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Asgard, Midgard, Utgard, ganz klar, hier geht es um eines der beliebtesten Onlinerollenspiele der Welt. World of Warcraft. Oder vielleicht doch nicht? Kenner wissen natürlich schon, das es sich bei unserem heutigen Artikel um den neusten Gehäusesproß aus dem Hause Xigmatek handelt, den Xigmatek Utgard. Utgard bezeichnet in der nordischen Mythologie die Welt der Trolle und Riesen oder haben sich gar die Namensgeber doch als Onlinerollenspieler geoutet?

Auf jeden Fall hat sich Xigmatek innerhalb kürzester Zeit mit seinen Gehäusen eine große Fangemeinde erarbeitet. Die Farbgebung Schwarz Orange im inneren, die alle Xigmatek Gehäuse haben, garantiert einen hohen Wiedererkennungswert. Beleuchtete Lüfter, Staubfilter und das alles zu erschwinglichen Preisen macht sie gerade in der Gamingszene sehr beliebt. Im nachfolgenden Artikel schauen wir uns wie gesagt den Xigmatek Utgard genauer an um zu sehen ob er an den Erfolg des Midgard, welchen wir bereits im Test hatten anschließen kann.

Danke an Caseking für die Bereitstellung des Testsamples.

Doch vorab wie immer erst einmal die technischen Daten:
[BREAK=Xigmatek Utgard - Technische Details & Zubehör]
Eckdaten und technische Details
ModelXigmatek Utgard
MaterialStahl
FarbeSchwarz
Maße (B x H x T) 222 x 515 x 490 mm (BxHxT)
FormatATX, Micro-ATX
Anschlüsse4x USB 2.0
2x eSATA
1x je Audio IN / OUT
Einbauschächte9x 5,25 Zoll (extern, max. ohne 3,5 Zoll)
1x 3,5 Zoll (extern, in 5,25 Slot)
4x 3,5 Zoll (intern, in 3x 5,25 Slots)
Kühlung1x 120 mm (Front HDD-Käfig, White LED)
1x 120 mm (Rückseite, White LED)
1x 170 mm (Deckel, White LED)
1x 92 / 80 mm (Rückseite, optional, statt 120 mm)
1x 220 / 200 mm / 4x 120 mm (linkes Seitenteil, optional)
2x 140 / 120 mm (Deckel, optional, statt 170 mm)
1x 140 / 120 mm (Boden, optional)
2x Lüftersteuerung für max. 6 Lüfter
Erweiterungskarten7
Gewicht9,3 kg
Preis79,90 Euro

Das Xigmatek Utgard kommt im hochglanzbedruckten Karton, der mit einer düsteren Burg versehen ist, die wirklich zum Thema nordische Mythologie passt. Der äußere Eindruck der Verpackung schon mal Top. Öffnet man den Karton, das gewohnte Bild, Styropor und Kunststoff-Folie schützen das Gehäuse vor Transportschäden.

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In einer kleinen schwarzen Pappbox verstaut finden wir das Zubehör vor. Drei verschraubbare Klammern für das Kabelmanagement, Schrauben, Mainboardabstandshalter, einen Piezo-Lautsprecher, sowie zwei Gummidurchführungen.

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[BREAK=Xigmatek Utgard - Äußerlichkeiten (1)]Schon die Front des Utgard ist beeindruckend. Wir zählen insgesamt neun 5,25-Zoll-Laufwerksblenden mit Meshgitter. Eine der Blenden ziert ein Xigmatek Logo. Schräg im oberen Bereich, und damit gut erreichbar angebracht, sitzt das I/O-Panel. Hier finden wir vor: Zwei eSATA, vier USB 2.0, zwei Klinkenbuchsen, sowie zwei Drehregler für die Lüftersteuerung. Wir schauen noch mal auf den Preis. 79,90 Euro. Bis jetzt schon eine ganze Menge was hier geboten wird.

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Wir entfernen erst einmal die Frontblende. Der erste 5,25-Zoll-Schacht ist frei, die weiteren sind mit herausbrechbaren Blenden geschlossen. Die Rückseite der Blende offenbart, alle Blenden sind mit dicken Staubschutzmatten ausgestattet. Zum Reinigen kann man diese entweder auswaschen oder einfach mit Druckluft ausblasen.

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Auf dem Gehäusedeckel befindet sich auf der Vorderseite eine Ablagefläche, ausreichend großzügig bemessen für Kugelschreiber, USB-Sticks oder was man sonst so benötigt. Dahinter sitzt ein aufgesetztes Meshgitter, welches wir erst einmal entfernen. Darunter finden wir einen 170-mm-Lüfter vor. Dieser ist wie alle übrigen vorinstallierten Lüfter in orange mit weißen LEDs versehen. Statt des 170-mm-Lüfters hat man auch die Möglichkeit wahlweise zwei 120-mm oder zwei 140-mm Modelle einzubauen.

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[BREAK=Xigmatek Utgard - Äußerlichkeiten (2)]Im rechten Seitenteil befinden sich in der unteren linken Ecke, auf Höhe der 3,5-Zoll-Laufwerksschächte, eine Reihe von Luftdurchlässen. Hier scheint das für Xigmatek typische Schwarz Orange durch. Weitere Lüftdurchlässe befinden sich auf Höhe des CPU Sockels.

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Interessant ist das linke Seitenteil. Das Utgard ist hier in drei Ausstattungen erhältlich, einmal als normale Version, einmal mit Windows Version und in der uns vorliegenden Meshversion. Die Meshversion hat, wie der Name schon sagt, ein aufgesetztes Meshgitter in Form eines X. In dem Gitter finden wir insgesamt 24 Bohrungen, der besseren Optik wegen mit Gummiummantelung versehen. Diese bieten diverse Aufrüstmöglichkeiten. Hier kann man optional bis zu vier 120-mm-Lüfter einbauen oder wahlweise einen 220/200-mm-Lüfter. Hierfür werden allerdings längere Schrauben benötigt, welche nicht zum Zubehör zählen und separat erworben werden müssen.

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Das Utgard steht auf vier gummierten Füßen, die zwei am Gehäuseende sind hier bedeutend kleiner als die vorderen. Mittig finden wir ein Lüftungsgitter für einen weiteren optional einbaubaren 140/120-mm-Lüfter. Am Gehäuseende sitzen noch Luftdurchlässe für das Netzteil. Da ein Netzteil auf dem Gehäuseboden, mit dem Lüfter nach unten eingebaut, gewöhnlich die Aufgaben eines Staubsaugers übernimmt, hat Xigmatek dem Utgard hier einen nach hinten entfernbaren auswaschbaren Staubfilter spendiert.

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Bleibt uns noch die Rückseite, bevor wir uns dem Innenleben widmen. Das Netzteil sitzt auf dem Gehäuseboden. Darüber befinden sich insgesamt sieben Erweiterungsslots, rechts davon zwei Durchlässe für eine externe Wasserkühlung sowie einige wabenförmig ausgestanzte Luftlöcher. Es folgt ein 120-mm-Lüfter und zum Gehäusedeckel hin noch mal zwei Durchlässe für eine externe Wasserkühlung. Die Seitenteile sind mit Rändelschrauben befestigt.

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[BREAK=Xigmatek Utgard - Innenleben]Schauen wir uns das Innenleben an. Beim ersten lösen der Rändelschrauben muss man diese noch mit dem Schraubendreher lösen, da sie doch recht fest sitzen. Danach kann man die Seitenteile entfernen. Xigmatek setzt seine Gewohnheit fort. Mit dem schwarz lackierten Innenraum liegt man voll im Trend und die orangefarbenen Befestigungen setzen passende Akzente. Der Mainboardträger hat auf Höhe der CPU den mittlerweile standardmäßigen Ausschnitt um verschraubbare Kühler zu wechseln, ohne das man das Mainboard ausbauen muss. Rechts davon sitzen weitere längliche Aussparungen, um dort Kabel hinter dem Mainboardträger verstecken zu können.

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Vorn sitzen die Einschübe für die Datenträger. Anders als beim Midgard oder Asgard ist hier ein durchgehender 5,25-Zoll-Schacht für die Laufwerke vorhanden. Vier der insgesamt neun verfügbaren Schächte sind schon belegt. Einer fasst den Rahmen für ein externes 3,5-Zoll-Laufwerk und drei Schächte werden durch ein Festplattenmodul für vier 3,5-Zoll-Laufwerke belegt. Dieses Modul bringt auch gleich zur Kühlung der Festplatten einen vorinstallierten 120-mm-Lüfter mit. Sowohl der HDD-Käfig als auch der Rahmen und die externen 5,25-Zoll-Laufwerke können schraubenlos befestigt werden.

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Das Netzteil liegt auf dem Gehäuseboden und saugt von unten Luft zur Eigenkühlung an. Um dabei nicht gleich die Wollmäuse mit an zu saugen, wurde von unten ein Staubfilter angebracht. Vor dem Netzteil sitzt ein Kunststoffrahmen zum optionalen Einbau eines 140/120-mm-Lüfters. Dieser Rahmen schränkt natürlich die maximale Netzteillänge auf 17-cm ein. Ohne Rahmen stehen einem hier ca. 32-cm zur Verfügung.

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Erweiterungskarten werden ebenfalls schraubenlos befestigt. Ein System was bei unserer Grafikkarte keine Probleme verursachte und bombenfest hielt. Aber wir haben auch von anderen Usern gehört, dass es teilweise ein erhebliches Gefrickel sein kann. Alternativ kann man die Karten natürlich auch wie gewohnt mit Schrauben befestigen, was gerade für Gaming Rechner, die unter Umständen auch zu Lan-Partys mitgenommen werden, auf jeden Fall zu empfehlen ist. Grundsätzlich können wir nur jedem, der seinen Rechner hin und wieder über weite Strecken transportieren muss, raten vor der ersten Inbetriebnahmen nach der Anreise erst zur prüfen, ob noch alle Karten und Steckverbindungen richtig sitzen. Im Utgard haben Erweiterungskarten mit einer Länge von 30-cm Platz.

Ebenfalls auf der Rückseite sitzt ein 120-mm-Lüfter, wie gewohnt bei Xigmatek in Orange und mit weißen LEDs beleuchtet. Alle Lüfter im Utgard verfügen über einen 3-Pin-Anschluss und können somit direkt am Mainboard oder einer Lüftersteuerung angeschlossen werden.

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[BREAK=Xigmatek Utgard - Einbau]Nachdem wir nun das Äußere sowie das Innenleben des Xigmatek Utgard genauer betrachtet haben, kommen wir zum Einbau und dem Praxistest. Zuerst versuchten wir das HDD-Modul zu entfernen, was sich im ersten Moment als gar nicht so einfach herausstellte. Bis wir bemerkten, dass das Modul außer mit dem Schnellverschluss-System zusätzlich mit einer kleinen Schraube gesichert war. Da diese versenkt war, fiel sie natürlich nicht sofort auf. Dann überlegten wir uns, wie kann man später, wenn alles eingebaut ist, schnell weitere Festplatten einbauen oder auswechseln. Das Modul war schließlich nicht im 90° Winkel eingebaut und konnte somit schon einmal nicht zur Seite entnommen werden. Also fix die Frontblende entfernt und versucht die Stahlblenden vor dem Modul heraus zu brechen, damit der Käfig später von vorn zugänglich ist. Gar nicht so einfach getan wie gesagt. Der Versuch, nur die Blenden vor dem Käfig zu entfernen, scheiterte ohne Werkzeug, da die Blenden zu fest sitzen. Also entfernten wir kurzerhand alle Stahlblenden. Wenn man von oben anfängt, kann man das Ganze wie eine Sardinenbüchse nach unten wegrollen. Natürlich bleiben an den Soll-Bruchstellen kleine Grate stehen, aber die stören nicht weiter und stehen nicht ungewöhnlich weit ab. Eine Verletzungsgefahr ist somit relativ gering. Die Blenden können im übrigen auch wieder verschraubt werden, falls man dies möchte. Nachdem wir jetzt das HDD-Modul von vorn aus dem Gehäuse ziehen konnten, ging es an den Einbau der Festplatten. Schraubenlos versteht sich - dachten wir zumindest. Wie sagt man so schön Pustekuchen, hier war schrauben angesagt. Grundsätzlich nicht schlecht, aber mit dem Käfig schlecht umgesetzt, wie man auf nachfolgendem Bild schön sieht. Die Befestigungslöcher für die 3,5-Zoll-Laufwerke in der Mitte des Käfigs sind gut zugänglich. Für die obere und unter Platte ist aufgrund der hervorstehenden Führungen ein wenig Fingerspitzengefühl und Geduld notwendig, bis man die Schrauben exakt fixiert hat.

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Dies war im übrigen die einzige Hürde. Der Rest des Einbaus ging fix von der Hand. Mainboardabstandshalter einschrauben, Mainboard aufsetzten und festschrauben, die optischen Datenträger von vorn ins Gehäuse schieben und mit den Haltern fixieren, Netzteil noch verschrauben und dann konnten auch schon die Kabel angeschlossen werden. Die Lüfter haben wir natürlich gleich an die Lüftersteuerung angeschlossen. Hier können sechs Lüfter über zwei Regler stufenlos gesteuert werden. Wir wählten für den 170-mm-Lüfter im Deckel Regler A und für den Front- und Hecklüfter Regler B.

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Fertig eingebaut sah das ganze wie folgt aus. Nicht gerade sehr sauber aufgeräumt, aber wir verwenden auch kein Netzteil mit Kabelmanagement und auch zwei optische Laufwerke mit alten Rundkabeln nehmen natürlich einiges an Platz in Anspruch.

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[BREAK=Xigmatek Utgard - Temperaturmessungen]

Wie immer kommen nur die ab Werk vorinstallierten Lüfter zum Einsatz, in diesem Fall also zwei 120-mm und ein 170- mm-Lüfter.

Hier erst mal das von uns verwendete Testsystem:

Nach Einschalten des Systems warteten wir eine halbe Stunde, damit sich der Rechner im Idle-Modus akklimatisieren konnte. Danach nahmen wir die ersten Temperaturmessungen vor, welche mit HWMonitor sowie GPU-Z ausgelesen wurden. Diese sahen wie folgt aus:


Idle-Temperaturen:

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Dann starteten wir Prime95 und ließen es eine Stunde laufen, um den Rechner auf Temperatur zu bringen. Das Resultat sieht man in der nächsten Tabelle.

Temperaturen unter Last:

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[BREAK=Xigmatek Utgard - Fazit]

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Das Xigmatek Utgard ist in der Mesh Version für knapp 80,- Euro erhältlich. Wer nicht so auf Mesh steht oder lieber eine Version mit Fenster haben will, auch dem wird geholfen. Die Version mit Fenster kostet ebenfalls um die 80,- Euro, ohne diese Extras werden 70,- Euro fällig. Schwarz lackierter Innenraum, orangefarbige Klammern und Taster, beleuchtete Lüfter sowie bis zu sechs stufenlos über zwei Drehregler regelbare Lüfter. Hier liegt Xigmatek voll im Trend der vorwiegend jüngeren Generation.

Die Verarbeitung ist einwandfrei. Scharfe Ecken oder Kanten fanden wir keine vor. Die Spaltmaße der Anbauteile waren allesamt in Ordnung, hier gab es nichts zu bemängeln.

Überrascht haben uns ein wenig die Temperaturmessungen - positiv überrascht nämlich. Solch niedrige Temperaturen unter Last im Verhältnis zur gemessenen Geräuschentwicklung haben wir lange nicht mehr gesehen. Nur 37,5 db(A) unter Last konnten bislang nur vom Obsidian 800D erreicht und vom Zahlman GS1000 getoppt werden. Beide Gehäuse sind allerdings in einer völlig anderen Preisklasse angesiedelt. Dies spricht für die verwendeten Lüfter. Hier hat man echte Qualität am Start.

Die Schraubenlose Installation der 5,25-Zoll-Laufwerke hat uns gefallen, auch das die Befestigungsklammern von beiden Seiten vorhanden sind. Andere Hersteller bieten dies teilweise nur von einer Seite. Das Verschrauben der 3,5-Zoll-Laufwerke in dem HDD-Modul ist ein wenig umständlich. Entkoppelt sind die Festplatten ebenfalls nicht. Allerdings muss man auch bedenken, hier handelt es sich um ein Gaming Gehäuse. Wer dies mit zu einer Lan-Party schleppt, dem wird es zum einen herzlich egal sein ob die Festplatten Schwingungen auf das Gehäuse übertragen, zum anderen wird er es im „Kampfgetümmel“ vermutlich nicht mal hören. Wir hatten diesbezüglich kein Problem. Allerdings neigen die von uns verwendeten Festplatten auch nicht zum Schwingen. Bei anderen Modellen sieht dies sicherlich ganz anders aus.
Bei den Halteklammern für die Erweiterungskarten hat man im Vergleich zur Version, die beim Xigmatek Midgard noch verwendet wurde, dazugelernt. Beim Utgard sind diese wesentlich stabiler, wobei wie immer ein Einbau mit Schrauben der sicherste ist. Erweiterungskarten dürfen eine maximale Länge von 30-cm haben, sofern davor keine Laufwerke eingebaut sind. Dann verringert sich der Platz natürlich.

Staubmatten in den 5,25-Zoll-Blenden und ein auswaschbarer Staubfilter unter dem Netzteil schützen die Hardware vor Wollmäusen. Der optional zu installierende Lüfter vor dem Netzteil hat allerdings keinen Staubfilter. Hier muss man sich wenn man den Lüfterplatz verwenden will selber behelfen, da ein Staubfilter hier dann zur Pflicht wird.

Kurz gesagt, mit dem Utgard liefert Xigmatek ein solides Preis-Leistungsverhältnis ab.

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