Cooler Master MM830 und MP750: Eine Maus mit Display und ihr Spielfeld


- Die Maus
- Technische Details
- Lieferumfang
- Detailbetrachtung
- Tasten, Ergonomie & Sensor
- Software, Beleuchtung & Display
- Das MP750
- Fazit

Die Maus
Bereits auf der CES 2018 hat Cooler Master die neue Flaggschiff-Maus des Unternehmens angekündigt, diesen Januar kam sie dann schließlich in den Handel: Die MasterMouse 830.

Cooler Master bewirbt das Modell mit 24.000 DPI, die durch eine Software-Interpolation erreicht werden. Laut Spezifikation schafft der verbaute Sensor exakt die Hälfte, alles über 12.000 DPI wird also nicht mehr abgedeckt. Der eingesetzte PMW-3360 ist dabei ein alter Bekannter: Er wird in zahlreichen Gaming-Mäusen verbaut und ist auch bei Premium-Produkten jenseits der 100 Euro noch zu finden. Der hier eingesetzte Sensor stammt von Avago, doch gibt es zum Modell gleichnamigen des Konkurrenten Pixart ohnehin keinen Unterschied.

Die MM830 ist hier mit einer Preisempfehlung von 75 Euro, und einem reellen Marktpreis von 60 Euro, deutlich günstiger. Mit dabei sind auch die üblichen Omron-Taster mit einer Lebensdauer von 20 Millionen Auslösungen, spannender ist an der MasterMouse 830 aber etwas anderes: Sie hat anstatt von Zusatztasten ein D-Pad (Digitales Steuerkreuz) an der Seite, und zudem ein monochromes OLED-Display verbaut.

Damit bietet die Maus gleich zwei große Neuigkeiten, die selten oder gar nicht bei der Konkurrenz zu finden sind: Der Einsatz eines D-Pads ist neuartig, der eines OLED-Displays immerhin noch sehr selten.

Aus dem eigenen Haus hatte bereits die Sentinel III ein solches Display verbaut, das allerdings nicht, wie bei der MM830, an der Seite, sondern am Mausrücken untergebracht war. Ein OLED-Display wie es die MM830 hat bieten momentan nur noch die Steelseries Rival 700 und 710, die allerdings beide deutlich teurer sind.

Angesichts der Spezifikationen ist die MM830 für ihre besondere Ausstattung also durchaus günstig. Ob sie diesen positiven Eindruck im Test beibehalten kann, werden die folgenden Kapitel zeigen.

Parallel zur Maus wird in diesem Test auch ein Mauspad kurz betrachtet: Das Cooler Master MasterAccessory MP750 in der Größe M (33x27cm). Bei diesem handelt es sich um ein Stoff-Mauspad mit RGB-Beleuchtung, das für rund 30 Euro im Handel erhältlich ist. Das Mauspad gibt es zudem auch in den Größen L (45x35 cm) und XL (94x38 cm), diese Varianten sind je ein paar Euro teurer.

Anmerkung: Nach dem Punkt „Lieferumfang“ wird vorerst nur noch die Maus behandelt. Das Mauspad wird am Ende noch einmal ausführlicher beleuchtet.

Technische Details:
MM830:
Gewicht (ohne Kabel, gemessen): 127 g
Abmessung: 82,2 mm x 43,4 mm x 130,1 mm (B x H x T)
Sensor: Pixart PMW 3360 (100 – 24.000 DPI, 200 DPI/Schritt, ab 12.000 interpoliert)
Tracking: 250 IPS, 50 g
Pollingrate: 1.000 Hz
Zusatztasten: 4 (D-PAD) + 1 (DPI)
Mausrad: 2 Wege
Haupttasten: Omron (20 Millionen Auslösungen)
Beleuchtung: RGB, acht Zonen
Anschluss: USB, 1,8 Meter
Herstellergarantie: 2 Jahre

MP750 M:
Abmessungen: 370 x 270 x 3 mm
Anschluss: Micro USB
Kabel: 1,2 m
Beleuchtung: RGB, zwei LEDs, eine Zone
Herstellergarantie: 1 Jahr

Lieferumfang:
Cooler Masters MasterMouse 830 kommt in einer farbig bedruckten Pappverpackung daher. Im Inneren derselben befinden sich lediglich die Maus sowie eine kurze Produktübersicht; auf weiteres Zubehör wird, wie bei nahezu allen Mäusen, verzichtet.

Ein sehr ähnliches Bild zeigt sich beim MP750-Mauspad: Auch hier ist der Lieferumfang auf das wesentliche Reduziert. Neben dem Mauspad selbst liegen erneut eine Produktbeschreibung sowie eine Anschlusskabel mit einer Länge von 1,2 Meter bei.

Detailbetrachtung
Die MM830 ist klar auf Rechtshänder ausgelegt: Das D-Pad ist auf der linken Gehäuseseite untergebracht, es kann also nur mit dem Daumen der rechten Hand sinnvoll bedient werden. Ganz vorne an der linken Seite des Gehäuses ist zudem das OLED-Display eingelassen, das also nur gesehen werden kann, wenn die Maus rechts von einem steht. Auch der Korpus ist asymmetrisch: Er fällt rechts stärker ab als links, zudem gibt es eine Daumenauflage unter dem D-Pad.

An der Unterseite gibt es keine Überraschungen: Neben dem obligatorischen Aufkleber sowie dem Sensor befinden sich dort drei Teflon-Pads, auf denen die Maus aufliegt.

Die MM830 setzt zum größten Teil auf glatten, mattschwarzen Kunststoff. Ausnahmen sind die Daumenauflage und das Mausrad, die gummiert sind und eine Oberflächenstruktur haben. Zudem befindet sich am Mausrücken, hinter den Haupttasten, ein kleines Segment aus Hochglanz-Plastik, und das OLED-Display ist, selbstverständlich, hinter glänzendem, transparenten Kunststoff untergebracht. Glücklicherweise sind die Hochglanz-Elemente so platziert, dass sie bei normaler Nutzung nicht berührt werden; eine andauernde Reinigung ist dementsprechend nicht erforderlich.

Angeschlossen wird die Maus über ein 1,8 Meter langes Kabel mit einem schwarzen Kabelsleeve und einem vergoldetem USB-Anschluss. Bei diesem handelt es sich um die Standardausführung von Cooler Master, dementsprechend ist der eingelassene Kunststoff lila.

Die Verarbeitungsqualität der Cooler Master MM830 ist lobenswert: Das Gehäuse ist stabil, frei von Auffälligkeiten und die Spaltmaße sind gleichmäßig. Auch die verwendeten Materialien sind in der Haptik durchweg angenehm.

Tasten, Ergonomie & Sensor
Die MasterMouse 830 hat neben den beiden Haupttasten, sowie dem Mausrand, noch fünf weitere Tasten: Eine DPI-Taste ist am Mausrücken untergebracht, das besagte D-Pad befindet sich an der linken Gehäuseseite.

Die beiden Haupttasten setzen, wie bereits erwähnt, auf Omron-Switches mit einer spezifizierten Lebensdauer von 20 Millionen Auslösungen. Die inzwischen erhältlichen Variante mit 50 Millionen Auslösungen wäre schöner gewesen, doch ist der Verzicht, angesichts der sonstigen Ausstattung, durchaus verschmerzbar.

Die Tastenabdeckungen der Haupttasten sind nicht mit dem Gehäuse verbunden. Die rechte Maustaste löst leicht aus, die linke Maustaste benötigt eine etwas überdurchschnittliche Betätigungskraft. Der Druckpunkt ist hier sehr knackig und passend dazu auch gut hörbar. Subjektiv ist er sehr gut gelungen, doch hier sind die Vorlieben verschieden.

Für das D-Pad sowie die DPI-Taste kommen unbekannte Switches zum Einsatz. Die Tasten des D-Pads sind dabei nicht nur wie ein Kreuz angeordnet, sondern es ist tatsächlich ein eine große Abdeckung in Kreuzform. Die vier entstehenden Auslösepunkte sind dabei um die Daumenkuppe herum angeordnet, sodass man die Tasten nicht durch umgreifen, sondern durch eine Daumenbewegung hin zur Maus auslöst.

Bei der linken und der rechten Taste funktioniert das hervorragend, bei der oberen Taste immer noch gut. Problematisch ist lediglich die untere Taste: Für große Daumen wäre es hier schöner, wenn sie noch weiter auf die Daumenauflage hinaus ragen würde, da sie sich so kaum ohne Umgreifen auslösen lässt. Spieler mit normalen oder kleinen Händen dürften diese Probleme indes nicht haben.

Wie üblich sind die Druckpunkte der Zusatztasten etwas schwammiger, doch Patzer erlaubt sich Cooler Master auch hier nicht. Nutzt man das D-Pad so, wie es wohl vorgesehen ist, also betätigt man die Taster nicht mit der Fingerkuppe, sondern mit den verschiedenen Bereichen des Daumens, so ist am Druckpunkt nichts zu bemängeln – die Taster lösen präzise und zuverlässig aus.

Laut Cooler Master ist die MM830 sowohl für den Claw- als auch für den Palm-Grip geeignet. In beiden Szenarien liefert die Maus ein solides Bild, ist aber eindeutig kein Spitzenreiter: Man kann die Maus in beiden Haltungen recht angenehm greifen, und die Daumenauflage ist in beiden Handpositionen praktisch, doch für eine Bestwertung fehlt eine zusätzliche Ablagemöglichkeit für den kleinen Finger; momentan ist dieser nur wenig intuitiv zu platzieren.

Ist man bei der präferierten Haltungsweise flexibel, so ist der Claw-Grip zu präferieren: Hier lassen sich die vier Tasten des D-Pads besser auslösen.

Im Praxistest ist die Ergonomie der Maus solide: Ein angenehmes Spielen oder Arbeiten ist möglich; für Nutzer mit anfälligen Händen gibt es aber Geräte mit noch angenehmerer Handhaltung. Dem üblichen Spieleinsatz dürfte die Maus problemfrei gewachsen sein – ein weitestgehend ermüdungsfreies und präzises Spielen ist möglich.

Der verwendete PMW-3360-Sensor der MasterMouse 830 wird in der Standardeinstellung mit deaktiviertem Angle-Snapping und und mit einer sinnvoll gewählte Lift-Off-Distanz ausgeliefert. In der Software lässt sich die LOD erhöhen, das sollte aber normalerweise nicht notwendig sein. Zusätzlich kann man auch Angle Snapping aktivieren.
Im Praxiseinsatz liefert der Sensor das zu erwartende Bild: Nahezu kein Jitter und eine präzise Übertragung der Bewegungen; hier ist die MM830 definitiv auf der Höhe der Zeit.

Software, Beleuchtung & Display
Wie bei den meisten aktuellen Eingabegeräten gibt es auch für die MM830 eine Konfigurationssoftware. Bei dem Programm handelt es sich um Cooler Masters Portal-Software, die zur Konfiguration aller Geräte des Herstellers dient. Sie ist 56,3 Megabyte groß, schnell und ohne die Notwendigkeit einer Registrierung installiert.

Startet man Portal, so benötigt die Software einige Sekunden Wartezeit, bevor das Fenster erscheint. Ab diesem Punkt reagiert das modern gestaltete UI flüssig und verzögerungsfrei. Die Software ist sinnvoll gegliedert und benötigt keine Einarbeitungszeit; Einstellungen werden in Echtzeit an das jeweilige Gerät übertragen.

Im Programm können alle Tasten der Maus mit Tastatur- Maus- und Multimediafunktionen sowie einigen Zusatzfunktionen (Stichwort Schnellfeuer) und Makros belegt werden. Letztere sind auf 99 Zeichen beziehungsweise 198 beschränkt und können Tastatur- sowie Mausaktionen enthalten. Das Angebot an möglichen Neuzuweisungen ist reichhaltig, hier dürften keine Wünsche offen bleiben.

Der Sensor kann in 200er-Schritten asynchron mit DPI-Raten beschrieben werden, die Maus beherbergt dabei vier verschiedene DPI-Stufen. Abseits davon bietet Cooler Master hier die übliche Auswahl. Es ist schade, dass die Möglichkeiten des Sensors nicht ganz ausgenutzt werden: Zwar erweitert man die DPI-Rate per Software auf 24.000 statt 12.000 DPI, doch unterstützt der PMW 3360 eigentlich eine DPI-Einstelling in 100er-Schritten.

Die Beleuchtung wird über mehrere am Gerät verbaute RGB-LEDs realisiert: Unter dem Mausrad und an der hinteren Unterkante befinden sich je eine, und unter dem Logo auf dem Mausrücken sind sechs LEDs verbaut. Auch die drei DPI-LEDs können bei der MM830 alle Farben darstellen, sie können aber nicht in der Software angesteuert werden. Sobald man die DPI-Taste drückt wechseln die LEDs automatisch auf weiß und hellblau um anzuzeigen, in welcher Stufe man sich befindet. Nach kurzer Zeit leuchten sie dann wieder in der ursprünglichen Hauptfarbe der Maus.

Die LEDs sind einzeln ansteuerbar, dementsprechend gibt es auch eine kleine Auswahl an dynamischen Effekten: Neben einem Atmen und einem Farbwechsel gibt es noch die beiden Effekte „Himmel“ und „Sterne“, die die verbauten LEDs zufällig dimmen.

Statische Effekte können ebenso angewandt werden – diese dürften für die meisten Nutzer wohl interessanter sein. Jede LED kann einzeln mit einer Farbe versehen werde, wobei die Farbdarstellung derselben gut gelungen ist: Die Farben werden hell und weitestgehend homogen sowie farbtreu dargestellt.

Die zweite große Neuerung der MM750, das verbaute OLED-Display, kann ebenso in der Software konfiguriert werden. Das Display hat eine Auflösung von 96 auf 24 Pixel und kann nur schwarz und weiß darstellen. Wie für OLED üblich ist das Display aus jedem Blickwinkel lesbar, Farbänderungen oder dergleichen treten nicht auf. Auch der Übergang zwischen Display und Gehäuse ist nur bei genauem Hinsehen leicht sichtbar.

Aus einer normalen Sitzposition ist das Display zwar nur schwer zu lesen, doch mit einem leichten Anheben der Maus löst sich dieses Problem. Die Positionierung des Displays dürfte dabei die bisher beste Lösung sein - auf jeden Fall gelungener als am Mausrücken oder an der Unterseite.

Die Software bietet einem für das Display zahlreiche Verwendungszwecke: Beispielsweise kann man sich die aktuelle Auslastung von CPU, RAM und GPU (nur Nvidia) anzeigen lassen. Auch auf die Maus bezogene Informationen wie die Abtastrate oder die Action per Minute (APM) können dargestellt werden. Cooler Master bietet zudem die Möglichkeit, die verschiedenen Anzeigen in einer Abfolge darzustellen. Die Reihenfolge und den Zeitabstand zwischen den Wechseln kann man frei konfigurieren, die Mindestzeit liegt aber bei einer Sekunde.

Es ist auch möglich eigene Bilder hochzuladen oder sie in der Software zu erstellen. Diese Bilder lassen sich ebenso in die Abfolge einbinden. Leider kann die Maus momentan nur ein Bild speichern, Animationen sind also nicht möglich. Zudem sind (bislang?) keine eigenen Laufbanner möglich.

Trotzdem ist das OLED-Display definitiv ein nettes Extra, wenn auch natürlich keine wirklich notwendige Funktion. Insbesondere die Anzeigen für die CPU/GPU-Auslastung, das aktuelle Profil sowie die aktuellen DPI haben aber durchaus einen Einsatzzweck.

Das MP750
Während die Mäuse bei Cooler Master nun mit Displays ausgestattet werden, erhalten die Mauspads des Herstellers nun eine RGB-Beleuchtung.

Für Beleuchtungen bei Mauspads gibt es zwei unterschiedliche Ansätze: Entweder man hat eine starre Basis – meistens mit Kunststoffoberfläche – und mehrere LEDs, oder ein flexibles Mauspad und nur LEDs im Controller, deren Licht über einen Kunststoffschlauch weitergeleitet wird.

Cooler Masters MP750-Mauspad setzt auf die letztgenannten Option: Oben links am Mauspad befindet sich ein kleiner Kunststoff-Controller, in dem, laut Hersteller, zwei RGB-LEDs verbaut sind. Die Farbe bzw. der Effekt derselben kann wahlweise über die Portal-Software oder einen Knopf am Controller verändert werden. Das Licht wird über den Kunststoffschlauch weitergeleitet, der am Rand des Mauspads angenäht ist.

Da die Beleuchtung zentral erfolgt, sind die weit entfernten Bereiche schwächer ausgeleuchtet als der Rest. Das ist ein generelles Problem dieser Produktart, muss aber dennoch erwähnt werden. Die Unterschiede betreffen auch die Farbwiedergabe, beispielsweise wird weiß zunehmend bläulicher und gelb zunehmend grün. Die Farbdarstellung im Bereich rot und blau ist hingegen recht brauchbar.

Als reines Mauspad liefert das MP750 das Übliche: Eine sehr glatte, angenehme Oberfläche, über die Mäuse sehr leichtgängig gleiten. Im Vergleich zu einigen Noname-Mauspads ist das durchaus eine deutlich spürbare Verbesserung. Die Nähte am Mauspad sind gleichmäßig, die Stoffoberfläche makellos. Zudem wirbt Cooler Master mit einem wasserabweisendem Effekt, auch dieser ist vorhanden: Tropfen bleiben aufgrund einer Beschichtung an der Oberfläche.

Fazit
Cooler Masters MM830 bietet mit ihrem OLED-Display und dem D-Pad gleich zwei Neuerungen, die zwar nicht allen Nutzern Vorteile bringen, aber das Gerät doch sinnvoll ergänzen.

Für aktuell rund 60 Euro erhält man eine Maus, die in ihrer Ausstattung in diesem Preisbereich einzigartig ist. Der verbaute PMW 3360 leistet dabei die gewohnte, tadellose Arbeit – er dürfte alle Ansprüche problemfrei abdecken.

Bei den Tasten bietet Cooler Master nicht mehr als die Konkurrenz; stattdessen wird das was geboten wird anders verpackt: Die Idee, die Tasten als D-Pad anzuordnen, gefällt gut, wenn auch die Umsetzung noch nicht für alle Hände optimal ist. Die dadurch mögliche Bedienung ohne umgreifen oder abknicken des Daumens ist schnell und intuitiv. Für Nutzer mit größeren Händen wären etwas weiter hervorstehende Abdeckungen gut, Nutzer mit normal großen oder kleinen Händen sind auch jetzt schon gut bedient.

Auch das OLED-Display ist sinnvoll umgesetzt: Die Positionierung und technische Umsetzung ist gelungen, und auch auf der Softwareseite werden die meisten Ansprüche abgedeckt. Schön wären noch Optionen, um mehrere Grafiken beziehungsweise Animationen zu verwenden und die GPU-Auslastung von Radeon-Grafikkarten anzuzeigen, doch auch so gibt es zahlreiche Einstellungen, deren Anzeige nützlich sein kann.

Nur durchschnittlich schneidet die MM830 bei der Ergonomie ab: Die Maus kann recht bequem gehalten werden, so entspannt wie Spitzenreiter in dieser Disziplin ist die Haltung aber nicht – dafür fehlt eine Ablage für den kleinen Finger. Wiederum positiv ist die Umsetzung der Software allgemein zu erwähnen: Cooler Masters produktübergreifendes Portal-Programm reagiert schnell, bietet eine Echtzeit-Einstellungsübertragung und nahezu alle Optionen, die man sich wünschen kann. Auch auf Seiten der Beleuchtung ist die MM830 gut gelungen: Die Farbwiedergabe ist gut, die LEDs sind hell.

Unterm Strich hängt die Kaufentscheidung der MM830, wie wohl zu erwarten war, an der persönlichen Vorliebe. Wenn man einen Verwendungszweck für das verbaute OLED-Display hat, und oder die D-Pad-Zusatztasten ausprobieren möchte, so bekommt man mit der MM830 für 60 Euro eine sehr gute Maus. Wer hingegen in den beiden Funktionen keinerlei Vorteil sieht, oder besonders hohe Ansprüche an die Ergonomie stellt, der erhält für weniger Geld bereits ähnliche Produkte. Beispielsweise gibt es die günstigsten Mäuse mit dem PMW-3360-Sensor, in Form der MM520 und der MM530, schon für rund die Hälfte des Preises.

Positiv:
- OLED-Display
- Guter Sensor
- Gut umgesetzte Beleuchtung
- Makellose Verarbeitung, Materialwahl
- Gelungene Software
- (Das D-Pad bietet eine sinnvolle Erweiterung)

Anmerkung / Neutral:
- Durchschnittliche Ergonomie
- Einstellung nur in 200-DPI-Schritten

Negativ:
- Das D-Pad ist für große Hände nur eingeschränkt geeignet (untere Taste)
- (Möglichkeiten des OLED-Displays werden noch nicht ganz ausgenutzt)

Hinweis: Die MM830 sowie das MP750 wurden für diesen Test von Cooler Master bereitgestellt. Für die Gestaltung des Tests sowie die Bewertung gab es keinerlei Vorgaben.