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    Akasa AK-CC1101EP02 & Xigmatek Praeton LD963


    Nach den Tests der letzten Kühler, die sich nicht durch eine geringe Höhe auszeichneten, wollen wir euch wieder zwei flache Kühler vorstellen. Zugleich stammen die letzten Reviews beider Hersteller aus den Jahren 2010 und 2011. Viel Zeit ist also vergangen. Akasa bietet für kompakte mITX-Systeme schon seit einiger Zeit passende Kühler an. Zum Crypto-Gehäuse sendete uns der Hersteller seinerzeit einen Kühler mit, leider war dieser nur für Intel-Sockel geeignet. Nun halten wir aber den AK-CC1101EP02 in der Hand, mit 29 mm ein wahrer Winzling. Zum Akasa-Kühler gesellt sich heute der Xigmatek Praeton LD963. Mit einer Höhe von 44 mm ist der Kühler nicht ganz so flach, dafür ist der Aufbau recht interessant. Die Kühlfläche ist leicht angeschrägt und sollte dadurch eine effektivere Kühlung umliegender Bauteile ermöglichen können. Bei beiden Kühlern wird es interessant werden, was sie zu leisten im Stande sind. Wir wünschen euch viel Spaß auf den folgenden Seiten!

    Wir möchten uns bei Caseking für die Bereitstellung der beiden Samples bedanken.

    [BREAK=Testsystem]
    Entgegen den älteren CPU-Kühler-Tests kommen an dieser Stelle mehrere Konfigurationen zum Einsatz. Damit wollen wir insgesamt vier TDP-Klassen abdecken: 45, 65, 95 und 125 Watt.

    Lange Zeit war es schwierig, verlässliche Temperaturwerte der internen Dioden zu bekommen und mit dem C3-Stepping der K10-CPUs schien das Problem weitestgehend gelöst. Beim zum Einsatz kommenden AMD Phenom II X3 720BE handelt es sich noch um ein Modell mit C2-Stepping, sodass die Temperaturen vermutlich ca. 10 °C zu niedrig angezeigt werden. Der Vergleichbarkeit unter den Kühlern schadet dieser Umstand aber nicht, da für alle die gleichen Bedingungen gelten.

    Unser Testsystem:
    • AMD Athlon II X2 240e (45 W TDP), AMD A4-3400 (65 W TDP), AMD Phenom II X3 720BE (95 W TDP) und AMD FX-8150 (125 W TDP)
    • Sapphire IPC-AM3DD785G, Gigabyte GA-A55M-DS2 oder ASUS Crosshair V Formula
    • 2 x 2 GB Patriot AMD Memory Entertainment Edition DDR3-1600 oder 2 x 4 GB G.Skill RipJaws-X DDR3-1866
    • Enermax Pro82+ 385 Watt
    • Wärmeleitpaste: Arctic Cooling MX-4

    Planet 3DNow! testet mit Hardware von getgoods.de

    Die Lautstärke messen wir mit einem dB(A)-Messgerät aus einem frontalen Abstand zum Lüfter von 1 cm. Daher erscheinen die Werte mit im Schnitt über 40 dB(A) recht hoch. Allerdings verfügen wir leider nicht über einen schallisolierten Raum und können nur so Nebengeräusche weitestgehend ausschließen. Anzumerken ist hier aber, dass in einem subjektiv völlig lautlosen Raum immer noch 35 dB(A) gemessen werden. Hier sollte man bedenken, dass Hersteller in schallarmen Räumen üblicherweise aus ca. 1 m Entfernung ihre Lüfter frei schwebend messen. Das sind allerdings keine realistischen Werte, die man auf die Praxis beziehen kann.

    Als kleine Hilfe kann man sich zur Orientierung folgendes vor Augen halten, wenn man ein geschlossenes Gehäuse verwendet:
      < 40 dB(A) - nicht wahrnehmbar
      40-42 dB(A) - extrem leise
      42-44 dB(A) - leicht wahrnehmbar
      44-46 dB(A) - leise, aber hörbar
      46-48 db(A) - hörbar
      48-50 dB(A) - deutlich wahrnehmbar
      > 50 dB(A) - laut

    Wer extrem geräuschempfindlich ist, wird auch mit einer Lautstärke von 39 dB(A) nicht so wirklich glücklich sein. Insgesamt ist es immer von der subjektiven Wahrnehmung abhängig, wie stark man eine gewisse Lautstärke empfindet. Allgemeingültig ist diese Orientierungshilfe nicht, spiegelt aber grob das allgemeine Empfinden wieder.

    Die Umgebungstemperatur beträgt bei den Messungen ca. 28 °C. Das erscheint recht viel, ist aber bei einem offenen Testaufbau – wie wir ihn verwenden – realistischer mit einem geschlossenen Gehäuse zu vergleichen. Sommerliche Wetterverhältnisse treiben die Temperaturen in den Gehäusen noch höher, weshalb wir empfehlen, immer eine Reserve von ca. 5 °C zu addieren.

    [BREAK=Akasa AK-CC1101EP02]
    Akasa AK-CC1101EP02 & Xigmatek Praeton LD963

    Technische Daten:
    • Preis: ab ca. 13,00 €
    • Maße (BxHxT): 80x29x80 mm
    • Material: Aluminium
    • Gewicht: ca. 180 g
    • Lüfter: 80x80x10 mm
    • Lüfterdrehzahl: 600-3000/min (Herstellerangabe) ; im Test: 530-3300/min
    • Lüfteranschluss: 4-Pin (PWM)
    • Beleuchtung: Nein
    • Aufbau: Top-Blow-Kühler
    • Sockel: AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2
    • Nebengeräusche: leichtes Klackern, bei hohen Drehzahlen hochfrequente Schwingungen (Brummen)
    • Art der Lüfterbefestigung: Schrauben

    Einbau:
    • AMD: Klammer, Mainboard-Ausbau nicht nötig
    • Intel: nicht möglich


    Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste (bereits aufgetragen)

    Besonderheiten beim Einbau auf AMD-Systemen: Der Akasa AK-CC1101EP02 verwendet das von den Boxed-Kühlern bekannte Klammersystem. Der Kühler wird so aufgesetzt, dass die Ösen an den Haltenasen der Halterung anliegen. Durch das Umlegen des Hebels wird die Klammer gespannt und der nötige Anpressdruck erzeugt.


    Akasa bietet für das mITX-Segment eine ganze Reihe an CPU-Kühlern an. Nur die wenigsten davon sind für AMD-Systeme geeignet. Mit dem AK-CC1101EP02 haben wir einen der flachsten Kühler überhaupt in der Hand. Aktuell zeigt ein Blick in den Preisvergleich, dass der Akasa-Kühler auch das günstige Modell bis 30 mm Höhe ist. Mit insgesamt 29 mm unterbietet er alle bisher von uns getesteten Kühler deutlich. In Schlagdistanz wäre nur ein Gelid Slim Silence AM2, der uns bis jetzt nicht zur Verfügung stand. Preislich liegt er auch (relativ gesehen) ein ganzes Stückchen oberhalb des AK-CC1101EP02. Der Akasa-Winzling nimmt auf der regulären AMD-Halterung Platz. Einen Überhang gibt es nicht und somit sollte sich der Kühler für alle gängigen Systeme eignen.

    Akasa AK-CC1101EP02 & Xigmatek Praeton LD963 Akasa AK-CC1101EP02 & Xigmatek Praeton LD963 Akasa AK-CC1101EP02 & Xigmatek Praeton LD963

    Akasa verzichtet beim AK-CC1101EP02 auf komplizierte Heatpipe-Konstruktionen. Aufgrund der flachen Bauweise wären die aber nicht nur sinnlos, sondern auch Verschwendung. Der Aluminium-Kühlkörper besteht aus einem Stück und ähnelt damit einem AMD-Boxed-Kühler in gewisser Weise, nur eben flacher. Ab Werk ist auf dem Boden des Kühlers eine Schicht Wärmeleitpaste aufgebracht. Aufgrund der guten Wärmeleitfähigkeit und der kompakten Abmessungen geht die Abwärme der CPU oder APU schnell auf den gesamten Kühlkörper über. Die Seele des Kühlers ist ein Block, der nicht durch den Lüfter bedient werden kann, da hinter der Nabe keine unmittelbare Kühlwirkung möglich ist. Die in alle Richtungen zeigenden Kühllamellen ermöglichen zusätzlich die Kühlung umliegender Bauteile.

    Beim Lüfter setzt Akasa auf ein verschraubtes 80-mm-Modell mit einer Höhe von 10 mm. Das bedeutet, dass der Lüfter höher drehen muss, um einen angemessenen Luftdurchsatz zu erreichen. Im Vergleich mit bereits von uns getesteten Konkurrenzkühlern zeigt sich, dass der Regelbereich mit der Verwendung des ASUS Crosshair V Formula doch recht eingeschränkt ist, aber sehr linear verläuft. Das Gigabyte GA-A55M-DS2 regelt hier ein wenig anders. Der dabei entstehende Schallpegel übersteigt die Konkurrenz, aber der Xigmatek Praeton LD963 übertrifft das Ergebnis noch. Im niedrigen Drehzahlbereich kann sich der Lüfter durch einen ruhigen Lauf mit leichtem Klackern in Szene setzen. Steigt die Drehzahl, wird das entstehende Luftrauschen durch ein hochfrequentes Nebengeräusch überlagert. Diese Schwingungen werden aber nicht spürbar weitergegeben.

    Akasa AK-CC1101EP02 & Xigmatek Praeton LD963 Akasa AK-CC1101EP02 & Xigmatek Praeton LD963

    Der Akasa AK-CC1101EP02 ist aufgrund seiner geringen Größe nur bedingt für Prozessoren mit einer TDP von 65 Watt geeignet. Während wir bei 45 Watt Verlustleistung noch genügend Spielraum sehen, um den Schallpegel zu optimieren, sind bei 65 Watt bereits deutlich schlechtere Werte aufgetreten. Der zunehmende Abstand zum AMD-Boxed-Kühler zeigt, dass schlichtweg der Kühlkörper keine großen Reserven bietet. Demzufolge halten wir TDP-Werte um die 45-50 Watt für das Maximum, was dauerhaft den Kühler belasten sollte.

    Fazit
    Der Akasa AK-CC1101EP02 ist mit 29 mm einer der flachsten derzeit erhältlichen Kühler für AMD-Systeme. Die Kühlleistung ist aufgrund der begrenzten Kühlfläche, des einfachen Aufbaus und des flachen Lüfters erwartungsgemäß nicht auf dem Niveau von vielen bisher getesteten Modellen. Der Lüfter bietet ein breites Drehzahlspektrum und kann vor allem einen SilverStone NT07-AM2 in der 45-W-Klasse in Schach halten. Mehr als 65 Watt TDP sollten es aber definitiv nicht werden.

    [BREAK=Xigmatek Praeton LD963]
    Akasa AK-CC1101EP02 & Xigmatek Praeton LD963

    Technische Daten:
    • Preis: ab ca. 19,00 €
    • Maße (BxHxT): 104x44x93 mm
    • Material: Aluminium
    • Gewicht: ca. 200 g (ohne Lüfter)
    • Lüfter: 90x90x15 mm
    • Lüfterdrehzahl: 1200-2800/min (Herstellerangabe); im Test: 750-3100/min
    • Lüfteranschluss: 4-Pin (PWM)
    • Beleuchtung: Nein
    • Aufbau: Top-Blow-Kühler
    • Sockel: AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2, 775, 1150, 1155, 1156
    • Nebengeräusche: leichtes Klackern/Rattern, mit der Drehzahl zunehmende Vibrationen
    • Art der Lüfterbefestigung: Klammer

    Einbau:
    • AMD: Verschraubung, Mainboard-Ausbau nötig
    • Intel: Verschraubung, Mainboard-Ausbau nötig


    Zusätzliches Zubehör: Wärmeleitpaste, Kurzanleitung, Montagematerial, Werkzeug

    Besonderheiten beim Einbau auf AMD-Systemen: Für die Installation des Xigmatek Praeton LD963 ist die Demontage der originalen AMD-Halterung samt Backplate notwendig. Nachfolgend werden an den passenden Halteblechen die Abstandshalter befestigt. Ist die Wärmeleitpaste auf der CPU oder APU aufgetragen, kann auch der Kühler aufgesetzt werden. Die Gewinde der Abstandshalter sind zur Fixierung des Kühlers an der Rückseite des Mainboards gedacht. Die vier beiliegenden Muttern werden aufgedreht und mit dem Werkzeug angezogen.

    Akasa AK-CC1101EP02 & Xigmatek Praeton LD963

    Der Xigmatek Praeton LD963 ist laut Herstellerangaben die Weiterentwicklung des LD964. Er zielt wie auch der Akasa AK-CC1101EP02 speziell auf den Einsatz in flachen Systemen ab. Mit einer Höhe von 44 Millimetern ist er flach, wir haben aber bereits schon geringere Werte gesehen. Gegen genau diese Modelle muss sich der Xigmatek-Kühler aber beweisen.

    Akasa AK-CC1101EP02 & Xigmatek Praeton LD963

    Der Aufbau des Praeton LD963 ist eine kleine Besonderheit. Die vom Kühlerboden aufgenommene Wärme wird über drei Heatpipes zu den oben liegenden Kühlerlamellen übertragen. Die Lamellen sind aber nicht wie gewohnt parallel zum Sockel ausgerichtet, sondern weisen eine leichte Neigung auf. Schaut man von der Seite auf den Kühler, kann man das sehr gut erkennen. Die Folge ist, dass der durch den Lüfter durch die Lamellen gedrückte Luftstrom nicht absolut senkrecht auf den Sockel trifft. Dadurch kann der Luftstrom z.B. genauer auf die Spannungswandler oder andere Bauteile gelenkt werden. Drücken ist auch der passende Ausdruck, wenn wir uns die Lamellen etwas genauer ansehen. Während die Lamellendicke mit der eines Scythe Kozuti beispielsweise übereinstimmt, so sieht das beim Abstand der Lamellen schon etwas anders aus. Wir messen 1,0 mm Abstand von Lamelle zu Lamelle – zum Vergleich: Ein Scythe Kozuti weist einen Wert von 1,5 mm aus, ein Noctua NH-L12 1,6 mm. Der Lüfter muss in der Konsequenz einen höheren statischen Druck aufbauen als bei den genannten Kühlern.

    Akasa AK-CC1101EP02 & Xigmatek Praeton LD963

    Der verbaute 90-mm-Lüfter ist mit Klammern am Kühlkörper befestigt und lässt sich bei Bedarf austauschen. Wie beim Akasa-Lüfter können wir bei geringen Drehzahlen ein leichtes Klackern feststellen, bei hohen Drehzahlen neigt das Modell ebenfalls zu Schwingungen. Auf den höchsten Stufen bleibt dann die Frage offen, was nun störender ist: Das Luftrauschen oder das hochfrequente Schwingen des Lüfters. Im Gegenzug können wir aber Entwarnung geben, was die Vibrationen des Gesamtsystems betrifft. Es ist mit keiner merklichen Übertragung auf das Mainboard zu rechnen.

    Akasa AK-CC1101EP02 & Xigmatek Praeton LD963

    Während der Akasa AK-CC1101EP02 bereits bei 65 Watt leistungsmäßig die Segel streichen muss, kann sich der Xigmatek Praeton LD963 selbst mit 95 Watt Verlustleistung noch arrangieren. Lediglich bei unserer A4-3400-APU von AMD sehen wir eine Schwäche des Praeton LD963. Wir erreichen ungewöhnlich hohe Temperaturen, sodass sich die APU relativ schnell durch Heruntertakten (Throttling) vor zu starker Hitzeentwicklung schützt. Wir bemerken, dass die Kühlleistung maßgeblich vom Anpressdruck abhängt. Ziehen wir die Schrauben etwas stärker an, erreichen wir die lauffähigen Temperaturen. Nur eine Umdrehung weniger verliert der Kühler an Leistung. Die Lamellen des Kühler bleiben relativ kühl, während die APU ins Schwitzen kommt.

    Akasa AK-CC1101EP02 & Xigmatek Praeton LD963 Akasa AK-CC1101EP02 & Xigmatek Praeton LD963

    Fazit
    Der Xigmatek Praeton LD963 kann ein leistungsfähiger Kühler sein. In unserem Test sehen wir bei 95 Watt Verlustleistung des Prozessors immer noch genügend Potenzial, um den Schallpegel optimieren zu können. Die Abmessungen sind kompakt und das Konzept mit der angeschrägten Kühlerfläche ermöglicht die Ausrichtung des Kühlers auf umliegende Bauteile des Mainboards, die einer Kühlung bedürfen. Mit der Konkurrenz kann der Kühler zwar hinsichtlich der Kühlleistung weitestgehend mithalten, im Hinblick auf den Schallpegel muss der Xigmatek-Kühler aber zurückstecken. Die engstehenden Lamellen sorgen dafür, dass der Lüfter höhere Drehzahlen und einen höheren statischen Druck benötigt, um Leistung zu bringen. Hinzu kommt, dass bei unserem Sample die Hitzeverteilung nicht zufriedenstellend funktionierte. Die Test-APU kann aufgrund eines zu geringen Anpressdrucks nicht erwartungsgemäß gekühlt werden.
    Schlussendlich punktet der Xigmatek Praeton LD963 vor allem beim Preis. Knapp 13 Euro sind ein durchaus fairer Preis. Mit leichten Schwächen muss aber gerechnet werden.

    [BREAK=Kühlleistung AMD Athlon II X2 240e]



    [BREAK=Kühlleistung AMD A4-3400]



    [BREAK=Kühlleistung AMD Phenom II X3 720BE]



    [BREAK=Lautstärke bei 7 V und 12 V Lüfterspannung]



    [BREAK=PWM-Steuerung]
    Wie schon bei den letzten Tests stehen vor allem die Messungen mithilfe der Pulsweitenmodulation im Mittelpunkt unserer Betrachtungen. Hier lässt sich nicht nur das Regelverhalten des Lüfters beurteilen, sondern auch einschätzen, wo Reserven liegen. Zuerst wollen wir einen Blick auf den jeweils verwendeten Lüfter werfen.


    Zu sehen sind die erreichten Drehzahlen mit der Verwendung des Gigabyte GA-A55M-DS2. Der Akasa-Lüfter zeigt bei niedrigen PWM-Werten keine Änderung der Drehzahlen. Ebenso muss beachtet werden, dass die Drehzahl zu Beginn niedrig angesetzt wird. Steigt das PWM-Signal, nimmt die Drehzahl konsequent zu und liegt zum Schluss auf dem Niveau eines Scythe Kozuti. Der Lüfter des Xigmatek Praeton LD963 setzt die Startdrehzahl ebenso unterhalb der bisher getesteten Konkurrenzmodelle an, steigt aber im Verlauf weniger stark an. Man könnte den Verlauf als nahezu linear beschreiben.


    Beim entstehenden Schallpegel zeigt sich, dass der Akasa AK-CC1101EP02 ebenso niedrig beim Schallpegel beginnt und sich bei Höchstdrehzahl knapp oberhalb eines Noctua NH-L9a einpendelt. Bei Niedriglast könnte der Akasa-Lüfter also seine Vorteile haben. Der Xigmatek Praeton LD963 bewegt sich bei der Startdrehzahl im Mittelfeld der Konkurrenz, offenbart aber einen sehr schnell ansteigenden Schallpegel, der im Endeffekt über den Mitbewerbern liegt.

    Aufgrund der Tatsache, dass beide Kühler eher für den Einsatz im HTPC-Segment gedacht sind, haben wir den Test-Parcours ein wenig eingekürzt. Auch wenn Xigmatek für den Praeton LD963 vorgibt, auch noch mit 125 Watt zurechtzukommen, haben wir diesen Test ausgelassen. Der Akasa AK-CC1101EP02 tritt nur bis 65 Watt TDP an. Was die Kühler zu leisten im Stande sind, wollen wir uns nun ansehen.


    Bei 45 Watt Verlustleistung müssen beide Kühler ordentlich zurückstecken. Sie sind lauter als ein AMD-Boxed-Kühler für eine AMD-A4-3400-APU. Das verheißt erst einmal nichts Gutes. Im Gegenzug muss man aber sehen, dass der Akasa AK-CC1101EP02 nahezu die gleiche Kühlleistung bei ca. 10 mm weniger Bauhöhe erreicht. Der Schallpegel lässt sich weitreichend optimieren. Der Xigmatek Praeton LD963 kann sich zwar leistungsmäßig gut positionieren, dafür ist der Schallpegel ein wenig zu hoch. Ein Scythe Kozuti ist flacher und leiser, aber auch teurer.


    Bei 65 Watt Verlustleistung sehen wir die Schwäche des Xigmatek Praeton LD963. Die Kühlleistung reicht nur knapp aus, um die APU vor dem Throttling zu bewahren. Wie schon im entsprechenden Kapitel beschrieben, ist der erzeugte Anpressdruck anscheinend zu gering. Der Akasa AK-CC1101EP02 ist an dieser Stelle leistungstechnisch am Ende. Oben links sehen wir nur noch einen kleinen Strich, Potenzial zur Schallpegelreduktion ist nicht mehr vorhanden.


    Verwenden wir wieder eine CPU, diesmal mit 95 Watt Verlustleistung, kommt der Xigmatek Praeton LD963 wieder ins Spiel. Zusammengefasst kann man sagen, dass die Kühlleistung auf dem Niveau eines Scythe Kozuti liegt, dabei aber auch ein höherer Schallpegel vorherrscht. Die Schwäche des Xigmatek-Kühlers ist und bleibt der Schallpegel.

    [BREAK=Fazit]

    Mit dem Akasa AK-CC1101EP02 und dem Xigmatek Praeton LD963 haben wir uns wieder einmal zwei HTPC-taugliche Kühler angesehen. Der Akasa-Kühler richtet sich vor allem an Nutzer mit ultraflachen Gehäusen, das Xigmatek-Modell dürfte auch Nutzer mit CPUs höherer TDP-Klassen ansprechen.

    Der Akasa AK-CC1101EP02 ist mit 29 mm das flachste Modell, das wir bisher getestet haben. Laut unseren Tests sollte man den Kühler für CPUs/APUs bis zu einer TDP von ungefähr 45 Watt verwenden, um bei Dauerlast die Möglichkeit zu haben, den Schallpegel zu optimieren. Durch die geringe Höhe eignet sich der Kühler für nahezu alle am Markt erhältlichen mITX-Gehäuse. Der Aufbau des Kühlers ist recht einfach und kommt ohne Heatpipes aus. Beim Lüfter setzt Akasa auf ein Modell mit geringerer Bauhöhe, wobei das Lager ein leichtes Klackern aufweist. Ist Leistung gefordert, fällt aber eher das typische Luftrauschen auf. Durch das Top-Blow-Konzept kühlt der Akasa AK-CC1101EP02 ebenso die umliegenden Bauteile des Mainboards.

    Betrachtet man den Kaufpreis, der aktuell beim günstigsten Händler um die 13 Euro beträgt, so muss man das Thema Preis/Leistung differenziert betrachten. Hinsichtlich der Kühlleistung muss man ganz klar sagen, dass der Akasa AK-CC1101EP02 nur geringe Reserven bietet und man eher zu anderen Modellen greifen sollte. Wird die Bauhöhe entscheidend, kann der Kühler aber den Unterschied ausmachen, denn so muss man sich in engen mITX-Gehäusen nicht unbedingt auf die Nutzung von AMDs E-Serie oder Intels Atom beschränken.

    Der Xigmatek Praeton LD963 ist mit einer Bauhöhe von 44 mm knapp höher als ein Scythe Kozuti. Die angeschrägte Kühlfläche kann dafür sorgen, dass die umliegenden Bauteile des Mainboards effektiver gekühlt werden. Die drei Heatpipes sollen für eine effiziente Verteilung der Wärme auf die Kühllamellen sorgen, jedoch zeigen sich in unserem Test vermutlich leichte Schwächen beim Wärmeübergang. Wir erkennen, dass die Kühlleistung im Zusammenspiel mit unserer APU maßgeblich vom Anpressdruck abhängt. Da die Schrauben bis zum Anschlag gespannt sind, sehen wir eine unerwartet niedrige Kühlleistung. Kommen CPUs zum Einsatz, zeigt der Xigmatek-Kühler bis hinauf zu 95 Watt TDP gute Leistungen, die ausreichen, um die Lüfterdrehzahl und somit den Schallpegel anpassen zu können. Der Schallpegel ist ein großes Thema beim Praeton LD963. Die engstehenden Lamellen verlangen nach einem entsprechenden statischen Druck des Lüfters, der sich nur durch höhere Drehzahlen erreichen lässt. Somit wird der Xigmatek Praeton LD963 nie wirklich zum Leisetreter.

    Mit einem Preis von ungefähr 19 Euro beim günstigsten Online-Händler muss sich der Xigmatek Praeton LD963 zudem den direkten Vergleich mit dem Scythe Kozuti gefallen lassen. Dieser kostet zwar ein paar Euro mehr, bietet aber auch einen geringeren Schallpegel und eine konstantere Kühlleistung. Dafür lässt sich dort der Lüfter nur schwer austauschen.

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