des Internets macht.

Fast jedes Spiel hatte einen Split-Screen oder Coop Modus. Jeder von uns kann sich an die gute alte Zeit stundenlanger Super-Smash Brothers Kämpfe oder vielleicht sogar noch an den 2 Maus Multiplayer von Siedler 2 erinnern. Man saß studenlang, wenn die Eltern das nicht mitbekommen haben, vor dem Bildschirm und versuchte seine Freunde zu übertrumpfen. Dabei ging es nicht darum, der allerbeste zu sein, wie es heute im E-Sport so ist, sondern einfach nur der Beste der Gruppe.

Doch mit der doch sehr gut ausgeprägten Verfügbarkeit von Breitbandverbindungen gehen diese glorreichen Tage doch allmählich verloren. Man sitzt heute meistens vor seinem eigenen Rechner oder Konsole zu Hause und spielt mit seinen Freunden über das Internet. Der Aspekt des Gegenübersitzens geht da einfach verloren. Große LAN-Parties werden immer größer und größer, aber kleine LAN-Parties mit den besten Freunden gibt es nicht mehr so wie früher. Vielleicht bin ich altmodisch, aber ich persönlich finde das schade.

Als jemand der viele halbwegs kompetitive Spiele mitgespielt hat und auch noch spielt, finde ich, dass wir irgendwie vergessen haben, Spaß zu haben, selbst wenn wir verlieren. Spiele wie Dota 2 oder League of Legends haben eine sehr steile Lernkurve und jeder möchte, wenn man ganz ehrlich ist, doch gerne am Besten gleich Profi sein. Also macht es keinen Spaß mit Freunden zu spielen die zu weit vom eigenen Können entfernt sind (ungeachtet dessen wer jetzt der bessere ist).

Ja, ich weiß, es gibt sie noch die guten alten Coop-Spiele. Zwar angepasst an die heutige Zeit mit Multiplayer über Internet, aber immerhin. Jedoch wird die Anzahl der großen Entwicklerstudios die solche Titel entwickeln immer kleiner. Und das hat den einfachen Grund, dass sich die große Masse der Spieler nicht mehr so für diese Titel interessiert, wie sie es sich früher einmal getan hat. Aber vielleicht sollten wir das? Mit ein paar Ausnahmen erinnert man sich doch heute vor allem gerne an die Klassiker des Spielens, an Titel wie Tony Hawks oder Worms, die man mit seinen Freunden gespielt hat um genau eines zu haben, gemeinsamen Spaß.
Stichworte: Gaming, Kritik
Kategorien
Gehirnfraß , Internet

Kommentare

  1. Avatar von Gruß Thomas!
    Achtung: Das ganze hier ist noch etwas Work in Progress. Ich würde mich aber über konstruktive Kritik freuen .
  2. Avatar von Gast31082015
    Super Beitrag. Ich finde es eher bedenklich das es zwischendrin den Trend gab keinen LAN/local Modus mehr in die Spiele einzubauen. Dazu den gestrichenen Mod Support und schon hatte man Spiele am Fließband aber nichts von Dauer. Ich bin mit UT99 und BF1942 aufgewachen und gerade kleinere Lan Parties machen wir im weiteren Freundenkreis bestimmt noch 2-3 Mal im Jahr. Es muss sich nur immer jemand finden der es organisieren möchte. Also wo ein Wille da ein Weg.

    Ein Problem ist mMn auch das manche Zocker auf einmal zu erwachsen sind um sich mit anderen Zockern abzugeben, das PC-Gaming hat da bei den aktuellen Erwachsenen noch nicht den gleichen Stellenwert wie andere Hobbys, aber weißt du was? Ich kümmere mich nicht drum. Warum sollte ich mich für jmd oder etwas verstellen. Wenn es jmd nicht passt bitte, Menschen kommen und gehen.

    Abgesehen davon ist es ein Irrglaube das PC-Gamer nur faule Stubenhocker sind die nichts anderes machen. Ich kenne Gamer die haben einen Fußballverein gegründet, also einen echten

    Wie dem auch sei, gebt den Spielen selber wieder mehr Freiheit. Lasst und modden und lan-modi haben und vor allem schmeisst allways on Kram raus.

    Bis dahin,

    rockn&roll!
  3. Avatar von OPAAG
    Naja die Technik schreitet einfach voran und passt sich dem Menschen an, und nicht andersrum. Wer will kann sich mit seinem Onlinespiel auch im selben Zimmer zusammensetzen - wer nicht will, sitzt allein vorm PC und spielt mit Leuten aus der ganzen Welt. Anscheinend gibt es viel mehr Spieler vom letzteren Typ. Worms und Siedler 2 schön und gut - aber das war vor knapp 20 Jahren. Jetzt gehen wir mal nach 1997. Da gab es bestimmt auch leute die sich beschwerten, dass die Kinder nicht mehr so spielen wie man selbst anno 1980, und die Spiele ganz anders ausschauten. Ich erinnere mich auch an eine zeit, wo ein Tetris oder Gameboy etwas wahnsinnig tolles war und alleine schon das Zuschauen, wie andere spielen war ein Erlebnis.
    Und in den 80ern haben sich Eltern beschwert, dass die Kinder nicht mehr "Mensch ärgere dich niicht" spielen sondern mit einem Joystick vor dem Fernseher hocken und Pacman nach Punkten jagen lassen.

    Was ich damit sagen will: Sowohl die Technik als auch die Mehrheit der Spieler sind eine Generation weiter, und es scheint ein typisches Generationenproblem zu sein, das Neue erstmal mit einem Abwehrreflex abzulehnen und in verklärende Nostalgie bei der Erinnerung an die eigene Jugend zu verfallen ("Früher war alles besser", "die Jugend von heute" sind ja auch Sprüche aus dieser Richtung, die wir schon von Sokrates in ähnlicher Weise kennen )
  4. Avatar von Gast31082015
    Huch hier schreibt ja doch jemand

    Nein im Ernst ich spiele ja viel online, aber den Charme klassischer Lan-Partys erreicht das bisher nie. Klar es macht Spaß, warum sonst auch sollte man das tun, aber es ist eben nicht so immersiv wie auf einer Lan wo ich einfach jemanden einen "keks" an den Kopf werfen kann wenn er mich gekillt hat
  5. Avatar von Tante Emma
    Mich locken aktuelle Spiele auch nicht mehr hinter dem Ofen hervor. Das einzige, was mich interessiert ist der Fortschritt in Sachen Grafik und Realitätstreue. Ansonsten sind alle Spielegenres x mal durchgekaut und verdaut und Inovationen gibt es selten. Ich habe einen Retro PC und am Wochenende habe ich bis in die Nacht gesessen und unter Win98 Dungeon Keeper 2 gezockt. Die olle Grafik (im Vergleich zu aktuellen Games) und die Auflösung von 800x600 hat meinem Spielspaß nicht im geringsten getrübt. Gern erinner ich mich auch noch an "Lanpartys" während der Ausbildung und es wurde Duke Nukem 3D im Schulnetz gezockt. Waren das Zeiten...
  6. Avatar von The Dark Force
    LAN Parties machn wir nach wie vor. Im kleinen Freundeskreis, um die 10 Leute in irgendeinen Partykeller. Meistens zocken wir eh immer die alten Sachen. Also Warcraft 3, CoD 4, CS 1.6, Flatout 2, etc. Das hat noch dazu den Vorteil, dass die Spiele problemlos auf Laptops laufen. Das spart doch viel schlepperei.

    Wie schon gechrieben wurde, die neueren Spiele haben leider keinen lokalen Multiplayer mehr. Aber desshalb können wir doch trotzdem noch zocken.
    Bei uns sind das größtenteils die selben Leute wie vor 15 Jahren. Der Unterschied zu damals ist einfach, dass man nicht mehr von den Eltern abhängig ist wegen Fahrdienst etc.
  7. Avatar von burninghey
    Hab letztens erst eine Runde Diablo III in gemütlicher 3er Runde gemeinsam an einem Bildschirm gezockt - an der XBox, weil PC sowas nicht hergibt.
    Ich bin absolut kein Konsolenfan, hab auch selbst keine zuhause, aber grade für gemeinsam Diablo ist das schon ziemlich genial.
    Leider gibt es ähnliche Möglichkeiten kaum mehr für PC. Früher habe ich oft bei LANs mitgemacht, aber in meinem Bekanntenpreis ist
    das leider extrem selten geworden. Zusammen vor einer Konsole lümmeln ist sehr viel einfacher.
  8. Avatar von nukular4200
    Hin und wieder organisieren wir auch eine LAN-Party im Keller beim Kumpel. Aber spätestens seit alle einen Vollzeitjob haben, ist das schwerer geworden. Die anderen hätten es noch etwas einfacher als ich, weil keiner von ihnen eine Familie hat.
    Weil wir die CoD Ära der Reflex-FPS-Shooter nicht so spannend finden, werden auch bei uns öfter die alten Schinken rausgeholt. Aber die Geschmäcker entwickeln sich trotzdem langsam auseinander. Manch einer will nichts neueres als AoE2 spielen, andere wollen auch mal eine Runde Dota2 oder irgendwelche F2P Shooter zocken und schon gibt es immer jemanden, der nicht so richtig mitmachen möchte oder kann. Der einzige Dauerbrenner ist Flatout 2.

    In einer Sache muss ich auf jeden Fall zustimmen: Online-Spiele geben mir gar nichts. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit haben alle anderen Spieler deutlich mehr Erfahrung als ich und für ein kleines Spiel zwischendurch alle zwei Monate ist das nur frustierend. Dann lieber Counterstrike mit Bots.

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