Wie wir bereits vergangene Woche ausführlich berichtet haben, hat sich ATI mit der raschen Einführung von exklusiven PCI-Express Lösungen ein wenig verhoben. Der AGP-Port ist - anders als von den Grafik-Herstellern vorhergesagt und erhofft - noch nicht tot. Das schmerzt besonders ATI, die die aktuellen X300, X700 und X850 Chips ausschließlich für PCI-Express konzipiert hatten.
Doch damit ist bald Schluß. Die High-End Lösung X850 soll mit Hilfe eines neuen Grafik-Chips R481 AGP-tauglich gemacht werden, der die alte Schnittstelle nativ unterstützt. Bei den X700 Chips dagegen soll es ein PCIe-to-AGP Bridge-Chip namens Rialto richten. Eine ähnliche Lösung bietet bereits NVIDIA bei ihren GeForce 6600 Karten an. Auch dieser Chip wurde exklusiv für PCI-Express konzipiert, wurde aber bereits von Anfang an auch für den AGP-Port angeboten, da sich NVIDIA rechtzeitig der Entwicklung eines Bridge-Chips angenommen hatte. Aus diesem Grund war der 6600 AGP im entsprechenden Marktsegment bisher praktisch allein auf weiter Flur. Das soll sich nun dank Rialto ändern.
Auf den Markt sollen die neuen Grafikkarten Anfang April kommen. Über Preise ist noch nichts bekannt. Mit Blick auf die 6600 AGP darf man jedoch davon ausgehen, dass die X700 AGP 20 bis 30 EUR über der PCIe-Lösung liegen dürfte.
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