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    AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE


    Vor knapp zwei Jahren veröffentlichte AMD die ersten APUs. Die A-Serie ist inzwischen in der zweiten Generation erhältlich, die E-Serie ist momentan lediglich gepflegt worden. Wir konnten uns die Fortschritte von der E-350 zur E-450 ansehen, heute soll es um die E2-2000 gehen. Bei den technischen Daten hat das neueste Topmodell der E-Serie-APU geringe Verbesserungen erfahren. Die Taktraten sind leicht nach oben korrigiert bei gleicher Abwärme. Wie und ob sich die kleinen Verbesserungen bemerkbar machen, haben wir uns angesehen. Nebenbei haben wir das ASUS-Mainboard allgemein einem Test unterzogen. Viel Spaß auf den folgenden Seiten!

    Wir möchten uns bei ASUS für die Bereitstellung des E2KM1I DELUXE bedanken.

    Geizhals.de-Preisvergleich
    ASUS E2KM1I DELUXE in der Planet-3DNow!-Mainboarddatenbank

    [BREAK=ASUS E2KM1I DELUXE - Technische Daten]
    Die technischen Daten des E2KM1I DELUXE entnehmen wir der zugehörigen Produktseite des Herstellers:

    CPUAMD APU E2-2000 Dual-Core onboard Processors
    Supports AMD® Turbo Core Technology
    ChipsetAMD FCH A50M (Hudson M1)
    Memory2 x DIMM, Max. 16GB, DDR3 MHz Non-ECC, Un-buffered Memory
    Single Channel Memory Architecture
    * Refer to www.asus.com or user manual for the Memory QVL (Qualified Vendors Lists).
    * Due to OS limitation, when installing total memory of 4GB capacity or more, Windows® 32-bit operation system may only recognize less than 3GB. Install a 64-bit Windows® OS when you want to install 4GB or more memory on the motherboard.
    GraphicIntegrated AMD® Radeon HD 7340 Discrete-Class Graphics
    - Supports HDMI with max. resolution 1920 x 1200 @ 60 Hz
    - Supports DVI with max. resolution 1920 x 1200 @ 60 Hz
    Expansion Slots1 x PCIe 2.0 x16 (x4 mode)
    StorageBuilt-in Controller :
    5 x SATA 6Gb/s port(s), gray
    1 x eSATA port(s), red
    LANRealtek® 8111F, 1 x Gigabit LAN Controller(s)
    Wireless Data Network
    Wi-Fi 802.11 a/b/g/n
    Supports dual band frequency 2.4/5 GHz
    BluetoothBluetooth V4.0
    Bluetooth V3.0+HS
    AudioRealtek® ALC898 8-Channel High Definition Audio CODEC
    - Supports : Jack-detection, Multi-streaming, Front Panel Jack-retasking
    Audio Feature :
    - DTS Ultra PC II
    - DTS Connect
    - Optical S/PDIF out port(s) at back panel
    USB PortsASMedia® USB 3.0 controller :
    4 x USB port(s) (2 at back panel, blue)
    AMD A50 FCH chipset :
    8 x USB 2.0 port(s) (4 at back panel, , 4 at mid-board)
    Special FeaturesASUS EPU :
    - EPU
    ASUS Wi-Fi GO!
    - Wi-Fi GO! Function: DLNA Media Hub, Smart Motion Control, Remote Desktop, Remote Keyboard & Mouse, File Transfer, Capture & Send
    - Wi-Fi GO! Remote for portable Smartphone/Tablet, supporting iOS & Android systems
    - Wi-Fi Engine for network sharing and connection: Client Mode, AP Mode
    ASUS Exclusive Features :
    - AI Suite II
    - Ai Charger+
    - USB Charger+
    - Anti-Surge
    - ASUS UEFI BIOS EZ Mode featuring friendly graphics user interface
    - Network iControl
    - USB 3.0 Boost
    ASUS Quiet Thermal Solution :
    - Stylish Design Heat-pipe solution
    - ASUS Fan Xpert
    ASUS EZ DIY :
    - ASUS CrashFree BIOS 3
    - ASUS EZ Flash 2
    - ASUS MyLogo 2
    100% All High-quality Conductive Polymer Capacitors
    Back I/O Ports1 x PS/2 keyboard/mouse combo port(s)
    1 x DVI
    1 x HDMI
    1 x eSATA
    1 x LAN (RJ45) port(s)
    2 x USB 3.0
    4 x USB 2.0
    1 x Optical S/PDIF out
    3 x Audio jack(s)
    2 x Wi-Fi antenna port(s)
    Internal I/O Ports1 x USB 3.0 connector(s) support(s) additional 2 USB 3.0 port(s)
    2 x USB 2.0 connector(s) support(s) additional 4 USB 2.0 port(s)
    5 x SATA 6Gb/s connector(s)
    1 x CPU Fan connector(s)
    1 x Chassis Fan connector(s)
    1 x S/PDIF out header(s)
    1 x 24-pin EATX Power connector(s)
    1 x 4-pin ATX 12V Power connector(s)
    1 x Front panel audio connector(s) (AAFP)
    1 x System panel(s)
    1 x Chassis Intrusion connector(s)
    AccessoriesUser's manual
    ASUS Q-Shield
    2 x SATA 6Gb/s cable(s)
    2 x Wi-Fi Ring Moving Antenna(s)
    BIOS64 Mb Flash ROM, UEFI AMI BIOS, PnP, DMI2.0, WfM2.0, SM BIOS 2.5, ACPI 2.0a, Multi-language BIOS
    ManageabilityWfM 2.0, DMI 2.0, WOL by PME, PXE
    Support DiscDrivers
    ASUS utilities
    ASUS Update
    Anti-virus software (OEM version)
    Form FactorMini ITX Form Factor
    6.7 inch x 6.7 inch ( 17 cm x 17 cm )


    Im Folgenden möchten wir euch noch einmal einen kurzen Überblick über die Entwicklung der E-Serie geben. Hierzu haben wir die bisher drei erschienenen Stufen in einer Tabelle zusammengefasst, angefangen mit der ersten erhältlichen E-350-APU aus dem Jahre 2011, der überarbeiteten Version E-450 mit Turbo-CORE-Feature zur aktuellen E2-2000-APU.

    APUAMD E-350AMD E-450AMD E2-2000
    Fertigungsprozess40 nm40 nm40 nm
    CPU-Kerne222
    CPU-Taktfrequenz1,60 GHz1,65 GHz1,75 GHz
    CPU-Takt-Multiplikator16,016,517,5
    Referenztakt100 MHz100 MHz100 MHz
    L2-Cache2x 512 KB2x 512 KB2x 512 KB
    GrafikeinheitAMD Radeon HD 6310AMD Radeon HD 6320AMD Radeon HD 7340
    Shaderprozessoren808080
    Basistakt500 MHz508 MHz538 MHz
    Turbo-Takt-600 MHz700 MHz
    Thermal Design Power18 Watt18 Watt18 Watt
    CPU-Spannung1,35 Volt1,35 Volt1,35 Volt


    [BREAK=Testsystem]

    Für den heutigen Test kommt neben dem ASUS E2KM1I DELUXE folgende Hardware zum Einsatz:

    • Arbeitsspeicher: AMD Entertainment, DDR3-1333, CL9, 2x 4096 MB
    • Festplatten: 2,5" - Fujitsu MHZ2250BH G2 mit 250 GB und ADATA S510 mit 120 GB
    • Netzteil: Xilence XP250.SFX
    • USB-3.0-Festplattengehäuse: Conrad (Art.-Nr. 413511 - 62); ASMedia ASM1051 (beherrscht nur SATA 3Gb/s)


    Verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkung
    Microsoft Windows 7 Professional64 Bit
    xmbcbuntu12.00
    Microsoft Internet Explorer9
    DirectX11
    Grafiktreiber8.961-120405a-137813C-ATI
    3DMark 061.2.1
    3DMark 111.0.2
    AMD System Monitor1.0.0.9
    Cinebench64 Bit, 10 & 11.5
    Crysis Benchmark Tool1.0.0.5
    Crysis Demo1.00.0000
    DirectCompute Benchmark0.45
    FurMark1.9.1
    HD Tune2.55
    LuxMark2.0
    PCMark 71.0.4
    POVrayv3.7 beta 39
    Prime9526.6
    Resident Evil – Benchmark1.00.0000
    RightMark Audio Analyser6.2.3
    Company of Heroes
    specviewperf11.0
    Truecrypt7.1


    Der verwendete Grafiktreiber ist veraltet, kommt aber zum Einsatz, weil dieser von ASUS auf der Treiber-DVD mitgeliefert wird. Dadurch wollen wir beleuchten, was der geneigte Käufer "out of the box" von dem System erwarten kann.

    Für die Messung der Leistungsaufnahme kommt ein Voltcraft Energy Check 3000 zum Einsatz.

    [BREAK=ASUS E2KM1I DELUXE – Das Layout]
    AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE

    Während die Platine des E45M1-I DELUXE mit der des von uns getesteten E35M1-I DELUXE übereinstimmte, hat ASUS für das E2KM1I DELUXE ein paar Änderungen vorgenommen. Am auffälligsten hat sich neben der Kühleinheit wohl die Anordnung der Anschlüsse geändert. Ab sofort vertraut ASUS auf eine Aktivkühlung, was vor allem den Temperaturen zuträglich ist.

    AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE

    Bei den verbauten Chips hat ASUS ebenso ein wenig Hand angelegt. Für den Sound ist nun ein Realtek ALC898 verantwortlich. Der Netzwerkadapter stammt ebenso von Realtek, verbaut ist der RTL8111F. Schlussendlich sind auf dem Mainboard zusätzlich andere USB-3.0-Controller verlötet. Sie stammen nun aus dem Hause ASMedia und hören auf den Namen ASM1042. Zwei Stück sind vorhanden. Das bringt uns unweigerlich zu dem Punkt, dass ASUS beim E2KM1I DELUXE nicht auf einen USB-3.0-fähigen Fusion Controller Hub von AMD vertraut, wie er schon angekündigt wurde und vielleicht den Stromverbrauch (noch weiter) reduzieren könnte.

    AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE

    Wenn wir uns die Backplate ansehen, fällt eine weitere Änderung auf. Beim E35M1-I DELUXE setzte ASUS auf ein separates Bluetooth-Modul. Beim E2KM1I DELUXE ist Bluetooth ins WLAN-Modul integriert. Ansonsten ist das Arrangement gleich geblieben. Mehrkanalton ist weiterhin nur über die digitalen Anschlüsse realisiert. Hierzu kann man entweder den optischen SPDIF-Ausgang nutzen oder aber den HDMI-1.4a-Anschluss. Aufgrund der zu geringen Rechenleistung kann die kleine E2-2000-APU laut Herstellerangaben zwar 3D-Bilder in Form von Diashows wiedergeben, für 3D-Blu-rays reicht es hingegen nicht. Hierbei wird auf die leistungsstärkeren APUs der A-Serie verwiesen.

    AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE

    Wir entfernen die Kühleinheit und darunter erblicken wir auf der rechten Seite die APU und links davon den Fusion Controller Hub A50M.

    AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE


    [BREAK=ASUS E2KM1I DELUXE - BIOS]
    AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE

    Zum BIOS wollen wir nicht viele Worte verlieren und lieber Bilder sprechen lassen. Erwähnenswert sind nur ein paar Feinheiten. Gegenüber unserem zuletzt getesteten E-Serie-basierten Mainboard, dem ASUS E45M1-M PRO mit E-450-APU, verfügt das E2KM1I DELUXE nicht mehr über einen erhöhten RAM-Takt. Es lässt sich maximal nur der von AMD spezifizierte Maximaltakt von 1333 MHz einstellen, wenn man das Übertakten via Referenztakterhöhung beiseite lässt. Bei der APU-Spannung muss beachtet werden, dass in der Beschreibung eine falsche Schrittweite angegeben ist.

    AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE AMD E2-2000 / ASUS E2KM1I DELUXE


    [BREAK=Onboard-Sound-Signal]
    Rightmarks Audio Analyzer dient uns wie schon so oft als Anhaltspunkt, wie es um die Qualität der verbauten Audio-Lösung bestellt ist. Da die E-Serie-APUs von AMD selbst als Plattform für "Medienkonsumenten" angegeben wird und ASUS die letzten Mainboards mit diesen APUs stets mit diesen Fähigkeiten ins Licht gerückt hat, ist die Analyse des Ausgangssignals mehr als interessant. Doch sehen wir uns einmal an, welche Ergebnisse wir erreicht haben:


    In die Auflistung haben wir gleich mehrere der zuletzt getesteten Mainboards aufgenommen, um einen Überblick zu geben und die Einordnung zu erleichtern. Im Gegensatz zum ersten E-Serie-Mainboard, dem E35M1-I DELUXE, hat die Soundlösung Verbesserungen erfahren. Anstatt eines Realtek ALC892 kommt nun ein ALC898 zum Einsatz, der seinen Anteil am sehr guten Ergebnis im RMAA-Test hat.

    [BREAK=HD Tune 2.55 – SATA & USB]
    HD Tune in der Version 2.55 ist kostenlos erhältlich und wird oftmals als grober Anhaltspunkt für die Leistungsfähigkeit einer Speicherlösung zu Rate gezogen. Wir nutzen es in unserem Fall sowohl für die Messung der SATA- als auch USB-Geschwindigkeit. Bevor wir uns aber die Ergebnisse der externen Speicherlösung ansehen, kommt die interne Festplatte zum Zuge:


    Im Test mit unserer altgedienten Fujitsu-Festplatte ist ein kleiner Unterschied in der mittleren Datentransferrate messbar.


    Das Ergebnis mit der SSD müssen wir differenzierter betrachten. Durch unterschiedliche Belegungen der SSD, bedingt durch immer wieder geänderte Windows-Installationen, ergeben sich abweichende Ergebnisse der mittleren Transferrate. Bei einer neuen oder zurückgesetzten SSD sieht man im HD-Tune-Benchmark eine relativ durchgehende Linie (Beispiel). Nutzt man die Speicherzellen der SSD, sehen wir Einbrüche bzw. belegte Zellen und natürlich niedrigere Werte. Aus diesem Grund müssen wir die Werte der mittleren Transferrate an dieser Stelle ausklammern. Bei den maximal erreichten Werten zeigt sich aber das Potenzial.


    Die USB-2.0-Performance liegt dafür auf einem guten Niveau.


    Der ASMedia-USB-3.0-Controller bietet Reserven, um auch SSDs gewinnbringend betreiben zu können, muss sich aber dem E-450-Mainboard, das ebenfalls mit einem ASMedia-Controller ausgestattet ist, geschlagen geben.

    [BREAK=Cinebench R10]
    Cinebench ist der zu MAXONs Cinema 4D passende Benchmark, wie man schon leicht am Namen erkennen kann. Es ist ähnlich wie Autodesks Maya variabel für viele Bereiche einsetzbar. Es reicht von der reinen Modellage eines Objekts bis hin zur Animation ganzer Filme. Dabei ist sowohl die CPU von entscheidender Bedeutung als auch die GPU mit ihrer OpenGL-Leistung.


    Bei der OpenGL-Leistung fällt der Vorsprung gegenüber des Vorgängermodells E-450 mit rund 6-7 % entsprechend des Takt-Plus der CPU aus. Den GPU-Turbo kann die E2-2000-APU in diesem Benchmark nicht als Trumpf ausspielen.


    Beim Single-CPU-Test schrumpft der Abstand ein wenig zusammen. Lediglich 3,9 % mehr Leistung können wir hier attestieren. Werden beide CPU-Kerne genutzt, sehen wir wieder ein knapp 6-7 % höheres Ergebnis.

    [BREAK=Cinebench R11.5]
    Kommen wir zur aktuellen Version von Cinebench, der Version 11.5. Das Bewertungssystem hat sich an dieser Stelle etwas geändert. Anstatt sowohl die Single- als auch Multithreaded-Leistung auszugeben, rechnen hier immer alle aktiven CPU-Kerne. Beim OpenGL-Test wurde ebenso ein wenig Hand angelegt. Anstatt ein Punktesystem zu verwenden, sprechen wir folgend von realen Bildraten einer Demo-Sequenz.



    Der Cinebench R11.5 profitiert nicht so stark vom Takt-Plus. 3-5 % beträgt der Vorsprung des E2KM1I DELUXE gegenüber dem Vorgängermodell.

    [BREAK=POVray v3.7 beta 39]
    POVray ist ähnlich wie Cinebench ein Test, der einzig auf die Prozessorleistung abzielt. Raytracing, übersetzt „Strahlenverfolgung“, ist bis jetzt das einzige Verfahren, das qualitativ hochwertige Renderings ermöglicht. Dabei werden Lichtstrahlen stufenweise verfolgt und mit genauen Parametern an allen Oberflächen gebrochen. Somit lassen sich im Vergleich schönere Bilder als mit den herkömmlichen Render-Verfahren erstellen, wie man sie zum Beispiel von aktuellen Computerspielen gewohnt ist. NVIDIA zeigte zwar bereits lauffähige Demos mit CUDA-Rendering, sodass auch eventuell eine breitere Masse Zugang zu dieser Technik bekommt, aber den Durchbruch im Consumer-Segment hat diese Technik noch nicht erfahren. Schlussendlich zählt in diesem Test also die Anzahl der Bildpunkte, die pro Sekunde berechnet werden können. Bei Full-HD-Auflösung haben wir über zwei Millionen Bildpunkte pro Bild. Um eine optisch flüssige Wiedergabe zu erreichen, benötigt man zum Beispiel bei Spielen, wenn wir diesen Anwendungsfall nehmen, die dreißigfache Menge an Bildpunkten. Um diese doch riesige Anzahl an gerenderten Bildpunkten zu erreichen, benötigt man viel Rechenleistung und CPUs werden dies in naher Zukunft nicht bewältigen können, weshalb der Ansatz NVIDIAs durchaus interessant war. Langer Rede kurzer Sinn, kommen wir zu den Messergebnissen des Raytracers:


    POV-ray rechnet Multi-CPU-Benchmark mit der E2-2000-APU rund 10 % schneller als mit dem direkten Vorgänger.

    [BREAK=3DMark 06]
    Futuremark wird mit seinem Benchmark 3DMark immer wieder gerne herangezogen und oftmals sogar als Messlatte genommen. Wir sind uns im Klaren darüber, dass der 3DMark 06 inzwischen nicht mehr aktuell ist, da es noch die DirectX-9-Generation ansprach. Jedoch werden AMDs E-Serie-APUs wenn überhaupt eher für ältere Spiele herangezogen werden, daher ist vor allem die Performance in diesem Bereich doch noch einmal von entscheidender Bedeutung.


    Die E2-2000-APU tritt im 3DMark 06 mit gemischten Ergebnissen auf. Einerseits sehen wir im CPU-Test eine rund 8 % höhere Leistung gegenüber der E-450. Bei den GPU-Tests kann die APU ihre Vorteile nicht ausspielen. Die 100 MHz mehr Takt der CPU wirken sich nicht aus. Der GPU-Turbo wird ebenso nicht genutzt, sodass wir hier auf dem Niveau einer E-450 agieren.

    [BREAK=3DMark 11]
    Mit dem aktuellen 3DMark 11 veröffentlichte Futuremark seinen zur DirectX-11-API passenden Benchmark. Auch dieser ist bereits von unseren Tests mit den größeren A-Serie-APUs bekannt.


    Im aktuellen 3DMark 11 sehen wir ein Plus von 5 % gegenüber der Vorgänger-APU. In den Einzel-Disziplinen des Benchmarks zeigt sich eine bis zu 10-%-ige Steigerung der Leistungswerte.

    [BREAK=PCMark 7]
    Neben dem 3DMark bietet Futuremark in regelmäßigen Abständen aktuelle Versionen des PCMark an. Anstatt die reine „Spiele-Leistung“ zu bewerten, kommt es hier auf die Produktivität an, das heißt Alltagsaufgaben sind zu bewältigen: Bilder skalieren, drehen oder Farben ändern, aber auch diese erst einmal kopieren. Das Endergebnis sieht wie folgt aus:


    Ein 0,5-%-Plus können wir feststellen. Die E2-APU kann in diesem Abschnitt keinen Vorteil aufzeigen. Statten wir das System mit einer SSD von ADATA (S510 120 GB) aus, so erhöht sich der PCMark 7 auf 1819 Punkte. Das ist nicht nur messbar, sondern auch deutlich spürbar und für eine E-Serie-APU eine empfehlenswerte Investition.

    [BREAK=LuxMark 2.0]
    LuxMark 2.0 basiert auf der Lux Render Engine und wird inzwischen immer öfter genutzt. Wir nutzten den Benchmark bereits zur Einführung der leistungsfähigeren A-Serie-APUs. AMD selbst nutzt den Benchmark auch hin und wieder zur Darstellung der Leistung der Produkte. OpenCL, das hier intensiv genutzt wird, scheint demnach gut zu skalieren.


    LuxMark profitiert deutlich von den Veränderungen an der APU. Dieses Mal setzt auch der GPU-Turbo ein und beschleunigt die E2-2000, sodass fast 20 % mehr Leistung erreicht wird. Bei den anderen beiden Tests sind es vier bis sechs Prozent Unterschied.

    [BREAK=DirectCompute Benchmark]
    Wie schon der vorangegangene LuxMark nutzt auch der DirectCompute Benchmark OpenCL. Ergänzt wird der Benchmark durch die Betrachtung der DirectCompute-Schnittstelle, die mit Microsofts DirectX-11-API ausgeliefert wurde, jedoch auch auf DirectX-10-kompatibler Hardware arbeiten soll.


    Bei der Nutzung von DirectCompute kann man den Einfluss des höheren GPU-Taktes dank Turbo CORE bemerken.

    [BREAK=specviewperf 11.0]
    Wie schon zur Einführung der APU haben wir uns auch dieses Mal die Leistungsfähigkeit des Mainboards bei Profi-Anwendungen angesehen. CATIA, Solidworks und ProEngineer sind in diesem Fall bekannte Vertreter der CAD-Anwendungen und Maya zum Beispiel aus dem 3D-Modelling-Bereich. Die Leistung der Testkandidaten ist immer von den Treibern abhängig. Sowohl AMD als auch NVIDIA bieten spezielle Treiber für diese Anwendungen an, welche nur in Verbindung mit einer passenden Grafikkarte des Profi-Segments funktionieren. Die Consumer-Karten sind meist für ein entspanntes Arbeiten zu langsam, doch für eine schnelle Kundenpräsentation reicht es aus. Sehen wir uns doch einmal an, wie das E2KM1I DELUXE im Vergleich abschneidet.


    Für diesen Test kamen für die APUs zwar unterschiedliche Grafiktreiber zum Einsatz, trotzdem kann man erkennen, dass die E2-2000-APU durchaus leichte Vorteile gegenüber ihrem Vorgängermodell hat.

    [BREAK= Truecrypt 7.1]
    Truecrypt erschien im Jahr 2004. Seit der Version 1.0 hat sich einiges getan und auch wir wurden schon nach der Leistungsfähigkeit der kleinen APUs der E-Serie bei der Verschlüsselung von Daten befragt. Für diesen Test haben wir uns nun dazu entschieden, den Vergleich zwischen unseren Plattformen anzustreben. Der interne Benchmark bietet die Möglichkeit, die verschiedenen Algorithmen zu prüfen. Dazu wird der Arbeitsspeicher als Zwischenspeicher verwendet, um auch schnellere Laufwerke wie SSDs berücksichtigen zu können. Sehen wir uns also an, welche Werte der heutige Testkandidat erreicht.


    Die kleine Taktspritze für die E2-APU wird nahezu 1:1 umgesetzt. 6 % gewinnt die neueste APU gegenüber ihrem Vorgänger.

    [BREAK=Crysis 1]
    Crysis setzte bei seiner Veröffentlichung neue Maßstäbe, was den Detailreichtum betraf. Aber auch die Hardware-Anforderungen wurden immens nach oben gesetzt. Bis heute wird der erste Teil aus dem deutschen Entwicklerstudio Crytek immer wieder herangezogen, um die Leistungsfähigkeit von Grafiklösungen auszuloten.


    Crysis profitiert nicht von einem höheren CPU-Takt. Der Vorteil bewegt sich im Bereich von 2 %.

    [BREAK=Resident Evil 5]
    Viele sind wohl mit den Resident-Evil-Spielen aufgewachsen. Weil der Benchmark sehr gut reproduzierbare Werte liefert, haben wir diesen schon zur Veröffentlichung der A-Serie-APUs verwendet und nehmen ihn immer wieder gerne.


    Resident Evil skaliert unserer Erfahrung nach eigentlich recht gut mit dem CPU-Takt. Im Falle der E2-2000-APU ist davon leider nichts zu sehen. Wie schon bei Crysis ist nur geringfügig mehr Leistung messbar.

    [BREAK=Company of Heroes]
    Das nun schon fast fünf Jahre alte Spiel Company of Heroes von Relic Entertainment bietet mit seinem integrierten Benchmark gute Voraussetzungen, um die Performance in einer realen Anwendung zu betrachten. Das Echtzeit-Strategie-Spiel war eines der ersten Spiele, das durch einen Patch in den Genuss von DirectX 10 kam. Wir haben den Benchmark mit mehreren Auflösungen und mit zwei unterschiedlichen Einstellungen getestet.


    Die E2-2000 kann sich an dieser Stelle nicht profilieren und so liegen die erreichten Werte nahezu im Rahmen einer Messungenauigkeit. Der GPU-Turbo zeigt sich auch an dieser Stelle nicht, um eventuell Akzente setzen zu können.


    Erhöht man die Auflösung, sieht die Sache ein wenig anders aus. Bei der maximalen Bildwiederholfrequenz sehen wir einen messbaren Unterschied. Die entscheidende durchschnittliche Wiederholrate ist nur geringfügig höher.

    [BREAK=Leistungsaufnahme und Lautstärke]
    Die Leistungsaufnahme eines Systems wird bei steigenden Energiepreisen und auch im Hinblick auf die Kühlung interessant. Jedes verbrauchte Watt wird größtenteils in Abwärme umgesetzt. Ebenso versucht die Europäische Union mit der ErP-/EuP-Richtlinie die Leistungsaufnahme im ausgeschalteten Zustand unter bestimmte Regelungen zu stellen. So sollen im Normalfall alle elektronischen Geräte im Moment einen Wert von maximal 0,5 Watt (Stand 2013) im ausgeschalteten Zustand erreichen, während dieser Wert folgend Schritt für Schritt weiter reduziert wird. Neben dem Mainboard muss auch das Netzteil dafür geeignet sein, um diese Vorgabe zu erfüllen. Welche Werte wir für das System erreicht haben, wollen wir uns nun einmal vor Augen führen.


    Wir haben die Leistungsaufnahme für das System mit zwei verschiedenen Festplatten und zwei ebenso verschiedenen Betriebssystemen durchgeführt. Es zeigt sich, dass die Leistungsaufnahme in unserem Fall bei der Verwendung von Microsofts Windows 7 leichte Vorteile hat. Das könnte schon alleine durch abweichende Codecs zustande kommen.

    Im Standby messen wir 0,1 Watt. Damit erfüllt das Mainboard die aktuelle EU-Norm. Unter Windows können wir den Verbrauch beim Anschluss eines zweiten Monitors mit 21,1 Watt im Leerlauf beziffern, wenn die 2,5"-Festplatte zum Einsatz kommt.

    Gegenüber den älteren ASUS-Mainboards mit verbauter E-Serie-APU aus unseren Tests können wir feststellen, dass sich der Verbrauch tendenziell nach unten bewegt. Hierfür könnten aber auch Veränderungen an der Bestückung der Mainboards schuld sein. Man bedenke an dieser Stelle vor allem den Wechsel von NEC- zu ASMedia-USB-3.0-Controllern oder die Nutzung eines Kombi-Moduls für WLAN und Bluetooth. Gegenüber dem mATX-Mainboard (ASUS E45M1-M PRO) haben die mITX-Platinen Vorteile. 10 bis 20 % weniger verbrauchen die kleineren Platinen im Schnitt.

    [BREAK=Overclocking]
    Schlussendlich haben wir uns noch dem Thema Overclocking gewidmet. Die BIOS-Einstellungen sind im Grunde nicht unbedingt hierfür prädestiniert. Anstatt genaue Spannungswerte zu nutzen, arbeitet man mit Offset-Werten, das heißt man arbeitet mit Plus-Minus-Angaben, die von der Standardspannung arbeiten. Während man sich an dieser Stelle schon Gedanken um die Werte machen muss, regelt das BIOS seinerseits eigenwillig noch einmal nach.

    Hinzu kommt, dass ASUS sich an die Vorgaben AMDs hält und den CPU-Takt vom iGPU-Takt separiert. Bei den bisherigen APUs war es so, dass sich alle Taktwerte am Referenztakt orientiert haben. Beim ASUS E2KM1I DELUXE war uns das Übertakten der iGPU nicht möglich. Das hat einen Vor- und einen Nachteil. Zuerst müssen wir konstatieren, dass eine Bobcat-APU noch nie einen so hohen CPU-Takt in unserem Test geschafft hat. 1925 anstatt 1750 MHz sind es bei uns maximal. Wie viel die 175 MHz in der Spitze bei vereinzelten Benchmarks für eine Wirkung haben, wollen wir nachfolgend betrachten.


    Der 10 % höhere CPU-Takt wird im Mittel in entsprechende Mehrleistung umgesetzt.


    Die der Mehrleistung entgegenstehende erhöhte Leistungsaufnahme muss aber ebenso beachtet werden. Hier verzeichnet das Messgerät unter Volllast einen ca. 18 % höheren Wert.

    [BREAK=Fazit]

    ASUS hat mit dem E2KM1I DELUXE das einzige Mainboard auf dem deutschen Markt, das mit der jüngsten Bobcat-APU, der E2-2000, ausgestattet ist. Der heutige Test muss wie schon bei den letzten Artikeln mit Mainboards samt verlöteter APU differenziert betrachtet werden.

    Die E2-2000-APU zeigt die Fortschritte in der Fertigung der kleinen APUs. Gegenüber der ersten Version in Form der E-350 stehen 150 MHz mehr CPU-Takt pro Kern und 38 MHz Basistakt bei der iGPU auf dem Papier. Dank eines GPU-Turbos (Turbo CORE) können es maximal 200 MHz mehr bei der iGPU werden. Gegenüber der unmittelbaren Vorgängerversion E-450 fällt der Unterschied mit 100 MHz sowohl bei CPU und GPU (mit Turbo) geringer aus. Die Abstände sind auf den ersten Blick gering und nun stellt sich die Frage: Wie viel bleibt davon im Endeffekt übrig?

    Im Mittel messen wir 6 % mehr Leistung. Vor allem der GPU-Turbo mit maximal 700 MHz für die integrierte Radeon HD 7340 zeigt einen ordentlichen Leistungsschub bei GPGPU-Anwendungen. In der Praxis muss man entsprechende Anwendungen aber auch nutzen. Im Alltag sind die geringen Unterschiede aber trotzdem spürbar. Das kleine Takt-Plus sorgt für ein besseres Multitasking-Gefühl. Als Tuning-Möglichkeit empfehlen wir bei lahmenden E-Serie-basierten Systemen aber weiterhin eine SSD.

    Beim Übertakten der APU geht AMD laut unseren Informationen seitens ASUS nun den Weg, die iGPU von der CPU zu trennen. Das bedeutet, dass eine Steigerung des Referenztaktes nur Auswirkungen auf den CPU-Takt hat. 10% mehr Leistung lassen sich ohne Probleme entlocken und sind spürbar. Die Leistungsaufnahme erhöht sich um 18 %. Vor allem bei knapp kalkulierten Notebooks, bei denen der Hersteller nur mit den 18 W Verlustwärme rechnet, muss man dann aufpassen. Die Kühllösung unseres ASUS E2KM1I DELUXE hat keine Probleme mit der höheren Abwärme. Anteil daran hat auch die Entscheidung des Herstellers, von einer passiven auf eine aktive Kühllösung umzusteigen. Leise bleibt das System dadurch immer noch, denn wirklich heraushörbar ist der verbaute Lüfter nicht.

    Während der Fortschritt vom E35M1-I DELUXE zum E45M1-I DELUXE bis auf den Tausch der APU nicht wirklich erkennbar war, hat ASUS dem E2KM1I DELUXE ein paar Änderungen zuteilwerden lassen. Vor allem der Onboard-Sound hat dabei qualitativ zugelegt. Der Wechsel von NEC-USB-3.0-Controllern zu ASMedia-Modellen gehört ebenfalls zu den Neuerungen. Die Leistung ist gut und reicht aus, um auch SSDs gewinnbringend einsetzen zu können. Gleichermaßen kann die SATA-Leistung überzeugen.

    Dennoch muss man an dem Mainboard auch ein wenig Kritik üben. ASUS verlötet zwei separate USB-3.0-Controller auf dem PCB, obwohl mit dem Fusion Controller Hub A68M eine passende Lösung bereitstehen sollte. Das hätte die schon niedrige Leistungsaufnahme womöglich noch weiter reduzieren können. Ebenso besitzt das mITX-Mainboard wie schon seine Vorgänger zum Beispiel gegenüber dem ASUS E45M1-M PRO (µATX) keine Möglichkeit, den Speichertakt höher als die von AMD vorgeschriebenen 1333 MHz einzustellen.

    Schlussendlich bleibt festzustellen, dass die Änderungen der E2-2000-APU gering ausfallen und im Vergleich zum Vorgängermodell E-450 nur in bestimmten Anwendungsszenarien ihre Wirkung zeigen. Der Schritt vom E-350 zum aktuellen Modell ist dafür deutlicher spürbar und vor allem durch Overclocking lässt sich noch deutlich mehr aus einer E-Serie-APU herausholen. Das ASUS E2KM1I DELUXE als komplettes Produkt ist ein rundes Paket und begnügt vor allem die Kundschaft, denen normales HD-Erlebnis ausreicht. 3D-Video-Inhalte sind weiterhin nicht realisierbar. Dafür hat das Mainboard hinsichtlich der Audioqualität zugelegt.

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    amdfanuwe (18.04.2013), Bond.007 (19.04.2013), Crashtest (18.04.2013), deoroller (18.04.2013), Dr4go (18.04.2013), Dr@ (18.04.2013), klomax (18.04.2013), MrBad (18.04.2013), Nosyboy (18.04.2013), Opteron (22.05.2013), PlayerOne (20.04.2013), PuckPoltergeist (20.04.2013), Runningduck (18.04.2013), skibice (18.04.2013), Species_0001 (19.04.2013), stolperstein (22.04.2013), Stryki (20.04.2013), tex_ (18.04.2013), TrippleM (18.04.2013), wintermute_3dc (19.04.2013)

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