Titelbild zum Artikel ECS GF8200A


Erst vor wenigen Wochen haben wir mit dem A780GM-A eine Hauptplatine aus dem Hause ECS vorgestellt. Heute möchten wir erneut ein Mainboard dieses Herstellers präsentieren, wobei unsere Erfahrungen unterschiedlicher nicht sein könnten.

Das ECS GF8200A basiert auf NVIDIAs GeForce 8200, bietet eine integrierte Grafikeinheit und gehört, wie auch das A780GM-A, zur Black Series des Herstellers ECS Elitegroup. Beim GeForce 8200 handelt es sich um ein Mitglied der kürzlich vorgestellten Chipsatz-Serie von NVIDIA, welches hauptsächlich im Low Budget-Bereich eingesetzt wird. Alle derzeit gelisteten Mainboards (mit Ausnahme einer ASUS-Platine) kosten zwischen 46 und 67 Euro - auch das ECS GF8200A bildet mit rund 53 Euro dabei keine Ausnahme.

Auf den folgenden Seiten werden wir einen genaueren Blick auf das Mainboard werfen und schauen, wie sich die Platine in unserem Testparcours schlägt.

Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen!
[break=Testsystem und Testaufbau]
Testsystem

Die Referenzhardware auf einen Blick:

  • AMD Athlon64 X2 4000+
  • AMD Phenom ES (2,4 GHz Kerntakt, 2,0 GHz Northbridgetakt)
  • 2 x 512 MB Corsair XMS2 8500 (5-5-5-15 1T)
  • SAPPHIRE X1800 XT
  • Maxtor 6E040L0 IDE (40 GB, 7.200 u/min)
  • Maxtor 6Y080M0 SATA (80 GB, 7.200 u/min)
  • Hitachi 7K250 SATA (80 GB, 7.200 u/min, über USB angeschlossen)
  • 2 x Maxtor 4D080H4 IDE (80 GB, 5.400 u/min)
  • STLab PCI RaidController mit SiliconImage 0680Av
  • S3 Trio64V PCI-Grafikkarte
  • bequiet Dark Power Pro 530 Watt
  • Chieftec Mesh CH-01 Midi-Tower


Nach dem Einbau des Mainboards installieren wir Windows XP Professional mit Service Pack 2, DirectX 9.0c Dezemberupdate 2005 sowie Catalyst 6.4. Für den NVIDIA GeForce 8200 sowie die Onboardkomponenten kommen die aktuell downloadbaren Treiber der ECS-Homepage zum Einsatz.

Verwendete Software

In der folgenden Tabelle sind die grundlegendsten Anwendungen aufgeführt, die bei uns zum Einsatz kommen.

verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkungen
Windows XP Professional
32 Bit, Service Pack 2
DirectX
9.0c, Dezemberupdate 2005
Grafikkartentreiber
Catalyst 6.4 + Control Center
Prozessortreiber
Version 1.3.2.16
SiSoft Sandra
2007 lite SP1
Sciencemark2
32 Bit
XMPEG
5.03
Xvid
1.0.3
WinRAR
3.60 Beta 6
Cinebench
2003
3DMark01
Build 3.3.0, ohne Feature Tests
3DMark03
3.6.0 Professional Edition, ohne Feature Tests
3DMark05
1.2.0 Advanced Edition, ohne Feature Tests
3DMark06
1.0.2 Advanced Edition, ohne Feature Tests
PCMark05
1.1.0 Advanced Edition
Aquamark3
1024x768x32
Quake3
640x480x16, Low Details
Quake3
1024x768x16, High Details
UT2004
1024x768x32, High Details
UT2004
1280x1024x32, High Details
UT2004
1600x1200x32, High Details
Doom3 Demo
1024x768x32, Ultra Details
Doom3 Demo
1280x1024x32, Ultra Details
Doom3 Demo
1600x1200x32, Ultra Details
SuperPI
1M, Mod 1.4
HDTach
3.0.1.0
Rightmark Audio Analyzer
5.3


Das Betriebssystem wird bei jedem Mainboard frisch installiert. So können wir sicherstellen, dass alle Testkandidaten beim gleichen Stand beginnen. Nach der Windows- und Softwareinstallation werden die Festplatten defragmentiert, die Auslagerungsdatei auf 512 MB festgesetzt und alle unnötigen Einträge aus dem automatischen Systemstart gelöscht.
[break=Lieferumfang]
Lieferumfang ECS GF8200A


ECS hat uns das Mainboard leider nicht in originaler Verpackung zur Verfügung gestellt. Im Mainboard-Karton, welcher ursprünglich von einem Mainboard mit Intel 945P-Chipsatz stammt, liegt - neben dem Mainboard - nur noch eine Treiber-CD bei. Handbuch und Zubehör fehlen komplett, was für ein Review jedoch kein Problem ist. Im Originalzustand sollte das Zubehör, wie auch beim A780GM-A, wie folgt aussehen:

  • 1x Handbuch (englisch)
  • 2x SATA Datenkabel
  • 1x IDE-Kabel
  • 1x I/O-Blende
  • 1x Treiber-CD
  • 1x Schnellinstallationsanleitung

[break=Spezifikationen]
Prozessor
  • Sockel AM2 / AM2+
  • unterstützt AMD Athlon 64, Athlon 64 X2, Athlon 64 FX und Sempron
  • unterstützt AMD Phenom
  • unterstützt Cool'n'Quiet
  • unterstützt Prozessoren mit einer Thermal Design Power (TDP) von 95 Watt
  • offizielle CPU-Support-Liste des Herstellers
Chipsatz
  • NVIDIA GeForce 8200 (MCP78S)
  • Single-Chip-Design
Speicher
  • 4x 240 Pin DDR2-Speicherslots (maximal 32 GB, mit derzeit erhältlichen DRAMs nicht realisierbar)
  • 128 Bit Dual Channel-Architektur
  • unterstützt DDR2 400 / 533 / 667 / 800 / 1066 DIMMs
VGA
  • integrierter NVIDIA GeForce 8200 Grafikchip
  • bis zu 512 Mbyte shared Memory
  • unterstütz Hybrid SLI / Hybrid Power
PCI / PCIe Slots
  • ein PCIe x16-Steckplatz
  • zwei PCIe x1-Steckplätze
  • drei PCI-Steckplätze
Serial ATA
  • 5x SATA 300 Mbyte/s
  • unterstützt Raid 0 / 1 / 0+1 / 5 / JBOD
IDE
  • ein IDE-Anschluss
  • bis zu 2 Geräte mit UDMA 133 / 100 / 66 / 33
IEEE 1394
  • kein FireWire
Netzwerkadapter
  • Realtek RTL8111B
  • über PCIe angebunden
  • unterstützt 10 / 100 / 1000 Mbit/s
  • unterstützt Wake-On-LAN
Audio
  • IDT 92HD206 8-Kanal High Definition Audio CODEC
Lüfteranschlüsse
  • CPU-Lüfter
    • 1 Anschluss
    • 4 Pin PWM
    • regelbar (nur mit 4 Pin-Anschluss)
  • Gehäuselüfter
    • 3 Anschlüsse
    • 3 Pin
    • nicht regelbar
Interne I/O-Anschlüsse
  • 1x PCIe x16
  • 2x PCIe x1
  • 3x PCI
  • 1x Floppy
  • 5x SATA
  • 1x IDE
  • 3x USB 2.0 pinheader (für 6 Ports)
  • 1x Front Audio pinheader
  • 1x Frontpanel pinheader
  • 1x Infrarot pinheader
  • 1x CDIn
  • 1x SPDIF out
  • 1x COM pinheader
Backpanel-Anschlüsse
  • 1x PS/2 Tastaturanschluss
  • 1x PS/2 Mausanschluss
  • 1x VGA
  • 1x HDMI
  • 1x Audio (6 Anschlüsse)
  • 1x RJ-45 LAN
  • 6x USB 2.0
  • 1x eSATA
Formfaktor
  • ATX 305 x 220mm
RoHS*
  • RoHS-konform

*RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.
[break=Layout]
Als nächstes steht ein Blick auf das Layout auf unserem Plan.

Bild zum Layout ECS GF8200A


Genau wie beim A780GM-A kommt ein schwarzes PCB zum Einsatz. Dominiert wird der Anblick durch den Chipsatzkühler, auf welchem der Schriftzug "Black Series" prangt.

Bild zum Layout ECS GF8200A


In der oberen rechten Ecke gibt es keine Überraschungen. Neben den Speicherslots verbaut ECS einen 24 Pin ATX-Anschluss, direkt darunter findet der verbliebene IDE-Port seinen Platz. Am oberen Ende der Speicherslots wird der Anschluss für den CPU-Lüfter platziert.

Der Prozessorlüfter lässt sich bequem aus dem BIOS heraus steuern - leider nur, wenn ein Lüfter mit 4 Pin PWM-Anschluss verbaut ist.

Bild zum Layout ECS GF8200A


Auch auf dem GF8200A verbaut ECS links neben dem Prozessorsockel Solid State-Kondensatoren sowie die einzelnen Phasen der Spannungsversorgung. Die Höhe der Bauteile entspricht dabei in etwa der des Retention-Moduls, so dass großvolumige Kühler nirgends anecken.

Aufgrund der Dimensionierung der Spannungsversorgung ist der Einsatz von Prozessoren mit einer Thermal Design Power (TDP) größer 95 Watt nicht vom Hersteller freigegeben. Momentan betrifft das die Prozessoren Athlon 64 X2 6400+, Phenom X4 9850 BE sowie die 125 Watt-Variante des Phenom X4 9750. Doch auch zukünftige Prozessoren wie der angekündigte Phenom X4 9950 werden mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Freigabe für dieses Mainboard erhalten. User, die sich mit dem Gedanken des Kaufes eines ECS GF8200A tragen, sollten im Vorfeld einen Blick in die offizielle CPU-Support-Liste des Herstellers werfen. Nur so können böse Überraschungen verhindert werden.

Bild zum Layout ECS GF8200A


Eine weitere Parallele zum A780GM-A ist die Anzahl der verbauten Erweiterunggslots. ECS verzichtet auf einen möglichen siebten Steckplatz und beschränkt sich auf einen PCIe x16-Slot, zwei x1-Schnittstellen sowie 3 herkömmliche PCI-Steckplätze.

Inmitten der Slots wird die BIOS-Batterie platziert. Sollte einmal das Entfernen der Batterie notwendig werden, so wird dieses Unterfangen bei einer eingesetzten Grafikkarte im PCIe x16-Slot schwierig.

Bild zum Layout ECS GF8200A


In der unteren rechten Ecke des Mainboards geht es ziemlich eng zu. An der rechten Kante der Platine verbaut ECS 5 SATA-Ports in Reihe. Die Anordnung ist nicht ganz glücklich, da der Einsatz von gewinkelten Steckern an den SATA-Datenkabeln nur sehr eingeschränkt möglich ist.

Direkt unter den SATA-Anschlüssen platziert ECS einen Infrarot pinheader, den gesockelten BIOS-Chip, einen Power- sowie einen Reset-Button und auch noch die Frontpanel-Anschlüsse. Noch ein Stück weiter unten folgen zusätzliche USB-pinheader.

Der zum Einsatz kommende Chipsatzkühler besitzt die gleiche Bauhöhe wie die Erweiterungsslots. Somit ist gewährleistet, dass weder lange Erweiterungskarten, noch Grafikkarten mit Dual Slot-Kühler mit dem Kühlkörper kollidieren.

Bild zum Layout ECS GF8200A


Die Kommuniktion mit der Außenwelt übernimmt ein Netzwerkadapter vom Typ Realtek RTL8111B. Die Anbindung des Chips erfolgt über PCI Express, Geschwindigkeiten von 10 / 100 / 1000 Mbit/s werden unterstützt.
[break=Layout - Fortsetzung]
Bild zum Layout ECS GF8200A


Für den Sound des ECS GF8200A ist ein IDT 92HD206 8-Kanal High Definition Audio CODEC zuständig. Der gleiche Chip kam bereits auf dem zuletzt getesteten A780GM-A zum Einsatz und lieferte dort sehr ordentliche Werte ab. Leider entwickelte sich der Sound-Chip auf dem heutigen Probanden zum Sorgenkind.

Nachdem der Sound-Treiber ordnungsgemäß installiert und der geforderte Neustart durchgeführt waren, war Windows erneut der Meinung, keine Soundgeräte zu kennen - und das, obwohl der entsprechende Eintrag im Gerätemanager vorhanden war. Nach einigen Versuchen konnten wir Windows davon "überzeugen", dass Audiogeräte vorhanden sind. Dazu war folgende Reihenfolge notwendig:
  • Treiber wie gewohnt installieren
  • Neustart durchführen
  • im Gerätemanager "Treiber aktualisieren" wählen
  • Treiberverzeichnis auswählen und installieren

Bei dieser Reihenfolge verlangte Windows keinen weiteren Neustart und der Onboard-Sound konnte vollumfänglich genutzt werden. Allerdings nur bis zum nächsten Reboot, anschließend waren die Geräte in der Systemsteuerung wieder verschwunden.

Dieses Phänomen war jedoch noch nicht das Ende vom Lied: Die Performance des Mainboards fiel bei aktiviertem Onboard-Sound signifikant niedriger aus als mit deaktiviertem Onboard-Sound. Aufgrund dieser Problematik entschieden wir uns, den scheinbar (teil-)defekten Soundcodec für den Benchmark-Parcours zu deaktivieren. Da das Phänomen bei mehreren getesteten Treibern immer gleich auftrat, gehen wir von einem Hardwaredefekt aus.

Bild zum Layout ECS GF8200A


Noch ein seitlicher Blick auf den Bereich zwischen Prozessorsockel und I/O-Panel. Am rechten Rand ist zudem der verbaute 12V ATX-Anschluss zu sehen, bei welchem sich ECS auf 4 Pole beschränkt.

Bild zum Layout ECS GF8200A


Ein "nackter" GeForce 8200 - so sieht es unter dem Chipsatzkühler aus.

Bild zum Layout ECS GF8200A


Wie schon beim A780GM-A werden unter dem untersten PCI-Slot einige Anschlüsse verbaut. Von links nach rechts sind dies:
  • Front Audio
  • CD In
  • SPDIF out
  • Floppy
  • COM


Bild zum Layout ECS GF8200A


Noch ein genauerer Blick in die rechte untere Ecke des Mainboards und die dort platzierten Pfostenstecker. Werden alle Anschlüsse genutzt, ist Kabelsalat nicht ausgeschlossen.

Bild zum Layout ECS GF8200A


Abschließend der obligatorische Anblick des I/O-Panels. Verbaut werden:

  • PS/2 Tastaturanschluss
  • PS/2 Mausanschluss
  • VGA
  • HDMI
  • 6x USB 2.0
  • eSATA
  • RJ-45 LAN
  • Audio (6 Anschlüsse)

Einmal mehr wird bei einem Mainboard mit integriertem Grafikchip auf einen DVI-Port verzichtet. User der IGP müssen entweder mit einer analogen Bildausgabe auskommen, oder aber den vorhandenen HDMI-Port mittels Adapter(-kabel) verwenden, wobei ein entsprechender Adapter nicht zum Lieferumfang zählt.
[break=BIOS]
Nächster Halt: BIOS.

Bild zum BIOS ECS GF8200A


ECS setzt auf ein AMI-BIOS, welches in Aussehen und Aufteilung eher an ein Award-BIOS erinnert.

Bild zum BIOS ECS GF8200A


Im Standard CMOS Setup bekommt man einen Überblick über die angeschlossenen Laufwerke. SATA und IDE werden dabei vorbildlich nach Typ getrennt.

Bild zum BIOS ECS GF8200A


Im Advanced Setup stehen mit dem HT-Link und Cool'n'Quiet bereits zwei wichtige Einstellungen zur Verfügung. Zudem lässt sich hier die Bootreihenfolge konfigurieren.

Bild zum BIOS ECS GF8200A


Bild zum BIOS ECS GF8200A


Eine bunte Mischung an Optionen bietet das Menü Advanced Chipset Setup. Hier lassen sich die Speichertimings einstellen, Hybrid SLI aktivieren bzw. deaktivieren und die Menge an shared RAM festlegen, auf welchen die onboard-Grafik zurückgreifen kann.

Bild zum BIOS ECS GF8200A


Die Integrated Periphals bieten alle Optionen, um Onboard-Gerate zu konfigurieren. Die SATA-Ports können neben dem nativen Betrieb auch im AHCI-Modus betrieben werden.
[break=BIOS - Fortsetzung]
Bild zum BIOS ECS GF8200A


Geht man noch eine Menüebene tiefer, kann man weitere AHCI-Einstellungen vornehmen. Für jeden SATA-Port stehen dabei Optionen zur Verfügung.

Bild zum BIOS ECS GF8200A


Das Power Management Setup ist die klassische Anlaufstelle für alle Einstellungen rund um den Start, den Standby, sowie das Ausschalten des PCs.

Bild zum BIOS ECS GF8200A


PC Health Status zeigt die wichtigsten Spannungen sowie die Drehzahlen der Lüfter.

Bild zum BIOS ECS GF8200A


ECS implementiert eine Lüftersteuerung im BIOS. Leider funktioniert diese nur für den Anschluss des Prozessorlüfters und dort auch nur, wenn ein PWM-Lüfter verwendet wird.

Bild zum BIOS ECS GF8200A


Das Menü Frequency/Voltage Control ist die zentrale Anlaufstelle für alle Übertakter und solche, die es werden wollen. Hier lassen sich Takte und Spannungen wie folgt einstellen:

  • Prozessorspannung: 0,8 bis 1,55 Volt
  • Speicherspannung: 1,90 bis 2,40 Volt
  • Northbridgespannung: 1,13 bis 1,24 Volt
  • HT-Spannung: 1,20 bis 1,35 Volt
  • Referenztakt: 200 bis 600 MHz

Sowohl für Übertakter als auch für Stromsparer ist genügend Spielraum vorhanden, um das System nach den persönlichen Vorlieben einzustellen.

Bild zum BIOS ECS GF8200A


ECS implementiert im BIOS noch eine weitere Menüebene mit dem Namen AMD CPU Function. Dort wird erneut eine Option für die Prozessorspannung angegeben, zusätzlich kann man hier jedoch auch den Multiplikator der CPU verändern - in unserem Fall zwischen 8 und 15,5.

Dem aufmerksamen Leser werden bei der Betrachtung der BIOS-Bilder zwei Dinge aufgefallen sein: Zum Einen bietet das ECS GF8200A keine Option zur Deaktivierung des Erratum 298-Fixes für Phenoms im B2-Stepping, zum Anderen fehlt eine Option zur Veränderung des Northbridge-Multiplikators. Somit wird beim Übertakten der Northbridgetakt immer mit erhöht, ohne dass der User einen Einfluss darauf hat.
[break=Stabilitätstests]
Jedes Mainboard muss umfangreiche Stabilitätstests durchlaufen. Nur so können wir sicher sein, dass der jeweilige Kandidat auch im realen Leben alle Anforderungen bewältigt. Wir achten bei den Tests darauf, dass so viele Komponenten wie möglich belastet werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Stabilitätstests.

StabilitätstestVersion/Bemerkungen
X2: Orthos (SP2004)2 Instanzen, ca. 8 Stunden über Nacht
X2: 3DMark03 im LoopDemo-Loop ca. 4 Stunden mit Sound
X2: großes Archiv von SATA zu IDEverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von IDE zu PCI-Raidverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von PCI-Raid zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: Prime954 Instanzen, ca. 8 Stunden über Nacht
X4: 3DMark03 im LoopDemo-Loop ca. 4 Stunden mit Sound
X4: großes Archiv von SATA zu IDEverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von IDE zu PCI-Raidverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von PCI-Raid zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung


Orthos setzt auf das allseits bekannte Prime95. Hier werden Arbeitsspeicher und CPU starken Belastungen ausgesetzt. Da wir den Programminstanzen nicht explizit einen Kern zuordnen, erhöhen wir den Schwierigkeitsgrad für unsere Hardware. Hard- und Software müssen die Verteilung selbst koordinieren und eventuelle Fehler werden gnadenlos aufgedeckt.

3DMark03 lassen wir etwa 4 Stunden im Demo-Loop laufen. Das belastet hauptsächlich die Grafikkarte, jedoch haben CPU und Ram ebenfalls jede Menge zu tun. Zusätzlich wird die Soundausgabe aktiviert, was den onboard verbauten Soundchip belastet. Insgesamt ist dieser Test der kritischste für das Gesamtsystem, da die meisten Komponenten gleichzeitig belastet werden.

Das Kopieren von Rar-Archiven soll möglichen Datenverlust zwischen den beteiligten Controllern aufdecken. Dazu wird ein etwa 4 Gigabyte großes Rar-Archiv von SATA über IDE zum PCI-Raidverbund verschoben und zwischendurch immer wieder überprüft. Zum Schluss wird der Weg umgekehrt vollzogen. Treten bei der CRC-Prüfung keine Fehler auf, gilt der Test als bestanden.

Ähnlich verhält es sich auch beim Verschieben eines Archivs von SATA zu USB. Hier ist das Archiv jedoch etwas kleiner, mit über 100 MB aber noch immer stattlich. Der Weg führt von SATA zu USB und wieder zurück.

Stabilität bei unseren Testkandidaten

Auch bei diesem Mainboard verfolgten wir gespannt die Stabilitätstests. Der Grund ist in der Prozessorunterstützung zu finden, da ECS offiziell keine Prozessoren mit einer Thermal Design Power von 125 Watt für den Einsatz auf dem GF8200A freigibt. Da es sich bei unserem Phenom 9700 ES um ein Modell dieser Klasse handelt, machten wir uns auf Probleme bei der Stabilität gefasst.

Glücklicherweise blieben die Probleme aus und alle Tests wurden auf Anhieb bestanden. Dennoch bleibt ein ungutes Gefühl einen nicht freigegebenen Prozessor zu verwenden. Wer dieses Gefühl umgehen möchte, dem sei von vornherein ein Blick auf die offizielle CPU-Support-Liste des Herstellers ans Herz gelegt.

Bei der Stabilität können wir also nicht meckern, obwohl wir das Mainboard de facto außerhalb seiner Spezifikationen betrieben haben.
[break=Cool'n'Quiet]
Wenden wir uns nun dem Test von Cool'n'Quiet zu.

Cool'n'Quiet ECS GF8200A - X2 load


Das GF8200A hält sich mit 200,0 MHz Referenztakt exakt an die Vorgaben. Die von CPU-Z ausgelesene Spannung stimmt jedoch vorn und hinten nicht. Unabhängig von der eingestellten VCore bleibt der angezeigte Wert stur bei 1,56 Volt, weshalb wir zur Kontrolle auf Core Temp zurückgegriffen haben. Hier wird zumindest der aktuell eingestellte Wert korrekt ausgelesen - in unserem Fall 1,35 Volt.

Cool'n'Quiet ECS GF8200A - Phenom load


Gleiches Bild beim Phenom: Wieder wird die Spannung definitiv zu hoch angezeigt. Neben CoreTemp haben wir noch den MSR-Editor von CrystalCPUID eingesetzt, um zu zeigen, dass die Spannungs-Vorgabe bei 1,25 Volt liegt.

Cool'n'Quiet ECS GF8200A - X2 idle


Während des Idle-Betriebs bei aktiviertem Cool'n'Quiet taktet die CPU korrekt auf 1 GHz bei 1,1 Volt herunter.

Cool'n'Quiet ECS GF8200A - Phenom idle


Auch beim Phenom funktioniert CnQ tadellos, wenngleich uns CPU-Z in puncto Spannung noch immer etwas anderes vorgaukelt. Die zur Kontrolle genutzten Tools zeigen hingegen, dass die korrkte VID von 1,05 Volt genutzt wird.
[break=Onboard Sound Signal]
Werfen wir nun einen Blick auf die Soundqualität des Onboardsounds.

Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog Wandler zum Einsatz. Auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

Wir haben unser Testsample mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer überprüft. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie 5.1 Sound, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

Als Referenz dient uns auch heute wieder die Sound-Lösung des EPoX EP-8RDA+. Die NVIDIA APU der MCP-T Southbridge zählt zu den qualitativ hochwertigeren Onboard-Lösungen.

TestNVIDIA(R) nForce(TM) AudioIDT High Definition Audio
Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.30, -0.78+0.10, -0.32
Noise level, dB (A):-80.6-97.0
Dynamic range, dB (A):80.196.3
THD, %:0.00750.032
IMD, %:0.0400.023
Stereo crosstalk, dB:-77.7-95.7


Frequency response

Soundqualität ECS GF8200A: Frequency Response

Noise level

Soundqualität ECS GF8200A: Noise Level

Dynamic range

Soundqualität ECS GF8200A: Dynamic Range


Die Bewertungen im Einzelnen:

Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.10, -0.32Good
Noise level, dB (A):-97.0Excellent
Dynamic range, dB (A):96.3Excellent
THD, %:0.032Good
IMD, %:0.023Good
Stereo crosstalk, dB:-95.7Excellent


Obwohl wir die bereits beschriebenen Probleme mit dem Onboard-Soundcodec hatten, lieferte dieser (sofern er denn einmal korrekt funktionierte) durchwegs sehr gute Ergebnisse. Doch was nutzt die beste Signalqualität, wenn der Soundcodec nur unter sehr spezifischen Umständen funktioniert und andernfalls auf die Performance drückt? Richtig, nichts. Wobei wir nach wie vor von einem Defekt am Mainboard ausgehen.

Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.
[break=Benchmarks: SiSoft Sandra, Netzwerk]
Wenden wir uns nun der Performance unseres heutigen Probanden - dem ECS GF8200A - zu. Alle Benchmarks auf den folgenden Seiten wurden in verschiedenen Konfigurationen durchlaufen. Zur besseren Orientierung wurden die Ergebnisse in den Diagrammen farblich getrennt dargestellt. Hierzu eine kleine Legende:

  • grün: Benchmarkergebnisse bei Verwendung eines Athlon64 X2
  • rot: Benchmarkergebnisse des aktuellen Mainboards bei Verwendung eines Athlon64 X2
  • grau: Benchmarkergebnisse bei Verwendung eines AMD Phenom ES
  • blau: Benchmarkergebnisse des aktuellen Mainboards bei Verwendung eines AMD Phenom ES

Da es sich bei der MCP78S von NVIDIA um einen Chipsatz mit integrierter Grafikeinheit - kurz IGP - handelt, haben wir alle Benchmarks zusätzlich noch mit aktivierter Grafikeinheit unter Verwendung eines AMD Athlon 64 X2 durchgeführt und mit dem Zusatz "IGP" in den Ergebnisdiagrammen gekennzeichnet.

Alle Phenom-Benchmarks wurden bei aktiviertem Erratum 298-Workaround durchgeführt, da es keine Option zur Deaktivierung im BIOS gibt.

Sandra 2007
  • Hersteller: SiSoftware
  • Webseite: www.sisoftware.co.uk
  • Bereich: Synthetisch
  • Schwerpunkt: Speicher- und Netzwerkbandbreite
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...

Sandra CPU Streaming

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Sandra CPU Streaming


Sandra FPU Streaming

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Sandra FPU Streaming


Der SiSoft Speicherbandbreiten-Benchmark zeigt einmal mehr das Phänomen, dass Mainboards mit integrierter Grafikeinheit meistens auf weniger Bandbreite zurückgreifen können, als das bei den "Artgenossen" ohne IGP der Fall ist.

Ein weiteres Mal muss zu diesem Test erwähnt werden, dass wir hierbei aus Vergleichsgründen eine ältere SiSoft Sandra-Version verwenden. Daher fällt die Bandbreite mit unserem AMD Phenom bescheiden aus. Ursache hierfür ist schlichtweg die Programmierung des Benchmarks. Mit aktuellen Versionen kommen die Vorteile des Phenom zur Geltung.

Sandra Netzwerkbandbreite

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Sandra Netzwerkbandbreite


Die Netzwerkbandbreite fällt in allen Konstellationen gut aus.

Sandra Netzwerklatenz

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Sandra Netzwerklatenz


Bei der Netzwerklatenz gibt es ebenso nichts zu meckern.

Prozessorlast Netzwerkverkehr

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Prozessorlast Netzwerkverkehr


Etwas niedriger dürfte die Prozessorlast bei Netzwerkverkehr gerne ausfallen, wobei die Ergebnisse im normalen Bereich liegen.
[break=Benchmarks: Sciencemark, XMPEG, WinRAR]
Sciencemark
  • Hersteller: Dr. Timothy Wilkens & Alex Goodrich
  • Webseite: www.sciencemark.de
  • Bereich: Synthetisch
  • Schwerpunkt: Memory-Controller Performance
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Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Sciencemark Speicherbandbreite


Die Bandbreite im Sciencemark-Test bestätigt die Ergebnisse des SiSoft Sandra-Benchmarks.

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Sciencemark Speicherlatenz


Die Speicherlatenz mit unserem X2 bewegt sich im hinteren Mittelfeld. Der Phenom wird durch die aktivierten TLB-Fix wie üblich stark ausgebremst und muss sich mit der roten Laterne zufrieden geben.

XMPEG + XviD

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: XMPEG + XviD


Keine Auffälligkeiten gibt es beim Encoden, unser X2 platziert sich mit jeweils 50 Sekunden im hinteren Feld. Mit unserem Phenom lässt das GF8200A jedoch einige andere Probanden hinter sich, die zum Teil sogar ohne TLB-Fix auskommen durften.

WinRAR
  • Hersteller: Rarsoft
  • Webseite: www.winrar.de
  • Bereich: Anwendungen
  • Schwerpunkt: ALU, Speicherlatenzen
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  • Referenzen im Forum: Suche...

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: WinRAR


Einmal mehr Mittelfeld heißt es im Pack-Test mit WinRAR. Der Phenom platziert sich hier jedoch nur am Ende des Feldes, da der TLB-Fix einmal mehr mit voller Härte zuschlägt.
[break=Benchmarks: Cinebench, SuperPI]
Cinebench
  • Hersteller: Maxon
  • Webseite: www.maxon.net
  • Bereich: Anwendungen
  • Schwerpunkt: CPU-Performance
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Cinebench


Auch im Cinebench wird das ECS GF8200A nicht zum Überflieger, platziert sich jedoch solide im Mittelfeld.

SuperPI

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: SuperPI


Mit rund 42 Sekunden absolviert unser Testsample den SuperPI 1M in einer durchschnittlichen Zeit.
[break=Benchmarks: 3DMark 01/03/05/06, PCMark05, Aquamark]
3DMark01/03/05/06 + PCMark05

3DMark01

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: 3DMark01


Mit 26.470 Punkten platziert sich unser Sample im hinteren Feld. Bei Einsatz eines K10 schlägt der TLB-Fix zu und lässt das Mainboard auf den letzten Platz bei Verwendung unserer Standard-Grafikkarte rutschen.

Die Onboard-Grafik des GeForce 8200 liegt in diesem Benchmark Kopf an Kopf mit der Lösung des ASUS Crosshair II Formula.

3DMark03

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: 3DMark03


Gutes Mittelfeld heißt es im 3DMark03.

Die IGP kann sich ein weiteres Mal in Schlagdistanz zur Spitzenposition halten.

3DMark05

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: 3DMark05


Ebenfalls gute Werte erzielt das GF8200A im 3DMark05.

3DMark06

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: 3DMark06


Auch nichts zu Meckern gibt es im 3DMark06.

PCMark05

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: PCMark05


Das Bild wird im PCMark05 noch einmal bestätigt, auch hier stehen gute Ergebnisse zu Buche.

Aquamark 3
  • Hersteller: Massive Development
  • Webseite: www.aquamark3.com
  • Bereich: Grafik-Performance
  • Schwerpunkt: CPU-, FPU- und Speicher-Performance
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Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Aquamark


In unserer Standard-Konfiguration mit X1800XT sehen die Werte im Aquamark nicht unbedingt berauschend aus. Ganz besonders der Phenom muss Federn lassen, da der AM3 sehr stark auf den TLB-Fix reagiert.

Mit IGP läuft es hingegen gut und das GF8200A platziert sich nur knapp hinter dem ASUS Crosshair II auf Platz 2.
[break=Benchmarks: Quake III, Doom3]
Quake III Arena

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Quake 3 640x480


Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Quake 3 1024x768


Quake 3 liegt dem ECS-Mainboard scheinbar sehr. Wie bereits beim Test des Foxconn 761GXM2MA konnten wir beim ECS-Probanden Frameraten verzeichnen, die alle anderen Ergebnisse (mit Ausnahme des besagten Foxconn-Mainboards) deutlich überflügelten. Eine ursächliche Erklärung für die großen Abstände können wir auch im heutigen Artikel nicht liefern. Es sei aber versichert, dass wir auch heute die Messungen wieder und wieder durchgeführt haben - bei gleichbleibenden Resultaten.

Doom 3
  • Hersteller: id Software
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  • Bereich: Gaming
  • Schwerpunkt: Grafik-Performance (Grafikkarten lastig)
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Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Doom 3 1024x768


Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Doom 3 1280x1024


Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Doom 3 1600x1200


Beim Doom 3-Benchmark stehen einmal mehr gute Ergebnisse im Mittelfeld zu Buche.

Interessant ist an den 3 Tests die Tatsache, dass sowohl die IGP des ASUS Crosshair II Formula als auch die IGP des ECS GF8200A in allen Auflösungen absolut identische Frameraten erzielen. Daran sieht man, dass beide Onboard-Lösungen zur gleichen Chipsatzfamilie gehören und selbst für 3D-Spiele ausreichen, wenn man keine allzu hohen Ansprüche an die bildverbessernde Einstellungen ála AA und/oder AF hat.
[break=Benchmarks: UT2004]
Unreal Tournament 2004
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Benchmarkergebnis ECS GF8200A: UT 2004 1024x768


Benchmarkergebnis ECS GF8200A: UT 2004 1280x1024


Benchmarkergebnis ECS GF8200A: UT 2004 1600x1200


Im Unreal Tournament-Benchmark platziert sich das ECS GF8200A wieder ganz weit vorn.
[break=Benchmarks: HDTach]
Kommen wir nun zu einem weiteren interessanten Aspekt eines Mainboards, nämlich zu dessen Schnittstellenperformance.

HDTach

IDE-Performance

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: HDTach IDE Average


Alle 3 Testkonfigurationen erreichen identische Transferraten.

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: HDTach IDE Burst


Beim IDE-Burst lässt unser Testkandidat seine Muskeln spielen und platziert sich im vorderen Feld - durchaus "normal" für Mainboards mit NVIDIA-Chipsatz.

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: HDTach IDE Prozessorlast


Mit 2 bzw. 3 Prozent Prozessorlast kann man zufrieden sein.

SATA-Performance

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: HDTach SATA Average


Auch bei der durchschnittlichen SATA-Transferrate zeigen sich die 3 Konfigurationen brüderlich vereint.

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: HDTach SATA Burst


Wieder weit vorn zu finden ist das GF8200A beim SATA-Burst.

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: HDTach SATA Prozessorlast


Mit 2 Prozent CPU-Last sind sehr gute Ergebnisse zu verzeichnen.

PCI-Performance

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: HDTach PCI Burst


Mit rund 111 Mbyte/s kommt unser Proband zwar nicht ganz an die Spitzenwerte heran, lässt jedoch einige andere Kandidaten hinter sich.

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: HDTach PCI Prozessorlast


Die Prozessorlast fällt akzeptabel aus - darf aber gerne auch niedriger sein.

USB-Performance

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: HDTach USB Burst


In puncto USB-Burst platziert sich unser heute getestetes Mainboard im vorderen Feld.

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: HDTach USB Prozessorlast


Auch mit der CPU-Last kann man durchaus zufrieden sein.
[break=Leistungsaufnahme]
Wenden wir uns nun der Leistungsaufnahme unseres Testsystems zu. Zuerst führen wir einen 3DMark06-Durchlauf durch und messen dabei den durchschnittlichen Stromverbrauch des Systems (ohne Monitor sowie IDE-Raid).

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Leistungsaufnahme 3DMark06 (gemittelt)


Die Leistungsaufnahme während eines 3DMark06-Durchlaufes fällt in Verbindung mit unserem X2 durchaus positiv aus. Sowohl mit einer diskreten Grafikkarte als auch mit IGP fallen die Ergebnisse deutlich besser aus, als die des Mainboards mit AMD 780G aus gleichem Hause.

Für die folgenden Messungen wird die X1800XT ausgebaut und stattdessen die Onboard-Grafik verwendet.

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Leistungsaufnahme Orthos (gemittelt)


Unter 2D-Last zeigt sich das GF8200A ebenfalls von seiner besten Seite. Insgesamt Platz 2 steht mit unserem X2 4000+ zu Buche, für Platz 3 reicht es unter den mit Phenom getesteten Mainboards.

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Leistungsaufnahme während S3


Sehr gute Werte erreicht unser Proband auch während des S3-Standby.

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Leistungsaufnahme Idle mit CnQ


Mit nur einem Watt Mehrverbrauch schrammt das ECS-Mainboard nur ganz knapp an einem neuen Spitzenwert vorbei - zumindest mit einer AM2-CPU. Mit unserem Phenom belegt es hingegen Platz 1.

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Leistungsaufnahme Idle ohne CnQ


Ohne Cool'n'Quiet ist der Rückstand auf den Platz an der Sonne etwas größer, aber noch immer fällt das Ergebnis sehr zufriedenstellend aus. Für den Phenom gibt es auch in diesem Test einen neuen Bestwert zu verzeichnen.

Benchmarkergebnis ECS GF8200A: Leistungsaufnahme heruntergefahrener PC


Mit 3 Watt zeigt das GF8200A auch bei ausgeschaltetem PC, dass wir es hier mit einem der genügsameren Mainboards zu tun haben.

Alles in allem sind die Ergebnisse der Leistungsaufnahme sehr positiv zu werten. Es gibt keine negativen Ausrutscher, durchweg werden gute bis sehr gute Leistungen gezeigt - und das mit einem Chipsatz aus dem Hause NVIDIA, welche nicht unbedingt als die sparsamsten ihrer Zunft gelten. Daumen hoch!
[break=Erkenntnisse]
AspektErgebnis
KondensatorenherstellerSolid State, OST
spezifizierte Kondensatorentemperatur105 Grad
funktioniert S3ja
funktioniert S1ja
funktioniert S1 & S3nicht einstellbar
funktioniert Ruhezustandja
Bootmanager vorhandenja (Aufruf mit F11)
PCIe x16 anders nutzbar (getestet mit Broadcom NetXtreme PCIe x1)ja
funktioniert Wake-On-LAN (Realtek RTL8111B)ja
funktioniert AHCIja
Default-Einstellung USB Legacy-SupportEnabled
zum Test verwendete BIOS-Version78NA417
v. 17.04.2008
Produktseitewww.ECS.com
Preisab ca. 53 Euro


Overclocking

Ein kurzer Blick auf die Overclocking-Fähigkeiten des Mainboards darf natürlich nicht fehlen. Dabei waren wir jedoch durch den nicht einstellbaren Northbridge-Multiplikator gehandicapt.

ECS GF8200A: OC-Ergebnis


Mit 244 MHz Referenztakt konnten wir trotz aller widrigen Umstände ein passables Ergebnis erzielen. Die Limitierung bei diesem Takt lag jedoch sicher nicht am Mainboard, sondern am Northbridgetakt:

ECS GF8200A: OC-Ergebnis


Mit über 2,4 GHz lagen wir weit über dem Standardwert von 2.000 MHz, was jedoch dank fehlender BIOS-Option nicht anders möglich war.

DDR2-1066

Im Normalfall ist an dieser Stelle ein Screenshot zu sehen, welcher die korrekte Funktionsweise der Einstellung für DDR2-1066 zeigt. Diesen Screenshot müssen wir im heutigen Test aber leider schuldig bleiben, da die entsprechende Einstellung schlicht und ergreifend nicht funktonierte. Das System postete nicht mit dem Speicher-Verhältnis von 3:8 und quittierte stattdessen den Dienst - ungeachtet von vergebenen Spannungen bzw. Timings. Hier sollte ECS mit kommenden BIOS-Updates noch nachbessern.

IGP

Da es seit ein paar Monaten mit GPU-Z ein ähnliches Tool für Grafikkarten gibt wie CPU-Z für Prozessoren, hier noch ein kurzer Blick auf die ausgelesenen Informationen der Onboard-Grafik.

ECS GF8200A: IGP


Wer ans Übertakten der Onboard-Grafik denkt, der hat bisher schlechte Karten. Aus dem BIOS heraus ist - anders als beim AMD 780G - keine Möglichkeit vorhanden und auch gängige OC-Tools wie Rivatuner unterstützen die IGP (noch?) nicht.

IRQ

ECS GF8200A: IRQ-Belegung


Die IRQ-Verteilung des GF8200A fällt nicht optimal aus. In unschöner Regelmäßigkeit werden Ressourcen mehrfach vergeben, obwohl dank APIC genügend IRQs zur Verfügung stehen, um jedem Gerät eine einzelne Ressource zuzuweisen.
[break=Fazit]
Titelbild zum ECS GF8200A


Beim Test des ECS GF8200A lagen Licht und Schatten nah beieinander. Versinnbildlicht wird dies durch den Onboard-Sound, welcher durchweg gute Werte bei der Signalqualität ablieferte - wenn er denn überhaupt einmal funktionierte. Treiberprobleme und eine unerklärliche Auswirkung auf die Performance veranlassten uns, den Sound-Chip entgegen unser gängigen Praxis während der Benchmark-Tests zu deaktivieren, da die Ergebnisse andernfalls massiv beeinflusst worden wären.

Woran dieses Phänomen lag, konnten wir bisher nicht klären. Aufgrund der "Hartnäckigkeit" gehen wir aber bis dato von einem (wie auch immer gearteten) Defekt des Soundcodecs aus. Denn obwohl wir mit einigen Tricks Messungen der Signalqualität durchführen konnten, wäre an einen Alltagseinsatz nicht zu denken. Schwer vorstellbar, dass solch ein eklatantes Problem - sofern es denn alle Mainboards dieser Serie betreffen würde - durch die Qualitätskontrolle nicht entdeckt worden wäre.

Auf der Habenseite kann das ECS GF8200A sehr gute Ergebnisse in puncto Leistungsaufnahme verzeichnen. Obwohl Chipsätze aus dem Hause NVIDIA nicht unbedingt als stromsprarend gelten, zeigt sich die Hauptplatine mit dem GeForce 8200 von seiner besten Seite und liefert gute Ergebnisse. Teilweise werden sogar Mainboards mit Chipsätzen von AMDs 690-Familie überflügelt, was eine beachtliche Leistung darstellt.

Die Performance der Onboard-Grafik gleicht im Großen und Ganzen der Performance des kürzlich vorgestellten NVIDIA nForce 780a SLI - kein Wunder, gehören doch beide Chipsätze zur gleichen Generation. Daher haben wir von vornherein eine ähnliche 3D-Leistung erwartet. Zwar ersetzt auch die beste IGP keine diskrete 3D-Grafikkarte wenn es ums Spielen geht, die Performance des GeForce 8200 reicht allerdings für einige der älteren 3D-Titel bei reduzierter Grafikqualität aus, um für ausreichend Spielspaß zu sorgen.

Das fanden wir gut :)
  • gute Ergebnisse bei der Leistungsaufnahme
  • gute Signalqualität des Onboard-Soundcodecs


Das fanden wir nicht so gut :(
  • Probleme mit Onboard-Soundcodec (möglicherweise Hardware-Defekt)
  • Einstellung für DDR2-1066 funktioniert nicht


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