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  1. Beitrag #1
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    NT für Selbstbau NAS mit 12x 3,5" HDDs

    Hallo

    Aus Kapazitätsgründen plane ich mein aktuellen Selbstbau NAS (OMV Basis) neu auszurüsten. Primär quält mich dazu die Auswahl des Netzteils, da ich davon ausgehe das ich KEIN staggered spin up hinbekomme. Dies ist aufgrund der bunten Mischung an vorhandener HW leider wahrscheinlich.

    Aktuelle System Konfiguration
    Spoiler


    Neue System Konfiguration
    Spoiler


    Das Problem ist mMn das PowerUp, mit 7 HDDs hatte ich mal Probeweise das Cougar A300 300W ATX 2.3 zusammen E4500/D946GZIS genutzt, was leider dazu führte das das Mainboard nicht mehr startete und ersetzt werden musste... Zufall? Das Cougar versorgt nun ein 24/7 System ohne Probleme.

    Die Komponenten CPU/RAM/Mainboard sind primär Platzhalter und könne ggf. noch ausgetauscht werden. Aufgrund der Anzahl benötigter SATA Port überlege ich ein gebrauchtes Serverboard mit entsprechender CPU und ECC zu nehmen. Dies sollte aber das NT nicht weiter tangieren. Die Prozessor und RAM Last ist für die Nutzung Backupsystem (über rsync) als gering anzusehen. Das aktuelle System hat bisher ~50% von CPU/RAM gebraucht.
    EDIT: gebrauchtes Serverboard "gefunden"

    Das be quiet! Dark Power Pro 11 habe ich deswegen ausgesucht, da ich noch Anschlussleitungen dieses Typs habe und so ggf. mir die Verwendung von Adaptern sparen kann. EDIT: reicht ggf. nicht siehe Beitrag #3

    Aufgrund der nur Monatlichen Nutzung des Systems ist dies aber kein Muss, Molex 5,25 auf 2x SATA 7pol Adapter sind vorhanden und bisher haltbarer als manche Molex 5,25 Verdoppler die ich vorher genutzt habe. 550W sind vielleicht überdimensioniert
    Bei entsprechender 12V Rail Aufteilung sollte ein 500W NT locker reichen, aber auch jetzt ist der PowerUp das was am meisten Leistung zieht.

    Was sagt ihr dazu?

    UPDATE:
    Aktueller Lösungsansatz ist die Verwendung meines alten PC Power & Cooling Turbo-Cool 860W, welches ich aus dem "aktiven" Dauerdienst zurückziehe. 15 SATA Anschlüsse und die massive Leistung sollten reichen, selbst nach Jahren des Dauerbetriebs bei mir. Werde aber vorher mal rein schauen, um die Elkos optisch zu prüfen.
    Geändert von TAL9000 (19.05.2019 um 11:13 Uhr) Grund: Zusammenstellung aktualisiert
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  2. Beitrag #2
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    Joa, passt.
    das 550W P11 ist eins der wenigen "niedrigwatt" Geräte, dass 5 Anschlüsse für Laufwerkskabel bietet. Da aknnst also die 7 mit max 2 pro Strang anschließen.

  3. Beitrag #3
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    Nach meiner Recherche habe ich festgestellt das das be quiet! Dark Power Pro 11 550W leider scheinbar doch nicht reicht.

    Gemäß der Seite 41 des Handbuchs (PDF) sind die SATA, HDD, FDD, 24pin Anschlüsse alle auf 12V1 welche "nur" 20A hat.
    Nach meiner Rechnung benötige ich etwa für den SpinUp 30,5A auf 12V...

    5,40 A 3x Seagate IronWolf ST4000VN008 Power Spinup 1,8 A
    1,75 A 1x Western Digital WD40EFRX RED Power Spinup 1,75 A
    13,20 A 4x Hitachi HDS5C3020ALA632 Deskstar 5K3000 Power Spinup 3,3A
    4,50 A 2x Samsung HD20xxI Spinpoint FxEG Power Spinup 2,25 A
    5,60A 2x Seagate ST2000DL003 Barracuda Green Power Spinup 2,8A

    Die hohen Werte für die Hitachi Deskstar wundern mich etwas, sind aber die ich gefunden hatte im Netz

    Gemäß der Seite 11 des Handbuchs für das be quiet! Dark Power Pro 11 550W, könnte ich mit dem "Overclocking Key" im Netzteil die 12V Rails zur einer MonoRail zusammenschalten und so die Max. 45A@12V ziehen, aber ganz wohl ist mir bei der Sache nicht, besonders da nicht weiter erläutert wird, was genau alles gemacht wird (OCP aus für 12V?)...

    Dadurch benötige ich weiterhin einen Rat aus der Community hier, zur Wahl eines geeigneten NTs
    Geändert von TAL9000 (10.02.2019 um 22:43 Uhr)
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  4. Beitrag #4
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    Also ich habe für 8x WD Red ein 300er Netztei. Die Verbrauchswerte damals noch mit einem Athlon 5350 fliegen hier irgendwo noch in den Untiefen des Forums rum, meine aber, dass der Plattenhochlauf + Boot deutlich unter 200W lag, eher Richtung 150W. (gemessen an der Dose)

    Staggered Spin Up kannst du nicht nutzen, falls möglich?
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  5. Beitrag #5
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    Wie oben geschrieben, gehe ich aus das ich kein staggered SpinUp hinbekomme, also WorstCase. Die WD Red HDDs haben von meinen verwendet Festplatten auch die niedrigsten Stromaufnahme, falls die Daten der Hitachis korrekt sind. Dadurch das der Hochlauf mit nur den alten HDDs bei mir einen Peak von über 190W erreicht, sieht es eher aus als würde es Stimmen...
    Dadurch das die "kleinen" 2TB HDDs (Desktop und Server Variante) im Verhältnis wesentlich mehr Strom als die 4TB HDDs (für NAS gedacht) zum Hochlauf benötigen, stellt ja leider ein wesentliches Problemteil da. Ein Austausch der Festplatten hatte ich auch überlegt, nur sind das gleich wieder ~500€ zusätzliche Anschaffungskosten, die ich beim Verkauf der alten Platten wahrscheinlich nicht rein hohlen werde...

    UPDATE:

    Nach weiteren Lesen schaltet laut CB die Schutzschaltung bei 39 A und 11,86 V ab. Damit wäre ich gerade noch im grünen Bereich ohne die andere HW, die ich aber als vernachlässigbar betrachte. Die weiter Beschreibung des OCK Features zeigt das eff. nur OCP abgeschaltet wird, jedoch ggf. die Spannung dann weiter absackt als nötig. Dies sollte beim Hochlauf eigentlich auch kein Problem darstellen, im schlimmstenfall funktioniert der Kaltstart nicht zuverlässig, dann einmal Reset drücken ist zwar nicht schön aber akzeptabel...
    Geändert von TAL9000 (11.02.2019 um 13:24 Uhr)
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  6. Beitrag #6
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    Huhu!

    Hast du 'nen Elektronik-Bastler im Bekanntenkreis oder kennst dich selber mit Elektroniksachen gut aus? Staggered Spinup ist nun nicht gerade soooo kompliziert 'nachzurüsten'. Als Basis würde ich da nen 'nen Arduino oder ähnlichen Atmel-µC verwenden. Sobald der µC Strom bekommt, werden sukkzessiv 12 (warum nicht gleich für 16x auslegen) IO-Pins im Abstand von 15 Sekunden or so auf Hoch gelegt. An jeden IO-Pin kommt 'nen Pärchen Mosfets, welches die +12V und +5V vom Netzteil durchschaltet. Gate vom Mosfet mit 'nen paar kOhm auf Masse, zwischen Drain und Masse jedes Fet's nen 100µF-Kondensator. Verkabelung mit 2 DICKEN Kabeln vom Netzteil zum Spinup-Modul, und dann mit 12 dünneren Kabeln vom Modul zu jeder Platte. Mosfets sollten so etwa 3A abkönnen, viel mehr zieht 'ne Platte auch im Anlauf nich. AO4801A wäre 'nen passender Mosfet-Typ, sind gleich 2 Fets in einem SOIC8-Gehäuse, also brauchst du nur einen pro Kanal. Das schlimmste an der Geschichte ist eigentlich nur das Platinenlayout, vor allem auch weil du mit bis zu 16 Platten doch so einiges an Last durch das Teil schickst und die Leiterbahnen entsprechend auslegen musst.

    Alternativ: 2x das hier oder das Ding hier verbauen, ist zwar ohne Staggered Spinup, dafür kannste aber deine Platten auch im Betrieb je nach Bedarf (falls deine Controller Hotplug-fähig sind) zu - oder abschalten. Aber vorher die Platten vom Betriebssystem abmelden um Datenverlust zu vermeiden. Das letztere Modell hab ich hier seit 5 Jahren im Einsatz. Leicht gemoddet, um 12 Ports in einem 5.25"-Slot unterzubringen.

    MfG
    -RS
    Geändert von RonnySteele (11.02.2019 um 14:03 Uhr)

  7. Beitrag #7
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    Einfache Variante: Ein Relais, dass zeitverzögert zuschaltet. Die ersten 6 Platten gehen mit dem Netzteil sofort an, während das Relais die übrigen 6 Platten zeitversetzt zuschaltet, aber noch innerhalb der Zeit, bis der Controller die Platten sucht.
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  8. Beitrag #8
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    Auch wenn ich einen Lötkolben richtig halten kann, werde ich jetzt nicht da noch eine extra Platine selber bauen mit einen µController, der dann zwischen der Stromversorgung der Festplatten hängt.
    Der saubere weg wäre übrigens die Verwendung von Pin 11 des SATA Power Steckers, der wenn er auf Masse liegt, die Festplatte sofort anlaufen lässt. Dementsprechend hatte ich überlegt diesen zu unterbrechen und dadurch den Hochlauf automatisch vom Controller vornehmen zu lassen. Das entsprechende Verändern an 12 SATA Steckern, jeweils beim 2. Massekabel die mittlere Kontaktfeder sauber entfernen oder an 12 Festplatten den entsprechende Fläche isolieren, habe ich dann wegen zu filigraner Bastelei (man wird älter) und Aufwand da erstmal verworfen.
    Meine neue Lösung war in dieser Hinsicht einfacher: Nimm ein stärkeres Netzteil...

    EDIT:
    Die einfache Variante hatte ich tatsächlich noch vorher auf dem Schirm. Drei Module welche im Sekunden Takt verzögert die Stromversorgung schalten. Diese Module (NE555 Basis) sind so billig, das ich sogar den Gedanken das Relais gegen einen 2pol Schließer auszutauschen kurz verworfen hatte. Wollte dann einfach die doppelte Anzahl verwenden...
    Geändert von TAL9000 (11.02.2019 um 14:35 Uhr)
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