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Auf der Computex 2009 in Taipeh feierte der US-Amerikanische Speicherspezialist Corsair dieses Jahr mit dem Obsidian 800D sein Debüt im Gehäusebereich. Glaubt man der Corsair Crew wird das Obsidan auch nicht das einzige Gehäuse bleiben. Wir freuen uns also ganz besonders, dass wir euch heute das erste Gehäuse von Corsair vorstellen dürfen, da wir als eine der wenigen deutschen Hardwareseiten bereits ein Sample erhalten haben. An dieser Stelle noch einmal ein Danke an Alex von Corsair.

Obsidian ist ein vulkanisches Gesteinsglas, was unter bestimmten Bedingungen bei der Abkühlung von Lava entstehen kann. Spielern von Online-Rollenspielen wie World of Warcraft ist es hingegen eher im Bereich epischer Rüstungen und Waffen ein gängiger Begriff. Wie es letztendlich zu dem Namen kam, also die Ableitung von vulkanischem Gestein, oder ob die Namensgeber womöglich exzessive Onlinerollenspieler sind, wissen wir nicht. Möglich wäre beides. Nachfolgend nun also das vermutlich erste deutschsprachige Review zum Obsidan D800. Vorab wie immer die technischen Daten.[BREAK=Obsidian 800D - Technische Daten]
 Eckdaten und technische Details
ModelCC800DW
MaterialStahl, Aluminium
FarbeSchwarz
Maße (B x H x T)226 mm x 609 mm x 609 mm
FormfaktormATX, ATX, eATX
Anschlüsse4 x USB 2.0 / 1 x FireWire / Audio IN/OUT
Einbauschächte

5x 5,25 Zoll (extern)
2x 3,5 Zoll (intern)
4x 3,5 Zoll HotSwap

Kühlung3 x 140 mm vorinstalliert, 4 x 120 optional
Erweiterungskarten7
Gewichtca. 23 (inklusive Hardware)
Preis 

[BREAK=Obsidian 800D - Zubehör]Kommen wir zum Zubehör, wobei wir ergänzend gleich dazusagen müssen, es handelt sich bei unserem Model um ein Vorserienmodel, welches definitiv noch kleine Änderungen erfahren wird. Von daher sind wir nicht ganz sicher, ob sich am Zubehör noch etwas ändert. Angesichts dessen, was wir zu sehen bekamen, hat es uns aber fast aus den Socken gehauen. Jede Schraube hatte ihr eigenes Tütchen, hinzu kam ein Beutel mit Kabelbindern, vier Schienen für zwei interne 3,5"-Laufwerke, ein Gummirahmen zur Entkopplung eines 120 mm Lüfters, vier gewinkelte SATA-Kabel, ein Adapter der mit nur einem Stromanschluss vom Netzteil alle HotSwap-Käfige mit Strom versorgt und weiterhin noch eine +12V-Verlängerung für das Netzteil. Weiterhin (nicht im Bild) gibt es für Redaktionen noch einen Reviewers-Guide, der nähere Informationen zum Obsidian enthält. Eine klassische Einbauanleitung lag offenbar noch nicht vor, wird aber dann vermutlich in der finalen Version enthalten sein.

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Das Gehäuse kam in einem neutralen weißen Karton, der im Innern dick mit Styropor gepolstert, zusätzlich war wie üblich das Gehäuse selber noch in einer Kunststofffolie verpackt, um alles vor Transportschäden zu schützen. In diesem Fall hat dies aber leider nicht hingehauen. Beim Auspacken stellten wir fest, dass eine Ecke des Windows im linken Seitenteil gebrochen war. Fairerweise muss ich sagen, das Obsidian war weder besser noch schlechter verpackt wie die anderen etwa 50 Gehäuse, die ich im Laufe der Jahre getestet habe und das Obsidian war erst das zweite Gehäuse mit Transportschaden. Das andere war im Übrigen ein Lian Li, aber dies nur am Rande. Von daher muss man sagen, das ist ärgerlich, kann aber passieren. Ein Blick auf den Karton offenbarte auch, das auf Höhe des Gehäuse-Fensters offenbar ein stumpfer Gegenstand auf den Karton gedrückt haben muss.

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Doch genug des Vorgeplänkels, packen wir das Gehäuse aus und schauen, was uns erwartet. [BREAK=Obsidian D800 - Äußerlichkeiten (1)]

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Die Front des Obsidian besteht im Gegensatz zum Rest des Gehäuses aus gebürstetem Aluminium und schaut, obwohl sie dezent gestaltet ist recht imposant aus. Das restliche Chassis besteht aus Stahl und wurde schwarz gepulvert, wie auch die Corsair Netzteile. Im obersten 5,25" Zoll Schacht sitzt der Powerschalter, daneben hinter einer Klappe verbirgt sich, sicher vor Staub geschützt, das I/O Panel. Die Klappe muss recht fest gedrückt werden, schwenkt dann sanft nach unten und gibt den Blick auf die Anschlußmöglichkeiten frei. Satte vier USB 2.0 Anschlüsse, ein FireWire sowie Audio IN/Out verbergen sich hier. In der Preisklasse hätten wir allerdings auch einen eSATA Anschluss erwartet. Weiterhin finden wir hier noch den Resetschalter. Da man um diesen zu erreichen erst die Klappe öffnen muss, ist ein versehentliches betätigen eigentlich so gut wie unmöglich. Wer das immer noch schafft, der hält auch vor einer Grünen Ampel und wacht erst auf, wenn der Verkehr hinter ihm hupt.

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Unterhalb der 5,25" Zoll Laufwerke befindet sich eine große rechteckige Klappe. Eine 9-Punkt Dot Matrix markiert den Druckpunkt durch welchen man die Klappe öffnet. Die Tür schwenkt nach links auf und dahinter befinden sich die Einbauschächte für bis zu vier 3,5" Laufwerke im HotSwap Käfig. Der Ordnung halber muss erwähnt werden, die Klappe kann auch entfernt werden, aber wer will sich schon damit die Optik zerstören?

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Jede der insgesamt vier Schubladen ziert das Corsair-Branding. Mit einem kleinen Schieber, der nach links geschoben wird, entriegelt man den Mechanismus. Ein Hebel schwenkt nach rechts aus und an diesem Hebel kann man die Schubladen entfernen um die Laufwerke einbauen zu können. Die Laufwerke werden seitlich verschraubt und dann kann die Schublade wieder ins Gehäuse geschoben werden. Für zusätzlichen Halt der Schubladen sorgen Metalfedern an der Oberseite.

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Abschließend finden wir mittig noch das Corsair Logo vor, womit wir mit der Gehäusefront auch schon am Ende wären. Ins Auge stechen hier noch die Füße, welche wir uns später noch genauer anschauen werden.

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Im linken Seitenteil finden wir ein großzügig bemessenes Fenster, das einen Einblick ins Gehäuseinnere gestattet. Das Fenster beim Obsidian ist nicht nur schlicht rechteckig gehalten, sondern erinnert in seiner Form ein wenig an ein aufgeblähtes Segel. Es gewährt einen Einblick bis auf den Gehäuseboden. Von außen erkennt man schon, das das Obsidian in mindestens zwei Kühlzonen eingeteilt ist. Das Netzteil sitzt in einer extra Kühlzone auf dem Gehäuseboden und ist durch einen Zwischenboden vom Mainboard getrennt. Es bleibt nun dem jeweiligen persönlichen Geschmack überlassen, ob man das Fenster so wie es ist schick findet. Der ein oder andere Anwender hätte sich sicherlich ein Fenster gewünscht, das nicht so tief blicken lässt und mit dem Zwischenboden abschließt, der andere freut sich, das auch sein Netzteil zu sehen ist.

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Das rechte Seitenteil ist schlicht gehalten, hier gibt es nichts besonderes zu sehen.

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[BREAK=Obsidian D800 - Äußerlichkeiten (2)]Der Gehäusedeckel besitzt im vorderen Teil drei längliche, wohl eher aus optischen Gründen, Vertiefungen. Dahinter, ebenfalls vertieft eingelassen drei Wabenförmige Lüftungsgitter unter welchen drei 120 mm Lüfter Platz finden, ansonsten gibt es zum Deckel nicht viel zu sagen.

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Schauen wir uns den Boden näher an. Wie schon angesprochen stechen hier die Füße ins Auge, obwohl der Obsidian gar nicht auf Füßen im klassischen Sinn steht. Vielmehr handelt es sich um vier massive U-förmige Streben, welche über die gesamte Gehäusebreite gehen und an den Enden jeweils eine kleine Gummierte Auflage haben, die das Gehäuse vom Boden entkoppeln sollen. Das ganze steht im Vergleich zu klassischen Füßen bombenfest und ist mal wieder was anderes. Über einen Bereich von ungefähr 2/3 der Unterseite im hinteren Teil erstreckt sich ein herausnehmbarer auswaschbarer Staubfilter. Dieser verdeckt wabenförmige Luftdurchlässe, durch die unter anderem das Netzteil später die Luft von unten einsaugt.

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Bleibt uns zum Ende noch die Gehäuserückseite, bevor wir uns dem Innenleben widmen. Im oberen Teil mittig befinden sich auf einer Fläche von 15 cm x 5 cm wabenförmige Luftdurchlässe. Jeweils links und rechts davon befindet sich ein Druckknopf. Diese beiden Druckknöpfe sind dafür gedacht, die Seitenteile zu entriegeln. Die Seitenteile sind nämlich nicht verschraubt. Die Knöpfe werden einfach eingedrückt und die Seitenteile können seitlich ausgeklappt werden. Unterhalb des Lüftungsgitters hat Corsair zwei Schlauchdurchführungen gelassen. Diese sollten ca 15 mm große Schläuche fassen.

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Unterhalb der Schlauchdurchführungen sitzt ein vorinstallierter 140 mm Lüfter, darunter kommen dann auch schon die sieben Slotblenden für Erweiterungskarten. Auffällig, fast die komplette linke Rückseite ist auf einer Breite von ca. 2 cm ebenfalls mit Luftdurchlässen gespickt. Wozu diese dienen erklären wir später wenn wir uns dem Kühlkonzept des Obsidians widmen.

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Auf dem Gehäuseboden schließlich findet sich das Netzteil, hier zu sehen der Einbauschacht mit herausgezogenem Staubfilter, den wir bereits gesehen hatten, als wir uns die Gehäuseunterseite angeschaut haben.

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[BREAK=Obsidian D800 - Inneres (1)]Nachdem wir die Seitenteile entfernt haben kommen wir endlich zum Innenleben. Gut, es war schon allein durch die Computex bekannt und auch von außen durchs Window sah man, dass das Gehäuse von innen ebenfalls schwarz ist, trotzdem ein schicker Anblick. Nichts desto trotz, waren wir schon beim Anblick des Zubehörs erstaunt, so wurde dies jetzt noch mal getoppt bei dem was wir sahen. Nicht nur insgesamt 11 riesige, allesamt mit Gummidurchführung versehene Kabeldurchführungen, auch die anderen Features sahen sehr vielversprechend aus. Insgesamt ist das Corsair nicht wie vermutet in zwei, sondern sogar in drei Kühlzonen eingeteilt. Doch gehen wir der Reihe nach vor und arbeiten uns von oben nach unten durch.

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Im Deckel des Obsidians können bis zu drei 120 mm Lüfter eingebaut werden. Vorne sitzt eine über die ganze Gehäusetiefe durchgehende Schiene. Diese Schiene ist der Verschlussmechanismus für die Seitenteile. Auf diese Schiene aufgesetzt sitzen, wie will man es nennen, Metal Fans würden sagen Killernieten. Durch Druck auf den Knopf an der Rückseite schiebt sich die Schiene nach vorne und die Seitenteile können zur Seite weggeklappt werden. Wer gern einen Radiator im Deckel verbauen will, für den sei gesagt, der Platz zwischen der Schiene und der Rückseite beträgt ca. 17 cm.

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Unterhalb der Schiene kommen die Kabeldurchführungen für eine externe Wasserkühlung, sowie ein vorinstallierter 140 mm Lüfter. Auf dem Bild schlecht zu sehen, aber der Lüfter sitzt in einem Gummirahmen, um ihn vom Gehäuse zu entkoppeln. Auf dem Mainboardträger noch zu sehen, eine Klappe, die wir uns wenn wir die andere Gehäuseseite betrachten noch genauer ansehen werden. Alle drei Lüfter im Obsidian haben einen 3-Pin Anschluss und die Kabel sind nicht einfach einzeln, sondern als Flachbandkabel in Schwarz, hier hat Corsair also Liebe zum Detail bewiesen. Unterhalb des Lüfters kommen dann die Slotblenden für sieben Erweiterungskarten. Die Blenden sind wiederverwendbar und die Karten werden mit Rändelschrauben gesichert. Hier setzt man also auf die sicherer Variante und schwimmt nicht im Strom der immer häufiger anzutreffenden Klickverschlüsse mit.

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Dann folgt ein Trennboden, welcher das Netzteil vom Mainboard trennt. Das Netzteil liegt auf zwei Schienen und saugt von unten die Luft an. Vor Staub schütz der bereits angesprochene auswaschbare Staubschutzfilter. Schön wäre es noch gewesen, wenn man das Netzteil ebenfalls mit zwei gummierten Streifen entkoppelt hätte. Der gelochte Gehäuseboden ist leider sehr instabil, das kommt zwar dem Gewicht zu gute, aber er lässt sich sehr leicht eindrücken. Im vorderen Teil, ebenfalls in einem Gummirahmen der 140 mm Lüfter. Die Rückwand hat große Kabeldurchführungen.

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[BREAK=Obsidian D800 - Inneres (2)]Weiter geht es mit dem Frontbereich. Bis zu fünf externe 5,25" Zoll Laufwerke werden mit Schiebern schraubenlos installiert. Wieder zeigt sich hier die Liebe zum Detail, alle Schieber tragen das Corsair Branding.

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Unterhalb des Käfigs für die 5,25 " Zoll Laufwerke kommt der HotSwap-Käfig für die 3,5" Zoll Laufwerke. Der Laufwerke werden durch einen seitlich vorinstallierten 140 mm Lüfter, welcher mit 1000 Umdrehungen seinen Dienst verrichtet, gekühlt. Die Backplate mit den Anschlüssen wird durch eine herausziehbare Plastikabdeckung geschützt. Davor sieht man noch den Zwischenboden mit vorinstalliertem 140 mm Lüfter, der von unten die Luft in Kühlzone drei befördert und somit einen Kamineffekt erzeugt. Vor dem 140 mm Lüfter der die Festplatten kühlt, sitzt eine weitere Plastikabdeckung, die für einen kontrollierten Luftstrom sorgen soll. Die Abdeckung vor dem Lüfter ist ebenfalls mit dem Corsair-Branding verziert. Auch bei der Abdeckung hat man mitgedacht, sie besitzt eine kleine Aussparung, durch welche seitlich das Lüfterkabel geführt wird, welches somit nicht eingeklemmt ist. Dadurch wird ein vorzeitiger Kabelbruch verhindert.

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Unterhalb des Lüfters schließlich sitzt noch ein Schacht für zwei weitere 3,5" Zoll Festplatten, diese werden mit den im Zubehör beiliegenden Schienen ebenfalls schraubenlos eingebaut und wer sie kühlen möchte, der hat die Möglichkeit wie bei dem HotSwap-Käfig seitlich einen Lüfter anzubringen. Der Gummirahmen im Zubehör sorgt für die Entkopplung vom Gehäuse. Die Rückseite dieses Einbauplatzes besitzt ebenfalls für eine Plastikabdeckung, um den Luftstrom gezielt durch das Gehäuse zu leiten.

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Sehen wir uns noch die rechte Seite an, bevor wir mit dem Einbau und den obligatorischen Temperaturmessungen beginnen. Im vorderen Teil sauber ummantelte Kabel für die Anschlüsse. Der Mainboardträger besitzt im Bereich der CPU eine Klappe, öffnet man diese, kann man verschraubbare Kühler wechseln, ohne das Mainboard ausbauen zu müssen. Diese Klappe wird für die finale Version allerdings noch modifiziert, damit auch sichergestellt ist, dass der Kühlerwechsel bei allen Boards funktioniert. Solch eine Aussparung bieten mittlerweile viele Hersteller an, aber wie vergangene Reviews gezeigt haben, ist die Aussparung oft zu klein, sodass trotz der guten Idee dahinter je nach Board ein Kühlerwechsel nicht immer möglich ist. Dies will Corsair mit der Änderung der Aussparung vermeiden. Wer jetzt sagt, wozu ist überhaupt die Klappe gedacht, hätte man sich die nicht einfach sparen könne, dem sei gesagt, sie ist Teil der Kühlkonzeptes. Zwischen dem Mainboardträger und dem rechten Seitenteil hat man ca. 3 cm Platz gelassen. Dieser Platz dient nicht nur dazu, Kabel hinter dem Mainboardträger zu verstauen, hier wird auch der Luftstrom den die Lüfter für die Festplatten erzeugen entlang geleitet. Wir erinnern uns, auf der Rückseite waren im linken Bereich wabenförmige Luftdurchlässe zu sehen. Entfernt man nun die Klappe, verwirbelt der Luftstrom unnötig. Eine sehr gute Idee, was sie allerdings in der Praxis bringt, werden die folgenden Temperaturmessungen zeigen.

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[BREAK=Obsidian D800 - Einbau]Mainboardabstandhalter sind bereits auf dem Träger vorinstalliert. Das Mainboard wird also aufgesetzt und verschraubt. Als nächstes entfernten wir die Frontblende. Hierzu greift man einmal von unten darunter und zieht beherzt. Die Abdeckungen für die 5,25" Zoll Laufwerke kurz entfernt und dann können die Laufwerke eingeschoben werden. Verriegelt werden sie mit den seitlichen Schiebern. Wenn wir schon dabei sind, gleich noch das Kabel am Mainboard anschließen. Dann verkabelten wir den HotSwap-Käfig und bauten die 3,5" Zoll Laufwerke ein. Die Laufwerke kommen in die Schubladen, werden seitlich mit Schrauben fixiert und werden wieder von vorn ins Gehäuse geschoben. Kurz noch die Frontblende wieder davor gesetzt und dann kommt das Netzteil an die Reihe.

Sehr vorbildlich, die beiliegende 4-Pin ATX Verlängerung, aber was machen wir mit dem 24-PIN ATX Kabel, das war nämlich zu kurz und somit standen wir vor einem ernsthaften Problem. Der Schacht in welchem das Netzteil sitzt, schließt nämlich bündig mit dem Seitenteil ab. Wir hatten also irgendwie keine Chance den 24-Pin Stecker ans Mainboard zu bekommen, da der Anschluss bei dem ASRock ganz oben am Board, links vom CPU Sockel sitzt. Um überhaupt weitermachen zu können, entschlossen wir uns zum unkonventionellen Weg, nämlich das Kabel trotzdem zwischen Seitenteil und Zwischenboden entlang zu ziehen. Gleich dazu gesagt, es klappte so gerade eben. Das Kabel sitzt zum einen reichlich unter Spannung, da es von der Länge her so gerade eben reichte und die Seitentür hat nachdem sie verschlossen war logischerweise eine nette Ausbeulung. Wer also wie wir den Anschluss so weit oben hat, der sollte sich lieber gleich eine Verlängerung im Zubehörhandel zulegen. Die Preise hierfür sind recht moderat, sie liegen in etwa bei fünf Euro. Noch schöner wäre es allerdings, wenn Corsair in der Final Version gleich so ein Kabel beilegen würde.

Fertig zusammengebaut sah das ganze wie folgt aus.

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[BREAK=Obsidian D800 - Temperaturmessungen]Nachdem schließlich alles verkabelt und angeschlossen war, ging es mit den Messungen los. Für die Temperatur- und Lautstärkemessungen verwenden wir lediglich die vom Werk aus eingebauten Lüfter, in diesem Fall also die drei 140 mm Lüfter.

Hier erst mal das von uns verwendetet Testsystem:

Nach Einschalten des Systems warteten wir eine halbe Stunde, damit sich der Rechner im Idle-Modus akklimatisieren konnte. Danach nahmen wir die ersten Temperaturmessungen vor, welche mit HWMonitor sowie GPU-Z ausgelesen wurden. Diese sahen wie folgt aus:

Idle-Temperaturen:

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Dann starteten wir Prime95 und ließen es eine Stunde laufen, um den Rechner auf Temperatur zu bringen. Das Resultat sieht man in der nächsten Tabelle.

Temperaturen unter Last:
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[BREAK=Obsidian D800 - Fazit]
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Das Fazit ist beim Obsidian gar nicht so einfach, da es sich wie bereits erwähnt bei unserem Modell um ein Vorseriensample handelt, was so nie im Handel erscheinen wird. Ein endgültiger Verkaufspreis steht ebenfalls noch nicht fest, er wird sich so um die 299,- Euro bewegen und somit sieht man schon, in welcher Liga Corsair mitspielen will. Weiterhin ist sicher noch die ein oder andere Änderung geplant.

Von daher fassen wir zusammen was uns positiv oder negativ aufgefallen ist und warten einfach die Final Version ab. Wer plant das Gehäuse zu kaufen hat somit zumindest schon einmal einen Anhaltspunkt.

Der Obsidian glänzt mit Liebe zum Detail und einem üppigen Zubehörpaket. Vier gewinkelte SATA Kabel, eine Schiene um mit nur einem Stromanschluss vom Netzteil die gesamte Backplatte des HotSwap-Käfigs mit Strom zu versorgen. Alle Lüfter sind mit Flachbandkabeln versehen und vom Gehäuse entkoppelt. Gleich drei von einander getrennte Kühlzonen und leise Lüfter sprechen für ein ausgeklügeltes Konzept der Corsair-Designer. Im Verhältnis Temperatur unter Last zur Lautstärke gehört das Obsidian zu den Top-Gehäusen. Platz für bis zu sechs 3,5" Zoll Laufwerke, vier davon im HotSwap Käfig und bei richtiger Einrichtung während des laufenden Betriebs austauschbar dürften auch Anwender mit gehobenen Ansprüchen zufrieden stellen. Zahlreiche Kabeldurchführungen auf dem Mainboard sorgen dafür, dass es ohne großen Bastelaufwand immer aufgeräumt ausschaut. Von den Abmessungen im Gehäuse findet jede High End Grafikkarte, ein Enermax Galaxy und sogar ein Radiator unter dem Deckel genügend Platz.

Weniger gut gefallen hat uns die Tatsache, dass wir um das 24-Pin ATX Stromkabel anschließen zu können erst noch eine Verlängerung benötigen. Vielleicht legt Corsair in der Final Version ja noch ein passendes Kabel bei. Weiterer kleiner Kritikpunkt: Der Lüfter in der unteren Kühlzone wo das Netzteil sitzt. Auch wenn es im Gehäuse recht aufgeräumt ist, so liegen dort unten doch zahlreiche Kabel, welche unter Umständen in den Lüfter gelangen können, da dieser keine Abdeckung besitzt. Wirklich grobe Patzer erlaubt sich das Obsidian 800D allerdings nicht und wenn bei Verfügbarkeit noch der Preis stimmt, dann muss man sich nur noch überlegen, ob der Preis, trotz der Tatsache, dass es kein Vollaluminium-Gehäuse ist, auch passt.

Corsair hat auf jeden Fall einen gelungenen Start der Gehäuseserie hingelegt. Wir sind gespannt, was hier noch auf uns zukommt und wie sie sich am Gehäusemarkt bei Wettbewerbern wie Silverstone oder Lian Li behaupten können.


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