Der kommende nVidia nForce 2 Chipsatz darf getrost als letztes Aufbäumen der K7-Plattform angesehen werden. Ein paar Monate bevor AMD mit dem K8-Hammer eine neue Ära in der x86-Evolution einläuten will, bringt nVidia einen Chipsatz für die aktuelle K7-Plattform, der sich gewaschen hat. Neben Support für die heute vorgestellten FSB333-Athlons bietet der Chipsatz als einziger auch offiziell Unterstützung für DDR400 Module.
Wie beim aktuellen nForce 1 ist das hervorstechendste Merkmal dieses Chipsatzes sein Dual-Channel DDR Arrangement, in nVidia Jargon "Twinbank" genannt. Der Chipsatz kann also auf zwei separaten Kanälen Daten von und zu den RAM-Modulen transportieren. Bei der Verwendung von DDR400 Modulen ergibt dies eine wahnwitzige Speicherbandbreite von 6.4 GB/s auf dem Speicherbus. Natürlich kann der Athlon diese immense Bandbreite nicht verarbeiten, da er auf seinem Frontside-Bus nur maximal 2.7 GB/s von der Northbridge empfangen kann. Allerdings bleiben so geschmeidige 3,7 GB/s übrig für AGP 8x Grafikkarten (2.1 GB/s) sowie für DMA-Geräte, die über den HyperTransport mit der Southbridge verbunden sind (0,8 GB/s), also IDE-Controller, USB, LAN und der PCI-Bus. Nicht zu vergessen natürlich die Bandbreite, welche der GeForce 4 MX Grafikcore in der Northbridge benötigt, wenn statt einer AGP-Grafikkarte der Onboard-Chip genutzt wird. Im Gegensatz zu anderen UMA-Lösungen bietet der nForce 2 wie schon sein Vorgänger genügend Bandwidth, um nicht das ganze restliche System gnadenlos auszubremsen.
Anandtech hat dem neuen Pferd aus dem Hause nVidia ausgiebig auf den Zahn gefühlt und dabei erstaunliche Erkenntnisse gewonnen. Die Chipset-Latency, also die Zeit, die zwischen der Anforderung von Daten und der Bereitstellung vergeht, liegt beim nForce 2 bis zu 30% unter den Werten des VIA KT333. Da wir in unseren Reviews die Chipset-Latency ebenfalls messen wissen wir, daß der KT333 hier eigentlich eine sehr gute Figur abgibt verglichen etwa mit dem ALi MAGiK 1 oder dem AMD 761. Das zeigt: der nForce 2 ist nicht nur in Sachen Bandbreite überlegen, sondern auch im Bereich Zugriffszeit. So überrascht das Fazit von Anandtech auch in keinster Weise:
Despite our distaste with NVIDIA's (not just NVIDIA, other manufacturers do this to - e.g. SiS, VIA) launch of the nForce2 chipset, we must say that the platform is pretty impressive. Not only does the chipset perform just as well as VIA's matured KT333 (and obviously the KT400 as well) but it manages to do so while offering a number of very compelling features.
We will focus on the integrated graphics performance in a forthcoming article but the IGP in combination with the integrated networking, firewire and powerful audio features make the nForce2 platform a very tempting base for a media center PC.
We were also very impressed with the low CPU utilization of the integrated NVIDIA Ethernet controller, especially since it rivaled the performance of one of Intel's server NICs.
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