Bereits vor einem Dreiviertel Jahr berichteten wir zum ersten Mal von einer VIA Southbridge mit der Bezeichnung VT8239. Damals war der Kenntnisstand der, daß sie bald nach der VT8237 eingeführt werden sollte. Das ist nicht geschehen. Die VT8237 ist nach wie vor VIAs Wahl für Southbridge-Aufgaben und sie macht ihren Job gut: eine hochintegrierte Bridge ohne Allüren.
Dennoch war die VT8239 keine Ente, denn wie wir aus einer unserer gut informierten Quellen gehört haben, soll die VT8239 nun bald eingesetzt werden. Die zusätzlichen Features gegenüber der VT8237 sind schnell benannt: während die alte Bridge nur ein 10/100 LAN MAC in sich trägt, soll die VT8239 ein Gigabit LAN MAC beinhalten. Die Funktionalität der MAC muß daher noch mit einem PHYceiver nach außen geführt werden. Unterschied zu einem Gigabit-PCI-Controller, wie er bereits jetzt auf manchen Mainboards verlötet ist: der integrierte MAC-Teil hängt direkt am V-Link, nicht am PCI-Bus. Das Gigabit-Ethernet wird daher nicht von der Bandbreite des PCI-Bus begrenzt bzw. das Gigabit-LAN lastet den PCI-Bus nicht mehr zu 100% aus.
Ferner soll die VT8239 einen zusätzlichen Serial-ATA Controller bekommen und damit 4 SATA-Ports zur Verfügung stellen können, wohingegen die VT8237 mit 2 Ports auskommen musste. Raid 0,1 und 10 sind nach wie vor möglich. Auch in Sachen Audio hat sich etwas getan. Der 5.1 Sound soll nun mit 20 Bit Pfadbreite arbeiten und eine Sampling-Rate von 96 kHz besitzen. Die 8 USB-Ports sollen nicht angetastet werden.
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