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Mit dem NZXT Beta wollen wir Euch heute ein Gehäuse in der Preiseinstiegsschiene für gerade einmal 49,90 Euro vorstellen. Der ein oder andere Anwender legt beim Gehäuse ja weniger Wert auf Extras und investiert sein Geld lieber in eine Grafikkarte oder auch eine neue CPU und der Gehäusebereich wird eher stiefmütterlich behandelt. Ganz nach dem Motto: Hauptsache ein Gehäuse wo die Hardware reinpasst. Ob und gegebenenfalls welche Abstriche man bei einem Gehäuse in dieser Preisklasse hinnehmen muss, wollen wir gezielt durchleuchten.

Vorab wie immer die technischen Daten:

[BREAK=NZXT Beta - Technische Daten]
 Eckdaten und technische Details
ModelNZXT Beta
MaterialStahl, Kunststoff
FarbeSchwarz
Maße (B x H x T)200mm x 430mm x 500 mm
ATX, mATX
Anschlüsse2 x USB 2.0 / 1 x eSATA / 1x je Audio IN/OUT
Einbauschächte

4x 5,25 Zoll (extern)
5x 3,5 Zoll (intern)

Kühlung1x 120 mm (Front, blue LED), 2x 120 mm (linkes Seitenteil, optional), 1x 120 mm (Rückseite, optional)
Erweiterungskarten7
Gewichtca. 7,28 kg
Preisca 49,90 Euro

Die Abmessungen im Innenraum betragen von den Slotblenden bis zu den Laufwerkskäfigen 28,5 cm. Es steht also genügend Platz für Grafikkarten wie zum Beispiel einer GTX 285 zur Verfügung.

Das Netzteil darf auch ruhig in den Abmessungen eines Enermax Galaxy sein, da zumindest von der Länge her ausreichend Platz vorhanden ist. Wie es mit dem Kabelmanagement aussieht, sehen wir später.

[BREAK=NZXT Beta - Zubehör]Kommen wir zum Zubehör. Insgesamt zehn Schienen für die 3,5 Zoll-Laufwerke, jeweils mit R bzw. L für Rechts und Links gekennzeichnet, acht Feststellklammern für 5,25 Zoll Laufwerke, sowie diverse Mainboardabstandshalter samt Schrauben und einem Piezo Lautsprecher finden wir vor. Eine Einbauanleitung gibt es nicht, lediglich einen Beipackzettel, auf welchem ein Link verzeichnet ist, unter dem man sich die Einbauanleitung im JPG-Format herunterladen kann.

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Das Gehäuse kam sicher geschützt in einer Kunststoff-Folie samt Styropor. Das ganze Paket war weiterhin in einem zusätzlichen Paket, welches noch mit Packpapier ausgestopft, war verpackt. Also beim Transport kann sicherlich nichts schief gehen. Auf einen Umkarton, der nur so vor Bildern wimmelt, haben die Kalifornier von NZXT verzichtet.

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Auf den nächsten Seiten werfen wir wie immer einen Blick auf das Design und die äußeren Features.

 

[BREAK=NZXT Beta - Äußerlichkeiten (1)]

Trotz des recht günstigen Preises wurde die Kunststoff Front relativ aufwändig gestaltet. Über Geschmack lässt sich sicherlich streiten, aber ein Wiedererkennungswert ist auf jeden Fall gegeben.


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Die komplette Front ist nach außen gewölbt. Im oberen Teil findet man das NXZT Branding, darunter die vier externen 5,25 Zoll Laufwerksschächte. Geht man weiter nach unten kommen sauber in die Front integriert der Power Button und der Resetbutton, beide in Dreiecksform und ein wenig nach oben gewölbt für eine bessere Erreichbarkeit. Weiter geht es mit einem von zehn Querstreben geschützten Meshgitter, hinter welchem ein 120 mm Lüfter, der zudem im Dunkeln dezent blau leuchtet, seinen Dienst verrichtet. Ein optionales Ausschalten des Lüfters ist nicht möglich.

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Das I/O Panel sitzt gut erreichbar auf dem Gehäusedeckel. Da die Anschlüsse offen liegen, sind sie leider auch nicht gegen Staub geschützt. An Anschlussmöglichkeiten bietet es zwei USB, einen eSATA sowie jeweils einen Audio In/Out, liegt also mit dem eSATA Anschluss voll im Trend. Ansonsten ist der Gehäusedeckel schlicht gehalten.

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[BREAK=NZXT Beta - Äußerlichkeiten (2)]

Das linke Seitenteil ist wie der Rest des Gehäuses in schwarz gehalten und bietet Platz um optional zwei 120 mm Lüfter einzubauen. Eine Einbuchtung oder einen Griff um das Seitenteil besser abziehen zu können gibt es unverständlicherweise nicht. Diese ist auf die rechte Seite, also jene, die man nicht unbedingt abziehen muss gewandert.

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Das Netzteil wird beim NZXT Beta unter dem Gehäusedeckel befestigt, wie man unschwer von der Rückseite aus erkennt. Darunter kann man einen weiteren 120 mm Lüfter befestigen. Weiterhin verfügt das NXZT über zwei Schlauchdurchführungen für eine externe Wasserkühlung, ein Trend, der sich auch mehr und mehr durchsetzt.

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Das linke Seitenteil ist mit zwei kunststoffummantelten Rändelschrauben gesichert, während das rechte Seitenteil nur mit einem Kreuzschlitzschraubendreher gelöst werden kann. Die Slotblenden sind wieder verwendbar und vermutlich aus optischen Gründen gelocht. Einen anderen Grund können wir uns dafür nicht wirklich vorstellen.

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Bleibt letztendlich noch die Gehäuseunterseite. Das NZXT Beta steht auf kleinen Gummifüssen, welche für die Größe ausreichend sind und zudem noch eine Entkopplung vom Boden gewährleisten.

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[BREAK=NZXT Beta - Innenleben (1)]

Löst man das linke Seitenteil mittels der Rändelschrauben, merkt man erstmals wo hier beim Preis gespart wurde. Das Seitenteil verwindet sich nämlich schon beim Abnehmen. Im Gehäuseinneren wurde auf jeden Fall schon einmal nicht gespart, dieses ist nämlich durchweg in Schwarz lackiert. Ein Extra das immer mehr in Mode kommt, aber in der Preisklasse bislang noch nicht vorhanden war.

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Ansonsten ist der Aufbau klassisch. Das Netzteil sitzt unter dem Gehäusedeckel und liegt auf zwei Streben für einen besseren Halt auf. Die 5,25 Zoll Laufwerke sind im vorderen Bereich über dem Käfig für die 3,5 Zoll Laufwerke, der um 90° Grad gedreht wurde um einen schnelleren Zugriff zu gewährleisten. Schön zu erkennen bei einem Blick durch die 5,25 Zoll Schächte, das hinter dem Meshgitter Staubfilter sitzen.

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Vor den Festplattenkäfigen sitzt zur Kühlung der Platten ein 120 mm Lüfter, der im Dunklen noch blau beleuchtet ist. Angeschlossen wird er entweder über einen 3-Pin-Anschluss direkt am Mainboard über einen 4-Pin-Anschluss am Netzteil.

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[BREAK=NZXT Beta - Innenleben (2)]

Die Frontblende kann man entfernen, indem man ganz einfach von unten unter das Gehäuse fasst und dann die Blende nach vorn abzieht. Schön zu sehen, dass für die 5,25 Zoll Einschübe keine Blenden im Innern eingebaut sind, die man erst herausbrechen muss. Weiterhin ist die gesamte Front im Bereich der Luftdurchlässe mit Staubfiltern versehen. Im unteren Bereich noch mal der 120 mm Lüfter, hier ein wenig besser im Detail.

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Bei der Verkabelung des Power und Resetbuttons wurden die Kabelenden mit Schrumpfschlauch versehen und dann leider recht unsauber mit Heisskleber fixiert. Deutlich zu erkennen sind noch Fäden des Heissklebers.

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[BREAK=NZXT Beta - Einbau]

Der Einbau beim NZXT Beta ist relativ simpel, trotz der relativ kleinen Abmessungen kommt man auch trotz fehlendem Mainboardschlitten in jede Ecke und das ohne Gefahr zu laufen, sich an scharfen Ecken oder Kanten zu verletzen. Als erstes bauten wir das Netzteil ein. Dieses liegt auf zwei gewinkelten Metallstreben, die ihm beim Einbau Halt verleihen sollen Das ganze hält soweit auch ganz gut, aber es ist sinnvoll das Netzteil trotzdem mit einer Hand beim Einbau von unten festzuhalten. Als nächstes folgte das Board, hierzu legt man das Gehäuse am besten auf den Boden, dann kann man am besten arbeiten. Die Mainboardabstandshalter festschrauben, Mainboard darauf setzen und verschrauben.

Mit einem Griff unter die Gehäusefront ziehen wir die Frontblende ab um die Abdeckungen für die 5,25 Zoll Schächte entfernen zu können. Dann wird die Frontblende wieder vors Gehäuse gesteckt, bis es hörbar einrastet. Nun können die Laufwerke von vorn ins Gehäuse geschoben werden und mit den beiliegenden Verschlüssen schraubenlos befestigt werden. Hierzu wird einfach der kleine Drehgriff im Uhrzeigersinn um 90° Grad gedreht.

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An die Festplatten werden nun die Klammern befestigt. Diese halten nicht von selber, sondern das ganze bekommt erst Stabilität, wenn man die Festplatten in den um 90° gedrehten Käfig steckt. Entkoppelt sind die Festplatten leider nicht.

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Als letztes bleibt uns noch die Grafikkarte, nachdem auch diese eingebaut und alles verkabelt ist, können die Temperaturmessungen beginnen.

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[BREAK=NZXT Beta - Temperaturmessungen]

Nachdem schließlich alles verkabelt und angeschlossen war, ging es mit den Messungen los. Für die Temperatur- und Lautstärkemessungen verwenden wir lediglich die vom Werk aus eingebauten Lüfter, in diesem Fall also nur den 120 mm Frontlüfter.
Hier erst mal das von uns verwendetet Testsystem:

Nach Einschalten des Systems warteten wir eine halbe Stunde, damit sich der Rechner im Idle-Modus akklimatisieren konnte. Danach nahmen wir die ersten Temperaturmessungen vor, welche mit HWMonitor sowie GPU-Z ausgelesen wurden. Diese sahen wie folgt aus:

Idle-Temperaturen:

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Dann starteten wir Prime95 und ließen es eine Stunde laufen, um den Rechner auf Temperatur zu bringen. Das Resultat sieht man in der nächsten Tabelle.

Temperaturen unter Last:

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[BREAK=NZXT Beta - Fazit]

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Mit dem NZXT Beta erhält der Anwender für nicht einmal 50 Euro ein Gehäuse mit Höhen und Tiefen. Als Highlight ist sicherlich die scharze Innenraumlackierung anzusehen, die in der Preisklasse selten bis gar nicht vorzufinden ist. Weiterhin der eSATA Anschluss, diesen findet man heutzutage selbst bei hochpreisigen Gehäusen noch nicht immer vor und auch die Luftfilter in der Front sind auch noch kein Standard. Allesamt Punkte, die für das NZXT Beta sprechen.

Der Einbau geht schnell von statten, ohne scharfe Kanten oder Ecken. Was die Gehäusebelüftung anbetrifft, hier ist es auf jeden Fall angebracht bei Systemen, welche sehr viel Hitze entwickeln nachzubessern. Ein einziger 120 mm Lüfter reichte nicht aus um unser System zuverlässig zu kühlen, zumindest nicht, ohne das der CPU Lüfter welcher über das BIOS gesteuert ist, sich genötigt sah seinen Dienst mit 6000 U/min zu verrichten, was eine ohrenbetäubende Lautstärke zu Folge hatte. Der Lüfter allein ist nämlich subjektiv recht leise. Hier sollte man also auf jeden Fall einen zweiten Lüfter auf der Gehäuserückseite befestigen und zwar einen Lüfter, der mehr Luft aus dem Gehäuse herausbefördert, als der 120 mm Lüfter hineinbefördert, ansonsten hat man ein Problem mit Hitzestaus im Gehäuse, da die warme Luft nicht schnell genug aus dem Gehäuse hinauskommt.

An dieser Stelle möchten wir uns noch bei AsRock für die Dauerleihgabe des A780FullHD, sowie bei Caseking für die Testmuster bedanken.

 




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