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    Acer Iconia B1-A71



    Der für seine mobilen Geräte und Monitore bekannte Hersteller Acer verfügt über eine große Auswahl an preiswerten Tablets, wozu auch das Iconia B1-A71 gehört. Dieses liegt der Redaktion nun vor und wird nach vielfachem Wunsch der Leser im nachfolgenden Test unter die Lupe genommen. Neben dem üblichen Cortex-A9-Unterbau setzt das Leichtgewicht auf ein 7" großes Display und Android 4.1 aka Jelly Bean. Es ist zudem in zwei Varianten mit 8 oder 16 GB Speicherkapazität verfügbar, wobei wir uns für die 8-GB-Version entschieden haben. Wie immer wünschen wir viel Spaß beim Lesen des Artikels!

    [break=Lieferumfang und Eigenschaften]

    Lieferumfang




    Dem Paket werden neben dem Tablet selbst ein Benutzerhandbuch, eine Broschüre mit Produkt- und Sicherheitsinformationen, ein USB-zu-Mini-USB-Kabel und ein 5,35-V-Adapter beigelegt. Acer bietet lediglich 12 Monate Garantie, wobei uns hier keine besonderen Serviceleistungen bekannt sind, die über gesetzliche Ansprüche hinaus gehen würden. Im Mail- oder Carry-In-Verfahren muss der Kunde die defekte Ware selbstständig zu einer Vertragswerkstatt schicken. Wie üblich garantiert der Anbieter nicht die fehlerfreie Funktion der Software. Auf Wunsch sind Verlängerungen der Garantiezeit möglich.

    Produkteigenschaften




    ----------------- -------------------------------------------------
    OS Android 4.1 Jelly Bean
    Abmessungen Tablet 197 x 11,30 x 128 mm
    Gewicht Tablet ca. 0,320 kg
    Prozessor ARM Cortex A9 2x 1,20 GHz
    Grafikkarte PowerVR IGP
    RAM 512 MB
    Speicher 8 GB Flash-Speicher
    Display 7" TN-Panel, kapazitiv
    Auflösung 1024 x 600 Pixel
    Anschlüsse Micro-SD-Kartenleser, Mini-USB, Kopfhörer
    Akku Li Ionen / 2710 mAh
    Besonderheiten Frontkamera; div. Sensoren
    EAN-Code 4712196582265
    Herstellergarantie 1 Jahr


    Von den Abmessungen her ist das Iconia-Tablet das größte unter den bislang getesteten 7"-Geräten. Die Konfiguration wirkt wie eine Hybridvariante des CMX Rapax und des Samsung Galaxy Tab 2. Mit ersterem teilt es das Android-OS, die RAM-Größe und einen vergeichsweise kleinen Akku. Von letzterem hat es die höhere Display-Auflösung und den Cortex-A9 "übernommen", wo andere 120-EUR-Tablets noch auf einen Einkernprozessor setzen. Auf die genaue Technik gehen wir wie immer auf der nächsten Seite ein. Das Modell verfügt über eine einzige Kamera in der Front und zählt mit 320 g zu den Leichtgewichten.



    Laut unserer Anzeige sind auf dem Tablet nur 11,1 MB belegt. Somit stehen 5,10 GB Speicher zur Verfügung, was ca. 64 % der angegebenen Gesamtkapazität des Herstellers entspricht. Größere Spiele und Filme lassen sich ohne separate SD-Karte damit nicht aufspielen. Wie eingangs erwähnt kann aber auch eine Variante mit 16 GB erworben werden. Ansonsten wird man für die gewünschten Multimedia-Erlebnisse vor allem auf Internetmedien zurückgreifen müssen und lediglich für die Zeit ohne Internetverbindung ein paar Videos auf dem internen Speicher ablegen.

    [break=Komponenten und Technik]

    MediaTek MT8317T



    MediaTek ist ein großer taiwanesischer SoC-Hersteller ohne eigene Fertigungsstätte, der unter anderem auch Chips für Router, DVD-Player und TV-Geräte anbietet. Über den verbauten MT8317T ist nicht viel bekannt, außer dass er der ARMv7-Architektur entspricht. Da es sich um die Dual-Core-Variante des Cortex-A9 handelt, dürfte der Aufbau und Funktionsempfang in etwa dem OMAP4430 von TI entsprechen. Während dieses Modell mit 1,2 GHz taktet, existiert auch eine Version mit 1 GHz (MT8317 ohne T). Es dürfte klar sein, dass der SoC samt Beschaltung mindestens Controller für die bereitgestellten Anschlüsse, Audio- und Videofunktionen bietet. Wir gehen weiterhin davon aus, dass der SoC auch mit HDMI keine Probleme hätte.


    Schema des Cortex-A9 (hier mit vier Kernen)


    Der integrierte L2-Cache lässt sich mangels genauerer Daten nicht näher spezifizieren. Mit dem entsprechenden Controller lassen sich bis zu 8 MB integrieren, was hier allerdings kaum der Fall sein dürfte. Der hier gezeigte Cortex-A9 verfügt über einen L1-Cache mit maximal 2x 64 kB in der Spitze. Durch die Verbindung von CPU und GPU auf einem Die entspricht das Design grob AMDs APU-Ansatz. Nicht von ungefähr ist ARM schließlich AMDs HSA-Konsortium beigetreten (#1, #2). Leider durften wir das Tablet nicht öffnen, um einen Blick auf die einzelnen Chips zu werfen, da das Modell unbeschädigt zum Anbieter zurückgehen soll. Unterstellen wir beim Akku, dass er 2710 mAh bei 3,7 V erreicht, so kommt das Iconia B1-A71 auf insgesamt 0,010 kWh.

    ARM Kern- und Designoptionen




    ARM-Designoptionen


    Die Kernarchitektur ARMv7 verarbeitet nur 32 Bit. ARM bietet seinen Kunden insgesamt vier Möglichkeiten an, ARM-Chips zu lizenzieren bzw. herzustellen. Selbstsichere Kunden, die das letzte Quäntchen Leistung benötigen, können sich eine Architekturlizenz kaufen und eigene Kerndesigns entwerfen. Kunden, die hingegen keine Zeit und Geld in eine Eigenentwicklung stecken wollen, stellt ARM hingegen fertige Designs zur Verfügung, die Cortex-Reihe. Von diesen fertigen Designs gibt es nochmals drei Wahlmöglichkeiten, die mit dem Herstellungsprozess und eigenen Chip-Bibliotheken zu tun haben. Eilige Kunden nehmen noch ein sogenanntes Hardmacro-Design. Das heißt, man bekommt komplette Daten zur Produktion in einem TSMC-Prozess. Komplizierter ist hingegen der Quellcode der Chipdaten im RTL-Design. Um einen fertigen Chip zu bekommen, muss man den RTL-Code erst selbst an einen Herstellungsprozess und die Bibliotheken anpassen. AMD könnte z.B. seine High-Density-Libraries aus der eigenen GPU-Abteilung einsetzen, die bereits für die Steamroller-FPU gezeigt wurden (wir berichteten) und somit möglicherweise einen kleinen Vorteil erzielen. Zwischen beiden Optionen liegt noch die RTL + POP Option. Dabei werden die Chipbibliotheken vorgegeben, es besteht aber noch die Möglichkeit der eigenen Routingoptimierung. Das obere Schema von ARM zeigt die letzten drei Optionen in der Übersicht.

    PowerVR SGX 531




    SGX 5 mit USSE


    Der IGP SGX531 hat eine Die-Größe von 65 nm und soll bei 200 MHz Takt 1,6 GFLOPS erreichen, was der Hälfte des SGX540 aus unserem letzten Test entspricht. Erneut konnten wir keine konkreten Informationen über die Unterstützung von DirectX finden. Der SGX535 setzt z.B. auf die Version 9.0, was hier wenn überhaupt am ehesten zutreffen dürfte, da die GPU Ende 2006 eingeführt wurde. Immerhin geht aus dem Datenblatt hervor, dass OpenGL ES in der Version 2.0 unterstützt wird. Erneut setzt das Modell auf USSE (Unified Scalable Shader Engine), es kommen also keine separaten Pixel- oder Vertex-Shader zum Einsatz. Der Cache wird mit 32-128 kB angegeben.

    [break=Aussehen, Anschlüsse und Display]

    Aussehen und Haptik






    Das Acer-Tablet trägt am Rand einen blauen Ring aus Plastik, wird abseits davon aber von der schwarzen Farbgebung dominiert. Auch diese leicht glänzenden Flächen bestehen aus Kunststoff und fühlen sich eher billig an. Der Ring wurde als separates Teilelement implementiert, weshalb an den Rändern ein eher unschöner Übergang entstanden ist. Die Spaltmaße sind hier nicht optimal gewählt. Generell wirkt das Aussehen recht verspielt. Sowohl auf der Rückseite als auch vorne kann man das Acer-Logo erkennen. Mit 11,30 mm fällt das Tablet vergleichsweise dick aus, aber noch lange nicht zu dick, um schlecht in der Hand zu liegen.

    Anschlüsse





    Auf der einen Seite befinden sich wie üblich der Power-Taster und der Lautstärkeregler, die mit gebührendem Abstand zueinander angebracht wurden, damit keine Verwechslungsgefahr besteht. An einem der kürzeren Enden liegen der Mini-USB-Eingang und der mit einer Klappe verschlossene Micro-SD-Kartenleser. Einen HDMI-Anschluss oder eine Möglichkeit für USB-OTG bietet das Iconia indes nicht, was in dieser Preisklasse allerdings noch normal ist.

    Display





    Mit 1024 x 600 Pixeln fällt die Auflösung des Displays noch vergleichsweise hoch aus. Das einfache TN-Panel ist blickwinkelabhängig und hat die üblichen Probleme bei der Schwarzdarstellung. Die Bedienung des Touchscreens erfolgt kapazitiv. Der Finger des Menschen verändert hierbei ein elektrisches Feld, sodass eine Eingabe erkannt wird. Es muss zwangsweise ein leitfähiges Objekt zum Bedienen verwendet werden, damit die Technik funktioniert. Im Gegensatz zur sogenannten resistiven Variante kommt dafür keine druckempfindliche Oberfläche zum Einsatz. Weiterhin ist die Fähigkeit Multi-Touch ein Vorteil, d.h. die Berührung an mehreren Stellen gleichzeitig wird erkannt.

    [break=Das Tablet im Alltag]

    Programme und Bedienung



    Das Tablet setzt auf Android Jelly Bean in der Version 4.1.2. Das ist für ein derart günstiges Tablet keine Selbstverständlichkeit. Selbst das teurere Samsung Galaxy Tab 2 7.0 wird nach wie vor mit Android 4.0 aka "Ice Cream Sandwich" verkauft. Die Unterschiede sind schon alleine bei der gefühlten Geschwindigkeit erheblich. Zudem beherrscht Android erst ab 4.1 die Near Field Communication und bietet eine überarbeitete virtuelle Tastatur. Obwohl 4.2 bereits auf einigen neuen Tablets läuft, hat Acer hier eine gute Entscheidung getroffen, da der Sprung von 4.0 auf 4.1 relativ groß ausfällt und das OS nach wie vor aktuell ist.



    Zunächst verlangt Acer eine Registierung mit dem Klarnamen, dem Land, der gewünschten Sprache, dem Kaufdatum und Angaben zur eventuellen Garantieverlängerung. Die nächste Seite mit genaueren Adressdetails lässt sich dagegen überspringen. Abschließend erhält man eine Codenummer zur Identifizierung in RMA-Fällen. Auf dem Startbildschirm angelangt sieht man wie übliche die Buttons für "Zurück", "Home" und "Tabs" in der untersten Leiste. Direkt darüber befinden sich wichtige Apps wie Google Play, der Standardbrowser und die Systemeinstellungen. Bei Bestätigung des Dienstes empfielt Google Play regelmäßig neue Programme, wie dem Bild ganz rechts zu entnehmen ist.



    Die obere Zeile lässt sich nach unten "aufrollen", um aktuelle Benachrichtigungen, E-Mails, den Akku- und Netzwerkstatus und viele weitere Informationen anzuzeigen. Beim erstmaligen Aufrufen der Apps wird einem erklärt, wie man entsprechende Verknüpfungen auf dem Startbildschirm erstellt. Neben diversen Google-Diensten wie Google Maps wurde eine praktische News-App vorinstalliert. Wir hätten uns noch ein paar mehr Programme oder Spiele gewünscht, wobei sich natürlich viele Apps kostenlos beziehen lassen. Die Widgets halten ebenfalls keine großen Überraschungen bereit.

    Kamera





    Die Aufnahmen der Frontkamera werden von zahlreichen Artefakten geprägt, was insbesondere das Lesen kleiner Schriften unmöglich macht. Für die Darstellung menschlicher Gesichter im Video-Chat reicht die Qualität sicherlich aus, doch lassen sich kaum präsentierwürdige Fotos schießen. Das ist auch nicht die Aufgabe dieser Kamera. Allerdings bietet die vorinstallierte App außer dem Zoom und dem Wechsel zwischen Foto- und Videoaufnahmen keinerlei Einstellungen, was sehr enttäuschend ist. Es wird also quasi immer mit der Automatik geschossen.

    [break=Benchmarks und Laufzeiten]



    ---------------------- ------------------- -------------------
    Hersteller/Modell Productivity Index Gaming Index
    LC Power Sina-1 2557 1804
    ASUS Nexus 7 3G 3575 2468
    Samsung Galaxy Tab 2 7.0 2035 2051
    Acer Iconia B1-A71 2373 1370


    Smartbench 2012 ist ein Benchmark, der laut dem Anbieter Mehrkern-Prozessoren unterstützt und sowohl die allgemeine Leistungsfähigkeit als auch die Spieleleistung anhand eigener Tests mit Punkten bewertet. Dazu zählen auch 3D-Berechnungen. Im direkten Vergleich zeigt sich, dass Acer mit 1370 Punkten die bislang niedrigste Einstufung beim Gaming Index erreicht, ansonsten aber zumindest das Samsung Galaxy Tab 2 7.0 schlägt und nicht sonderlich weit vom LC Power Sina-1 entfernt ist.



    Zusätzlich haben wir Antutu in der Version v3.2.2 ausprobiert. Dieser Benchmark testet die Anbindung von SD-Karten, die CPU und die Grafikkarte (letztere mit 2D- und 3D-Anwendungen). Darüber hinaus werden viele Systeminformationen angezeigt, womit Antutu ein sehr nützliches Programm ist. Unter v3.2.1 erreicht das Samsung Galaxy Tab 2 7.0 eine schlechtere Einstufung, wobei das möglicherweise an der älteren Version liegt. Es zeigt sich anhand der grafischen Darstellung sehr gut, dass insbesondere die GPU des Iconia sehr schlecht abschneidet, immerhin wurde hier Technik von 2006 verbaut. Damit bestätigt sich das mäßige Ergebnis in Smartbench 2012.



    SunSpider 0.9.1 ist ein Java-Script-Benchmark für den Browser. Verwendet haben wir Google Chrome in der vorinstallierten Version. Beim Durchlaufen der Einzeltests wird die Zeit angegeben, die zur Berechnung benötigt wurde. Weniger ist in dem Fall also besser. Mit 1982,7 ms schneidet Acer schlechter als das Samsung-Tablet (1829,8 ms) und das Nexus 7 von ASUS (1791,3 ms) ab, liegt aber noch vor LC Power (2246,1 ms). Über diesen Test hinaus haben wir Kraken 1.1 laufen lassen. Zwar dürfte SunSpider immer noch der am meisten verbreitete Benchmark sein, doch ist Kraken 1.1 eine sehr aktuelle und noch dazu fehlerbereinigte Version von 1.0, wobei letztere bereits neuer als SunSpider war. Zusätzlich kam der Test mit Octane hinzu. Der Entwickler gibt an, dass sich dieser Benchmark an heutigen Webseiten in anspruchsvoller Java-Script-Umgebung orientiert und nicht nur spezielle Eigenschaften überprüft.

    Laufzeiten




    --------------------- ------------------- -------------------
    Hersteller/Modell Laufzeiten Spiele Laufzeiten Videos
    LC Power Sina-1 02:45 03:49
    CMX Rapax 03:16 04:28
    ASUS Nexus 7 3G 03:37 04:52
    Samsung Galaxy Tab 2 7.0 03:22 04:37
    Acer Iconia B1-A71 02:58 / 03:11* 03:56
    Angaben in hh:mm mit deaktiviertem Stromsparmodus. *Gemessen mit GLBenchmark 2.5.1 Egypt 30 FPS.


    Wie bereits erwartet schneidet das Tablet bei den Laufzeiten schlecht ab, wenn auch immer noch besser als das Sina-1 von LC Power. Selbst das noch günstigere CMX Rapax liegt bei unserem Filmtest um knapp 0,5 Stunden vorne. Da wir zukünftig unsere mobilen Tests etwas einheitlicher gestalten wollen, haben wir die Spieletests, welche je nach Anwendung und Spielerverhalten unterschiedlich beeinflusst werden, durch den Akku-Test von GLBenchmark ersetzt. Das eröffnet uns zudem die Möglichkeit, das Ergebnis mit Werten aus DXBenchmark vergleichen zu können. Wir haben uns hier für die Non-HD-Variante von Egypt mit 30 FPS entschieden, welche automatisch immer in der Dauerwiederholung bei 100 % Helligkeit läuft. Es ist zu berücksichtigen, dass die Werte in der ersten Spalte nicht mehr vergleichbar sind. Allerdings haben wir das Acer noch einmal mit Angry Birds belastet und kamen auf eine nur unwesentlich kürzere Laufzeit von knapp drei Stunden. Dass wir mit einem 2D-Spiel einen kleineren Wert erreichen, ist zwar etwas skurril, liegt aber vermutlich an einigen Hintergrunddiensten. Manchmal können wir offensichtlich nicht genau beeinflussen, was noch alles mitläuft, selbst wenn alle Tabs geschlossen sind. Gleichermaßen überraschend ist die Tatsache, dass bei Videos ein großer Abstand zu Samsung festgestellt werden konnte, während der Unterschied bei Spielen marginal ausfällt. Unabhängig von den Feinheiten und Ungenauigkeiten lässt sich trotzdem festhalten, dass der Akku schwach ist.

    [break=Fazit]


    Das Acer Iconia B1-A71 ist ein günstiges Tablet, das mit dem Dual-Core-Prozessor und Android 4.1 eine vergleichsweise gute Ausstattung bietet. Die Verarbeitung des Gehäuses und die Qualität der Frontkamera fallen dagegen etwas ab. Alle Ergebnisse aus den Benchmarks entsprechen den allgemeinen Erwartungen an die Preisklasse um 120 EUR, womit das Modell allerdings nicht zum Spielen aufwändiger Titel geeignet ist.

    Gemessen an der Preisklasse sind wir sehr erfreut, dass Acer Android 4.1 installiert hat, nachdem wir im letzten Test größere Unterschiede zur Version 4.0 festgestellt haben. Nennenswerte Vorteile sind zum Beispiel die mögliche Near Field Communication und die flüssigeren Animationen auf der Bedienoberfläche. Nach wie vor werden viele Tablets bis 200 EUR aber noch mit dem älteren OS angeboten, weshalb Acer hier ein kleines Unterscheidungsmerkmal gefunden hat. Leider wurden nur recht wenige Programme vorinstalliert, wobei sich viele Dienste ohnehin kostenlos über Google Play herunterladen lassen. Daher lässt sich die zu Anfang herrschende App-Armut recht schnell beheben. Es wäre allerdings wünschenswert gewesen, wenn die Kamera-App über Einstellungsmöglichkeiten verfügt hätte, die über den Zoom hinaus gehen.

    Generell müssen wie wie so oft die Aufnahmequalität der Kamera bemängeln, wobei die Frontkamera ohnehin nicht für hochwertige Objektfotos gedacht ist. Viele Hersteller bieten hier allerdings noch eine zweite zu diesem Zweck. Auch ein USB-OTG-Anschluss und HDMI sollten kein Ding der Unmöglichkeit sein, da zumindest die Basisvariante des Cortex-A9 über entsprechende Controller verfügt. In wie weit MediaTek das Design geändert hat, können wir jedoch nicht beurteilen. Immerhin hat Acer einen Micro-SD-Cardreader integriert und auch die Lautstärkeregelung mittels zweier Taster fehlt nicht. Erneut fällt der Speicherplatz sehr begrenzt aus, wobei die nutzbare Kapazität etwas höher als beim Samsung Galaxy Tab 2 7.0 ausfällt. Zudem bietet Acer eine zweite Variante mit 16 GB an, für die der Kunde allerdings rund 20 EUR mehr bezahlen muss.

    Mit 512 MB RAM ist das Tablet durchschnittlich ausgestattet, während der Dual-Core-Prozessor mit 2x 1,20 GHz einen gewissen Seltenheitswert in dieser Preisklasse hat. Leider fällt die integrierte GPU selbst gegenüber schwachen IGPs wie der Mali-400 ab und erreicht in den theoretischen Benchmarks die bisher schlechtesten Werte. Der flüssige Genuss von 3D-Spielen zählt allerdings nicht zu den Anforderungen der meisten Tablet-Käufer. Die reine Arbeitsleistung muss nur für Schreibarbeiten und Filme reichen und dafür sind selbst die betagten Cortex-A8 stark genug. Rein leistungstechnisch können wir in dieser Preisklasse also nichts bemängeln. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass die Laufzeiten bei voller Helligkeit lediglich für einen längeren Film ausreichen. Mit 0,010 kWh ist die Energie des Akkus sogar niedriger als beim CMX Rapax.

    Was wir bemängeln müssen, ist das Plastikgehäuse mit dem eher unschön eingearbeiteten blauen Streifen. Bei leichtem Druck gibt die dünne Rückseite schnell nach und das TN-Panel könnte kaum blickwinkelabhängiger sein. Mit 1024 x 600 Pixeln liegt die Auflösung dafür auf dem Niveau des Samsung Galaxy Tab 2 7.0, welches selbst für 200 EUR kein IPS-Panel bietet. Ein starker Konkurrent dürfte im Archos 70 Titanium zu finden sein, das von den Leistungsdaten her deutlich mehr bietet und wie das Iconia B1-A71 bei etwa 120 EUR liegt. Das Odys Genio 8 GB geht in eine ganz ähnliche Richtung und bietet wie Archos bereits ein IPS-Panel. Man muss also schon bei unbekannteren Marken suchen, um eine passende Alternative zu finden. Diese sind dann aber mitunter etwas besser ausgestattet und verarbeitet. Wir können das Acer Iconia B1-A71 daher hauptsächlich den Lesern empfehlen, die beim Fachhändler nur eine geringe Auswahl an Marken haben und sonst zu einem Tablet mit A8-Unterbau greifen müssten. Für weitere Informationen und aktuelle Marktpreise der günstigen Tablets empfehlen wir Arlt als Webtipp.

    Das fanden wir gut

    • vergleichsweise moderner SoC

    • vergleichsweise neue Android-Version

    • geringes Gewicht und handliches Design



    Das fanden wir nicht so gut

    • schwächster Akku im Vergleich

    • mäßige Verarbeitung des Gehäuses

    • schlechte Frontkamera, keine rückseitige Kamera



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    Geändert von Nero24. (17.08.2013 um 22:46 Uhr)

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