Titelbild zum Artikel ASRock ALiveDual-eSATA2


ASRock, bekannt für günstige und solide Mainboards, ist immer wieder für eine Überraschung gut. Ob das wie beim K8 Combo-Z zwei verschiedene CPU-Sockel auf einem Mainboard sind oder beim 939Dual-SATA2 AGP und PCI Express auf einer Platine - ASRock zeigt immer wieder, dass ungewöhnliche Mainboards durchaus machbar sind.

Mit dem ALiveDual-eSATA2 führt ASRock die Reihe der "Kuriositäten" weiter fort. Dieses ATX-Mainboard bietet ähnlich dem 939Dual-SATA2 AGP und PCI Express auf einer Hauptplatine und spricht somit speziell Auf- und Umrüster an.

Ein genauerer Blick auf die Konstellation von AGP 8x und PCIe x16 wirft die Frage auf, wie ASRock diese beiden Grafikkarten-Schnittstellen überhaupt bereitstellen kann. Denn schließlich gibt es keine aktuellen Chipsätze mehr, die einen nativen AGP-Port bereitstellen. Was also nutzt ASRock, um diese Features zu gewährleisten?

Die Lösung auf diese Frage könnte glatt wie ein Kochrezept klingen: Man nehme als Northbridge einen ULi M1695, gebe unter ständigem Rühren als Soutbridge einen NVIDIA nForce3 250 hinzu, garniere das Ganze mit dem Phenom-Support und fertig ist ein Mainboard, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Verwundert wird sich jetzt der ein oder andere Leser die Augen reiben, aber es stimmt: ASRock verbaut mit dem ULi M1695 (verantwortlich für PCI Express) sowie dem nForce3 250 (verantwortlich für AGP) genau genommen zwei Chipsätze, die zudem eigentlich längst von der Bildfläche verschwunden sein sollten. ULi wurde im Dezember 2005 von NVIDIA aufgekauft und seither gab es keine neu entwickelten Chipsätze mehr mit dem Namen ULi. Der nForce3 250 auf der anderen Seite war zu Zeiten der Einführung von AMDs Sockel 939 aktuell (siehe unser MSI K8N Neo2 Review) und stellt den letzten reinen AGP-Chipsatz von NVIDIA dar.

Woher stammen also diese Chips, die eigentlich längst der Vergangenheit angehören sollten? Nun, eine genaue Information darüber konnte uns ASRock auch nicht geben. Angesichts des fortgeschrittenen Alters der Chip ist jedoch davon auszugehen, dass es sich um Restbestände handelt, die nun sinnvoll verwertet wurden.

Auf den nächsten Seiten werden wir uns anschauen, wie sich der Exot von ASRock im Alltag schlägt.

Viel Vergnügen beim Lesen!
[break=Testsystem und Testaufbau]
Testsystem

Die Referenzhardware auf einen Blick:

  • AMD Athlon64 X2 4000+
  • AMD Phenom ES (2,4 GHz, 2,0 GHz Northbridgetakt)
  • 2 x 512 MB Corsair XMS2 8500 (5-5-5-15 1T)
  • SAPPHIRE X1800 XT
  • Maxtor 6E040L0 IDE (40 GB, 7.200 u/min)
  • Maxtor 6Y080M0 SATA (80 GB, 7.200 u/min)
  • Hitachi 7K250 SATA (80 GB, 7.200 u/min, über USB angeschlossen)
  • 2 x Maxtor 4D080H4 IDE (80 GB, 5.400 u/min)
  • STLab PCI RaidController mit SiliconImage 0680Av
  • S3 Trio64V PCI-Grafikkarte
  • bequiet Dark Power Pro 530 Watt
  • Chieftec Mesh CH-01 Midi-Tower


Nach dem Einbau des Mainboards installieren wir Windows XP Professional mit Service Pack 2, DirectX 9.0c Dezemberupdate 2005 sowie Catalyst 6.4. Für den ULi M1695, den nForce3 250 sowie die Onboardkomponenten kommen die aktuellsten, downloadbaren Treiber der ASRock-Homepage zum Einsatz.

Verwendete Software

In der folgenden Tabelle sind die grundlegendsten Anwendungen aufgeführt, die bei uns zum Einsatz kommen.

verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkungen
Windows XP Professional
32 Bit, Service Pack 2
DirectX
9.0c, Dezemberupdate 2005
Grafikkartentreiber
Catalyst 6.4 + Control Center
Prozessortreiber
Version 1.3.2.16
SiSoft Sandra
2007 lite SP1
Sciencemark2
32 Bit
XMPEG
5.03
Xvid
1.0.3
WinRAR
3.60 Beta 6
Cinebench
2003
3DMark01
Build 3.3.0, ohne Feature Tests
3DMark03
3.6.0 Professional Edition, ohne Feature Tests
3DMark05
1.2.0 Advanced Edition, ohne Feature Tests
3DMark06
1.0.2 Advanced Edition, ohne Feature Tests
PCMark05
1.1.0 Advanced Edition
Aquamark3
1024x768x32
Quake3
640x480x16, Low Details
Quake3
1024x768x16, High Details
UT2004
1024x768x32, High Details
UT2004
1280x1024x32, High Details
UT2004
1600x1200x32, High Details
Doom3 Demo
1024x768x32, Ultra Details
Doom3 Demo
1280x1024x32, Ultra Details
Doom3 Demo
1600x1200x32, Ultra Details
SuperPI
1M, Mod 1.4
HDTach
3.0.1.0
Rightmark Audio Analyzer
5.3


Das Betriebssystem wird bei jedem Mainboard frisch installiert. So können wir sicherstellen, dass alle Testkandidaten beim gleichen Stand beginnen. Nach der Windows- und Softwareinstallation werden die Festplatten defragmentiert, die Auslagerungsdatei auf 512 MB festgesetzt und alle unnötigen Einträge aus dem automatischen Systemstart gelöscht.
[break=Lieferumfang]
Lieferumfang ASRock ALiveDual-eSATA2


In der Verpackung finden wir neben unserem Testsample noch folgendes Zubehör:

  • 1x Treiber-CD
  • 1x Handbuch (mehrsprachig)
  • 2x SATA-Datenkabel
  • 1x SATA-Stromkabel (für 1 Gerät)
  • 1x IDE-Kabel
  • 1x Floppy-Kabel
  • 1x I/O-Blende
  • 1x HDMI_SPDIF-Kabel


Hervorzuheben ist das mehrsprachige Manual, welches leider noch immer eine Seltenheit ist. Das restliche Zubehör fällt zwar relativ spartanisch aus, ist aber für das Preissegment, in dem das ALiveDual-eSATA2 angesiedelt ist, durchaus ausreichend.
[break=Spezifikationen]
Prozessor
  • Sockel AM2
  • unterstützt AMD Athlon 64, Athlon 64 X2, Athlon 64 FX und Sempron
  • unterstützt AMD Phenom
  • unterstützt Cool'n'Quiet

Chipsatz
  • Northbridge NVIDIA / ULi M1695
  • Southbridge NVIDIA nForce3 250

Speicher
  • 4x 240 Pin DDR2-Speicherslots (maximal 8 GB)
  • 128 Bit Dual Channel-Architektur
  • unterstützt DDR2 400/533/667/800/1066 DIMMs

PCI/PCIe Slots
  • ein PCIe x16-Steckplatz
  • ein AGP 8x-Steckplatz
  • drei PCI-Steckplätze

Serial ATA
  • nForce3 250
    • 2x SATA 150 Mbyte/s
    • unterstützt Raid 0 / 1 / JBOD
    • unterstützt Hotplug
  • JMicron JMB363
    • 2x SATA 300 Mbyte/s
    • unterstützt Raid 0 / 1 / JBOD
    • unterstützt AHCI, NCQ, Hotplug
    • Angebunden via PCI-Express x1

IDE
  • zwei IDE-Anschlüsse
  • bis zu 4 Geräte mit UDMA 133/100/66/33

IEEE 1394
  • kein FireWire

Netzwerkadapter
  • Realtek RTL8111B
  • über PCIe angebunden
  • unterstützt 10/100/1000 Mbit/s
  • unterstützt Wake-On-LAN

Audio
  • C-Media 7.1 Audio CODEC ( CM6501 )

Lüfteranschlüsse
  • CPU-Lüfter
    • 1 Anschluss
    • 4 Pin PWM
    • regelbar (nur mit PWM-Lüfter)
  • Gehäuselüfter
    • 1 Anschluss
    • 3 Pin
    • nicht regelbar

Interne I/O-Anschlüsse
  • 1x PCIe x16
  • 1x AGP 8x
  • 3x PCI
  • 1x Floppy
  • 4x SATA
  • 2x IDE
  • 2x USB 2.0 pinheader (für 4 Ports, 2 Ports shared mit den Ports des I/O-Panels)
  • 1x Front Audio pinheader
  • 1x WiFi pinheader
  • 1x HDMI_SPDIF pinheader
  • 1x IrDA pinheader
  • 1x CD-In

Backpanel-Anschlüsse
  • 1x PS/2 Tastaturanschluss
  • 1x PS/2 Mausanschluss
  • 1x LPT-Port
  • 1x COM-Port
  • 1x eSATA
  • 1x Audio (6 Anschlüsse)
  • 1x RJ-45 LAN
  • 4x USB 2.0

Formfaktor
  • ATX 305 x 213mm

RoHS*
  • RoHS-konform


*RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.
[break=Layout]
Kommen wir nun zum Layout unseres nicht ganz alltäglichen Kandidaten.

Bild zum Layout ASRock ALiveDual-eSATA2


Die Hauptplatine kommt in typischem ASRock-blau mit vielen Aufdrucken über die unterstützten Features daher.

Bild zum Layout ASRock ALiveDual-eSATA2


Im oberen rechten Teil des Mainboards finden wie gewohnt die Speicherslots ihren Platz. Daneben wird der Lüfteranschluss für den Prozessorlüfter verbaut.

Zusätzlich finden die beiden SATAII-Anschlüsse des ALiveDual-eSATA2 direkt neben den Speicherslots ihren angestammten Platz.

Bild zum Layout ASRock ALiveDual-eSATA2


Zwischen dem Prozessorsockel und dem I/O-Panel werden einige hohe Kondensatoren verbaut, welche bei ausladenden Kühlkonstruktionen im Weg sein könnten.

Das geschulte Auge entdeckt auf diesem Bild zusätzlich einen SATA-Port, welcher für eSATA notwendig ist. Dazu muss der orangefarbene SATA-Port im darüberliegenden Bild per Kabel mit dem Port am I/O-Panel verbunden werden. Einerseits ist das clever, spart sich ASRock somit doch den Aufwand, die entsprechenden Leitungen über das PCB von einer auf die andere Seite zu legen. Andererseits hat diese Konstellation den Nachteil, dass innerhalb des PCs ein Kabel mehr verlegt werden muss.

Bild zum Layout ASRock ALiveDual-eSATA2


Neben dem PCIe x16-Slot stehen keine weiteren PCI Express-Erweiterungsslots zur Verfügung.

ASRock verbaut neben dem AGP 8x-Slot noch zusätzlich 3 PCI-Steckplätze.

Bild zum Layout ASRock ALiveDual-eSATA2


Besitzer von mehreren PATA-Geräten werden beim Anblick von 2 IDE-Kanälen für insgesamt 4 Geräte in Verzückung geraten.

Zusätzlich sind hier die Pfostenstecker für das Frontpanel, einen Infrarotanschluss sowie weitere USB-Anschlüsse zu sehen, ebenso wie der einzige Anschluss für einen Gehäuselüfter.

Bild zum Layout ASRock ALiveDual-eSATA2


ASRock platziert den BIOS-Chip links neben Erweiterungsslots. Schön zu sehen ist, dass der Chip gesockelt ist und somit im Notfall ausgetauscht werden kann. Der Trend zu fest verlöteten BIOS-Chips ist demnach bei diesem Board kein Thema.

Außerdem zu sehen: Der verbaute Taktgenerator vom Typ Realtek RTM866-895.
[break=Layout - Fortsetzung]
Bild zum Layout ASRock ALiveDual-eSATA2


Ein seitlicher Blick auf den Kühler der Southbridge - aka nForce3 250 - zeigt dessen flache Bauform. Auch AGP-Karten mit langen PCBs passen hier problemlos darüber hinweg. Mit PCIe-Grafikkarten ergeben sich ebenfalls keine Probleme, da der Kühler etwas unterhalb des PCIe-Slots liegt.

Bild zum Layout ASRock ALiveDual-eSATA2


Die hier gezeigten SATA-Anschlüsse gehören zum JMicron JMB363 (hier links zu sehen). Dieser Zusatzchip ist für SATA II sowie eSATA notwendig, da sowohl der ULi M1695 als auch der nForce3 250 nicht über diese Features verfügen. Angebunden ist der via PCI-Express x1.

Bild zum Layout ASRock ALiveDual-eSATA2


Noch ein genauerer Blick auf den Bereich zwischen Prozessorsockel und I/O-Panel. Die großen Kondensatoren können durchaus zu Kompatibilitätsproblemen mit großvolumigen Prozessorkühlern führen.

Bild zum Layout ASRock ALiveDual-eSATA2


Der hier abgelichtete Chip ist ebenfalls ein seltener Anblick. Es handelt sich dabei um den verbauten Soundcodec C-Media CM6501. In der Regel werden bei den AM2(+)-Mainboards Realtek-Codecs verbaut, weshalb der hier verwendete Chip wie ein Farbtupfer in der Landschaft wirkt. Wie sich das Exemplar in puncto Signalqualität schlägt, wird sich auf Seite 11 beim Rightmark Audio-Test zeigen.

Bild zum Layout ASRock ALiveDual-eSATA2


Dieses Bild zeigt, wie eng es oberhalb des PCIe x16-Slots zugeht. Sowohl direkt über dem Slot als auch in unmittelbarer Nachbarschaft zum 24 Pin ATX-Anschluss werden einige Kondensatoren verbaut. Beim Zusammenbau des PCs ist also Vorsicht notwendig.

Bild zum Layout ASRock ALiveDual-eSATA2


Erfreulich ist, dass ASRock für den Netzwerkverkehr auf einen Realtek RTL8111B zurückgreift, da dieser Chip, wie auch schon der S-ATA II Zusatzchip JMB363, per PCI Express angebunden ist.

Bild zum Layout ASRock ALiveDual-eSATA2


Zum Abschluss der bereits gewohnte Blick auf die Backpanel-Anschlüsse des ALiveDual-eSATA2. Neben den üblichen Verdächtigen in Form von PS/2 für Maus sowie Tastatur, USB, Sound und LAN finden wir noch einen COM-, einen LPT- sowie einen eSATA-Port vor. Alles in allem eine bunte Mischung, die für jeden User etwas bereithalten sollte.
[break=BIOS]
Nach dem Blick auf das Layout folgt der Blick in das BIOS vom ALiveDual-eSATA2.

Bild zum BIOS ASRock ALiveDual-eSATA2


Wie von ASRock gewohnt, wird auch beim ALiveDual-eSATA2 ein AMI-BIOS verwendet. Der Hauptbildschirm hält dabei gleich einige wichtige Informationen bereit.

Bild zum BIOS ASRock ALiveDual-eSATA2


Einen Reiter weiter, in den Advanced Settings, findet man einige Untermenüs vor, in denen sich wichtige Einstellungen verbergen.

Bild zum BIOS ASRock ALiveDual-eSATA2


Bild zum BIOS ASRock ALiveDual-eSATA2


Das Menü CPU Configuration hält alle Einstellungen für den Prozessor sowie den Arbeitsspeicher bereit. Äußerst erfreulich ist, dass die hier angebotenen Optionen durchweg funktionieren. So lief DDR2-800 beim AMD Phenom auch mit 1T Command, DDR2-1066 funktionierte tadellos, der CPU- sowie der Northbridgemultiplikator ließen sich korrekt verändern und auch Cool'n'Quiet lief anstandslos.

In diesen Punkten hat ASRock hervorragende Arbeit geleistet. Denn bei den bisher von Planet 3DNow! getesteten Mainboards mit Phenom-Unterstützung waren diese Einstellungen immer eine Achillesverse.

Das geschulte Auge wird auf diesen Bildern hingegen eine Einstellung vermissen: Eine Option zur Aktivierung bzw. Deaktivierung des Erratum 298-Workarounds. ASRock implementiert den Workaround im BIOS, lässt jedoch die Abschaltung dessen nicht zu. Wer dennoch nicht auf die volle Performance des AMD Phenom verzichten möchte, sollte sich einmal das ASRock TLB Utility anschauen, mit Hilfe dessen sich der Fix im Betriebssystem umgehen lässt.

Bild zum BIOS ASRock ALiveDual-eSATA2


In den Chipset Settings lassen sich LAN und Audio aktivieren bzw. deaktivieren. Zusätzlich sind Einstellungen für AGP und den Chipsatz (genau genommen die Chipsätze) möglich.

Erwähnenswert ist, dass man beim ALiveDual-eSATA2 zwei Einstellmöglichkeiten für den HT-Link vorfindet. Zum Einen lässt sich die Verbindung zwischen Northbridge (ULi M1695) und CPU definieren, zum Anderen die Hyper-Transport-Verbindung zwischen North- (ULi M1695) und Southbridge (nForce3 250).

Bild zum BIOS ASRock ALiveDual-eSATA2


Die ACPI Settings stellen die Anlaufstelle für alle Einstellungen rund um Start, Stand By sowie Power Down des PCs dar.
[break=BIOS - Fortsetzung]
Bild zum BIOS ASRock ALiveDual-eSATA2


Im Untermenü IDE Configuration lassen sich alle Einstellungen rund um SATA und IDE vornehmen.

Bild zum BIOS ASRock ALiveDual-eSATA2


Mit Onboard SATA Controller sind die SATA-Anschlüsse des nForce3 250 gemeint. Aufgrund dessen fortgeschrittenen Alters ist es nicht möglich, die Anschlüsse im AHCI-Modus zu betreiben - dieses Feature gab es damals schlichtweg noch nicht.

Bild zum BIOS ASRock ALiveDual-eSATA2


Auf AHCI muss dennoch nicht verzichtet werden. Die beiden Anschlüsse des Zusatzchips JMicron JMB363 (rechts neben den Speicherslots) lassen sich in diesem Modus betreiben. Eingestellt werden kann dies beim Onboard SATAII Controller.

Bild zum BIOS ASRock ALiveDual-eSATA2


Im Hardware Health Event Monitoring bekommt der User einen Überblick über Spannungen, Temperaturen und die Lüfterdrehzahlen.

Der Prozessorlüfter kann gesteuert werden, allerdings nur unter Verwendung eines PWM-Lüfters.

Bild zum BIOS ASRock ALiveDual-eSATA2


Die Optionen für die Bootreihenfolge bekommen ein extra Menü spendiert.
[break=Stabilitätstests]
Jedes Mainboard muss umfangreiche Stabilitätstests durchlaufen. Nur so können wir sicher sein, dass der jeweilige Kandidat auch im realen Leben alle Anforderungen bewältigt. Wir achten bei den Tests darauf, dass so viele Komponenten wie möglich belastet werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Stabilitätstests.

StabilitätstestVersion/Bemerkungen
X2: Orthos (SP2004)2 Instanzen, ca. 8 Stunden über Nacht
X2: 3DMark03 im LoopDemo-Loop ca. 4 Stunden mit Sound
X2: großes Archiv von SATA zu IDEverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von IDE zu PCI-Raidverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von PCI-Raid zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X2: großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: Prime954 Instanzen, ca. 8 Stunden über Nacht
X4: 3DMark03 im LoopDemo-Loop ca. 4 Stunden mit Sound
X4: großes Archiv von SATA zu IDEverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von IDE zu PCI-Raidverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von PCI-Raid zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
X4: großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung


Orthos setzt auf das allseits bekannte Prime95. Hier werden Arbeitsspeicher und CPU starken Belastungen ausgesetzt. Da wir den Programminstanzen nicht explizit einen Kern zuordnen, erhöhen wir den Schwierigkeitsgrad für unsere Hardware. Hard- und Software müssen die Verteilung selbst koordinieren und eventuelle Fehler werden gnadenlos aufgedeckt.

3DMark03 lassen wir etwa 4 Stunden im Demo-Loop laufen. Das belastet hauptsächlich die Grafikkarte, jedoch haben CPU und Ram ebenfalls jede Menge zu tun. Zusätzlich wird die Soundausgabe aktiviert, was den onboard verbauten Soundchip belastet. Insgesamt ist dieser Test der kritischste für das Gesamtsystem, da die meisten Komponenten gleichzeitig belastet werden.

Das Kopieren von Rar-Archiven soll möglichen Datenverlust zwischen den beteiligten Controllern aufdecken. Dazu wird ein etwa 4 Gigabyte großes Rar-Archiv von SATA über IDE zum PCI-Raidverbund verschoben und zwischendurch immer wieder überprüft. Zum Schluss wird der Weg umgekehrt vollzogen. Treten bei der CRC-Prüfung keine Fehler auf, gilt der Test als bestanden.

Ähnlich verhält es sich auch beim Verschieben eines Archivs von SATA zu USB. Hier ist das Archiv jedoch etwas kleiner, mit über 100 MB aber noch immer stattlich. Der Weg führt von SATA zu USB und wieder zurück.

Stabilität bei unseren Testkandidaten

Bisher gab es auf Planet 3DNow! vier Reviews von AM2+ -Mainboards zu lesen. Die Kandidaten von zwei dieser Reviews hatten mit der Stabilität bei Verwendung eines AMD Phenom zu kämpfen.

Das ALiveDual-eSATA2 hingegen hat alle unsere Stabilitätstests auf Anhieb problemlos gemeistert. Darunter auch die härteste Hürde von 4 Instanzen Prime95 unter gleichzeitiger 3D-Last in Form vom 3DMark03-Demoloop. Selbst diese Belastung konnte unser Sample nicht beeindrucken.

Daumen hoch für ASRock!
[break=Cool'n'Quiet]
Als nächstes steht die Überprüfung der ordnungsgemäßen Funktion von Cool'n'Quiet auf dem Plan.

Cool'n'Quiet ASRock ALiveDual-eSATA2 – X2 load


Cool'n'Quiet ASRock ALiveDual-eSATA2 – X4 load


Sowohl beim AMD Athlon X2 als auch beim AMD Phenom ES liegt der Referenztakt leicht über den spezifizierten 200 MHz. Auch die Spannung ist gegenüber der Vorgabe ganz leicht erhöht.

Cool'n'Quiet ASRock ALiveDual-eSATA2 – X2 idle


Aktiviert man Cool'n'Quiet, wird beim X2 sowohl Takt als auch Spannung korrekt verringert.

Cool'n'Quiet ASRock ALiveDual-eSATA2 – X4 idle


Anders sieht das Bild beim AMD Phenom aus. Hier wird bei aktiviertem Cool'n'Quiet lediglich der Prozessor-Multiplikator abgesenkt, nicht hingegen die Spannung.

Eine Anfrage diesbezüglich bei ASRock bestätigte ein Bauchgefühl: Aufgrund des Designs des Mainboards als Single-Power-Plane-Mainboard ist es unter Verwendung eines AMD Phenom nicht möglich, die Betriebsspannung mittels Cool'n'Quiet zu verringern.
[break=Onboard Sound Signal]
Werfen wir nun einen Blick auf die Soundqualität des Onboardsounds.

Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog Wandler zum Einsatz. Auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

Wir haben unser Testsample mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer überprüft. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie 5.1 Sound, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

Als Referenz dient uns auch heute wieder die Sound-Lösung des EPoX EP-8RDA+. Die NVIDIA APU der MCP-T Southbridge zählt zu den qualitativ hochwertigeren Onboard-Lösungen.

TestNVIDIA(R) nForce(TM) AudioC-Media CM6501 Like Sound Device
Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.30, -0.78+0.00, -0.01
Noise level, dB (A):-80.6-92.8
Dynamic range, dB (A):80.192.7
THD, %:0.00750.0006
IMD, %:0.0400.0065
Stereo crosstalk, dB:-77.7-94.1


Frequency response

Soundqualität ASRock ALiveDual-eSATA2: Frequency Response

Noise level

Soundqualität ASRock ALiveDual-eSATA2: Noise Level

Dynamic range

Soundqualität ASRock ALiveDual-eSATA2: Dynamic Range


Die Bewertungen im Einzelnen:

Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.00, -0.01Excellent
Noise level, dB (A):-92.8Very good
Dynamic range, dB (A):92.7Very good
THD, %:0.0006Excellent
IMD, %:0.0065Excellent
Stereo crosstalk, dB:-94.1Excellent


ASRock liefert beim ALiveDual-eSATA2 ein fast nicht mehr zu toppendes Ergebnis ab, bei dem wir unseren Hut ziehen. In vier von sechs Punkten wird das bestmögliche Ergebnis erreicht, die anderen beiden liegen mit sehr guten Ergebnissen auch nur knapp darunter - so macht der Qualitätstest Spaß.

Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.
[break=Benchmarks: SiSoft Sandra, Netzwerk]
Wenden wir uns nun der Performance unseres heutigen Probanden zu. Wie gewohnt, wurden sämtliche Benchmarks in mehreren Konfigurationen durchlaufen und die jeweiligen Ergebnisse farblich getrennt.
  • grün: Benchmarkergebnisse bei Verwendung eines Athlon64 X2
  • rot: Benchmarkergebnisse des aktuellen Mainboards bei Verwendung eines Athlon64 X2
  • grau: Benchmarkergebnisse bei Verwendung eines AMD Phenom ES
  • blau: Benchmarkergebnisse des aktuellen Mainboards bei Verwendung eines AMD Phenom ES


Sandra 2007
  • Hersteller: SiSoftware
  • Webseite: www.sisoftware.co.uk
  • Bereich: Synthetisch
  • Schwerpunkt: Speicher- und Netzwerkbandbreite
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...

Sandra CPU Streaming

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Sandra CPU Streaming


Sandra FPU Streaming

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Sandra FPU Streaming


Beim Test der SiSoft Sandra-Speicherbandbreite platziert sich unser Sample gleich im vorderen Feld. Zudem zeigt sich anhand des Ergebnisses mit unserem Phenom, dass ASRock im BIOS den TLB-Fix implementiert hat. Aber auch unter den Kandidaten mit aktiviertem Patch setzt sich das Board an die Spitze.

Einmal mehr sei der Hinweis gestattet, dass wir aus Vergleichsgründen eine ältere Version von SiSoft Sandra einsetzen. Aufgrund der Programmierung des Tests fällt das Ergebnis mit einem Phenom deutlich niedriger aus als mit einem X2, was mit aktuellen Versionen bereits ganz ander aussieht.

Sandra Netzwerkbandbreite

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Sandra Netzwerkbandbreite


Sandra Netzwerklatenz

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Sandra Netzwerklatenz


Die Ergebnisse der Netzwerktests fallen sehr gut aus. Sowohl Bandbreite als auch Latenz liegen im vorderen Feld, ob X2 oder Phenom spielt dabei keine Rolle.

Prozessorlast Netzwerkverkehr

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Prozessorlast Netzwerkverkehr


Eine Prozessorlast von knapp 10 Prozent mit unserem X2 liegt noch im Rahmen, könnte aber besser sein. Dass die Last mit dem Phenom etwa halbiert wird, ist eine logische Konsequenz der verdoppelten Kernanzahl, etwas besserer IPC sowie höherem Takt bei unserem Engineering Sample.
[break=Benchmarks: Sciencemark, XMPEG, WinRAR]
Sciencemark
  • Hersteller: Dr. Timothy Wilkens & Alex Goodrich
  • Webseite: www.sciencemark.de
  • Bereich: Synthetisch
  • Schwerpunkt: Memory-Controller Performance
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Sciencemark Speicherbandbreite


Im Sciencemark-Bandbreitentest muss sich das ASRock-Sample mit Plätzen im Mittelfeld begnügen.

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Sciencemark Speicherlatenz


Die Speicherlatenz fällt mit einem X2 mittelmäßig aus, mit dem AMD Phenom bleibt aufgrund des aktivierten TLB-Patches nur der letzte Platz.

XMPEG + XviD

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: XMPEG + XviD


Keine Überraschungen bei XMPEG: Die Ergebnisse liegen auf normalem Niveau.

WinRAR
  • Hersteller: Rarsoft
  • Webseite: www.winrar.de
  • Bereich: Anwendungen
  • Schwerpunkt: ALU, Speicherlatenzen
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: WinRAR


Während der Athlon64 knapp an der 1.000 KB/s-Marke scheitert und somit ein gutes Ergebnis abliefert, muss der Phenom dank TLB-Fix Federn lassen.
[break=Benchmarks: Cinebench, SuperPI]
Cinebench
  • Hersteller: Maxon
  • Webseite: www.maxon.net
  • Bereich: Anwendungen
  • Schwerpunkt: CPU-Performance
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Cinebench


Auch an den Ergebnissen im Cinebench gibt es nichts zu meckern.

SuperPI

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: SuperPI


Ein Ergebnis im Mittelfeld steht mit X2 zu Buche, unter den Phenoms reicht es nur zum letzten Platz.
[break=Benchmarks: 3DMark 01/03/05/06, PCMark05, Aquamark]
3DMark01/03/05/06 + PCMark05

3DMark01

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: 3DMark01


Im 3DMark01 platziert sich unser Sample im hinteren Feld.

3DMark03

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: 3DMark03


Auch im 3DMark03 finden wir unseren heutigen Testkandidaten nur am "Tabellenende" wieder.

3DMark05

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: 3DMark05


Das Bild bestätigt sich ein weiteres Mal im 3DMark05.

3DMark06

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: 3DMark06


Auch der 3DMark06 bildet keine Ausnahme.

PCMark05

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: PCMark05


Gleiches Bild im PCMark05.

Aquamark 3
  • Hersteller: Massive Development
  • Webseite: www.aquamark3.com
  • Bereich: Grafik-Performance
  • Schwerpunkt: CPU-, FPU- und Speicher-Performance
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Aquamark


Auch im Aquamark3 finden wir das ALiveDual-eSATA2 im hinteren Feld vor. Zwischen einem X2 und einem Phenom gibt es zudem keinen nennenswerten Performanceunterschied.
[break=Benchmarks: Quake III, Doom3]
Quake III Arena

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Quake 3 640x480


Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Quake 3 1024x768


Quake3 liegt dem ALiveDual-eSATA2 etwas besser. Das Sample platziert sich in den Tests im vorderen Feld.

Doom 3
  • Hersteller: id Software
  • Infoseite: auf Planet 3D Games
  • Bereich: Gaming
  • Schwerpunkt: Grafik-Performance (Grafikkarten lastig)
  • Referenzen auf Planet 3DNow!: Suche...
  • Referenzen im Forum: Suche...

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Doom 3 1024x768


Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Doom 3 1280x1024


Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Doom 3 1600x1200


Im Doom3 sieht das Bild jedoch wieder etwas anders aus, hier fällt unser Testkandidat auf die hinteren Plätze zurück.
[break=Benchmarks: UT2004]
Unreal Tournament 2004
  • Hersteller: Digital Extremes
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  • Bereich: Gaming
  • Schwerpunkt: Grafik-Performance (CPU-Lastig)
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Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: UT 2004 1024x768


Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: UT 2004 1280x1024


Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: UT 2004 1600x1200


Im letzten 3D-Test bestätigt sich das Bild von den Ergebnissen bei Doom3.
[break=Benchmarks: HDTach]
HDTach

IDE-Performance

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: HDTach IDE Average


Die durchschnittliche IDE-Transferleistung hält weder positive noch negative Überraschungen bereit.

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: HDTach IDE Burst


Gute Ergebnisse gibt es im IDE Burst zu verzeichnen.

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: HDTach IDE Prozessorlast


Die Prozessorlast fällt erfreulich gering aus.

SATA-Performance

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: HDTach SATA Average


Die SATA-Transferrate hält ebenfalls keinerlei Überraschungen bereit.

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: HDTach SATA Burst


Die Burst-Rate fällt jedoch etwas niedriger aus als erwartet.

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: HDTach SATA Prozessorlast


Dagegen befindet sich die CPU-Last erneut auf einem sehr guten Niveau.

PCI-Performance

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: HDTach PCI Burst


Die Burst Rate des PCI-Busses liegt auf guten Niveau.

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: HDTach PCI Prozessorlast


Die Prozessorlast könnte gern etwas niedriger sein, liegt jedoch noch im normalen Rahmen.

USB-Performance

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: HDTach USB Burst


Beim Test des USB-Burst konnten keine Fabelwerte erzielt werden. Hier wären ein paar Megabyte mehr wünschenswert.

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: HDTach USB Prozessorlast


Die Prozessorlast fällt ebenfalls nicht sonderlich gut aus, wenngleich sie sich im Rahmen dessen bewegt, was wir gewohnt sind.
[break=Leistungsaufnahme]
Wenden wir uns nun der Leistungsaufnahme unseres Testsystems zu. Zuerst führen wir einen 3DMark06-Durchlauf durch und messen dabei den durchschnittlichen Stromverbrauch des Systems (ohne Monitor sowie IDE-Raid).

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Leistungsaufnahme 3DMark06 (gemittelt)


Bei Verwendung eines X2 erreicht das ALiveDual-eSATA2 das bisher beste Ergebnis unter den seit Erscheinen des Phenom getesteten Mainboards. Verwendet man einen Phenom, sieht die Welt wieder etwas schlechter aus und unser heutiges Sample belegt den vorletzten Platz.

Für die folgenden Messungen tauschen wir unsere Radeon X1800XT gegen eine PCI-Grafikkarte aus.

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Leistungsaufnahme Orthos (gemittelt)


Bei Belastung von CPU und Ram bekleckert sich das ALiveDual-eSATA2 nicht unbedingt mit Ruhm. Sowohl mit AMD Ahlton64 als auch mit AMD Phenom stehen relativ hohe Werte zu Buche.

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Leistungsaufnahme während S3


Die Leistungsaufnahme während des Stand By liegt hingegen wieder auf einem normalen Niveau.

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Leistungsaufnahme Idle mit CnQ


Auch bei aktiviertem Cool'n'Quiet konnten wir in der Vergangenheit schon bessere Ergebnisse verzeichnen.

Zu diesem Diagramm ist noch zu erwähnen, dass beim AMD Phenom bei aktiviertem Cool'n'Quiet lediglich der Takt verringert wird, die Spannung verbleibt auf dem Standardwert von 1,25 Volt. Verantwortlich dafür ist das Design des Mainboards als Single-Power-Plane-Mainboard.

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Leistungsaufnahme Idle ohne CnQ


Auch ohne Cool'n'Quiet haben wir im idle-Betrieb bereits bessere Ergebnisse gesehen.

Benchmarkergebnis ASRock ALiveDual-eSATA2: Leistungsaufnahme heruntergefahrener PC


Bei heruntergefahrenem PC zeigt sich das ASRock-Mainboard noch einmal von seiner besseren Seite.
[break=Erkenntnisse]
Auch heute gibt es wieder einige Punkte, die zwar erwähnenswert sind, auf den vergangenen Seiten hingegen nirgends dazu gepasst haben. Daher hir die Infos in geballter Form.

AspektErgebnis
KondensatorenherstellerOST und Evercon
spezifizierte Kondensatorentemperatur105 Grad
funktioniert S3ja
funktioniert S1ja
funktioniert S1 & S3nicht einstellbar
funktioniert Ruhezustandja
Bootmanager vorhandenja (Aufruf mit F11)
PCIe x16 anders nutzbar (getestet mit Broadcom NetXtreme PCIe x1)ja
funktioniert Wake-On-LAN (Realtek RTL8111B)ja
verwendeter TaktgeneratorRealtek RTM866-895
zum Test verwendete BIOS-Version1.10
v. 02.01.2008
Produktseitewww.ASRock.com
Preisab ca. 55 Euro


Windows Vista

User, die Windows Vista in Verbindung mit einem ASRock ALiveDual-eSATA2 einsetzen wollen, sollten sich im Klaren sein, dass es zu Schwierigkeiten in dieser Konstellation kommen kann.

Seitens NVIDIA gibt es keine Chipsatztreiber für den nForce3 250 für Windows Vista, weshalb nur mit Vista-Standardtreibern gearbeitet werden kann. In diesem Fall ist es nicht möglich, ein Raid-Setup an den SATA-Anschlüssen des nForce3 unter Vista zu nutzen.

Für User, die dennoch nicht auf ein Raid-Setup unter Vista verzichten wollen, gibt es auch eine Lösung: Der verbaute Zusatzchip JMicron JMB363. An diesen beiden SATA-Anschlüssen ist es möglich, einen Raid-Verbund zu erstellen und unter Windows Vista zu nutzen, da es hierfür entsprechende Treiber gibt. Leider hat auch diese Lösung einen Nachteil, da kein eSATA mehr möglich ist, wenn beide Anschlüsse des JMB363 für ein Raid-Array genutzt werden.

AGP-Nutzung

Der nForce3 250, welcher für AGP verantwortlich zeichnet, hatte in der Vergangenheit seine liebe Mühe mit Grafikkarten, welche auf einem ATI-Chip basieren. Auch wenn der Chipsatz bereits einige Lebenszeit hinter sich hat, sind die Probleme noch immer vorhanden.

So kann es beispielsweise sein, dass für den stabilen Betrieb einer AGP-Grafikkarte mit ATI-Chip unter Windows XP FastWrite sowie SideBandAdressing deaktiviert werden müssen (beides im BIOS verfügbar). Vom Betrieb einer AGP-Grafikkarte unter Windows Vista ganz zu schweigen. Denn hier verweigert die Kombination aus ATI-Grafikkarte und NVIDIA-Chipsatz komplett den Dienst und auch der Einsatz einer NVIDIA-Grafikkarte ist kein Zuckerschlecken.

Kurzum: Wer den Betrieb von Windows Vista in Betracht zieht, sollte sich die Anschaffung eines ASRock ALiveDual-eSATA2 lieber zweimal überlegen. Die Probleme sind dabei nicht auf das Mainboard selbst sondern auf den verwendeten nForce3 250 zurückzuführen.

Overclocking

Die landläufige Meinung besagt, dass mit preiswerten Mainboards nur schlecht bis überhaupt nicht übertaktet werden kann. Doch wie sieht es damit beim ALiveDual-eSATA2 aus?

ASRock ALiveDual-eSATA2: Overclocking


Mit 270 MHz Referenztakt bei Verwendung eines AMD Phenom zeigt ASRock eindrucksvoll, was im Budget-Bereich möglich ist. Der Prozessor-Multiplikator, der Northbridge-Multiplikator, der HT-Link und auch der Speichertakt lassen sich problemlos und korrekt einstellen, was bei Mainboards mit Phenom-Unterstützung auch drei Monate nach Vorstellung der Spider-Plattform noch immer nicht selbstverständlich ist.

DDR2-1066

ASRock ALiveDual-eSATA2: DDR2-1066


Wie der Screenshot zeigt, funktioniert auch die Speichereinstellung DDR2-1066 korrekt - ebenfalls bis heute eine Seltenheit. Auch hier hat ASRock sehr gute Arbeit abgeliefert.

IRQ

Abschließend noch ein Blick auf die IRQ-Verteilung beim ALiveDual-eSATA2.

ASRock ALiveDual-eSATA2: IRQ-Belegung


Einzig IRQ Nummer 21 wird mehrfach genutzt, sonst müssen sich keine Geräte Ressourcen teilen.
[break=Fazit]
Titelbild zum Artikel ASRock ALiveDual-eSATA2


Mit dem ALiveDual-eSATA2 hat ASRock ein Mainboard vorgestellt, welches eine lange Tradition von ungewöhnlichen Hauptplatinen fortsetzt. So verbaut ASRock einen AGP 8x-Steckplatz, gleichzeitig aber auch einen PCIe x16-Slot. Aufgrund dieser Kombination wird das Mainboard speziell für Auf- und Umrüster interessant, da endlich auch die Paarung eines AMD Phenom mit einer AGP-Grafikkarte möglich wird.

Erreicht wird diese Kombination durch Verwendung eines nForce3 250 (für AGP verantwortlich) sowie eines ULi M1695 (für PCIe verantwortlich). Beides Chipsätze, die eigentlich längst von der Bildfläche verschwunden sein sollten, liegt deren Geburt doch bereits mehrere Jahre zurück. Aber um einem Phenom-User den Betrieb einer AGP-Karte zu ermöglichen, verwertet ASRock Restbestände dieser beiden Chips - eine wie wir finden gelungene Idee.

Leider hat diese Kombination auch ihre Tücken. So ist der nForce3 beispielsweise dafür bekannt, Probleme mit ATI-Grafikkarten zu haben. Unter Windows XP noch mit Tricks beherrschbar, ist eine solche Konstellation unter Windows Vista zum Scheitern verurteilt. Aber auch mit NVIDIA-Grafikkarten ist unter Vista nicht gut Kirschen essen. Hinzu kommt, dass es keine nForce-Treiber für Windows Vista gibt und in diesem Fall auf Vista-Standardtreiber zurückgegriffen werden muss. Damit einhergehend ist es nicht möglich, ein Raid-Array an den SATA-Ports des nForce3 250 unter Vista zu betreiben. Als Ersatz bleibt dafür der Zusatzcontroller JMicron JMB363, bei welchem dies widerum möglich ist.

Abseits der Vista-Problematik hat sich das Mainboard unter Windows XP wacker geschlagen. Zwar darf man keine Geschwindigkeitsrekorde erwarten (dazu ist die Kombination der Chipsätze wahrscheinlich zu exotisch), die Performance unseres Samples liegt mit einem X2 aber auf einem absolut akzeptablen Niveau. Wer einen Phenom einsetzt, wird durch den im BIOS implementierten und als nicht abschaltbar gestalteten Erratum 298-Workaround eingebremst. Wer dennoch die volle Leistung seiner CPU nutzen möchte, sollte einen Blick auf das ASRock TLB Utility werfen.

Extrem überrascht sind wir von der Gutmütigkeit des Mainboards. Wobei Gutmütigkeit vielleicht das falsche Wort ist, schließlich darf man eigentlich erwarten, dass vorhandene BIOS-Einstellungen auch tatsächlich funktionieren. Denn das ALiveDual-eSATA2 hat gezeigt, wie ein gut programmiertes BIOS aussieht. Im Gegensatz zu den bisher getesteten Mainboards mit Phenom-Unterstützung gab es keinerlei Probleme bei Änderung diverser BIOS-Optionen. DDR2-1066 funktionierte auf Anhieb, ohne dass wir eine hochwissenschaftliche Kombination aus Takt, Timings und Spannungen vornehmen mussten (so wie beispielsweise beim Gigabyte GA-MA790FX-DQ6). Aber auch die Verstellung des Northbridge-Multiplikators, des Referenztaktes, des Prozessormultiplikators sowie der Speichereinstellungen verlief ohne ein einziges Problem und wurde in jedem Fall korrekt übernommen - so macht Mainboard-testen Spaß.

Ebenfalls positiv überrascht sind wir von der Signalqualität des Onboard-Soundcodecs C-Media CM6501. In den Bewertungen der einzelnen Tests erzielt das ASRock ALiveDual-eSATA2 in vier von sechs Teilergebnissen die Höchstnote "Exzellent", in den verbleibenden zwei Ergebnissen die Bewertung "Sehr gut". Ein Ergebnis, was wir in der Form nicht unbedingt erwartet hätten. Es zeigt jedoch einmal mehr die hervorragende Arbeit von ASRock.

Doch nach all dem Lob müssen wir auch noch einen nicht so schönen Aspekt ansprechen. Aufgrund der Auslegung des Mainboards als Single-Power-Plane-Mainboard funktioniert Cool'n'Quiet unter Verwendung eines AMD Phenom nicht so, wie es eigentlich sollte. Das ALiveDual-eSATA2 kann in dieser Konstellation zwar den Prozessortakt verringern, die Kernspannung verbleibt jedoch auf dem Standard-Niveau. Stromsparen im Idle-Betrieb ist somit kaum möglich, da die Taktverringerung allein einen wesentlich geringeren Effekt halt als die Absenkung der Spannung. Cool'n'Quiet mit einem K8-Prozessor funktioniert hingegen wie gewünscht.

Das fanden wir gut :)
  • mehrsprachiges Handbuch
  • sehr gute Signalqualität des Onboard-Soundcodecs
  • BIOS-Einstellungen werden korrekt übernommen (DDR2-1066, Speichertimings, Multiplikatoren usw.)
  • sehr gutes Übertaktungsergebnis

Das fanden wir nicht so gut :(
  • aufgrund der Chipsatz-Kombination kein voller Nutzungsumfang bei Windows Vista (fehlende Treiber)
  • keine Spannungsabsenkung bei Cool'n'Quiet mit AMD Phenom

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