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    Die neue Basis für unsere mITX-Gehäusetests: MSIs FM2-A75IA-E53


    Seit 2010 berichten wir nun regelmäßig über Produkte aus dem mITX-Segment. Inzwischen haben wir über 30 Gehäuse getestet. Unsere Testplattform für diese Tests ist aber auch inzwischen dementsprechend alt, sodass ein größeres Update ansteht. Das heißt nicht, dass wir nun alles über den Haufen werfen und einen kompletten Neuanfang machen. Vielmehr wird das in der nächsten Zeit einen größeren Arbeitsaufwand bedeuten, denn um die Vergleichbarkeit einschätzen zu können, werden in den nächsten Tests beide Plattformen zu sehen sein, wie es schon beim letzten Test des Cooltek Coolcube Mini der Fall war.

    Eine A10-5700-APU aus dem Hause AMD wird für die zukünftigen Tests zum Einsatz kommen und von dem bereits getesteten Noctua NH-L9a gekühlt. Der flache Kühler soll wie schon der bekannte SilverStone NT07-AM2 eine größtmögliche Kompatibilität garantieren. Die Basis für die erneuerte Plattform aber bildet das MSI FM2-A75IA-E53. Hinter der Bezeichnung versteckt sich ein mITX-Mainboard, das auf den aktuellen Sockel FM2 setzt. Als Fusion Controller Hub kommt der bekannte A75 zum Einsatz, welcher unserer Testplattform USB 3.0 zur Verfügung stellt.

    Anstatt die Plattform wortlos in Dienst zu stellen, haben wir das Mainboard und dessen Funktionen ein wenig genauer unter die Lupe genommen. Dazu gehört auch die Möglichkeit, einzelne Module abschalten zu können und somit unterschiedliche Konfigurationen zu testen. Viel Spaß auf den folgenden Seiten!

    Wir möchten uns bei MSI für die Bereitstellung des Mainboards bedanken.

    [BREAK=Testsystem]
    In unserem heutigen Test vergleichen wir vor allem zwei Systeme miteinander:

    neue Testplattformalte Testplattform
    CPU/APUAMD A10-5700
    Basistakt: 4x 3,4 GHz
    Turbo: 4,0 GHz
    AMD Athlon II X2 240e
    Basistakt: 2x 2,8 GHz
    Turbo: ---
    MainboardMSI FM2-A75IA-E53Sapphire IPC-AM3DD785G
    CPU-KühlerNoctua NH-L9aSilverStone NT07-AM2
    GrafiklösungAMD Radeon HD 7660D
    Shaderprozessoren: 384 (VLIW4)
    GPU-Takt: 760 MHz
    VRAM: vom Hauptspeicher
    AMD Radeon HD 5570
    Shaderprozessoren: 400 (VLIW5)
    GPU-Takt: 650 MHz
    VRAM: 1024 MB DDR3
    Arbeitsspeicher2x 2 GB Patriot AMD Memory Entertainment Edition DDR3-1600
    oder
    2x 4 GB G.Skill RipJaws-X DDR3-2133
    2x 2 GB Patriot AMD Memory Entertainment Edition DDR3-1600
    Festplatten2,5“ - Fujitsu MHZ2250BH G2 mit 250 GB und ADATA S510 mit 120 GB
    NetzteilXilence XP250.SFX


    Verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkung
    Microsoft Windows 7 Professional64 Bit
    DirectX11
    Grafiktreiber13.1
    3DMark 111.0.2
    3DMark 061.2.0
    7-Zip64 Bit, 9.20
    AMD System Monitor1.0.0.9
    Cinebench64 Bit, 10 & 11.5
    Crysis Benchmark Tool1.0.0.5
    Crysis Demo1.00.0000
    FurMark1.9.1
    HD Tune2.55
    Lost Planet 2 – Benchmark1.00.0000
    LuxMark2.0
    Prime9526.6
    Resident Evil – Benchmark1.00.0000
    RightMark Audio Analyser6.2.3
    Company of HeroesGold Edition
    Truecrypt 7.1


    Für die Messung der Leistungsaufnahme kommt ein Voltcraft Energy Check 3000 zum Einsatz. Der angegebene Wert gilt für das gesamte System ohne Monitor.

    [BREAK=Technische Daten/Lieferumfang]
    Die technischen Daten des MSI FM2-A75IA-E53 entnehmen wir der entsprechenden Produktseite des Herstellers:

    CPUAMD® A10/A8/A6/A4-APUs für den FM2-Sockel
    ChipsatzAMD® A75 Chipsatz (Fusion Controller Hub)
    Hauptspeicherunterstützt zwei unbuffered DIMMs mit 1,5 Volt DDR3 1066/1333/1600/1866/2133*(OC) DRAM, 16 GB Max
    Erweiterungskarten-Slots1x PCI Express gen2 x16 slots
    On-Board SATA
    • 4x SATA 6-Gb/s-Ports durch AMD® A75
      • unterstützt Speicher- und Datentransferraten bis zu 6Gb/s
      • SATA1~4 Ports unterstützen RAID 0/1/10 Modi durch AMD® A75
    • 1x eSATA 3Gb/s Port durch AMD® A75
    Audio
    • Chipsatz-integrierter Controller vom Typ Realtek® ALC887
      • flexibler 8-Kanal-Klang mit Klinken-Erkennung
    • konform mit Azalia-1.0-Spezifikationen
    LAN
    • Realtek-Controller RTL8111E (PCIe; Gigabit-LAN)
      • unterstützt 10 Mbit/s, 100 Mbit/s und 1000 Mbit/s
    USB 3.0
    • 2x USB 3.0 am Backpanel durch AMD® A75
    • 1x USB-3.0-Onboard-Konnektor durch AMD® A75
    Bluetoothunterstützt Bluetooth 3.0+HS
    Wi-Fiunterstützt Wi-Fi 802.11 b/g/n
    Interne I/O-Konnektoren
    • 1 x ATX 24-pin power connector
    • 1 x ATX 4-pin 12V CPU power connector
    • CPU x 1 / System x 1 FAN connectors
    • 1 x Front panel audio connector
    • 1 x USB 2.0 connectors
    • 1 x USB 3.0 connector
    • 1 x Serial port connector
    • 1 x TPM Module connector
    • 1 x Clear CMOS jumper
    • 1 x Chassis Intrusion connector
    Back Panel I/O Ports
    • 1x Optical S/PDIF-out port
    • 1x PS/2 Tastatur/Maus (kombinierter Anschluss)
    • 1x Grafikkarten-Slot**, unterstützt eine maximale Auflösung von 1920x1200 @ 60 Hz
    • 1x HDMI-Port**, unterstützt eine maximale Auflösung von 1920x1080 @ 60Hz
    • 1x Wi-Fi-Modul mit einem Antennenanschluss
    • 2x USB-3.0-Ports
    • 1x eSATA-Port
    • 1x Bluetooth-Modul
    • 4x USB-2.0-Ports
    • 1x LAN-Port
    • 3x Audio-Ports

    (**Dieses Mainboard unterstützt die Dual-Display-Funktion durch die beiden Onboard-Videoausgänge.)
    AbmessungenMini-ITX (170 mm x 170 mm)
    Montage4x Montagebohrungen


    Im Lieferumfang des MSI FM2-A75IA-E53 finden sich folgende Kleinteile:
    • Treiber-DVD
    • Handbuch (mehrsprachig)
    • WLAN-Antenne
    • Mainboard-Blende

    Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53


    [BREAK=MSI FM2-A75IA-E53 – Layout]
    Das MSI FM2-A75IA-E53 ist eines der wenigen verfügbaren mITX-Mainboards mit AMDs FM2-Sockel. Auf diesem können die aktuellen A-Serie-APUs der zweiten Generation Platz finden, über die wir schon mehrfach berichtet haben (AMD A10-5800K, A10-5700, A8-5500).

    Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53

    Wir haben uns bewusst für das MSI-Mainboard entschieden, da es einen großen Vorteil bietet: Die beiden DDR3-RAM-Slots hat der Hersteller an der rechten Kante des Mainboards platziert. Bereits einmal mussten wir feststellen, dass diese Konstellation Vorteile bietet, da an der oberen Kante angeordnete Slots im Streacom FC8 zur Kollision der RAM-Module mit den Heatpipes der Kühlung führten. Weiterhin müssen wir feststellen, dass sich alle neueren mITX-Mainboards mit AMD-APU am Design der Mainboards für Intel-Prozessoren orientieren. Das bedeutet, dass der Sockel weiter in Richtung des PCIe-x16-Slots gewandert ist. Das bietet sowohl einen Vor- als auch Nachteil. Vorteilhaft ist die Position für übergroße Kühler. Da neben dem PCIe-Slot in einigen Gehäusen Platz vorhanden ist, kann der Kühler an dieser Stelle ausladender ausfallen. Auf der anderen Seite bedeutet dieser Fakt aber auch, dass die Nutzung des PCIe-Slots eingeschränkt werden kann. Ob dieser Fall bei dem geringen Platzangebot vieler mITX-/HTPC-Gehäuse jemals wirklich von Bedeutung sein wird, kann nur der geneigte Käufer entscheiden.

    Aufgrund der maximalen Spezifikation der APUs seitens AMD, dass lediglich eine maximale thermale Verlustleistung (Thermal Design Power, kurz TDP) von maximal 100 Watt spezifiziert wird, verzichtet MSI beim FM2-A75IA-E53 auf ausladende Kühlkonstruktionen für die Spannungswandler sowie den verbauten Fusion Controller Hub (FCH) A75. Bei diesem FCH integrierte AMD noch vor dem großen Konkurrenten Intel einen USB-3.0-Controller in den "Chipsatz".

    Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53

    Zwei von diesen USB-3.0-Ports werden intern ausgeführt und können über den blauen, inzwischen schon länger einheitlichen Steckplatz an der oberen Kante des Mainboards auch an der Front eines passenden Gehäuses nutzbar gemacht werden. Darunter finden wir gleich den Header für den älteren USB-Standard 2.0. Daneben sehen wir vier SATA-6-Gbit/s-Ports sowie die 24-polige ATX-Steckerbuchse. Zwischen den Anschlüssen und dem Sockel platziert MSI zwei 4-polige Lüfterstecker. Das bedeutet, dass MSI sowohl für den CPU- wie auch Gehäuse-Lüfter die Regelung per Pulsweitenmodulation (PWM) ermöglicht.

    Links daneben haben wir drei verschiedene Header. Am wichtigsten sind hierbei die Kontakte für die Frontbedienung (Power, Reset, Power-LED und HDD-LED).

    Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53

    Der 4-polige EPS-12V-Stecker zur direkten Stromversorgung der CPU wird von MSI in die linke, untere Ecke des Mainboards geschoben, in direkter Nachbarschaft zum Audio-Controller ALC887 von Realtek. Der Front-Audio-Header befindet sich erwartungsgemäß in direkter Nachbarschaft. Wie der Audio-Chip stammt auch der LAN-Controller von Realtek und hört auf den Namen RTL8111E.

    Der PCIe-x16-Port an der unteren Kante ist unschwer zu erkennen. Dieser ermöglicht auch die Nutzung einer passenden dedizierten Grafikkarte, um die integrierte Grafiklösung einer A-Serie-APU zu unterstützen. Anstatt hier den bereits seit Jahren bekannten Namen CrossFireX zu nutzen, verwendet AMD für diese spezielle Form seit Einführung der A-Serie-APUs der ersten Generation die Bezeichnung Dual Graphics. Welche AMD-Grafikkarten mit welcher APU gepaart werden können, erfahrt ihr auf der AMD-Homepage. Mit den aktuellen "Richland"-APUs haben sich die Empfehlungen nicht geändert.

    Zuletzt möchten wir noch auf Feinheiten des Mainboards eingehen. Wie man sehen kann, verwendet MSI beim FM2-A75IA-E53 ausschließlich Feststoff-Kondensatoren. Die Batterie des Mainboards, welche dafür zuständig ist, die Einstellungen des BIOS/UEFI selbst nach der Trennung vom Stromnetz zu behalten, erhält bei diesem Modell keinen eigenen Sockel. Vielmehr sehen wir eine an die Buchse der Video-Ausgänge geheftete Knopfzelle, welche in einen Schrumpfschlauch eingeschlossen wurde und per Steckverbindung mit dem Mainboard verbunden ist.

    Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53

    Zusätzlichen Gesprächsstoff bietet das Backpanel des MSI FM2-A75IA-E53. Der Hersteller bietet für das Mainboard neben dem oftmals zu sehenden WLAN-Controller (802.11n-Standard) in diesem Fall auch Bluetooth 3.0. Interessant ist, dass neben dem digitalen HDMI-Port auch ein analoger VGA-Port verbaut ist. Das ist nicht mehr selbstverständlich, liegt aber wohl maßgeblich daran, dass viele Beamer noch auf den alten Standard setzen.
    Neben 4x USB 2.0, 2x USB 3.0, eSATA und dem LAN-Port bietet das FM2-A75IA-E53 einen kombinierten Maus-Tastatur-Port im alten PS/2-Standard. Für die Audio-Ausgabe wird auf die analoge Ausgabe weniger Wert gelegt. Drei Audio-Buchsen, darunter zwei für Mikrofon und Line-In, stehen zur Verfügung. Digital kann die Tonausgabe über den HDMI-Port abgegriffen werden, oder aber über den optischen Ausgang.

    Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53


    [BREAK=MSI FM2-A75IA-E53 – BIOS und Kompatibilität]
    Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53

    Das MSI FM2-A75IA-E53 kommt mit einem aktuellen UEFI daher. Für unseren Test verfügte das Mainboard über die zu der Zeit aktuelle Version 1.3. Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen – hierzu haben wir für die interessierten Nutzer alle erdenklichen Screenshots bereitgestellt – müssen wir einige Worte verlieren.
    Auch wenn der Funktionsumfang auf den ersten Blick weitreichend erscheint und interessante Optionen und Möglichkeiten bietet, so finden wir auch Punkte, die uns persönlich stören. Vor allen Dingen betrifft das die Einstellungsmöglichkeiten bezüglich der verschiedenen Versorgungsspannungen des Systems. Während hier bereits MSI-Mainboards mit üppigen Funktionen glänzten, muss der Nutzer beim FM2-A75IA-E53 auf vieles verzichten. Schmerzlich ist hierbei vor allem, dass die APU-Spannung nicht verändert werden kann. Erfahrungsgemäß lässt sich hier durch ein wenig Probieren die Verlustleistung des Systems und damit, ganz wichtig, die Wärmeentwicklung reduzieren.
    Im Gegenzug sehen wir die "CPU Core Control". Dahinter versteckt sich die Möglichkeit, die APU und ihre Kerne weitestgehend frei zu konfigurieren. Seit der Einführung der Bulldozer-Architektur (FX-x1xx) setzt AMD auf eine Modulbauweise. Das CMT-Design weist dabei einer breiteren Floating-Point-Einheit zwei Integer-Einheiten zu. Im Falle der von uns verwendeten AMD A10-5700 bedeutet das nun, dass zwei Module und somit zwei FPUs sowie vier ALUs zum Einsatz kommen. Da AMD werbewirksam die Zahl der Integer-Einheiten als "CPU-Kerne" ansieht, spricht man immer von einem Vierkern-Modell.

    Gegenüber einem nativen Quadcore mit vier FPUs und vier ALUs möchte man trotzdem ca. 80 % der Leistung erreichen und dabei aber sparsamer mit dem Strom umgehen.
    Update: An dieser Stelle hat sich ein Fehler eingeschlichen. Richtig muss es heißen:
    Durch das CMT-Konzept ergibt sich für die zweite Integer-Einheit (ALU) ohne eigenständige Fließkomma-Einheit (FPU) ein Leistungsgewinn von 80 %. Die gesamte Modulleistung beträgt somit folgerichtig 180 % bzw. 90 % gegenüber einem Dual-Core-Prozessor mit zwei ALUs und zwei FPUs.


    Wie das im Detail aussieht, werden wir uns später ansehen, denn wir haben verschiedene Konfigurationen einmal gegenübergestellt.

    Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53

    Bei den ECO-Einstellungen sehen wir den Eintrag "EuP 2013". MSI verspricht damit, die aktuell für dieses Jahr geltende Stufe der EuP/ErP-Norm zu erfüllen. Dahinter verbirgt sich das Bestreben, die Standby-Leistungsaufnahme sukzessive über die Jahre reduzieren zu wollen. Das MSI FM2-A75IA-E53 möchte im ausgeschalteten Zustand maximal 0,5 Watt verbrauchen. Unser Messgerät zeigte maximal 0,1 Watt an, sodass an dieser Stelle der Hersteller Wort hält.

    Bei der Speicherkompatibilität mussten wir leider im Dauerbetrieb Probleme mit unserem G.Skill-RipJaws-X-Speicher (F3-17000CL9D-8GBXM) feststellen, solange der C6-Modus zur teilweisen Abschaltung der APU zum Stromsparen aktiviert. Mit AMDs Entertainment Memory DDR3-1600 CL9 treten Abstürze hingegen nicht mehr auf. Bei Instabilitätsproblemen empfehlen wir also das Abschalten des C6-Modus. Selbst ein BIOS-Update auf die Version 2.0 schafft keine Abhilfe.

    Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53 Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53 Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53 Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53 Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53 Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53 Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53 Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53 Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53 Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53 Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53 Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53 Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53 Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53 Vorstellung MSI FM2-A75IA-E53


    [BREAK=Onboard-Soundsignal]
    Rightmarks Audio Analyzer dient uns wie schon so oft als Anhaltspunkt, wie es um die Qualität der verbauten Audio-Lösung bestellt ist. Sehen wir uns nun einmal an, welche Ergebnisse wir erreicht haben:


    Im Vergleich mit einigen bereits getesteten mITX-Platinen kann sich das MSI-Mainboard "sehr gut" platzieren. In diesem Zusammenhang zeigt sich auch, dass es nicht immer unbedingt das Top-Modell eines Audio-Chips sein muss, um aus der Masse herauszustechen.

    [BREAK=HD Tune – SATA]
    HD Tune in der Version 2.55 ist kostenlos erhältlich und wird oftmals als grober Anhaltspunkt für die Leistungsfähigkeit einer Speicherlösung zu Rate gezogen. Wir nutzen es in unserem Fall sowohl für die Messung einer herkömmlichen Hard Drive Disk (HDD) als auch Solid State Disk (SSD).


    Verwenden wir eine HDD, so zeigt sich das MSI FM2-A75IA-E53 in einer leicht besseren Position. Die mittlere Transferrate liegt über den Werten der für diesen Vergleich herangezogenen Platinen.


    Mit einer SSD kann das MSI-Mainboard eher durchschnittliche Werte aufzeigen.

    [BREAK=Cinebench R10 & R11.5]
    Cinebench ist der zu MAXONs Cinema 4D passende Benchmark, wie man schon leicht am Namen erkennen kann. Es ist ähnlich wie Autodesks Maya variabel für viele Bereiche einsetzbar. Es reicht von der reinen Modellage eines Objekts bis hin zur Animation ganzer Filme. Dabei ist sowohl die CPU von entscheidender Bedeutung als auch die GPU mit ihrer OpenGL-Leistung.




    Die Single-Threaded-Leistung legt 24 % oberhalb des Athlon II X2 240e. Das entspricht in etwa dem Taktvorsprung, den die A10-5700-APU vorweisen kann. Werden mehrere Rechenkerne für die Berechnungen genutzt, kann sich das CMT-Konzept dann deutlich von unserer alten Test-Plattform absetzen. Der OpenGL-Benchmark ist an dieser Stelle knapp 30 % schneller als mit der Athlon-II-CPU an Bord.




    Kommen wir zur aktuellen Version von Cinebench, der Version 11.5. Das Bewertungssystem hat sich an dieser Stelle etwas geändert. Anstatt sowohl die Single- als auch Multithreaded-Leistung auszugeben, rechnen hier immer alle aktiven CPU-Kerne. Beim OpenGL-Test wurde ebenso ein wenig Hand angelegt. Anstatt ein Punktesystem zu verwenden, sprechen wir folgend von realen Bildraten einer Demo-Sequenz.
    Gegenüber dem ASUS F2A85-M PRO aus unserem Launch-Artikel der zweiten Generation der A-Serie-APUs muss sich das MSI FM2-A75IA-E53 minimal geschlagen geben. 3,04 gegenüber 3,02 Punkte beim Cinebench R11.5 stehen zu Buche. Ebenfalls beim OpenGL-Test sehen wir, dass wir aktuell mit 34,6 den 38,2 fps des ASUS-Mainboards ein wenig hinterherhinken. Das kann schon alleine am unterschiedlichen Treiber liegen, der bei APUs zum Einsatz kommt.
    Im Vergleich mit unserer älteren mITX-Testplattform auf Basis des Athlon II X2 240e sehen wir fast die doppelte Leistung. Lediglich bei der 3D-Leistung kann die angegraute AMD Radeon HD 5570 mithalten bzw. sogar noch höhere Werte liefern.

    [BREAK=LuxMark 2.0]
    LuxMark 2.0 basiert auf der Lux Render Engine. Wir verwendeten den Benchmark bereits zur Einführung der leistungsfähigeren A-Serie-APUs. AMD selbst nutzt den Benchmark auch hin und wieder zur Darstellung der Leistung der Produkte. OpenCL, das hier zum Einsatz kommt, scheint demnach gut zu skalieren.


    Beim CPU-Benchmark steckt die A10-5700 unseren angegrauten Athlon II X2 240e deutlich in die Tasche. Der Abstand zum ASUS F2A85-M PRO ist in diesem Fall gering.


    Das gleiche Bild sehen wir beim GPU-Benchmark.


    Sobald nun CPU und GPU gleichzeitig aktiv werden, landet unsere alte Testplattform deutlich abgeschlagen auf dem letzten Platz. Überraschend ist der Unterschied zwischen den beiden Mainboards von MSI und ASUS. Da die beiden vorangegangenen Tests erwartungsgemäß ausfielen, scheint hier ein Problem vorzuliegen.

    [BREAK=POVray v3.7 beta 39]
    POVray ist ähnlich wie Cinebench ein Test, der einzig auf die Prozessorleistung abzielt. Raytracing, übersetzt „Strahlenverfolgung“, ist bis jetzt das einzige Verfahren, das qualitativ hochwertige Renderings ermöglicht. Dabei werden Lichtstrahlen stufenweise verfolgt und mit genauen Parametern an allen Oberflächen gebrochen. Somit lassen sich im Vergleich schönere Bilder als mit den herkömmlichen Render-Verfahren erstellen, wie man sie zum Beispiel von aktuellen Computerspielen gewohnt ist. NVIDIA zeigte zwar bereits lauffähige Demos mit CUDA-Rendering, sodass auch eventuell eine breitere Masse Zugang zu dieser Technik bekommt, aber den Durchbruch im Consumer-Segment hat diese Technik noch nicht erfahren. Schlussendlich zählt in diesem Test also die Anzahl der Bildpunkte, die pro Sekunde berechnet werden können. Bei Full-HD-Auflösung haben wir über zwei Millionen Bildpunkte pro Bild. Um eine optisch flüssige Wiedergabe zu erreichen, benötigt man zum Beispiel bei Spielen, wenn wir diesen Anwendungsfall nehmen, die dreißigfache Menge an Bildpunkten. Um diese doch riesige Anzahl an gerenderten Bildpunkten zu erreichen, benötigt man viel Rechenleistung und CPUs werden dies in naher Zukunft nicht bewältigen können, weshalb der Ansatz NVIDIAs durchaus interessant war. Langer Rede kurzer Sinn, kommen wir zu den Messergebnissen des Raytracers:


    Ist nur ein Thread aktiv, ist die A10-5700 nur rund 16 % schneller als unsere alte Plattform. Beim Multithreading liegen wir dafür weit vorne.

    [BREAK=Truecrypt 7.1 – AES]
    TrueCrypt erschien im Jahr 2004. Seit der Version 1.0 hat sich einiges getan und da auch viele unserer Foren-Nutzer an dessen Performance interessiert sind, darf es nicht fehlen. Der interne Benchmark bietet die Möglichkeit, die verschiedenen Verschlüsselungsalgorithmen zu prüfen. Dazu wird der Arbeitsspeicher als Zwischenspeicher verwendet, um auch schnellere Laufwerke wie SSDs berücksichtigen zu können. Für unseren heutigen Test ist vor allem der Durchsatz bei der AES-Verschlüsselung interessant.


    Wie schon beim Launch-Artikel der Trinity-APUs zu sehen war, können die Modelle durch die hardwarebeschleunigte AES-Verschlüsselung große Vorteile bieten. Unsere hier zum Einsatz kommende A10-5700-APU ist somit fast achtmal schneller als die alte Testplattform.

    [BREAK=3DMark 06 und 3DMark 11]
    Futuremark wird mit seinem Benchmark 3DMark immer wieder gern herangezogen und oftmals sogar als Messlatte genommen. Wir sind uns im Klaren darüber, dass der 3DMark 06 inzwischen nicht mehr aktuell ist, da er noch die DirectX-9-Generation anspricht. Jedoch muss man sehen, dass die Leistungsfähigkeit einer APU nicht immer für die höchsten Einstellungen ausreicht und DirectX 9 noch nicht tot ist. Daher ist vor allem die Performance in diesem Bereich doch noch einmal von Bedeutung.


    Wie schon zuvor zeigt sich, dass das MSI-Mainboard hin und wieder hinterherhinkt.

    Mit dem aktuellen 3DMark 11 veröffentlichte Futuremark seinen zur DirectX-11-API passenden Benchmark. Auch dieser ist bereits von unseren Tests mit den größeren A-Serie-APUs bekannt.


    Die Radeon HD 5570 rettet das Gesamtergebnis für unsere alte Testplattform. Vor allem bei den Werten des Physik-Benchmarks der 3DMark-11-Suite sehen wir den Unterschied: 3686 (A10-5700) gegenüber 1860 Punkte (X2 240e). Da die CPU-Leistung anscheinend nur geringfügig in das Ergebnis eingeht, kommt es zum oben sichtbaren Gesamtergebnis. In diesem Fall fällt auch der Abstand zwischen den MSI- und ASUS-Mainboards geringer aus.

    [BREAK=Spiel – Crysis]
    Crysis setzte bei seiner Veröffentlichung neue Maßstäbe, was den Detailreichtum betraf. Aber auch die Hardware-Anforderungen wurden immens nach oben gesetzt. Bis heute wird der erste Teil aus dem deutschen Entwicklerstudio Crytek immer wieder herangezogen, um die Leistungsfähigkeit von Grafiklösungen auszuloten.


    Crysis setzt hohe Anforderungen an die Grafiklösung. Wie man sehen kann, gerät die A10-5700-APU stark in Rückstand, vor allem gegenüber dem ASUS F2A85-M PRO bei gleicher APU-Bestückung. Selbst die alte Testplattform kann sich hier besser platzieren.

    [BREAK=Spiel – Resident Evil 5]
    Viele sind wohl mit den Resident-Evil-Spielen aufgewachsen. Weil der Benchmark sehr gut reproduzierbare Werte liefert, haben wir diesen schon zur Veröffentlichung der A-Serie-APUs verwendet und nehmen ihn immer wieder gerne.


    Wie schon bei Crysis zu sehen war, muss sich das MSI-Mainboard hinter den Konkurrenten einordnen. Die AM3-Testplattform kann sich hier erstaunlich gut platzieren.

    [BREAK=Spiel – Lost Planet 2]
    Der erste Teil von Lost Planet aus dem Hause Capcom führte den Spieler durch das ewige Eis. Während man sich ständig vor dem Erfrieren schützen musste, war die Verteidigung gegen teils riesige Aliens angesagt. Die Grafik des damaligen DirectX-10-Titels brachte so manche Grafikkarte ins Schwitzen. Der zweite Teil führt in wärmere Gefilde wie den tiefsten Dschungel, bringt aber auch die Technik auf Vordermann. DirectX 11 kann genutzt werden. Compute Shading und Tesselation heißen die neuen Herausforderungen.



    Bei einem neueren Titel der DX-11-Generation kann sich unsere neue Testplattform mit der A10-5700-APU deutlich besser platzieren. Ein Unterschied zwischen den FM2-Mainboards ist nur unter Nutzung von DirectX 11 sichtbar, die Kombi aus Athlon II X2 240e und Radeon HD 5570 muss sich geschlagen geben.

    [BREAK=APU-Modulabschaltung]
    Das MSI FM2-A75IA-E53 ermöglicht die Abschaltung von Modulen, aber auch abweichende Konfigurationen können vorgenommen werden. Wir haben uns die in unseren Augen wichtigsten Konstellationen angesehen. Welchen Unterschied macht es aus, wenn sich zwei "CPU-Kerne" (Integer-Recheneinheiten) eine Gleitkomma-Einheit teilen müssen? Welchen Zugewinn an Leistung bringt ein zweites Modul?


    Wie man an unseren Werten sehen kann, fallen die Unterschiede bei Spielen eher gering aus. Einzelne Spiele, z.B. Crysis und Resident Evil 5, laufen mit einem Modul sogar schneller als mit zwei. Das könnte schon alleine durch Core-Hopping zustande kommen, d.h. die Berechnungen springen von einem zum nächsten CPU-Kern und werden leicht ausgebremst.

    Bei der Leistungsfähigkeit können wir bestätigen, dass die "Flex FP" der Piledriver-basierten APU ca. 80 % der Leistung von zwei separaten FPUs erreicht.
    Update: Wie schon zuvor im Artikel vermerkt, müssen wir auch an dieser Stelle korrigieren. Die erreichte Leistung in unserem Test liegt unterhalb der theoretischen Leistung von 90 % pro Modul.



    [BREAK=Leistungsaufnahme]
    Die Leistungsaufnahme eines Systems ist inzwischen zu einem der wichtigsten Faktoren geworden. Steigende Strompreise sind an der Tagesordnung und so stellt sich immer wieder die Frage: Was wird mich das System im Dauereinsatz denn kosten? Ebenso ist die Leistungsaufnahme auch ein Indiz für die Abwärme, mit der gerechnet werden muss.


    Im Leerlauf zeigt sich das enorme Einsparpotenzial durch den feineren Fertigungsprozess und die technischen Neuerungen wie zum Beispiel den C6-Modus.

    Verwenden wir die typischen Tools aus unseren bisherigen Tests, so muss man hier differenzierte Betrachtungen anstellen. Während AMD die TDP mit 65 Watt beziffert, so muss man sich doch die Frage stellen, wie man auf diesen Wert kommt. Augenscheinlich verwendet der kleine x86-Riese an dieser Stelle einen Wert, der sich bei "alltäglichen Anwendungen" ergibt. Vielmals wurden Prime95 und FurMark als "Power-Killer" bezeichnet und hier sieht man diesen Umstand deutlich. In unseren Tests mit mehreren Spielen zeigt sich, dass im Alltag bei unserer Konfiguration mit einer maximalen Leistungsaufnahme von knapp 100 Watt an der Steckdose gerechnet werden muss.


    Vergleicht man die Werte der beiden FM2-Plattformen miteinander, so müssen wir vorweg noch einmal auf die unterschiedliche Bestückung hinweisen. Sowohl die verbaute Festplatte als auch das verwendete Netzteil unterscheiden sich. Trotzdem sehen wir, dass sich dank eines C6-Modus eine äußerst energiesparende Plattform aufbauen lässt. Leider ist der C6-Modus nur nicht ganz unproblematisch, sodass man das Ergebnis relativieren muss. Ebenso muss man aber auch den Unterschied zwischen mATX beim ASUS F2A85-M PRO und dem hier vorliegenden mITX-Standard einrechnen. Und trotzdem zeigt sich, dass das MSI-Mainboard in der Summe der Tests tendenziell die sparsamere Lösung ist.

    [BREAK=Fazit]

    Dank MSI haben wir unsere Testplattform für mITX-Gehäuse nach knapp 3 Jahren erneuert. Das FM2-A75IA-E53 kam bereits zum ersten Mal für den Test des Cooltek Coolcube Mini zum Einsatz. Die bekannte AM3-Plattform ist in die Jahre gekommen und muss würdig ersetzt werden. Ist das MSI-Mainboard dafür die richtige Wahl? Auch wenn das FM2-A75IA-E53 kleine Schwächen besitzt, wenn es ins Detail geht, so ist es doch eine gute Ausgangsbasis und vielseitig.

    Für den Einsatz im Wohnzimmer bietet es alle wichtigen Features: WLAN, Bluetooth, HDMI 1.4a und nicht zu vergessen USB 3.0 (sowohl intern als auch extern). Bei der Audio-Ausgabe muss zwar aufgrund weniger 3,5"-Klinkenbuchsen darauf hinweisen, dass man auf die digitale Übertragung über den HDMI-Port oder den optischen Audio-Ausgang zurückgreifen muss, dafür überzeugt das MSI FM2-A75IA-E53 im Test mit einem sehr guten Ergebnis.

    Bei der Performance muss es sich, soweit es unsere Vergleichswerte hergeben, ein wenig hinter einem ASUS F2A85-M PRO einreihen. Allerdings muss man hierbei beachten, dass sich im Langzeittest herausstellt, dass der verwendete Arbeitsspeicher nicht vollends kompatibel ist und für Abstürze sorgt, solange der C6-Modus aktiv ist.

    Ein großer Pluspunkt des MSI-Mainboards ist aber dennoch die Leistungsaufnahme. Vor allem im Idle fällt der Unterschied auf. Gegenüber unserer älteren Testplattform hat sich die Leistungsaufnahme im Teillastbereich stark gesenkt. Bei Volllast haben wir oftmals die gleichen Werte, jedoch muss man hierbei beachten, dass vor allem die CPU-Leistung im Multithreading-Bereich kräftig zugelegt hat.

    Trotzdem müssen wir auch Kritik am Mainboard üben. Während das MSI FM2-A75IA-E53 mit einem umfangreichen BIOS/UEFI aufwartet, so spart man im Detail. Leider besteht nicht die Möglichkeit, die CPU-Spannung zu senken. Somit wird Potenzial zur Optimierung des Last-Stromverbrauches leider verschenkt.

    Schlussendlich bleibt festzuhalten, dass das MSI FM2-A75IA-E53 seine Qualitäten besitzt. Lediglich beim BIOS/UEFI sollte MSI noch einmal nachbessern. Die Speicherkompatibilität könnte hier ein Thema sein, aber auch weitreichende Spannungseinstellungen dürfen gerne integriert werden.

    Wir sind gespannt, ob das MSI einen ähnlich langen Zeitraum durchhalten wird wie unsere AM3-Plattform. :-)

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    austi24 (02.07.2013), deoroller (03.07.2013), Dr4go (30.07.2013), Dr@ (02.07.2013), ICEMAN (03.07.2013), Lexxington (03.07.2013), MrBad (03.07.2013), pokasser (03.07.2013), Runningduck (02.07.2013), skibice (03.07.2013), Species_0001 (03.07.2013), WindHund (03.07.2013), wintermute_3dc (02.07.2013), Yoshi 2k3 (03.07.2013)

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