Titelbild zum FOXCONN Destroyer


Im heutigen Review wollen wir uns dem FOXCONN Destroyer widmen. Hinter diesem martialisch anmutenden Namen verbirgt sich nichts Geringeres als der erste Spross der FOXCONN Quantum-Force-Serie für den Sockel AM2+. Diese eigenständige Mainboard-Serie richtet sich im Prinzip ausschließlich an Enthusiasten und Overclocker, die das letzte Quentchen Performance aus ihrem System holen wollen.

Doch die Sterne des Destroyer stehen momentan nicht sonderlich gut. Grund hierfür ist eine Mischung aus mehreren Aspekten. Auf der einen Seite ist der Preis für ein Sockel AM2+ -Mainboard von knapp 200 Euro nicht unbedingt als günstig zu bewerten und auf der anderen Seite lässt die Übertaktbarkeit von AMDs Phenom-Prozessoren oftmals zu wünschen übrig. Für wen Geld in Bezug auf Performance keine Rolle spielt, der ist in der Regel mit Intel-Hardware unterwegs, da es auf der "blauen Seite" in der Regel mehr Overclocking-Potenzial gibt. Und so kommt es, dass die High End-Platine mit 780a SLI-Chipsatz leider ein leichtes Schattendasein fristet.

Doch das wollen wir mit dem heutigen Artikel ändern. Denn schließlich haben wir es mit einem absoluten High End-Mainboard zu tun, welches einige interessante Features bereithält. Und auch in Sachen Übertaktung könnte neuer Wind durch AMDs in Kürze vorzustellenden Deneb kommen. Wir werden sehen!

Viel Vergnügen beim Lesen!
[break=Lieferumfang]
Die Verpackung der Hauptplatine ist im Gegensatz zu manch anderem Mainboard geradezu riesig. Dementsprechend umfangreich fällt auch der Inhalt aus.

Lieferumfang FOXCONN Destroyer


In der Verpackung finden wir neben unserem Testsample noch folgendes Zubehör:

  • 1x Handbuch (englisch)
  • 1x Schnellinstallationsanleitung
  • 1x Registrierungskarte
  • 1x Treiber-CD
  • 1x Slotblende (2x USB, 1x IEEE1394a)
  • 1x Slotblende (SPDIF out)
  • 6x SATA-Datenkabel (2x gewinkelt)
  • 6x SATA-Stromkabel
  • 1x IDE-Kabel
  • 1x Floppy-Kabel
  • 1x I/O-Blende
  • 1x 120 mm-Lüfter
  • 1x Heatpipe Verlängerungsmodul
  • 3x SLI-Brücke (für 2- und 3-way-SLI)
  • 1x PCB-Tray
  • 2x Widerstand (20 und 50 kOhm, variabel)
  • 5x Quantum Force Sticker

[break=Spezifikationen]
Prozessor
Chipsatz
  • nForce 780a SLI
  • MCP72XE
  • unterstützt Hybrid-SLI (SLI von IGP und diskreter Grafik)
  • unterstützt Hybrid Power (Abschaltung der diskreten Grafik im 2D-Modus)
Speicher
  • 4x 240 Pin DDR2-Speicherslots (maximal 8 GB)
  • 128 Bit Dual Channel-Architektur
  • unterstützt DDR2 400 / 533 / 667 / 800 / 1066 DIMMs
VGA
  • integrierter NVIDIA-Grafikchip
  • Single Link (maximale Auflösung 1920x1200)
  • NUMA-Technologie (maximal 512 MByte shared RAM)
  • unterstützt DVI
  • unterstützt Multi-Monitoring (D-Sub & DVI)
  • unterstützt DirectX 10
  • unterstützt Pixel Shader 4.0
PCI/PCIe Slots
  • vier PCIe x16-Steckplätze
  • ein PCIe x1-Steckplatz
  • ein PCI-Steckplatz
Serial ATA
  • 6x SATA 300 Mbyte/s
  • unterstützt Hot Plug und NCQ
  • unterstützt Raid 0 / 1 / 0+1 / 5
IDE
  • ein IDE-Anschluss
  • bis zu 2 Geräte mit UDMA 133 / 100 / 66 / 33
IEEE 1394
  • Texas Instruments TSB43AB22A
  • unterstützt bis 400 Mbit/s
Netzwerkadapter
  • Broadcom BCM5788
    • unterer Anschluss am I/O-Panel
    • über PCI angebunden
    • unterstützt 10 / 100 / 1000 Mbit/s
    • unterstützt Wake-On-LAN
  • Broadcom BCM5786
    • oberer Anschluss am I/O-Panel
    • über PCIe angebunden
    • unterstützt 10 / 100 / 1000 Mbit/s
    • unterstützt Wake-On-LAN
Audio
  • Realtek 7.1 Audio CODEC ( ALC885 )
Lüfteranschlüsse
  • CPU-Lüfter
    • 1 Anschluss
    • 4 Pin PWM
    • regelbar (nur mit 4 Pin-Anschluss)
  • Gehäuselüfter
    • 4 Anschlüsse
    • 3 Pin
    • nicht regelbar
Interne I/O-Anschlüsse
  • 4x PCIe x16
  • 1x PCIe x1
  • 1x PCI
  • 1x Floppy
  • 6x SATA
  • 1x IDE
  • 3x USB 2.0 Pfostenstecker (für 6 Ports)
  • 1x Front Audio Pfostenstecker
  • 1x IEEE1394a Pfostenstecker
  • 1x CD In
  • 1x SPDIF out
  • 1x Frontpanel Pfostenstecker
  • 1x COM Pfostenstecker
  • 1x IrDA Pfostenstecker
Backpanel-Anschlüsse
  • 1x PS/2 Tastaturanschluss
  • 1x Audio (6 Anschlüsse)
  • 2x RJ-45 LAN
  • 6x USB 2.0
  • 1x VGA
  • 1x DVI-D (Single Link)
  • 1x IEEE1394
  • 2x eSATA
Formfaktor
  • ATX 305 x 244mm
RoHS*
  • RoHS-konform

*RoHS steht für "Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment". Diese Direktive verhindert innerhalb der EU den Einsatz von neuer elektrischer und elektronischer Hardware, welche über erhöhte Mengen an Chrom, Blei, Kadmium, Quecksilber, PBB und PBDE verfügen. Die RoHS-Direktive ist am 01.07.2006 in Kraft getreten.
[break=Layout]
Als Nächstes steht der Blick auf das Layout des FOXCONN Destroyer auf dem Plan.

Bild zum Layout FOXCONN Destroyer


Das PCB der Hauptplatine ist tiefschwarz gehalten. Zusammen mit den teils kräftigen Farben der Onboard-Komponenten entsteht ein wertiger Anblick.

Bild zum Layout FOXCONN Destroyer


Oben rechts werden 4 Speicherslots platziert. Zudem finden wir hier den 24-poligen ATX-Anschluss, Floppy- sowie IDE-Port, den Anschluss für den Prozessorlüfter sowie 2 der insgesamt 4 Anschlüsse für Gehäuselüfter.

Am unteren Ende der Speicherslots, direkt zwischen Heatpipt und Slots, befindet sich der Jumper für CMOS-Clear. Die Position ist nicht ganz glücklich gewählt, da an dieser Stelle durch die Heatpipe wenig Platz ist.

Bild zum Layout FOXCONN Destroyer


FOXCONN spendiert dem Destroyer eine 5 Phasen-Spannungsversorgung, welche wie üblich zwischen dem Prozessorsockel und dem I/O-Panel platziert wird. Außerdem zu sehen: Das obere Ende der Heatpipe sowie der 8-polige 12v ATX-Anschluss.

Neben den Phasen der Spannungsversorgung werden - wie auf dem gesamten Mainboard - Solid State-Kondensatoren eingesetzt. Diese Kondensatoren besitzen ebenso wie die einzelnen Phasen in etwa die gleiche Bauhöhe wie das Retention-Modul des Prozessors. Für ausladende CPU-Kühler ist somit genügend Platz, ohne dass es zu Inkompatibilitäten kommt.

Bild zum Layout FOXCONN Destroyer


In puncto Erweiterungsslots geht FOXCONN einen ungewöhnlichen Weg. Es werden ganze 4 PCIe x16-Slots verbaut, auf denen alle möglichen Variationen von NVIDIAs SLI-Technologie laufen (2-way, 3-way). Beim Einsatz von 3-way-SLI ist der kostbare PCI-Slot nicht mehr nutzbar. Selbst wenn man die Kühler der Triple-SLI-fähigen Grafikkarten so modifiziert, dass diese nur noch einen Single-Slot-Kühler haben, wird man Probleme durch die SLI-Brücke bekommen, die unweigerlich über den PCI-Slot geführt werden muss.

Die CMOS-Batterie wird zwischen den beiden oberen x16-Slots platziert, einer der beiden verbauten BIOS-Chips findet seinen angestammten Platz zwischen den unteren beiden x16-Slots.

Bild zum Layout FOXCONN Destroyer


Am oberen Bildrand ist der kleine, flache Chipsatzkühler des NVIDIA 780a SLI zu sehen. An diesem Kühler kann zudem das mitgelieferte Heatpipe-Erweiterungsmodul befestigt werden. Unter dem Chipsatzkühler sieht man zusätzlich noch den Kühler des nForce 200, welcher notwendig wird, um die PCIe-Spezifikation 2.0 bereitzustellen.

Bereits beim Review des ASUS Crosshair II Formula im Mai dieses Jahres haben wir uns mit der Konstellation des NVIDIA 780a SLI zusammen mit dem nForce 200 befasst. An dieser zweifelhaften Kombination hat sich seither nichts verändert, da der Chipsatz noch immer der gleiche ist. Doch hierfür ist einzig und allein NVIDIA verantwortlich, FOXCONN kann an dieser Stelle keine Verbesserungen vornehmen.

In der unteren rechten Ecke des Mainboards finden zudem weitere Komponenten Platz. So finden wir hier jeweils einen Button für Power On, Reset und CMOS-Clear vor, rechts neben dem Chipsatzkühler sitzt der zweite BIOS-Chip und am unteren Rand befinden sich Pfostenstecker für weitere USB-Ports sowie FireWire.

Bild zum Layout FOXCONN Destroyer


Auch der Platz unter dem untersten PCIe x16-Slot bleibt nicht ungenutzt. Verbaut werden Pfostenstecker für Front Audio, CD-In, SPDIF out, COM 1 und ein Lüfteranschluss.
[break=Layout - Fortsetzung]
Bild zum Layout FOXCONN Destroyer


Hier noch ein genauerer Blick auf die rechte, untere Ecke der Hauptplatine. FOXCONN verbaut insgesamt 3 Anschlüsse für zusätzliche USB-Ports (6 an der Zahl). Rechts daneben ist der Powerbutton platziert, direkt darüber lässt sich das Frontpanel anschließen.

Interessant ist zudem der rechts neben dem nForce 200, zwischen den Kondensatoren platzierte Jumperblock. Hiermit kann gewählt werden, von welchem BIOS-Chip gebootet werden soll.

Bild zum Layout FOXCONN Destroyer


Die 6 verbauten SATA-Ports sind alle gewinkelt angebracht. Negativ bleibt anzumerken, dass SATA-Kabel mit Halteklammern nicht passen. Die rechten Ports (SATA 5 & 6) sind hingegen nur mit AHCI nutzbar. Wer darauf verzichtet, kann maximal 4 SATA-Geräte anschließen.

Bild zum Layout FOXCONN Destroyer


Wie üblich noch ein seitlicher Blick auf den Bereich zwischen Prozessorsockel und I/O-Panel.

Bild zum Layout FOXCONN Destroyer


Einige der Zusatzchips des Destroyer: Links der Texas Instruments TSB43AB22A (FireWire), mittig der Netzwerkadapter vom Typ Broadcom BCM5788 und rechts der Netzwerkadapter Broadcom BCM5786. Auf dem Bild nicht zu sehen (da weiter unten platziert): Der Soundcodec Realtek ALC885.

Bild zum Layout FOXCONN Destroyer


Als Taktgenerator wird ein ICS9DB803DGLF verwendet.

Bild zum Layout FOXCONN Destroyer


Abschließend noch der obligatorische Blick auf das I/O-Panel. Der User findet
  • 1x PS/2 Tastaturanschluss
  • 6x USB 2.0
  • VGA
  • DVI (Single Link, chipsatzbedingt)
  • 1x IEEE 1394a
  • 2x eSATA
  • Audio (6 Anschlüsse)
  • 2x RJ-45 LAN

vor.

Der hier links abgebildete LAN-Anschluss gehört zum Broadcom BCM5786, welcher in unseren Tests die besseren Leistungen erzielte. Daher sollte er für den Enduser die erste Wahl sein.
[break=BIOS]
Bild zum BIOS FOXCONN Destroyer


Auf dem Destroyer kommt ein AWARD-BIOS zum Einsatz.

Bild zum BIOS FOXCONN Destroyer


Das Untermenü "System Information" macht seinem Namen alle Ehre - hier kann man viel Informationen erhalten. Datum und Uhrzeit werden hier eingestellt, die angeschlossenen Laufwerke werden angezeigt (IDE, SATA und eSATA werden vorbildlich getrennt), die BIOS-Version wird angezeigt und selbst die MAC-Adressen der verbauten Netzwerkchips werden ausgelesen.

Bild zum BIOS FOXCONN Destroyer


Die Onboard-Grafik erhält mit den "Advanced Chipset Features" ein eigenes Menü. Ob Hybrid SLI, die Größe des UMA-Speichers oder das zuerst angesprochene Device - alle relevanten Einstellungen können hier vorgenommen werden.

Bild zum BIOS FOXCONN Destroyer


Die 6 verbauten SATA-Anschlüsse werden ebenfalls über ein gesondertes BIOS-Menü gesteuert.

Bild zum BIOS FOXCONN Destroyer


In den "Onboard Devices" können alle Onboard-Geräte aktiviert bzw. deaktiviert werden.

Bild zum BIOS FOXCONN Destroyer


Das "Power Management Setup" hält wie gewohnt alle Einstellungen bereit, die man zum Starten, zum Stand By sowie zum Abschalten des PCs benötigt.

Wer Wake-On-LAN nutzen will, muss die Option "Resume by PCI/PCIe PME" auf Enabled setzen.
[break=BIOS - Fortsetzung]
Bild zum BIOS FOXCONN Destroyer


Das "PC Health Status"-Menü hält alle Informationen zum "Gesundheitszustand" des Rechners bereit. Spannungen, Temperaturen und Lüfterdrehzahlen werden übersichtlich dargestellt.

Zudem lässt sich hier der CPU-Lüfter regeln, leider nur, wenn ein 4 Pin-PWM-Lüfter installiert ist. An dieser Stelle hätten wir mehr erwartet. Besonders im Hinblick auf das FOXCONN BlackOPS (Sockel 775, X48-Chipsatz), bei dem alle Lüfteranschlüsse unabhängig vom verwendeten Lüfter gesteuert werden können - und das sogar on-the-fly, ohne das BIOS zu verlassen.

Bild zum BIOS FOXCONN Destroyer


"Quantum BIOS" heißt die Anlaufstelle für alle Optionen rund um Takt, Spannungen und Timings des Systems. Gleich im Eingangsbildschirm des "Quantum BIOS" lässt sich der Prozessor- sowie der Speichertakt einstellen. Beim Referenztakt kann im Bereich zwischen 200 und 600 MHz gewählt werden.

Die Option "CPU And NB HT Speed" sollte der Bezeichnung nach den HT-Link sowie den NB-Takt gleichzeitig zu verändern. Das ist insofern sinnvoll, als dass der HT-Link nie höher eingestellt sein darf als der NB-Takt, da das System sonst nicht mehr bootet. Allerdings haben wir während unserer Tests feststellen müssen, dass die Veränderung nur auf den HT-Link angewendet wird, der NB-Takt verbleibt immer auf dem Standard-Wert. Diesen Sachverhalt haben wir bereits an FOXCONN Quantum Force adressiert. Möglicherweise gibt es mit kommenden BIOS-Versionen hier eine Verbesserung.

Bild zum BIOS FOXCONN Destroyer


Eine Menüebene tiefer, im "CPU Feature"-Menü kann der Stromsparmechanismus Cool'n'Quiet aktiviert bzw. deaktiviert werden. Bei älteren BIOS-Versionen ist es dafür zusätzlich noch notwendig, die Option "Over Clock Phase Select" im "Quantum BIOS" auf AUTO zu stellen. Bei der neuesten Version, welche wir von FOXCONN erhielten (S04) funktioniert Cool'n'Quiet auch, wenn besagte Option auf "Manual O.C." steht.

Bild zum BIOS FOXCONN Destroyer


"Memory Timing Setting" hält genau das bereit, was man erwartet - nämlich alle Einstellmöglichkeiten der Speichertimings. Mehr als eine Bildschirmseite voller Timings lassen das Overclocker-Herz höher schlagen.

Bild zum BIOS FOXCONN Destroyer


Das Untermenü für alle Spannungen heißt "All Voltage Control" und bietet alle relevanten Einstellmöglichkeiten. Insgesamt sind diese Einstellungen möglich:
  • Prozessorspannung: 0,75 bis 1,80 Volt
  • Hypertransport-Spannung: 1,11 bis 1,56 Volt
  • Speicherspannung: 1,69 bis 2,37 Volt
  • Chipsatzspannung: 0,98 bis 1,58 Volt

Die Spannung für CPU und DRAM kann mittels eines Multiplikators nochmals weiter erhöht werden. Für den RAM sind somit über 3 Volt und für die CPU über 2 Volt möglich.

Bild zum BIOS FOXCONN Destroyer


FOXCONN bietet beim Destroyer die Möglichkeit, BIOS-Einstellungen abzuspeichern. Bis zu 10 Profile stehen zur Verfügung, was die Handhabung beim Overclocking deutlich erleichtert. Einmal erzielte Einstellungen sind selbst nach einem CMOS-Clear noch vorhanden und lassen sich spielend leicht wieder laden.
[break=Das Testsystem im Überblick]
Die verwendete Hardware auf einen Blick:
  • Prozessor: AMD Phenom 9850 BE
  • Mainboard (Referenz): Gigabyte GA-MA790FX-DQ6 (BIOS F5)
  • Arbeitsspeicher:
    • 4x 2 Gbyte OCZ PC2-6400 (5-5-5-15 2T)
    • 2x 1 Gbyte Corsair TWIN2X2048-8500C5DF (5-5-5-15 2T)
  • Grafikkarte: NVIDIA 9800 GTX
  • Netzteil: be quiet! Dark Power Pro 530 Watt
  • Festplatten:
    • Seagate ST3250410AS (SATA, 7.200 u/min, Betriebssystem)
    • Maxtor 6E040L0 (IDE, 7.200 u/min)
    • 2x Maxtor 4D080H4 (IDE, 5.400 u/min, Raid0 am STLab PCI-Raidcontroller)
    • Hitachi P7K500 (SATA, 7.200 u/min, per USB bzw. eSATA angeschlossen)
  • Gehäuse: Chieftec Mesh CH-01 Midi-Tower
  • Energiemessgerät: Voltcraft Energy Monitor 3000

Auf der Software-Seite sieht das System so aus:

verwendete Software / TreiberVersion / Bemerkungen
Windows Vista Ultimate
64 Bit, Service Pack 1
DirectX
10, Juni-Update 2008
Grafikkartentreiber
ForceWare 175.19 (auch für die IGP des 780a SLI)
Prozessortreiber
aktuelle Version, nur bei Bedarf
Chipsatz-/Mainboardtreiber
aktuelle Version des Herstellers
RightMark Audio Analyzer
RMAA 6.1.1
HDTune
2.55
netio
netio für Windows, Version 126
Everest
4.50, Build 1336
WinRAR
3.71d
XMPEG
5.03, Build 5.0.8.84
XviD
1.2.-127
Avidemux
2.4.3
POV-Ray
3.7, Beta 27
Cinebench
R10, 64 Bit
Crysis
Demo
Crysis Benchmark Tool
1.0.0.5
UT3
Demo
UT3-Bench
0.2.0.35
Doom 3
Demo
Quake 3
Quake 3 Arena
q3bench
v2.00 Public Beta
3DMark Vantage
Advanced, Build 1.0.1, ohne Feature Tests
PCMark Vantage
Advanced, Build 1.0.0

[break=Stabilitätstests]
Jedes Mainboard muss umfangreiche Stabilitätstests durchlaufen. Nur so können wir sicher sein, dass der jeweilige Kandidat auch im realen Leben alle Anforderungen bewältigt. Wir achten bei den Tests darauf, dass so viele Komponenten wie möglich belastet werden. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Stabilitätstests.

StabilitätstestVersion/Bemerkungen
Prime95 64 Bit (Version 25.6 Build 6)4 Instanzen, ca. 8 Stunden über Nacht
3DMark03 im LoopDemo-Loop ca. 8 Stunden mit Sound
großes Archiv von SATA zu IDEverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von IDE zu PCI-Raidverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von PCI-Raid zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von SATA zu USBverschieben mit anschließender CRC-Prüfung
großes Archiv von USB zu SATAverschieben mit anschließender CRC-Prüfung


Während Prime 95 blend mit voller CPU-Auslastung läuft, verschieben wir ein großes RAR-Archiv auf die verschiedenen Festplatten und unterziehen es nach jedem Vorgang einer CRC-Prüfung. Treten keine Fehler auf, wird der nächste Speicherort "angesteuert". Wurden alle Hürden genommen, starten wir 3DMark03 und lassen den Demo-Loop gleichzeitig mit Prime 95 laufen. Den 3DMark03 nutzen wir deshalb, weil er nach unseren Erfahrungen der letzten Jahre der systemkritischste 3DMark von Futuremark ist.

Dadurch erlangen wir eine größtmögliche Gesamtauslastung des Systems. Hitzeentwicklung und Stromverbrauch sind in dieser Konstellation am Höchsten, was in puncto Stabilität die Spreu vom Weizen trennt. Wird eine Nacht in diesem Parallelbetrieb überstanden, haben wir nichts mehr zu meckern.

Stabilität bei unseren Testkandidaten

Ein Mainboard, was derart kompromisslos auf Overclocking ausgerichtet ist, muss im Standardbetrieb erst recht tadellos funktionieren. Dementsprechend haben unsere Erwartungen gestellt und wurden nicht enttäuscht. Es wurden alle Stabilitätstests problemlos bestanden. Daumen hoch.
[break=Cool'n'Quiet]
Obwohl nicht für das Stromsparen designed, bietet das FOXCONN Destroyer natürlich eine Option für Cool'n'Quiet an.

Cool'n'Quiet FOXCONN Destroyer - Load


Cool'n'Quiet FOXCONN Destroyer - Idle


Sowohl im Normalbetrieb als auch bei aktiviertem CnQ stehen glatte 200 MHz Referenztakt zu Buche. In beiden Konstellationen liegt die VCore leicht über der Vorgabe von 1,30 (load) und 1,05 (idle). Die Abweichungen sind jedoch sehr gering.
[break=Onboard Sound Signal]
Zu einem ausführlichen Mainboard-Review gehört selbstverständlich auch die Überprüfung der Signalqualität des Onboard-Sounds.

Gerade die vom Mainboardhersteller verwendeten Bauteile sind nicht selten für eine gute oder auch schlechte Signalqualität verantwortlich. Des Öfteren kommen billigere Digital-Analog Wandler zum Einsatz. Auch der verwendete Treiber spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

RightMark Audio Analyzer


Wir überprüfen unsere Testsamples mit Hilfe des RightMark Audio Analyzer. Die Ergebnisse lassen allerdings nur ein Fazit in Bezug auf die Signalqualitäten der Onboard Sounds zu - weitere Features wie 5.1 Sound, EAX etc. sind nicht Gegenstand dieser Prüfung.

TestRealtek High Definition Audio (Referenz)Realtek High Definition Audio
Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.01, -0.02+0.09, -0.11
Noise level, dB (A):-87.1-87.5
Dynamic range, dB (A):87.287.5
THD, %:0.00290.131
THD + Noise, dB (A):-79.9-52.8
IMD + Noise, %:0.0150.256
Stereo crosstalk, dB:-57.4-86.2
IMD at 10 kHz, %:0.0140.309


Frequency response

RightMark Audio Analyzer - Frequency response

Noise level

RightMark Audio Analyzer - Noise level

Dynamic range

RightMark Audio Analyzer - Dynamic range

Intermodulation distortion

RightMark Audio Analyzer - Intermodulation distortion

Stereo crosstalk

RightMark Audio Analyzer - Stereo crosstalk


Die Bewertungen im Einzelnen:

Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB:+0.09, -0.11Very good
Noise level, dB (A):-87.5Good
Dynamic range, dB (A):87.5Good
THD, %:0.131Average
THD + Noise, dB (A):-52.8Poor
IMD + Noise, %:0.256Average
Stereo crosstalk, dB:-86.2Excellent
IMD at 10 kHz, %:0.309Average
General performance:-Good


Insgesamt kann die Signalqualität des Onboard-Sounds nicht ganz überzeugen. Zwar steht Gesamturteil "Gut" zu Buche, wir haben jedoch schon bessere Kandidaten gesehen. In Anbetracht des angepeilten Einsatzgebietes der Hauptplatine sollte dieses Ergebnis jedoch in Ordnung gehen.

Eine ausführliche Erklärung der in der Messung verwendeten Begriffe findet der Interessierte bei unserer Partner-Site Hard Tecs 4U.
[break=HDTune (IDE, SATA)]
Für die Messung der Schnittstellenperformance nutzen wir das kostenlose Tool HDTune in der Version 2.55. HDTune lässt eine sehr detaillierte Sicht der Dinge zu, wobei wir uns auf die Kernaspekte der Burst-Rate sowie die Prozessorauslastung konzentrieren.

HDTune


IDE-Performance

HDTune: IDE Burst


HDTune: IDE Prozessorlast


Sowohl bei der Prozessorlast als auch beim Datendurchsatz setzt das Destroyer von FOXCONN neue Bestwerte.

SATA-Performance

HDTune: SATA Burst


HDTune: SATA Prozessorlast


Auch beim SATA-Test können wir das gleiche Bild beobachten, wieder wird die bisher getestete Konkurrenz auf die Plätze verwiesen.
[break=HDTune (PCI, USB, eSATA)]
Auch ein Blick auf die PCI-, USB- und eSATA-Performance darf nicht fehlen.

PCI-Performance

HDTune: PCI Burst


Die PCI-Bandbreite fällt abermals besser aus, als dies bei der Konkurrenz der Fall war.

HDTune: PCI Prozessorlast


Zwar optisch der letzte Platz, insgesamt aber Mittendrin statt nur dabei.

USB-Performance

HDTune: USB Burst


HDTune: USB Prozessorlast


Und nochmal neue Spitzenwerte, diesmal in Sachen USB-Performance.

eSATA-Performance

HDTune: eSATA Burst


HDTune: eSATA Prozessorlast


Lediglich bei der eSATA-Performance schwächelt das FOXCONN Destroyer etwas, wobei schwächeln hier jammern auf hohem Niveau bedeutet. Schließlich fallen die Unterschiede marginal aus und unser heutiger Proband ist mittendrin im Geschehen.
[break=netio]
Mit netio lässt sich die Bandbreite auf Basis des TCP/IP-Protokolls überprüfen. Das Ergebnis wird dabei in Kbyte sowohl für das Senden als auch das Empfangen ausgegeben und lässt somit eine detailliertere Auswertung zu.

netio


Ein Gigabit-LAN-Anschluss kann per Definition maximal 128.000 Kbyte/s senden bzw. empfangen.

Netzwerkperformance

Netzwerkbandbreite Windows - Tx


Netzwerkbandbreite Windows - Rx


In Sachen Netzwerkleistung zeigt sich das FOXCONN Destroyer nicht von seiner besten Seite. Die beiden verbauten Broadcom-Adapter (BCM5786 bzw. BCM5788) hinken teilweise deutlich hinterher. Sowohl ein BIOS- als auch ein Treiberwechsel haben keine Besserung gebracht.



Für die Messung der Prozessorlast verwenden wir die Windows Leistungsanzeige. Der netio-Benchmark wird dafür mit allen vorgefertigten Paketgrößen durchgeführt (1k, 2k, 4k, 8k, 16k, 32k), was etwa eine Minute dauert. Während dieser Zeit messen wir die durchschnittliche Prozessorauslastung.

Prozessorlast Netzwerkverkehr Windows


Die Prozessorlast des per PCIe angebundenen BCM5786 fällt erfreulich niedrig aus. Und selbst die Last bei Verwendung des BCM5788 ist auf der Höhe des Geschehens.

Insgesamt hat sich jedoch gezeigt, dass die Leistung des Broadcom BCM5786 wesentlich besser ausfällt, weshalb dieser Adapter die erste Wahl sein sollte.
[break=Everest Memory Benchmark]
Everest von Lavalys hat sich in letzter Zeit zu einem populären Benchmark entwickelt. Viele nutzen ihn, die Versionsabhängigkeit ist nicht so ausgeprägt wie bei SiSoft Sandra und auch bei uns im Forum lassen sich viele Vergleichswerte finden. Aus diesem Grund nutzen wir den integrierten Memory-Benchmark von Everest, um den Speicherdurchsatz beim Lesen, Schreiben und kopieren sowie die Speicherlatenz zu messen. Dabei kommt die Programmversion 4.50 mit Build 1.336 zum Einsatz.

Everest


Speicherdurchsatz: Lesen


Speicherdurchsatz: Schreiben


Speicherdurchsatz: Kopieren


Speicherlatenz


Im Everest-Benchmark stellt unser Referenz-Mainboard Gigabyte GA-MA790FX-DQ6 noch immer das Maß der Dinge dar. Dahinter tummelt sich die Konkurrenz aus dem Hause FOXCONN, wobei die Unterschiede relativ gering ausfallen.
[break=WinRAR, XMPEG, Avidemux, H.264]
Auch bei WinRAR wird immer auf gleichem Weg getestet: Es wird ein ca. 4,5 Gigabyte großes RAR-Archiv mit gemischtem Inhalt geöffnet und anschließend der integrierte Benchmark laufen gelassen.

WinRAR"


WinRAR


Der Spitzenwert des Referenzmainboards hat auch hier Bestand. Platz 2 und 3 gibt es für unseren heutigen Kandidaten zu verbuchen.



XMPEG + XviD / Avidemux + h.264

Wenn es um Video-Encoding bzw. -Decoding geht, so gibt es unzählige Variationen und Ausgestaltungen von Software. Viele Programme und noch mehr Codecs lassen dem Enduser die Qual der Wahl. Dabei ist die Nutzung der Ressourcen genauso vielfältig wie die Software selbst: Einige Programme bzw. Codecs können maximal einen Prozessorkern ansprechen, andere widerum nehmen alles, was sie an Leistung bekommen können - schwer, dabei einen Querschnitt abzubilden.

Wir haben mit der Wahl von XMPEG in Verbindung mit dem XviD-Codec sowie Avidemux in Verbindung mit dem H.264-Codec versucht, diesen Querschnitt abzubilden. Während XMPEG mit dem aktuellen XviD-Codec kaum mehr als einen Prozessorkern beansprucht, nutzt Avidemux dank H.264-Codec jede zur Verfügung stehende Ressource. In beiden Fällen wandeln wir je ein Referenz-Video um und messen dabei die benötigte Zeit.

XMPEG


XMPEG + XviD


Bei der Videobearbeitung mit XMPEG krallt sich das Destroyer Platz 1.



Avidemux


Avidemux + H.264


Ganz knapp geht es bei Avidemux zu. Hier reicht es zu Platz 2 mit denkbar geringem Abstand.



Da das Encodieren eines Videos einen Aspekt darstellt, das Abspielen eines Videos hingegen einen völlig anderen, spielen wir ein vorgefertigtes mit h2.64-Codec erstelltes Video im Windows Media Player ab und messen mittels der Windows Leistungsanzeige die auftretende Prozessorlast.

Perfmon


CPU-Last Wiedergabe h.264-Video


Gutes Mittelfeld bei der Prozessorlast während der Wiedergabe von H.264-Inhalten.
[break=POV-Ray, Cinebench]
Auch der Punkt Rendering darf in unserem Parcours nicht fehlen. Für diesen Bereich nutzen wir 2 Programme, die unterschiedliche Anwendungsgebiete haben.

Auf der einen Seite kommt POV-Ray zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein Raytracer-Programm, welches im Benchmark-Modus eine vorgefertigte 3D-Szene berechnet. Gemessen wird die dafür benötigte Zeit.

POV-Ray


POV-Ray


Weniger als ein Sekunde trennen den ersten und den letzten Platz. Insofern ist der letzte Platz des Destroyer eher optischer denn praxisrelevanter Natur.



Auf der anderen Seite nutzen wir das bekannte Renderprogramm Cinebench in der aktuellen Version R10. Cinebench basiert auf der Cinema 4D-Software von Maxon und liegt in einer 64 Bit-Version vor, welche wir natürlich nutzen. Wir lassen den Benchmark hintereinander erst auf einem Prozessorkern und dann auf allen Kernen laufen, notieren die jeweiligen Ergebnisse sowie den Speedup-Faktor.

Cinebench


Cinebench 1 CPU


Cinebench x CPU


Cinebench Multiprocessor Speedup


Etwas überrascht waren wir von der Single-Core-Performance im Cinebench. Der Unterschied zum restlichen Teilnehmerfeld fällt sehr deutlich aus, weshalb wir den Test wieder und wieder durchlaufen ließen. Doch wir bekamen stets Ergebnisse oberhalb von 2.700 Punkten heraus. Da die Multicore-Performance hingegen on par mit den anderen Kandidaten ist, fällt dementsprechend der Multiprocessor Speedup geringer aus.
[break=Crysis]
Crysis ist ein DirectX 10-Spiel, welches einen integrierten CPU-Benchmark in 64 Bit bietet. Wir lassen diesen Benchmark mit Hilfe des kostenlosen "Crysis Benchmark-Tools" hintereinander in den Auflösungen 1024x768, 1280x1024 sowie 1600x1200 jeweils mit dem Detail-Level "High" laufen.

Crysis


Sicher könnte man darüber nachdenken, immer häufiger anzutreffende Auflösungen im Widescreen-Format zu nutzen. Da wir mit diesem System jedoch keine Grafikkarten testen und die Vergleichbarkeit lediglich unter den Mainboards bzw. Prozessoren gegeben sein soll, bleiben wir den bisher genutzten Auflösungen treu.

Crysis 1024x768


Crysis 1280x1024


Crysis 1600x1200


Im Crysis-Benchmark kommt das FOXCONN Destroyer nicht an die Werte der Konkurrenz aus eigenem Hause heran. Interessant ist zudem, dass die Frameraten der IGP deutlich unter denen des 790GX-Chipsatzes auf dem A7DA-S liegen. Hier scheint sich der Sideport-Speicher, auf welchen das A7DA-S zurückgreifen kann, bezahlt zu machen.
[break=UT3]
Unreal Tournament bzw. dessen Game-Engine ist ein Beispiel für gute Systemausnutzung. Hier spielt die Grafikleistung eine weniger gewichtige Rolle - statt dessen skaliert das Spiel mit der Anzahl der Prozessorkernen und ist somit ideal für einen Systemvergleich.

UT3


Findige Programmierer haben ein kleines, kostenloses Tool namens "UT3-Bench" geschrieben, welches wir für unsere Benchmarks nutzen. Auch hier nutzen wir die Auflösungen von 1024x768, 1280x1024 sowie 1600x1200 und lassen den Benchmark mit der Map vCTF-Suspense_fly jeweils 60 Sekunden laufen. Vor den Durchläufen wird jedoch noch der von Haus aus eingebautet Frame-Limiter deaktiviert.

UT3 1024x768


UT3 1280x1024


UT3 1600x1200


Das Bild von Crysis wiederholt sich beim UT3-Benchmark. Während sich das Destroyer mit diskreter Grafikkarte hinter dem A7DA-S einreiht, bleibt die IGP des 780a SLI deutlich hinter der Performance des AMD 790 GX zurück.
[break=Doom 3]
Doom 3 stellt unseren Vertreter der etwas älteren Spiele dar, was insgesamt zu einem guten Querschnitt durch die Spielewelt führt. Wieder kommen die 3 bekannten Auflösungen mit "Ultra Details" zum Einsatz. Gewertet wird jeweils der zweite Durchlauf, da beim ersten Durchlauf starke Nachladeruckler auftreten und dadurch das Ergebnis verfälschen.

Doom 3


Doom 3 1024x768


Doom 3 1280x1024


Doom 3 1600x1200


Einmal mehr können wir das gleiche Bild im etwas älteren Doom 3 beobachten.
[break=Quake 3]
Einige werden beim Lesen der Überschrift "Quake 3" schmunzeln. Verständlich, denn dieses Spiel hat bereits einige Jahre auf dem Buckel. Als aktuell kann man es also nicht mehr bezeichnen. Doch warum nutzen wir diese Software noch immer?

Quake 3 reagiert wie kaum ein anderes Programm auf das Memory-Subsystem eines PCs. Ob Speichertakt, Latenzen oder verschiedene Speicherbestückungen - es gibt kaum eine Situation, in der Quake 3 nicht darauf reagiert. Damit erhebt sich dieses Tool zum unverzichtbaren Bestandteil unseres Benchmark-Parcours.

Quake 3


Für unsere Benchmarks nutzen wir "Q3Bench" und lassen die Map "Demo001" in den Auflösungen 640x480 mit normalen Details sowie 1024x768 mit maximalen Details jeweils 2x durchlaufen. Gewertet wird der zweite Durchlauf, da das Ergebnis des ersten Durchlaufs durch das erstmalige Laden verfälscht wird.

Quake 3 640x480


Quake 3 1024x768


Im Q3-Benchmark bestätigt sich abschließend noch einmal das, was wir auch in den vorangegangenen Grafikbenchmarks sehen konnten.
[break=3DMark Vantage, PCMark Vantage]
Zum Abschluss unseres Benchmark-Parcours statten wir Futuremark noch einen Besuch ab. Obwohl die Benchmarks aus diesem Hause derzeit heftig umstritten sind (wir berichteten), gehören sie noch immer zu den beliebtesten Vergleichsmöglichkeiten.

Futuremark bietet mit 3DMark Vantage bzw. PCMark Vantage zwei Programme an, die ausschließlich unter Windows Vista laufen. PCMark liegt zudem in einer 64 Bit-Version vor, welche wir nutzen. 3DMark Vantage lassen wir im vorgefertigten Performance-Preset laufen (High- bzw. Extreme-Preset sind aufgrund des verwendeten Monitors nicht zugänglich).

3DMark Vantage Performance


3DMark Vantage Performance


3DMark Vantage Performance


Das Ergebnisdiagramm zum 3DMark Vantage muss leider ohne Vergleichswert des 780a SLI auskommen. Es war uns schlichtweg nicht möglich, diesen Test durchzuführen, da das System immer während des Game Test 1 abstürzte. Sowohl ein Treiber- als auch ein BIOS-Wechsel brachten hier keine Verbesserungen, sodass wir dieses Ergebnis schuldig bleiben müssen. Wobei wir diesen Aspekt nicht überbewerten wollen. Denn der 3DMark Vantage ist nunmal ein Benchmark, der dem Grafikchip alles abverlangt und einer Onboard-Grafik schonmal zuviel werden kann. Möglicherweise hat der Sideport-Speicher des FOXCONN A7DA-S die IGP des 790GX vor dem gleichen Schicksal bewahrt.



Der PCMark bietet verschiedene Suiten, die unterschiedliche Bereiche des PCs testen. Wir nutzen neben dem Standard-Durchlauf noch zusätzlich die Speicher- sowie HDD-Suite und können somit ein detailliertes Ergebnis erzielen.

Da während des Festplatten-Tests Daten auf die Festplatte geschrieben bzw. von der Festplatte gelesen werden, ist eine fragmentierte Festplatte tödlich für ein nachvollziehbares Resultat. Aus diesem Grund spendieren wir PCMark eine eigene 5 Gbyte große Partition, die bei jedem System vor der Installation von PCMark formatiert und nach der Installation defragmentiert wird. Verfälschungen können dadurch nicht auftreten.

PCMark Vantage


PCMark Vantage gesamt


PCMark Vantage Memory


PCMark Vantage HDD


Während sich das Quantum Force-Mainboard in Normalkonfiguration beim Gesamtergebnis sowie bei der HDD-Suite im Mittelfeld einordnet, so kann es bei der Speicher-Suite glänzen. Unter Verwendung der IGP zeigt es sich in der HDD-Suite von seiner besten Seite.
[break=Leistungsaufnahme]
Wieviel Strom verbraucht der aktuelle PC? Die Antwort auf diese Frage darf natürlich nicht fehlen. Aus diesem Grund messen wir die Leistungsaufnahme in bestimmten Szenarien mittels des Voltcraft Energy Monitor 3000. Dabei messen wir die Leistungsaufnahme des Gesamtsystems.

Den Anfang macht ein Durchlauf des 3DMark Vantage im Performance-Preset. Hier messen wir mit einer Stoppuhr die Zeit vom Klick auf den Button "Run Benchmark" bis zur Ausgabe des Ergebnisses (der Durchlauf erfolgt ohne Feature Tests). Die in dieser Zeit verbrauchte Energie wird ins Verhältnis zur Zeit gesetzt und die durchschnittliche Leistungsaufnahme errechnet.

Leistungsaufnahme 3DMark Vantage


Aufgrund der Abstürze der Onboard-Grafik im 3DMark Vantage war es uns auch nicht möglich, die durchschnittliche Leistungsaufnahme der IGP in diesem Test zu messen. Daher müssen wir auch an dieser Stelle ein Ergebnis schuldig bleiben. Mit diskreter Grafikkarte hingegen steht ein neuer Negativrekord zu Buche.

Für die restlichen Messungen stellen wir keine besonderen Durchschnitts-Rechnungen an. Hier wird lediglich der Wert vom Messgerät abgelesen, bei welchem sich das System nach kurzer Zeit einpegelt.

Leistungsaufnahme Prime95 64 Bit


Unter 2D-Last platziert sich das Destroyer knapp hinter dem A7DA-S aus gleichem Hause. Es kann sich jedoch deutlich vom Referenz-Mainboard absetzen.

Leistungsaufnahme Idle ohne Cool'n'Quiet


Leistungsaufnahme Idle mit Cool'n'Quiet


Die Idle-Leistungsaufnahme ist de facto identisch mit der unserer Referenz-Platine. Die IGP des 780a benötigt hingegen deutlich mehr Saft als die des 790GX.

Leistungsaufnahme während S3


Leistungsaufnahme abgeschalten


Während des S3-Stand By sowie im abgeschaltenen Zustand bleiben nur die letzten Plätze für die Hauptplatine der Quantum Force-Reihe. Allerdings sei hier erwähnt, dass Energieeffizienz von vornherein keine Rolle beim Design der Mainboards dieser Enthusiasten-Serie spielt. Hier kommt es auf Performance an - und zwar ohne Kompromisse.
[break=Erkenntnisse]
Ein paar weitere Erkenntnisse dürfen natürlich auch nicht fehlen.

AspektErgebnis
KondensatorenartSolid State (Hersteller nicht erkennbar)
funktioniert S3ja (auch mit Hybrid-SLI)
funktioniert S1ja
funktioniert S1 & S3nicht einstellbar
funktioniert Ruhezustandja
Bootmanager vorhandenja (Aufruf mit ESC)
PCIe x16 anders nutzbar (getestet mit Broadcom NetXtreme PCIe x1)ja (nur die roten Slots)
funktioniert Wake-On-LAN (Broadcom BCM5786)ja
funktioniert Wake-On-LAN (Broadcom BCM5788)ja
funktioniert AHCIja
Default-Einstellung USB Legacy-SupportEnabled
verwendeter TaktgeneratorICS9DB803DGLF
zum Test verwendete BIOS-Version79CF1P12
v. 07.08.2008
Produktseitewww.FOXCONNChannel.com
Preisab ca. 196 Euro


Overclocking

Ein Mainboard, welches kompromisslos auf Overclocking ausgerichtet ist, muss natürlich auch zeigen, was in ihm steckt.

FOXCONN Destroyer: OC-Ergebnis


FOXCONN Destroyer: OC-Ergebnis


Mit knapp 244 MHz Referenztakt konnten wir unter Verwendung von Standardspannungen deutlich mehr erreichen als beim zuletzt getesteten FOXCONN A7DA-S. Allerdings sind 244 MHz auch keine Offenbarung, was aber mit daran liegt, dass der Standard-Multiplikator der Northbridge nicht nach unten änderbar ist. Somit lief das System in dieser Konstellation stets mit über 2.430 MHz Northbridgetakt.

Positiv anzumerken ist, dass wir die 243 MHz Referenztakt unabhängig vom verwendeten Prozessor-Multiplikator erreichen konnten. Oftmals kommt es bei Mainboards vor, dass sich mit niedrigen Multiplikatoren erstaunliche Werte erzielen lassen, mit größer werdendem Prozessortakt (und damit einhergehend größerer Belastung des kompletten Mainboards) die Werte aber stark schwinden. Nicht so beim Destroyer, dies zeigte sich unbeeindruckt vom Prozessortakt.

DDR2-1066

FOXCONN Destroyer: DDR2-1066


Die Einstellung für DDR2-1066 funktioniert beim FOXCONN Destroyer tadellos.

IGP / Hybrid SLI

FOXCONN Destroyer: IGP


Sofern man Hybrid SLI nutzt, verhaspelt sich GPU-Z mit den Grafikchips. Hier werden zwar die grundsätzlichen Daten der IGP angezeigt, die Taktraten werden jedoch von der diskreten Grafikkarten herangezogen.

Hybrid SLI funktionierte im Prinzip, wenngleich wir noch immer Probleme mit der Umschaltung der einzelnen Betriebsmodi hatten. Meist konnten wir den Modus 2x wechseln (von Energie sparen in Performance steigern und zurück), spätestens danach war jedoch ein Reboot notwendig, um weitere Änderungen vornehmen zu können.

Die Problematik des schwierigen Wechselns der Modi besteht bereits sei Mai dieses Jahres, als der nForce 780a SLI - und mit ihm Hybrid SLI - vorgestellt wurde. Insofern hat sich hier ein halbes Jahr lang de facto nichts getan, was die Bedienerfreundlichkeit angeht. Dieser Aspekt ist allerdings NVIDIA anzulasten, da es sich hier um ein Chipsatz-Feature handelt und nur mit Treibern von NVIDIA funktioniert. Schade, ein durchaus nützliches Feature wird so immer unbedeutender, da keine Entwicklung ersichtlich ist.

Dass Hybrid SLI Sinn macht, konnten wir an unserem Messgerät für die Leistungsaufnahme sehen. Denn mit aktiviertem Energiesparmodus verringerte sich die Leistungsaufnahme unseres Testsystems um 48 bis 49 Watt. An dieser Stelle bleibt uns nur übrig, ein weiteres mal an NVIDIA zu appellieren, diese Technik voranzutreiben. Eine flexiblere Handhabung (automatisches Umschalten) und weniger Systemrestriktionen (Vista-Only, nur für bestimmte GPUs) wären ein Schritt in die richtige Richtung, von der alle User profitieren würden.

IRQ

FOXCONN Destroyer: IRQ-Belegung


Abschließend noch der obligatorische Blick auf die IRQ-Verteilung unseres Probanden.
[break=Fazit]
Titelbild zum FOXCONN Destroyer


Das FOXCONN Destroyer ist der erste (und bisher einzige) Vertreter von FOXCONNs Quantum Force-Reihe für den Sockel AM2+. Der Fokus beim Design und bei der Herstellung von Platinen dieser Enthusiasten-Serie liegt momentan auf Seiten von Intel. Das ist nicht ganz unverständlich, da aktuelle Phenom-Prozessoren in der Regel weniger Übertaktungsspielraum besitzen, als die CPUs der blauen Konkurrenz.

Das ist ein Hauptgrund dafür, weshalb man bisher wenig über das FOXCONN Destroyer lesen konnte. Wir hoffen, dass wir das Mainboard mit dem heutigen Artikel der breiten Masse näherbringen konnten. Denn obwohl die Overclocking-Situation mit aktuell erhältlichen Prozessoren nicht unbedingt nach einer High End-Platine wie dem Destroyer schreit, so könnte sich das Bild mit dem in Kürze bevorstehenden Deneb-Launch wieder grundlegend ändern. Die bisher veröffentlichten Informationen zur Übertaktbarkeit des Deneb lassen für alle Übertakter die Hoffnung zu, dass zukünftig wieder Lust statt bisweilen Frust beim AMD-Overclocking angesagt ist.

Abseits vom Overclocking konnte das FOXCONN Destroyer mit einem sehr umfangreichen Zubehör punkten. Zugegeben, viele Dinge werden nur von Overclockern benötigt, der potenzielle Alltagsuser weiß die meisten Dinge jedoch ebenso zu schätzen. Positiv fällt auch das sauber strukturierte BIOS auf, was im Prinzip allen Ansprüchen genügt. Abstriche muss man hier lediglich bei der Lüftersteuerung machen, die in zukünftigen BIOS-Versionen hoffentlich noch ausgebaut wird. Zudem wäre es hilfreich, wenn die Veränderung des Northbridge-Taktes möglich wäre, damit auch Nutzer von Non-BE-CPUs ausreichen Übertaktungs-Spielraum haben.

Die Performance unseres Probanden ist durchweg auf gutem bis sehr gutem Niveau. Vor allem die Performance in den verschiedenen Festplattentests kann sich sehen lassen. Als Ausnahme bleibt hier lediglich die Netwerkperformance zu nennen, die auch gern etwas besser ausfallen darf.

Abschließend bleibt zu sagen, dass sich das Mainboard auf unserem Parcours zwar wacker geschlagen hat, letztendlich aber doch nicht das zeigen konnte, wofür es gemacht ist: Kompromissloses Overclocking. Dies ist nun mal nicht der Hauptfokus unserer Mainboard-Reviews, weshalb wir es bei Tests mit einem herkömmlichen Luftkühler belassen haben. Doch wenn alles klappt, wie wir uns den Deneb-Launch derzeit vorstellen, wird es ein Wiedersehen mit dem FOXCONN Destroyer geben. Dann im Rahmen eines Overclocking-Berichts vom neuen Deneb, bei dem die Hauptplatine dann endlich in ihrem Element wäre. Wir dürfen gespannt sein.

Das fanden wir gut :)
  • sehr umfangreiches Zubehör
  • hochwertige Verarbeitung
  • gut strukturiertes BIOS


Das fanden wir nicht so gut :(
  • halbherzige Lüftersteuerung
  • Signalqualität des Onboard-Sounds


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