In den Foren liest man mittlerweile immer wieder über das Thema OEM Netzteile. Diese sind billig und kommen nur mit manchen Abschlägen daher. Kein Wunder also, dass die Computer-Fangemeinde immer wieder OEM Netzteile in kleinere Rechner baut.
OEM Netzteile haben den Ruf günstig zu sein, keinerlei Beigaben zu genießen, aber durchaus ihren Zweck zu erfüllen. Grund genug uns endlich einmal solche OEM Netzteile anzuschauen und mit Modellen für den Endkundenmarkt in so genannter Retailverpackung zu vergleichen. Zwischen OEM und Retail Netzteilen liegen hingegen Welten und deswegen sind sie wohl noch immer nur ein Geheimtipp im Forum und werden kaum in Reviews berücksichtigt..
Wer noch mehr über Netzteile erfahren möchte, dem sei unser letzter
Netzteilroundup ans Herz gelegt. Dieser wird die eine oder andere Frage im Vorfeld klären können.
Für unseren Vergleich haben wir uns heute einmal mehrere Netzteile vorgenommen und auf die Chroma gespannt. Als Vertreter von OEM Netzteilen wird Seasonic an den Start gehen, denn diese werden wohl am häufigsten genannt. Zum Vergleich haben wir drei weitere Vertreter der kleinen Fraktion bestellt und haben mit dem Seasonic S12II, Antec Earthwatts und Corsair VX450 drei weitere erstklassige Vertreter dabei.
OEM Netzteile sind in Deutschland nicht in jedem Laden zu finden und verirren sich manchmal nur in Auktionshäuser. Hier hat
SH-EDV den richtigen Riecher gehabt. Der Online Shop rund um PC Hardware hat nach eigenen Angaben die größe Auswahl an OEM Netzteilen von Seasonic. Kurzerhand hat uns SH-EDV für diesen Test drei der OEM Modelle nach Frankreich geschickt, um diese mal durch die Mangel zu drehen.
Zum Testequipment
Getestet wird auf einer Chroma, welche mit weitem Abstand die beste programmierbare Last ist, welches man für den Test von Netzteilen einsetzen kann. Wir haben früher versucht auf Lasten von Fast zu testen, welches aber ein eher „grobes“ Unterfangen war. Mit einer Chroma kann man Daten bis zu einen Zehntausendstel eingeben und ausmessen. Gepaart wird das Equipment mit einer AC-Quelle, welches für unseren Test hier eher unwichtig sein wird. Diese wird dazu gebraucht, verschiedene Eingangsspannungen zu generieren, welche ich für die Tests von Anandtech.com benötige. Wer mehr über das Equipment wissen möchte, der kann sich die
Lektüre (in Englisch) auf AnandTech zu Genüge führen.
Mit einem Tektronix TDS3014B Oszilloskop werden wir Ripple und Noise messen, welches Auskunft über die Ausgangsqualität der Leitungen gibt. Darüber hinaus haben wir die Lautstärke eines jeden Probanten getestet, damit der Vergleich noch ein wenig einfacher ausfällt. Die Ausgangsstabilität haben wir in einem neuen Schema dargestellt, welches den Prozentsatz der Abweichung anzeigt. Es wird jeweils immer zwei Grafiken geben. Die erste wird die Abweichungen der 3,3 und 5,0V Leitung zusammen anzeigen, wobei die angezeigte Fläche immer der Raum ist, indem sich die Spannung bewegt hat. Das gleiche gilt für die zweite Grafik, welche die beiden 12V Leitungen anzeigt. Hier ist die aufgezeigte Fläche jeweils der Raum indem sich die Spannung bewegte. Bis 3% Abweichung ist die Fläche grün und färbt sich dann langsam rot, wenn es gegen 5% kommt. Außerhalb von 5% ist die Spannung außerhalb der Toleranz.
Auf zum Test...
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