OCZ

Zwar besteht das Hauptfeld des Herstellers OCZ nach wie vor beim Arbeitsspeicher, aber auch das Vertreiben von Netzteilen ist eine lukrative Angelegenheit. Wie etwa die neue ModXStream Pro Baureihe mit diversen Eigenschaften beweist und so das Produktportfolio erweitert. Hierbei hat man eine klare Vorstellung, wen diese Netzteile ansprechen sollen, nämlich Spieler und jene Leser, die ihren PC gerne mit optischen Details aufbessern und modifizieren. Um einen idealen Begleiter für aktuelle Rechner zu kreieren, wird neben der robusten Bauweise mit der "EZMod" Technology geworben, was im Grunde nichts anderes bedeutet, als das ein modulares Kabelmanagementsystem integriert wurde. Weiterhin soll eine hohe Effizienz bei typischen Lastbedingungen erreicht werden, wobei das 80Plus-Zertifikat zumindest schon mal bestätigt, dass es sich auf einem recht hohen Level bewegt. In wie weit sich das von unserer Seite aus bestätigen lässt und ob die verhältnismäßig geringen Kosten ein solides Produkt ermöglichen, werden wir in diesem Artikel herausfinden. Dafür haben wir uns das 400, 500 als auch 700 Watt Modell von OCZ selbst zukommen zu lassen. Nun wird wie üblich in den folgenden Seiten die nötige Wertestabilität und vor allem die Bauqualität überprüft, um Ihnen als Leser eine Beurteilung zu ermöglichen.

OCZ Mod Pyramide


In der OCZ Pyramide stehen diese für Vertreter des Mainstreambereiches. Das heißt, sie sind nicht für absolute Enthusiasten mit hohem Budget gedacht. So ergänzt man seine eigene Produktreihe mit der von PC Power & Cooling, um ein großes Kundenfeld ab zu decken. Die Pyramide stellt also die Produkte nach Anforderungen und Hersteller sortiert dar.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

[break=Verpackung und Eigenschaften]

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Als die vergangenen Tage ein großes Paket bei uns eingetroffen ist, war bereits klar, dass uns OCZ ein vorweihnachtliches Geschenk geschnürt hatte. Vorfinden konnten wir nämlich ganze fünf Netzteile, wobei wir uns nun wie erwähnt den drei ModXStream widmen möchten.
An dieser Stelle möchten wir uns für die Bereitstellung bedanken!

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Beim Verpackungsmaterial weisen die beiden fülligeren Bündel (500W/700W) wegen des Gewichtes einen Tragegriff aus Kunststoff auf. Das kleinste Modell mit 400W kommt in einem kompakteren Paket daher und verzichtet deshalb dort auf diesen Komfort. Den rot hervorgehobenen Farbfeldern liegt ein schwarzer Farbton zu Grunde und ein Emblem mit dem Siegel für die dreijährige Garantie ist unten links platziert worden. Weiterhin findet man die Angabe zur Gesamtleistung am linken Rand längsseitig platziert. Ebenso das obligatorische SLI und 80Plus-Zertifikat wird als Lobpreisung auf die Oberfläche gedruckt. Und abschließend geht man auf der Rückseite etwas näher auf die angesprochenen Eigenschaften ein.

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OCZ Mod Lieferumfang

Auch im Lieferumfang scheint die kleinste Variante etwas abgespeckt zu sein. Denn wir finden weder ein Benutzerhandbuch vor, noch können wir eine Kabeltasche entdecken, was durchaus wünschenswert gewesen wäre. Daher werden die Anschlüsse in einer einfachen Plastikfolie mitgeliefert. Immerhin bieten die beiden größeren Modelle dort ein üppigeres Angebot. Ansonsten sind je wie üblich vier Befestigungsschrauben, der Kaltgerätestecker und natürlich die Stromversorger selbst beigelegt.
Einerseits umfasst das Benutzerhandbuch 9 Sprachen, so auch in Deutsch mit den notwendigen Sicherheitshinweisen und Details zur Installation. Andererseits wirkt der Informationsgehalt ein wenig zurückhaltend. Doch immerhin zeigen sich auf den letzten beiden Seiten die erhofften Spezifikationen in Leistung und Abmessungen als auch der Pinbelegung jedes einzelnen Steckertypus. Insofern zeigt sich nach unserer Beurteilung ein befriedigendes Bild.

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Die Netzteile selbst kommen in einem leicht glänzenden Schwarzton daher, wobei die 400W Version eher gräulich gehalten ist. Die Grafikkartenanschlüsse passen optisch zu den roten Eingängen am Netzteil, zu denen es auch eine Beschriftung gibt, sodass eine Verwechslung der Stecker aus zu schließen ist.

Weitere Spezifikationen im Überblick :

Die Netzteile verfügen allesamt über eine aktive Leistungsfaktorkorrektur und einen 140mm Lüfter zur Kühlung. Außerdem weist man neben dem SLI auch das 80Plus-Zertifikat auf. Weniger ansprechend wirkt die spezifizierte MTBF (Main Time Between Failures), die zwar die üblichen 100.000 Stunden umfasste, das allerdings bei einer Temperatur von 25°C, wogegen oftmals eher 40°C zu sehen sind. Sofern es denn überhaupt eine Angabe gibt. Man muss wissen, dass eine hohe Temperatur eine enorme Strapazierung bedeutet und das Netzteil an Leistung verliert, weshalb eine möglichst hohe Temperaturspezifikation auch einen hohen Qualitätsstandard verspricht. Die Netzeile haben bei den Maßen 150 x 160 x 92mm (B x L x H), während man den ATX 2.2 und EPS Vorgaben entspricht. Man bietet darüber hinaus eine dreijährige Garantie, bei der wir nur allzu gerne hinzufügen, dass man sich in einem eigenen Supportforum in deutscher Sprache um die RMA Abwicklungen kümmert. Abschließend machen die Sicherheitsmechanismen OVP (Over Voltage Protection), OPP (Over Power Protecion) und der oft gesehene Kurzschlussschutz das Bündel komplett.


[break=Leistungsverteilung, Anschlüsse und Lüfter]
Die Leistungen der ganzen Serie sind folgendermaßen verteilt:
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Bei den Anschlüssen ergibt sich folgendes Bild :

Die Anschlüsse bestehen aus den fest installierten Hauptsteckern mit 20/24-pins und der 4- bzw. 8-pin CPU Zusatzversorgung, während alle Grafikkartenstecker und sämtliche Peripherieanschlüsse abnehmbar sind. Diese Form des Kabelmanagements treffen wir bei nahezu allen Anbietern an, während wenige andere komplett modulare Netzteile anbieten. Man muss hinzufügen, dass dadurch der Luftstrom begünstigt wird als auch die saubere Optik, wogegen mitunter Übergangswiderstände bei inkorrektem Anschließen bestehen können und sich dies nur lohnt, wenn man einen Großteil der Kabel ungenutzt lässt. Für den Privatanwender hat sich diese Eigenschaften beinahe schon als Standard durchgesetzt, da es einfach netter aussieht, wenn man beispielsweise in seinem engen HTPC keine unbenutzten Kabelstränge herumliegen lässt.

400W

  • 1x 20/24-pin Hauptstecker (50cm)
  • 1x 4-pin Zusatzversorgung (55cm)
  • 1x 6/8-pin PEG (50cm)
  • 3x Molex; 1x Floppy (50, 65, 80, 95cm)
  • 3x Molex; 1x Floppy (50, 65, 80, 95cm)
  • 2x SATA (50, 65, 80, 95cm)
  • 2x SATA (50, 65, 80, 95cm)


Für ein 400W Gerät mag man nicht allzu viele Stecker benötigen und bei den Peripheriegeräten hat man ausreichend Möglichkeiten. Etwas schade ist der etwas einsam dastehende Grafikkartenanschluss, wobei man immerhin 8-pins bietet. Auch der EPS12V Anschluss wäre eine nette Erscheinung. Dafür erweist sich die Länge als zufriedenstellend und die zuvor angesprochenen HTPC werden bei der Verlegung in sauberer Optik geradezu erstrahlen, wenn man mit diesem Netzteil hantiert.

500W

  • 1x 20/24-pin Hauptstecker (45cm)
  • 1x 4-pin Zusatzversorgung (45cm)
  • 1x 6/8-pin PEG (45cm)
  • 1x 6-pin PEG (45cm)
  • 2x Molex; 1x Floppy (45, 60, 75cm)
  • 2x Molex; 1x Floppy (45, 60, 75cm)
  • 3x SATA (45, 60, 75cm)
  • 3x SATA (45, 60, 75cm)


Warum man bei der 500W Version weniger Molexstecker anbietet als beim 400W Modell, lässt sich nicht nachvollziehen. Interessanterweise waren die Leitungen auch noch 5cm kürzer und eine sinnvolle Begründung dafür gibt es nicht. Auf der anderen Seite haben wir nun zwei Grafikkartenanschlüsse und sechsmal SATA auf zwei Kabelbäume verteilt, was uns zusammen mit dem separaten EPS12V Stecker sehr erfreut. Von der Ausstattung her hat es uns am meisten überzeugt.


700W

  • 1x 20/24-pin Hauptstecker (45cm)
  • 1x 4-pin Zusatzversorgung (45cm)
  • 1x 6/8-pin PEG (45cm)
  • 1x 6-pin PEG (45cm)
  • 2x Molex; 1x Floppy (45, 60, 75cm)
  • 2x Molex; 1x Floppy (45, 60, 75cm)
  • 3x SATA (45, 60, 75cm)
  • 3x SATA (45, 60, 75cm)


Das schlechteste Bild lieferte ohne Zweifel das 700W Model ab, da man weder mehr Anschlüsse integrierte als bei der 500W Variante, noch dass man auf längere Leitungen wert gelegt hätte. Warum dort kein Unterschied besteht, erschließt sich uns nicht ganz. Denn so hat man keinen zwingenden Kaufgrund für ein 700W Netzteil und das Produkt relativiert sich, wenn man ohnehin nicht mehr anschließen kann als bei der kleineren Version.

OCZ

Wer sich an unser Review zum Hiper 630W erinnert, wird feststellen, dass Parallelen zum 400W ModXStream bestehen. So auch beim Lüfter, der von Yate Loon Electronics stammt und auf 0.70A und 140mm spezifiziert ist. Die genaue Modellnummer lautet D14-SM12

OCZ

Das 500W/700W haben beide einen Lüfter derselben Herkunft, nämlich einen 140mm Lüfter von Globe Fan. Die Modellnummer lautet RL4Z S1352512HH bei 0.45A bzw. RL4Z S1352512H mit 0.33A.

[break=Elektronik]
Wenn wir nun zu den elektronischen Details übergehen, werden weitere Indizien zur Herkunft gesammelt und die Verarbeitung als auch Baugruppen überprüft. Bevor ein Netzteil nun aber geöffnet wird, ist der Sicherheitshinweis erforderlich, dass dieser Vorgang lebensgefährlich sein kann und davon abzuraten ist, wenn man ein solches Produkt als Privatkunde erwirbt. In den Kondensatoren kann sich immer noch Restspannung befinden, die sich bei Berührung entlädt. Abhängig von der Kapazität benötigen diese üblicherweise eine Ruhepause von etwas mehr als einem Tag, damit sich die Spannung komplett abbauen kann. Jedoch lässt sich auch einfach der Stromstecker trennen, während man das Netzteil im AN Zustand behält, sodass sich die Restenergie in Richtung der Verbraucher (PC-Komponenten) verteilen kann. Ein sorgfältiger und vorsichtiger Umgang mit dem Gerät ist zudem erforderlich, um keine empfindlichen Bauteile zu beschädigen. Bei einem Eingriff erlischt außerdem die Herstellergarantie, wovor üblicherweise ein Aufkleber warnt und beim Versuch der Abtrennung beschädigt wird. Um an das Innenleben zu gelangen, müssen insgesamt 4 Schrauben bei diesen Modellen gelöst werden.

OCZ Mod Intern Übersicht


Dass sich die 400W Version bisher so stark unterschieden hat, ist auch auf einen anderen Grund zurück zu führen. Während das kleinste Modell einem Budgetdesign von CWT entspricht, wurden die anderen bei einem anderen Hersteller gefertigt, nämlich Sirtec.



Da Sirtec nicht jedem bekannt sein dürfte, werden wir genauer auf diese Netzteile eingehen. Und da das Layout des 500W Fabrikates zunächst an FSP erinnern mag, die zuvor viele Produkte für OCZ gefertigt hatten, sammeln wir dort einige Indizien. Diese dienen dann als Anhaltspunkt für die Fertigung bei Sirtec. Aber auch das Netzteil von CWT wird dabei nicht zu kurz kommen, da es sich stark von der verbreiteten PSH Platinenbasis unterscheidet und extra für ein geringes Kostensegment realisiert wurde.

[break=Fortsetzung Elektronik]
700W

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Die 700W-Version unterscheidet sich neben den höheren Kapazitäten vor allem in der Kühlkonstruktion vom 500W ModXStream. Die schwarz eloxierten Aluminiumstreben breiten sich zu den Seiten hin aus und bieten so eine größere Kühlfläche. Zusammen mit dem etwas stärkeren Lüfter ergibt sich so eine nachvollziehbare Erweiterung für diese höhere Leistung. Der Primärkondensator weist 470 Mikrofarad auf und ist auf 85°C spezifiziert. Die Bezeichnung „REC“ wird nur wenigen bekannt sein, denn sie führt auf den Hersteller Transcend Electrolytic Co. des Typs KG zurück. Die Spezifikationen sind keineswegs als hochwertig zu bezeichnen und auch wenn wir noch keine Erfahrungen mit diesen hatten, müssen wir das daher etwas kritisch betrachten und mit gesunder Skepsis. Was uns nicht im Geringsten gefallen hat, ist die magere EMI Filterung mit recht wenigen Spulen (2x), Y-Kondensatoren (4x) und X-Kondensatoren (2x). Zur Entstörung wurde wenigstens noch ein Ferritkern an die beiden Eingangsleitungen angebracht. Sekundär sind +3,3V und +5V wie so oft mit einer einzigen Spule gefiltert. Die Chips stammen aus der üblichen fernöstlichen Selektion Chinas.


500W

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Wie erwähnt, sind die Kühlkörper etwas kleiner gehalten und so erinnert das Design zunächst an FSP. Als Indiz dagegen, was für die Herstellung bei Sirtec spricht, sind die andere Beschriftung der Platine, die höhere Position der Gleichrichterbrücke und die Wahl der Bauteile. Auch hier finden wir REC Kondensatoren, 330 Mikrofarad bilden die Kapazitäten primär. Sekundär sind +3,3V und +5V wie so oft mit einer einzigen Spule gefiltert. Was uns etwas wundert ist, dass das Modell einen X-Kondensator mehr hat als der größere Bruder. Die Chips stammen ebenso aus China.


400W

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Auch wenn uns das einfache CWT Layout nicht begeistern mag, so ist Samxon wenigstens ein vertrauter Hersteller für Kondensatoren, den der Hersteller schon recht lange einsetzt, ohne dass Probleme bei der Funktionalität auftreten. Auch hier weist die primäre Version 330 Mikrofarad auf. Die transiente Filtereinheit entspricht mit seinen Spulen (2x), Y-Kondensatoren (4x) und X-Kondensatoren (3x) in etwa dem 500W Modell, bietet aber darüber hinaus einen MOV. Diese dienen zur Spannungsbegrenzung und stellen damit eine wichtige Schutzinstanz dar. Die Topologie wirkt sehr offen und die Kühlkörper sind für diese Leistungsgrade angemessen, zumal der Wärmeabtransport durch die leichte Verbiegung derer begünstigt wird. Die sehr einfachen Pertinaxplatinen sind in diesem kleinen Rahmen schlüssig. Auch hier stammen die Chips aus der gängigen fernöstlichen Kollektion in China.

[break=Ergänzungen Elektronik]
OCZ
Hier die primären Kondensatoren im Überblick


OCZ
Hier die Filtereinheit (400W) im Überblick


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Hier die Filtereinheit (700W/500W) im Überblick


[break=Testwerte]
Repräsentativ: 500W
An dieser Stelle präsentieren wir stellvertretend für die Reihe die Werte des 500W Modells. Diese Testabläufe wurden wie üblich mit der Chroma 8000 durchgeführt mit einem Lastzustand von 10% bis 110%.

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Die Schiene +3,3V zeigte bei höherer Last einen maximalen Abfall von 3,63%, während sie mit einer leichten Überspannung von 2,72% startete. Somit liegt sie innerhalb der Spezifikation.

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Bei +5V zeigte sich ein sehr positives Bild mit gerade mal 4,2% Schwankungen über alle Lastzustände hinweg. Zu Beginn bewegt man sich mit 1,2% über 5V sehr nah am absoluten Optimum.

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Der Gesamtabfall beträgt lediglich knapp 3,6% vom höchsten bis zum niedrigsten Punkt.
Insbesondere fällt die Spannung nicht allzu weit unter +12V.

OCZ

An der Lautstärke gibt es nichts zu bemängeln. Mit 720rpm erreicht man ein Niveau von sehr erträglichen 18 dBA und erst mit dem höchsten Wert von 1500rpm ergaben sich 26 dBA, was für 10% Überlast ein guter Wert ist. Leider mussten wir feststellen, dass sich der dritte Kühlkörper (im Sekundärbereich) auf bis zu 66°C erhitzt, was nicht tragisch ist, aber besser hätte sein können. Hier hätte man die Konstruktion massiver gestalten können. Ansonsten bilden allerdings 40°C das Maximum, die auf ein solides Kühlkonzept schließen lassen

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Auch wenn man mit 84% nicht die höchsten Höhen beim Wirkungsgrad erreicht, so können wir festhalten, dass der Wert sehr konstant ist. Des Weiteren fällt er ab 20% Last auch nicht mehr unter 80%. So fällt es leicht, sich einen Rechner auszuwählen, mit dem man dieses Netzteil gut auslastet, ohne Rückschritte bei der Effizienz hinnehmen zu müssen.

OCZ

Beim Leistungsfaktor hätte wir uns in der Spitze etwas mehr als beinahe 0.97 erhofft. Nichts desto trotz geht der Wert für unser Stromnetz bei 230VAC in Ordnung und startet mit 0.86 auch nicht zu tief.

[break=Fazit]
OCZ

Es gab Höhen und Tiefen innerhalb dieser Baureihe. Das Hauptproblem der ModXStream Serie ist, dass die ausgewiesenen Produkteigenschaften von sehr vielen Herstellern angeboten werden und uns ein wenig die Besonderheit fehlt. Gleichermaßen muss man beim gedeihenden Markt mitwachsen und immer strenger mit sich selbst werden, da es nicht mehr ausreicht, einfach nur die großzügig gesetzten Intel Spezifikationen einhalten zu können.

OCZ

Der Eindruck wird ein wenig durch die einsteigerfreundlichen Preise angehoben und zu den Höhen zählt mit Sicherheit auch der bislang gute Support seitens OCZ.

Wie der Funktionalitätstest ergab, ist die Effizienz in Ordnung und die Werte befinden sich innerhalb der Spezifikation. Zudem dreht der Lüfter in der Anfangsphase mit 18dBA als Resultat recht langsam und wird nur geringfügig lauter mit steigender Last. Zum anderen Teil erreichen die Werte bei der Leistungsfaktorkorrekur nur recht knapp 0.97.

Was die Fabrikate letzten Endes zur Mittelmäßigkeit degradiert, ist aber ein anderes Kriterium. Als bewusst kritische Tester, die wir durch diverse Erfahrungen und zahlreiche Reviews sind, enttäuscht uns die Elektronik sehr. Wir können es nicht anders formulieren, als das der Schritt zu den gewählten Baugruppen keine passende Entscheidung war, wo man zuvor seine Mittelklassenetzteile bewusst bei einem sehr guten Produzenten eingekauft hatte. Wir erinnern uns an den großen Roundup über 154 Seiten, wo ein OCZ Netzteil mit solider FSP Technik beeindruckte. Ergo waren unsere Erwartungen an die Netzteile recht hoch.
Zudem sind viele Umsetzungen einfach nicht nachvollziehbar, sei es elektrotechnisch betrachtet oder bei der Steckervielfalt.

Zumindest vom 700W Modell müssen wir leider abraten, da es sich, im Gegensatz zu den anderen, beim Kostenfaktor eindeutig zu hoch bewegt. Nicht nur, dass sich die Bauteile auf einem bestenfalls durchschnittlichen Niveau bewegen, man vermochte es in keinster Weise, sich gegenüber dem 500W Modell ab zu setzen, was die Anzahl der Anschlüsse oder deren Länge betrifft. Außerdem unterliegt es dem qualitativ gehobeneren Silencer Quad Black 750W, welches wir bald hier präsentieren werden. Dazu dann zum gegebenen Zeitpunkt mehr. Eine erlesene Komponentenwahl können wir auch bei der 400W und 500W Version nicht antreffen. Erstere bietet zudem nur einen äußerst spartanischen Lieferumfang. Zumindest retten sich diese beiden kleinen aber noch mit dem Argument der Erschwinglichkeit vor der starken Abwertung. Denn wer in der Zielgruppe, wie viele Jugendliche, nicht gerade eine gut gefüllte Geldbörse vorweisen kann, erhält zumindest dafür bereits stabile Werte, sowie ein Kabelmanagementsystem. Ansehnliche Äußerlichkeiten werden uns im professionellen Bereich niemals sonderlich beeinflussen, aber auch die Optik weiß sicherlich vielen zu gefallen. Es fügt sich rein äußerlich sehr gut in die modifizierten Rechner der zahlreichen Spieler ein. Und beim Gehäuse zeigt sich eine angemessene Verarbeitungsqualität.

Letzten Ende obliegt es dem Kunden, ob einem die Produkte gefallen oder nicht.

Nach diesem etwas durchwachsenen Bild, mit negativer Tendenz gegenüber den Vorgängern und durchaus herber Kritik, bleibt uns nur in aller Prägnanz zu verdeutlichen, dass wir uns das nächste Mal mehr wünschen. Besondere Erwartungen werden wir demzufolge in die anderen Netzeile setzen, die mit den ModXStream Pro in der OCZ Lieferung enthalten waren. Zu diesem Gesamtpaket wird es gegen Ende auch ein zusammenfassendes Fazit geben, um euch nochmals einen Überblick zu verschaffen. Es bleibt also weiterhin spannend.


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